Ein Kunsthaus

Atelier- und Ausstellungshaus für Stipendiaten auf der Raketenstation Hombroich

Andrej Harton / Technische Universität Dortmund
Der Entwurf wird bestimmt von fünf Punkten im Sinne des Genius Loci:

1. Das Gebäude als Skulptur
2. Der rote, den Ort bestimmende Backstein
3. Die Durchwegung im Sinne des „Durchwandelns“ und Entdeckens
4. Der Hof als Ort des Austausches und der Begegnung
5. Die Interpretation des Raumprogramms als ein in drei Hauptfunktionen Unterteilbares.

So entsteht durch das Zusammenfügen der drei Funktionen zu einer Einheit, eine Hof umschließende Backsteinskulptur mit moderner Ornamentik.

Der Hof spielt dabei die zentralste Rolle, er verknüpft den umgebenden Naturraum mit dem nach außen hin größtenteils geschlossenen Gebäudevolumen und schafft so einen Kontrast zwischen Wehrhaftigkeit und „Willkommensein“. In seinem Inneren leistet er den Spagat, sowohl als offener Verteiler zu dienen und den Innen- mit dem Außenraum verschmelzen zu lassen, als auch verschlossen dem nur „Durchschreitenden“ entgegen zu stehen und ihm lediglich Einblicke aber keinen Aufenthalt zu versprechen.

Dies wird erreicht durch eine großflächige Öffenbarkeit aller Gebäudeteile zum Hof hin und den eher abweisenden Verschluss der selbigen, durch die Fassadenbündig sitzenden Fenster/Türen.

Die Haupterschließung des Gebäudes erfolgt aus östlicher Richtung durch "Das Tor", die Durchwegung wird in Richtung Norden fortgeführt.

Der sich im Norden befindliche Gebäudeteil beinhaltet die Räumlichkeiten für die Ausstellung. Der Innenraum erstreckt sich über eine Galerie nach Oben in Richtung des Oberlichts und nach unten in das Kellergeschoss, in welchem sich weitere Ausstellungsflächen, sowie eine Durchwegung zum Anderen Gebäudeteil, dem Forum befinden. In dieser Durchwegungszone sind die Toiletten für beide öffentlichen Gebäudeteile untergebracht.

Das Forum im Süd-Osten ist über einen spitzen Winkel an die Räumlichkeiten der Künstler (Stipendiaten) angechlossen und besitzt eine direkte Verbindung zum Atelier des Musikers im Süden.

Die Ateliers im Westen besitzen einen gemeinsamen Mittelpunkt, den Gemeinschaftsraum, über den dieser Gebäudeteil erschlossen wird.

Der Gemeinschaftsraum bietet Möglichkeiten zum Austausch, Kochen, lesen und beinhaltet zudem Duschen und Toiletten.

Jedes Atelier besitzt eine auf den in ihm arbeitenden Künstler zugeschnittene Belichtung. Das Atelier des Musikers öffnet sich großzügig nach Süden, der Architekt hat eine große Front nach Westen, der Maler nur Oberlicht und das Atelier des Bildhauers öffnet sich gen Norden.

Gemeinsam ist allen Räumen in diesem Gebäudeteil ein Austritt nach Westen auf eine gemeinsame Terrasse.

Campus Masters Wettbewerb


Mai / Juni 2016

Facts

Hochschule:
Technische Universität Dortmund

Lehrstuhl:
Gebäudelehre Schmidt und Schwarz

Präsentation:
09.02.2016

Abschluss:
Bachelor

Rubrik:
Kulturbauten

Software:
Allplan, Cinema4D, AdobeCS

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