gmp
Architekten von Gerkan, Marg und Partner
Elbchaussee 139
D-22763 Hamburg
T +49 (0)40 88 151 -0
F +49 (0)40 88 151 -177
communication@gmp-architekten.de
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Palacongressi di Rimini
Einweihung des größten Kongresszentrums Italiens mit 9.000 Sitzplätzen
Am 15. Oktober 2011 fand die Einweihung des neuen Kongresszentrums Palacongressi di Rimini statt. Der Entwurf der Architekten von Gerkan, Marg und Partner (gmp), die bereits die Messe in Rimini realisierten, wurde 2010 fertig gestellt. Der Gesamtkomplex gliedert sich in vier Bereiche, die verschiedene große und kleine Säle auf zwei Ebenen beherbergen. Zur feierlichen Eröffnung wird neben dem Präsidenten der Region Emilia-Romagna, Vasco Errani, die Ministerin für Tourismus, Michela Vittoria Brambilla, erwartet.
Im Zentrum der Anlage befindet sich ebenerdig der größte Saal mit ca. 4.800 Quadratmetern. Dieser multifunktionale Saal mit einer Höhe von zwölf Metern und einem umlaufenden Funktionsring für Technik, Dolmetscher und Regie ist mit raumhohen Schiebetrennwänden ausgestattet und in verschiedenen Varianten teil- und nutzbar. Das Fassungsvermögen für 4.700 Gäste ist aufteilbar in eine vielfältige Kombination von kleineren Versammlungen und Ausstellungen. Über pyramidenförmige Glasoberlichter kann er auch natürlich belichtet werden.
Ein U-förmiges, gläsernes Foyer umschließt diesen Saal und verbindet alle Bereiche des Palacongressi miteinander. Dieser großzügige zwölf Meter hohe und durch gläserne Dächer lichtdurchflutete Bereich dient wie eine Straße zugleich der Erschließung der einzelnen Säle und als Pausenfoyer mit kongressbezogenen Ausstellungen.
Im nördlichen Bereich befinden sich im Erdgeschoss teilbare Säle für 600 und 300 Personen, die Hauptküche sowie ein eigenes Foyer. Im Obergeschoss sind ein Saal mit ansteigendem festen Gestühl für 300 Personen, sowie weitere Säle für 90 bis 120 Personen angeordnet.
Der südliche Bereich wird über einen glasgedeckten Innenhof, der ebenfalls für Ausstellungen genutzt werden kann, erschlossen. Ähnlich dem nördlichen Bereich sind auch hier ebenerdig mittelgroße Kongresssäle mit eigenem Foyer und im Obergeschoss 14 kleinere Konferenzräume für 40 bis 120 Personen sowie Besprechungsräume angeordnet.
Der Haupteingang des Palacongressi liegt am östlichen Park und ist charakterisiert durch die signifikante Form der markanten „Conchiglia" (Muschel). Über ihm erhebt sich das halbkreisförmige Amphitheater, das mit seiner prägnanten Form eine Reminiszenz an das antike römische Theater von Rimini darstellt. Der halbrunde Saal mit ansteigendem Gestühl für mehr als 1.600 Personen ist mittig teilbar und mit einer festen Bühne ausgestattet.
Allen Bereichen sind gesonderte Nebenräume, wie Garderoben und Gastronomien, zugeordnet.
Unter dem Haupteingang liegt die Zentralgarderobe, welche über die Rotunde und leicht gewendelte Treppen erschlossen wird. Der Brunnen inmitten der Rotunde und im Zentrum unter dem Amphitheater hat in seiner Mitte „La Perla", Europas größte Steinkugel, die sich auf einem Wasserfilm dreht.
Das Palacongressi di Rimini bezieht sich auf den genius loci - die Farben des nassen und trockenen Adriastrandes, das türkise, blaue und grünliche Wasser der Adria und mit seinem Amphitheater im rimineser Volksmund auf die Seemuschel „Conchiglia", in der eine Perle liegt.
Dieses größte Kongresszentrum Italiens ist nicht nur in seiner Nutzungsflexibilität eine Innovation für Konferenzen mit Ausstellungen, sondern zugleich das städtebauliche Pilotprojekt für ein Kulturzentrum, das auf der anderen Straßenseite mit einem neuen Konzertsaal von Mario Botta ergänzt werden soll.
Aus dem Areal der ehemaligen alten Messe ist eine grüne Mitte geworden, deren See über einen lang gestreckten Park unter der neuen Brücke hindurch mit dem Stadtzentrum verbunden ist.
Entwurf Volkwin Marg
Partner Joachim Zais Stephanie Joebsch
Mitarbeiter Matias Otto, Mike Berrier, Heiko Thiess, Dominik Reh, Malte Wolf, Dirk Tietgen, Radmilla Blagovcanin, Renata Dipper, Arne Starke, Hito Ueda, Nicole Loeffler, Carlo Mardersteig, Marco Vivori, Matthias Holtschmidt, Peter Radomski, Kai Beckmann, Monika Sallowsky, Vita Römer
Kontaktarchitekt cfk_architetti, Venedig, Clemens F. Kusch
Entwurfs- und Ausführungsplanung gmp Generalplanungsgesellschaft mbH, Hamburg
Örtliche Koordination und Bauaufsicht, Planung Leitsystem mijic architects, Rimini, Eduard Mijic, Emanuele Filanti, Lorenzo Pesaresi
Tragwerksplanung und Bauaufsicht Favero & Milan Ingegneria, Venedig
Haustechnik Studio T.I., Rimini
Lichttechnik conceptlicht, Traunreut
Elektroplanung Inteso Ingegneria, Rimini
Veranstaltungstechnik GCA, Unterhaching
Bauleitung Veranstaltungstechnik Inteso Ingegneria, Rimini
Akustik Müller BBM, Planegg
Landschaftsplanung Studio Land, Mailand
Grafik Leitsystem Leonardo Sonnoli, studio Tassinari/Vetta, Rimini
Bauherr Società del Palazzo dei Congressi, Rimini
BGF oberirdisch 30.700 m²
BGF unterirdisch 21.800 m²
Sitzplätze 9.000
PKW-Stellplätze Tiefgarage 500
Bauzeit 2007-2010
Am 15. Oktober 2011 fand die Einweihung des neuen Kongresszentrums Palacongressi di Rimini statt. Der Entwurf der Architekten von Gerkan, Marg und Partner (gmp), die bereits die Messe in Rimini realisierten, wurde 2010 fertig gestellt. Der Gesamtkomplex gliedert sich in vier Bereiche, die verschiedene große und kleine Säle auf zwei Ebenen beherbergen. Zur feierlichen Eröffnung wird neben dem Präsidenten der Region Emilia-Romagna, Vasco Errani, die Ministerin für Tourismus, Michela Vittoria Brambilla, erwartet.
Im Zentrum der Anlage befindet sich ebenerdig der größte Saal mit ca. 4.800 Quadratmetern. Dieser multifunktionale Saal mit einer Höhe von zwölf Metern und einem umlaufenden Funktionsring für Technik, Dolmetscher und Regie ist mit raumhohen Schiebetrennwänden ausgestattet und in verschiedenen Varianten teil- und nutzbar. Das Fassungsvermögen für 4.700 Gäste ist aufteilbar in eine vielfältige Kombination von kleineren Versammlungen und Ausstellungen. Über pyramidenförmige Glasoberlichter kann er auch natürlich belichtet werden.
Ein U-förmiges, gläsernes Foyer umschließt diesen Saal und verbindet alle Bereiche des Palacongressi miteinander. Dieser großzügige zwölf Meter hohe und durch gläserne Dächer lichtdurchflutete Bereich dient wie eine Straße zugleich der Erschließung der einzelnen Säle und als Pausenfoyer mit kongressbezogenen Ausstellungen.
Im nördlichen Bereich befinden sich im Erdgeschoss teilbare Säle für 600 und 300 Personen, die Hauptküche sowie ein eigenes Foyer. Im Obergeschoss sind ein Saal mit ansteigendem festen Gestühl für 300 Personen, sowie weitere Säle für 90 bis 120 Personen angeordnet.
Der südliche Bereich wird über einen glasgedeckten Innenhof, der ebenfalls für Ausstellungen genutzt werden kann, erschlossen. Ähnlich dem nördlichen Bereich sind auch hier ebenerdig mittelgroße Kongresssäle mit eigenem Foyer und im Obergeschoss 14 kleinere Konferenzräume für 40 bis 120 Personen sowie Besprechungsräume angeordnet.
Der Haupteingang des Palacongressi liegt am östlichen Park und ist charakterisiert durch die signifikante Form der markanten „Conchiglia" (Muschel). Über ihm erhebt sich das halbkreisförmige Amphitheater, das mit seiner prägnanten Form eine Reminiszenz an das antike römische Theater von Rimini darstellt. Der halbrunde Saal mit ansteigendem Gestühl für mehr als 1.600 Personen ist mittig teilbar und mit einer festen Bühne ausgestattet.
Allen Bereichen sind gesonderte Nebenräume, wie Garderoben und Gastronomien, zugeordnet.
Unter dem Haupteingang liegt die Zentralgarderobe, welche über die Rotunde und leicht gewendelte Treppen erschlossen wird. Der Brunnen inmitten der Rotunde und im Zentrum unter dem Amphitheater hat in seiner Mitte „La Perla", Europas größte Steinkugel, die sich auf einem Wasserfilm dreht.
Das Palacongressi di Rimini bezieht sich auf den genius loci - die Farben des nassen und trockenen Adriastrandes, das türkise, blaue und grünliche Wasser der Adria und mit seinem Amphitheater im rimineser Volksmund auf die Seemuschel „Conchiglia", in der eine Perle liegt.
Dieses größte Kongresszentrum Italiens ist nicht nur in seiner Nutzungsflexibilität eine Innovation für Konferenzen mit Ausstellungen, sondern zugleich das städtebauliche Pilotprojekt für ein Kulturzentrum, das auf der anderen Straßenseite mit einem neuen Konzertsaal von Mario Botta ergänzt werden soll.
Aus dem Areal der ehemaligen alten Messe ist eine grüne Mitte geworden, deren See über einen lang gestreckten Park unter der neuen Brücke hindurch mit dem Stadtzentrum verbunden ist.
Entwurf Volkwin Marg
Partner Joachim Zais Stephanie Joebsch
Mitarbeiter Matias Otto, Mike Berrier, Heiko Thiess, Dominik Reh, Malte Wolf, Dirk Tietgen, Radmilla Blagovcanin, Renata Dipper, Arne Starke, Hito Ueda, Nicole Loeffler, Carlo Mardersteig, Marco Vivori, Matthias Holtschmidt, Peter Radomski, Kai Beckmann, Monika Sallowsky, Vita Römer
Kontaktarchitekt cfk_architetti, Venedig, Clemens F. Kusch
Entwurfs- und Ausführungsplanung gmp Generalplanungsgesellschaft mbH, Hamburg
Örtliche Koordination und Bauaufsicht, Planung Leitsystem mijic architects, Rimini, Eduard Mijic, Emanuele Filanti, Lorenzo Pesaresi
Tragwerksplanung und Bauaufsicht Favero & Milan Ingegneria, Venedig
Haustechnik Studio T.I., Rimini
Lichttechnik conceptlicht, Traunreut
Elektroplanung Inteso Ingegneria, Rimini
Veranstaltungstechnik GCA, Unterhaching
Bauleitung Veranstaltungstechnik Inteso Ingegneria, Rimini
Akustik Müller BBM, Planegg
Landschaftsplanung Studio Land, Mailand
Grafik Leitsystem Leonardo Sonnoli, studio Tassinari/Vetta, Rimini
Bauherr Società del Palazzo dei Congressi, Rimini
BGF oberirdisch 30.700 m²
BGF unterirdisch 21.800 m²
Sitzplätze 9.000
PKW-Stellplätze Tiefgarage 500
Bauzeit 2007-2010
Bao'an Stadion, Shenzhen
Die weiten Bambuswälder Südchinas standen Pate für die Konstruktion dieses Stadions, dessen schlanke Stützen die Stadionränge und die weitgespannte Dachkonstruktion tragen. Durch den „Wald“ aus Stahlstützen tritt der Besucher in den Umgang des Stadions, der zu den Treppen des Oberrangs führt oder direkt zur unteren Tribüne. Das Bild des Bambuswaldes entsteht durch einen zweireihigen Ring aus Stahlstützen, bei denen sich jede zweite Stütze der inneren Stützenreihe mit der Betonstruktur des ondulierenden Oberrangs verbindet und vertikale Lasten der Zuschauertribünen trägt. Die bis zu 32 Meter langen Stahlrohre sind im Durchmesser der unterschiedlichen statischen Belastung angepasst und variieren von 55 bis 88 Zentimeter.
Für die Überdeckung der Zuschauerränge wurde ein mit Membran bespanntes Seildach mit innerem Zugring und radialen Speichen gewählt. Das Dach mit einem Durchmesser von 230 Meter und einer Auskragung von 54 Meter auf jeder Seite der Tribünen wird durch 36 radiale Seilpaare gebildet, deren Vorspannung über einen doppelten Zugring aus Litzenbündeln über dem Spielfeld kreisförmig zusammengeschlossen wird. Das Stadion ist für 40.000 Zuschauer konzipiert.
Wettbewerb 2007: 1. Preis
Entwurf: Meinhard von Gerkan und Stephan Schütz mit David Schenke
Projektleitung: David Schenke, Li Ran
Mitarbeiter Entwurf: Jennifer Heckenlaible, Daniela Franz, Zhang Xi, Yin Chao Jie, Zhou Bin, Anna Bulanda-Jansen, Cai Qing, Xu Ji
Mitarbeiter Ausführung: Matthias Grünewald, Cai Yu, Wang Le, Wang Li, Zhang Xi, Lucas Gallardo, Zhang Xiao Guang, Sebastian Linack, Li Zheng, Pan Xin, Martin Schulte-Frohlinde
Tragwerksentwurf und –planung Dach: schlaich bergermann und partner – Sven Plieninger mit Wei Chen
Lichtplanung: Schlotfeld Licht, Berlin
Chinesisches Partnerbüro: SCUT South China University of Technology
Bauherr: The Sports Bureau of Bao’an District
Sitzplätze: 40.050
Länge des Stadions: 245,80m
Breite des Stadions: 245,80m
Höhe des Stadions: 39,65m
Bauzeit: 2009–2011
Für die Überdeckung der Zuschauerränge wurde ein mit Membran bespanntes Seildach mit innerem Zugring und radialen Speichen gewählt. Das Dach mit einem Durchmesser von 230 Meter und einer Auskragung von 54 Meter auf jeder Seite der Tribünen wird durch 36 radiale Seilpaare gebildet, deren Vorspannung über einen doppelten Zugring aus Litzenbündeln über dem Spielfeld kreisförmig zusammengeschlossen wird. Das Stadion ist für 40.000 Zuschauer konzipiert.
Wettbewerb 2007: 1. Preis
Entwurf: Meinhard von Gerkan und Stephan Schütz mit David Schenke
Projektleitung: David Schenke, Li Ran
Mitarbeiter Entwurf: Jennifer Heckenlaible, Daniela Franz, Zhang Xi, Yin Chao Jie, Zhou Bin, Anna Bulanda-Jansen, Cai Qing, Xu Ji
Mitarbeiter Ausführung: Matthias Grünewald, Cai Yu, Wang Le, Wang Li, Zhang Xi, Lucas Gallardo, Zhang Xiao Guang, Sebastian Linack, Li Zheng, Pan Xin, Martin Schulte-Frohlinde
Tragwerksentwurf und –planung Dach: schlaich bergermann und partner – Sven Plieninger mit Wei Chen
Lichtplanung: Schlotfeld Licht, Berlin
Chinesisches Partnerbüro: SCUT South China University of Technology
Bauherr: The Sports Bureau of Bao’an District
Sitzplätze: 40.050
Länge des Stadions: 245,80m
Breite des Stadions: 245,80m
Höhe des Stadions: 39,65m
Bauzeit: 2009–2011
Universiade Sportzentrum, Shenzhen
Der Entwurf für das Universiade Sportzentrum reagiert auf die umgebende hügelige Landschaft mit kristallinen Baukörpern und generiert auf diese Weise einen formalen Dialog, der auf die chinesische Gartenbau- und Landschaftsphilosophie verweist. Die Dachkonstruktion des Stadions kragt bis zu 65 Meter weit aus und ist als Stahlfaltwerk auf Basis modularer dreieckiger Flächen konzipiert. Die kristalline Form der drei Stadien wird durch die nächtliche Beleuchtung der transparenten Fassaden, die zu den Innenräumen mit Membrankonstruktionen bespannt sind, zusätzlich betont. Ein künstlicher See verbindet das Stadion mit der kreisförmigen Multifunktionshalle im Norden und der rechteckigen Schwimmhalle im Westen. Über eine erhöhte Promenade gelangen die Besucher von den einzelnen Stadien zu einer zentralen Plaza.
Das Hauptstadion erfüllt die Anforderungen internationaler Sportveranstaltungen und Events. Die Gesamtkapazität liegt bei 60.000 Zuschauern, die auf drei Tribünen ihre Sitzplätze finden. Der Durchmesser des Daches beträgt 310 Meter in Längs- und 290 Meter in Querrichtung. Die Sporthalle ist als kreisrunde multifunktionale Arena für vielfältige Hallen- und Eissportveranstaltungen geplant,
ihre Gesamtkapazität beträgt 18.000 Zuschauer.
Das Schwimmstadion ist die dritte Sportstätte im Universiade Sportzentrum. Insgesamt 3.000 Zuschauer finden auf zwei Rängen in der Wettkampfhalle Platz.
Wettbewerb 2006: 1. Preis
Entwurf: Meinhard von Gerkan und Stephan Schütz mit Nicolas Pomränke
Projektleitung: Ralf Sieber
Mitarbeiter: Xu Ji, Alexander Niederhaus, Huang Cheng, Niklas Veelken, Martin Gänsicke, Stephanie Brendel, Marlene Törper, Andrea Moritz, Zheng Xin, Kralyu Chobanov, Chen Zhicong, Thomas Krämer, Lin Wei, Martin Schulte-Frohlinden, Plamen Stamatov, Christian Dorndorf, Lian Kian, Zhou Bin, Tobias Keyl, Li Ling, Helge Lezius,
Meng Xin, Kuno von Haefen
Tragwerksentwurf und -planung Dach: schlaich bergermann und partner – Sven Plieninger mit Wei Chen
Haustechnik: IG Tech
Lichtplanung: Conceptlicht
Akustikplanung: Acoustic Design Ahnert
Fassadenplanung: Shen und and Partner
Chinesische Partnerbüros: SADI (Stadion), CNADRI (Multifunktionshalle), CCDI (Schwimmhalle), BLY
(Freiraumplanung)
Bauherr: Bureau of Public Works of Shenzhen Municipality
Sitzplätze: Stadion 60.000
Sitzplätze: Multifunktionshalle 18.000
Sitzplätze: Schwimmhalle 3.000
Bauzeit: 2007–2011
Das Hauptstadion erfüllt die Anforderungen internationaler Sportveranstaltungen und Events. Die Gesamtkapazität liegt bei 60.000 Zuschauern, die auf drei Tribünen ihre Sitzplätze finden. Der Durchmesser des Daches beträgt 310 Meter in Längs- und 290 Meter in Querrichtung. Die Sporthalle ist als kreisrunde multifunktionale Arena für vielfältige Hallen- und Eissportveranstaltungen geplant,
ihre Gesamtkapazität beträgt 18.000 Zuschauer.
Das Schwimmstadion ist die dritte Sportstätte im Universiade Sportzentrum. Insgesamt 3.000 Zuschauer finden auf zwei Rängen in der Wettkampfhalle Platz.
Wettbewerb 2006: 1. Preis
Entwurf: Meinhard von Gerkan und Stephan Schütz mit Nicolas Pomränke
Projektleitung: Ralf Sieber
Mitarbeiter: Xu Ji, Alexander Niederhaus, Huang Cheng, Niklas Veelken, Martin Gänsicke, Stephanie Brendel, Marlene Törper, Andrea Moritz, Zheng Xin, Kralyu Chobanov, Chen Zhicong, Thomas Krämer, Lin Wei, Martin Schulte-Frohlinden, Plamen Stamatov, Christian Dorndorf, Lian Kian, Zhou Bin, Tobias Keyl, Li Ling, Helge Lezius,
Meng Xin, Kuno von Haefen
Tragwerksentwurf und -planung Dach: schlaich bergermann und partner – Sven Plieninger mit Wei Chen
Haustechnik: IG Tech
Lichtplanung: Conceptlicht
Akustikplanung: Acoustic Design Ahnert
Fassadenplanung: Shen und and Partner
Chinesische Partnerbüros: SADI (Stadion), CNADRI (Multifunktionshalle), CCDI (Schwimmhalle), BLY
(Freiraumplanung)
Bauherr: Bureau of Public Works of Shenzhen Municipality
Sitzplätze: Stadion 60.000
Sitzplätze: Multifunktionshalle 18.000
Sitzplätze: Schwimmhalle 3.000
Bauzeit: 2007–2011
Westbahnhof Tianjin, China
Westbahnhof Tianjin in chinesischer Millionenmetropole fertiggestellt
Nach zweieinhalb Jahren Bauzeit haben die Architekten von Gerkan, Marg und Partner (gmp) den Westbahnhof Tianjin in China fertiggestellt. Der neue Knotenpunkt zirka 130 Kilometer südwestlich von Peking dient als Stopp auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen der chinesischen Hauptstadt und Shanghai, bündelt die verschiedenen Regionalverkehre und verknüpft diese zusätzlich mit dem U-Bahn-Netz. Seine städtebauliche Funktion in der 12-Millionen-Stadt erfüllt der Bahnhof, indem er ein Geschäftsviertel im Norden mit der Altstadt im Süden über Gleise, einen Fluss und eine Straße verbindet.
Den Brückenschlag zwischen den Stadtteilen symbolisieren die Architekten mit dem 57 Meter hohen und beinahe 400 Meter langen Tonnendach über der Wartehalle. Ihr gebogenes Dach erinnert an ein großmaßstäbliches Stadttor und der langgestreckte Saal darunter an einen klassischen Ort der Passage. Arkadenbauten rahmen als Podien die Ost- und Westseiten der Bogenhalle symmetrisch ein. Im Süden der Halle bildet ein weiträumig angelegter Bahnhofsvorplatz eine große zusammenhängende Freifläche, die der Bedeutung und Dimension dieses Bahnhofs entspricht.
Die Passagiere betreten Tianjins neuen Westbahnhof durch die Haupteingänge auf der Nord- oder Südseite. Bogenförmige Auskragungen über den Eingängen und hohe Fensterfronten vermitteln bereits einen ersten Eindruck der Räumlichkeit, die mit der Konzeption der Wartehalle korrespondiert: Diese wird von Tageslicht durchflutet und bietet den Fahrgästen Orientierung und atmosphärische Qualität. Das Tageslicht gerät durch die rautenförmige Dachkonstruktion aus Stahl und Glas ins Innere der Wartehalle – und während der untere Teil nahezu transparent ist und sehr viel Licht hinein lässt, schützt der obere Bereich vor direkter Sonneneinstrahlung. Das Tonnendach vermittelt einen dynamischen Eindruck, unter anderem weil die Stahlelemente von unten nach oben in Breite und Tiefe differieren und miteinander verwoben sind. Über Rolltreppen und Aufzüge gelangen die Passagiere und Besucher hinunter auf die Bahnsteige. Dieser technisch wie konstruktiv nachhaltige Bahnhof ist gleichermaßen eine zeitgemäße Interpretation der Kathedralen des Verkehrs aus der Blütezeit der Eisenbahn.
Wettbewerb 2007 – 1. Preis
Entwurf Meinhard von Gerkan und Stephan Schütz mit Stephan Rewolle
Projektleitung Jiang Lin Lin
Mitarbeiter Entwurf, Phase 1 Iris Belle, Shi Liang, Du Peng, Chunsong Dong
Mitarbeiter Entwurf, Phase 2 Nicolas Pomränke, Jochen Sültrup, Clemens Ahlgrimm, Christian Dorndorf, Bernd Gotthardt, Clemens Kampermann, Kian Lian, Sabine Stage, Cai Wei
Mitarbeiter Entwurf, Phase 3 Sebastian Linack, Thomas Schubert, Zheng Shan Shan
Mitarbeiter Ausführung, Phase 4 Dong Shu Ying, Sebastian Linack, Thomas Schubert, Zheng Shan Shan
Statik schlaich bergermann und partner
Chinesisches Partnerbüro TSDI
Bauherr Tianjin Ministry of Railway
BGF 179.000 m²
Anzahl der Bahnsteige 24
Bauzeit 2009–2011
Nach zweieinhalb Jahren Bauzeit haben die Architekten von Gerkan, Marg und Partner (gmp) den Westbahnhof Tianjin in China fertiggestellt. Der neue Knotenpunkt zirka 130 Kilometer südwestlich von Peking dient als Stopp auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen der chinesischen Hauptstadt und Shanghai, bündelt die verschiedenen Regionalverkehre und verknüpft diese zusätzlich mit dem U-Bahn-Netz. Seine städtebauliche Funktion in der 12-Millionen-Stadt erfüllt der Bahnhof, indem er ein Geschäftsviertel im Norden mit der Altstadt im Süden über Gleise, einen Fluss und eine Straße verbindet.
Den Brückenschlag zwischen den Stadtteilen symbolisieren die Architekten mit dem 57 Meter hohen und beinahe 400 Meter langen Tonnendach über der Wartehalle. Ihr gebogenes Dach erinnert an ein großmaßstäbliches Stadttor und der langgestreckte Saal darunter an einen klassischen Ort der Passage. Arkadenbauten rahmen als Podien die Ost- und Westseiten der Bogenhalle symmetrisch ein. Im Süden der Halle bildet ein weiträumig angelegter Bahnhofsvorplatz eine große zusammenhängende Freifläche, die der Bedeutung und Dimension dieses Bahnhofs entspricht.
Die Passagiere betreten Tianjins neuen Westbahnhof durch die Haupteingänge auf der Nord- oder Südseite. Bogenförmige Auskragungen über den Eingängen und hohe Fensterfronten vermitteln bereits einen ersten Eindruck der Räumlichkeit, die mit der Konzeption der Wartehalle korrespondiert: Diese wird von Tageslicht durchflutet und bietet den Fahrgästen Orientierung und atmosphärische Qualität. Das Tageslicht gerät durch die rautenförmige Dachkonstruktion aus Stahl und Glas ins Innere der Wartehalle – und während der untere Teil nahezu transparent ist und sehr viel Licht hinein lässt, schützt der obere Bereich vor direkter Sonneneinstrahlung. Das Tonnendach vermittelt einen dynamischen Eindruck, unter anderem weil die Stahlelemente von unten nach oben in Breite und Tiefe differieren und miteinander verwoben sind. Über Rolltreppen und Aufzüge gelangen die Passagiere und Besucher hinunter auf die Bahnsteige. Dieser technisch wie konstruktiv nachhaltige Bahnhof ist gleichermaßen eine zeitgemäße Interpretation der Kathedralen des Verkehrs aus der Blütezeit der Eisenbahn.
Wettbewerb 2007 – 1. Preis
Entwurf Meinhard von Gerkan und Stephan Schütz mit Stephan Rewolle
Projektleitung Jiang Lin Lin
Mitarbeiter Entwurf, Phase 1 Iris Belle, Shi Liang, Du Peng, Chunsong Dong
Mitarbeiter Entwurf, Phase 2 Nicolas Pomränke, Jochen Sültrup, Clemens Ahlgrimm, Christian Dorndorf, Bernd Gotthardt, Clemens Kampermann, Kian Lian, Sabine Stage, Cai Wei
Mitarbeiter Entwurf, Phase 3 Sebastian Linack, Thomas Schubert, Zheng Shan Shan
Mitarbeiter Ausführung, Phase 4 Dong Shu Ying, Sebastian Linack, Thomas Schubert, Zheng Shan Shan
Statik schlaich bergermann und partner
Chinesisches Partnerbüro TSDI
Bauherr Tianjin Ministry of Railway
BGF 179.000 m²
Anzahl der Bahnsteige 24
Bauzeit 2009–2011
Lingang New City, China
Shanghai
Shanghai ist ein wichtiges Wirtschaftszentrum und zugleich Verkehrsknotenpunkt innerhalb Chinas. Als historisch und kulturell bedeutende Stadt soll sich Shanghai zukünftig zu einer internationalen Wirtschafts-, Finanz- und Handelsmetropole weiterentwickeln. Die rasch zunehmende Einwohnerzahl Shanghais von heute fast 13 Millionen wird im Jahr 2020 bereits 16 Millionen betragen, darunter allein 13,6 Millionen städtische Bevölkerung. Das Stadtzentrum Shanghais wird im Jahr 2020 eine geschätzte Fläche von 600 km² und ca. 8 Millionen Einwohner haben.
Um das enorme Bevölkerungs- und Industriewachstum von Shanghai aufzunehmen, lobte das dortige Stadtplanungsamt einen internationalen Wettbewerb zur Planung einer neuen Hafenstadt in Zusammenhang mit dem internationalen Container- Tiefseehafen Yangshan aus. Der erste Preis des mehrstufigen Wettbewerbs ging an das Hamburger Architekturbüro gmp - von Gerkan, Marg und Partner.
Die neugeplante Satellitenstadt Lingang New City soll auf ca. 74 km² Platz für 800.000 Einwohner bieten und stellt neben Chandighar, Brasilia und Canberra die einzige Stadtneugründung dieser Größenordnung während der letzten hundert Jahre dar.
Städtebauliches Konzept
Unser Konzept von Lingang New City greift die Ideale der tradierten europäischen Stadt auf und verbindet sie mit einer "revolutionären" Idee: Den Mittelpunkt bildet - anstelle eines baulich verdichteten Stadtzentrums - ein kreisrunder See von 2,5 km Durchmesser und 8 km Seepromenade mit einem Badestrand a la Copa Cabana im Herzen der Stadt. Kulturbauten und Freizeitangebote sind auf Inseln situiert und per Schiff erreichbar.
Die Stadt Alexandria, als eines der sieben Weltwunder, stand Pate für den Entwurf; die Lebensqualität der Nähe zum Wasser bezieht sich auf Referenzen aus Hamburg.
Das Bild konzentrischer Wellen, die durch einen ins Wasser fallenden Tropfen gebildet werden, ist das metaphorische Leitbild der ganzen Stadtstruktur. Dieser Allegorie entsprechend gliedern sich die Nutzungsstrukturen in konzentrischen Ringen von Innen nach Außen um den zentralen Lake Dishui: von der Promenade über einen Businessdistrikt mit hoher Verdichtung, einen 500 Meter breiten, ringförmigen Stadtpark mit solitär eingelagerten öffentlichen Bauten bis hin zu den blockartigen Wohnquartieren für jeweils 13.000 Menschen.
Der Stadtring zwischen Seepromenade und Grüngürtel, der Businessdistrikt, bildet das Zentrum des städtischen Lebens. Hier befinden sich in Mischnutzung Büros, Geschäfte, Einkaufspassagen, Fußgängerzonen und verdichtetes Wohnen.
Die konzentrische Struktur wird von radialen Strahlen in Form von Straßen und Wegen nach dem Prinzip einer Windrose überlagert. Sie geben der Stadt ein klares Ordnungsprinzip und unterteilen die bebauten Ringe in einzelne Sektoren. Auf diese Weise entsteht ein ideales Erschließungsnetz, innerhalb dessen sich die Stadt auch über das geplante Maß hinaus erweitern kann. Die Landschaft dringt keilförmig bis zum zweiten Ring vor. Wasserläufe und kleine Seen durchdringen alle Quartiere und thematisieren das "Wohnen am Wasser" in zahlreichen Varianten. Das öffentliche Verkehrssystem mit Light- Trains auf Straßenniveau funktioniert als Ringbahn mit angehängten Schleifen.
Wettbewerb: 2002 - 1. Preis
Entwurf: Meinhard von Gerkan
Partner: Nikolaus Goetze
Team Entwurf: Jessica Weber, Annika Schröder, Beate Quaschning, Christoph Böttinger, Wu Wei, Sigrid Müller, Eduard Kaiser, Hsu Hung-Wei, Richard Sprenger, Stephanie Heß, Christian Krüger, Hector Labin, Markus Carlsen
Hafenplanung: HPC Hamburg Port Consulting
Landschaftsarchitekten: Breimann & Bruun
Lichtplanung: Schlotfeldt Licht
Bauherr: Shanghai Harbour City Development (Group) Co., Ltd.
Fläche: 74 km²
Einwohner: 800.000
Bauzeit: 2003-2020
Shanghai ist ein wichtiges Wirtschaftszentrum und zugleich Verkehrsknotenpunkt innerhalb Chinas. Als historisch und kulturell bedeutende Stadt soll sich Shanghai zukünftig zu einer internationalen Wirtschafts-, Finanz- und Handelsmetropole weiterentwickeln. Die rasch zunehmende Einwohnerzahl Shanghais von heute fast 13 Millionen wird im Jahr 2020 bereits 16 Millionen betragen, darunter allein 13,6 Millionen städtische Bevölkerung. Das Stadtzentrum Shanghais wird im Jahr 2020 eine geschätzte Fläche von 600 km² und ca. 8 Millionen Einwohner haben.
Um das enorme Bevölkerungs- und Industriewachstum von Shanghai aufzunehmen, lobte das dortige Stadtplanungsamt einen internationalen Wettbewerb zur Planung einer neuen Hafenstadt in Zusammenhang mit dem internationalen Container- Tiefseehafen Yangshan aus. Der erste Preis des mehrstufigen Wettbewerbs ging an das Hamburger Architekturbüro gmp - von Gerkan, Marg und Partner.
Die neugeplante Satellitenstadt Lingang New City soll auf ca. 74 km² Platz für 800.000 Einwohner bieten und stellt neben Chandighar, Brasilia und Canberra die einzige Stadtneugründung dieser Größenordnung während der letzten hundert Jahre dar.
Städtebauliches Konzept
Unser Konzept von Lingang New City greift die Ideale der tradierten europäischen Stadt auf und verbindet sie mit einer "revolutionären" Idee: Den Mittelpunkt bildet - anstelle eines baulich verdichteten Stadtzentrums - ein kreisrunder See von 2,5 km Durchmesser und 8 km Seepromenade mit einem Badestrand a la Copa Cabana im Herzen der Stadt. Kulturbauten und Freizeitangebote sind auf Inseln situiert und per Schiff erreichbar.
Die Stadt Alexandria, als eines der sieben Weltwunder, stand Pate für den Entwurf; die Lebensqualität der Nähe zum Wasser bezieht sich auf Referenzen aus Hamburg.
Das Bild konzentrischer Wellen, die durch einen ins Wasser fallenden Tropfen gebildet werden, ist das metaphorische Leitbild der ganzen Stadtstruktur. Dieser Allegorie entsprechend gliedern sich die Nutzungsstrukturen in konzentrischen Ringen von Innen nach Außen um den zentralen Lake Dishui: von der Promenade über einen Businessdistrikt mit hoher Verdichtung, einen 500 Meter breiten, ringförmigen Stadtpark mit solitär eingelagerten öffentlichen Bauten bis hin zu den blockartigen Wohnquartieren für jeweils 13.000 Menschen.
Der Stadtring zwischen Seepromenade und Grüngürtel, der Businessdistrikt, bildet das Zentrum des städtischen Lebens. Hier befinden sich in Mischnutzung Büros, Geschäfte, Einkaufspassagen, Fußgängerzonen und verdichtetes Wohnen.
Die konzentrische Struktur wird von radialen Strahlen in Form von Straßen und Wegen nach dem Prinzip einer Windrose überlagert. Sie geben der Stadt ein klares Ordnungsprinzip und unterteilen die bebauten Ringe in einzelne Sektoren. Auf diese Weise entsteht ein ideales Erschließungsnetz, innerhalb dessen sich die Stadt auch über das geplante Maß hinaus erweitern kann. Die Landschaft dringt keilförmig bis zum zweiten Ring vor. Wasserläufe und kleine Seen durchdringen alle Quartiere und thematisieren das "Wohnen am Wasser" in zahlreichen Varianten. Das öffentliche Verkehrssystem mit Light- Trains auf Straßenniveau funktioniert als Ringbahn mit angehängten Schleifen.
Wettbewerb: 2002 - 1. Preis
Entwurf: Meinhard von Gerkan
Partner: Nikolaus Goetze
Team Entwurf: Jessica Weber, Annika Schröder, Beate Quaschning, Christoph Böttinger, Wu Wei, Sigrid Müller, Eduard Kaiser, Hsu Hung-Wei, Richard Sprenger, Stephanie Heß, Christian Krüger, Hector Labin, Markus Carlsen
Hafenplanung: HPC Hamburg Port Consulting
Landschaftsarchitekten: Breimann & Bruun
Lichtplanung: Schlotfeldt Licht
Bauherr: Shanghai Harbour City Development (Group) Co., Ltd.
Fläche: 74 km²
Einwohner: 800.000
Bauzeit: 2003-2020
Berlin Hauptbahnhof
Am Ort des historischen Lehrter Bahnhofs entsteht der größte Kreuzungsbahnhof Europas: Hier treffen sich eine West-Ost- und eine Nord- Süd-Strecke für den ICE-Verkehr; hinzu kommen S- und U-Bahn-Linien. Die Nord-Süd-Trasse verläuft 15 m unter der Erde in einem Tunnel, der Spree und Tiergarten unterquert; die West-Ost-Linie liegt in Höhenlage 10 m über Straßenniveau. Das zentrale Entwurfsprinzip des Lehrter Bahnhofs ist die markante Betonung des vorgegebenen Gleisverlaufs im städtebaulichen Raum. Große filigrane Glasdächer sowie zwei überbrückende Bürogebäude sollen dies mit architektonischen Mitteln umsetzen. Im zentralen Bereich des auf einem Gebäudesockel ruhenden Bahnhofskreuzes verfügen die Decken aller Ebenen über große Öffnungen, die dafür sorgen, dass Tageslicht bis auf die Bahnsteigebenen tief unter der Erde gelangt und eine gute räumliche Übersicht und klare Orientierung gewährleistet wird. Tonnengewölbe prägen die im Tunnel gelegene Bahnsteighalle des Fernbahnhofs. Die Stützen dieser "Gewölbetische" sind jeweils mittig auf den Bahnsteigen bzw. zwischen den Gleisen angeordnet. Die formale Charakteristik der Kreuzgewölbedecke in der Nord-Süd-Bahnsteighalle wird auch auf der darüber liegenden Ebene weitergeführt. Das 321 m lange Glasdach der Ost-West-Halle ist als Gitterschalennetz aus nahezu quadratischen, in der Größe variierenden Netzmaschen konstruiert, die durch Seile ausgekreuzt werden. Im Süden ist die Dachfläche mit Photovoltaik-Modulen belegt. Der Aufbau des Glasdaches begann zeitgleich östlich und westlich der Nord-Süd-Querung. Am 1. Februar 2002 war der erste Dachbinder aufgestellt, und jede Woche sollten zwei weitere Bögen folgen. Gearbeitet wurde rund um die Uhr in drei Schichten, da das Glasdach zum Termin der Gleisverschwenkung im Juni 2002 fertig sein musste. Um diesen Termin einhalten zu können, wurde das Dach auf Wunsch des Bauherrn um ca. 110 m verkürzt, woraufhin die Arbeiten bereits vor dem angestrebten Termin beendet werden konnten. Der Bahnhof wird in dieser Form ein Torso sein.
Wettbewerb: 1993 - 1. Rang
Entwurf: Meinhard von Gerkan und Jürgen Hillmer
Mitarbeiter Entwurf: Jens Kalkbrenner, Manfred Stanek
Projektleitung Fernbahn: Hans-Joachim Glahn, Klaus Hoyer
Projektleitung Glasdächer: Prisca Marschner
Projektleitung Bügelgebäude: Prisca Marschner, Susanne Winter
Bauherr: Deutsche Bahn AG
Bauzeit: 1996-2006
Wettbewerb: 1993 - 1. Rang
Entwurf: Meinhard von Gerkan und Jürgen Hillmer
Mitarbeiter Entwurf: Jens Kalkbrenner, Manfred Stanek
Projektleitung Fernbahn: Hans-Joachim Glahn, Klaus Hoyer
Projektleitung Glasdächer: Prisca Marschner
Projektleitung Bügelgebäude: Prisca Marschner, Susanne Winter
Bauherr: Deutsche Bahn AG
Bauzeit: 1996-2006
Cape Town Stadion, Südafrika
Das Bild Kapstadts wird auf einzigartige Weise durch das Zusammenspiel vom Tafelberg-Massiv und dem Signal Hill, einer sanft-hügeligen Landschaft und dem alles umgebenden Atlantischen Ozean geprägt.
Das Greenpoint Stadion liegt als Solitär eingebettet im Park des Greenpoint Common am Fuße des Signal Hill und ordnet sich respektvoll in das landschaftliche Ensemble ein.
Die äußere Hülle des Stadions ist als eine abstrakt linear gegliederte Membrankonstruktion entworfen. Seine einzigartige ondulierende Silhouette, die aus der Geometrie des Stadionkörpers resultiert, lässt das Stadion als skulpturales Objekt erscheinen und verstärkt die Einbindung in die vorhandene Landschaft.
Die leichte Membrankonstruktion besteht aus großflächigen konkaven Elementen, die eine einheitliche, der Ondulation folgende, fließende Fassade bilden. Das helle Glasfasergewebe unterstützt diese Wirkung, seine Farbigkeit erzeugt Tiefe und belebt. Die transluzente Oberfläche absorbiert und reflektiert die Lichtstimmungen des Tages; bei Sonnenuntergang schimmert das Stadion rötlich, blau an einem Sommertag und grau an einem stürmischen Wintertag.
Das für Fußball- und Rugbyspiele konzipierte Stadion bietet auf drei Rängen für ca. 68.000 Zuschauer Platz. Davon sind 1800 als Business-Sitze und 1500 als VIP- und Pressesitze geplant. Alle Plätze verfügen aufgrund ihrer Neigung über optimale Sichtverhältnisse.
Der Stadioninnenraum ist so gestaltet, dass sich die gesamte Aufmerksamkeit auf das Spielfeld richtet und eine dichte, spannungsvolle Atmosphäre erzeugt.
Die Dachkonstruktion ist eine Kombination aus einem Hängedach mit radialen Bindersystemen. Das ondulierende Dach wird mit Verbundsicherheitsglas eingedeckt und im Innenraum mit einer diaphanen Membranhaut verkleidet. Der Raum zwischen der Glaseindeckung und der Membran integriert technische Elemente wie Beschallung und Beleuchtung, bietet Wetterschutz und dient als Schall absorbierendes Volumen.
Das Stadion wird bei respektvoller Zurückhaltung zu einem markanten Bestandteil der Stadt. Es wertet die unmittelbare Umgebung des Greenpoint Common auf und wirkt als Impuls für weitere positive Entwicklungen der angrenzenden Stadtstruktur, des Quartiers und der gesamten städtischen Umgebung.
Gutachterverfahren: 2006 - 1. Preis
Entwurf: Volkwin Marg und Hubert Nienhoff mit Robert Hormes
Partner: Hubert Nienhoff
Projektleitung: Robert Hormes, Projektmanagement: Michèle Rüegg
Mitarbeiter Entwurf: Holger Betz, Christian Blank, Margret Böthig, Sophie Baumann, Martin Krebes
Mitarbeiter Ausführung: Christian Blank, Margret Böthig, Sophie Baumann, Lena Brögger, Martin Glass, Chris Hättasch, Patrick Hoffmann, Andrea Jobski, Martin Krebes
Bauherr: City of Cape Town, spv 2010
Arbeitsgemeinschaft mit: Louis Karol architects, Point architects, Kapstadt
Bauleitung: BKS (pty) ltd, engineering and management, Cape Town
Bauzeit: 2007-2009
Anzahl Ränge: 3
Sitzplätze: 68.000 auf 3 Rängen
Dach: Verbundsicherheitsglas / diaphane PVC Membranhaut / Fläche: 35.000qm
Das Greenpoint Stadion liegt als Solitär eingebettet im Park des Greenpoint Common am Fuße des Signal Hill und ordnet sich respektvoll in das landschaftliche Ensemble ein.
Die äußere Hülle des Stadions ist als eine abstrakt linear gegliederte Membrankonstruktion entworfen. Seine einzigartige ondulierende Silhouette, die aus der Geometrie des Stadionkörpers resultiert, lässt das Stadion als skulpturales Objekt erscheinen und verstärkt die Einbindung in die vorhandene Landschaft.
Die leichte Membrankonstruktion besteht aus großflächigen konkaven Elementen, die eine einheitliche, der Ondulation folgende, fließende Fassade bilden. Das helle Glasfasergewebe unterstützt diese Wirkung, seine Farbigkeit erzeugt Tiefe und belebt. Die transluzente Oberfläche absorbiert und reflektiert die Lichtstimmungen des Tages; bei Sonnenuntergang schimmert das Stadion rötlich, blau an einem Sommertag und grau an einem stürmischen Wintertag.
Das für Fußball- und Rugbyspiele konzipierte Stadion bietet auf drei Rängen für ca. 68.000 Zuschauer Platz. Davon sind 1800 als Business-Sitze und 1500 als VIP- und Pressesitze geplant. Alle Plätze verfügen aufgrund ihrer Neigung über optimale Sichtverhältnisse.
Der Stadioninnenraum ist so gestaltet, dass sich die gesamte Aufmerksamkeit auf das Spielfeld richtet und eine dichte, spannungsvolle Atmosphäre erzeugt.
Die Dachkonstruktion ist eine Kombination aus einem Hängedach mit radialen Bindersystemen. Das ondulierende Dach wird mit Verbundsicherheitsglas eingedeckt und im Innenraum mit einer diaphanen Membranhaut verkleidet. Der Raum zwischen der Glaseindeckung und der Membran integriert technische Elemente wie Beschallung und Beleuchtung, bietet Wetterschutz und dient als Schall absorbierendes Volumen.
Das Stadion wird bei respektvoller Zurückhaltung zu einem markanten Bestandteil der Stadt. Es wertet die unmittelbare Umgebung des Greenpoint Common auf und wirkt als Impuls für weitere positive Entwicklungen der angrenzenden Stadtstruktur, des Quartiers und der gesamten städtischen Umgebung.
Gutachterverfahren: 2006 - 1. Preis
Entwurf: Volkwin Marg und Hubert Nienhoff mit Robert Hormes
Partner: Hubert Nienhoff
Projektleitung: Robert Hormes, Projektmanagement: Michèle Rüegg
Mitarbeiter Entwurf: Holger Betz, Christian Blank, Margret Böthig, Sophie Baumann, Martin Krebes
Mitarbeiter Ausführung: Christian Blank, Margret Böthig, Sophie Baumann, Lena Brögger, Martin Glass, Chris Hättasch, Patrick Hoffmann, Andrea Jobski, Martin Krebes
Bauherr: City of Cape Town, spv 2010
Arbeitsgemeinschaft mit: Louis Karol architects, Point architects, Kapstadt
Bauleitung: BKS (pty) ltd, engineering and management, Cape Town
Bauzeit: 2007-2009
Anzahl Ränge: 3
Sitzplätze: 68.000 auf 3 Rängen
Dach: Verbundsicherheitsglas / diaphane PVC Membranhaut / Fläche: 35.000qm
Poly Plaza, Shanghai-Pudong, China
Das Poly Plaza liegt im Stadtbezirk Pudong am Ufer des Huang Pu und verlängert - vis-a-vis des Bund - die Skyline des CBD, Central Business District. Die spektakulären Blicke über den Fluss zum Nordbund sowie nach Westen auf die Wahrzeichen Pudongs und nach Osten auf die Yangpu-Brücke bestimmen die Form und Anordnung der Gebäude.
Die vier kleineren, verschieden hohen Gebäude im Vordergrund sind in die Tiefe des Grundstücks zurückgestaffelt und führen über eine großzügige Platzsituation zum Hochhaus. Somit erhält auch dies seine direkte Adresse am Wasser. Durch den Versatz und die abgewinkelte Form der Gebäude entstehen große Abstände für Gärten und Belichtung. Um auch vom hinteren Teil des Grundstücks aus eine Blickbeziehung über die vorhandene Flutschutzmauer zu garantieren, wurden die Poly Plaza als ansteigende Terrassen entwickelt.
Die Gebäude selbst bilden kristalline Formen aus, die auf einfachen geometrischen Prinzipien basieren. Die vier vorderen beinhalten Büroräume, das Hochhaus zusätzlich Service Apartments. Letzteres steht so zwischen den beiden Hochhäusern der benachbarten Grundstücke, dass es nach Süden ausgerichtet und eine spektakuläre Aussicht über den Fluss möglich ist. Es ist 143 Meter hoch und hat 30 Geschosse.
Klimaaktive Glasfassaden bewirken in hohem Maße eine Einsparung im Energieverbrauch für Kühlung und Heizung.
Wettbewerb: 2006 - 1. Preis
Entwurf: Meinhard von Gerkan mit Magdalene Weiß
Partner: Nikolaus Goetze, Wu Wei
Projektleiter: Alexander Schober, Hao Yan Li, Annika Schröder
Chinesisches Partnerbüro: ECADI Shanghai
Bauherr: Shanghai Poly Xin Real Estate Co., Ltd.
BGF: 65,000 m²
Bauzeit: 2007-2010
Die vier kleineren, verschieden hohen Gebäude im Vordergrund sind in die Tiefe des Grundstücks zurückgestaffelt und führen über eine großzügige Platzsituation zum Hochhaus. Somit erhält auch dies seine direkte Adresse am Wasser. Durch den Versatz und die abgewinkelte Form der Gebäude entstehen große Abstände für Gärten und Belichtung. Um auch vom hinteren Teil des Grundstücks aus eine Blickbeziehung über die vorhandene Flutschutzmauer zu garantieren, wurden die Poly Plaza als ansteigende Terrassen entwickelt.
Die Gebäude selbst bilden kristalline Formen aus, die auf einfachen geometrischen Prinzipien basieren. Die vier vorderen beinhalten Büroräume, das Hochhaus zusätzlich Service Apartments. Letzteres steht so zwischen den beiden Hochhäusern der benachbarten Grundstücke, dass es nach Süden ausgerichtet und eine spektakuläre Aussicht über den Fluss möglich ist. Es ist 143 Meter hoch und hat 30 Geschosse.
Klimaaktive Glasfassaden bewirken in hohem Maße eine Einsparung im Energieverbrauch für Kühlung und Heizung.
Wettbewerb: 2006 - 1. Preis
Entwurf: Meinhard von Gerkan mit Magdalene Weiß
Partner: Nikolaus Goetze, Wu Wei
Projektleiter: Alexander Schober, Hao Yan Li, Annika Schröder
Chinesisches Partnerbüro: ECADI Shanghai
Bauherr: Shanghai Poly Xin Real Estate Co., Ltd.
BGF: 65,000 m²
Bauzeit: 2007-2010
Grand Theater, Chongqing, China
Das Grand Theater liegt auf einer Landzunge oberhalb des Yangtse, vis-à-vis des Business District der Metropole Chongqing. Durch die Einzigartigkeit des Ortes, des Panoramablickes auf die imposante Skyline der Stadt in Verbindung mit der skulpturalen Architektur wird dieses Theater zu einem Wahrzeichen.
Eine steinerne Plattform bildet Die Basis für die gläserne Skulptur, Grund- und Aufriss folgen trotz scheinbar Willkürlicher Expressivität und maritimen Analogien streng den funktionalen Anforderungen.
Das Grand Theater ist kein Gebäude mit üblicher Fassade aus Wand- und Fensterflächen. Das von innen nach außen dringende Licht, die Reflexionen von Sonne, Wolken und Wasser auf den vielfältig geneigten und gebrochenen Glasflächen lassen den Baukörper in immer wieder neuen Lichtstimmungen erscheinen und erstrahlen. Wo immer Tageslicht in das Innere des Gebäudes dringt, ist die gläserne Hülle die Klimahaut, gewährt Einblick und Ausblick, verbindet das Innen mit dem Außen. Dort, wo das Innere verborgen bleiben soll, z. B. im Bereich der hohen Bühnentürme, bildet eine zweite massive Hülle den nötigen Schutz.
Beide Konzertsäle mit ihren zugeordneten Foyers liegen auf der Längsachse, gleichsam auf der Kiellinie eines Schiffes, und bilden so am Bug und Heck die Eingangsbereiche. Mittig, also mittschiffs, zu diesen beiden Eingangsbereichen liegt die Ausstellungshalle, die alle Foyerflächen des Theaters miteinander verbindet. Es können unabhängig alle denkbaren Aufführungen und Veranstaltungen zeitgleich durchgeführt werden.
Wettbewerb: 2004 - 1. Preis
Entwurf: Meinhard von Gerkan mit Klaus Lenz
Partner: Nikolaus Goetze
Projektleitung: Volkmar Sievers
Mitarbeiter Entwurf: Heiko Thiess, Monika van Vught, Robert Friedrichs, Matthias Ismael, Tobias Jortzick, Dominik Reh, Christian Dahle, Julia Gronbach
Mitarbeiter Ausführung: Knut Maass, Huan Zhu, Kerstin Steinfatt, Jan Stolte, Nils Dethlefs
Bauherr: Chongqing Urban Construction Invest-ment
Bauzeit: 2005-2009
BGF: 100.000 m²
Eine steinerne Plattform bildet Die Basis für die gläserne Skulptur, Grund- und Aufriss folgen trotz scheinbar Willkürlicher Expressivität und maritimen Analogien streng den funktionalen Anforderungen.
Das Grand Theater ist kein Gebäude mit üblicher Fassade aus Wand- und Fensterflächen. Das von innen nach außen dringende Licht, die Reflexionen von Sonne, Wolken und Wasser auf den vielfältig geneigten und gebrochenen Glasflächen lassen den Baukörper in immer wieder neuen Lichtstimmungen erscheinen und erstrahlen. Wo immer Tageslicht in das Innere des Gebäudes dringt, ist die gläserne Hülle die Klimahaut, gewährt Einblick und Ausblick, verbindet das Innen mit dem Außen. Dort, wo das Innere verborgen bleiben soll, z. B. im Bereich der hohen Bühnentürme, bildet eine zweite massive Hülle den nötigen Schutz.
Beide Konzertsäle mit ihren zugeordneten Foyers liegen auf der Längsachse, gleichsam auf der Kiellinie eines Schiffes, und bilden so am Bug und Heck die Eingangsbereiche. Mittig, also mittschiffs, zu diesen beiden Eingangsbereichen liegt die Ausstellungshalle, die alle Foyerflächen des Theaters miteinander verbindet. Es können unabhängig alle denkbaren Aufführungen und Veranstaltungen zeitgleich durchgeführt werden.
Wettbewerb: 2004 - 1. Preis
Entwurf: Meinhard von Gerkan mit Klaus Lenz
Partner: Nikolaus Goetze
Projektleitung: Volkmar Sievers
Mitarbeiter Entwurf: Heiko Thiess, Monika van Vught, Robert Friedrichs, Matthias Ismael, Tobias Jortzick, Dominik Reh, Christian Dahle, Julia Gronbach
Mitarbeiter Ausführung: Knut Maass, Huan Zhu, Kerstin Steinfatt, Jan Stolte, Nils Dethlefs
Bauherr: Chongqing Urban Construction Invest-ment
Bauzeit: 2005-2009
BGF: 100.000 m²
Villa Guna, Lettland
Das Konzept
Gleich neben dem im Jahr 2001 nach den Plänen von Meinhard von Gerkan fertiggestellten Apartmenthaus am Rigaer Ostseestrand erwarben die Bauherren - Guna Eglite und Leons Jakrins - ein weiteres Grundstück. Ganz nach den Wünschen von "the very good lady" Guna sollte auf diesem, dicht mit Kiefern bewachsenen, schmalen Grundstück ein weiteres Haus gebaut werden.
Bei dem Entwurf stand nicht die eigentliche Funktionalität einer Villa im Vordergrund, sondern vielmehr das räumliche Erlebnis, hervorgerufen durch die Zwiesprache mit der umgebenden Natur und dem Ausblick über die Dünenlandschaft hinweg zum Strand von Riga.
Die Organisation
Die Villa Guna öffnet sich als U-förmiger Gebäudekörper nach Süden. Der Besucher betritt das Wohnhaus wettergeschützt unter einer Auskragung im Westteil. Dieser westliche Teil des Wohnhauses ist repräsentatives Entree und nimmt in seinen Obergeschossen Schlafräume inklusive Bade- und Ankleidezimmern für die Hausherrin und ihre Gäste auf. Im Ostteil des Hauses befinden sich die Wohnräume.
Das Gebäude ist als Split-Level Haus organisiert. Das heißt, die Ebenen sind um ein halbes Geschoss gegeneinander versetzt. Dadurch wird eine mehrläufige Rampe zum zentralen Element des Gebäudes. Sie nimmt die Mitte ein, verbindet und ist dabei Teil des Wohnerlebnisses. Angrenzende Funktionen wie die Bibliothek des Hauses öffnen sich zur Mitte und lassen Einblicke zu. Gleichzeitig kann der Besucher ständig wechselnde Ausblicke in die Natur genießen. Dabei wird die Erschließung - die Rampe - wird zum Erlebnis.
Der Wohnraum
Eine großflächige Fensterfront öffnet den Wohnraum zu einer vorgelagerten Terrasse nach Südwesten. Der Kamin als Mittelpunkt im Wohnraum ist bereits von außen als vertikales Element ablesbar. Die Bewohner haben durch die Positionierung des Kamins immer auch einen Bezug nach draußen.
Ein Luftraum verbindet den zweigeschossigen Wohnbereich. Eine schmale Treppe aus einfachen, in die Wand eingelassenen Holzstufen verbindet die beiden Wohnebenen auf kurzem Wege. Auf beiden Ebenen zieht der elegante Schwung der Galeriebrüstung die Blicke auf sich. Auf der zweiten Ebene ist der S-förmige Schwung der Brüstung als einfache Skulptur herausgearbeitet.
Der Galeriebereich bietet Rückzugsmöglichkeiten; mit einem eigenen Kamin ausgestattet bietet sich den Nutzern der gleiche, grandiose Blick in den Wald von Jurmala.
Der Turm
Neben vielfältigen Terrassen und Austritten lässt eine Besonderheit der Villa Guna die Natur seinen Nutzern besonders nahe kommen. Eine Plattform in der Nordwestecke des Gebäudes erhebt sich 15m über den Waldboden. Das Skulpturale des Gebäudekörpers findet seine Vervollkommnung hier in diesem Aussichtsturm. Mitten in den Wipfeln der Bäume, das Meer hinter den Baumkronen erahnend, ist die Plattform vielleicht der kontemplativste Ort des Wohnhauses.
Entwurf: Meinhard von Gerkan, 2003
Mitarbeiter: Hinrich Müller
Ausführung: Firma Vincents, Riga
BGF: 410 m²
Bauzeit: 2006-2007
Gleich neben dem im Jahr 2001 nach den Plänen von Meinhard von Gerkan fertiggestellten Apartmenthaus am Rigaer Ostseestrand erwarben die Bauherren - Guna Eglite und Leons Jakrins - ein weiteres Grundstück. Ganz nach den Wünschen von "the very good lady" Guna sollte auf diesem, dicht mit Kiefern bewachsenen, schmalen Grundstück ein weiteres Haus gebaut werden.
Bei dem Entwurf stand nicht die eigentliche Funktionalität einer Villa im Vordergrund, sondern vielmehr das räumliche Erlebnis, hervorgerufen durch die Zwiesprache mit der umgebenden Natur und dem Ausblick über die Dünenlandschaft hinweg zum Strand von Riga.
Die Organisation
Die Villa Guna öffnet sich als U-förmiger Gebäudekörper nach Süden. Der Besucher betritt das Wohnhaus wettergeschützt unter einer Auskragung im Westteil. Dieser westliche Teil des Wohnhauses ist repräsentatives Entree und nimmt in seinen Obergeschossen Schlafräume inklusive Bade- und Ankleidezimmern für die Hausherrin und ihre Gäste auf. Im Ostteil des Hauses befinden sich die Wohnräume.
Das Gebäude ist als Split-Level Haus organisiert. Das heißt, die Ebenen sind um ein halbes Geschoss gegeneinander versetzt. Dadurch wird eine mehrläufige Rampe zum zentralen Element des Gebäudes. Sie nimmt die Mitte ein, verbindet und ist dabei Teil des Wohnerlebnisses. Angrenzende Funktionen wie die Bibliothek des Hauses öffnen sich zur Mitte und lassen Einblicke zu. Gleichzeitig kann der Besucher ständig wechselnde Ausblicke in die Natur genießen. Dabei wird die Erschließung - die Rampe - wird zum Erlebnis.
Der Wohnraum
Eine großflächige Fensterfront öffnet den Wohnraum zu einer vorgelagerten Terrasse nach Südwesten. Der Kamin als Mittelpunkt im Wohnraum ist bereits von außen als vertikales Element ablesbar. Die Bewohner haben durch die Positionierung des Kamins immer auch einen Bezug nach draußen.
Ein Luftraum verbindet den zweigeschossigen Wohnbereich. Eine schmale Treppe aus einfachen, in die Wand eingelassenen Holzstufen verbindet die beiden Wohnebenen auf kurzem Wege. Auf beiden Ebenen zieht der elegante Schwung der Galeriebrüstung die Blicke auf sich. Auf der zweiten Ebene ist der S-förmige Schwung der Brüstung als einfache Skulptur herausgearbeitet.
Der Galeriebereich bietet Rückzugsmöglichkeiten; mit einem eigenen Kamin ausgestattet bietet sich den Nutzern der gleiche, grandiose Blick in den Wald von Jurmala.
Der Turm
Neben vielfältigen Terrassen und Austritten lässt eine Besonderheit der Villa Guna die Natur seinen Nutzern besonders nahe kommen. Eine Plattform in der Nordwestecke des Gebäudes erhebt sich 15m über den Waldboden. Das Skulpturale des Gebäudekörpers findet seine Vervollkommnung hier in diesem Aussichtsturm. Mitten in den Wipfeln der Bäume, das Meer hinter den Baumkronen erahnend, ist die Plattform vielleicht der kontemplativste Ort des Wohnhauses.
Entwurf: Meinhard von Gerkan, 2003
Mitarbeiter: Hinrich Müller
Ausführung: Firma Vincents, Riga
BGF: 410 m²
Bauzeit: 2006-2007
Qingdao Grand Theater, China
Das neue Opernhaus für die ostchinesische Millionenmetropole Qingdao wurde am 28.10.10 eröffnet. Der Entwurf der Architekten Meinhard von Gerkan und Stephan Schütz mit Nicolas Pomränke setzte sich 2004 in einem Wettbewerb gegen elf internationale Büros durch und wurde in knapp fünf Jahren realisiert. Das Qingdao Grand Theater von gmp bietet ein Opernhaus für bis zu 1.600 Besucher, eine Konzerthalle mit 1.200 und eine Multifunktionshalle mit 400 Sitzplätzen. Dazu kommen ein Museum und ein Hotel.
Bei der Eröffnungsfeier des Kulturkomplexes waren lokale und nationale Repräsentanten zugegen. Für das Architekturbüro gmp ist die Oper in Qingdao - nach der Oper Chongqing, die im Jahr 2009 fertig gestellt wurde - das zweite Bauwerk dieser Art, das es in China ausführen konnte.
Qingdao Grand Theater liegt im Osten der Stadt direkt zwischen einer Bucht am Gelben Meer und dem über 1000 Meter hohen Laoshangebirge. Aufgrund der einzigartigen Lage des Massivs direkt am Meer sind die Berge des Laoshan oftmals in Wolken gehüllt, was eine besondere Atmosphäre erzeugt. Die Formensprache des Gebäudes greift die reizvolle Landschaft auf: Das Massive der Berge und die Leichtigkeit der Wolken bestimmen das Erscheinungsbild der Oper. Wie ein Gebirge erhebt sie sich aus der Landschaft - und ein wolkengleiches, scheinbar schwebendes Dach umhüllt die vier Baukörper. Die angehobenen Terrassen im umgebenden Park erinnern an ein Gebirgsplateau und orientieren sich sowohl zum Meer als auch zu den Bergen hin.
Das eigentliche Opernhaus liegt im nördlichen Teil des Gebäudekomplexes und bietet direkte Blickbeziehungen zur Küste. Das Publikum kann den Saal über zwei Geschosse betreten. Zum einen über den unteren Bereich, der große Garderoben und Zugänge zu den unteren Rängen bietet, zum anderen über das darüber gelegene Hauptfoyer mit großzügigen Glasfassaden und Blick auf die Terrasse, den Park und das Gelbe Meer. Wände und Boden des Foyers sind mit lokalem Naturstein verkleidet, der den gebirgsartigen Charakter des Gebäudes betont.
Die Bühnen- und Backstagebereiche erfüllen in punkto Ausstattung höchste internationale Standards. Sie sind derart flexibel konzipiert, dass verschieden große und verschiedenartige Veranstaltungen aufgeführt werden können, seien es Opern, Musicals, Ballette oder akrobatische Vorstellungen. Die Ränge und die beiden Balkone bieten für alle Zuschauer beste Sichtmöglichkeiten.
Die Konzert- und Multifunktionshalle sind kombiniert in einem Baukörper untergebracht. Um zwei Veranstaltungen gleichzeitig und unabhängig voneinander veranstalten zu können, wurden ihre Funktionen klar voneinander getrennt. Das Foyer der Konzerthalle liegt im oberen Geschoss, von wo aus die Besucher nicht nur den Konzertsaal betreten, sondern auch die Garderoben und einen Teil des gastronomischen Angebots vorfinden. Der Zuschauerraum entspricht in Ausstattung und Akustik internationalen Standards. Die halbrunde Bühne erlaubt
zwischen dem Dirigenten, seinem Orchester und dem Chor hervorragende Blickbeziehungen. Die Multifunktionshalle wird über breite Treppen im unteren Geschoss betreten. Konferenzen, Feste oder Ausstellungen - die Halle bietet Möglichkeiten für verschiedene Veranstaltungen.
Internationaler Wettbewerb: 2004 - 1. Preis
Entwurf: Meinhard von Gerkan und Stephan Schütz mit Nicolas Pomränke
Mitarbeiter: Clemens Kampermann, Li Ling, Annette Löber, Lin Wei, Thomas Krämer, Johannes Erdmann, Kian Lian, Gerd Meyer, Helga Reimund, Chongsong Dong, Xin Meng, Jochen Sültrup, Sophie v. Mansberg
Bauherr: Qingdao Conson Industrial Corporation
Bauzeit: 2005-2010
BGF: insgesamt 60.000 qm
Opernhaus: 1.600 Sitzplätze
Konzert- und Multifunktionshalle: 1.200 Sitzplätze
Multifunktionssaal: 400 Sitzplätze
Bei der Eröffnungsfeier des Kulturkomplexes waren lokale und nationale Repräsentanten zugegen. Für das Architekturbüro gmp ist die Oper in Qingdao - nach der Oper Chongqing, die im Jahr 2009 fertig gestellt wurde - das zweite Bauwerk dieser Art, das es in China ausführen konnte.
Qingdao Grand Theater liegt im Osten der Stadt direkt zwischen einer Bucht am Gelben Meer und dem über 1000 Meter hohen Laoshangebirge. Aufgrund der einzigartigen Lage des Massivs direkt am Meer sind die Berge des Laoshan oftmals in Wolken gehüllt, was eine besondere Atmosphäre erzeugt. Die Formensprache des Gebäudes greift die reizvolle Landschaft auf: Das Massive der Berge und die Leichtigkeit der Wolken bestimmen das Erscheinungsbild der Oper. Wie ein Gebirge erhebt sie sich aus der Landschaft - und ein wolkengleiches, scheinbar schwebendes Dach umhüllt die vier Baukörper. Die angehobenen Terrassen im umgebenden Park erinnern an ein Gebirgsplateau und orientieren sich sowohl zum Meer als auch zu den Bergen hin.
Das eigentliche Opernhaus liegt im nördlichen Teil des Gebäudekomplexes und bietet direkte Blickbeziehungen zur Küste. Das Publikum kann den Saal über zwei Geschosse betreten. Zum einen über den unteren Bereich, der große Garderoben und Zugänge zu den unteren Rängen bietet, zum anderen über das darüber gelegene Hauptfoyer mit großzügigen Glasfassaden und Blick auf die Terrasse, den Park und das Gelbe Meer. Wände und Boden des Foyers sind mit lokalem Naturstein verkleidet, der den gebirgsartigen Charakter des Gebäudes betont.
Die Bühnen- und Backstagebereiche erfüllen in punkto Ausstattung höchste internationale Standards. Sie sind derart flexibel konzipiert, dass verschieden große und verschiedenartige Veranstaltungen aufgeführt werden können, seien es Opern, Musicals, Ballette oder akrobatische Vorstellungen. Die Ränge und die beiden Balkone bieten für alle Zuschauer beste Sichtmöglichkeiten.
Die Konzert- und Multifunktionshalle sind kombiniert in einem Baukörper untergebracht. Um zwei Veranstaltungen gleichzeitig und unabhängig voneinander veranstalten zu können, wurden ihre Funktionen klar voneinander getrennt. Das Foyer der Konzerthalle liegt im oberen Geschoss, von wo aus die Besucher nicht nur den Konzertsaal betreten, sondern auch die Garderoben und einen Teil des gastronomischen Angebots vorfinden. Der Zuschauerraum entspricht in Ausstattung und Akustik internationalen Standards. Die halbrunde Bühne erlaubt
zwischen dem Dirigenten, seinem Orchester und dem Chor hervorragende Blickbeziehungen. Die Multifunktionshalle wird über breite Treppen im unteren Geschoss betreten. Konferenzen, Feste oder Ausstellungen - die Halle bietet Möglichkeiten für verschiedene Veranstaltungen.
Internationaler Wettbewerb: 2004 - 1. Preis
Entwurf: Meinhard von Gerkan und Stephan Schütz mit Nicolas Pomränke
Mitarbeiter: Clemens Kampermann, Li Ling, Annette Löber, Lin Wei, Thomas Krämer, Johannes Erdmann, Kian Lian, Gerd Meyer, Helga Reimund, Chongsong Dong, Xin Meng, Jochen Sültrup, Sophie v. Mansberg
Bauherr: Qingdao Conson Industrial Corporation
Bauzeit: 2005-2010
BGF: insgesamt 60.000 qm
Opernhaus: 1.600 Sitzplätze
Konzert- und Multifunktionshalle: 1.200 Sitzplätze
Multifunktionssaal: 400 Sitzplätze
