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1. Preis ThyssenKrupp Haus Berlin
Der Planungswettbewerb für das ThyssenKrupp Haus Berlin ist entschieden. Seit Juni 2011 haben 30 Architekturbüros ihre Entwürfe für den Neubau zwischen Staatsratsgebäude und dem künftigem Humboldt-Forum entwickelt. Einstimmig mit dem ersten Preis wurde der Entwurf des Büros Schweger & Partner aus Hamburg ausgezeichnet. Die Projekte von drei weiteren Architekten wurden gleichrangig mit zweiten Preisen ausgezeichnet: Chaix & Morel aus Paris mit JSWD aus Köln, Grüntuch Ernst aus Berlin und Kaspar Kraemer Architekten aus Köln.
Die Jury hat sich einstimmig für das Gewinnerprojekt entschieden, das jetzt in einer weiteren
Abstimmungsrunde mit der Senatsverwaltung und dem Bezirk im Detail geprüft werden soll, um in der Realisierung die gesteckten Anforderungen zu erfüllen. Zu berücksichtigen sind unter anderem der komplizierte Baugrund, in dem nicht nur die Gründung besonders aufwändig ist, sondern auch die erforderlichen archäologischen Untersuchungen.
(Ausführliche Projektbeschreibung und weitere Bilder unter http://www.schweger-architects.com/de/architecture/thyssenkrupp-haus)
Aus dem Protokoll des Preisgerichtes:
Kennzeichen des Entwurfs ist die sorgsame Platzierung und Proportionierung des Baukörpers im Kontext des Staatsratsgebäudes und des weiteren Umfelds. Durch seine homogene Fassadenstruktur, die leichte Drehung und das offene Zwischengeschoss erhält der Neubau eine abstrakte skulpturale Qualität, wodurch der Entwurf eine zeitlose Eleganz von hohem Niveau erreicht.
Das Preisgericht würdigt besonders diese städtebauliche Haltung, die eine gelungene Lösung für das Nebeneinander mit dem Staatsratsgebäude und der gemeinsamen Rahmung des Platzraums ist. Zugleich weist sie dem Gebäude selbst eine angemessene Eigenständigkeit zu, ohne pompös aufzutrumpfen. Vielmehr interpretiert die großmaßstäbliche Gliederung des Gebäudes die Typologien der angrenzenden Bauten mit Monumentalordnung. So steht das offene Zwischengeschoss im Dialog mit dem hohen 1. Obergeschoss des Staatsratsgebäudes.
Die offene Terrasse im 2. Obergeschoss gibt dem Projekt eine zusätzliche Qualität mit einer Öffnung in vielfacher Hinsicht. Sie fördert auf ungewöhnliche Weise den Austausch mit dem
öffentlichen Leben auf Straßenniveau und schafft die Option für eine öffentliche Nutzung. Sie ermöglicht Durchblicke durch den Baukörper, die u.a. die Wahrnehmung der verdeckten Teile des ehemaligen Staatsratsgebäudes erlauben. Die reflektierende Decke des Zwischengeschosses wertet den Raum in seiner Besonderheit auf und unterstützt den visuellen Kontakt zum Außenraum.
www.schweger-architects.com
Bundestag Jakob-Kaiser-Haus Berlin
Die Halle und eine zu ihr orthogonal ausgerichtete Erschließungsachse bilden eine Ordnung, die Orientierung im Gebäudekomplex herstellt. Hier sind alle Räume angelagert, die für die Nutzer von zentraler Bedeutung sind wie z.B. die Fraktionssitzungsäle und deren Foyers, die Cafeteria, das Pressezentrum und der Zugang für die Medienvertreter. Die Haupterschließungsebene ist das Erdgeschoß. Hier entstehen lichtdurchflutete Verkehrswege mit Außenraumbezug. Eine großzügige, zentrale Passage unterhalb der Clara-Zetkin-Straße verbindet den nördlichen und südlichen Block.
Bauherr: Bundesbaugesellschaft Berlin
Bauzeit: 1997-2002
Bauvolumen: BGF: 164.000 m²
Entwurf: Peter Schweger
Im Büro: Architekten Schweger + Partner
Kunstmuseum Wolfsburg
Die Museumsbauten der vergangenen Jahre setzten den Akzent entweder eindeutig auf die Sammlung oder die Ausstellung. Eine Mischnutzung, wie sie in Wolfsburg verlangt war, hat prototypischen Charakter; vergleichbare Modelle gibt es bisher nicht.
Bei Nacht ist das Kunstmuseum Wolfsburg ein Gefäß des Lichtes, das – je nachdem, von wo man schaut – zu schweben scheint.
Bauherr: Kunststiftung Volkswagen
Bauzeit: 1992-1994
Bauvolumen: BGF: 13.900 m²
Entwurf: Peter Schweger
Im Büro: Architekten Schweger + Partner
MNK Karlsruhe
Neben den vier vom ZKM bespielten Lichthöfen mit Medienmuseum, Bibliothek, Mediathek, Kunstdepots und Forschungsinstituten, der städtischen Galerie mit Wechselausstellungshallen im Lichthof 10 und der staatlichen Hochschule für Gestaltung HfG ist in den nördlichen Lichthöfen 1 und 2 das Museum für Neue Kunst MNK entstanden. Hier werden die Sammlungen zeitgenössischer Kunst von mehreren international bedeutenden süddeutschen Kunstsammlern als Dauerleihgaben aufgenommen, z.T. in Depots gelagert, in Werkstätten gepflegt, verwaltet und im Museum im Wechsel ausgestellt.
Bauherr: Kommunalbau Karlsruhe
Bauzeit: 1998-2000
Bauvolumen: BGF: 51.700 m²
Entwurf: Peter Schweger
Im Büro: Architekten Schweger + Partner
Main Tower Hessische Landesbank Frankfurt/Main
Im Bereich der Sockelgeschosse wird die denkmalgeschützte Sandsteinfassade der Vorgängerbauten integriert und strukturell um den Neubauteil ergänzt. Der quadratische Teil des Turmes erhält eine Fassade aus Baubronze, die im Laufe der Jahre patiniert. Der runde Turmteil kontrastiert dazu mit gläserner Offenheit.
Von der Spitze des Rundturmes bieten ein Restaurant, eine öffentliche Aussichtsplattform und ein Studio des Hessischen Rundfunks auf dem höchsten öffentlich erreichbaren Aussichtspunkt innerhalb Frankfurts einen fantastischen Rundblick auf City und Umgebung. Zur umweltfreundlichen Energieversorgung dient ein Blockheizkraftwerk, dessen Abwärme über Absorptionskältemaschinen die Kälteversorgung deckt. Ergänzend dazu wird Kälte im Winter auf dem Dach gesammelt und im Erdreich mit Hilfe der Erdpendelspeicher für den Sommerbetrieb unter der Fundamentplatte gespeichert.
Bauherr: Helicon
Bauzeit: 1996-2001
Bauvolumen: BGF: 110.000 m²
Entwurf: Peter Schweger, Heino Lattemann
Im Büro: Architekten Schweger + Partner
Bundesrat, Berlin
Eine der besonderen Qualitäten des Herrenhauses, die klare, vom Tageslicht bestimmte Wegeführung in der Achse Ehrenhof / Eingangshalle – Wandelhalle – Plenarsaal sowie das funktionale System von Raumfolgen und Erschließungen wurde wieder hergestellt.
Der Plenarsaal des Preußischen Herrenhauses war als geschlossener, introvertierter Raum Ausdruck einer elitären politischen Ordnung. Die Neugestaltung mit großflächigen, umlaufend angeordneten Wandöffnungen und einer transparenten Dachkonstruktion reagiert auf das Demokratieverständnis unserer Zeit. Eine Glaselementedecke lenkt das Tageslicht. Eine außenliegende nachführende Photovoltaikanlage erzeugt Energie und verschattet das Glasdach.
Bauherr: BBR
Bauzeit: 1996-2001
Bauvolumen: BGF: 31.100 m²
Entwurf: Peter Schweger, Karl-Michael Eggers
Im Büro: Architekten Schweger + Partner
Sächsisches Staatsarchiv Dresden
Zusammen mit dem durch seine fast geschlossenen schweren Backsteinfassaden geprägten neuen Magazinbau entsteht an der Archivstraße ein spannungsvoller Dialog und ein neues Gleichgewicht der drei markanten Baukörper. Eine funktional und energetisch optimierte Lösung bei gleichzeitiger Einbindung in die wertvolle Altbausubstanz waren zentrale Entwurfskriterien.
Der kompakte Neubau zeigt nach außen eine bauphysikalisch hochwertige schwere Backsteinfassade, vermauert im wilden Verband, mit Reminiszenzen an historische Lagerhäuser. Der Neubau war Preisträger des Deutschen Passivhauspreises 2010.
Bauherr
SIB Dresden
Bauzeit
2006-2011
Bauvolumen
26.800 m²
Entwurf
Peter P. Schweger, Jens-Peter Frahm, Mark Schüler
Bundesministerium BMFSFJ Berlin
Der kubische Baukörper des Neubaus folgt den vorgegebenen Baufluchten und wird durch drei unterschiedliche Höhenbereiche gegliedert, die sich an die benachbarten Häuser anpassen bzw. den 2-geschossig ausgebildeten Besucher- und Konferenzbereich aufnehmen. Die nachgezeichnete Blockkante öffnet sich dabei durch zwei großzügige Höfe in den Straßenraum und wirkt der Enge der Glinkastraße entgegen.
Das Quartier wird so trotz Blockrandbebauung stadträumlich geöffnet und das Blockinnere von der Straße aus spürbar.
Bauherr
BBR
Bauzeit
2006-2009
Bauvolumen
28.013 m²
Entwurf
Peter P. Schweger, Jens-Peter Frahm, Mark Schüler
Collegium Hungaricum Berlin
Für das Collegium Hungaricum wurde ein Konzept entwickelt, das sowohl den historischen Traditionen als auch den heutigen Anforderungen entspricht. In dem Bau wurden neben den funktionalen Qualitäten und der kompakten Klarheit der Baukörper insbesondere die integrative Komplettierung der unterschiedlichen Epochen des Standortes wie auch die symbolhafte Aussage für das Collegium Hungaricum hervorgehoben.
Die Architektur des Gebäudes bezieht sich insbesondere auf die klassische Moderne und die damaligen Verbindungen zwischen Ungarn und Bauhaus Deutschland durch Laszlo Moholy-Nagy und Marcel Breuer. Das Gebäude wird von der Dorotheenstraße aus betreten, ist aber schon von der Straße Unter den Linden sichtbar – das große Fenster des Festsaales bzw. Multifunktionsraumes überträgt die kulturellen Aktivitäten des Instituts direkt in den Stadtraum. Das moderne Ensemble mit den zwei Wohnhäusern bildet einen signifikanten Ort in der historischen Mitte Berlins. Das Gebäude des CHB wird fünf Obergeschosse haben, verbunden durch einen großzügigen Foyer- und Freitreppenbereich auf jeder Etage.
Bauherr
Ministerium Nationales Kulturerbe Ungarn
Bauzeit
2006-2011
Bauvolumen
7.700 m²
Entwurf
Peter P. Schweger, Jens-Peter Frahm
BMW Hochhaus-Areal München
Ein Leitziel der Erneuerung war es, das schon als „historisch“ empfundene Bauwerk als „Architektur der Erinnerung“ nicht verstummen zu lassen und seine ihm eigenen, der Bauzeit entsprechenden Gestaltungsregeln weiterhin gelten zu lassen. Andererseits ging es nicht um materielle Rekonstruktion verschlissener Bauteile und Ausstattungen, sondern um die Interpretation der architektonischen Ausdrucksmittel und deren Transformation in heutige Mittel und Materialien. Zum Anspruch auf Ganzheit und auf Herausforderung gehört auch die Kunst, die speziell für das Gebäude in Auftrag gegeben, in den Bau integriert und symbiotisch mit der Architektur in Verbindung gebracht wird.
Bauherr
BMW AG
Bauzeit
2003-2006
Bauvolumen
76.000 m²
Entwurf
Peter P. Schweger, Michael Eggers, Rolf Meyer
Dubai Pearl
Daher bedarf dieser Ort einer eindeutigen, einmaligen und klaren Bestimmung.
Der Ort für Dubai Pearl ist in diesem Stadtgefüge eine "Insel", umspült vom Verkehr.
Die Komposition der Hochhäuser mit ihrer neuen Typologie setzt ein weit wirksames Zeichen. Sie folgt einer Philosophie, die zeigt, dass es zur Klärung grundlegender Begriffe notwendig und lohnend ist, den Wildwuchs verschwommener Rhetorik und immer wiederkehrender und vordergründiger Entwurfsstandards abzustreifen und nach Verdichtung und Komplexität im Einfachen zu suchen.
Bauherr: Dubai Pearl
Bauzeit: 2008-2013
Bauvolumen: BGF: 1,4 Mio m²
Entwurf: Peter Schweger, Jens-Peter Frahm, Mark Schüler
Im Büro: Schweger Associated Architects
NDR Hörfunk (2. BA) Hamburg
Die zusammenhängende grüne Fläche mit den freistehenden Baumgruppen wird durch die Haupterschließungsachse, einem steinernen Band in West-Ost-Richtung, gegliedert.
Die Gebäudeorganisation folgt einem einfachen Prinzip, welches auch im zweiten Bauabschnitt übernommen wurde und in möglichen weiteren Bauphasen modifiziert werden kann. Das äußere Erscheinungsbild transportiert die neuen Inhalte und entspricht den funktionalen Erfordernissen. Gleichzeitig bezieht sich die Architektur in Gliederung und Proportionalität auf die klassizistische Formgebung der benachbarten Villenbebauung.
Bauherr
NDR
Bauzeit
2006-2008
Bauvolumen
22.000 m²
Entwurf
Peter P. Schweger, Karl-Michael Eggers






