1014 Fifth Avenue

Deutsches Kulturforum New York

Michael Umbach / Hochschule Bochum
Das Neue Deutsche Kulturforum liegt an einer vieldiskutierten Stelle an der wohl bekanntesten Straße der Welt, der Fifth Avenue, direkt gegenüber des Metropolitan Museum of Modern Art, welches sich inmitten des Central Parks in der Upper East Side befindet. Das Deutsche Kulturforum soll Deutschland und seine Kunstschaffenden in New York repräsentieren, einen Ort der Kommunikation zwischen Amerikaner und Deutschen schaffen und den deutschen Künstlern eine Plattform bieten .

ÖFFENTLICHE EINRICHTUNGEN UND INSTITUTIONEN
Um sowohl dem historischen Vorgänger des Gebäudes als auch den zeitgemäßen Anforderungen der Stadt New York gerecht zu werden, wird der übliche städtebauliche Betrachtungsrahmen erweitert und öffentliche Einrichtungen und Institutionen in einem Radius von 15 Blöcken untersucht. Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf Gebäuden, die den Blockrand schließen und an belebten Hauptachsen der Stadt ansässig sind. Auffallend ist bei der Mehrheit der in Betracht gezogenen Gebäude, dass sie, mit Ausnahme Guggenheim-Museums, zum Ende des 18./ Jhd errichtet worden sind. Zudem vereint alle Gebäude eine zeitgenössische aussagekräftige und stilvolle Fassadengestaltung. Das ehemalige Goethe-Institut kann in seiner jetzigen Form nicht erhalten werden, da eine Generalsanierung nötig wäre und das neue Kulturforum zum anderen umfassende Änderungen am Raumprogramm vorsieht. Daher ist es das Ziel dieses Entwurfs, die historische Fassade zu erhalten, um den Kontext zu den übrigen Gebäuden beizubehalten. Der Rest der Gebäudestruktur wird abgerissen.

KONZEPT
Da die Fassade im ersten Schritt erhalten bleibt, wird das Raumprogramm zunächst in einer sinnvollen Anordnung vertikal gestapelt. Aus Respekt zur historischen Fassade rückt das gesamte Gebäude nach hinten. Mit zunehmender Höhe gewinnt die Orientierung zum Central Park/ Fifth Avenue an Bedeutung. Daher werden die Funktionseinheiten zunehmend weiter nach vorne verschoben, so dass an der Frontseite Überhänge und auf der Gebäuderückseite Terrassen entstehen. Somit hat jede versetzte Nutzungseinheit einen Überhang mit SKYWALK und eine Terrasse in seiner Empfangs-/Foyer-Ebene.

Alle Nutzungsblöcke funktionieren autark von einander und haben einen ähnlichen Aufbau: Die erste Ebene bildet die Empfangsebene mit Foyer, Terrasse und sanitären Anlagen für den entsprechenden Block. Darüber stapeln sich die unterschiedlichen Funktionen, die über eine eigene innere Erschließung verbunden sind.

FASSADENKONZEPT
Um jeder Funktion eine angemessene Belichtungssituation zu schaffen, werden die Funktionseinheiten einzeln betrachtet, nach ihrem Außenbezug bewertet und anschließend in eine prozentual gegliederte Stützstellung/ Öffnungseinteilung übersetzt. Da die Öffnungseinteilung keinen Sonnenschutz übernehmen kann, wird der gesamte Neubau mit einer Haut aus perforierten und gekanteten Kupferblechen überzogen, welche damit einen Bezug zum Kupferdach der historischen Bebauung darstellt und diese transformiert.

Campus Masters Wettbewerb


September / Oktober 2016

Facts

Hochschule:
Hochschule Bochum

Lehrstuhl:
Architektur/ Prof. Gernot Schulz

Präsentation:
07.07.2016



Abschluss:
Bachelor

Rubrik:
Kulturbauten

Software:
Archicad, Indesign, Cinema 4D, Photoshop,

Weitersagen


Ergebnis erfahren

Wir informieren dich über den Ausgang des Wettbewerbs per Email oder Facebook