augustinundfrank
Schlesische Str. 29-30
D-10997 Berlin
T 030 61284357
F 030 61284359
mail@augustinundfrank.de
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Institut für Physik
Institut für Physik
Wettbewerb 1997/1998
Bauherr: Land Berlin vertreten durch die Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur
Nutzer: Humboldt Universität zu Berlin
Baubeginn:2000
Fertigstellung: 2003
Nutzfläche: 9 700qm
Bruttogrundrissfläche: 19 000qm
Bruttorauminhalt: 74 000cbm
Das Institut für Physik gehört zu den Neugeplanten Hochschulbauten für die naturwissenschaftlichen Fachbereiche der Humboldt-Universität im Entwicklungsgebiet Adlershof. Es steht in direkter Nachbarschaft zum Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Adlershof (WISTA) und den als Baudenkmalen erfassten Gebäuden der Deutschen Versuchsanstalt für Luft- und Raumfahrt (DVL).
Die Baumaßnahme besteht aus zwei Bauteilen, dem Neubau und dem Umbau des in unmittelbarer Nähe liegenden ehemaligen Motorenhöhenprüfstandes der DVL, der heute unter Denkmalschutz steht.
Der Neubau ist als komplexes Laborgebäude konzipiert. Er bietet neben Standardlaboren, Büros und Lehrräume eine Vielzahl von gebäudetechnischen Parametern und einen speziell ausgestatteten Experimentierhörsaal.
Die innere Organisation folgt dem Prinzip einer zentralen Erschließung mit netzartigen Wege- und Raumbeziehungen, die der aktuellen und auch der perspektivisch veränderlichen Nutzung des Instituts entsprechen. Das Gebäude bietet leichte Orientierung, kurze Wege und ist in der Kombination der einzelnen Nutzungsgebiete flexibel.
Low-Tech-Fassaden
Zur Reduzierung der haustechnischen Anlagen und zur Verbesserung der langfristigen Energiebilanz wurde für das Institut für Physik ein Fassadensystem entwickelt, das auf die komplexen Anforderungen der Labornutzung und der umfangreichen EDV-Nutzung der Büros reagiert und dem Prinzip der passiven Energieminimierung durch geeignete bauliche Maßnahmen folgt.
Alle Außenseiten des Gebäudes – ausgenommen die Nordfassade- sind mit einer begehbaren Fassadenzone versehen, die als leichter Wartungssteg mit unterschiedlichen Sonnenschutzsystemen versehen ist: Alle Aufenthaltsräume erhalten einen außenliegenden Sonneschutz, alle Verkehrsflächen erhalten einen vegetativen Sonnenschutz.
Regenwassernutzung und begrünte Fassade
Aus den gebäudetechnischen Gegebenheiten – hohe im Laborbereich anfallende Wärmelasten sowie das Gebot der Regenwassernutzung auf dem Grundstück – wurde ein innovatives Verschattungs- und Kühlungskonzept entwickelt und am Neubau der Instituts für Physik umgesetzt: das auf dem Grundstück anfallende Regenwasser wird einmal für eine adiabate Abluftkühlung ( Kühlung durch Verdunstung), zum anderen für eine großflächige Fassadenbegrünung genutzt. Die Bepflanzung gewährt sommerlichen Wärmeschutz und passiver Nutzung der Sonnenenergie im Winter.
Die Konstruktion ist eine Mischkonstruktion aus Stahl und Bambus, in die etagenweise Pflanztröge aus Faserzement eingehängt sind. Die Tröge werden durch eine Anstau-Bewässerung mit Hilfe eines landwirtschaftlichen Bewässerungssystems versorgt.
In die Konstruktion der begrünten Fassade sind insgesamt 4,8 Kilometer vorgestreckte Bootsleinen als Rankhilfe eingespannt. Die deutlich vor den Fassadenflächen installierte Verschattungs- und Pflanzenanlage ist mit Messeinrichtungen versehen und wird im Hinblick auf die langfristige Energieeffizienz und Erkenntnisse für die zukünftige Baupraxis wissenschaftlich erprobt und begleitet. Die Anlage wirkt nach außen als optisch prägnante Gebäudehülle und setzt für den Campus Adlershof ein architektonisches Zeichen als Verbindung von Programm und Form.
Das Gebäude integriert sich in das orthogonale Straßenraster der städtebaulichen Gesamtplanung, bleibt aber insgesamt solitär mit vier eigenständigen Außenseiten, die die Besonderheiten der Lage jeweils reflektieren.
Durchblicke und Ausschnitte zeigen das innere Gefüge und verleihen dem Baukörper Transparenz und Plastizität. Die Binnendifferenzierung durch Gartenhöfe qualifiziert den Standort durch die Einführung von gebäudeeigenen, gärtnerisch gestalteten Außenräumen.
Wettbewerb 1997/1998
Bauherr: Land Berlin vertreten durch die Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur
Nutzer: Humboldt Universität zu Berlin
Baubeginn:2000
Fertigstellung: 2003
Nutzfläche: 9 700qm
Bruttogrundrissfläche: 19 000qm
Bruttorauminhalt: 74 000cbm
Das Institut für Physik gehört zu den Neugeplanten Hochschulbauten für die naturwissenschaftlichen Fachbereiche der Humboldt-Universität im Entwicklungsgebiet Adlershof. Es steht in direkter Nachbarschaft zum Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Adlershof (WISTA) und den als Baudenkmalen erfassten Gebäuden der Deutschen Versuchsanstalt für Luft- und Raumfahrt (DVL).
Die Baumaßnahme besteht aus zwei Bauteilen, dem Neubau und dem Umbau des in unmittelbarer Nähe liegenden ehemaligen Motorenhöhenprüfstandes der DVL, der heute unter Denkmalschutz steht.
Der Neubau ist als komplexes Laborgebäude konzipiert. Er bietet neben Standardlaboren, Büros und Lehrräume eine Vielzahl von gebäudetechnischen Parametern und einen speziell ausgestatteten Experimentierhörsaal.
Die innere Organisation folgt dem Prinzip einer zentralen Erschließung mit netzartigen Wege- und Raumbeziehungen, die der aktuellen und auch der perspektivisch veränderlichen Nutzung des Instituts entsprechen. Das Gebäude bietet leichte Orientierung, kurze Wege und ist in der Kombination der einzelnen Nutzungsgebiete flexibel.
Low-Tech-Fassaden
Zur Reduzierung der haustechnischen Anlagen und zur Verbesserung der langfristigen Energiebilanz wurde für das Institut für Physik ein Fassadensystem entwickelt, das auf die komplexen Anforderungen der Labornutzung und der umfangreichen EDV-Nutzung der Büros reagiert und dem Prinzip der passiven Energieminimierung durch geeignete bauliche Maßnahmen folgt.
Alle Außenseiten des Gebäudes – ausgenommen die Nordfassade- sind mit einer begehbaren Fassadenzone versehen, die als leichter Wartungssteg mit unterschiedlichen Sonnenschutzsystemen versehen ist: Alle Aufenthaltsräume erhalten einen außenliegenden Sonneschutz, alle Verkehrsflächen erhalten einen vegetativen Sonnenschutz.
Regenwassernutzung und begrünte Fassade
Aus den gebäudetechnischen Gegebenheiten – hohe im Laborbereich anfallende Wärmelasten sowie das Gebot der Regenwassernutzung auf dem Grundstück – wurde ein innovatives Verschattungs- und Kühlungskonzept entwickelt und am Neubau der Instituts für Physik umgesetzt: das auf dem Grundstück anfallende Regenwasser wird einmal für eine adiabate Abluftkühlung ( Kühlung durch Verdunstung), zum anderen für eine großflächige Fassadenbegrünung genutzt. Die Bepflanzung gewährt sommerlichen Wärmeschutz und passiver Nutzung der Sonnenenergie im Winter.
Die Konstruktion ist eine Mischkonstruktion aus Stahl und Bambus, in die etagenweise Pflanztröge aus Faserzement eingehängt sind. Die Tröge werden durch eine Anstau-Bewässerung mit Hilfe eines landwirtschaftlichen Bewässerungssystems versorgt.
In die Konstruktion der begrünten Fassade sind insgesamt 4,8 Kilometer vorgestreckte Bootsleinen als Rankhilfe eingespannt. Die deutlich vor den Fassadenflächen installierte Verschattungs- und Pflanzenanlage ist mit Messeinrichtungen versehen und wird im Hinblick auf die langfristige Energieeffizienz und Erkenntnisse für die zukünftige Baupraxis wissenschaftlich erprobt und begleitet. Die Anlage wirkt nach außen als optisch prägnante Gebäudehülle und setzt für den Campus Adlershof ein architektonisches Zeichen als Verbindung von Programm und Form.
Das Gebäude integriert sich in das orthogonale Straßenraster der städtebaulichen Gesamtplanung, bleibt aber insgesamt solitär mit vier eigenständigen Außenseiten, die die Besonderheiten der Lage jeweils reflektieren.
Durchblicke und Ausschnitte zeigen das innere Gefüge und verleihen dem Baukörper Transparenz und Plastizität. Die Binnendifferenzierung durch Gartenhöfe qualifiziert den Standort durch die Einführung von gebäudeeigenen, gärtnerisch gestalteten Außenräumen.
Grube Göttelborn Industriekultur Saarland (IKS)
"Werkstatt Industriekultur“, Bestand als Ressource – Pilotprojekt im Rahmen der Neuentwicklung des ehemaligen Kohlebergwerks Göttelborn im Saarland Umbau und Ergänzung der ehemaligen Waschkaue und Elektrowerkstatt zu Veranstaltungsräumen, Büros und einem Gästehaus der „Werkstatt Industriekultur Saar“
Die Industriehalle aus den 60-er Jahren bietet nach geringfügigen Entkernungsmaßnahmen ein großes stützenfreies Raumvolumen, das eine Vielzahl von Nutzungen zulässt. Da die vorhandene Tragstruktur von der Außenwand unabhängig ist, bietet die Gebäudehülle gute Voraussetzungen für eine außenorientierte, öffentlichkeitswirksame Nutzung mit großflächig geöffneten, transparenten Fassaden. Die Halle wird entreé, Foyer und zentraler Verteiler für Besucher, Gäste und Mitarbeiter der IKS, Ort für Veranstaltungsräume, Ausstellungen und Bewirtung. Der Einbau einer Zwischenebene vermittelt zu dem höher liegenden Eingangsgeschoß des Gästehauses - die unterschiedlichen Nutzungsebenen werden im Inneren des Gebäudeensembles als durchgängiges räumliches Strukturelement eingesetzt. Alle anderen Einbauten sind leicht, die haustechnischen Installationen sind offen geführt.
Die Industriehalle aus den 60-er Jahren bietet nach geringfügigen Entkernungsmaßnahmen ein großes stützenfreies Raumvolumen, das eine Vielzahl von Nutzungen zulässt. Da die vorhandene Tragstruktur von der Außenwand unabhängig ist, bietet die Gebäudehülle gute Voraussetzungen für eine außenorientierte, öffentlichkeitswirksame Nutzung mit großflächig geöffneten, transparenten Fassaden. Die Halle wird entreé, Foyer und zentraler Verteiler für Besucher, Gäste und Mitarbeiter der IKS, Ort für Veranstaltungsräume, Ausstellungen und Bewirtung. Der Einbau einer Zwischenebene vermittelt zu dem höher liegenden Eingangsgeschoß des Gästehauses - die unterschiedlichen Nutzungsebenen werden im Inneren des Gebäudeensembles als durchgängiges räumliches Strukturelement eingesetzt. Alle anderen Einbauten sind leicht, die haustechnischen Installationen sind offen geführt.
Energetische Konzepte
Für die neuen Nutzungen ergeben sich spezifische Probleme aus der nicht ausreichenden bauphysikalischen und infrastrukturellen Ausstattung der Gebäude. Diese Probleme sind für die große Mehrzahl der auf dem Gelände vorhandenen Gebäudetypen vergleichbar, die Strategien zur bauphysikalischen Optimierung der Gebäudehüllen und der infrastrukturellen Ausstattung sind grundsätzlich anwendbar.
Die Vorschläge für die bauphysikalische Optimierung der Gebäudehüllen orientieren sich an heutigen innovativen Techniken zur passiven und aktiven Energieminimierung. Das Verhältnis der baulichen zur haustechnischen Grundausstattung ist dabei im Hinblick auf die späteren Betriebskosten von besonderer Bedeutung. Für die beiden Gebäude wurden zwei Strategien entwickelt und jeweils anhand einer dynamischen Gebäudesimulation optimiert:
Die Außenwand und das Dach der Industriehalle aus den 60-er Jahren benötigen, wie die Mehrzahl der auf dem Gelände vorhandenen Gebäude, Maßnahmen zur bauphysikalischen Verbesserung. Die Ausfachungen zwischen den Binderkonstruktionen wurden, wo konstruktiv möglich, entfernt. Die gesamte Fassade wurde mit einer neuen, thermisch wirksamen, aber transparenten Hülle (Polycarbonat / Glas) versehen, die als Doppelfassade die bestehende Konstruktion einschließt. Die Dachfläche erhält eine äußere Wärmedämmung. Die weitgehend natürliche Belichtung und Belüftung der Räume ist dadurch sichergestellt. Zur sommerlichen Durchlüftung des Fassadenzwischenraums der Doppelfassade wurden im unteren Bereich innen und im Attikabereich außen verschließbare Lüftungsklappen eingebaut. Unterstützend wurde der neue Fußbodenaufbau zum Einbau von Rohren genutzt, die im Sommer kühle Luft von der Nordseite des Gebäudes in den südseitigen Fassadenzwischenraum führen.
Die äußere Hülle der alten Waschkaue sollte als Zeugnis der baulichen Anfänge auf dem Grubengelände erhalten bleiben. Eine wesentliche Maßnahme zur Energieminimierung im Betrieb dieses Gebäudes ist ein Temperaturkorridor, der durch die Einbringung einer lichtstreuenden Decke unterhalb der bestehenden Dachbinderebene hergestellt wurde. Die Lichtdecke besteht aus einer mehrschichtigen Konstruktion aus Polycarbonat-Stegplatten, die die Lastreserven der bestehenden Dachkonstruktion ausschöpft. Dank der lichtstreuenden Eigenschaft des Materials wird die Nutzung der natürlichen Belichtung wesentlich verbessert.
Das Ausbaukonzept für die alte Waschkaue basiert auf der Anpassung des Gebäudes an die Topografie durch den Einbau einer Galerie mit darunter liegenden Serviceräumen und einer Aufdoppelung der Außenwand für die Leitungsführung ("Versorgungstunnel") als einzigem Festeinbau. Auf der Galerie entsteht mit raumteilenden Möbeln eine Bürolandschaft mit unterschiedlichen Raumqualitäten sowohl für Teamarbeit als auch für konzentrierte Einzelarbeit. Im tiefer liegenden Teil der Halle ist ein größeres Raumvolumen für andere Nutzungen vorhanden. Raumteilungen sind hier mit akustisch wirksamen Vorhanginstallationen flexibel möglich. Die Galerieebene und ein Auditorium, als leichter Einbau an der Schnittstelle zwischen den beiden Hallen, vermitteln den Höhenunterschied zur Elektrowerkstatt.
Die Vorschläge für die bauphysikalische Optimierung der Gebäudehüllen orientieren sich an heutigen innovativen Techniken zur passiven und aktiven Energieminimierung. Das Verhältnis der baulichen zur haustechnischen Grundausstattung ist dabei im Hinblick auf die späteren Betriebskosten von besonderer Bedeutung. Für die beiden Gebäude wurden zwei Strategien entwickelt und jeweils anhand einer dynamischen Gebäudesimulation optimiert:
Die Außenwand und das Dach der Industriehalle aus den 60-er Jahren benötigen, wie die Mehrzahl der auf dem Gelände vorhandenen Gebäude, Maßnahmen zur bauphysikalischen Verbesserung. Die Ausfachungen zwischen den Binderkonstruktionen wurden, wo konstruktiv möglich, entfernt. Die gesamte Fassade wurde mit einer neuen, thermisch wirksamen, aber transparenten Hülle (Polycarbonat / Glas) versehen, die als Doppelfassade die bestehende Konstruktion einschließt. Die Dachfläche erhält eine äußere Wärmedämmung. Die weitgehend natürliche Belichtung und Belüftung der Räume ist dadurch sichergestellt. Zur sommerlichen Durchlüftung des Fassadenzwischenraums der Doppelfassade wurden im unteren Bereich innen und im Attikabereich außen verschließbare Lüftungsklappen eingebaut. Unterstützend wurde der neue Fußbodenaufbau zum Einbau von Rohren genutzt, die im Sommer kühle Luft von der Nordseite des Gebäudes in den südseitigen Fassadenzwischenraum führen.
Die äußere Hülle der alten Waschkaue sollte als Zeugnis der baulichen Anfänge auf dem Grubengelände erhalten bleiben. Eine wesentliche Maßnahme zur Energieminimierung im Betrieb dieses Gebäudes ist ein Temperaturkorridor, der durch die Einbringung einer lichtstreuenden Decke unterhalb der bestehenden Dachbinderebene hergestellt wurde. Die Lichtdecke besteht aus einer mehrschichtigen Konstruktion aus Polycarbonat-Stegplatten, die die Lastreserven der bestehenden Dachkonstruktion ausschöpft. Dank der lichtstreuenden Eigenschaft des Materials wird die Nutzung der natürlichen Belichtung wesentlich verbessert.
Das Ausbaukonzept für die alte Waschkaue basiert auf der Anpassung des Gebäudes an die Topografie durch den Einbau einer Galerie mit darunter liegenden Serviceräumen und einer Aufdoppelung der Außenwand für die Leitungsführung ("Versorgungstunnel") als einzigem Festeinbau. Auf der Galerie entsteht mit raumteilenden Möbeln eine Bürolandschaft mit unterschiedlichen Raumqualitäten sowohl für Teamarbeit als auch für konzentrierte Einzelarbeit. Im tiefer liegenden Teil der Halle ist ein größeres Raumvolumen für andere Nutzungen vorhanden. Raumteilungen sind hier mit akustisch wirksamen Vorhanginstallationen flexibel möglich. Die Galerieebene und ein Auditorium, als leichter Einbau an der Schnittstelle zwischen den beiden Hallen, vermitteln den Höhenunterschied zur Elektrowerkstatt.
Transformation
Für die Um- und Einbauten haben wir überwiegend Materialien und Konstruktionsweisen aus dem Industriebau verwendet. Dies gilt auch für das neu errichtete Gästehaus. Damit wird das erste Merkmal für die Kontinuität einer dritten Bebauungsschicht auf dem Gelände erzeugt.
Ein Großteil der auf dem Gelände vorhandenen Gebäude sind in ihrer Außenhaut Hüllen gewaltiger Maschinen. Diese Hüllen und ihre Dünnschichtigkeit charakterisieren als Außenwandkonstruktionen die beiden Gebäudeteile, die dem Eingang und der Öffentlichkeit zugewandt sind. Neu interpretiert und in zeitgemäßen Materialien konstruiert, sind sie in der Lage, auch das Wohnen als neue Nutzung auf dem Gelände gestalterisch zu integrieren.
Mehr als alles andere schaffen Orte Identitäten. Bilder, die wir mit Orten so verknüpfen, dass Erinnerungen daraus entstehen. Beim Bau der „Werkstatt der Industriekultur“ haben wir nach Methoden gesucht, die Dinge einfach und doch ungewöhnlich einprägsam zu sehen und darzustellen.
Ein Großteil der auf dem Gelände vorhandenen Gebäude sind in ihrer Außenhaut Hüllen gewaltiger Maschinen. Diese Hüllen und ihre Dünnschichtigkeit charakterisieren als Außenwandkonstruktionen die beiden Gebäudeteile, die dem Eingang und der Öffentlichkeit zugewandt sind. Neu interpretiert und in zeitgemäßen Materialien konstruiert, sind sie in der Lage, auch das Wohnen als neue Nutzung auf dem Gelände gestalterisch zu integrieren.
Mehr als alles andere schaffen Orte Identitäten. Bilder, die wir mit Orten so verknüpfen, dass Erinnerungen daraus entstehen. Beim Bau der „Werkstatt der Industriekultur“ haben wir nach Methoden gesucht, die Dinge einfach und doch ungewöhnlich einprägsam zu sehen und darzustellen.
Remise auf einem Gewerbehof in Berlin Kreuzberg
Bauherr: Verwaltung Berliner Grundstücke
Bauzeit: 2002-2003
Nutzfläche:650qm
BGF:750qm
Bruttorauminhalt: 3 800qm
Eine neu eingezogene Galerieebene vergrößert die Nutzfläche, verglaste kubische Dachgauben erlauben dreiseitige Belichtung. Der Aufbau ist mit Aluminiumrohren verkleidet, die sich mit einem differenzierten Farbspiel in die von Ziegelmauerwerk dominierte Hoflandschaft einpassen. Die Transformation der Nutzung zeigt sich auch in Form und Material.
Bauzeit: 2002-2003
Nutzfläche:650qm
BGF:750qm
Bruttorauminhalt: 3 800qm
Eine neu eingezogene Galerieebene vergrößert die Nutzfläche, verglaste kubische Dachgauben erlauben dreiseitige Belichtung. Der Aufbau ist mit Aluminiumrohren verkleidet, die sich mit einem differenzierten Farbspiel in die von Ziegelmauerwerk dominierte Hoflandschaft einpassen. Die Transformation der Nutzung zeigt sich auch in Form und Material.
Matthias-Claudius-Mensa
Bauherr: Bezirksamt Neukölln von Berlin
Bauzeit: 2005
Nutzfläche: 229qm
BGF: 308qm
Bruttorauminhalt: 1 230cbm
Der Baukörper ist angehoben und kragt mit seiner Bodenplatte aus. Die geschlossene Wand ist als beschriftete Betonfertigteilwand aus gebildet. Die offene Fassade besteht aus farbigen verschiedenformatigen Fensterelementen und beplankten Lüftungsflügeln. Aufgrund des Dachüberstandes und der umstehenden Bäume konnte auf einen Sonnenschutz verzischtet werden.
Im Rahmen des Ganztagsschulprograms wurde eine Erweiterung der Matthias – Claudius – Schule um eine Mensa notwendig. Der bau wurde auf einer Freifläche entlang eines zum Schulgelände gehörenden Parks realisiert. Der langgesteckte Baukörper öffnet sich mit einer Glasfassade zum Park, die Seite zur Freifläche besteht aus einer durch Fensterschlitze gegliederten Betonwand. Der Zugang für die Schüler erfolgt über den Park.
Die Mensa liegt als größter Raum mittig im Gebäude und wird von zwei Seiten angedient. Der Anlieferungs- und der Erschließungsbereich für Schüler sind somit räumlich getrennt.
Matthias Claudius Mensa Neubau einer Mensa mit Cateringküche für den Ganztagsbetrieb und außenräumliche Qualifizierung der Matthias-Claudius-Grundschule in Berlin Rudow, Realisierung im Rahmen des „Investitionsprogramms Zukunft Bildung und Betreuung“
Südseite, aufgelöste Wand, Eingang und Orientierung zur Schule. Nordseite, ballwurfsichere Wand, Anlieferung und Orientierung zur Sportwiese.
Bauzeit: 2005
Nutzfläche: 229qm
BGF: 308qm
Bruttorauminhalt: 1 230cbm
Der Baukörper ist angehoben und kragt mit seiner Bodenplatte aus. Die geschlossene Wand ist als beschriftete Betonfertigteilwand aus gebildet. Die offene Fassade besteht aus farbigen verschiedenformatigen Fensterelementen und beplankten Lüftungsflügeln. Aufgrund des Dachüberstandes und der umstehenden Bäume konnte auf einen Sonnenschutz verzischtet werden.
Im Rahmen des Ganztagsschulprograms wurde eine Erweiterung der Matthias – Claudius – Schule um eine Mensa notwendig. Der bau wurde auf einer Freifläche entlang eines zum Schulgelände gehörenden Parks realisiert. Der langgesteckte Baukörper öffnet sich mit einer Glasfassade zum Park, die Seite zur Freifläche besteht aus einer durch Fensterschlitze gegliederten Betonwand. Der Zugang für die Schüler erfolgt über den Park.
Die Mensa liegt als größter Raum mittig im Gebäude und wird von zwei Seiten angedient. Der Anlieferungs- und der Erschließungsbereich für Schüler sind somit räumlich getrennt.
Matthias Claudius Mensa Neubau einer Mensa mit Cateringküche für den Ganztagsbetrieb und außenräumliche Qualifizierung der Matthias-Claudius-Grundschule in Berlin Rudow, Realisierung im Rahmen des „Investitionsprogramms Zukunft Bildung und Betreuung“
Südseite, aufgelöste Wand, Eingang und Orientierung zur Schule. Nordseite, ballwurfsichere Wand, Anlieferung und Orientierung zur Sportwiese.
Haus und Studio in Falkensee
Fertigstellung: 02/2003, Nutzfläche 181qm
Das Grundstück liegt am Rande Berlins in märkischer Landschaft. Es ist ca. 23m breit und mehr als 90m tief und mit einer Gruppe ausgewachsener Kiefern bestanden. Ein zweigeschossiges Wohnhaus und ein eingeschossiges Studio bilden die Bebauung. Die vorhandene Baumgruppe mit ihrer starken räumlichen Präsenz gibt dem Ensemble Zentrum, Blickfang und atmosphärische Prägung. Zu dem Bäumen hin orientieren sich die verglasten Schmalseiten beider Häuser mit Aufenthaltsräumen und großformatigen Schiebetüren, die jeweils zu einer über die gesamte Hausbreite vorgelegten Terrasse führen.
Als Material für Konstruktion und Ausbau wurde beim Wohnhaus Holz bevorzugt. Die Außenwände sind einfache Holzkonstruktionen mit geschosshohen Elementen auf der weitgehend offenen Süd- und Ostseite.
Das Studio ist durch eine aufgesetzte Bodenplatte über den natürlichen Verlauf des Waldbodens angehoben. Die fehlende Bodenhaftung verleiht auch der geschlossenen Kubatur des Studios schwebende Leichtigkeit und verwehrt vom Wohnhaus auch den Blick auf die Dachfläche.
Die Position der beiden kleinen Häuser auf dem Grundstück schafft neue, je nach Lage und Nutzung differenzierte Gartenräume, die die Dominanz der vorhandenen Vegetation unterstützen und die Blicke ins Weite lenken.
Das Grundstück liegt am Rande Berlins in märkischer Landschaft. Es ist ca. 23m breit und mehr als 90m tief und mit einer Gruppe ausgewachsener Kiefern bestanden. Ein zweigeschossiges Wohnhaus und ein eingeschossiges Studio bilden die Bebauung. Die vorhandene Baumgruppe mit ihrer starken räumlichen Präsenz gibt dem Ensemble Zentrum, Blickfang und atmosphärische Prägung. Zu dem Bäumen hin orientieren sich die verglasten Schmalseiten beider Häuser mit Aufenthaltsräumen und großformatigen Schiebetüren, die jeweils zu einer über die gesamte Hausbreite vorgelegten Terrasse führen.
Als Material für Konstruktion und Ausbau wurde beim Wohnhaus Holz bevorzugt. Die Außenwände sind einfache Holzkonstruktionen mit geschosshohen Elementen auf der weitgehend offenen Süd- und Ostseite.
Das Studio ist durch eine aufgesetzte Bodenplatte über den natürlichen Verlauf des Waldbodens angehoben. Die fehlende Bodenhaftung verleiht auch der geschlossenen Kubatur des Studios schwebende Leichtigkeit und verwehrt vom Wohnhaus auch den Blick auf die Dachfläche.
Die Position der beiden kleinen Häuser auf dem Grundstück schafft neue, je nach Lage und Nutzung differenzierte Gartenräume, die die Dominanz der vorhandenen Vegetation unterstützen und die Blicke ins Weite lenken.
Erweiterung der Havelland Grundschule
Die Havelland-Grundschule ist eine 2,5-zügige Ganztagsgrundschule in offener Form, die um fehlende Raumkapazitäten für die Ganztagsbetreuung ergänzt wurde. Die auf dem Schulgelände bestehenden vier Gebäude unterschiedlichen Baualters wurden durch den Neubau, der acht Klassenräume, mehrere Gruppen- und Mehrzweckräume sowie eine Mensa mit Küche umfaßt, erweitert.
Das Gebäude wurde direkt an der Grundstücksgrenze, entlang der zukünftigen Verkehrsstraße errichtet. Durch diese Setzung übernimmt es die Funktion, das Grundstück und insbesondere die Sport- und Freiflächen vor den Emissionen der zukünftigen Straße zu schützen.
Das Gebäude tritt an die Stelle eines neutralen Verkehrsbauwerkes und verleiht dem Straßenraum Identität.
Die Erschließung des lang gestreckten Neubaus ist einhüftig, da die Orientierung von Unterrichtsräumen zur Straße ausgeschlossen ist. Durch die Lage der Mensa und der Wahl außen liegender Fluchttreppen wird der Grundriss so organisiert, dass Verkehrs-flächen minimiert sind und ein, trotz der Länge, kompakter Baukörper entsteht. Nach Osten zur Strasse und Schallschutzwand hin ist das Gebäude hermetisch und schließt mit einer leichten, Wärme gedämmten Schale ab, die eine schnelle und temporäre Behei-zung der Verkehrsflächen ermöglicht.
Nach Westen öffnen sich die Unterrichtsräume mit großen Fenstern zum Schulhof. Auskragende Dachflächen lassen die tief liegende Wintersonne in die Klassenräume ein-dringen und sorgen für deren sommerliche Verschattung.
Die klare Kubatur und homogene dunkle Farbgebung des Gebäudes bilden ein prägnantes Gegengewicht zu der heterogenen Umgebung.
Durch die großen Fensteröffnungen leuchten die hellen Farben der Innenräume –eine kreative Atmosphäre für Schüler und Lehrer.
Planung und Bauleitung:
augustinundfrankarchitekten
Bauherr: Bezirksamt Tempelhof Schöneberg, Abt.Bauwesen, Facility Management
Tragwerksplanung:
Pichler Ingenieure GmbH Berlin – Andreas Schulz
Technische Gebäudeausrüstung:
Ridder und Meyn Ingenieurgesellschaft mbH Berlin
Daten:
Bauzeit: September 2008 bis September 2009
Nutzfläche: 985 qm
BGF: 1555 qm
BRI: 6505 cbm
Gesamtbaukosten: 3 Mio Euro
Das Gebäude wurde direkt an der Grundstücksgrenze, entlang der zukünftigen Verkehrsstraße errichtet. Durch diese Setzung übernimmt es die Funktion, das Grundstück und insbesondere die Sport- und Freiflächen vor den Emissionen der zukünftigen Straße zu schützen.
Das Gebäude tritt an die Stelle eines neutralen Verkehrsbauwerkes und verleiht dem Straßenraum Identität.
Die Erschließung des lang gestreckten Neubaus ist einhüftig, da die Orientierung von Unterrichtsräumen zur Straße ausgeschlossen ist. Durch die Lage der Mensa und der Wahl außen liegender Fluchttreppen wird der Grundriss so organisiert, dass Verkehrs-flächen minimiert sind und ein, trotz der Länge, kompakter Baukörper entsteht. Nach Osten zur Strasse und Schallschutzwand hin ist das Gebäude hermetisch und schließt mit einer leichten, Wärme gedämmten Schale ab, die eine schnelle und temporäre Behei-zung der Verkehrsflächen ermöglicht.
Nach Westen öffnen sich die Unterrichtsräume mit großen Fenstern zum Schulhof. Auskragende Dachflächen lassen die tief liegende Wintersonne in die Klassenräume ein-dringen und sorgen für deren sommerliche Verschattung.
Die klare Kubatur und homogene dunkle Farbgebung des Gebäudes bilden ein prägnantes Gegengewicht zu der heterogenen Umgebung.
Durch die großen Fensteröffnungen leuchten die hellen Farben der Innenräume –eine kreative Atmosphäre für Schüler und Lehrer.
Planung und Bauleitung:
augustinundfrankarchitekten
Bauherr: Bezirksamt Tempelhof Schöneberg, Abt.Bauwesen, Facility Management
Tragwerksplanung:
Pichler Ingenieure GmbH Berlin – Andreas Schulz
Technische Gebäudeausrüstung:
Ridder und Meyn Ingenieurgesellschaft mbH Berlin
Daten:
Bauzeit: September 2008 bis September 2009
Nutzfläche: 985 qm
BGF: 1555 qm
BRI: 6505 cbm
Gesamtbaukosten: 3 Mio Euro
Atelier Katharina Grosse
Architektonisches und konstruktives Konzept
Das Grundstück Lehrter Straße Ecke Kruppstraße 17-18 in Berlin Mitte ist Teilbereich des Geländes einer ehemaligen Militärschneiderei. Auf dem Grundstück selbst befand sich das Dienstwohngebäude des Direk-tors. Von diesem Gebäude, das im Krieg zerstört wurde, ist entlang der Lehrter- und der Kruppstraße das Sockelmauerwerk der Außenwände bis zur Höhe des Sockelgesimses (ca. 1,9m hoch) erhalten. Diese Rest-fassade steht unter Schutz und bleibt als Einfriedung des Grundstücks zu den beiden Straßen bestehen. Entlang der Kruppstr. steht das Atelier in der Bauflucht und stülpt sich über den alten Gebäudesockel. Gegrün-det ist es auf der vorhandenen Tiefengründung des Vorgängerbaues, die als Mauerwerkskonstruktion bis zu 9 Meter hinabreicht.
Nach einem Vorprojekt als Umbau und Erweiterung, an anderer Stelle, waren das Raumprogramm und die funktionalen Anforderungen gut be-kannt und bereits erprobt. Mit dem Neubau in der Lehrter Strasse konnte eine „Ateliermaschine“ entwickelt werden, die allen Anforderungen in idealer Weise gerecht wird. Das Raumprogramm besteht aus zwei Ar-beitsräumen mit Oberlicht, einem Lager und Archiv, Büro- und Wohn-räumen und einigen Nebenräumen. Es ist mit einem geringen Anteil an Erschließungsflächen in einem kompakten Kubus von 12,5 x 25 x 12,5 m untergebracht. Differenzierungen im Licht, den Ausblicken und Bezie-hungen zum Außenraum charakterisieren die einzelnen Raumbereiche so, dass Raumgrenzen im herkömmlichen Sinne ersetzt werden durch Klang und Stimmung der Räume.
Die Entscheidungen zur Konstruktion und Außenhaut des Gebäudes wurden bestimmt durch die Nachbarschaft der preußischen Klinkerbau-ten mit ihren einfachen Details und Naturstein Intarsien und durch die Anforderungen an die Oberflächen der Arbeitsräume. Diese sind mit Trockenbauschalen aus Gipskarton als Arbeitsflächen ausgekleidet. Entstanden ist ein Stahlbetonbau mit Innendämmung und einer äußeren Schalung aus sägerauen Brettern als Sichtfläche. Die Außenwände wurden fugenlos in 6 Abschnitten, unter Verwendung gleicher Schalele-mente, betoniert. Bei den Fenstern sind die Funktionen Belichtung und Belüftung überwiegend getrennt und jeweils eigenständigen Konstrukti-onen zugeordnet.
Planung und Bauleitung:
augustinundfrankarchitekten - Projektleitung Julia Lorenz, Mitarbeit Marius Mensing
Tragwerksplanung:
Pichler Ingenieure GmbH Berlin – Andreas Schulz
Technische Gebäudeausrüstung:
Rentschler und Riedesser Ingenieurgesellschaft mbH Berlin
Lichtplanung:
Studio Dinnebier Berlin
Daten
Bauzeit: Februar bis Dezember 2007
Nutzfläche: 658 qm
BGF: 782 qm
BRI: 4094 cbm
Das Grundstück Lehrter Straße Ecke Kruppstraße 17-18 in Berlin Mitte ist Teilbereich des Geländes einer ehemaligen Militärschneiderei. Auf dem Grundstück selbst befand sich das Dienstwohngebäude des Direk-tors. Von diesem Gebäude, das im Krieg zerstört wurde, ist entlang der Lehrter- und der Kruppstraße das Sockelmauerwerk der Außenwände bis zur Höhe des Sockelgesimses (ca. 1,9m hoch) erhalten. Diese Rest-fassade steht unter Schutz und bleibt als Einfriedung des Grundstücks zu den beiden Straßen bestehen. Entlang der Kruppstr. steht das Atelier in der Bauflucht und stülpt sich über den alten Gebäudesockel. Gegrün-det ist es auf der vorhandenen Tiefengründung des Vorgängerbaues, die als Mauerwerkskonstruktion bis zu 9 Meter hinabreicht.
Nach einem Vorprojekt als Umbau und Erweiterung, an anderer Stelle, waren das Raumprogramm und die funktionalen Anforderungen gut be-kannt und bereits erprobt. Mit dem Neubau in der Lehrter Strasse konnte eine „Ateliermaschine“ entwickelt werden, die allen Anforderungen in idealer Weise gerecht wird. Das Raumprogramm besteht aus zwei Ar-beitsräumen mit Oberlicht, einem Lager und Archiv, Büro- und Wohn-räumen und einigen Nebenräumen. Es ist mit einem geringen Anteil an Erschließungsflächen in einem kompakten Kubus von 12,5 x 25 x 12,5 m untergebracht. Differenzierungen im Licht, den Ausblicken und Bezie-hungen zum Außenraum charakterisieren die einzelnen Raumbereiche so, dass Raumgrenzen im herkömmlichen Sinne ersetzt werden durch Klang und Stimmung der Räume.
Die Entscheidungen zur Konstruktion und Außenhaut des Gebäudes wurden bestimmt durch die Nachbarschaft der preußischen Klinkerbau-ten mit ihren einfachen Details und Naturstein Intarsien und durch die Anforderungen an die Oberflächen der Arbeitsräume. Diese sind mit Trockenbauschalen aus Gipskarton als Arbeitsflächen ausgekleidet. Entstanden ist ein Stahlbetonbau mit Innendämmung und einer äußeren Schalung aus sägerauen Brettern als Sichtfläche. Die Außenwände wurden fugenlos in 6 Abschnitten, unter Verwendung gleicher Schalele-mente, betoniert. Bei den Fenstern sind die Funktionen Belichtung und Belüftung überwiegend getrennt und jeweils eigenständigen Konstrukti-onen zugeordnet.
Planung und Bauleitung:
augustinundfrankarchitekten - Projektleitung Julia Lorenz, Mitarbeit Marius Mensing
Tragwerksplanung:
Pichler Ingenieure GmbH Berlin – Andreas Schulz
Technische Gebäudeausrüstung:
Rentschler und Riedesser Ingenieurgesellschaft mbH Berlin
Lichtplanung:
Studio Dinnebier Berlin
Daten
Bauzeit: Februar bis Dezember 2007
Nutzfläche: 658 qm
BGF: 782 qm
BRI: 4094 cbm





