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Arabische Republik Syrien
Syrien erwarb im Jahr 2002 sein neues Gebäude in der Rauchstraße 25. Es befindet sich direkt gegenüber dem weitläufigen Eingangsportal der nordischen Botschaften.
Georg A. Rathenau und Friedrich A. Hartmann – dieselben Architekten, die vier Jahre zuvor das Haus des Handwerks in der Mohrenstraße erbauten, – entwarfen am südlichen Tiergartenrand 1912 eine für das Viertel damals typische Stadtvilla. Sie verfügt über vier Ebenen - Souterrain, zwei Vollgeschosse sowie ein hohes Walmdach - und ist, bis auf den westlich angehängten Eingangsbereich, symmetrisch aufgebaut.
Sieben Achsen gliedern die Fassade, drei von ihnen bilden den leicht zur Straße gewölbten Mittelrisalit. Dieser endet in einem Balkon mit Sandsteinbalustrade und wird bekrönt von einem mit Rundbogen versehenen auffälligem Giebel. Neben dem Giebel befinden sich im Walmdach noch drei Gauben.
Oberhalb des gebänderten Sockelgeschosses wird die verputzte Fassade der repräsentativen ersten und zweiten Etage mit Sandstein-Pilastern rhythmisiert. Diese sind im Bereich des Erkers kanneliert und weisen am Gesims vier Jugendstil-Schmuckköpfe auf.
Im Inneren hat der Architekt Mahamid während der Renovierung 2002, so weit es die neue Funktion erlaubte, den ursprüngliche Zustand wiederhergestellt. Schmuckelemente wie der Marmor des Eingangsbereiches oder die ausgewählte Hölzer der Einlegearbeiten an Türen und Wänden sowie die aufwändigen Deckenstuckarbeiten wurden wieder hergestellt. Die repräsentativen Räumlichkeiten befinden sich im „piano nobile“, Büro- und Verwaltungsflächen ein Stockwerk höher.
Eine leider durch den Anbau etwas aus der Achse geratene Tiergartenvilla mit dem dezenten Flair des vergangenen Botschaftsviertels. Ein auf den zweiten Blick eindrucksvoller Zeuge für die Geschichte des Ortes - wenn er denn überhaupt zwischen den vielen Neubauten ins Auge fällt.
Grundstück
Rauchstraße 25, 10787 Berlin
Architekten
Abdalrahman MahamidBauherr
Arabische Republik SyrienFertigstellung
2002Links






