Licht an

Entwicklungsstrategien für Bad Gastein

Gabriele Kohlmaier / Technische Universität Wien
Der ländliche Raum unterliegt einem Nutzungswandel. Wirtschaftliche, kulturelle und demographische Entwicklungen haben den Alpenraum im letzten Jahrhundert transformiert. Zahlreiche Ortskerne in ruralen Gebieten sind durch Abwanderung und Verlagerung diverser Funktionen durch Leerstand geprägt. Diese Arbeit behandelt dieses Phänomen der räumlichen Entwicklungen anhand von Bad Gastein.

Bad Gastein, eine `Mini-Metropole` mit urbanem Flair und alpinem Bergpanorama, zählt zu den ältesten Tourismusregionen Österreichs. Die heutige Gestalt des Ortes ist geprägt von einem Wasserfall und Architekturen aus unterschiedlichen Epochen, die im historischen Zentrum zu einem großen Teil seit Jahren leerstehen. Am Bahnhofsplateau entsteht ein neues Zentrum. Es ist ein Ort, der nicht mit anderen alpinen Resorts vergleichbar ist.

Diese Arbeit macht die grundsätzliche Frage wie sich Bad Gastein aus städtebaulicher Sichtweise weiterentwickeln kann zum Thema. Bad Gastein bildet einen spannenden und heterogenen Raum, jedoch ohne Perspektiven. Defizite und Potentiale werden durch eine intensive Analyse aufgezeigt. Durch unterschiedliche Maßnahmen und Maßstäbe sollen Strukturen geschaffen werden, die positive Prozesse anregen und das Bewusstsein und die Wahrnehmung für diese Ressourcen schärfen. Das Gebaute ist der Ausgangspunkt. Es scheint notwendig durch Veränderung Raum für bestehende Strukturen zu geben. Bad Gastein ist ein besonderer Ort der auf irgendwas zu warten scheint ...

Dieser Ort verfügt über zahlreiche Ressourcen wie Wasser, Raum, Tourismus und einer guten öffentlichen Verkehrsanbindung. Um städtebauliche Defizite zu beheben und die vorhandenen Ressourcen zu nutzen, werden unterschiedliche Schritte für räumliche Entwicklungen dargestellt. Die Einzelmaßnahmen – Mobilität, Aktivierung der Raumressourcen und öffentlicher Raum – haben sich aus der Analyse heraus entwickelt und schlagen gezielte Ideen vor. Hierbei handelt es sich um Maßnahmen die teilweise von langfristiger Dauer sind und die Situation des Ortes verbessern sollen.


Campus Masters Wettbewerb


November / Dezember 2015

Facts

Hochschule:
Technische Universität Wien

Lehrstuhl:
O.Univ.Prof. Dipl.-Ing. Dr.techn. Alfons Dworsky

Präsentation:
22.10.2014

Abschluss:
Master

Rubrik:
Freizeit- und Sportbauten

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