House for all

Betshaus der Zukunft in Nürnberg

Thomas Michael / Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm
Ökumene und Neutralität - House for All
Sakralarchitektur innerhalb einer pluralistischen Gesellschaft stellt eine besondere Aufgabe dar. Durch eine konfessionsübergreifende Nutzung der Räume könnte jedoch der Austausch der verschiedenen Gemeinden gestärkt werden. Vorhandene ökumenische Gebäude sind rar und gehen oft zaghaft mit der Thematik um. Wie weit man dabei gehen kann, und die Rahmenbedingungen einer solchen Nutzung sind Bestandteil dieser Arbeit. Der Ort ist also ein Hort für religiösen und kulturellen Austausch, an dem weit mehr als friedliche Koexistenz praktiziert wird. Dazu darf das Gebäude nicht an eine Konfession gebunden sein. Beispielsweise ist die Gebetsnische zugleich ein Kirchenfenster und auch die Sitze und der Altar mobil um eine große Flexibilität zu ermöglichen. Das Ziel ist nicht Gemeinsamkeiten vorzutäuschen sondern das friedliche Kennenlernen. Von "House of One" zu "House for all"

Nutzung - Tagen Feiern Sport Lesen Musik Essen Tanzen..
Die scheinbare Abgeschlossenheit, wird heutzutage oft als besondere Qualität verstanden, das war jedoch nicht immer so. Ein Konzept, wie auch andere Nutzungen wieder ein wertvoller Bestandteil der sakralen Erfahrung werden könnten hat das Potential den Gottesdienst vielseitiger zu gestalten, und könnte auch die Schwierigkeiten eventueller Umnutzungen in der Zukunft weitgehend vorbeugen. Die besondere Herausforderung ist es, die Sakralität des Raums bei besonderer Nutzung zu wahren. Grenzen des Fanums zum Profanum waren stets einem Wandel unterlegen und wurden geschichtlich immer wieder neu gezogen. Begonnen hat der christliche Kult in profanen Gebäuden. Städtebaulich, sowie auf die Nutzungen bezogen besinnt sich das Gebäude darauf. Eine große Reihe verschiedener Nutzungen ermöglich es besondere Veranstaltungen zu feiern und auch im Alltag den Sakralraum einzuflechten. Mit dem Verständnis des Sakralraums als Mediator zwischen weltlich und spirituell, kann dieser nie hermetisch abgeschlossen sein

Städtebauliche Einbindung - keine Sonderposition
Ob Judentum, Christentum oder Islam, die religiösen Gebäude waren lange Zeit traditionsgemäß die größten oder höchsten Bauten im Stadtbild. Dieser Anspruch wird im Rahmen dieser Arbeit nicht dogmatisch gesehen. Wichtig ist, dass der besondere Charakter des Gebäudes durch eine Leidenschaft und Poesie vermittelt wird, und nicht durch eine etwaige übergeordnete Position. Zumal sowohl Erreichbarkeit und die Präsenz in der Baulücke an der Fürther Straße für dieses Projekt ideal sind. Der gestaltete Gebäudekörper nimmt die bestehenden Gebäudekanten nahtlos auf und schmiegt sich mit sanften Windungen an den Bestand

Campus Masters Wettbewerb


September / Oktober 2017

Facts

Hochschule:
Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm

Lehrstuhl:
Prof. Florian Fischer, Prof. Josef Reindl

Präsentation:
09.02.2017



Abschluss:
Master

Rubrik:
Kulturbauten

Software:
archicad, vectorworks, rhino 3d, keyshot, photoshop, indesign

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