Musée Surréel

Erweiterung der neuen Nationalgalerie

Jan Feislachen / Technische Universität Dortmund
Die Aufgabenstellung zur Masterthesis des Sommersemester 2014, sieht die Planung eines Museumsbaus, als Erweiterung der Neuen Nationalgalerie in Berlin vor.


Der Standort des zu beplanenden Baugrundes befindet sich südlich des Tiergartens, inmitten des Berliner Kulturforums. Das Grundstück wird westlich begrenzt von einer Wohnbebauung des Architekten Kurt Ackermann, südlich vom Wissenschaftszentrum von James Stirling und in östlicher Richtung von der Neuen Nationalgalerie von Ludwig Mies van der Rohe.


Das von mir entworfene Gebäudevolumen ist zu unterscheiden in zwei Bereiche. Zum einen verfolgt mein Entwurf den Gedanken, den bereits bestehenden Sockelkörper der Neuen Nationalgalerie weiterzudenken, um sowohl eine räumliche als auch volumetrisch Anbindung an den Bestandkörper zu erreichen. Zum anderen einen angemessenen Ort für die Kunst zu schaffen. Der eingeschossige, sich leicht in den Baugrund absenkende Sockelkörper, nimmt die bestehenden Fluchten von Nachbarbebauung und Straßenführung auf und gliedert sich so harmonisch in das Stadtgefüge ein. Durch die Anpassung des Sockelkörpers, ist es mir möglich im Zentrum einen neuen und klaren Platzraum zu entwickeln, um so eine angemessene Eingangsgeste zu schaffen für den sich in den Sockel schmiegenden monolithischen Ausstellungskörper. Als Verbindungsglied ist in den Sockel ein Pavillongebäude platziert, das den Skulpturengarten der Neuen Nationalgalerie mit dem neuen Platz verbindet.
Der neu entstandene Platzraum, der in seinem Höhenniveau ebenso wie der Skulpturengarten abgesenkt ist, wird von den Besuchern über einen großzügigen Arkadenbereich erschlossen, der durch gezielt gestellte, in der Flucht des Sockels verlaufende Stützen, hervorgehoben wird. Der Sockelbereich ist in seiner Materialität dem selben Stein gewählt, wie er bei der Nationalgalerie vorzufinden ist. Der sich einschmiegende Museumskörper wird ausgeführt in Sichtbeton, sich geschossweise in der Helligkeit abstufend, was die starke Gestalt unterstützt. Durch die eingeschnittene Geste, die den Eingang und ebenso die Blickbeziehung zur Neuen Nationalgalerie definiert, wird zudem der monolithische Charakter unterstrichen.


Der Besucher erschließt das Gebäude über den Platzraum und erreicht den Empfang über den zentralen Eingangsbereich, mit direkter Anbindung an Cafe und Shop. Die Grundrisse sind in allen Geschossen klar strukturiert und in ihrer Ausrichtung der Neuen Nationalgalerie zugewandt. So entstehen im vorderen Bereich großzügige Ausstellungsräume und im hinteren eine Enfilade. Eine weiter Besonderheit, ist der zweigeschossige Luftraum im vorderen Zentrum des Gebäudes, der eine direkte Blickbeziehung zur benachbarten Bebauung von Ludwig Mies van der Rohe ermöglicht und Raum bietet für spezielle Exponate. Die vertikale Erschließung erfolgt über den lichtdurchfluteten, eingeschnittenen Treppenraum, der eine einläufige skulpturhafte Treppe beherbergt, die dem Besucher das Emporsteigen zu einem besonderen Erlebnis macht.

Campus Masters Wettbewerb


Mai / Juni 2016

Facts

Hochschule:
Technische Universität Dortmund

Lehrstuhl:
Prof. Paul Kahlfeldt

Präsentation:
23.09.2014



Abschluss:
Master

Rubrik:
Kulturbauten

Software:
ArchiCAD, Cinema4D, Adobe Photoshop, Adobe InDesign

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