La Plataforma de Diseño, Barcelona Platz 2

Joergen Dreher, msa | münster school of architecture
La Plataforma de Diseño, Barcelona

La Plataforma de diseño ist ein Zentrum für Design, mitten im Herzen Barcelonas. Um eine Ausstellungswelt gruppieren sich Büros, Ateliers, Läden und Gastronomie. Eine Designschule, Auditorien und eine Bibliothek ergänzen das Raumprogramm. Grüne und urbane Plätze, schattige und sonnige Plätze lockern das Raumgebilde auf verschiedenen Ebenen auf. Die Architektur soll Design und Stadt verknüpfen. Der öffentliche Stadtraum bewegt sich in das Gebäude, verwebt sich und mündet in einer öffentlichen Dachlandschaft. Von hier hat man einen freien Blick über die hoch verdichtete Ciutat Vella, bis hin zum Meer. Ein Gefühl von Weite mitten in der dicht bebautesten Altstadt Europas. Es entsteht ein Hybrid aus Design und Architektur, Stadt und Ausstellung. Die Ausstellung bezieht sich auf ein, in seinen Grundprinzipien schon in den 1920er-Jahren entwickeltes Gestaltungsprinzip der Moderne, die Vorstellung vom fließenden Raum. Der Besuchsweg verläuft im Prinzip zwar kontinuierlich, schließt aber Rückkoppelungen und Querverbindungen nicht aus.

Der Ort bekommt einen Kontrast, der sich jedoch stark auf die Stadt bezieht und sich eng mit ihr verwurzelt. Ein Gegensatz der die Architektur der verschiedenen Jahrhunderte Aufzeigt, gegenüberstellt und so einen reizvollen und spannungsreichen Dialog aufbaut.
Die Grundgeometrie des Gebäudes leitet sich aus vielen entwurfsbestimmenden Indikatoren ab. Die Historie, Verkehrsachsen, Blickbeziehungen, stadträumliche Situationen, bestehende Gebäude und der Menschenfluss sind Bezugsparameter der nahen Umgebung, die stark die Geometrie des Gebäudes bestimmt haben. Der Placa de la Gardunya wird wie schon im 19. Jahrhundert wieder bebaut, die Plattform für Design spannt sich zwischen die bestehenden Bauten, der Häuserblock wird wieder komplettiert. Während das Gebäude einen starken Dialog mit dem Markt eingeht, hält es auf der anderen Seite einen gebührenden Abstand zum 5 Jahrhunderte alten Antiguo Hospital de la Santa Creu. Die zwei wichtigen Verkehrsachsen bleiben bestehen. Sie bilden das Gebäude und leiten die Menschen. Durch Vor- und Rücksprünge des Bauvolumens entstehen Platzfolgen, mit jeweils unterschiedlichen Charakteren. Der Besucher wird an den Zugangspunkten mit einer umarmenden Geste des Gebäudes empfangen. Durch die Weiterführung des Stadtraums, bis tief in das Quartier, wird der Neubau stark mit der Umgebung verzahnt und verwurzelt.
Bewegung, Dynamik und Wachstum, Gehen und Verweilen, Kommunikation und Konzentration, Komplexität und Vielfalt sind Motive der Stadt und werden in dem Quartier aufgegriffen und in einen architektonischen Ausdruck gebracht. Netze von Gassen und Wegen, Plätze und Lichthöfe als deren Ziel und Ausgangspunkt die zum Verweilen und Kommunizieren anregen, sorgen für eine komplexe städtische Struktur. Eine zentraler Patio wird zu einem urbanen Treffpunkt. Ein zur Standortbestimmung dienender Bereich, in der sonst so freien Ausstellung. Ein von Licht durchfluteter, Treppen und Rampen durchzogener Patio, der durch ein ständiges durchmischen von Innen und Außen zum Foyer des Quartiers wird.

Die Ausstellung ist ein einziger, grosser, fliessender Raum, mit einer Vielfalt an Durchblicken, Bezügen und Perspektivwechseln, diverser Sichtachsen und Durchgängen. Es ist einen Ort, den man aufsucht, um frei und ohne Zwang zu flanieren, um sich zu unterhalten, um zu spielen, um Spaß zu haben an dieser Sache.
Die Plataforma soll ein Spiegel der in sich befindlichen Ausstellung und der Umgebung sein. Die organischen Formen und floralen Patterns beziehen sich stark auf die stadträumliche Situation und den kreativen Hintergrund Barcelonas. Sie drücken die Verbundenheit zur Inspirationsquelle Natur aus. Eine Referenz der Architekturstile Modernisme und Gotik. Eine gewachsene Struktur, geschwungene Formen und Linien, organisch Funktional.
Das Durchdringen von Außen- und Innenraum zeigt, dass die Architektur mehr sein will als elementare Hülle. Sie thematisiert sich selbst und wird somit zum Objekt der Betrachtung.

Campus Masters Wettbewerb


2, 2009

Facts

Hochschule:
msa | münster school of architecture

Lehrstuhl:
Prof. Franz-Josef Höing

Präsentation:
19.09.2008

Rubrik:
Kulturbauten

Software:
-Auseinandersetzung mit Thema, Ort, Funktion -Herausfiltern wichtiger Parameter -Erarbeitung mehrerer Entwurfsansätze -Abwägen, Filtern, Ausarbeiten, Verknüpfen verschiedener Ansätze -Entwurfsmodelle, Skizzen, 3d Modellierungen, Formfindung -Ausarbeitung des Konzeptes, Überprüfung des erarbeiteten Entwurfs -Überarbeitung und detaillierte Ausformulierung des Entwurfs -Modellbau, Pläne, Renderings Fotos, Layout -Darstellung in Buch, Plänen und Film

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