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Republik El Salvador, Republik Guatemala, Republik Nicaragua, Republik Panama
Vom Band des Bundes ausgehend, entwickelt sich im Moabiter Werder eine städtebauliche Großform, die sogenannte „Bundesschlange". In ihren unterschiedlichen Wellen befindet sich eines der größten öffentlich geförderten Wohnungsbauprojekte Berlins der letzten Jahre. Ursprünglich für Bundesbeamte und Abgeordnete geplant, wird es zunehmend auch von anderen Teilen der Bevölkerung als Mietparteien genutzt. Die städtebauliche Planung der insgesamt 440 Wohnungen (1-4 Zimmer) stammt von dem Architekten Georg Bumiller. Ergänzend zur geschwungenen Großform sind im Norden noch vier freistehende Atriumhäuser aus dem Architekturbüro Müller/Rhode/Wandert entstanden. Das hauptsächlich verwendete Fassadenmaterial ist ockerfarbener Klinker.
Im Kopfbau der ungefähr 550 Meter langen Wohnbebauung befinden sich seit dem Jahr 2000 die vier Botschaften der Republiken El Salvador, Guatemala, Nicaragua und Panama. Den nordischen Botschaften am Klingelhöfer-Dreieck nacheifernd, hat sich diese zentralamerikanische Staatengemeinschaft an der Paulstraße eingemietet.
Das Gebäude weitet sich - einem Kopf ähnlich - an dieser Stelle auf eine Grundrissbreite von 21 Meter auf und beinhaltet ein Erdgeschoss für Gewerbe und Gastronomie, drei Büroetagen und vier darüber liegende Wohngeschosse.
Alle Nutzungen sind deutlich an den Fassaden ablesbar: Die Büroflächen sind durch ihre geschossübergreifenden Lamellen zur besseren Klimatisierung und auch durch die vorgelagerten Raucheraustritte gut zu erkennen, dagegen verfügen die Wohnungen über tief eingeschnittene Loggien nach Süden. An der Nordfassade müssen Laubengänge und doppelt verglaste Fenster für den nötigen Lärmschutz zur Bahntrasse sorgen.
Die Botschaften von El Salvador und Guatemala befinden sich im zweiten Stockwerk des leicht konvex geformten Hausendes an der Paulstraße, Nicaragua liegt angrenzend an diese in östlicher Richtung, und Panama bezog den dritten Stock, direkt über der Botschaft von Nicaragua. Alle Vertretungen verfügen über Flächen zwischen 150 und 250 Quadratmeter und haben - mit Ausnahme von Panama - einen gemeinschaftlich genutzten Veranstaltungsraum auf ihrer Etage.
Die Gestaltung der Innenräume wurde für alle Botschaften von dem Architekturbüro Vetter entworfen.
Wunderbare Mischung aus neuer und ein wenig zu glatt geratener Architektur und heruntergekommenem S-Bahnviadukt: mitten aus dem Berliner Leben gegriffen.
Grundstück
Joachim-Karnatz-Allee 45-47, 10557 Berlin
Architekten
Jörg Pampe mit Irene Keil, BerlinProjektleiter: Hanskarl Protzmann, Proprojekt, Dieter Lange, S&L, Michael Freytag Mitarbeiter Silvan Linden, Maren Dannien Außenanlagen: EXTERN Fritz ProtzmannBauherr
Frankfurter Siedlungsgesellschaft, Frankfurt am MainBaubeginn
Juli 1997Fertigstellung
Juli 1999Links
Website der Botschaft von El Salvador
Website des Architekten






