Falling Layer

Hotel+Büro+Besucherzentrum Hunsrück Hochwald

Peter Feuerbach / Technische Universität Kaiserslautern
Im Rahmen der Aufgabenstellung soll ein momentan ungenutztes Bunkerareal im Hunsrück das neue Zentrum des zukünftig wachsenden Nationalparkes umgestaltet und neu beplant werden. Die Bunkeranlage ist von einer Umplanung ausgeschlossen, lediglich alte Verwaltungsgebäude an der Oberfläche werden in die Bearbeitung mit einbezogenen. Das geforderte Raumprogramm beinhaltet ein Hotel mit fünfzig Zimmern, ein Besucherzentrum mit 2000qm, ein Nationalparkamt mit 1000qm und eine Rangerstation mit 1000qm.

Städtebaulich orientiert sich der Neubau an den Positionen der Bestandsgebäude. Diese werden jedoch abgerissen und in Form ihrer Fundamente als „Footprints“ einer neuen Nutzung zugeführt. So erfolgt die Haupterschließung über eines dieser Fundamente und erzeugt einen stark inszenierten Empfang. Die weiteren Fundamentplatten werden als Freibereiche und Mehrzweckplätze genutzt. Der Entwurf versucht einem Besucher möglichst alle Ebenen des Waldes als Ereignis zu präsentieren. Der Schichtenaufbau des Waldes bietet hier einen ersten Entwurfansatz. Sowohl die Wipfel, Baumkronen, Strauch- und Krautschicht und die Bodenwelt sollen einsehbar werden. Folglich wird ein sich vom Himmel in den Boden entwickelnder Komplex erschaffen. Diesem Ansatz folgend, zeigt sich der Entwurf mit 55m hohen Turm, welcher die geforderten Verwaltungsflächen, alle Hotelzimmer und eine Aussichtsplattform auf dem Dach beinhaltet. An den Turm schließen sich im Erdgeschoss drei liegende Scheiben an. Diese sollen den Besucher vom Oberirdischen ins Unterirdische führen. Die erste Ebene stellt sich als Konferenzzentrum und Lounge des Hotels dar, die Zweite beinhaltet einen das Besucherzentrum und die Dritte liegt fast vollständig im Untergrund und zeigt eine feste Ausstellung zum Thema Tier- und Bodenwelt des Waldes.

Der Turm stützt sich eine Stahlbetonskelett, mit einem zugrunde liegenden Raster von 1,45m, um eine optimale Nutzung für den Hotel und Verwaltungsbereich zu ermöglichen. Um in jeder Etage eine beeindruckende Aussicht zu garantieren sind alle Räume raumhoch verglast. Die Fassade zeigt sich in Form von vertikalen Holzlisenen. Diese nichttragenden Elemente unterstützen das Motiv des in die Höhe ragenden Stammes. Die drei liegenden Platten zeigen sich hingegen in einem anderen Gewand, ein bewusster Materialwechsel. Um die horizontale Ausrichtung zu verstärken, werden diese mit einer tragenden Sichtbeton Fassade ausgeführt. Die Schalung der Elemente wird mit einer horizontalen Holzlattung versehen und dem Beton eine gewisse „Ornamentik“ des Waldes zu verschaffen. Alle drei Scheiben werden mit einer Betonkassettendecke versehen, um möglichst variable und stützenfreie Ausstellungs- und Veranstaltungsräume zu erhalten. Die innen-liegende Dämmung wird wie in allen anderen Innenräumen mit Seekieferplatten verkleidet. Diese Kombination aus hellen Beton und Holz schafft ein durchgängiges Motiv,eine warme und zu gleich hochwertige Innenwelt.

Campus Masters Wettbewerb


Juli / August 2015

Facts

Hochschule:
Technische Universität Kaiserslautern

Lehrstuhl:
Baukonstruktion3 + Entwerfen/ Prof. Modersohn

Präsentation:
09.02.2015



Abschluss:
Diplom

Rubrik:
Hotelbauten

Software:
Autocad, PS, Indesign, 3ds Max, Vray

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