SMAQ – architecture urbanism research
Kastanienallee 10
D-10435 Berlin
T +49-[0]30-9560 9420
F +49-[0]30-9560 9419
mail@smaq.net
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BAD (bath)
Stuttgart, Deutschland
Architectural Review Award for Emerging Architecture 2008 (commended)
Environmental Tectonics Competition (Architectural Association London): 2. Preis
BAD basiert auf einem 1.000 Meter langen Gartenschlauch der über einen Hydranten an das vorgefundene unsichtbare infrastrukturelle Netz angeschlossen ist. Der Schlauch kann exakt soviel Wasser aufnehmen wie nötig ist, um eine Wanne für ein bis zwei Personen zu füllen. Arrangiert in zahllosen Schlaufen formt der elastische Schlauch einen Paravent der die Sonnenstrahlung einfängt und so das Wasser im Schlauch auf eine angenehme Badetemperatur erwärmt. Nach dem Bad wird das Wasser abgelassen und damit der Park gewässert.
BAD lotet Möglichkeiten aus die durch infrastrukturellen Realitäten und Freizeitverhalten geprägte urbanisierte Landschaft zu interpretieren und zu bewohnen. Es schlägt eine alternative, Selbstbestimmte Art der Freizeitgestaltung vor und gründet sich dabei auf die anarchische Expertise eines Alltagswissens (die Erwärmung von Wasser im Gartenschlauch) anstatt auf Kapitalintensive Technologien (wie Teflonkleidung oder Kohlefaserfahrräder). Opportunistisch verbindet es für einen kurzen räumlichen Augenblick Kreisläufe die meist als Gegensätze verstanden werden: Infrastruktur und Landschaft. Ohne Dogmatismus nutzt es beide, realisiert deren Potentiale und extrahiert aus der Aneignung bereits existierender Systeme ein sommerliches Vergnügen. Auf die Spitze getrieben, jenseits der Kriterien für Effizienz, wird die subversive Geste „architekturalisiert“ und erforscht dabei die materiellen Potentiale der beiden verwendeten Materialien Gartenschlauch und Multiplex. Die Steifigkeit bzw. Elastizität von Holz und Schlauch werden gegeneinander ausgespielt und integriert, so dass das Ornament sich in authentischer Art und Weise wieder in den architektonischen Ausdruck einschleicht.
Entwurf: Sabine Müller, Andreas Quednau
Aufbau: Ulrike Kube, Sarah Centgraf, Herman Fellinger, Dieter Müller, Katrin Henke
Statik: Florian Foerster, Steffen Stich
Auftraggeber: Akademie Solitude, Stuttgart, Deutschland.
Architectural Review Award for Emerging Architecture 2008 (commended)
Environmental Tectonics Competition (Architectural Association London): 2. Preis
BAD basiert auf einem 1.000 Meter langen Gartenschlauch der über einen Hydranten an das vorgefundene unsichtbare infrastrukturelle Netz angeschlossen ist. Der Schlauch kann exakt soviel Wasser aufnehmen wie nötig ist, um eine Wanne für ein bis zwei Personen zu füllen. Arrangiert in zahllosen Schlaufen formt der elastische Schlauch einen Paravent der die Sonnenstrahlung einfängt und so das Wasser im Schlauch auf eine angenehme Badetemperatur erwärmt. Nach dem Bad wird das Wasser abgelassen und damit der Park gewässert.
BAD lotet Möglichkeiten aus die durch infrastrukturellen Realitäten und Freizeitverhalten geprägte urbanisierte Landschaft zu interpretieren und zu bewohnen. Es schlägt eine alternative, Selbstbestimmte Art der Freizeitgestaltung vor und gründet sich dabei auf die anarchische Expertise eines Alltagswissens (die Erwärmung von Wasser im Gartenschlauch) anstatt auf Kapitalintensive Technologien (wie Teflonkleidung oder Kohlefaserfahrräder). Opportunistisch verbindet es für einen kurzen räumlichen Augenblick Kreisläufe die meist als Gegensätze verstanden werden: Infrastruktur und Landschaft. Ohne Dogmatismus nutzt es beide, realisiert deren Potentiale und extrahiert aus der Aneignung bereits existierender Systeme ein sommerliches Vergnügen. Auf die Spitze getrieben, jenseits der Kriterien für Effizienz, wird die subversive Geste „architekturalisiert“ und erforscht dabei die materiellen Potentiale der beiden verwendeten Materialien Gartenschlauch und Multiplex. Die Steifigkeit bzw. Elastizität von Holz und Schlauch werden gegeneinander ausgespielt und integriert, so dass das Ornament sich in authentischer Art und Weise wieder in den architektonischen Ausdruck einschleicht.
Entwurf: Sabine Müller, Andreas Quednau
Aufbau: Ulrike Kube, Sarah Centgraf, Herman Fellinger, Dieter Müller, Katrin Henke
Statik: Florian Foerster, Steffen Stich
Auftraggeber: Akademie Solitude, Stuttgart, Deutschland.
Konzerthaus
Sarajevo, Bosnien-Herzegowina
Wettbewerb: Lobende Erwähnung
Das Konzerthaus definiert den öffentlichen Raum im kulturellen und politischen Zentrum von Sarajevo neu. Die unterschiedlichen Innenstadtbereiche werden in das Gebäude hinein und um die Bühne herum verlängert. Die Verwirblung kreiert vielfältige Blicke vom Foyer zurück in die Stadt.
Das Konzerthaus ist geprägt durch Durchlässigkeit. Die Hülle verhandelt Zugänglichkeit, Tragwerk und akustische Anforderungen. Im Resultat ergeben sich Öffnungen für das ein- und austretende Licht. In Bewegung wahrgenommen erzeugen die die Außenhaut bildenden Bänder alternierend Momente von Offenheit und Solidität.
Projektteam: Sabine Müller, Andreas Quednau
Wettbewerb: Lobende Erwähnung
Das Konzerthaus definiert den öffentlichen Raum im kulturellen und politischen Zentrum von Sarajevo neu. Die unterschiedlichen Innenstadtbereiche werden in das Gebäude hinein und um die Bühne herum verlängert. Die Verwirblung kreiert vielfältige Blicke vom Foyer zurück in die Stadt.
Das Konzerthaus ist geprägt durch Durchlässigkeit. Die Hülle verhandelt Zugänglichkeit, Tragwerk und akustische Anforderungen. Im Resultat ergeben sich Öffnungen für das ein- und austretende Licht. In Bewegung wahrgenommen erzeugen die die Außenhaut bildenden Bänder alternierend Momente von Offenheit und Solidität.
Projektteam: Sabine Müller, Andreas Quednau
L.A.R.S.
Bergen, Norwegen
Wettbewerb: 2. Preis
Auftraggeber: Stadt Bergen
L.A.R.S. geht der Frage nach, wie in der Peripherie Bergens, entlang der Autobahn, zwischen Shopping, Gewerbe und suburbanen Wohngebieten, ein Zentrum konzipiert werden kann. Dadurch, dass L.A.R.S. sich auf Freizeit- und Autobezogene Praktiken stützt, sowie die Einzellogiken der vorstädtischen Programme zum Prinzip erklärt, entwickelt das Projekt eine ortspezifische ausgeprägte Form der Urbanität, anstatt ein ortsfremdes städtisches Model zu importieren.
Zwei parallele Strategien aktivieren die widersprüchlichen Potentiale von Autobahnausfahrt und Landschaftsnähe: Die existierende Shopping Mall wird ausgeweitet und bestehende Landschafts- und Sporträume werden verknüpft. Beide Maßnahmen überbrücken jeweils die das Zentrum zerschneidende Autobahn. In beiden Bereichen werden –dem Maßstab der Umgebung entsprechend – große Volumen platziert. Hierin schichten sich unterschiedliche programmatische Enklaven – gemäß den ihnen eigenen Lagepräferenzen und Typologien: Einzelhandel, Büros, Wohnungen, soziale Einrichtungen.
Im Entwurf als beweglich und verformbar verstanden, reagieren Schichten und Volumen auf das landschaftliche Kapital der Lage und passen sich dem Aussicht und Auslauf suchenden Wohnen an. View-far Apartments blicken auf die Hügelkuppen, ihre Drehungen veranlassen Balkone und Höfe in den anderen Schichten. Walk-out Apartments führen in die Natur, sie richten die Grundgebundenen Wohnblocks an den Wegen, die in den Landschaftraum führen, aus.
Resultat der angewandten städtebaulich-architektonischen Kombinatorik und der multidirektionalen Morphologie sind vielfältige vertikale und horizontale Beziehungen, die -und das ist das Anliegen dieses Projekts- auf sozialer Ebene unerwartete Begegnungen und spannende Nähebeziehungen ermöglichen.
Projektteam: Sabine Müller, Andreas Quednau, Petr Baletka
Wettbewerb: 2. Preis
Auftraggeber: Stadt Bergen
L.A.R.S. geht der Frage nach, wie in der Peripherie Bergens, entlang der Autobahn, zwischen Shopping, Gewerbe und suburbanen Wohngebieten, ein Zentrum konzipiert werden kann. Dadurch, dass L.A.R.S. sich auf Freizeit- und Autobezogene Praktiken stützt, sowie die Einzellogiken der vorstädtischen Programme zum Prinzip erklärt, entwickelt das Projekt eine ortspezifische ausgeprägte Form der Urbanität, anstatt ein ortsfremdes städtisches Model zu importieren.
Zwei parallele Strategien aktivieren die widersprüchlichen Potentiale von Autobahnausfahrt und Landschaftsnähe: Die existierende Shopping Mall wird ausgeweitet und bestehende Landschafts- und Sporträume werden verknüpft. Beide Maßnahmen überbrücken jeweils die das Zentrum zerschneidende Autobahn. In beiden Bereichen werden –dem Maßstab der Umgebung entsprechend – große Volumen platziert. Hierin schichten sich unterschiedliche programmatische Enklaven – gemäß den ihnen eigenen Lagepräferenzen und Typologien: Einzelhandel, Büros, Wohnungen, soziale Einrichtungen.
Im Entwurf als beweglich und verformbar verstanden, reagieren Schichten und Volumen auf das landschaftliche Kapital der Lage und passen sich dem Aussicht und Auslauf suchenden Wohnen an. View-far Apartments blicken auf die Hügelkuppen, ihre Drehungen veranlassen Balkone und Höfe in den anderen Schichten. Walk-out Apartments führen in die Natur, sie richten die Grundgebundenen Wohnblocks an den Wegen, die in den Landschaftraum führen, aus.
Resultat der angewandten städtebaulich-architektonischen Kombinatorik und der multidirektionalen Morphologie sind vielfältige vertikale und horizontale Beziehungen, die -und das ist das Anliegen dieses Projekts- auf sozialer Ebene unerwartete Begegnungen und spannende Nähebeziehungen ermöglichen.
Projektteam: Sabine Müller, Andreas Quednau, Petr Baletka
Cosy Chair
Auftraggeber: Droog Design
Cosy Chair ersetzt den typischen Heizkörper in Form eines bequemen Möbels. Cosy Chair heizt lokal – direkt, wo man sitzt, sich ausruht, eine Tasse Tee trinkt, ein Buch liest oder fernsieht. Cosy Chair reduziert den Energieverbrauch, da differenzierte Temperaturzonen direkt dort bereitgestellt werden wo sie erforderlich anstatt das gesamte Raumvolumen gleichmäßig zu beheizen. Der Cosy Chair ist aus einem in Form gebogenen, fünfzig Meter langen Edelstahlrohr gefertigt, das an das reguläre Heizungssystem angeschlossen wird.
Projektteam: Sabine Müller, Andreas Quednau, Ludovica Rogers
Cosy Chair ersetzt den typischen Heizkörper in Form eines bequemen Möbels. Cosy Chair heizt lokal – direkt, wo man sitzt, sich ausruht, eine Tasse Tee trinkt, ein Buch liest oder fernsieht. Cosy Chair reduziert den Energieverbrauch, da differenzierte Temperaturzonen direkt dort bereitgestellt werden wo sie erforderlich anstatt das gesamte Raumvolumen gleichmäßig zu beheizen. Der Cosy Chair ist aus einem in Form gebogenen, fünfzig Meter langen Edelstahlrohr gefertigt, das an das reguläre Heizungssystem angeschlossen wird.
Projektteam: Sabine Müller, Andreas Quednau, Ludovica Rogers
SCOOP – Wasserkante und Arktisches Kulturzentrum
Hammerfest, Norwegen
Als nördlichste Stadt der Welt ist Hammerfest durch extreme klimatische Bedingungen geprägt. SCOOP ist ein neues Hafenkonzept mit kulturellem Angebot und öffentlicher Promenade. Es reagiert auf die extremen Konditionen und bildet eine neue Wasserkante, die Zonen mit unterschiedlich intensivem Kontakt zu den reichen Facetten des Klimas integriert – offen zur See und zum Wind, regengeschützt oder sonneneinfangend. Diese Zonierung bildet die Grundlage eines neuen, über den Verlauf des gesamten Jahres nutzbaren öffentlichen Raums – mit Außen- als auch Innenbereichen.
Das Arktische Kulturzentrum ist ein extrovertierter, klimaaktiver Bogen, der zwischen den drei Polen Stadtzentrum, Hafen und Strand aufgespannt ist. Die Form reagiert auf die Umwelt und nutzt die klimatischen Bedingungen intelligent. Eine glänzende und reflektierende Metallhülle öffnet sich so, dass sie unter anderem als Sonnenblende und Sonnenlichtreflektor fungiert und für den Innenraum akustische und Belüftungsaufgaben übernimmt.
Wenn sich die Lichtsituation von taghell zu Dunkelheit wechselt, wandelt sich das Arktische Kulturzentrum von einer das Sonnenlicht reflektierenden Skulptur in eine Licht ausstrahlende Laterne und bleibt von Stadtzentrum aus das gesamte Jahr über ein pulsierende Fokuspunkt.
Entwurf: Sabine Müller, Andreas Quednau mit Caroline O’Donnell
Als nördlichste Stadt der Welt ist Hammerfest durch extreme klimatische Bedingungen geprägt. SCOOP ist ein neues Hafenkonzept mit kulturellem Angebot und öffentlicher Promenade. Es reagiert auf die extremen Konditionen und bildet eine neue Wasserkante, die Zonen mit unterschiedlich intensivem Kontakt zu den reichen Facetten des Klimas integriert – offen zur See und zum Wind, regengeschützt oder sonneneinfangend. Diese Zonierung bildet die Grundlage eines neuen, über den Verlauf des gesamten Jahres nutzbaren öffentlichen Raums – mit Außen- als auch Innenbereichen.
Das Arktische Kulturzentrum ist ein extrovertierter, klimaaktiver Bogen, der zwischen den drei Polen Stadtzentrum, Hafen und Strand aufgespannt ist. Die Form reagiert auf die Umwelt und nutzt die klimatischen Bedingungen intelligent. Eine glänzende und reflektierende Metallhülle öffnet sich so, dass sie unter anderem als Sonnenblende und Sonnenlichtreflektor fungiert und für den Innenraum akustische und Belüftungsaufgaben übernimmt.
Wenn sich die Lichtsituation von taghell zu Dunkelheit wechselt, wandelt sich das Arktische Kulturzentrum von einer das Sonnenlicht reflektierenden Skulptur in eine Licht ausstrahlende Laterne und bleibt von Stadtzentrum aus das gesamte Jahr über ein pulsierende Fokuspunkt.
Entwurf: Sabine Müller, Andreas Quednau mit Caroline O’Donnell
XERITOWN, Dubai
Nachhaltiges Stadtgebiet
Holcim Award 2008 for Sustainable Construction (Regional Acknowledgement Prize)
Gesamtfläche: 59 ha
Geschossfläche: 486.000 m2
Auftraggeber: Dubai Properties, Vereinigte Arabische Emirate
Das Projekt Xeritown wurde als nachhaltiges Wohnquartier entwickelt und stellt sich dem für die Region neuen Anspruch, Lösungen anzubieten, die sowohl Ressourcen sparen als auch ein eine dem Klima angemessene Umgebung für soziale Interaktionen im öffentlichen Raum schaffen. Der Plan ist gekennzeichnet von einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Bebauung und Landschaft; architektonische Typologien - Apartments, Townhouses und Hotels, kulturelle Einrichtungen - die sowohl klimatisch als auch visuell von der Nähe zur Landschaft profitieren, prägen den schlichten Wohncharakter des Projekts.
Ausgangspunkt für Xeritown ist die Wüste und das lokale Klima. Die urbane Form wurde im Zusammenspiel mit den örtlichen Bedingungen von Sonne, Wind und Wasser entwickelt. Der städtebauliche Plan beruht auf einer zunächst einfachen Setzung: Als Reaktion auf die starke Sonneneinstrahlung Dubais wurde die bebaute Fläche auf 50% der Grundstücksfläche komprimiert, mit dem Resultat einer engen, sich selbst verschattenden städtischen Struktur.
Enge Fußgängerstrassen und kleine Plätze prägen das Gefüge und erinnern in Gestalt und Wirkungsweise an regionale traditionelle Bauweisen. Die Nord-Süd-Ausrichtung der Gebäude minimiert deren solare Aufheizung. Die Baumasse ist in streifenartige Inseln zerlegt und so orientiert, dass sie von den vorherrschenden Windrichtungen profitiert. Die kühlere Brise vom Meer strömt zwischen den Bebauungsinseln hindurch, während die heißen Wüstenwinde durch die ansteigende Bebauung über das Gebiet hinweg geleitet werden. Eine aufgeraute, den Luftstrom brechende Skyline aus niedrigen Gebäuden und Türmen unterstützt natürliche Belüftung. Ähnliche Dynamiken bestimmen auch die Entstehung von Dünen in der Wüste. In ihrer sandfarbenen Materialität ähneln die städtischen Inseln erstarrten Dünen.
Entwurf: SMAQ: Sabine Müller, Andreas Quednau mit Joachim Schultz; Team: Therese Granberg, Ludovica Rogers, Felipe Flores, Kathrin Löer, Valle Medina, Martino Sacchi; in Zusammenarbeit mit X-Architects (Dubai), Johannes Grothaus Landscape Architects (Potsdam/Dubai), Reflexion (Zürich), Buro Happold (London/Dubai)
Holcim Award 2008 for Sustainable Construction (Regional Acknowledgement Prize)
Gesamtfläche: 59 ha
Geschossfläche: 486.000 m2
Auftraggeber: Dubai Properties, Vereinigte Arabische Emirate
Das Projekt Xeritown wurde als nachhaltiges Wohnquartier entwickelt und stellt sich dem für die Region neuen Anspruch, Lösungen anzubieten, die sowohl Ressourcen sparen als auch ein eine dem Klima angemessene Umgebung für soziale Interaktionen im öffentlichen Raum schaffen. Der Plan ist gekennzeichnet von einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Bebauung und Landschaft; architektonische Typologien - Apartments, Townhouses und Hotels, kulturelle Einrichtungen - die sowohl klimatisch als auch visuell von der Nähe zur Landschaft profitieren, prägen den schlichten Wohncharakter des Projekts.
Ausgangspunkt für Xeritown ist die Wüste und das lokale Klima. Die urbane Form wurde im Zusammenspiel mit den örtlichen Bedingungen von Sonne, Wind und Wasser entwickelt. Der städtebauliche Plan beruht auf einer zunächst einfachen Setzung: Als Reaktion auf die starke Sonneneinstrahlung Dubais wurde die bebaute Fläche auf 50% der Grundstücksfläche komprimiert, mit dem Resultat einer engen, sich selbst verschattenden städtischen Struktur.
Enge Fußgängerstrassen und kleine Plätze prägen das Gefüge und erinnern in Gestalt und Wirkungsweise an regionale traditionelle Bauweisen. Die Nord-Süd-Ausrichtung der Gebäude minimiert deren solare Aufheizung. Die Baumasse ist in streifenartige Inseln zerlegt und so orientiert, dass sie von den vorherrschenden Windrichtungen profitiert. Die kühlere Brise vom Meer strömt zwischen den Bebauungsinseln hindurch, während die heißen Wüstenwinde durch die ansteigende Bebauung über das Gebiet hinweg geleitet werden. Eine aufgeraute, den Luftstrom brechende Skyline aus niedrigen Gebäuden und Türmen unterstützt natürliche Belüftung. Ähnliche Dynamiken bestimmen auch die Entstehung von Dünen in der Wüste. In ihrer sandfarbenen Materialität ähneln die städtischen Inseln erstarrten Dünen.
Entwurf: SMAQ: Sabine Müller, Andreas Quednau mit Joachim Schultz; Team: Therese Granberg, Ludovica Rogers, Felipe Flores, Kathrin Löer, Valle Medina, Martino Sacchi; in Zusammenarbeit mit X-Architects (Dubai), Johannes Grothaus Landscape Architects (Potsdam/Dubai), Reflexion (Zürich), Buro Happold (London/Dubai)
Cumulus
Oslo-Grorud, Norwegen
Wettbewerb 1. Preis
Grundstücksfläche: 5,5 ha
Gesamtgeschossfläche: 49.950 m2
Program: 195 Wohnungen, 14.370 m2 Gewerbliche Flächen, 10.450 m2 Büro, 8.500 m2 kulturelle und soziale Einrichtungen, 19.200 m2 Tiefgarage
Auftraggeber: Oslo kommune eiendoms- og byfornyelsesetaten
„Cumulus“ geht der Frage nach, wie sich Umweltkreisläufe und öffentlicher Raum in einer neuen urbanen Typologie integrieren lassen.
Der Entwurf für ein Zentrum in einem Osloer Wohnviertel der 70er Jahre verbindet unterschiedliche soziale Sphären, Programme und Maßstäbe durch ein über die Jahreszeiten hinweg organisiertes Wasserrecycling. Regenwasser wird auf Dächern und Fassaden des verdichteten Wohnkomplexes gesammelt; es reflektiert Licht und Himmel in die Wohnungen und versorgt die gemeinsamen Waschküchen. Im nahenden Winter jedoch wird das Wasser freigegeben und bei Feuerwerk und Punsch Teile des öffentlichen Raums geflutet, es friert und die geschlossene Schlittschuhhalle, Herzstück des öffentlichen Programms, expandiert zur offenen Eislauffläche. Während der Wintermonate bildet diese Fläche den sportlichen und sozialen Treffpunkt der Nachbarschaft und Besucher; im Frühling fließt das Tauwasser über in die angrenzenden Kleingärten zurück in den natürlichen Kreislauf.
Projektteam: Sabine Müller, Andreas Quednau, Robert Gorny, Felipe Flores, Silvia Izquierdo, Martino Sacchi
Wettbewerb 1. Preis
Grundstücksfläche: 5,5 ha
Gesamtgeschossfläche: 49.950 m2
Program: 195 Wohnungen, 14.370 m2 Gewerbliche Flächen, 10.450 m2 Büro, 8.500 m2 kulturelle und soziale Einrichtungen, 19.200 m2 Tiefgarage
Auftraggeber: Oslo kommune eiendoms- og byfornyelsesetaten
„Cumulus“ geht der Frage nach, wie sich Umweltkreisläufe und öffentlicher Raum in einer neuen urbanen Typologie integrieren lassen.
Der Entwurf für ein Zentrum in einem Osloer Wohnviertel der 70er Jahre verbindet unterschiedliche soziale Sphären, Programme und Maßstäbe durch ein über die Jahreszeiten hinweg organisiertes Wasserrecycling. Regenwasser wird auf Dächern und Fassaden des verdichteten Wohnkomplexes gesammelt; es reflektiert Licht und Himmel in die Wohnungen und versorgt die gemeinsamen Waschküchen. Im nahenden Winter jedoch wird das Wasser freigegeben und bei Feuerwerk und Punsch Teile des öffentlichen Raums geflutet, es friert und die geschlossene Schlittschuhhalle, Herzstück des öffentlichen Programms, expandiert zur offenen Eislauffläche. Während der Wintermonate bildet diese Fläche den sportlichen und sozialen Treffpunkt der Nachbarschaft und Besucher; im Frühling fließt das Tauwasser über in die angrenzenden Kleingärten zurück in den natürlichen Kreislauf.
Projektteam: Sabine Müller, Andreas Quednau, Robert Gorny, Felipe Flores, Silvia Izquierdo, Martino Sacchi
Dots&Loops
Burgos, Spanien
Wettbewerb, 1. Preis
Bebauungsplan und Landschaftsstudie
Gesamtfläche: 3,75 ha
Auftraggeber: Aragõn Izquierdo S.L., Burgos.
Dots&Loops entwickelt für Burgos' Süden eine durchlässige Stadtkante. Der Entwurf trägt einem verwobenen Stadt - Land Verhältnis Rechnung und besetzt mit seinen Türmen zeichenhaft die Grenze ohne eine physische Trennung zu etablieren. Im Gegenteil, seine verdichtende Wirkung entfaltet das Projekt dadurch, dass es die Potentiale und Nachteile des Ortes - Nähe zur Landschaft und Infrastruktur versus Lärmbelastung durch die Autobahn- kleinmaßstäblich verhandelt. Dazu dient eine biegsamen Wohnblock-Typologie: Introvertierte aufgeständerte Loops schirmen zum einen den Lärm ab und ermöglichen andererseits eine fließende Kontinuität der Gartenhöfe zur Landschaft. Jede Wohnung ist dreigeschossig und hat einen eigenen Stellplatz direkt unter der Wohnung. Eine Treppe verbindet alle Geschosse miteinander und dient als individueller Zugang zum gemeinsamen Garten-Patio. Sie führt von dort aus ins Grüne. Das Wohnen folgt hier einem klaren Prinzip: es wird zur verlangsamenden Schnittstelle zweier Momente: dem Ankommen mit dem Auto und Hinausgehen in die Landschaft.
In der städtebaulichen Weiterbearbeitung des Entwurfs wurde die Parzellierung zum Werkzeug der Landschaftsgestaltung und Instrument öffentlicher Durchlässigkeit. Öffentliche Flächen und private Grundstücke sind über topographische Konturen getrennt. Sie bilden ein differenziertes ornamentales Muster, das die Vegetation und Beläge der lokalen Umwelt programmatisch einsetzt. Parkfinger holen die agrarische Landschaft tief in das neue Stadtgebiet hinein. Sportanlagen setzen an der städtischen Seite an und drängen ins beackerte Feld. Land und Stadt treten in eine durchdringende Beziehung und bleiben gleichermaßen zugänglich.
Projektteam: Sabine Müller, Andreas Quednau mit Marta Male Alemany
Wettbewerb, 1. Preis
Bebauungsplan und Landschaftsstudie
Gesamtfläche: 3,75 ha
Auftraggeber: Aragõn Izquierdo S.L., Burgos.
Dots&Loops entwickelt für Burgos' Süden eine durchlässige Stadtkante. Der Entwurf trägt einem verwobenen Stadt - Land Verhältnis Rechnung und besetzt mit seinen Türmen zeichenhaft die Grenze ohne eine physische Trennung zu etablieren. Im Gegenteil, seine verdichtende Wirkung entfaltet das Projekt dadurch, dass es die Potentiale und Nachteile des Ortes - Nähe zur Landschaft und Infrastruktur versus Lärmbelastung durch die Autobahn- kleinmaßstäblich verhandelt. Dazu dient eine biegsamen Wohnblock-Typologie: Introvertierte aufgeständerte Loops schirmen zum einen den Lärm ab und ermöglichen andererseits eine fließende Kontinuität der Gartenhöfe zur Landschaft. Jede Wohnung ist dreigeschossig und hat einen eigenen Stellplatz direkt unter der Wohnung. Eine Treppe verbindet alle Geschosse miteinander und dient als individueller Zugang zum gemeinsamen Garten-Patio. Sie führt von dort aus ins Grüne. Das Wohnen folgt hier einem klaren Prinzip: es wird zur verlangsamenden Schnittstelle zweier Momente: dem Ankommen mit dem Auto und Hinausgehen in die Landschaft.
In der städtebaulichen Weiterbearbeitung des Entwurfs wurde die Parzellierung zum Werkzeug der Landschaftsgestaltung und Instrument öffentlicher Durchlässigkeit. Öffentliche Flächen und private Grundstücke sind über topographische Konturen getrennt. Sie bilden ein differenziertes ornamentales Muster, das die Vegetation und Beläge der lokalen Umwelt programmatisch einsetzt. Parkfinger holen die agrarische Landschaft tief in das neue Stadtgebiet hinein. Sportanlagen setzen an der städtischen Seite an und drängen ins beackerte Feld. Land und Stadt treten in eine durchdringende Beziehung und bleiben gleichermaßen zugänglich.
Projektteam: Sabine Müller, Andreas Quednau mit Marta Male Alemany
Wissenschaftsquartier Magdeburg
Masterplan und Rahmenplan Hafenkonversion
Internationaler Wettbewerb: 1. Preis
Gesamtfläche: 48 ha
Auftraggeber: Landeshauptstadt Magdeburg und Otto-von-Guericke-Universität
Zur Qualifizierung als Wissenschafts-, Bildungs- und Wirtschaftsstandort entwickelt die Stadt Magdeburg ihr Wissenschaftsquartier. Dieses Projekt ist einer der wichtigsten Bausteine der Stadtentwicklung Magdeburgs. Ziel ist es, die Standorte für Wissenschaft und Forschung zu einem Quartier zusammenzufassen und Flächen zur Erweiterung zu entwickeln. Ausgehend von der innenstadtnahen Lage am Landschaftsraum der Elbe und am historischen Handelshafen soll ein attraktives und lebendiges Stadtquartier mit Wohn-, Freizeit- und Kulturnutzungen als Zentrum für Innovations- und Wissenstransfer entstehen. Aus einem internationalen städtebaulichen und freiraumplanerischen Wettbewerb zum Wissenschaftsquartier ist 2010 das Berliner Büro SMAQ zusammen mit HL-Landschaftsarchitekten als Gewinner hervorgegangen und wurde anschließend mit der Erstellung des Masterplans für das 48 ha große Gebiet beauftragt, der nun vorliegt.
Der Masterplan bildet die Grundlage für die Entwicklung des Wissenschaftsquartiers auf den Flächen des denkmalgeschützten ehemaligen Handelshafen Magdeburg-Neustadt; er schafft die Voraussetzungen für die Verknüpfung mit der Otto-von-Guericke-Universität und den Forschungsinstituten am Askanischen Platz sowie für die Gestaltung eines gemeinsamen Entrées. Im Konzept sind neben der Verdichtung und Umnutzung des Areals durch wissenschaftlich-gewerbliche Nutzungen auch Wohn-, Freizeit- und Kulturnutzungen sowie Versorgungseinrichtungen vorgesehen, die in Zukunft Raum für zusätzlich ca. 4000 Menschen zum Arbeiten und für ca. 600 zum Wohnen bieten werden.
Die Besonderheit dieses Konversionsprojektes liegt in der Integration des Wissenschaftsquartiers in die fragmentierte Stadtstruktur - über die in der Nach-Wende-Zeit geschaffene infrastrukturelle Barriere der Sandtorstraße hinweg mit räumlichen und freiräumlichen Mitteln. Das neue Wissenschaftsquartier formuliert Schnittstellen zum Quartier Alte Neustadt sowie zum Kultur- und Freizeitbereich am nördlichen Ende des Hafens. Dadurch rückt die Stadt an die Elbe und das Kulturdenkmal des ehemaligen Handelshafens wird zum erlebbaren und gelebten Stadtraum.
Das Wissenschaftsquartier leistet einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Stadtentwicklung. Es werden innerstädtische Flächenreserven in verdichteter Bauweise entwickelt und stadtteilnah Flächen zur Naherholung am Elbeufer erschlossen. Das Wissenschaftsquartier setzt auf „Alternative Mobilität“ indem es den Fußgänger- und Fahrradverkehr fördert. Ökologische Belange werden durch einen am flusstypischen und ruderalen Vegetationsbestand ausgerichteten Freiraum und durch eine den lokalen Wasserhaushalt verbessernde Flächenbehandlung in die Gestaltung integriert.
Drei Leitbilder kennzeichnen den Masterplan: Sichtbarkeit, Kommunikation und Durchlässigkeit.
Sichtbarkeit - Ausbildung eines nach außen und innen als Ganzes wahrnehmbaren Wissenschaftsquartiers. Im heterogenen Kontext wird das Wissenschaftsquartier durch eine einheitliche Sprache in der Gebäude- und Freiraumgestaltung sichtbar. Die bauliche und freiräumliche Sprache entfaltet sich aus dem Zusammenspiel von Alt und Neu. Die Einheitlichkeit der Höhen der neuen Gebäudetextur setzt die prägenden Speichergebäude in Szene. Am Quartiereingang Sandtorplatz verankern neue Hochpunkte das Quartier sichtbar in der Stadtstruktur.
Kommunikation - Ausbau von verbesserten Kommunikationsstrukturen im Wissenschaftsquartier. Durch programmatische Nähe, bessere Vernetzung der Teilbereiche, Fokussierung der Bewegungen auf Knotenpunkte und hohe Aufenthaltsqualität im Freiraum wird die Kommunikation verbessert. Das Raumsystem und kommunikative Rückgrat des Wissenschaftsquartiers basiert auf einer Verkettung unterschiedlicher öffentlicher Räume. Eine Raumsequenz verbindet die Universität und den neuen östlichen Campusplatz über die Sandtorstraße hinweg mit dem Entrée Sandtorplatz und dem Charles-de-Gaulle-Platz am Hafenbecken bis an die Elbe. Entlang des Hafenbeckens wird die Raumfolge über die Hafenpromenade bis zum neuen Silo-Platz an den historischen Reichseinheitsspeichern geführt und findet ihren Abschluss am Platz der Hubbrücke mit dem historischen Kettendampfer „Gustav Zeuner“.
Durchlässigkeit - Integration des Wissenschaftsquartiers durch Offenheit und Verflechtung mit dem städtischen und landschaftlichen Kontext. Das Wissenschaftsquartier macht den Flussraum von der Stadt aus räumlich geführt erreichbar. Wichtigstes Bindeglied zur Verknüpfung der Alten Neustadt mit dem Elberaum bildet der Sandtorplatz zwischen Wittenberger Platz und Elbbalkon am Flussufer. Querungen im Speicher-Areal und eine neue Fußgängerbrücke über das Hafenbecken überwinden auch historische Barrieren. Der Sport- und Erholungsraum entlang der Elbe mit dem internationalen Elberadweg verknüpft das Wissenschaftsquartier mit dem Stadtzentrum flussabwärts und dem Landschaftsraum flussaufwärts.
SMAQ: Sabine Müller, Andreas Quednau, Robert Gorny, Anna Kostreva, Sara Favargiotti, Urs Kumberger, Susanne Lettau, Matthias Titze in Zusammenarbeit mit HL Landschaftsarchitekten: Florian Heilbronner, Nil Lachkareff
Internationaler Wettbewerb: 1. Preis
Gesamtfläche: 48 ha
Auftraggeber: Landeshauptstadt Magdeburg und Otto-von-Guericke-Universität
Zur Qualifizierung als Wissenschafts-, Bildungs- und Wirtschaftsstandort entwickelt die Stadt Magdeburg ihr Wissenschaftsquartier. Dieses Projekt ist einer der wichtigsten Bausteine der Stadtentwicklung Magdeburgs. Ziel ist es, die Standorte für Wissenschaft und Forschung zu einem Quartier zusammenzufassen und Flächen zur Erweiterung zu entwickeln. Ausgehend von der innenstadtnahen Lage am Landschaftsraum der Elbe und am historischen Handelshafen soll ein attraktives und lebendiges Stadtquartier mit Wohn-, Freizeit- und Kulturnutzungen als Zentrum für Innovations- und Wissenstransfer entstehen. Aus einem internationalen städtebaulichen und freiraumplanerischen Wettbewerb zum Wissenschaftsquartier ist 2010 das Berliner Büro SMAQ zusammen mit HL-Landschaftsarchitekten als Gewinner hervorgegangen und wurde anschließend mit der Erstellung des Masterplans für das 48 ha große Gebiet beauftragt, der nun vorliegt.
Der Masterplan bildet die Grundlage für die Entwicklung des Wissenschaftsquartiers auf den Flächen des denkmalgeschützten ehemaligen Handelshafen Magdeburg-Neustadt; er schafft die Voraussetzungen für die Verknüpfung mit der Otto-von-Guericke-Universität und den Forschungsinstituten am Askanischen Platz sowie für die Gestaltung eines gemeinsamen Entrées. Im Konzept sind neben der Verdichtung und Umnutzung des Areals durch wissenschaftlich-gewerbliche Nutzungen auch Wohn-, Freizeit- und Kulturnutzungen sowie Versorgungseinrichtungen vorgesehen, die in Zukunft Raum für zusätzlich ca. 4000 Menschen zum Arbeiten und für ca. 600 zum Wohnen bieten werden.
Die Besonderheit dieses Konversionsprojektes liegt in der Integration des Wissenschaftsquartiers in die fragmentierte Stadtstruktur - über die in der Nach-Wende-Zeit geschaffene infrastrukturelle Barriere der Sandtorstraße hinweg mit räumlichen und freiräumlichen Mitteln. Das neue Wissenschaftsquartier formuliert Schnittstellen zum Quartier Alte Neustadt sowie zum Kultur- und Freizeitbereich am nördlichen Ende des Hafens. Dadurch rückt die Stadt an die Elbe und das Kulturdenkmal des ehemaligen Handelshafens wird zum erlebbaren und gelebten Stadtraum.
Das Wissenschaftsquartier leistet einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Stadtentwicklung. Es werden innerstädtische Flächenreserven in verdichteter Bauweise entwickelt und stadtteilnah Flächen zur Naherholung am Elbeufer erschlossen. Das Wissenschaftsquartier setzt auf „Alternative Mobilität“ indem es den Fußgänger- und Fahrradverkehr fördert. Ökologische Belange werden durch einen am flusstypischen und ruderalen Vegetationsbestand ausgerichteten Freiraum und durch eine den lokalen Wasserhaushalt verbessernde Flächenbehandlung in die Gestaltung integriert.
Drei Leitbilder kennzeichnen den Masterplan: Sichtbarkeit, Kommunikation und Durchlässigkeit.
Sichtbarkeit - Ausbildung eines nach außen und innen als Ganzes wahrnehmbaren Wissenschaftsquartiers. Im heterogenen Kontext wird das Wissenschaftsquartier durch eine einheitliche Sprache in der Gebäude- und Freiraumgestaltung sichtbar. Die bauliche und freiräumliche Sprache entfaltet sich aus dem Zusammenspiel von Alt und Neu. Die Einheitlichkeit der Höhen der neuen Gebäudetextur setzt die prägenden Speichergebäude in Szene. Am Quartiereingang Sandtorplatz verankern neue Hochpunkte das Quartier sichtbar in der Stadtstruktur.
Kommunikation - Ausbau von verbesserten Kommunikationsstrukturen im Wissenschaftsquartier. Durch programmatische Nähe, bessere Vernetzung der Teilbereiche, Fokussierung der Bewegungen auf Knotenpunkte und hohe Aufenthaltsqualität im Freiraum wird die Kommunikation verbessert. Das Raumsystem und kommunikative Rückgrat des Wissenschaftsquartiers basiert auf einer Verkettung unterschiedlicher öffentlicher Räume. Eine Raumsequenz verbindet die Universität und den neuen östlichen Campusplatz über die Sandtorstraße hinweg mit dem Entrée Sandtorplatz und dem Charles-de-Gaulle-Platz am Hafenbecken bis an die Elbe. Entlang des Hafenbeckens wird die Raumfolge über die Hafenpromenade bis zum neuen Silo-Platz an den historischen Reichseinheitsspeichern geführt und findet ihren Abschluss am Platz der Hubbrücke mit dem historischen Kettendampfer „Gustav Zeuner“.
Durchlässigkeit - Integration des Wissenschaftsquartiers durch Offenheit und Verflechtung mit dem städtischen und landschaftlichen Kontext. Das Wissenschaftsquartier macht den Flussraum von der Stadt aus räumlich geführt erreichbar. Wichtigstes Bindeglied zur Verknüpfung der Alten Neustadt mit dem Elberaum bildet der Sandtorplatz zwischen Wittenberger Platz und Elbbalkon am Flussufer. Querungen im Speicher-Areal und eine neue Fußgängerbrücke über das Hafenbecken überwinden auch historische Barrieren. Der Sport- und Erholungsraum entlang der Elbe mit dem internationalen Elberadweg verknüpft das Wissenschaftsquartier mit dem Stadtzentrum flussabwärts und dem Landschaftsraum flussaufwärts.
SMAQ: Sabine Müller, Andreas Quednau, Robert Gorny, Anna Kostreva, Sara Favargiotti, Urs Kumberger, Susanne Lettau, Matthias Titze in Zusammenarbeit mit HL Landschaftsarchitekten: Florian Heilbronner, Nil Lachkareff
