House of Religions

Interreligiöses Zentrum am Kesselbrink in Bielefeld

Zeynep Orak, Eda Saygili / Fachhochschule Bielefeld
In unserem Konzept haben wir den Kesselbrink in zwei bebaubare Flächen unterteilt. Aufgrund der zentralen Lage eignet sich das Konzept an der Friedrich-Ebert-Straße

besonders gut. Geplant wurden hier vier verschiedene Nutzungsmöglichkeiten wie, ein Wohn und Geschäftshaus, ebenso für die Einrichtung eines Büro und Geschäftshauses, ein reines Wohnobjekt und ein individuell gestaltetes Ladenlokal. Der Kesselbrink lässt im Erdgeschoss vornehmlich eine Gewerbefläche zu, um diese Logik nicht zu unterbrechen haben wir die Nutzung ebenfalls in unserem Konzept wiederspiegelt. In den oberen Geschossen sind Wohnungen konzipiert für die jenigen, die zentral in der Innenstadt wohnen möchten und das attraktive Angebot an nah beieinander liegenden Restaurants, Kneipen, Diskotheken oder kulturellen Veranstaltungsorten nutzen möchten.



Die andere Hälfte des Kesselbrinks ist für unser Konzept schwer von Bedeutung. Hier wird ein einmaliges Projekt realisiert, das „House of Religions“. Durch Einbeziehung von Bürger/innen, Vertreter/innen der Öffentlichkeit und der Religionen, die den Wunsch vieler nach Zusammenleben in Gleichberechtigung und friedlicher Verbundenheit zum Ausdruck bringt und so entschieden rechtsextremen, fremdenfeindlichen, antisemitischen Tendenzen entgegenwirkt. In die angespannte Situation zwischen den drei abrahamitischen Weltreligionen Islam, Juden- und Christentum bringen wir als angehende Architekten, das Interreligiöse Zentrum am Kesselbrink als vermittelndes Gebäude ein. An dieser Stelle ist es wichtig festzuhalten, dass hier unter der Bezeichnung „Moschee, Kirche, Synagoge “ keine Repräsentationsbauten, oder identitätsstiftende Architekturen zu verstehen sind.



Unser Entwurf besteht aus mehreren Kubaturen, die in einem Objekt vereint sind. Die drei Kubaturen welche die Kirche, die Synagoge und die Moschee sind, werden in ihrer Mitte mit einem zentralen Raum der Begegnung verbunden. Das Beten u. Lehren unterschiedlicher Religionen in einem Gebäude, was laut einer Studie der Wunsch sämtlicher Generationen ist, wird in diesem Entwurf bewusst umgesetzt. Aus diesem Grund ist es wichtig, die gemeinsam nutzbaren Flächen wie die Bibliothek,

der Gemeinschaftsraum, die Seminarräume, die Cafeteria etc. so zu gestalten, dass sie für jedermann nicht nur zugänglich sondern auch nutzbar sind. Der Kesselbrink ist auch weiterhin für Besucher optimal erreichbar. Durch Beibehaltung von Bushaltestellen sowie der Parkmöglichkeiten in der Tiefgarage sind keine weiten Wege zu Fuß zurückzulegen, wenn Veranstaltungen in dem Interreligiösem Zentrum „ House of Religions“ besucht werden.

Campus Masters Wettbewerb


Mai / Juni 2015

Facts

Hochschule:
Fachhochschule Bielefeld

Lehrstuhl:
Prof. Dipl.-Ing. Bernd Niebuhr

Präsentation:
28.01.2015



Abschluss:
Master

Rubrik:
Kulturbauten

Software:
Vectorworks, Maxon Cinema 4D, Lumion

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