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Mein BauNetz

10.03.2016

Making Heimat online

Datenbank für Flüchtlingsunterkünfte


Die Betonshelter des Architekten Peter Görgen in Ahrweiler, die Not- und Erstaufnahmeeinrichtungen von Daniel Kerber (More than Shelters) in Hamburg oder die geplanten Wohnhäuser in Holzmodulbauweise in München vom Kollektiv A: Insgesamt 32 konkrete Lösungen zur Flüchtlingsintegration zeigt die Webseite www.makingheimat.de seit heute – weitere sollen folgen, die Datenbank weiter wachsen.

Die Initiative geht von der diesjährigen Ausstellung im Deutschen Pavillon auf der Architekturbiennale in Venedig aus. Dort stellt das Team der Kuratoren Peter Cachola Schmal, Oliver Elser und Anna Scheuermann vom Deutschen Architekturmuseum unter dem Titel „Making Heimat. Germany, Arrival Country“ Vorschläge von Architekten und Städtebauern zur Unterbringung und Integration von Flüchtlingen und Migranten vor – die Datenbank ist dafür der erste Schritt. Ausgehend von den Thesen zur „Arrival City“ des kanadischen Journalisten Doug Saunders stellt „Making Heimat“ außerdem die Bedingungen für Integration an Beispielen in Deutschland zur Diskussion.

Die Datenbank hat das DAM in Zusammenarbeit mit der Bauwelt auf der Basis eines „Call for Projects“ seit Oktober 2015 zusammengestellt. Sie reicht von temporären Leichtbauhallen mit Entwürfen eines Architekten bis zur Inneneinrichtung und zu Projekten des dauerhaften kostengünstigen Wohnungsbaus. Die Website wird über die Biennale hinaus für lokale und regionale Entscheidungsträger als Hilfestellung angeboten.

„Die Ausstellung ‚Making Heimat‘ im Deutschen Pavillon leistet einen wichtigen Beitrag in der aktuellen Diskussion, wie wir die großen Herausforderungen meistern, schnell und kostengünstig Wohnraum zu schaffen und Hunderttausende Geflüchteter in unsere Gesellschaft zu integrieren“, sagt Baustaatssekretär Gunther Adler. „Sie wird zeigen, welche Lösungsbeiträge Architektur und Städtebau dazu anbieten können. Auch wenn manche Beispiele provozieren und Kontroversen auslösen werden – es ist wichtig, sie in die Debatte um eine gelungene Integration einzubeziehen.“