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Nordrhein-Westfalen
Nordrhein-Westfalen hat als eines der ersten Bundesländer schon 1997 ein Grundstück in der Hiroshimastraße zwischen dem Gebäude der Botschaft von Japan und dem damals unbebauten Grundstück der Vereinigten Arabischen Emirate als Sitz für seine Landesvertretung erworben.
Einen offenen Wettbewerb, an dem sich insgesamt über 1.000 Architekturbüros beteiligten, gewann nach einer Überarbeitungsphase im Mai 1999 das Architektenteam Petzinka und Pink aus Düsseldorf. Das Büro überzeugte die Jury mit seinem Konzept des nachhaltigen Bauens, der gestalterischen Konstruktion, der Nutzungsflexibilität und der ökologischen Gebäudetechnik.
Die Landesvertretung hebt sich von den benachbarten Botschaften schon auf den ersten Blick durch ihre expressive Fassade ab: Ein rautenförmiges Flechttragwerk aus spanischem Kiefernholz und Stahl umhüllt ein lang gestrecktes verglastes Volumen. Der Glaskörper bietet verteilt auf vier Etagen über 10.000 m² Nutzfläche. Durch die Verlagerung der Tragstrukturen nach außen wird eine große Flexibilität im Inneren des Gebäudes erreicht - der Innenraum ist lediglich durch eingestellte Körper in Leichtbauweise und einen Erschließungskern unterteilt.
Büros, Appartements, ein großer Mehrzwecksaal sowie mehrere Besprechungsräume und ein Restaurant füllen die eingestellten Baukörper mit Leben.
Zudem bilden Hülle, innen liegendes Atrium und Wintergärten ein ökologisch sehr vorteilhaftes System, das den Energie- und Ressourcenverbrauch minimiert.
NRW hat sich eine sehenswerte Konstruktion planen lassen, die tatsächlich beeindruckend ist: vor allen Dingen in den sehr leicht wirkenden Ecken. So schön kann Statik sein.
Grundstück
Hiroshimastr. 22-26,10785 Berlin
Architekten
Petzinka, Pink und Partner, DüsseldorfBauherr
Land Nordrhein-WestfalenVerfahren
offener, einstufiger Realisierungswettbewerb mit ZuladungenBaubeginn
April 2000Fertigstellung
November 2002Baukosten
ca. 27 Mio. EuroLinks






