AQUA NODE - Venice

Wasserinstitut

Sema Kaya / Technische Universität Braunschweig
AQUANODE VENICE
Auf der Schnittstelle zwischen Lagune und Festland, am Ponte de la Liberta, welcher nördlichen Abschluss einer großen Freifläche bildet, die südlich von Venedig liegt, entsteht ein erster Baustein. Mit einen Turm wird hier eine neuer Ort definiert, welcher durch seine Höhe eine Sichtbeziehung zu Venedig herstellt und dabei dem Hinterland eine Adresse gibt. Dabei gleicht der Turm einer klassischen Stadtgründung, um den sich einzelne Baukörper gruppieren, wie um eine mittelalterliche Kirche. Die, wie lose Steine im Wasser liegenden Körper, lassen eine erste Assoziation zu der Bauweise Venedigs zu, welche für die räumliche Konzeption die Blaupause bildet. Die drei Körper beinhalten die unterschiedlichen thematischen Funktionen, wobei Ihre Anordnung bezogen auf den Sonnenlauf erfolgt. Im Osten liegt das Forschungsvolumen, im Süden das Café und im Westen die Wohnungen. Gleichzeitig entsteht durch leichtes versetzen in Beziehung mit dem Turm um die Spitze der Halbinsel ein innerer Platz, welcher vergleichbar zu den vielen Plätzen Venedigs ist und eine abgeschlossenen Raum bildet, der sowohl vom Land über die Uferpromenade als auch vom Wasser erschlossen werden kann. Der geschlossene Archivturm öffnet sich auf der Ecke und lädt den Besucher über eine großzügige Spindeltreppe ein abzutauchen, um die Wasserwelt der Lagune zu entdecken. Mit einer runden Bewegung um das Treppenauge gelangt man in die untere, zweigeschossige Plattform, welche alle Körper verbindet. Dabei befindet sich im Treppenauge der Wasserfall, welcher aus einzelnen Tropfen besteht und akustischen Rhythmus zum Auftakt vorgibt. Auf der Zwischebene befindet sich das Foyer, welches durch einen Lichthof belichtet wird. Über eine große Sitztreppe wird der Blick auf das Sedimentenbecken freigegeben, welches den Auftakt zum Rundgang bildet.

Das Sedimentenbecken und das topografische Modell werden durch Kuppeln in den darüberlegenden Volumen mit Tageslicht geflutet. Durch die selektiven Einblicke und die Rundung erscheinen die Hallen unendlich hoch und geben den Untergeschossen Ihre Großzügigkeit. Gleichzeitig werden durch die Kuppeln und der Reflektion des Lagunenwassers dem Besucher subtil suggeriert, dass er sich unter Wasser befindet. Vom Ufer wirken die Bögen wie steinernde Wellen. Über Stege, schmale Gassen und Treppen wird der Besucher an den einzelnen Becken vorbeigeführt, wobei die innere Organisation und die immer wiederkehrenden Aufweitungen in den sich die Dokumentaionsräume befinden wie Plätze wirken. Auf den Rückseiten der Becken drücken sich die Steine ab und bieten zugleich den Forschern die Gelegenheit unabhängig von den Besuchern Ihren Belangen nachzugehen. Das leichte versetzen der Volumen ermöglicht hinter den Erschließungskernen die Wege durch Lichtschlitze zu inszenieren, sodass die Bewegung in der Ausstellung stetig dem Licht folgt. Eine geschwungene Treppe am M.O.S.E.-Becken lässt den Besucher ins Cafe auftauchen und den Blick über die Lagune nach Venedig.

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Facts

Hochschule:
Technische Universität Braunschweig

Lehrstuhl:
IDAS / Prof. Almut Grüntuch-Ernst

Präsentation:
29.03.2017



Abschluss:
Master

Rubrik:
Bildungsbauten

Software:
ArchiCad, Illustrator, Photoshop

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