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Republik Bulgarien
Die Republik Bulgarien bezog ihr Botschaftsgebäude in der „Hauptstadt der DDR“ in den achtziger Jahren. Das Haus an der Mauerstraße, zwischen Leipziger- und Krausenstraße, wurde eigens zu diesem Zwecke von einem Planerkollektiv aus Berlin und Sofia errichtet. Es weist Ähnlichkeiten in seiner Gestaltung mit dem etwas früher entstandenen Botschaftsbau für die damalige Tschechoslowakei auf, in dem heute die Botschaft der Tschechischen Republik ihren Sitz hat.
In den Gebäudekomplex wurden außer der bulgarischen Botschaft auch noch ein Hotel und Wohnungen für Botschaftsmitarbeiter untergebracht. Durch die städtebauliche Entscheidung, den gesamten Komplex nicht als Blockrandbebauung auszuformulieren, sondern die Kubatur mehrfach verspringen zulassen, entwickelt sich um das Gebäude herum ein schmaler Grünstreifen.
Die Räume der Botschaft sind durch eine differenzierte Fassadengestaltung hervorgehoben. Zwischen der Mauer- und der Leipziger Straße wird oberhalb des zweiten Stockwerks die Außenhaut des Gebäudes in diese Grünfläche hinein erweitert. Verspiegeltes Glas und Aluminium bilden, entsprechend der Entstehungszeit, die hauptsächlich verwendeten Fassadenmaterialien. Besonders auffällig ist der abgeschrägte Dachrandabschluss.
Das äußere Erscheinungsbild der Botschaft wird geprägt von ihrer Stahlbetonskelettkonstruktion. Im Inneren dagegen überwiegt Holz als gestaltendes Material, zum Beispiel für die beiden großen Veranstaltungssäle im Erdgeschoss.
Leider ist die Originalausstattung nicht mehr vorhanden, sie hätte den Räumlichkeiten sicherlich viel von ihrem ursprünglichen Charme erhalten können. Trotzdem ist mit der bulgarischen Botschaft ein Lehrbuchbeispiel für den Städtebau der 70er und beginnenden 80er Jahre in Berlin zu besichtigen.
Grundstück
Mauerstr.11, 10117 Berlin
Architekten
SOF-Projekt, Sofia und VEB BMK Ingenieurhochbau BerlinLinks






