Kulturzentrum am Zoo

Zoogesellschaftshaus Frankfurt am Main

Rebecca Geiger / Fachhochschule Frankfurt / Main
Das in Teilen denkmalgeschützte Zoogesellschaftshaus befindet sich seit 1876 an prominenter Stelle am Rand der Frankfurter Innenstadt, neben dem heutigen Zoo-Eingang. Das ehemalige Hauptgebäude des Zoos soll umgeplant und wieder ins städtische Leben integriert werden. Ziel ist es aus dem derzeit ungenutzten Gebäude einen lebendigen, städtischen Ort vielfältiger und spannender Nutzungen als Bereicherung des Zoobetriebs und des Stadtteils zu generieren. Dabei gilt es auch neue Nutzungen zu prüfen und die labyrinthische Innenraumsituation aufzulösen. Der Umgang mit dem historischen Gebäudebestand v.a. der Fassaden bildet eine weitere Herausforderung.
Der Entwurf für den Umbau des Zoo Gesellschaftshauses zeichnet sich durch seinen sensiblen Umgang mit dem historischen Bestand, das Schaffen eines neuen städtischen Platzes mit repräsentativer Fassade des neu entstehenden Kulturzentrums, sowie der weiteren Nutzungsidee anlehnend an die Vergangenheit des Zoologischen Gartens aus.
Durch Wiederaufnahme der damaligen Achsen sowie das Einsetzen eines Glasdaches entsteht ein helles Atrium, das das Herz des Gebäudes bildet und als multifunktionale Fläche für Veranstaltungen genutzt werden kann. Das Gebäude fungiert als Schnittstelle zwischen Stadt und Zoo. Um diesen Aspekt erlebbar zu machen, wird der Vorplatz durch seine neue Gestaltung den Stadtbewohnern als städtischer Platz zur Verfügung gestellt. Der Entwurf sieht vor, die Südfassade durch sensible Gestaltung zu stärken, ohne dem Gebäude seine Identität zu nehmen. Die Fassadengestaltung nimmt das ursprüngliche Erscheinungsbild des Hauses in moderner Form auf, ohne dieses rekonstruieren zu wollen. Durch die bewusste Entscheidung einer anderen Materialität und Aufnahme der vom Bestand vorgegebenen horizontalen Fassadengliederung entsteht eine moderne Interpretation des klassizistischen Erscheinungsbildes. Perforierte Lochbleche spiegeln die Struktur der historischen Fassade wider. Das Jugendtheater p  räsentiert sich der Stadt durch eine große, offene Glasfassade, die mithilfe von außenliegenden metallenen Vorhängen verschattet und abgedunkelt werden kann. Das Vorhang-Motiv zieht sich durch die gesamte Innenraum Gestaltung des Hauses und findet sich auch um das multifunktionale Atrium herum wider.
Das neu entstehende Kulturzentrum am Zoo wird Lernen und Vergnügen miteinander verbinden. So ist geplant, dass das Kulturzentrum sowohl eine Ausstellung als auch ein Kino beherbergt. Außerdem ist angedacht, dass es zu Ehren von Prof. Dr. Dr. Bernhard Grzimek eine Ausstellung über sein Lebenswerk geben wird. Denn neben seiner Rolle als Frankfurter Nachkriegs-Zoodirektor hat er sich dem Naturschutz verschrieben. Bekannt wurde er durch die hr-Fernsehreihe „Ein Platz für Tiere“, sowie einigen Oskar prämierten Dokumentationsfilmen. In dem an die Ausstellung angrenzenden, auch autark nutzbaren Kino können Vorführungen der Dokumentationsreihen stattfinden und so den Besuch des Frankfurter Zoos abrunden.

Campus Masters Wettbewerb


November / Dezember 2017

Facts

Hochschule:
Fachhochschule Frankfurt / Main

Lehrstuhl:
Prof. Jean Heemskerk

Präsentation:
02.05.2017

Abschluss:
Master

Rubrik:
Kulturbauten

Software:
Vectorworks, Photoshop, Indesign

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