Olympisches Dorf Hamburg 2024

Vom Hausen zum Wohnen

Annika Reddemann / RWTH Aachen
Aufnahmekapazität, eine sinnvolle Nachnutzung, die Vervollständigung mit Sport- und Trainingsanlagen, ihre Ausstattung mit Versorgungs- und Betreuungsanlagen, eine günstige Lage zu den Wettkampfstätten und eine entsprechende Infrastruktur sind nur einige Anforderungen, die sich an eine Planung für ein Olympisches Dorf stellen und die Voraussetzung für eine erfolgreiche Durchführung der Spiele sind.

Jedoch sollte dieses Großprojekt keineswegs nur für die Dauer der Spiele geplant werden, sodass der olympischen Nachnutzung eine hohe Gewichtung zukommt.

Der vorliegende Entwurf befasst sich mit dieser Umnutzung, vom olympischen, temporären Hausen zum langfristigen, nach- olympischen Wohnen.

Gegliedert ist der Entwurf in 3 Nutzungsphasen, 3 Zuständen, die die Veränderungen des Wohnprozesses und des Quartiers, während einer Zeitspanne von etwa 50 Jahren, aufzeigen und konstruktiv möglich machen.

1. HAUSEN
Olympisches Dorf, temporäre Heimat für 10.500 Athleten, Dauer 1-2 Monate (2024)
   
2. WOHNEN
Umnutzung des Dorfes zu einem städtischen Quartier mit diversen Einrichtungen und Infrastruktur, Dauer 16 Jahre nach den Olympischen Spielen (2040)

3.WANDEL   
Anpassung der Grundrisse an die sich veränderten Lebensbedürfnisse/-situationen der Bewohner, Dauer unbestimmt, ständig (nach 2040)

Schwerpunkt der Arbeit liegt in der Anpassungsfähigkeit und Multifunktionalität der Grundrisse, die ausgehend der konstruktiv gestellten Rahmenbedingungen eine Variation an Wohngrundrissen ermöglichen und der Bewohner die Möglichkeit hat, den Grundriss in Besitz zu nehmen (funktional und gestalterisch) und sich aktiv damit auseinander zu setzen. Nutzungsneutrale Wohnräume entstehen, die eine innere, sowie äußere Flexibilität ermöglichen. Durch den gewählten Skelettbau, fest vorgegebenen Installationsschächten und einer austauschbaren Deckenkonstruktion sind eine Vielzahl verschiedenster Wohngrundrisse und -größen möglich, sodass ein langfristiges Wohnen ermöglicht werden kann. Wohnraum kann ohne größere Umbaumaßnahmen vergrößert und verkleinert werden.

Campus Masters Wettbewerb


Juli / August 2016

Facts

Hochschule:
RWTH Aachen

Lehrstuhl:
Lehrstuhl für Wohnbau und Grundlagen des Entwerfens, Univ.-Prof. ir. Wim van den Bergh

Präsentation:
24.02.2016



Abschluss:
Master

Rubrik:
Städtebau

Software:
AutoCAD Architecture, Adobe Photoshop

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