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PaasdorfPlatzgestaltung für die Kulturlandschaft Paasdorf im Rahmen von Public art Niederösterreich
Realisierung, juriertes Auswahlverfahren
Ort:
2130 Paasdorf / Mistelbach (AT)
Planung&Bauleitung:
feld72 architekten zt GmbH – Wien/Bozen
Projektpartner:
Statik: Bollinger Grohmann schneider ZT GmbH
Austraggeber:
Gemeinde Paasdorf, public art Niederösterreich
Fertigstellung:
2008
Nettogeschoßfläche NGF:
1.059m2
Fotograf:
Hertha Hurnaus
Would you choose between parking and public space?
Paasdorf ist ein kleines Straßendorf in Niederösterreich. Aufgabe für feld72 war es, das nunmehr über 10 Jahre gewachsene und weit über die Grenzen Österreichs bekannte Kunstprojekt „Kulturlandschaft Paasdorf“ durch ein Zeichen am neu zu gestaltenden Dorfplatz zu verorten.
Der Entwurf versucht die beiden prägenden Komponenten Alltag (Bevölkerung) und Aufmerksamkeit (Besucher) synergetisch zusammen zu führen. Je nach Bedarf, welcher im Laufe eines Tages wie auch saisonal stark schwankt, ändert der Patz sein Erscheinungsbild abhängig von seiner Benutzung. Dorfplatz und Parkplatz werden nicht in monofunktionale Zonen getrennt, sondern zu einem vielschichtig lesbaren und benutzbaren Ganzen ineinander verschmolzen. Beinahe jeder Parkplatz ist in seinem Zustand des Nicht-Benutzt-Werdens etwas anderes – sei es eine Holzterrasse, ein flaches Wasserbecken, ein Spielfeld, eine Sitzgelegenheit, eine urbane Topographie…
Als Landmark und Informationskompass fungiert die Bushaltestelle, der Wolkon. Sie funktioniert als bespielbare „Bühne“, sowohl im Alltag wie auch zu besondern Festtagen. Das begehbare Dach wird zu Aufenthaltsraum, DJ-Kanzel, Speaker´s corner, Open-Air-Galerie,…
Der Grad an Öffentlichkeit dieses Dorfplatzes liegt jederzeit in der Verantwortung seiner Benutzer.
Winecenter Kaltern Weinverkauf, Bar, Lounge, Degustation
Realisierung, geladener Wettbewerb, 1. Preis
Ort:
39052 Kaltern / Caldaro, IT
Planung&Bauleitung:
feld72 architekten zt GmbH - Wien/Bozen
Projektpartner:
Statik: Obrist&Partner Kaltern
Projektmanagment: Bauconsulting GmbH
Austraggeber:
Kellerei Kaltern
Fertigstellung:
2006
Nettogeschoßfläche NGF:
1.100m2
Fotograf:
Hertha Hurnaus
Can you replace a place?
An der Weinstrasse Südtirols wurde für die Kellereigenossenschaft Kaltern eine neue Verkaufstelle errichtet, die auf die mobile Wahrnehmung des 21. Jahrhunderts und die lokale Identität gleichermaßen Rücksicht nimmt.
Die Höhenentwicklung des monolithischen Körpers vermittelt zwischen dem hohen Hauptgebäude des Altbestandes aus dem Jahre 1911 und den niederen Zubauten aus den vergangenen Jahrzehnten, und schafft durch seinen L-förmigen Grundriss einen intimen Innenhof. Die Haut aus eingefärbten glasfaserverstärkten Betonplatten zieht sich über die Außenwände und Dachflächen und betont mit den bündigen Fensterflächen den monolithischen Charakter des Gebäudes.
Die Spannung entsteht zwischen der Wahrnehmung der einheitlichen Hülle und dem von ihr umschlossenen einzigen großen Innenraum, in welchem sich eine skulpturale Terrassenlandschaft entfaltet, die allein durch ihre Höhenentwicklung eine komplexe Abfolge von Atmosphären und Raumeindrücken schafft. Es entsteht ein interner Weinparcours mit fließenden Übergängen zwischen den verschiedenen Ebenen der Begegnung mit dem Produkt Wein:
Von der Verkaufsebene im Erdgeschoss führt der Weg über das tiefer gelegene Halbgeschoss mit dem speziellen Weinangebot hinauf zur Dorfbar mit Sitzstufen und einer Neuinterpretation des hiesigen Erkers; danach weiter in die über dem Verkaufsbereich schwebende Lounge bis hin zum speziellen Degustationsraum als Höhe- und Endpunkt der räumlichen Abwicklung. Die skulpturale Deckenlandschaft ist aus Sichtbeton, Akazienparkett und Glas ausgeführt und wird zur starken Figur vor dem zurückhaltenden weißen Grund der Hülle, die somit auch den natürlichen Farben des Weines den nötigen Rahmen geben kann.
Die mit der Architektur in Dialog tretenden Möbel aus Akazienholz wurden speziell für das Winecenter entwickelt.
In Zusammenarbeit mit dem Künstler Josef Rainer wurde ein Themenmöbel gestaltet. Die Künstlerin Andrea Varesco hat eine Serie von Arbeiten für den Raum entwickelt.
Kindergarten Terenten - 3 Sektionen
Realisierung
Ort:
39030 Terenten (I)
Planung&Bauleitung:
feld72 architekten zt GmbH – Wien/Bozen
Projektpartner:
Statik: Obrist&Partner Kaltern
Haustechnik: energytech gmbh, Bozen
Bauzeit:
12 Monate
Nettogeschoßfläche NGF:
1045m2
Fotograf:
Hertha Hurnaus
Kontext – urbanistische Einbindung
Ziel war es den Kindergarten so aus dem Ort heraus zu entwickeln, dass er sich einfügt ohne dabei an Eigenständigkeit zu verlieren. Dem Ort eine Bedeutung geben, Identität schaffen, ohne zu starke Kontraste zu schaffen – das Besondere im Gewöhnlichen - das waren die Grundgedanken für die urbanistische Einbindung.
Der neue Kindergarten befindet sich in der Zone für öffentliche Einrichtungen (Unterricht - Sportzone) auf dem ehemaligen Minigolfplatz in Terenten und setzt somit die Bebauung entlang der Fußgängerzone fort. Mit dem Gemeindehaus, der Turnhalle und der benachbarten Grundschule soll ein gewachsenes Ensemble entstehen.
Bauliche Setzung
Der Kindergarten nimmt die Geländekante östlich der Grundschule in Form eines Sockelgeschosses auf. Die Bebauung der Geländekante erlaubt einerseits, das geforderte Bauvolumen nur zur Hälfte sichtbar zu machen, andererseits entsteht ein neuer öffentlicher Raum zwischen Grundschule und Kiga. Die Grundschule wird an der Ostseite freigespielt, je nach Bedarf kann der Platz als Pausenhof oder als Festplatz genutzt werden.
Das Erdgeschoss auf Niveau der Fußgängerzone gliedert sich in drei „Häuser“, die untereinander leicht verschoben sind. Ausserdem reagieren sie unterschiedlich hoch auf den baulichen Kontext und sind über verglaste, lichtdurchflutete Zwischenzonen miteinander verbunden.
Alle Gruppenräume sind nach Süden orientiert, während die Bewegungsräume nach Norden an der Fussgängerzone oder nach Westen im Sockelgeschoß orientiert sind.
Die differenzierten Baukörper nehmen in ihrer Maßstäblichkeit und in ihrem Bezug zum Kontext der bestehenden Grundschule Rücksicht auf die Wahrnehmung und Identität des Kindes. Die unterschiedlichen Häuser schaffen Orientierung und ein klares Erkennen der räumlich-sozialen Organsation. Kinder fühlen sich einem Haus zugehörig.
Erschließung
Der Kindergarten wird fußläufig von der „Fußgängerzone“ über einen Vorbereich auf Niveau (+3.84m=1.223,8m) erschlossen. Im Eingangsgeschoss befinden sich zwei Gruppenräume, die dazugehörigen Nasszellen und Garderoben, sowie der Personalbereich mit zwei Büros und einem Mehrzweckbereich mit einer „Elternecke“.
Der Eingangsbereich liegt förmlich zwischen zwei Häusern. Der lichtdurchflutete Garderobenbereich, welcher auch als Ausweichraum dient, führt wie eine kleine Gasse durch diese hindurch. Mit zahlreichen Öffnungen ist er mit dem Dorfleben in Verbindung, und wird so zur Fortsetzung des Öffentlichen im Kindergarten.
Über eine einläufige Treppe bzw. einen Aufzug gelangt man ins Untergeschoss, wo sich ein Bewegungs/Ruheraum, Mehrzweckraum, Lernküche und im Süden ein dritter Gruppenraum befinden. Obwohl das Sockelgeschoß nur im Westen und Süden aus dem Hang ragt, dringt über zwei Oberlichten viel Tageslicht in den Garderobenbereich und in den Gruppenraum.
Gruppenräume
Unser Ziel war es eine differenzierte Raumstruktur zu schaffen, Möglichkeitsräume also, welche die Eigenaktivität, die Orientierung, die Kommunikation, aber auch das soziales Zusammenleben und ästhetisches Empfinden der Kinder fördern. Räume, die in ihrer Gestaltung möglichst flexibel bleiben, trotzdem aber Bühne und Rückzugsorte für Kinder bieten.
Die Gruppenräume im Erdgeschoß erstrecken sich auf zwei Ebenen: Brücken, Galerien, Lufträume bieten für die Kinder verschiedensten räumliche Erfahrungen und Blickbeziehungen.
Die in Lärche verkleideten Galerien sitzen wie Vogelnester in der Sichtbetonstruktur – der gemeinsame Bewegungsraum wird über zwei Brücken erschlossen. Zahlreiche Aus- und Einblicke auf unterschiedlichen Höhen lassen die Berglandschaft tief ins Innere fallen.
Der Gruppenraum im Sockelgeschoss ist mit knapp 80m2 der größte und in der Gestaltung reduziert gehalten. Eine Raumhälfte öffnet sich konisch nach oben, unaufdringlich fällt Licht über das große Oberlicht ein. Die andere Raumhälfte öffnet sich auf zwei Seiten Richtung Garten und inszeniert die Landschaft.
Jedem Gruppenraum ist eine Holzterrasse vorgelagert, über welche die Kinder in den Garten gelangen.
Der zentrale Mehrzweckraum liegt im Sockelgeschoss und kann über die großen Schiebetürelemente mit dem Vorplatz – dem neuen Zwischenraum verbunden werden.
Ein begehbares Trennmöbel bietet genug Stauraum für die unterschiedlichen Aktivitäten, ist aber gleichzeitig auch eine begehbare Skulptur für die Kinder: Sitznischen, eine Sprossenwand, eine ausklappbare Rutsche sind die Stationen des innenliegenden Parcours.
Personal- und Nebenräume
Die Personal- und Aufenthaltsräume liegen in einem der drei „Häuser“ direkt neben dem Eingang. Die Küche liegt im Sockelgeschoss, die Anlieferung erfolgt über dem Vorplatz.
Freiraum
Der Kindergarten setzt die natürliche Hanglage fort und wird selbst zum Hybrid aus Gebautem und Landschaft: Innen- und Aussenraum gehen fliessend ineinander über, das Dach wird zum begrünten Freibereich der Räume im Obergeschoss. Dieser Naturraum fliesst wie selbstverständlich weiter und geht in den Spielplatz über.
Durch den unmittelbar angrenzenden Spiel – und Freizeitpark, den naheliegenden Wäldern und WIesen steht den Kindern ein aussergewöhnlich vielfältiges Angebot an Freiräumen zur Verfügung.
Materialität
Die Materialwahl entwickelt sich aus dem Leitgedanken des Entwurfes, das Besondere im Gewöhnlichen zu bauen. So werden Elemente aus dem Fundus der Tradition in einer zeitgemässen Art und Weise interpretiert und zu einer neuen Qualität gebracht: das neue Gebäude führt somit tradierte, erhaltenswerte Muster fort und verknüpft sie mit neuen Phänomenen einer globalen Moderne.
Grundsätzlich sind alle Aussenmauern in zweischaligen weissen Sichtbeton mit Bretterschalung ausgeführt. Die Dächer wurden mit handgespaltenen Lärchenschindeln eingedeckt. Das Sockelgeschoß wurde teilweise mit einer vertikalen Lärchenschalung verkleidet und fasst somit die großen Fensteröffnungen zusammen.
Innen setzt sich der Sichtbeton im Eingangsbereich fort und schafft damit klare erkennbare Körper. Das Galeriegeschoss ist gänzlich in Holz gehalten
Energiekonzept
Der Neubau erreicht durch die kompakte Konstruktion, die optimalen Dämmung und die gute Materialwahl, sowie durch den Einsatz einer Hygienelüftung mit hohem Wärmerückgewinnungsgrad, eine KlimaHaus A Einstufung. Die Beheizung des Gebäudes erfolgt ausgehend von einem Anschluss an die Fernheizzentrale, welche mit Holzhckgut und somit einem erneuerbaren Energieträger betrieben wird. Im Gebäude selbst ist eine Bodenheizung installiert die für angenehme Strahlungswärme und für Kinder idealen Raumkomfort sorgt. Für eine gute Luftqualität sorgt eine mechanische Lüftungsanlage die auf den hygienischen Anforderungen ausgelegt ist und die dank einer hohen Wärmerückgewinnung auch beträchtlich für eine Senkung des Energieverbrauches beiträgt. Die Beleuchtung und Temperaturregeleung der einzelnen Räume und Bereiche, sowie die Verschattung der Verglasungen ist von einem Bussystem gesteuert das ebenfalls für einen optimalen Komfort und zur Energieeinsparung dient.
15/32
Projekttyp:
Realisierung, geladener künstlerischer Wettbewerb – 1. Preis
Ort:
Prinz Eugen Straße 20-22, 1040 Wien (AT)
Planung&Bauleitung:
feld72 architekten zt GmbH – Wien/Bozen
Projektpartner:
Lichtplanung: Christian Ploderer
Austraggeber:
Arbeiterkammer Wien
Fertigstellung:
2008
Nettogeschoßfläche NGF:
1.400m2
Fotograf:
Hertha Hurnaus
A stair is just a stair?
Treppenlandschaft
Der Vorplatz der Arbeiterkammer ist dominiert durch die zum Haupeingang führende Treppe, die diesen Raum in 2 getrennte Bereiche teilt.
Diese Treppe wird als der urbanste Baustein in der Platzgestaltung begriffen und transformiert. Aus einem Hierarchie und Autorität evozierenden architektonischen Element wird ein neuer Landmark. Er steht für eine „offene“ Institution. Die nunmehr miteinander verschmolzenen Bereiche schaffen eine Zone des Aufenthalts, der Begehung und der Begegnung. Sämtliche funktionalen Anforderungen wie die behindertengerechten Rampen und die Haltestelle werden als selbstverständliche Elemente in die Treppenlandschaft aus Treppenberg und versinkender Treppe integriert. Durch die „Überhöhung“ seiner Eigenschaften wird ein mehrdeutiges Element geschaffen, welches die vormalige Monofunktionalität unterläuft und Mehrfachnutzung erlaubt. Eine Treppe ist eine Treppe ist eine Treppe?
„Der Raum ist kein Gegenstand, er ist eine soziale Form“ Henri Lefebvre
Million Donkey Hotel
Projekttyp:
Realisierung
Ort:
81010 Prata Sannita, Regionalpark des Matese bei Neapel, IT
Planung&Bauleitung:
feld72 architekten zt GmbH – Wien/Bozen
Austraggeber:
paesesaggio workgroup - Region Kampanien
Fertigstellung:
2006
Nettogeschoßfläche NGF:
300m2
Fotograf:
Hertha Hurnaus
URL:
www.milliondonkeyhotel.net
Can you build a hotel in 24 days?
Im August 2005 wurde das Team von feld72 von der „Paesesaggio Workgroup“ eingeladen, im Regionalpark des Matese bei Neapel durch ein partizipatives Kunstprojekt mit der ansässigen Bevölkerung die Fragen von Identität, Territorium, Sozialraum und Landschaft zu thematisieren. Bedingung war einen Monat vor Ort zu leben und all die verwendeten Materialien aus den Dörfern vor Ort zu beziehen, um die Mikroökonomie der Gegend zu stimulieren.
Prata Sannita ist ein zweigeteiltes Dorf, bestehend aus einem mittelalterlichen „borgo“, dem sogenannten Prata Inferiore , welches im Laufe des letzten Jahrhunderts durch Migrationsbewegungen stark in Mitleidenschaft gezogen wurde und einem neueren Teil, dem Prata Superiore.
Prata Sannita wird in seiner Gesamtheit als großes, verstreutes Hotel gesehen, welches noch Zimmer frei hat: die nunmehr verlassenen Räume. Diese werden nicht nur als Erinnerungsträger, sondern in ihrer Verwahrlosung auch als Potenzial für die Zukunft gesehen.
Durch die erste Adaptierung von 3 Raumeinheiten (und einem besonderen „Badezimmer“) zum vom Alltag entrückten „Hotelzimmern“ wurde ein erster Impuls gegeben, die Räume wieder benutzbar zu machen – diesmal jedoch für den nicht von der Sorge nach einer besseren Zukunft getriebenen Nomaden: dem Reisenden.
Durch den beeindruckenden Einsatz der involvierten bis zu 40 Freiwilligen des Dorfes (hochgerechnete 4300 Stunden an Einsatz nur allein von deren Seite) konnte das Million Donkey Hotel trotz sehr engen Zeitrahmens (1 Monat mit Entwurf praktisch vor Ort), niedrigem Budget (10.000 Euro) und nur mit dem Einsatz einfachster Mittel umgesetzt werden.
Nach einer Fortsetzung des Prozesses in den folgenden Jahren wird das Million Donkey Hotel nun von einer kleiner Gruppe dieser am Errichten beteiligten „local heroes“ selbst verwaltet und freut sich auf einen Besuch vor Ort bzw. unter www.milliondonkeyhotel.net
„der Hochstapler“ - ein Festivalzentrum
Realisierung, geladener Wettbewerb, 1. Preis
Ort:
Stadtpark Graz
Bauherr:
steirischer herbst festival gmbh
Planung&Bauleitung:
feld72 architekten zt GmbH – Wien/Bozen
Projektpartner:
Statik: werkraum wien ingenieure zt gmbh (Peter Bauer, Thomas Eschbacher)
Bauzeit:
17 Tagen
Nettogeschoßfläche NGF:
450m²
Fotograf:
Hertha Hurnaus
Bauweise:
temporäre Konstruktion aus 2000 Stk Europaletten; 90% der EPAL können nach Abbau wieder als Paletten weiterverwendet werden.
2010 lässt sich der steirische herbst im Forum Stadtpark nieder und etabliert hier sein soziales und räumliches Zentrum.
Dem nomadischen Konzept des Festivals entsprechend, will das Projekt diesen Ort zwar selbstbewusst erobern und transformieren, muss und möchte sich dabei aber gleichzeitig möglichst ressourcenschonend verhalten. Der Hochstapler agiert dabei gewohnt trickreich und frönt seinem Hang zum Größenwahn.
Das Projekt bedient sich eines einfachen alltäglichen Elements, der Europalette, kurz EPAL. Ein standardisiertes, normiertes Massenprodukt entwickelt für den zügellosen Warenverkehr. Ein wiederverwendbarer ‚Pfandgegenstand‘, recyclebar, unendlich verfügbar, billig, (hoch)stapelbar, mit großem Potential - wenn virtuos verwendet.
Zweckentfremdet bildet die EPAL den Baustein für eine temporäre Archi¬tektur wie der Ziegel für ein langlebiges Haus. Das Baumaterial wird bloß gemietet, und kann danach wieder seiner ur¬sprünglichen Bestimmung zugeführt werden und im Warenkreislauf aufge¬hen.
Die neue Architektur mit Ablaufdatum quert und bricht das bestehende Gebäude, räumlich wie ästhetisch. Eine produktive Störung.
Gerade ob ihrer Kurzlebigkeit strebt die Struktur nach massiver Präsenz. Eine neue Achse steht der gewohnten Raumwahrnehmung entgegen und eröffnet, geprägt vom Hauptelement einer Tribüne, unterschiedlichste neue Nutzungs- und Bespielungsmöglichkeiten.
Als absurdes Monument - weil trotz seiner Massivität das Erscheinungs¬bild von Veränderbarkeit und schon vom Abbau und Verschwinden kündet - setzt diese Struktur ein starkes unverkennbares Zeichen im Sinne des Leitmotivs. Bretter die vier Wochen ein Stück Welt bedeuten.
Hyper Real
Sie wird zur geitigen Mitte der Ausstellung, und gibt die notwendigen Hintergrundinfos: einerseits den Kontext der Zeit (Ölkrise, Beat Generation, Babyboom, Dirty Realism) in einer Art Wandelgang mit Grafiken, Texten, Bilder und Fotomaterial, anderseits im sogenannten “Herz” als Präsentation der die damaligen Zeit prägenden Medien: Bücher, Filme, Nachrichten, Musik. Die Besucher steigen dabei in eine die 70er Jahre prägende Sitzlandschaft ein, verweilen alleine oder gruppieren sich. Der Innenraum mit dem Wandelgang ist von allen Seiten zugänglich, und man kann in diese Ebene während der Austellung immer wieder eintauchen.
Die große Halle dient als Einstieg und als Ausstellungsraum mit den jeweiligen wichtigen Arbeiten. Von diesem Zentralraum tauchen die Besucher dann ein in die klar definierten unterschiedlichen Räume.
PublicTrailer©
"...Es gibt keinen Bruch zwischen den theoretischen und experimentellen Projekten von feld72 und ihren Entwürfen für Gebäude: Ihr gesamtes Werk, ungeachtet der Dimensionen oder der Mittel, untersucht, wie die Welt durch die Linse der Architektur eingebunden und wahrgenommen wird. Und eine architektonische Lektion können wir aus diesem Werk lernen, nämlich dass die Essenz der Architektur nichts Architektonisches ist." Kari Jormakka in "Theorie und Gestaltung im Vierten Maschinenzeitalter:Zu den experimentellen Projekten von feld72" in „feld72. Urbanism – for sale“ (hrsg. Lilli Hollein), SpringerWienNewYork 2008
PublicTrailer© ist eine für bestimmte städtische Situationen entwickelte Armada von speziellen Fahrradanhängern. Ökologisch und flexibel, können sie auf verschiedenste Bedingungen vor Ort sehr leicht reagieren und abgestimmt werden: Sie können monofunktionale Stadtgebiete temporär um neue Nutzungen erweitern, und mit kurzfristigen Phänomenen wie Events, Demos, Streiks interagieren. Sie erlauben das Bespielen von verborgenen Arealen der Stadt mit einer neuen Poesie des Alltags. In Kombination miteinander sind sie mehr als die Summe ihrer Einzelteile, und schaffen durch die sie benutzenden Akteure ein Stück Stadt.
In Shenzhen in China wurde im Rahmen der Biennale für Urbanismus und Architektur von Shenzhen / Hongkong 2010 eine erste Serie von PublicTrailers© eingesetzt, um den dortigen öffentlichen Raum um neue Komponenten jenseits des Kommerzes zu erweitern, und gleichzeitig die Tradition der informellen Taktiken im asiatischen Straßenraum weiterzuführen. Der mobile Speaker´s Corner sieht sich als Hommage an die Möglichkeit der freien Rede im öffentlichen Raum, PublicKaraoke ist eine mobile analoge Karaoke-Einheit, die sich den Erfolg dieses Mediums zum Bespielen unterentwickelter Stadtgebiete zu Nutze macht. UrbanBoxing ist ein Instrument, um einerseits die latente Aggression einer zwar offiziell auf Harmonie bedachten Gesellschaft auf sportliche Art und Weise umzulenken, als auch der großen Tradition der Martial Arts im chinesischen Stadtraum eine Referenz zu erweisen.
Für das Public Design Festival im Rahmen des Salone del Mobile 2010 in Mailand wurde PublicHedge entwickelt, die inmitten des hochfrequentierten und kommerzialisierten öffentlichen Raumes während des Ausnahmezustandes des Salone einen kleinen „Grün“-Raum des Rückzugs und der Muse bilden sollte.
PublicTribune und PublicScreen sind vielfältig einsetzbare mobile Tribüne und Projektionsraum, und wurden im Rahmen des London Festival of Architecture 2010 für das Projekt „Hyperolympics“ entwickelt, welches eine Auseinandersetzung mit der Transformation des öffentlichen Raumes durch die kommende Olympiade und die konstante Überwachung des öffentlichen Raumes Londons zum Thema hatte.
Vexations
Selbst Teil der Installation, sind alle BesucherInnen eingeladen, parallel zur live gespielten Klaviermusik mit Handlungsanweisungen zu spielen und persönliche Wahrnehmungsebenen auszuloten.
Der Vorschlag Saties, das Werk 840 Mal hintereinander und in langsamem Tempo zu spielen, um dessen meditativen Charakter zu erleben, stellt den oder die Pianisten vor eine große Herausforderung, physisch wie geistig. Diese Aufgabe teilen sich Kerstin Kussmaul, Jan Burkhardt und der Satie-Experte Stephen Whittington.
Das Publikum erhält vor dem Eintreten in die Raum/Klang/Performance-Installation Handlungsanweisungen, um spielerisch mit Wahrnehmungsebenen spielen zu können. Auf jeden Fall sind alle BesucherInnen beim Eintritt in die große Rauminstallation gleichzeitig RezipientIn und AkteurIn. Durch das Tempo der musikalischen Durchführung ergibt sich eine Gesamtdauer von ca. 21h.
Markas Verwaltung, St. Pölten
Das Gebäude soll Visitenkarte eines großen Unternehmens für Facility Services sein und die Unternehmenskultur eines Familienunternehmens mit einer flachen Hierarchie räumlich umsetzen.
Das Grundstück befindet sich in einem Gewerbegebiet. Um in einer gesichtlosen Umgebung ein dennoch hochwertiges Arbeitsumfeld zu schaffen, wurde darauf Wert gelegt, eine eigene, in sich geschlossene Welt mit großen innenräumlichen Qualitäten zu schaffen: Einen Hortus Conclusus.
Das klassische Dilemma zwischen notwendiger Parkfläche für die Autos der Mitarbeiter und dem benötigten Raum für das Gebäude wurde dadurch gelöst, dass das Gebäude auf Stützen gestellt wurde: damit entsteht ein überdachter Parkplatz, und gleichzeitig eine maximale Überbaubarkeit des Grundstücks mit qualitätsvollen Arbeitsräumen in einem einzigen, überhöhten Geschoss mit Aussicht. Durch das „Abheben“ kann die Landschaft ungehindert unter dem Gebäude hindurch gleiten, und es entsteht ein fließender Raum von Parkplatz- und Naturelementen. Die zwei internen Höfe belichten auch die Grüninseln unter dem Gebäude, deren Bäume durch die Höfe nach oben wachsen, und dadurch ein integraler Bestandteil der Wahrnehmung im Innenraum werden.
Die Büroflächen von ca. 1200 m2 sind der Unternehmenskultur entsprechend auf nur einer Ebene im Obergeschoss organisiert. Die damit entstehende hierarchielose räumliche Organisationsstruktur zwischen offenen und geschlossen Büros sowie einer freien Zwischenzone soll die Kommunikation der Mitarbeiter fördern und für optimale Abläufe sorgen. Zwei innenliegende Höfe schaffen zusätzlich ein Klima des Wohlbefindens und der Konzentration.
Durch die Typologie des Gebäudes entsteht eine Symbiose aus umlaufender und zentraler Erschließung. Die Vorteile sind eine hervorragende Orientierung bei gleichzeitiger guter Übersicht und kurzer Wegführung mit guten Querverbindungen innerhalb des Gebäudes.
Es sind verschiedene Geschwindigkeiten in der Bewegung innerhalb des Gebäudes möglich:
Ein schnelles Fortkommen während der Arbeitsvorgänge durch die diversen Shortcuts, und ein langsameres, Kommunikation förderndes Flanieren in den Pausen. An den Schnittstellen liegen die zentralen Kommunikationsbereiche. Durch die zwei Innenhöfe und die vier Einschnitte entstehen klare Sichtbeziehungen und Orientierungen nach außen.
Das Gebäude sollte ein Unternehmen für Facility Services und Gebäudereinigung repräsentieren.Es wurde deshalb für die vorgehängte Fassade das Material „Glas“ gewählt, das dem Konzept des „Reinigens“ am ehesten entspricht, und den Pflegeaufwand gering hält.
Durch die Pixelung und die Materialisierung der Fassade soll dem Gebäude der Maßstab genommen werden. Es entsteht dadurch ein facettenreiches komplexes Spiel mit der Wahrnehmung des Gebäudes und seines Kontexts. Das Gebäude wirkt bei Tag transparent nach aussen, und erst in der Nacht werden die eigentlichen, präzise auf die jeweiligen Lichtbedürfnisse der dahi¬nterliegenden Arbeitsplätze zugeschnittenen Fenster klar sichtbar. Das Transparente entpuppt sich als das Geschlossene, die dunklen Felder als das eigentlich „Offene“. Die Pixelung der Fassade beruht auf einem 5-Stufensystem verschiedener Transparenzen des Glases, das von einer matten, nicht reflektierenden Glasfläche, bis hin zu einer komplett spiegelnden Oberfläche reicht. Damit werden die Elemente der Umgebung nur fragmentarisch als Farbpixel wiedergegeben, und eine Oberflächengestaltung des Gebäudes erzeugt, die sich im Laufe des Tages und der Wetterstimmungen komplett verändert.
Das Glas wird zum Bedeutungsträger der dahinter liegenden Firma für Reinigung und Facility-management, und wird in seiner Abstraktion für die Fassade eingesetzt: kein Attika- und Fensterblech ist sichtbar, sogar die Fensterrahmen verschwinden.Nur Glas bleibt,in all seinen Facetten.
Im Innenraum entsteht das gegenteilige Bild: die warmen Holzfensterrahmen geben sehr spezifische Ausschnitte der Umgebung wieder, die Außenwände geben Geborgenheit und werfen das Augenmerk auf die Transparenz im Innenraum mit seinen Innenhöfen und dem großzügigen kontinuierlichen Raumeindruck.
Um dem stetigen Wachstum der Firma Rechnung zu tragen, wurde das Gebäude statisch, bautechnisch und seiner räumlichen Organisation so konzipiert, dass eine Erweiterung problemlos möglich ist.
Das Projekt ist auch aus technischer Hinsicht sehr innovativ und ressourcensparend. Die Wärmeversorgung und Kühlung des Bürogebäudes erfolgt über eine Grundwasser -Wärmepumpe und wird auch kontrolliert be- und entlüftet. Das Haus wird als Niedrigenergiehaus
A <25 kWh/m2.a eingestuft.
Wohnhausanlage Herzberg
frisch bezogen:
seit Sommer 2011 sind die neuen BewohnerInnen der von AllesWirdGut und feld72 entwickelten Wohnhausanlage Herzberg dabei, sich ihre Wohnung und ihr Umfeld anzueignen.
Das Anliegen Herzbergs ist das Schaffen einer baulichen Struktur, die eine Vielzahl verschiedener Wohnangebote zu einer Nachbarschaft zusammenbindet, in der unterschiedliche Lebensformen möglich sind.
Dieses Ziel wurde sowohl auf städtebaulicher als auch auf architektonischer Ebene verfolgt:
Zum einen ist die Anlage aus verschiedensten städtebaulichen Typologien zusammengesetzt:
Es gibt die Wiese mit darauf verstreuten Punkthäusern, den Wohnhof mit Laubengang oder Straße und Platz mit Stadthaus.
Diese Collagenstruktur ermöglicht es der Anlage als städtebauliche Vermittlerin zu wirken zwischen den kleinteiligen Einfamilienhäusern auf ihrer Westseite und einem Einkaufszentrum im Osten.
Zum anderen sind die Baukörper in den Obergeschossen terrassiert, was von Geschoss zu Geschoss unterschiedliche Wohn- und Freiraumsituationen möglich macht.
Die so entstehende Bandbreite an Wohnungen reicht von der Ein-Personen-Dachwohnung mit großer Terrasse über flexible (Patchwork-)Familienwohnungen, von deren Wohnzimmern bei Bedarf ein oder zwei temporäre Schlafzimmer abgetrennt werden können bis zur betreuten WG für familienlose Kinder.
Durch die Farbgestaltung schließlich wird die so entstandene Vielfalt wieder zu einer Nachbarschaft zusammengefasst und mit eigenständiger Identität versehen.
Niederösterreich Haus Krems
Städtebauliche Struktur
Die Gesamtstruktur des NÖ Hauses gliedert sich in 3 Baukörper. Durch diese Gliederung ist das Haus in seiner Größe der Umgebung angepasst. Durch die Anpassung untereinander und die verbindenden Brückenbauteile funktioniert das Gebäude aber doch als ein Ganzes.
Der Ringstraßentrakt schließt städtebaulich die Baulücke an der Ringstraße. Zugleich aber öffnet sich das Gebäude durch die Passage, den Innenhof und den ausladenden Seitentrakt nach hinten hin. Zwischen Innenhof und Drinkweldergasse liegt der mittlere Bauteil, der die Haupterschließung aufnimmt, zugleich aber auch als Vermittler zum hinteren Baukörper funktioniert.
Der Baukörper an der Stadtmauer ist vom „Hagen“ leicht abgerückt, sodass hier eine kleine Gasse als Fortführung der Passage den Bereich an der alten Stadtmauer zugänglich macht und in weiterer Folge eine durchgängige Verbindung von der Ringstraße bis zur Unteren Landstraße hin möglich ist.
Nutzung
Das Bürohaus lässt sich in 5 Nutzergruppen unterteilen:
Die Bezirkshauptmannschaft, die Dorf- und Stadterneuerung, die Straßenbauabteilung, das Gebietsbauamt und die Wirtschaftskammer.
Das gesamte Haus ist behindertengerecht erschlossen.
Das Bürohaus soll moderne, angenehme Raumqualitäten erhalten, indem sowohl Mitarbeiter als auch Besucher optimale Bedingungen vorfinden. Neben einer sehr guten Arbeitsplatzqualität wird auch auf besondere Qualitäten in den Nebenzonen geachtet.
Erschließungsbereiche am Innenhof, Brücken als Warte- und Kommunikationszonen und ein großzügiges Angebot an Freiräumen im und um das Haus herum, wie die Passage und verschiedenste Terrassen erhöhen den Nutzerkomfort und lockern die räumliche und atmosphärische Situation.
Neben dem Bürohaus ist auch ein Parkhaus mit 159 Pkw-Stellplätzen geplant. Das Parkhaus steht sowohl den Mitarbeitern als auch der Öffentlichkeit zur Verfügung. Die Zufahrt erfolgt über die Drinkweldergasse.
Haustechnik- und Energieeffizienz – das Passivhauskonzept
Das Konzept zur technischen Gebäudeausrüstung dieses Passivhauses zielt auf größtmöglichen Nutzerkomfort und Behaglichkeit, bei gleichzeitig geringstem Energieeinsatz (LOW-EX_System) ab. Es ist ein Heizwärmebedarf von max. 10kWh/(m²a) angestrebt. Demzufolge ist eine „dichte“ Gebäudehülle vorgesehen mit einem Glasflächenanteil von ca. 25%. Dreifachverglasung und thermisch optimierte Aufbauten mit ökologischen Materialien gehören zum Standard. Das Bürohaus wird kontrolliert gelüftet. Die Lüftungszentrale befindet sich im Untergeschoss. Auf eine garantierte Kühlung wird bewusst verzichtet, statt dessen wird eine ökologisch sinnvolle Lösung für eine „Erleichterungskühlung“ vorgesehen, bei der ein Erdfrischluftkollektor eingesetzt wird, als auch Grundwasser für Kühlungszwecke verwendet wird. Das Grundwasser wird zusätzlich für die Nutzwasserversorgung verwendet.
Dachgärten sorgen für eine Verbesserung des Mikroklimahaushaltes.
Damit beschreitet der Bauherr neue richtungsweisende Wege im „öffentlichen Bau“.
Synergien
Das NÖ Haus profitiert an diesem Standort von der guten Erreichbarkeit und der guten Umgebungsqualität. Das Haus schließt eine städtebauliche Lücke und besetzt Grundstücke, die großteils momentan nicht adäquat genützt werden. Ein öffentliches Gebäude an diesem Standort belebt diesen Stadtteil und kann als Impulsgeber für die Umgebung funktionieren.
Die Fußgängerpassage, Innenhöfe, Überbrückungen, enge und breite Gassen führen zu kremstypischen Motiven wie in der Altstadt, die bei einem Spaziergang durch und entlang des NÖ Hauses spannende und überraschende Momente zulassen.
Die Mitarbeiter und Besucher profitieren von den vielfältigen Situationen und Blicken im NÖ Haus, von den unterschiedlichen Aufenthaltsqualitäten am Arbeitsplatz, aber auch in den öffentlichen Bereichen wie den Erschließungszonen und den Brücken, Höfen und Terrassen.
Kennwerte
Gesamtgrundstücksfläche: 4.781 m²
Nettogrundfläche: 15.916 m²
Bruttogrundfläche: 18.142 m²
Stellplätze gesamt: 158
Mitarbeiter: ca. 200
Fertigstellung: 2010
Bauherr: NÖ Landesimmobiliengesellschaft mbH
Projektsteuerung: Hans Lechner ZT GmbH
Generalplanung: ARGE NÖHK AllesWirdGut-feld72-FCP





