Bootshäuser

Museum für ein Plattbodenschiff, Düsseldorf Kaiserswerth

Nadine Keusen / Fachhochschule Düsseldorf
Standort und Konzept

Bei dem Entwurf „Bootshäuser“ handelt es sich um ein Museumsgebäude für das im Jahr 2009 in Kaiserswerth gefundene Plattbodenschiff. Bei Deichbauarbeiten wurden Überreste des historischen Schiffes aus dem 18. Jahrhundert gefunden. Kaiserswerth ist nicht nur Fundort, sondern soll gleichzeitig, aufgrund der Stadthistorie und der Nähe zum Rhein, Standort für das Museum werden. Der Entwurf „Bootshäuser“ liegt parallel zur Burgallee, mit Rheinblick und unmittelbarer Nähe zu Besucherparkplätzen und dem bekannten Lokal „Galerie Burghof“. Der Standort ist ideal als zentraler Ausgangspunkt für die vielen Besucher Kaiserswerth´s. Der Entwurf kennzeichnet sich durch vier Gebäude aus, die zueinander gestaffelt angeordnet sind. Aufgrund der leichten Hanglage und der Tatsache, dass der Standort Hochwasser gefährdet ist, schiebt sich ein Teil des Gebäudes in den Hang. Die auskragenden Gebäudeteile werden auf Pfählen aufgeständert. So stellt das Hochwasser keine Gefährdung dar.


Aufbau und Gliederung

Das Innere des Gebäudekomplexes verfügt über fließende Übergänge, obgleich jedes Gebäude eine unterschiedliche Funktion erfüllt. Der Eingangsbereich kennzeichnet sich durch jeweils transparent gestaltete Giebelseiten aus, wodurch bereits beim Betreten des Gebäudes ein Durchblick bis zum Rhein ermöglicht wird. Dieses Bootshaus beinhaltet neben dem Eingangsbereich auch das Kino und das Café. Letzteres verfügt über eine Terrasse auf der Rheinseite des Hauses. Das Kino steht als Glas-Box im Raum, um die Transparenz der Fassaden nicht zu stören. Bei Filmvorstellungen werden automatisch schwarze Vorhänge vorgefahren. Das vom Eingang betrachtet rechts liegende Gebäude dient vorwiegend den Nebenräumen, sodass Technik-, Lager-, WC- und Personalraum hier ihren Platz finden. Das größte Gebäude beinhaltet den Bereich der Dauerausstellung. Diese befindet sich im Vergleich zum Eingangs- und dem Funktionshaus tiefer liegend, wodurch sich der Raum bei Betreten durch die Besucher ‚öffnet‘. Über ein Podest mit Treppe oder über einen Aufzug erhalten die Gäste Zutritt zu diesem Bereich. Das Boot wird in der Mitte des Raumes schweben und erhält eine besondere Beleuchtungssituation mit Oberlicht, Lichtboden und Strahlern. Der Höhenunterschied, sowie die Beleuchtungssituation und die Anordnung des Bootes verleihen dem Raum einen sakralen und monumentalen Charakter und inszenieren somit das Schiff als zentralen Mittelpunkt der Bootshäuser. Das vierte Gebäude schließt an die Dauerausstellung an und verfügt über eine Wechselausstellung und das Stuhllager.

Material und Konstruktion


Das gesamte Museum besteht, in Anlehnung an das Material des Schiffes, aus einer Holzkonstruktion mit Holzständerbauweise. Von außen erhält es eine stehende Lattung aus Lärchenholz.







Campus Masters Wettbewerb


November / Dezember 2015

Facts

Hochschule:
Fachhochschule Düsseldorf

Lehrstuhl:
Architektur/ Prof. Niess

Präsentation:
09.07.2015



Abschluss:
Bachelor

Rubrik:
Kulturbauten

Software:
ArchiCAD

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