Grandhotel en vogue

Das Leben der urbanen Nomaden im Grandhotel am Moritzplatz in Berlin

Jennifer Moser / Technische Universität Berlin
Ziel ist ein als Hotel konzipiertes Gebäude zu entwerfen, welches quasi als „kreatives, modernes Grandhotel“ zum einen die spezifische Zielgruppe „Urbaner Nomade“ anspricht und ihr mietbare Unterkunft zur Verfügung stellt, gleichzeitig aber auch – gerade wegen der Offenheit dieser Zielgruppe – Verschränkung mit anderen sozialen Schichten ermöglicht bzw. initiiert und so zu einem Soziotop für ein heterogenes Konglomerat an Lebensentwürfen wird.

Unterschiedlichen Einkommensniveaus wird mit unterschiedlichen, mietbaren Zimmergrößen Rechnung getragen, ohne generell einen ökonomischen oder aber auch den modern, innovativen Grundgedanken aus den Augen zu verlieren.

Gäste und Besucher mit unterschiedlichsten Erwerbsbiographien sollen sich metaphorisch und architektonisch „auf einer Ebene“ begegnen und durch Austausch voneinander profitieren. Es kann so über ökonomisches Kapital hinaus, durch gezielte Kontakterzeugung auf unterschiedlichsten Projekt- und Kommunikationsflächen, eine Form sozialen Kapitals generiert werden, welches letztlich gesamtgesellschaftlich einen Mehrwert erzeugen kann bzw. soll.

Austausch, Kommunikation und Interaktion werden zu den bestimmenden Stilelementen des geplanten Hotels, die das Gefühl erzeugen sollen, dass hier gelebt wird. Soziale Interaktion soll zum „sich-Daheim-fühlen“ führen.

Im Kontrast dazu befinden sich konventionelle Hotels, die mit ihrer relativen Homogenität statische Erwartungen bedienen und deren geplante Fokussierung nicht, wie bei dieser Arbeit, auf die heterogenen Erwartungen einer offenen, neugierigen und selbst heterogenen Gruppe setzt.

Der Entwurf teilt sich in der Betrachtung in Innen- und Außenraum und folgt einer zweigliedrigen Programmatik:

I) Individualraum, welcher in erster Linie Hotelgästen vorbehalten ist und relativ geschlossen in seiner Nutzungserwartung ist -Hotelzimmer-, der in bestimmten Bereichen dennoch semipermeable ist und sowohl Privatheit, als auch das Suchen bzw. die Initiative von Verbindung ermöglicht -Teeküchen, Leseecken, Salon-.

II) Interaktive, offene Kommunikationsflächen- & Bereiche, die eine spezifische Verbindung von Akteuren generiert -Workshop, Ausstellungen, Informationsforum-.

Campus Masters Wettbewerb


Juli / August 2016

Facts

Hochschule:
Technische Universität Berlin

Lehrstuhl:
Konstruktives Entwerfen und Klimagerechtes Bauen, Prof. Raphael Frei, Pool

Präsentation:
21.05.2015

Abschluss:
Master

Rubrik:
Hotelbauten

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