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Universitätsklinikum Leipzig | Zentrum für Frauen- und Kindermedizin und Zentrum für Konservative Medizin
Projektdaten
Auftraggeber: Universitätsklinikum Leipzig AöR
Wettbewerb: 1. Preis 2003
Leistung: LP 1-9
Zentrum für Konservative Medizin
Baukosten brutto: 100.400.000 €
Fertigstellung: 2008
Nutzfläche: 26.700 m²
BGF: 52.300 m²
BRI: 213.700 m³
Zentrum für Frauen- und Kindermedizin (ZFK)
Baukosten brutto: 61.900.000 €
Fertigstellung: 2007
Nutzfläche: 15.300 m²
BGF: 31.500 m²
BRI: 130.700 m³
Städtebau
Die neuen Klinikzentren am Universitätsklinikum entstehen ebenso wie das neue Verwaltungszentrum nahe der Leipziger Innenstadt. In Rahmen dieser baulichen Erweiterung wird die ehemals unscheinbare Liebigstraße zum neuen Medizin-Campus – zum sogenannten „Gesundheitsboulevard“, an dem die vier- bis fünfgeschossigen neuen Klinikgebäude wie Perlen an einer Kette liegen. Auch das historische Gebäude der „Alten Chirurgie“ ließ sich in die Anlage integrieren. Sie wird von den modernen, klar gegliederten Gebäudeteilen gerahmt und bildet den Eingang des Zentrums für Frauen- und Kindermedizin.
Bauliche Konzeption
Die neue städtebauliche Ordnung wird im Inneren fortgesetzt; zwei zentrale Hallen erschließen sämtliche Funktionsbereiche der beiden neuen Klinikzentren. Die Grundstruktur der Gebäude wird durch eine vertikale Funktionsgliederung bestimmt: Untersuchungs- und Behandlungsbereiche liegen in der Eingangsebene, die Patientenbereiche in den oberen Geschossen.
Eine dreigeschossige Halle ist das Herz des Zentrums für Frauen- und Kindermedizin – der Empfangs-, Aufenthalts- und Erschließungsbereich mit angenehmen Wartezonen und einem Cafe.
Das Zentrum für Konservative Medizin erhält einen gemeinsamen Eingang mit dem bereits bestehenden Operativen Zentrum. Auf mehreren Ebenen verteilen sich hier Patientenaufnahme, Warte- und Aufenthaltsbereiche und das Restaurant für Patienten und Personal in einem langgestreckten Hallenraum mit Zugang zum Patientengarten.
Ein im Vergleich zu anderen Klinikbauten sehr begrenztes Budget ermöglichte den Einsatz hochwertiger Materialien für den Innenausbau nur in Teilen – die Bedeutung von Farbe als Gestaltungsmittel wurde umso bedeutender. Innerhalb der Fach- und Pflegeabteilungen und auch in den Patientenzimmern selbst dominieren leuchtende, kräftige Farben und markieren wichtige Orientierungspunkte.
Fassade
Einfache Baustrukturen, angemessene Fenstergrößen und ausreichende bauliche Sonnenschutzmaßnahmen waren die Kriterien für die Entwicklung der vorliegenden Lochfassade. Aufgrund des extrem engen Kostenrahmens wurde der im Wettbewerbsentwurf vorgesehene Naturstein später durch ein Wärmedämmverbundsystem ersetzt.
Heute geben helle, fast weiße Putzbänder den Gebäuden ihre prägnante horizontale Gliederung. Zwischen diesen Bändern sind im Wechsel sandfarbene Putzflächen und hochformatige Aluminiumfenster mit anthrazitfarbenen Laibungen angeordnet – so wie es die jeweiligen Funktionen der dahinter liegenden Räume vorgeben. Die Pflegebereiche in den oberen Geschossen heben sich durch einen zusätzlichen Farbakzent - eine ziegelrote Fläche zwischen den Fensterelementen - von den übrigen Funktionsbereichen ab.
Pflegebereiche
Der vorliegende Pflegestationstypus bietet die Möglichkeit, die Stationsgrößen jederzeit an den jeweiligen Belegungsgrad anzupassen. Zwischen den Kernstationen gibt es Verbindungsbereiche, in denen die Patientenzimmer je nach Bedarf dem einen oder anderen Pflegestützpunkt zugeordnet werden können. Bis zu vier Stationen können durch dieses Prinzip als sogenannte „Überlaufstationen“ zusammengeführt werden. Innerhalb der Kernstationen liegen die zentralen Stützpunkte. Sie sind Empfangs-, Informations- und Arbeitsplatz zugleich und bieten durch ihre direkte Nachbarschaft zum Patientenaufenthalt und die kurzen Wege zu den einzelnen Patientenzimmern optimale Arbeitsbedingungen für das Personal.
Auftraggeber: Universitätsklinikum Leipzig AöR
Wettbewerb: 1. Preis 2003
Leistung: LP 1-9
Zentrum für Konservative Medizin
Baukosten brutto: 100.400.000 €
Fertigstellung: 2008
Nutzfläche: 26.700 m²
BGF: 52.300 m²
BRI: 213.700 m³
Zentrum für Frauen- und Kindermedizin (ZFK)
Baukosten brutto: 61.900.000 €
Fertigstellung: 2007
Nutzfläche: 15.300 m²
BGF: 31.500 m²
BRI: 130.700 m³
Städtebau
Die neuen Klinikzentren am Universitätsklinikum entstehen ebenso wie das neue Verwaltungszentrum nahe der Leipziger Innenstadt. In Rahmen dieser baulichen Erweiterung wird die ehemals unscheinbare Liebigstraße zum neuen Medizin-Campus – zum sogenannten „Gesundheitsboulevard“, an dem die vier- bis fünfgeschossigen neuen Klinikgebäude wie Perlen an einer Kette liegen. Auch das historische Gebäude der „Alten Chirurgie“ ließ sich in die Anlage integrieren. Sie wird von den modernen, klar gegliederten Gebäudeteilen gerahmt und bildet den Eingang des Zentrums für Frauen- und Kindermedizin.
Bauliche Konzeption
Die neue städtebauliche Ordnung wird im Inneren fortgesetzt; zwei zentrale Hallen erschließen sämtliche Funktionsbereiche der beiden neuen Klinikzentren. Die Grundstruktur der Gebäude wird durch eine vertikale Funktionsgliederung bestimmt: Untersuchungs- und Behandlungsbereiche liegen in der Eingangsebene, die Patientenbereiche in den oberen Geschossen.
Eine dreigeschossige Halle ist das Herz des Zentrums für Frauen- und Kindermedizin – der Empfangs-, Aufenthalts- und Erschließungsbereich mit angenehmen Wartezonen und einem Cafe.
Das Zentrum für Konservative Medizin erhält einen gemeinsamen Eingang mit dem bereits bestehenden Operativen Zentrum. Auf mehreren Ebenen verteilen sich hier Patientenaufnahme, Warte- und Aufenthaltsbereiche und das Restaurant für Patienten und Personal in einem langgestreckten Hallenraum mit Zugang zum Patientengarten.
Ein im Vergleich zu anderen Klinikbauten sehr begrenztes Budget ermöglichte den Einsatz hochwertiger Materialien für den Innenausbau nur in Teilen – die Bedeutung von Farbe als Gestaltungsmittel wurde umso bedeutender. Innerhalb der Fach- und Pflegeabteilungen und auch in den Patientenzimmern selbst dominieren leuchtende, kräftige Farben und markieren wichtige Orientierungspunkte.
Fassade
Einfache Baustrukturen, angemessene Fenstergrößen und ausreichende bauliche Sonnenschutzmaßnahmen waren die Kriterien für die Entwicklung der vorliegenden Lochfassade. Aufgrund des extrem engen Kostenrahmens wurde der im Wettbewerbsentwurf vorgesehene Naturstein später durch ein Wärmedämmverbundsystem ersetzt.
Heute geben helle, fast weiße Putzbänder den Gebäuden ihre prägnante horizontale Gliederung. Zwischen diesen Bändern sind im Wechsel sandfarbene Putzflächen und hochformatige Aluminiumfenster mit anthrazitfarbenen Laibungen angeordnet – so wie es die jeweiligen Funktionen der dahinter liegenden Räume vorgeben. Die Pflegebereiche in den oberen Geschossen heben sich durch einen zusätzlichen Farbakzent - eine ziegelrote Fläche zwischen den Fensterelementen - von den übrigen Funktionsbereichen ab.
Pflegebereiche
Der vorliegende Pflegestationstypus bietet die Möglichkeit, die Stationsgrößen jederzeit an den jeweiligen Belegungsgrad anzupassen. Zwischen den Kernstationen gibt es Verbindungsbereiche, in denen die Patientenzimmer je nach Bedarf dem einen oder anderen Pflegestützpunkt zugeordnet werden können. Bis zu vier Stationen können durch dieses Prinzip als sogenannte „Überlaufstationen“ zusammengeführt werden. Innerhalb der Kernstationen liegen die zentralen Stützpunkte. Sie sind Empfangs-, Informations- und Arbeitsplatz zugleich und bieten durch ihre direkte Nachbarschaft zum Patientenaufenthalt und die kurzen Wege zu den einzelnen Patientenzimmern optimale Arbeitsbedingungen für das Personal.
Neubau Klinikum Offenbach
Projektdaten
Auftraggeber: Klinikum Offenbach GmbH
Leistung: LP 1-9
Baukosten brutto: 142.000.000 €
Fertigstellung: 2010
Nutzfläche: 29.040 m²
BGF: 59.050 m²
BRI: 237.960 m³
Städtebau
Der Neubau des Klinikums Offenbach, einem Krankenhaus der Maximalversorgung, stellt die größte Investitionssumme der Stadt seit dem Kriegsende dar. Mit der Entscheidung für diesen Neubau erhält Offenbach aber nicht nur eine der modernsten Kliniken Deutschlands, sondern erfährt zudem einen hohen städtebaulichen Gewinn und ein hohes Entwicklungspotential Nach dem Umzug in den Neubau werden mehrere Gebäude auf dem Klinikgelände zurückgebaut, darunter das dominante 17-geschossige Zentralgebäude und ein oberirdischer Bunker. So können sich künftig neben dem Klinikneubau auch weitere krankenhausnahe Nutzungen um einen großzügigen Campus ansiedeln.
Bauliche Konzeption
Das gesamte Klinikum wird in einem sechsgeschossigen, kammförmigen Gebäude untergebracht - die Untersuchungs- und Behandlungsbereiche in den unteren, die Patientenbereiche in den oberen Geschossen.
Insbesondere das prägnante Farb- und Fassadenkonzept wird dem neuen Klinikum ein unverwechselbares Image verleihen. Die in Rot- und Brauntönen changierende Fassadenhaut des Neubaus bildet einen spannungsvollen Kontrast zu der großzügigen Glasfassade der Eingangshalle.
Diese ist neben ihrer Funktion als Empfangs-, Aufenthalts- und Erschließungsbereich zugleich eine belebte, öffentliche Ladenzone. Sie erstreckt sich komplett über die Längsseite des Neubaus – gegliedert durch die ihrer nördlichen Seite vor gelagerte Cafeteria und die Tommyhall an ihrer südlichen Seite. Letztere dient der Krankenversorgung und zusätzlich als Sporthalle für Behindertensport und „Eventlocation“ für Veranstaltungen aller Art.
Die Längswand zwischen der Glashalle und den eigentlichen Funktionsbereichen ist das sogenannte „Verteilerband“ in die verschiedenen Kliniken. Rot, orange, gelb und grün markierte Aufzugskerne unterstützen das für das Haus entwickelte Leitsystem.
Pflegebereiche
Die Gebäudestruktur ermöglicht die Bildung flexibler Stationsgrößen und damit die Anpassung an das jeweilige Patientenaufkommen. Die Zimmer in den Verbindungsbereichen zwischen den Kernstationen können je nach Bedarf dem einen oder anderen Pflegestützpunkt zugeordnet werden.
Ein besonderes Augenmerk galt einer besonderen Lichtgestaltung und dem Einsatz von Farben und Materialien, um atmosphärisch angenehme Patientenzimmer mit Hotelcharakter zu schaffen. Niedrige Brüstungen ermöglichen dem liegenden Patienten Ausblicke ins Grüne, die Fensterbänke werden zu Sitzflächen. Farbig abgesetzte Wandflächen, Einbauschränke aus hellem Holz und Beistellelemente bilden die Bettplätze zu kleinen, persönlichen Bereichen aus.
Auftraggeber: Klinikum Offenbach GmbH
Leistung: LP 1-9
Baukosten brutto: 142.000.000 €
Fertigstellung: 2010
Nutzfläche: 29.040 m²
BGF: 59.050 m²
BRI: 237.960 m³
Städtebau
Der Neubau des Klinikums Offenbach, einem Krankenhaus der Maximalversorgung, stellt die größte Investitionssumme der Stadt seit dem Kriegsende dar. Mit der Entscheidung für diesen Neubau erhält Offenbach aber nicht nur eine der modernsten Kliniken Deutschlands, sondern erfährt zudem einen hohen städtebaulichen Gewinn und ein hohes Entwicklungspotential Nach dem Umzug in den Neubau werden mehrere Gebäude auf dem Klinikgelände zurückgebaut, darunter das dominante 17-geschossige Zentralgebäude und ein oberirdischer Bunker. So können sich künftig neben dem Klinikneubau auch weitere krankenhausnahe Nutzungen um einen großzügigen Campus ansiedeln.
Bauliche Konzeption
Das gesamte Klinikum wird in einem sechsgeschossigen, kammförmigen Gebäude untergebracht - die Untersuchungs- und Behandlungsbereiche in den unteren, die Patientenbereiche in den oberen Geschossen.
Insbesondere das prägnante Farb- und Fassadenkonzept wird dem neuen Klinikum ein unverwechselbares Image verleihen. Die in Rot- und Brauntönen changierende Fassadenhaut des Neubaus bildet einen spannungsvollen Kontrast zu der großzügigen Glasfassade der Eingangshalle.
Diese ist neben ihrer Funktion als Empfangs-, Aufenthalts- und Erschließungsbereich zugleich eine belebte, öffentliche Ladenzone. Sie erstreckt sich komplett über die Längsseite des Neubaus – gegliedert durch die ihrer nördlichen Seite vor gelagerte Cafeteria und die Tommyhall an ihrer südlichen Seite. Letztere dient der Krankenversorgung und zusätzlich als Sporthalle für Behindertensport und „Eventlocation“ für Veranstaltungen aller Art.
Die Längswand zwischen der Glashalle und den eigentlichen Funktionsbereichen ist das sogenannte „Verteilerband“ in die verschiedenen Kliniken. Rot, orange, gelb und grün markierte Aufzugskerne unterstützen das für das Haus entwickelte Leitsystem.
Pflegebereiche
Die Gebäudestruktur ermöglicht die Bildung flexibler Stationsgrößen und damit die Anpassung an das jeweilige Patientenaufkommen. Die Zimmer in den Verbindungsbereichen zwischen den Kernstationen können je nach Bedarf dem einen oder anderen Pflegestützpunkt zugeordnet werden.
Ein besonderes Augenmerk galt einer besonderen Lichtgestaltung und dem Einsatz von Farben und Materialien, um atmosphärisch angenehme Patientenzimmer mit Hotelcharakter zu schaffen. Niedrige Brüstungen ermöglichen dem liegenden Patienten Ausblicke ins Grüne, die Fensterbänke werden zu Sitzflächen. Farbig abgesetzte Wandflächen, Einbauschränke aus hellem Holz und Beistellelemente bilden die Bettplätze zu kleinen, persönlichen Bereichen aus.
Historischer Salmen Offenburg | Umbau zum Kulturzentrum
Projektdaten
Auftraggeber: Stadt Offenburg
Wettbewerb: 1. Rang 1998
Leistung: LP 1-9
Baukosten brutto: 5.300.000 €
Fertigstellung: 2002
Nutzfläche: 1.825 m²
BGF: 2.850 m²
Aufgabe
Von der „Wiege der Demokratie“, dem „Ort der Revolution“ bis zum „Schauplatz des Holocaust“. Ein lebendiges Baudokument der wechselvollen deutschen Geschichte sollte zu einem Kulturzentrum umgebaut werden - zu einem lebendigen Raum, in dem das Erinnern, das Bewahren und das aktuelle Leben nebeneinander ihren Platz finden.
Architektur
Das entstandene Kulturzentrum gliedert sich heute in vier Bereiche. So gibt es ein mit seiner Schmalseite zur Straße orientiertes historisches Wohnhaus, welches zu einem Bistro umgebaut wurde. Ein gläsernes Rampenbauwerk liegt diesem Wohnhaus gegenüber und erschließt den historischen Salmensaal. Das eigentliche, zeitgeschichtlich bedeutende Kerngebäude liegt in der Mitte des Ensembles und wird durch ein modernes Bühnenhaus ergänzt.
Moderne Inhalte - Theateraufführungen, Konzerte und Tagungen - spannen den Bogen von der vergangenen in die heutige Zeit. Eine moderne Architektursprache lässt die historischen Gebäude in einem neuen Kontext erscheinen und mit einer veränderten Funktion weiterleben.
So steht das neue gläserne Foyer im Kontrast zum massiven, historischen Saalgebäude. Dessen Bedeutung innerhalb des Ensembles bleibt jedoch unangefochten und dominant.
Die räumliche und atmosphärische Wirkung des historischen Gebäudes und dessen Materialität wurden erhalten, die Substanz behutsam saniert. Erforderliche Veränderungen wurden als moderne Eingriffe kenntlich gemacht.
Die Neubauten setzen allesamt unterhalb der Traufe der historischen Bauteile an. So wie das das für die neue Nutzung notwendige Bühnengebäude präsentieren sie sich zurückhaltend und in einer der Funktion angemessenen Architektursprache.
Zu einer spannungsreichen Inszenierung wird die Erschließung des historischen Saales. Eine lange Rampe führt den Besucher ganz allmählich, Schritt für Schritt, auf einen Weg des Rückblicks, des Gedenkens, aber auch der Erwartung. Der historische Treppenaufgang, den die jüdische Gemeinde seinerzeit eigens von der Stadt Offenburg erwerben musste, verliert damit seine eigentliche Funktion - bleibt aber gleichsam als Geste erhalten.
Auftraggeber: Stadt Offenburg
Wettbewerb: 1. Rang 1998
Leistung: LP 1-9
Baukosten brutto: 5.300.000 €
Fertigstellung: 2002
Nutzfläche: 1.825 m²
BGF: 2.850 m²
Aufgabe
Von der „Wiege der Demokratie“, dem „Ort der Revolution“ bis zum „Schauplatz des Holocaust“. Ein lebendiges Baudokument der wechselvollen deutschen Geschichte sollte zu einem Kulturzentrum umgebaut werden - zu einem lebendigen Raum, in dem das Erinnern, das Bewahren und das aktuelle Leben nebeneinander ihren Platz finden.
Architektur
Das entstandene Kulturzentrum gliedert sich heute in vier Bereiche. So gibt es ein mit seiner Schmalseite zur Straße orientiertes historisches Wohnhaus, welches zu einem Bistro umgebaut wurde. Ein gläsernes Rampenbauwerk liegt diesem Wohnhaus gegenüber und erschließt den historischen Salmensaal. Das eigentliche, zeitgeschichtlich bedeutende Kerngebäude liegt in der Mitte des Ensembles und wird durch ein modernes Bühnenhaus ergänzt.
Moderne Inhalte - Theateraufführungen, Konzerte und Tagungen - spannen den Bogen von der vergangenen in die heutige Zeit. Eine moderne Architektursprache lässt die historischen Gebäude in einem neuen Kontext erscheinen und mit einer veränderten Funktion weiterleben.
So steht das neue gläserne Foyer im Kontrast zum massiven, historischen Saalgebäude. Dessen Bedeutung innerhalb des Ensembles bleibt jedoch unangefochten und dominant.
Die räumliche und atmosphärische Wirkung des historischen Gebäudes und dessen Materialität wurden erhalten, die Substanz behutsam saniert. Erforderliche Veränderungen wurden als moderne Eingriffe kenntlich gemacht.
Die Neubauten setzen allesamt unterhalb der Traufe der historischen Bauteile an. So wie das das für die neue Nutzung notwendige Bühnengebäude präsentieren sie sich zurückhaltend und in einer der Funktion angemessenen Architektursprache.
Zu einer spannungsreichen Inszenierung wird die Erschließung des historischen Saales. Eine lange Rampe führt den Besucher ganz allmählich, Schritt für Schritt, auf einen Weg des Rückblicks, des Gedenkens, aber auch der Erwartung. Der historische Treppenaufgang, den die jüdische Gemeinde seinerzeit eigens von der Stadt Offenburg erwerben musste, verliert damit seine eigentliche Funktion - bleibt aber gleichsam als Geste erhalten.
Hotel Innside by Melia
Projektdaten
Wettbewerb: 1. Preis 2007Leistung: LP 1-9
Baukosten brutto: 34.600.000 €
Fertigstellung: 2009
NF|BGF|BRI: 8.925m²|15.640m²|56.940m³
Architektur
Mit der Planung und Neubebauung der an den Neumarkt angrenzenden Quartiere begann Ende der 1990er Jahre das wichtigste Vorhaben der jüngeren Stadtentwicklung Dresdens. An diesem historischen Ort rund um die Frauenkirche entstanden in den letzten Jahren eine Vielzahl von Gebäuden unterschiedlichster Gestaltung – von historisierend bis modern.
Das „Innside Hotel Dresden“ führt die Bebauung der Rampischen Straße und der Salzgasse weiter – als ein modernes Haus mit einem modernen Antlitz. Eine dem Ort angemessene und zeitgemäß interpretierte Lochfassade macht die Hotelnutzung nach außen sichtbar. Die Fenster der Hotelzimmer werden, so wie einst auch ihre barocken Vorgänger, zum wesentlichen Gestaltungsmittel - diesmal mit modernen Schmuckelementen. Anstelle der profilierten und mit Stuck verzierten Gewände gibt es einen zurückgesetzten, breiten Natursteinrahmen um die eigentliche Fensteröffnung. Belebt von verschattenden Holzelementen und Stoffmarkisen und bekrönt von einem schlichten Gesims, wiederholt sich dieses Motiv innerhalb der hellen Putzfassade.
Ein schmaler, zweigeschossiger Eingang führt von der Rampischen Straße in das Hotel, die eigentliche Hotelvorfahrt liegt hinter einer Straßenarkade an der Salzgasse - im Inneren des Gebäudeensembles.
Als ein besonderes architektonisches und städtebauliches Element des Innside Premium Hotels präsentiert sich der offene Innenhof – eine Rückbesinnung auf die barocke Bebauung und ein Novum am Neumarkt, wo die meisten neu erbauten Quartiershöfe überdacht und zu Innenräumen umgewandelt worden sind.
Ebenso hervorzuheben ist das als bauhistorisch sehr wertvoll eingestufte und als Leitbau wiedererrichtete Gebäude „Rampische Straße 19“. Es prägt mit seiner barocken Aussenfassade nicht nur den Straßenraum, sondern steht als historisches Haus – sozusagen als „Erinnerungsstück“ - inmitten des modernen Hotelkomplexes. Die Fassadenrekonstruktion erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalpflege und dem Stadtplanungsamt der Landeshauptstadt Dresden.
Baukosten brutto: 34.600.000 €
Fertigstellung: 2009
NF|BGF|BRI: 8.925m²|15.640m²|56.940m³
Architektur
Mit der Planung und Neubebauung der an den Neumarkt angrenzenden Quartiere begann Ende der 1990er Jahre das wichtigste Vorhaben der jüngeren Stadtentwicklung Dresdens. An diesem historischen Ort rund um die Frauenkirche entstanden in den letzten Jahren eine Vielzahl von Gebäuden unterschiedlichster Gestaltung – von historisierend bis modern.
Das „Innside Hotel Dresden“ führt die Bebauung der Rampischen Straße und der Salzgasse weiter – als ein modernes Haus mit einem modernen Antlitz. Eine dem Ort angemessene und zeitgemäß interpretierte Lochfassade macht die Hotelnutzung nach außen sichtbar. Die Fenster der Hotelzimmer werden, so wie einst auch ihre barocken Vorgänger, zum wesentlichen Gestaltungsmittel - diesmal mit modernen Schmuckelementen. Anstelle der profilierten und mit Stuck verzierten Gewände gibt es einen zurückgesetzten, breiten Natursteinrahmen um die eigentliche Fensteröffnung. Belebt von verschattenden Holzelementen und Stoffmarkisen und bekrönt von einem schlichten Gesims, wiederholt sich dieses Motiv innerhalb der hellen Putzfassade.
Ein schmaler, zweigeschossiger Eingang führt von der Rampischen Straße in das Hotel, die eigentliche Hotelvorfahrt liegt hinter einer Straßenarkade an der Salzgasse - im Inneren des Gebäudeensembles.
Als ein besonderes architektonisches und städtebauliches Element des Innside Premium Hotels präsentiert sich der offene Innenhof – eine Rückbesinnung auf die barocke Bebauung und ein Novum am Neumarkt, wo die meisten neu erbauten Quartiershöfe überdacht und zu Innenräumen umgewandelt worden sind.
Ebenso hervorzuheben ist das als bauhistorisch sehr wertvoll eingestufte und als Leitbau wiedererrichtete Gebäude „Rampische Straße 19“. Es prägt mit seiner barocken Aussenfassade nicht nur den Straßenraum, sondern steht als historisches Haus – sozusagen als „Erinnerungsstück“ - inmitten des modernen Hotelkomplexes. Die Fassadenrekonstruktion erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalpflege und dem Stadtplanungsamt der Landeshauptstadt Dresden.
Fraunhofer Institut, Saarbrücken
Weshalb der neue Erweiterungsbau des Instituts für Zerstörungsfreie Prüfverfahren in Saarbrücken an Kolben eines Wankelmotors oder an ein Riemengetriebe erinnert, hat mit dessen Forschungsinhalt zu tun: Hier werden Verfahren zur zerstörungsfreien Prüfung von Werkstoffen entwickelt und angewendet, die zunehmend Kunden aus der Automobilindustrie anziehen.
Neben seiner notwendigen Erweiterung um eine große Prüfhalle, drei Büroetagen und einen großzügigen Eingangsbereich mit Konferenzraum sollte dem Institut auch ein neues, imageprägendes Erscheinungsbild gegeben werden.
So sind neben der Formensprache der neuen Baukörper auch die Materialien ihrer Außenhaut aus dem Automobilbau entlehnt: Glas, hochglänzend lackierte Bleche und Kunststoffe.
Mit Hilfe sogenannter Lichtbauelemente konnten Begriffe wie„Durchleuchtung“, also zerstörungsfreie Prüfung, in die Architektur übersetzt werden. Diese extrem leichten Polycarbonat-Platten wurden in verschiedenen Lichtdurchlässigkeiten von „kristallin“ bis „opak“ in der Fassade der Prüfhalle und für den Sonnenschutz der Büroetagen eingesetzt - und geben dem Gebäude so sehr differenzierte „Durchleuchtungsgrade“. Besonders deutlich wird das wandelbare Antlitz des Hauses zu den unterschiedlichen Tageszeiten: So ist es in den Abendstunden ein transparentes, leuchtendes Objekt, während es sich an heißen, sommerlichen Mittagsstunden als ein mehr oder weniger geschlossenes Gebäude präsentiert.
Die teilweise zweigeschossige Prüfhalle beinhaltet das Technikum und die Laborflächen - die praktischen Funktionsbereiche zur Durchführung spezieller Prüfaufgaben. Beide Hallenebenen können direkt vom Foyer aus erschlossen werden. Der Hauptzugang zur Prüfhalle befindet sich auf der Rückseite am Anlieferhof, hier erfolgt die Einbringung der Prüfobjekte.
Die Büroetagen mit ca. 45 Arbeitsplätzen werden von den Forschungsmitarbeitern genutzt. In diesen Ebenen mit ihren prägnanten, dreieckigen Grundrissformen liegen neben den Büros zylindrische Raumgruppen mit Nebenräumen und dem Erschließungskern.
Besucher, Mitarbeiter und Kunden des Instituts werden in einem neuen Eingangsbereich empfangen. Hier befindet sich auch der eiförmige Konferenzraum, der für Tagungen und Seminare genutzt wird und durch seine prominente Lage die Repräsentanz und Transparenz des Instituts stärken wird.
Neben seiner notwendigen Erweiterung um eine große Prüfhalle, drei Büroetagen und einen großzügigen Eingangsbereich mit Konferenzraum sollte dem Institut auch ein neues, imageprägendes Erscheinungsbild gegeben werden.
So sind neben der Formensprache der neuen Baukörper auch die Materialien ihrer Außenhaut aus dem Automobilbau entlehnt: Glas, hochglänzend lackierte Bleche und Kunststoffe.
Mit Hilfe sogenannter Lichtbauelemente konnten Begriffe wie„Durchleuchtung“, also zerstörungsfreie Prüfung, in die Architektur übersetzt werden. Diese extrem leichten Polycarbonat-Platten wurden in verschiedenen Lichtdurchlässigkeiten von „kristallin“ bis „opak“ in der Fassade der Prüfhalle und für den Sonnenschutz der Büroetagen eingesetzt - und geben dem Gebäude so sehr differenzierte „Durchleuchtungsgrade“. Besonders deutlich wird das wandelbare Antlitz des Hauses zu den unterschiedlichen Tageszeiten: So ist es in den Abendstunden ein transparentes, leuchtendes Objekt, während es sich an heißen, sommerlichen Mittagsstunden als ein mehr oder weniger geschlossenes Gebäude präsentiert.
Die teilweise zweigeschossige Prüfhalle beinhaltet das Technikum und die Laborflächen - die praktischen Funktionsbereiche zur Durchführung spezieller Prüfaufgaben. Beide Hallenebenen können direkt vom Foyer aus erschlossen werden. Der Hauptzugang zur Prüfhalle befindet sich auf der Rückseite am Anlieferhof, hier erfolgt die Einbringung der Prüfobjekte.
Die Büroetagen mit ca. 45 Arbeitsplätzen werden von den Forschungsmitarbeitern genutzt. In diesen Ebenen mit ihren prägnanten, dreieckigen Grundrissformen liegen neben den Büros zylindrische Raumgruppen mit Nebenräumen und dem Erschließungskern.
Besucher, Mitarbeiter und Kunden des Instituts werden in einem neuen Eingangsbereich empfangen. Hier befindet sich auch der eiförmige Konferenzraum, der für Tagungen und Seminare genutzt wird und durch seine prominente Lage die Repräsentanz und Transparenz des Instituts stärken wird.





