WES & Partner Landschaftsarchitekten
Jarrestraße 80
D-22303 Hamburg
T 040/2 78 41-0
F 040/2 70 66 68
wesup@wesup.de
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GAP 15, Düsseldorf
Der Platz ist das Bindeglied zwischen zwei Stadträumen. Er zeichnet sich aus durch ein "Mikado"-Motiv der Wegachsen und -Verbindungen als räumliches Prinzip über die Straßen hinweg und den Einsatz von Lichtbänken als skulpturales künstlerisches Motiv.
Länsisatamanpuisto Jewel, Helsinki
Umnutzung eines ehem. Hafengebietes
2006 Helsinki
Internationaler Wettbewerb 2006 1.Preis
„Länsisatamanpuisto Jewel“ - ein städtischer Park als Bindeglied zwischen dem Zentrum Helsinkis, dem neuen Wohn- und Arbeitsquartier für über 22.000 Menschen, und dem Meer - ist die Hommage an „the finnisch mind and nature“.
WES & Partner haben den internationalen Wettbewerb im Frühjahr 2006 gewonnen. Auf 1100 Meter Länge und 100 Meter Breite soll ein identitätsstiftender, topografisch bewegter und ästhetisch neu gedachter Park entstehen.
2006 Helsinki
Internationaler Wettbewerb 2006 1.Preis
„Länsisatamanpuisto Jewel“ - ein städtischer Park als Bindeglied zwischen dem Zentrum Helsinkis, dem neuen Wohn- und Arbeitsquartier für über 22.000 Menschen, und dem Meer - ist die Hommage an „the finnisch mind and nature“.
WES & Partner haben den internationalen Wettbewerb im Frühjahr 2006 gewonnen. Auf 1100 Meter Länge und 100 Meter Breite soll ein identitätsstiftender, topografisch bewegter und ästhetisch neu gedachter Park entstehen.
Neugestaltung Jungfernstieg - Hamburg
Ein international ausgelobter Wettbewerb 2002 stellte die Anforderung den Jungfernstieg wieder zu einen großzügigen, vielfältig nutzbaren Gesamtraum zu entwickeln, der zum Flanieren und Schauen einlädt. Vier Jahre später hat der Jungfernstieg seine Anziehungskraft zurückerhalten. Das Konzept in Zusammenarbeit mit Architekten Poitiers verschafft dem Ensemble neue Geltung. Eine der repräsentativsten Fassadenseiten Hamburgs steht wieder neu zur Alster. Auf der Wasserseite entstand ein Boulevard mit einer beschnittenen dreiachsigen Lindenallee. Eine tribünenartige Treppenanlage führt zum Wasser.
Neuer Wall - Hamburg
Der „Neue Wall“ wurde durch Eigeninitiative nach dem Modell des nordamerikanischen „Business Improvement Districts“ (BID) in Hamburg umgesetzt. Der „Neue Wall“ ist eine der exklusivsten Einkaufsstraßen Hamburgs, in der die Fußgänger wieder Vorrang haben - er ist wieder zur Flanier-meile geworden. Kübelpflanzen entlang der Fassaden geben dem Straßenraum seine eigene mediterrane, persönliche Adresse, die sich je nach Jahreszeit unterschiedlich präsentiert.
Bremen, Jacobs-Universität
Fertigstellung 2009 mit Böge Lindner Architekten, Deutscher Städtebaupreis 2004, besondere Anerkennung
Die Gestaltung der Freiräume der ehemaligen Roland Kaserne in Bremen Grohn zu einem Campus Gelände der Internationale Universität Bremen (IUB) ist im Wesentlichen das Arbeiten mit der vorgefundenen Substanz. Ziel aller Maßnahmen ist die Schaffung eines modernen Campusgeländes der gleichzeitig Studium, Wohnort und Arbeitsplatz für ein Internationales Publikum sein wird.
Ausgewachsene Solitärbäume in weitläufigen Rasenflächen zwischen den Gebäuden mit wenigen immergrünen Sträuchern verleihen dem Gelände den Charakter einer Parkanlage. Durch die Entfernung störender Büsche an den Gebäudesockeln werden Sichtachsen freigelegt und der durchgehende Natursteinsockel der Gebäue sichtbar. Die Rhododendren, ein weiteres schon in Ansetzen vorhandenes Thema, soll verstärkt werden. Pflanzungen verschiedenster Rhododendren gliedern die Rasenflächen und beleben durch Blüten und immergrünes Laub den Park. Ein neues Grünelement sind auch die Zierkirschen und Zieräpfel, die in Gruppen gepflanzt, in den streng gefassten Außenräumen eine heitere Atmosphäre schaffen.
Fassadenbegrünung setzen zusätzliche Akzente auf den langen Fassaden. Mit dem Ziel den Parkcharakter zu stärken, werden die Fußwege zurückgebaut. Parkplätze werden auf den vorhandenen Straßen außerhalb des Kernbereiches markiert. Die vorhanden dezentralen Parkplatzanlagen werden zurückgebaut. Die auch als Fußwege genutzten Straßen werden durch mit Metallschienen gefasste Grandwege ergänzt, die zu den Eingängen und in die Höfe der einzelnen Baublöcke führen. Die unmittelbaren Eingangsbereiche, teils als Rampen ausgebildet und die Terrassen vor dem Campus Center (BE 2) und den Colleges (BE 6) sind mit Natursteinplatten belegt. Wege zu den Fahrradkellern und den Müllräumen sind mit Granitrasenpflaster befestigt. Die Entwässerung der befestigten Flächen erfolgt überwiegend mit Schlitz- und Kastenrinnen. Drainagen entwässern die großen Rasenflächen.
Die Gestaltung der Freiräume der ehemaligen Roland Kaserne in Bremen Grohn zu einem Campus Gelände der Internationale Universität Bremen (IUB) ist im Wesentlichen das Arbeiten mit der vorgefundenen Substanz. Ziel aller Maßnahmen ist die Schaffung eines modernen Campusgeländes der gleichzeitig Studium, Wohnort und Arbeitsplatz für ein Internationales Publikum sein wird.
Ausgewachsene Solitärbäume in weitläufigen Rasenflächen zwischen den Gebäuden mit wenigen immergrünen Sträuchern verleihen dem Gelände den Charakter einer Parkanlage. Durch die Entfernung störender Büsche an den Gebäudesockeln werden Sichtachsen freigelegt und der durchgehende Natursteinsockel der Gebäue sichtbar. Die Rhododendren, ein weiteres schon in Ansetzen vorhandenes Thema, soll verstärkt werden. Pflanzungen verschiedenster Rhododendren gliedern die Rasenflächen und beleben durch Blüten und immergrünes Laub den Park. Ein neues Grünelement sind auch die Zierkirschen und Zieräpfel, die in Gruppen gepflanzt, in den streng gefassten Außenräumen eine heitere Atmosphäre schaffen.
Fassadenbegrünung setzen zusätzliche Akzente auf den langen Fassaden. Mit dem Ziel den Parkcharakter zu stärken, werden die Fußwege zurückgebaut. Parkplätze werden auf den vorhandenen Straßen außerhalb des Kernbereiches markiert. Die vorhanden dezentralen Parkplatzanlagen werden zurückgebaut. Die auch als Fußwege genutzten Straßen werden durch mit Metallschienen gefasste Grandwege ergänzt, die zu den Eingängen und in die Höfe der einzelnen Baublöcke führen. Die unmittelbaren Eingangsbereiche, teils als Rampen ausgebildet und die Terrassen vor dem Campus Center (BE 2) und den Colleges (BE 6) sind mit Natursteinplatten belegt. Wege zu den Fahrradkellern und den Müllräumen sind mit Granitrasenpflaster befestigt. Die Entwässerung der befestigten Flächen erfolgt überwiegend mit Schlitz- und Kastenrinnen. Drainagen entwässern die großen Rasenflächen.
"Rijkswaterstaat" Ministerium für Verkehr und Wasserwege, Utrecht
Fertigstellung 2008, WES International mit Architekturbureau cepezed
Das neue Ministerium für Verkehr und Wasserbau "Rijkswaterstaat" in Utrecht, mit seinen starken und Identität gebenden Freianlagen, ist heute mehr als nur ein Ort für Büros. Es repräsentiert nach außen, wofür das Ministerium steht. Kernstück des Entwurfs ist ein "Wasserteppich", der das Gebäude wie auf einem Silbertablett präsentiert.
Das neue Ministerium für Verkehr und Wasserbau "Rijkswaterstaat" in Utrecht, mit seinen starken und Identität gebenden Freianlagen, ist heute mehr als nur ein Ort für Büros. Es repräsentiert nach außen, wofür das Ministerium steht. Kernstück des Entwurfs ist ein "Wasserteppich", der das Gebäude wie auf einem Silbertablett präsentiert.
Flughafen Berlin-Brandenburg International, Berlin-Schönefeld
in Planung seit 2009, WES & Partner in Arge AFG mit H.H. Krafft
Eine Inszenierung von Wasser, Düne und Kiefer als Leitthemen der Märkischen Landschaft begleitet den Passagier auf seinem Weg. Ein signifikantes, wellenartig geschwungenes Kiefernband und drei große diagonal verlaufende Dünen überlagern und verändern sich in Dimension und Schwingungsfrequenz mit zunehmender Nähe zum Hauptterminal. Dieser Dramaturgie der Frequenzverdichtung oder Auflösung folgen alle wesentlichen Entwurfselemente wie die Bänderungen der Heckenräume im Airport Garden. Sie lösen sich nach und nach auf, gehen über in changierenden Streifen aus hellen, an den märkischen Sand erinnernde Plattenbeläge und enden in heller Einfarbigkeit am Eingang zum Hauptterminal. Die Plaza und Garden verbindende breite Wasserachse steigert, als modelliertes Plateau mit entsprechender Inszenierung der Fontänen, das Thema von Landschaft, Frequenz und Dynamik.
Eine Inszenierung von Wasser, Düne und Kiefer als Leitthemen der Märkischen Landschaft begleitet den Passagier auf seinem Weg. Ein signifikantes, wellenartig geschwungenes Kiefernband und drei große diagonal verlaufende Dünen überlagern und verändern sich in Dimension und Schwingungsfrequenz mit zunehmender Nähe zum Hauptterminal. Dieser Dramaturgie der Frequenzverdichtung oder Auflösung folgen alle wesentlichen Entwurfselemente wie die Bänderungen der Heckenräume im Airport Garden. Sie lösen sich nach und nach auf, gehen über in changierenden Streifen aus hellen, an den märkischen Sand erinnernde Plattenbeläge und enden in heller Einfarbigkeit am Eingang zum Hauptterminal. Die Plaza und Garden verbindende breite Wasserachse steigert, als modelliertes Plateau mit entsprechender Inszenierung der Fontänen, das Thema von Landschaft, Frequenz und Dynamik.
Zimmer im Freien
Penthouse Garten Dr. Mattias Wilkening, Hannover, Fertigstellung 2006
Das Zimmer im Freien mit dem Himmel, den Sternen als Decke. Die Erweiterung des loftartigen Wohnraums ins Freie. Im Ansatz minimalistisch, enthält der Penthouse Garden alle Elemente eines "Wohnraumes": Den weißen, polierten Marmorfußboden, der sich von Innen nach Außen zieht, mit echtem, grünem Rasenteppich. Den eleganten hochglanzlackierten Schrank und vier Meter hohe Vorhänge, die sich halbtransparent und silbrig schimmernd im Wind bewegen.
Das Zimmer im Freien mit dem Himmel, den Sternen als Decke. Die Erweiterung des loftartigen Wohnraums ins Freie. Im Ansatz minimalistisch, enthält der Penthouse Garden alle Elemente eines "Wohnraumes": Den weißen, polierten Marmorfußboden, der sich von Innen nach Außen zieht, mit echtem, grünem Rasenteppich. Den eleganten hochglanzlackierten Schrank und vier Meter hohe Vorhänge, die sich halbtransparent und silbrig schimmernd im Wind bewegen.
Stadtentwicklung Wien-Krieau, Bezirk U2, Wien
Fertigstellung 2010, WES International mit Zechner & Zechner, Henke und Schreieck Architekten und Martin Kohlbauer
Die Freiräume sind die künftigen Visitenkarten des Quartiers. Der Entwurf sieht eine künstliche Landschaft mit einer großen Wasserfläche vor, die mit einem Steg überspannt ist. Der "See" wird von einer klaren Promenade und einer bewegten Uferlinie, mit grünen Inseln überlagert und gefasst.
Die Freiräume sind die künftigen Visitenkarten des Quartiers. Der Entwurf sieht eine künstliche Landschaft mit einer großen Wasserfläche vor, die mit einem Steg überspannt ist. Der "See" wird von einer klaren Promenade und einer bewegten Uferlinie, mit grünen Inseln überlagert und gefasst.
Gedenkstätte Esterwegen
„Das Geheimnis der Erlösung ist die Erinnerung.“ (Talmud)
Am 31. Oktober 2011 wurde die Gedenkstätte auf dem Gelände des früheren Konzentrations- und Strafgefangenenlagers Esterwegen im Emsland eröffnet. Der Festakt begann um 10.00 Uhr mit einem Gebet und der Kranzniederlegung.
Das im August 1933 errichtete Konzentrationslager Esterwegen gehörte mit den Lagern Börgermoor und Neusustrum zu den frühen Konzentrationslagern in Deutschland. Auf dem Gelände ist ein „Lernort“, ein Ort des „aktiven Erinnerns“, in Verbindung mit einem Dokumentations- und Informationszentrum enstanden, der an die Geschichte der insgesamt 15 Emslandlager und ihrer Opfer erinnert. Die Entwürfe für die Gedenkstätte stammen von den Landschaftsarchitekten WES & Partner in Zusammenarbeit mit Hans-Hermann Krafft.
Vordergründig werden die Dimensionen des Lagers und seine Wirkung im Raum interpretierend und andeutend visualisiert. Zugleich wird an die Härte, die Unmenschlichkeit und an die Isoliertheit und das Verlorensein der Häftlinge erinnert, ohne dabei in ein falsches oder irritierendes Pathos abzugleiten.
Darüber hinaus weisen die Landschaftsarchitekten aus Hamburg und Berlin mit Ihrem Entwurf auf die wichtigen landschaftsräumlichen und historisch bedeutenden Verbindungen hin.
Alle Elemente des ehemaligen Lagerbetriebes werden erhalten und durch Sichtfenster verdeutlicht. Gehölze, auch die zur Bundeswehrzeit gepflanzten Bäume werden in das Konzept weitestgehend mit einbezogen. Die verschiedenen Lagerphasen werden durch Elemente wie Stahlstreifen im Boden, leichte Niveausprünge und Böschungsaufschüttungen visualisiert.
Es werden keine Bauwerke rekonstruiert. Abstrakte, den Landschaftsraum brechende Elemente aus Stahlscheiben, in einfacher und sich jedweder beruhigenden und abschließenden Interpretation verweigernder Formensprache bilden das Grundthema. „Im Stahl fanden wir das geeignete Material für die baulichen Elemente, lässt er doch eine Vielzahl an stimmigen Assoziationen zu. Insbesondere aber entfaltet sich im Alterungsprozess des Rostens ein ganz eigener Ausdruck von Zeit und Vergänglichkeit.
Jede gestalterische Maßnahme ist in ihrer Zurückhaltung kalkuliert und entwickelt sich kompromisslos aus dem Ort.“ erläutert der Berliner Architekt Hans-Hermann Krafft.
Die unterschiedliche Behandlung der Geländeoberflächen stellt das Umfeld und den als Wildrasen belassenen Wachmannschaftsbereich in einen harten Kontrast zum überschotterten Häftlingsbereich.
Das topografische Prinzip zur Visualisierung der Barackenstandorte ist wie folgt umgesetzt:
Schotter wird im Häftlingsbereich für den Bereich als SS-Konzentrationslager bis 1936 und der Erweiterung ab 1937 auf die vorhandenen Geländetopografie aufgetragen. Die Barackenstandorte werden davon ausgenommen. Es entstehen angeböschte „Zeitfenster“ („Fußabdrücke“, Gräben, Kuhlen). Der Schotterauftrag endet an der inneren ehemaligen Stacheldrahtbegrenzung und verdeutlicht mit einer leichten Höhendifferenz ein umlaufendes Zeitfenster des Todesstreifens.
Neben der Unterscheidung in der Oberfläche werden die Häftlingsbaracken durch den geschnittenen und auf den jeweiligen Barackenstandort reduzierten Baumbestand von Roteichen, aus der Bundeswehrzeit zu einem, auch in seiner Monotonie räumlich und sinnlich prägenden Element von Enge und Weite.
Die Erschließung erfolgt über die Nordseite. Zwischen den ehemaligen Bundeswehrhallen spannt sich als neues Element, vom Eingang zwischen den Hallen, bis zur Lagestraße und nach Norden weiterführend bis in das Moor, ein Stahlsteg. Sein Verlauf entwickelt sich aus der Bodenbündigkeit im Eingangsbereich, zu einem eigenen, über dem Gelände schwebenden Erschließungselement.
Der „Raum der Stille“, bisher noch nicht realisiert, wurde für alle 15 Emslandlager als integrativer Ausstellungsbestandteil konzipiert: Ein Kubus mit ca. 6,00 Meter Kantenlänge an den vier Ecken mit schmalen Zugangsschlitzen, als inszenatorischer Raum. Wände und Decke bestehen aus Holzregalen in denen gepresste Torfziegel gestapelt sind. Den Boden bilden dunkle Presstorfziegel/Kork.
Am 31. Oktober 2011 wurde die Gedenkstätte auf dem Gelände des früheren Konzentrations- und Strafgefangenenlagers Esterwegen im Emsland eröffnet. Der Festakt begann um 10.00 Uhr mit einem Gebet und der Kranzniederlegung.
Das im August 1933 errichtete Konzentrationslager Esterwegen gehörte mit den Lagern Börgermoor und Neusustrum zu den frühen Konzentrationslagern in Deutschland. Auf dem Gelände ist ein „Lernort“, ein Ort des „aktiven Erinnerns“, in Verbindung mit einem Dokumentations- und Informationszentrum enstanden, der an die Geschichte der insgesamt 15 Emslandlager und ihrer Opfer erinnert. Die Entwürfe für die Gedenkstätte stammen von den Landschaftsarchitekten WES & Partner in Zusammenarbeit mit Hans-Hermann Krafft.
Vordergründig werden die Dimensionen des Lagers und seine Wirkung im Raum interpretierend und andeutend visualisiert. Zugleich wird an die Härte, die Unmenschlichkeit und an die Isoliertheit und das Verlorensein der Häftlinge erinnert, ohne dabei in ein falsches oder irritierendes Pathos abzugleiten.
Darüber hinaus weisen die Landschaftsarchitekten aus Hamburg und Berlin mit Ihrem Entwurf auf die wichtigen landschaftsräumlichen und historisch bedeutenden Verbindungen hin.
Alle Elemente des ehemaligen Lagerbetriebes werden erhalten und durch Sichtfenster verdeutlicht. Gehölze, auch die zur Bundeswehrzeit gepflanzten Bäume werden in das Konzept weitestgehend mit einbezogen. Die verschiedenen Lagerphasen werden durch Elemente wie Stahlstreifen im Boden, leichte Niveausprünge und Böschungsaufschüttungen visualisiert.
Es werden keine Bauwerke rekonstruiert. Abstrakte, den Landschaftsraum brechende Elemente aus Stahlscheiben, in einfacher und sich jedweder beruhigenden und abschließenden Interpretation verweigernder Formensprache bilden das Grundthema. „Im Stahl fanden wir das geeignete Material für die baulichen Elemente, lässt er doch eine Vielzahl an stimmigen Assoziationen zu. Insbesondere aber entfaltet sich im Alterungsprozess des Rostens ein ganz eigener Ausdruck von Zeit und Vergänglichkeit.
Jede gestalterische Maßnahme ist in ihrer Zurückhaltung kalkuliert und entwickelt sich kompromisslos aus dem Ort.“ erläutert der Berliner Architekt Hans-Hermann Krafft.
Die unterschiedliche Behandlung der Geländeoberflächen stellt das Umfeld und den als Wildrasen belassenen Wachmannschaftsbereich in einen harten Kontrast zum überschotterten Häftlingsbereich.
Das topografische Prinzip zur Visualisierung der Barackenstandorte ist wie folgt umgesetzt:
Schotter wird im Häftlingsbereich für den Bereich als SS-Konzentrationslager bis 1936 und der Erweiterung ab 1937 auf die vorhandenen Geländetopografie aufgetragen. Die Barackenstandorte werden davon ausgenommen. Es entstehen angeböschte „Zeitfenster“ („Fußabdrücke“, Gräben, Kuhlen). Der Schotterauftrag endet an der inneren ehemaligen Stacheldrahtbegrenzung und verdeutlicht mit einer leichten Höhendifferenz ein umlaufendes Zeitfenster des Todesstreifens.
Neben der Unterscheidung in der Oberfläche werden die Häftlingsbaracken durch den geschnittenen und auf den jeweiligen Barackenstandort reduzierten Baumbestand von Roteichen, aus der Bundeswehrzeit zu einem, auch in seiner Monotonie räumlich und sinnlich prägenden Element von Enge und Weite.
Die Erschließung erfolgt über die Nordseite. Zwischen den ehemaligen Bundeswehrhallen spannt sich als neues Element, vom Eingang zwischen den Hallen, bis zur Lagestraße und nach Norden weiterführend bis in das Moor, ein Stahlsteg. Sein Verlauf entwickelt sich aus der Bodenbündigkeit im Eingangsbereich, zu einem eigenen, über dem Gelände schwebenden Erschließungselement.
Der „Raum der Stille“, bisher noch nicht realisiert, wurde für alle 15 Emslandlager als integrativer Ausstellungsbestandteil konzipiert: Ein Kubus mit ca. 6,00 Meter Kantenlänge an den vier Ecken mit schmalen Zugangsschlitzen, als inszenatorischer Raum. Wände und Decke bestehen aus Holzregalen in denen gepresste Torfziegel gestapelt sind. Den Boden bilden dunkle Presstorfziegel/Kork.
