meister.architekten
Herdbruckerstrasse 20
D-89073 Ulm
T +49(0)731.619696
F +49(0)731.619695
mail@meister-architekten.de
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Grund und Hauptschule
Gemeinde Nersingen
Landkreis Neu-Ulm
1996 – 1998
Bilder: Martin Duckek, Ulm
Der dreigeschossige Stahlbeton- und Mauerwerksbau ergänzt eine Schulanlage aus den 50er und 70er Jahren mit Räumen für den Fachunterricht. Das kompakte Bauvolumen der erneuerten Gesamtanlage (7.900m² BGF und 34.000m³ BRI) umfasst 18 Klassenräume. Der vorgestellte Neubau beherbergt Fachräume, Zeichensaal, Werkstätten, Lehrküche, Bibliothek und eine Pausenhalle mit Theke. Im Aussenbereich ist ein Lehrgarten mit Zisterne angelegt.
Die einzelnen Gebäudeteile und Geschosse sind zusätzlich über Rampen miteinander verbunden. Das Material-, Farb- und Lichtkonzept folgt baubiologischen Kriterien.
Blockheizkraftwerk
Neu-Ulm, 1998 – 2000
Bauherr: Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm
Europäischer Kalksandstein-Architekturpreis 2001
Sonderpreis Akustik
Bilder: Martin Duckek, Ulm und Atelier Kinold, München
Dieses Blockheizkraftwerk erzeugt Energie für 17.000 Haushalte. Es steht mitten in einem Wohngebiet. Dort bezieht es Akzeptanz durch seine "wertige" Erscheinungsform und einen wirksamen Lärmschutz. Zweischalige Aussenwände aus KS-Vollsteinen erzielen hohe Lärm-Dämmwerte. Eine dichte Reihung von Lüftungs- schlitzen, bei Nacht hinterleuchtet, verdeutlicht die Funktion der Energieerzeugung rund um die Uhr.
Sichtfenster ermöglichen Einblicke in die zweigeschossige Motorenhalle und ein vom Betrachter zu bedienendes Terminal informiert über Funktion und Leistung der Anlage und sorgt damit für die Transparenz der Produktion.
Kindergarten
Gemeinde Nersingen
Landkreis Neu-Ulm
2003/2004
Wettbewerb 1. Preis, 2002
Viergruppiger Kindergarten in LowCost- und MinEnergie-Aus- führung. Die zwei Seiten des 800 m² großen Kindergartens, eine holzverkleidete, warme, offene Südfront und eine kühle, harte, eher geschlossene Nordfront, demonstrieren die – auch kleineren Kindern vermittelbare – ökologisch gebotene Haltung gegenüber klimatischen Erfordernissen.
Baubiologische Kriterien und eine ökonomische Bauweise bestimmen Gestalt und Gestaltung.
Wohnhaus
Einfamilienhaus, Reiden (CH)
1998, mit Robert Burri
Architekturpreis "Die besten Einfamilienhäuser in Deutschland, Österreich und der Schweiz" 1999/2000
Trotz seiner drei Etagen wirkt dieses Wohnhaus wie ein zwei- geschossiges Gebäude. Es scheint in den Hang hineingeschoben und ordnet sich dort seiner Umgebung unter.
Das in der Horizontalen wie in der Vertikalen erlebbare Raum- kontinuum ist nach dem Prinzip der einfachen Box konzipiert.
Bürgerzentrum
Gemeinde Blaustein
2006 - 2007
Hugo-Häring-Preis 2009
Auszeichnung Guter Bauten 2008
Bilder: Martin Duckek, Ulm
Das Bürgerzentrum dient dem Ortsteil Pfaffenhau als Versammlungsort mit Mehrzwecksaal sowie Gruppen- und Jugendräumen. Der in den Hang eingefügte Sichtbeton-Fertigteilbau verfügt über eine gebäudehohe Verglasung in einer Beton-Lamellenstruktur. Das Bauwerk erfüllt LowCost- und MinEnergie-Kriterien. Eine in die Fassade integrierte spezielle Lichtkonzeption definiert die räumlichen Dimensionen im öffentlichen Vorbereich. Der vorgelagerte Platz nimmt in seiner Ausgestaltung Bezug auf die bauliche Struktur des Bürgerzentrums.
Entwicklungs- und Gestaltungskonzept Puchheim
Gemeinde Puchheim
Landkreis Fürstenfeldbruck
Zentrumsentwicklung, Wettbewerb 2004, 1. Preis
Neues Wohnen, Wettbewerb 2005
Die Gemeinde Puchheim im Verdichtungsraum München ist durch eine rasante Entwicklung in den vergangenen Jahrzehnten geprägt. Der Siedlungsdruck ist nach wie vor hoch. Gewachsene Strukturen und eine definierte Ortsmitte fehlen jedoch weitgehend. Eine S-Bahnlinie durchschneidet außerdem die ohnehin disparate zentrale Ortslage, was die Erlebbarkeit eines Zentrums als zusammenhängende Mitte erschwert.
Die Ortszentrumsentwicklung besteht aus einer Abfolge von behutsam aus dem Bestand entwickelten Platzräumen, die durch eine Baumachse zu einer "Kette" gefasst und miteinander verbunden sind. Die örtliche Hauptstraße erhält durch eine Parkzeile in der Straßenmitte für die Gehwegbereiche hochwertigen Raum zur Aufweitung der Zone vor den Ladengeschäften dazu. Eine natürliche Verlangsamung des Autoverkehrs wird durch die Straßenraumgestaltung ebenso erreicht wie die Möglichkeit, Stellplätze in ausreichender Zahl bereitzustellen. Der Bahnhofs- bereich mit seinem Turmhaus stellt ein neues Identifikations- und weithin sichtbares Merkzeichen dar. Die Einzelhandelsstruktur wird durch dieses Gestaltungskonzept nachhaltig gestärkt. Durch die geplanten und teilweise in der Ausführung befindlichen Maßnahmen gewinnt das Ortszentrum an Attraktivität und Entwicklungs- möglichkeiten zu einer eigenen Identität.
Neues Wohnen. Das städtebauliche Entwicklungs- und Gestaltungskonzept für den zentrumsnahen 7ha-Stadtteil Lüsswiesen (1200 E, 390 WE, 14.600 m²) ist eine Antwort auf die Problematik des demographischen Wandels, knapper Bauflächen, ökonomischer Rahmenbedingungen und ökologischer Erfordernisse. Das entwurfsbestimmende System der Siedlungsbänder ermöglicht große Flexibilität und bietet zugleich eine robuste Planungsgrundlage über lange Entwicklungs- zeiträume. Kompakte und flächensparende Bauformen lassen sich beliebig gliedern. Eine Mischung unterschiedlicher Bautypologien für verschiedenste Wohnformen (Familien-, Generationen-, betreutes Wohnen, innovative Wohnformen für plurale Lebensstile) ist möglich. Ein differenziertes und verkehrsruhiges Innen-Erschließungssystem priorisiert Fußgänger und Radfahrer. In einer "Grünen Diagonalen" werden Freiraum- und Umweltfunktionen gebündelt. Sie ist Ort der Begegnung und identitätsstiftendes Element der neuen Siedlung.
Landkreis Fürstenfeldbruck
Zentrumsentwicklung, Wettbewerb 2004, 1. Preis
Neues Wohnen, Wettbewerb 2005
Die Gemeinde Puchheim im Verdichtungsraum München ist durch eine rasante Entwicklung in den vergangenen Jahrzehnten geprägt. Der Siedlungsdruck ist nach wie vor hoch. Gewachsene Strukturen und eine definierte Ortsmitte fehlen jedoch weitgehend. Eine S-Bahnlinie durchschneidet außerdem die ohnehin disparate zentrale Ortslage, was die Erlebbarkeit eines Zentrums als zusammenhängende Mitte erschwert.
Die Ortszentrumsentwicklung besteht aus einer Abfolge von behutsam aus dem Bestand entwickelten Platzräumen, die durch eine Baumachse zu einer "Kette" gefasst und miteinander verbunden sind. Die örtliche Hauptstraße erhält durch eine Parkzeile in der Straßenmitte für die Gehwegbereiche hochwertigen Raum zur Aufweitung der Zone vor den Ladengeschäften dazu. Eine natürliche Verlangsamung des Autoverkehrs wird durch die Straßenraumgestaltung ebenso erreicht wie die Möglichkeit, Stellplätze in ausreichender Zahl bereitzustellen. Der Bahnhofs- bereich mit seinem Turmhaus stellt ein neues Identifikations- und weithin sichtbares Merkzeichen dar. Die Einzelhandelsstruktur wird durch dieses Gestaltungskonzept nachhaltig gestärkt. Durch die geplanten und teilweise in der Ausführung befindlichen Maßnahmen gewinnt das Ortszentrum an Attraktivität und Entwicklungs- möglichkeiten zu einer eigenen Identität.
Neues Wohnen. Das städtebauliche Entwicklungs- und Gestaltungskonzept für den zentrumsnahen 7ha-Stadtteil Lüsswiesen (1200 E, 390 WE, 14.600 m²) ist eine Antwort auf die Problematik des demographischen Wandels, knapper Bauflächen, ökonomischer Rahmenbedingungen und ökologischer Erfordernisse. Das entwurfsbestimmende System der Siedlungsbänder ermöglicht große Flexibilität und bietet zugleich eine robuste Planungsgrundlage über lange Entwicklungs- zeiträume. Kompakte und flächensparende Bauformen lassen sich beliebig gliedern. Eine Mischung unterschiedlicher Bautypologien für verschiedenste Wohnformen (Familien-, Generationen-, betreutes Wohnen, innovative Wohnformen für plurale Lebensstile) ist möglich. Ein differenziertes und verkehrsruhiges Innen-Erschließungssystem priorisiert Fußgänger und Radfahrer. In einer "Grünen Diagonalen" werden Freiraum- und Umweltfunktionen gebündelt. Sie ist Ort der Begegnung und identitätsstiftendes Element der neuen Siedlung.
