DIVE

Platz 5

Sport- und Freizeitbad Düsseldorf Lörick

Tim Nowak / Fachhochschule Düsseldorf
Auf dem Gelände des Freibads im Düsseldorfer Stadtteil Lörick soll das bestehende Freizeit- und Naherholungsgebiet ‚Paradieshafen‘ um ein Sport und Freizeitbad erweitert werden. Das Areal zeichnet sich durch seine natürliche Umgebung und die unmittelbare Nähe zum Rhein aus. Trotzdem ist es über den Niederkasseler Deich fußläufig in wenigen Minuten erreichbar. Im Paradieshafen sind mehrere Yacht- und Segelclubs ansässig, es gibt Gastronomien und beste Parkmöglichkeiten. Um die Nutzung zu komplettieren und das Freibad Lörick wieder attraktiver zu gestalten, wird es um das Sport- und Freizeitbad ‚Dive‘ ergänzt.

NUTZUNGSKONZEPT

Das Hallenbad soll verschiedene Nutzungsarten unterbingen. Neben einem Sportschwimmbereich mit Sprungturm und Lehrbecken beinhaltet der Komplex einen Freizeitbereich sowie ein Wellnessangebot. Gastronomie und Verwaltung müssen ebenso Platz in dem neuen Gebäude finden. Um möglichst wenig natürlich Grünfläche zu bebauen, wurde eine Schichtung der Nutzungsarten entwickelt. Nutzungen, die nicht zwangsläufig verknüpft sind, wurden übereinander gestapelt. So wurden Technik (Ebene -2), Schwimmbereich (Ebene -1), Gastonomie/Verwaltung und Eingang (Ebene 0) und Wellness (Ebene +1) geschossweise getrennt. Über eine Ermittlung der wichtigen Schnittstellen von Funktionen konnte sicher gestellt werden, dass kurze Wege und Komfort für Besucher trotz der drei Geschosse gewährleistet bleiben.

NATUR & KUBATUR

Von Vorn herein war das Ziel der unberührten Natur möglichst wenig Fläche zu rauben und das Gebäude mit der Landschaft verschmelzen zu lassen. Zunächst wurde die grobe Kubatur über das Raumprogramm ermittelt und wichtige Erschließungspunkte festgelegt. Auf dieser Grundlage konnten Gebäudeteile in den Deich eingegraben werden, sodass ‚DIVE‘ eine Symbiose mit dem natürlichen Bestand eingeht. Der Deich fließt dementsprechend über das Gebäude hinweg.

ERSCHLIEßUNG & ABLAUF

Der Besucher erreicht das Schwimmbad in der Ebene 0 ebenerdig über den Niederkasseler Deich. Dort befindet sich das Ticketing und die Gastronomie mit Außenterrasse und Blick auf den Rhein. Am Ticketschalter entscheidet sich der Gast, ob er das Schwimm- oder Wellnessangebot in Anspruch nehmen will. Entscheidet er sich für den Sport- und Freizeitschwimmbereich so taucht er über den Treppenkern in die Ebene -1 ab. Möchte er in den Wellnessbereich, so taucht er in die Ebene +1 auf. Der Besucher landet jeweils in der Schuhzone des jeweiligen Bereichs, zieht sich um und erreicht die gewählte Funktion.

MATERIALIEN

Hauptkomponente des Schwimmbades ist ein Dämmbeton in wasserundurchlässiger Ausführung, der eine konsequente Verwendung auch im erdberührten Bereich ermöglichte. Zudem fokussiert der Beton durch seine Rohheit den Blick auf das Wesentliche: Das Schwimmen. Gegenüber der Natur wirkt der Betonkörper eher zurückhaltent und verbindet sich wie ein Monolith mit der Umgebung. Im verspiegelten Glas der auf den Betonsockeln aufgesetzten Kuben spiegelt sich die Natur 1:1 wieder.

Campus Masters Wettbewerb


September / Oktober 2015

Facts

Hochschule:
Fachhochschule Düsseldorf

Lehrstuhl:
Prof. David Vaner

Präsentation:
08.07.2015



Abschluss:
Bachelor

Rubrik:
Freizeit- und Sportbauten

Software:
ArchiCAD | Photoshop | InDesign

Weitersagen


Ergebnis erfahren

Wir informieren dich über den Ausgang des Wettbewerbs per Email oder Facebook