Sonderpreis 2014: Shimokitazawa, Tokyo's Neighborhood

Platz 1

small scale - big chance

Lisa Geiszler, Technische Universität Wien
Meine Arbeit behandelt das beliebte Viertel Shimokitazawa in Tokio. Es ist nur 3 min. mit dem Expresszug von Shinjuku, dem größten Bahnhof der Welt entfernt! Dieser Ort wurde stark von zwei sich kreuzenden Zuglinien geprägt. Eine davon, die Odakyu Zuglinie wird auf Grund immer steigender Pendlerzahlen ausgebaut und im Zuge dessen in den Untergrund verlegt.

Der städtebauliche Entwurf behandelt die im Umbau begriffene Bahnstrecke, das zentrale Bahnhofsgebäude und im spezielleren einen urbanen Nachverdichtungsvorschlag.

Ein landschaftsplanerisches Gesamtkonzept wird für die ca. 1,5 km lange Strecke mit durchschnittlich 25 m Breite vorgeschlagen. Augenmerk wird hierbei auf das Schaffen von Grünraum und attraktiven Wegen für Fußgänger und den Radverkehr gelegt. Für die zwei nötigen Straßenkreuzungen wird ein Shared Space Konzept vorgeschlagen.

In der Mitte der Strecke liegt der Fokus des Entwurfes - das Viertelzentrum mit dem zentralen Umsteigebahnhof Shimokitazawa. Hier setze ich an und schaffe ein sichtbares und erlebbares Zentrum das auf die bestehenden Gegebenheiten Bezug nimmt und zusätzlich Funktionen ergänzt, die für die Region einen Mehrwert darstellen. Es werden erstmals Plätze geschaffen, der Natur Raum gegeben und somit lokale Defizite abbaut.

Dies wird mit einem kleinstrukturierten Geflecht aus modularen Baukörpern, Wegen, Stiegen und dem Tragwerk umgesetzt. Die Gestaltungskriterien leiten sich aus regionalen Merkmalen wie Straßenbreite, Gebäudegröße und deren Zwischenräumen ab. Der Stadtteil wächst nach und nach mit Hilfe eines modularen Raumfachwerkkonzepts in die Höhe und fügt sich in Baulücken und Nischen ein. Die Fortsetzung des Bewegungsflusses wird durch Vernetzung der neuen Ebenen an zentralen Straßenzügen des Viertels mit attraktiven großzügigen Haupterschließungstürmen erreicht. Sie führen Shimokitazawa in die 3. Dimension und machen den Ort so neu erfahrbar.

Campus Masters Wettbewerb


September / Oktober 2014

Facts

Hochschule:
Technische Universität Wien

Lehrstuhl:
Ass.Prof. Mag.arch. Dr.techn. Cernek Walter

Präsentation:
2014-04-24



Abschluss:
Diplom

Rubrik:
Wohnbauten

Software:
AutoCad, Rhino, Vray, Illustrator, Photoshop

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