Eine Therme für Düsseldorf

Bad am Reeder Platz

Lisa Herwagen / Fachhochschule Düsseldorf
Die Therme entsteht in Golzheim am Reeser Platz in funktional vielfältiger Umgebung. Sie schafft dort eine introvertierte Welt, in die der Besucher aus seinem Alltag eintaucht.

Die Umgebung ist heterogen, die Nachbarschaft kleinteilig. Der Ort braucht ein Gebäude, das sich aufgrund seiner Funktion introvertiert. An der vorhandenen Bahn-Haltestelle entwickelt sich subtil ein städtischer Vorplatz mit Aufenthaltsqualität, über den der Besucher in das abgesenkte Niveau des Foyers der Therme abtaucht. Ein externes Café öffnet sich zu einer begrünten Aufweitung im Stadtraum. Das Gebäude schließt den Grünraum zum Rhein und bildet eine Zäsur zur lauten Kaiserwerther Straße.

Backstein ist in der Umgebung ein bewährtes Material. Mit einem geschlämmten Mauerwerk im Kreuzverband fügt sich das monolithische Gebäude ein und schafft zugleich eine individuelle Identität.

Tradiert aus den Ringanlagen der Römer, deren zentrales Element die Basilika Thermarum darstellt, ist die Therme für Düsseldorf ebenfalls ein Ringbad, in das der Besucher über einen vertikalen „Filter“ gelangt. Das Gebäude gliedert sich in vier Bereiche, die durch Höfe unterschiedlicher Qualität nach innen orientiert sind. Die Differenzierung des Gebäudes in einen dienenden Sockel und ein Thermalgeschoss, stärkt die Introversion.

Aus dem klassischen römisch-irischen Thermalablauf entsteht eine Teilung des Badegeschosses in die vier Bereiche: Baden, Anwendungen, Sauna und Ruhe / Restaurant. Das Vollziehen des Gesamtablaufs wird ebenso ermöglicht wie ein Aufenthalt in einem der Bereiche. Wandelgänge bilden deren Verbindung und schaffen eine Ablesbarkeit in der Gebäudehülle.

Die Verschiebung der Geschossdecken zueinander bewirkt eine räumliche Differenzierung der verschiedenen Funktionen in den Geschossen.

Campus Masters Wettbewerb


Mai / Juni 2016

Facts

Hochschule:
Fachhochschule Düsseldorf

Lehrstuhl:
Prof. Manfred Morlock

Präsentation:
09.07.2015

Abschluss:
Master

Rubrik:
Freizeit- und Sportbauten

Software:
AutoCAD, Adobe, SketchUp, Cinema4D

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