Geschäftshaus Hohe Bleichen, Hamburg
Das 1389m²-große Grundstück befindet sich im Bezirk Hamburg-Mitte in unmittelbarer City-Lage. Das denkmalwürdige Gebäude wurde 1897 im Auftrag der Hypothekenbank gebaut. Das Gebäude verfügt zur Strasse „Hohe Bleichen“ über eine historische Sandsteinfassade; die Hofseite ist als historischeFliesenfassade mit Sandsteinelementen ausgebildet.
Neben der Sanierung der Sandsteinfassade werden die Fassaden des 4. und 5.OG neu gestaltet. Diese werden mit unterschiedlich eingefärbten Spiegelgläsern verkleidet. Die sich in der Fassade abzeichnenden Geschossplatten und Brandwände werden mit einer hellen Faserzementfassade verkleidet. Vor den Nachkriegslochfassaden im 4.OG werden drehbahre, farbige Spiegelglaslamellen angeordnet.
Der Hauptzugang des Gebäudes befindet sich an der Strasse „Hohe Bleichen“, von dem man über das Haupttreppenhaus oder die Fahrstuhlanlage in die Bürogeschosse und in das Restaurant im 1.OG gelangt.
Die Büroflächen im 2.OG wurden aufwendig umgebaut. Da hier im Hallenbereich bis auf die historischen Stützen und den Deckenstuck keine alten Bestandselemente erhalten waren, wurde diese modern umgebaut. Prägendes Element des Hauptraumes ist ein begehbares, weißes Möbelobjekt, auf dem sich die Arbeitsplätze befinden.
Weitere Büroräume zum Hof konnten mit ihren prägenden Holzböden und Wandvertäfelungen erhalten und restauriert werden. Ein neuer Terrassenbereich enstand auf dem Dach der ehemaligen Schalterhalle. Der Terrassenbelag besteht aus bernsteinfarbigen Glasnuggets. In den zwei neu erstellten Pflanztrögen auf der Terrasse wurden jeweils zwei schirmförmig gezogene Kiefern (Pinus sylvestris "Watereri") gepflanzt.
Neben der Sanierung der Sandsteinfassade werden die Fassaden des 4. und 5.OG neu gestaltet. Diese werden mit unterschiedlich eingefärbten Spiegelgläsern verkleidet. Die sich in der Fassade abzeichnenden Geschossplatten und Brandwände werden mit einer hellen Faserzementfassade verkleidet. Vor den Nachkriegslochfassaden im 4.OG werden drehbahre, farbige Spiegelglaslamellen angeordnet.
Der Hauptzugang des Gebäudes befindet sich an der Strasse „Hohe Bleichen“, von dem man über das Haupttreppenhaus oder die Fahrstuhlanlage in die Bürogeschosse und in das Restaurant im 1.OG gelangt.
Die Büroflächen im 2.OG wurden aufwendig umgebaut. Da hier im Hallenbereich bis auf die historischen Stützen und den Deckenstuck keine alten Bestandselemente erhalten waren, wurde diese modern umgebaut. Prägendes Element des Hauptraumes ist ein begehbares, weißes Möbelobjekt, auf dem sich die Arbeitsplätze befinden.
Weitere Büroräume zum Hof konnten mit ihren prägenden Holzböden und Wandvertäfelungen erhalten und restauriert werden. Ein neuer Terrassenbereich enstand auf dem Dach der ehemaligen Schalterhalle. Der Terrassenbelag besteht aus bernsteinfarbigen Glasnuggets. In den zwei neu erstellten Pflanztrögen auf der Terrasse wurden jeweils zwei schirmförmig gezogene Kiefern (Pinus sylvestris "Watereri") gepflanzt.
Institutsgebäude und Studentenwohnheim TFH Wildau
Das städtebauliche Konzept des Entwurfs basiert einerseits auf einer Analyse des Ortes. Ort meint hier sowohl den umgebenden Naturraum mit seiner Topografie als auch die gebaute Umgebung in ihrem Übergang von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft. Andererseits interpretiert der Entwurf den Gedanken des Campus neu, schafft eine deutliche Ablesbarkeit von Wohnen und Lehre, erzeugt Sicht- und Wegebeziehungen zwischen dicht und dünn, zwischen alt und neu, zwischen öffentlichen und Rückzugsräumen…
Das zur Verfügung stehende Grundstück wird von Achsen durchzogen, die sich zu signifikanten Punkten öffnen wie der bewaldeten Topografie der Umgebung, dem neuen Entree des Campus, einem weitläufigen zentralen Campusplatz, kleineren, eher internen Bereichen, welche dem Wohnen zugeordnet sind, Rücksprüngen als Referenz vor der vorhandenen historischen Bausubstanz. Die städtebauliche Form entsteht sozusagen durch Subtraktion aus dem Grundstück. Grossform oder einzelne Baukörper? Nun, so genau lässt sich diese Frage nicht beantworten. Und das ganz bewusst.
Lesbar ist die Struktur auf unterschiedliche Art und Weise: sowohl als funktionale Grossform, sozusagen die Lernmaschine mit menschlichem Antlitz, als auch als kleinteilige Struktur, Antwort auf die eher dörfliche Struktur der Umgebung. Die Dichte der neuen Bebauung bei gleichzeitig massstäblicher und verträglicher Gebäudehöhe hat zur Folge, dass das Baufeld 3 frei bleiben kann. Es wird landschaftsplanerisch gestaltet und steht für mögliche künftige Erweiterungen zur Verfügung.
Die einzelnen Baukörper folgen im Innern der Choreografie ihrer Nutzung und schaffen dabei differenzierte Raumfolgen zwischen introvertiert und extrovertiert, zwischen Innen und Aussen, zwischen studentischer Lehre, Wohnen und Verwaltung. Verfügungsgebäude und studentisches Wohnen sind zwar typologisch verwandt, tragen jedoch durch ihre Materialität die unterschiedlichen Funktionen nach aussen, eher warm und hölzern beim Wohnen und sachlich metallisch im Verfügungsgebäude. Alle tragenden Neubauteile werden als Stahlbetonskelett-Konstruktionen errichtet, welchen ein wirtschaftliches Achsmass zugrunde liegt sowie eine Optimierung im Volumen, was die charakteristischen Versätze in Grund- und Aufriss zur Folge hat. Fussböden, Decken, Wände werden soweit möglich in Leichtbauweise ausgeführt, um hohe Flexibilität zu gewährleisten.
Eines der zentralen Themen des Entwurfs als Konzept: Altes Wissen und Neues Wissen: vom Industriestandort zum Think Tank. Auf dem Campus der TFH finden sich schon heute unterschiedliche Beispiele des Umgangs mit historischer Industriebausubstanz. Die Intention ist es, den Altbaubestand als integralen Teil der Gesamtbebauung zu begreifen und gleichzeitig den historischen Charakter der Halle 17 zu bewahren. Dies geschieht durch gezielte bauliche Interventionen wie das Audimax einerseits, welches die Hülle des Bestands an einer Stelle durchdringt, und durch einen Respektabstand im Innern andererseits, um die historische Struktur erfahrbar zu machen.
In enger Zusammenarbeit mit den Statikern ist es gelungen, eine einfache und damit wirtschaftliche Struktur zu entwickeln, ohne die Gestalt des Gebäudes zu negieren oder zu schwächen. Funktionale und konstruktive Struktur greifen ineinander und lassen Freiräume für gestalterische und Aufenthaltsqualitäten, die man üblicherweise in derart nutzungsspezifischen Einrichtungen vergebens sucht. Der Bezug von innen nach aussen wird gestärkt durch die Fassade, vor der auf der Süd- und Westseite ein frei geformtes Flechtwerk als Rankhilfe Sonnen- und Sichtschutz bietet. Nicht zuletzt durch dieses Flechtwerk ergibt sich das charakteristische Erscheinungsbild des Gebäudes nach aussen. Im Innern klar differenziert in die unterschiedlichen Fakultäten von Luftfahrttechnik bis hin zu europäischem Management, erfolgt nach aussen eine Homogenisierung, wird das Thema Lehre insgesamt nach aussen transportiert.
Das zur Verfügung stehende Grundstück wird von Achsen durchzogen, die sich zu signifikanten Punkten öffnen wie der bewaldeten Topografie der Umgebung, dem neuen Entree des Campus, einem weitläufigen zentralen Campusplatz, kleineren, eher internen Bereichen, welche dem Wohnen zugeordnet sind, Rücksprüngen als Referenz vor der vorhandenen historischen Bausubstanz. Die städtebauliche Form entsteht sozusagen durch Subtraktion aus dem Grundstück. Grossform oder einzelne Baukörper? Nun, so genau lässt sich diese Frage nicht beantworten. Und das ganz bewusst.
Lesbar ist die Struktur auf unterschiedliche Art und Weise: sowohl als funktionale Grossform, sozusagen die Lernmaschine mit menschlichem Antlitz, als auch als kleinteilige Struktur, Antwort auf die eher dörfliche Struktur der Umgebung. Die Dichte der neuen Bebauung bei gleichzeitig massstäblicher und verträglicher Gebäudehöhe hat zur Folge, dass das Baufeld 3 frei bleiben kann. Es wird landschaftsplanerisch gestaltet und steht für mögliche künftige Erweiterungen zur Verfügung.
Die einzelnen Baukörper folgen im Innern der Choreografie ihrer Nutzung und schaffen dabei differenzierte Raumfolgen zwischen introvertiert und extrovertiert, zwischen Innen und Aussen, zwischen studentischer Lehre, Wohnen und Verwaltung. Verfügungsgebäude und studentisches Wohnen sind zwar typologisch verwandt, tragen jedoch durch ihre Materialität die unterschiedlichen Funktionen nach aussen, eher warm und hölzern beim Wohnen und sachlich metallisch im Verfügungsgebäude. Alle tragenden Neubauteile werden als Stahlbetonskelett-Konstruktionen errichtet, welchen ein wirtschaftliches Achsmass zugrunde liegt sowie eine Optimierung im Volumen, was die charakteristischen Versätze in Grund- und Aufriss zur Folge hat. Fussböden, Decken, Wände werden soweit möglich in Leichtbauweise ausgeführt, um hohe Flexibilität zu gewährleisten.
Eines der zentralen Themen des Entwurfs als Konzept: Altes Wissen und Neues Wissen: vom Industriestandort zum Think Tank. Auf dem Campus der TFH finden sich schon heute unterschiedliche Beispiele des Umgangs mit historischer Industriebausubstanz. Die Intention ist es, den Altbaubestand als integralen Teil der Gesamtbebauung zu begreifen und gleichzeitig den historischen Charakter der Halle 17 zu bewahren. Dies geschieht durch gezielte bauliche Interventionen wie das Audimax einerseits, welches die Hülle des Bestands an einer Stelle durchdringt, und durch einen Respektabstand im Innern andererseits, um die historische Struktur erfahrbar zu machen.
In enger Zusammenarbeit mit den Statikern ist es gelungen, eine einfache und damit wirtschaftliche Struktur zu entwickeln, ohne die Gestalt des Gebäudes zu negieren oder zu schwächen. Funktionale und konstruktive Struktur greifen ineinander und lassen Freiräume für gestalterische und Aufenthaltsqualitäten, die man üblicherweise in derart nutzungsspezifischen Einrichtungen vergebens sucht. Der Bezug von innen nach aussen wird gestärkt durch die Fassade, vor der auf der Süd- und Westseite ein frei geformtes Flechtwerk als Rankhilfe Sonnen- und Sichtschutz bietet. Nicht zuletzt durch dieses Flechtwerk ergibt sich das charakteristische Erscheinungsbild des Gebäudes nach aussen. Im Innern klar differenziert in die unterschiedlichen Fakultäten von Luftfahrttechnik bis hin zu europäischem Management, erfolgt nach aussen eine Homogenisierung, wird das Thema Lehre insgesamt nach aussen transportiert.
Lehr- und Verwaltungsgebäude, Berlin – Mitte
Für eine renommierte private Universität entsteht in der Mitte Berlins ein neues Schul- und Verwaltungsgebäude. Neben den universitären Einrichtungen, wie Schulungs- und Seminarräumen oder Bibliothek, beinhaltet das Gebäude auch öffentlich-repräsentative Nutzungen mit einem eingegliederten Verwaltungsbereich.
Mittels raumbildenden Einbauten, die die unterschiedlichen Nebennutzflächen aufnehmen, wird das ansonsten frei bespielbare Foyer in Empfang, Cafe, Mensa, Warte- und Infobereich strukturiert. Die innenliegenden begrünten Patios ermöglichen raumübergreifende Sichtbezüge – auch über die Geschosse hinweg - und belichten das Foyer bis in die Tiefe des Gebäudes. Durch Kodierung des Oberflächenmaterials werden die eingestellten Boxen selbst zum Leitsystem durch das Gebäude.
Um den zentralen Innenhof im ersten Obergeschoss gruppieren sich Lehre, Verwaltung und Exekutive der Schule. Die repräsentative Terrasse, mit Blickbezug zu Pergamonmuseum und Fernsehturm, kann je nach Anlass dem Audimax oder dem allgemeinen Aufenthaltsbereich vor den Hörsälen zugeschaltet werden.
Durch die versetzt zueinander angeordneten Einheiten der Seminare und Studentenarbeitsplätze entstehen räumliche Aufweitungen Hier werden flexible Einbauten angeordnet, die als Servicestationen, Kommunikations- und Aufenthaltszonen dienen und das Entstehen von Netzwerken fördern. Hier findet - quasi von Tür zu Tür- der informelle, weil direkte Wissensaustausch unter den Studenten sowie zwischen Professoren und Studenten statt.
Mittels raumbildenden Einbauten, die die unterschiedlichen Nebennutzflächen aufnehmen, wird das ansonsten frei bespielbare Foyer in Empfang, Cafe, Mensa, Warte- und Infobereich strukturiert. Die innenliegenden begrünten Patios ermöglichen raumübergreifende Sichtbezüge – auch über die Geschosse hinweg - und belichten das Foyer bis in die Tiefe des Gebäudes. Durch Kodierung des Oberflächenmaterials werden die eingestellten Boxen selbst zum Leitsystem durch das Gebäude.
Um den zentralen Innenhof im ersten Obergeschoss gruppieren sich Lehre, Verwaltung und Exekutive der Schule. Die repräsentative Terrasse, mit Blickbezug zu Pergamonmuseum und Fernsehturm, kann je nach Anlass dem Audimax oder dem allgemeinen Aufenthaltsbereich vor den Hörsälen zugeschaltet werden.
Durch die versetzt zueinander angeordneten Einheiten der Seminare und Studentenarbeitsplätze entstehen räumliche Aufweitungen Hier werden flexible Einbauten angeordnet, die als Servicestationen, Kommunikations- und Aufenthaltszonen dienen und das Entstehen von Netzwerken fördern. Hier findet - quasi von Tür zu Tür- der informelle, weil direkte Wissensaustausch unter den Studenten sowie zwischen Professoren und Studenten statt.
Büro- und Wohngebäude Altonaer Straße, Hamburg
Städtebau: Der Neubau ist als homogener Stadtblock konzipiert, der sich in seiner Höhenentwicklung an den Gründerzeitbauten des Schanzenviertels orientiert und den Blockrand entlang der Schanzenstraße und der Altonaer Straße schließt. Das hohe, großflächig verglaste EG bildet den Gebäudesockel, auf dem vier Vollgeschosse als flexibel nutzbare Mischung aus Wohn- und Büronutzung aufsatteln. Das Staffelgeschoss wird an die Fassadenflucht herangerückt und in das Fassadenbild eingegliedert, um dem Baukörper die notwendige Höhenentwicklung zu geben. Die Gebäudehöhe nimmt an der Schanzenstraße die Traufhöhe des Straßenzuges auf (nicht die des unmittelbaren Nachbarn!) und führt diese gleichmäßig um den Blockrand herum. Vor der angrenzenden Blockrandbebauung an der Altonaer Straße gibt es einen Höhenversatz über die beiden oberen Geschosse, so dass im Übergang zum Nachbarhaus das Höhenniveau an dieses angeglichen wird.
Der Stadtblock erhält zwei deutlich unterschiedliche Gesichter. Nach außen, zu den Straßenräumen der Schanzen- und der Altonaer Straße entsteht eine öffentliche „Stadtseite“. Die raumhohen Glasfassadenelemente erhalten durch eine durchlaufende Struktur von vorgehängten Balkonloggien eine horizontale Gliederung, die den Charakter der Blockrandbebauung betont und ein Spannungsmoment zu dem vertikal ausgerichteten Turmgebäude auf der gegenüberliegenden Straßenseite bildet. Das Innere des Blocks ist wiederum als „Gartenseite“ konzipiert, die dem privaten, von der Stadt zurückgezogenen Charakter der Blockinnenseite entspricht. Dem als Gartenhof gestalteten Blockinnenraum entsprechend werden die zum Hof orientierten Wohnbalkone durch einen grünen Schleier aus Rankpflanzen eingehüllt, die an einer filigranen Stahlseilstruktur aus dem Hof emporwachsen. Durch eine „Fenster“-Struktur aus Rahmenelementen, um die die Rankpflanzen herumwachsen können, wird dieser Schleier zu einer „grünen Fassade“, die als Schutzhülle große Bereich der Balkone vor den Einblicken der gegenüberliegenden Einheiten schützt und trotzdem offene Ausblicke in den Hof gestattet.
Das EG erstreckt sich wie die beiden darunterliegenden Tiefgaragengeschosse über die gesamte Grundstücksfläche. Die so gewonnene Fläche erhöht die Flexibilität in der Nutzung der Gewerbeflächen. Darüber hinaus wird der begrünte Gartenhof im Blockinneren hochgelegt, wodurch dieser eine deutlich bessere Versorgung mit Tageslicht erfährt. Das Staffelgeschoss erhält zur Hofseite eine großzügige, umlaufende Dachterrasse, die der oberen Mietung eine außergewöhnliche Großzügigkeit und Nutzungsqualität verleihen.
Nutzungsstruktur: Der Stadtblock bietet ein Höchstmaß an Flexibilität in der Nutzung! Tragwerks- und Fassadenraster sowie die Geschosshöhen und die Anordnung der Treppenhäuser sind so konzipiert, dass sowohl Wohn- als auch Büronutzung problemlos darin untergebracht werden können. Durch die drei Treppenhäuser lassen sich pro Geschoss bis zu sieben Einheiten in den Größen zwischen ca. 55 m² und ca. 125 m² erschließen, die untereinander beliebig koppelbar sind.
Die Wohn- und Büromietungen können geschossweise im Gebäude verteilt werden, es ist aber auch eine Anordnung von Wohn- und Büroflächen auf dem gleichen Geschoss möglich, bei Bedarf auch über die unterschiedlichen Treppenhäuser zu erschließen.
Die Hauptadresse bildet das große, repräsentative Treppenhaus, welches von der Gebäudeecke Schanzen-/Altonaer Straße erschlossen wird und als innenliegendes Treppenhaus durch ein großes Oberlicht belichtet wird. Durch die geschwungene Form der Wände und des Aufzugschachtes sowie der Ausformung der Treppen- und Galeriebrüstungen als weiße Wandflächen erhält das Treppenhaus einen hellen und ausdrucksstarken Charakter, der dem neuen Wohn- und Geschäftshaus eine prägnante und sehr repräsentative Adresse verleiht.
Der Stadtblock erhält zwei deutlich unterschiedliche Gesichter. Nach außen, zu den Straßenräumen der Schanzen- und der Altonaer Straße entsteht eine öffentliche „Stadtseite“. Die raumhohen Glasfassadenelemente erhalten durch eine durchlaufende Struktur von vorgehängten Balkonloggien eine horizontale Gliederung, die den Charakter der Blockrandbebauung betont und ein Spannungsmoment zu dem vertikal ausgerichteten Turmgebäude auf der gegenüberliegenden Straßenseite bildet. Das Innere des Blocks ist wiederum als „Gartenseite“ konzipiert, die dem privaten, von der Stadt zurückgezogenen Charakter der Blockinnenseite entspricht. Dem als Gartenhof gestalteten Blockinnenraum entsprechend werden die zum Hof orientierten Wohnbalkone durch einen grünen Schleier aus Rankpflanzen eingehüllt, die an einer filigranen Stahlseilstruktur aus dem Hof emporwachsen. Durch eine „Fenster“-Struktur aus Rahmenelementen, um die die Rankpflanzen herumwachsen können, wird dieser Schleier zu einer „grünen Fassade“, die als Schutzhülle große Bereich der Balkone vor den Einblicken der gegenüberliegenden Einheiten schützt und trotzdem offene Ausblicke in den Hof gestattet.
Das EG erstreckt sich wie die beiden darunterliegenden Tiefgaragengeschosse über die gesamte Grundstücksfläche. Die so gewonnene Fläche erhöht die Flexibilität in der Nutzung der Gewerbeflächen. Darüber hinaus wird der begrünte Gartenhof im Blockinneren hochgelegt, wodurch dieser eine deutlich bessere Versorgung mit Tageslicht erfährt. Das Staffelgeschoss erhält zur Hofseite eine großzügige, umlaufende Dachterrasse, die der oberen Mietung eine außergewöhnliche Großzügigkeit und Nutzungsqualität verleihen.
Nutzungsstruktur: Der Stadtblock bietet ein Höchstmaß an Flexibilität in der Nutzung! Tragwerks- und Fassadenraster sowie die Geschosshöhen und die Anordnung der Treppenhäuser sind so konzipiert, dass sowohl Wohn- als auch Büronutzung problemlos darin untergebracht werden können. Durch die drei Treppenhäuser lassen sich pro Geschoss bis zu sieben Einheiten in den Größen zwischen ca. 55 m² und ca. 125 m² erschließen, die untereinander beliebig koppelbar sind.
Die Wohn- und Büromietungen können geschossweise im Gebäude verteilt werden, es ist aber auch eine Anordnung von Wohn- und Büroflächen auf dem gleichen Geschoss möglich, bei Bedarf auch über die unterschiedlichen Treppenhäuser zu erschließen.
Die Hauptadresse bildet das große, repräsentative Treppenhaus, welches von der Gebäudeecke Schanzen-/Altonaer Straße erschlossen wird und als innenliegendes Treppenhaus durch ein großes Oberlicht belichtet wird. Durch die geschwungene Form der Wände und des Aufzugschachtes sowie der Ausformung der Treppen- und Galeriebrüstungen als weiße Wandflächen erhält das Treppenhaus einen hellen und ausdrucksstarken Charakter, der dem neuen Wohn- und Geschäftshaus eine prägnante und sehr repräsentative Adresse verleiht.
Verwaltungsgericht, Frankfurt/Oder
Das Gebäudeensemble des Verwaltungsgerichts und der Staatsanwaltschaft befindet sich in einer exponierten stadträumlichen Situation, die gekennzeichnet ist von innerstädtischer Dichte einerseits und der unmittelbaren Nähe zur Oder, welche die Grenze zu Polen markiert, andererseits. Das Gebäudeensemble steht seit 2003 unter Denkmalschutz.
Es wurde durch die Bauverwaltung der preußischen Regierung als Land- und Amtsgericht geplant, ab 1931 errichtet und im Sommer 1933 eingeweiht und stellt mit seiner charakteristischen runden Ecke eines der wichtigsten Beispiele der klassischen Moderne in Brandenburg dar. Als eines der wenigen erhaltenen Gerichtsgebäude der Weimarer Republik ist hier noch der moderne und nicht obrigkeitsstaatliche Ansatz der Justizbauten dieser Zeit erkennbar. Er steht deutlich im Gegensatz zu den repräsentativen Gerichtsbauten der Kaiserzeit sowie den folgenden monumentalen Bauten der Nazidiktatur.
In seiner wechselhaften Geschichte wurde das Gebäudeensemble 1938 erweitert, wobei sich dieser Bauabschnitt deutlich abgrenzt und die Architekturentwicklung im Dritten Reich bildhaft darstellt. Im Zweiten Weltkrieg stark zerstört, erfolgten in der Nachkriegszeit ein Wiederaufbau sowie ein Erweiterungsbau mit einfachen Mitteln, Veränderungen und gestalterische Überformungen in der Zeit der DDR und 1992 unmittelbar nach der Wiedervereinigung.
Der fünfgeschossige Stahlbetonskelettbau mit fassadenbündigen dreiteiligen liegenden Fenstern besitzt einen U-förmigen Grundriss. Im Inneren prägen die breiten Flure, die mittels wieder freigelegten Oberlichtern in den Flurwänden natürlich belichtet werden, das Bild. Die Farbgebung wurde soweit möglich nach den Ergebnissen der restauratorischen Untersuchungen wieder hergestellt.
Wichtigster Raum im Gebäude ist das zentrale Treppenhaus mit seinen elegant geschwungenen Linien und der für die Entstehungszeit modern-dezenten Farb- und Materialgestaltung. Es erhält Licht durch ein hohes Fensterband, das von einem Künstler in Anlehnung an die überlieferte Glaskunst der 30er Jahre gestaltet wird.
Wesentliches Merkmal des im Mai 2010 abgeschlossenen Umbaus ist die Wiederherstellung des überlieferten historischen Zustandes. Dies erfolgte in enger Zusammenarbeit mit Denkmalpflege, Restauratoren und Sachverständigen. Zwischenzeitliche Veränderungen wurden zurückgebaut, der offene Charakter des Gebäudes wieder erlebbar gemacht. Notwendige Ergänzungen wie Elemente für vorbeugenden Brandschutz, Sonnenschutz, Gebäude- und Sicherheitstechnik, etc. sind als neue Elemente in zeitgemäßer Gestaltung deutlich erkennbar und setzen sich vom historischen Bestand des Gebäudes ab.
An der Außenfassade wurde der ursprünglich vorhandene Steinwaschputz wiederhergestellt, eine Technik, die heute kaum noch angewandt wird und der Fassade einen leichten mineralischen Glanz verleiht, ebenso der charakteristische Dachabschluss mit auskragender Attika sowie die in ihrem äußeren Erscheinungsbild dem bauzeitlichen Bestand nachempfundenen Holzkastenfenster, die durch ausgeklügelte Detaillierung allen Anforderungen unserer Zeit entsprechen.
Der Anschluss an den Erweiterungsbau aus der DDR-Zeit wird im Innenhof durch einen präzise eingefügten Neubauteil mit Servicenutzungen bewerkstelligt. Seine schwarze Kunststofffassade stellt eine deutliche Zäsur zwischen der Weißen Klassischen Moderne und der Nachkriegsmoderne dar und markiert in der Kompromisslosigkeit seiner Öffnungen, Farbigkeit und Materialität den Aufbruch des Gebäudeensembles in die Zukunft.
Zeitgemäße Interventionen werden im stark umgestalteten Nachkriegsgebäude konzentriert, räumliche Öffnungen als Kommunikationszonen vor Verhandlungssälen ausgebildet, die gekennzeichnet sind von einem kräftigen roten Fußbodenbelag, eingestellten und farblich abgesetzten Nebenraumboxen, Sitzmöbeln, die durch ihre kubische Form eine spielerische Referenz an die Bauzeit des Gesamtensembles herstellen und einer fugenlosen Lichtdecke, die eine angenehme Stimmung erzeugt.
Die Verhandlungssäle des Verwaltungsgerichts spielen mit den Gestaltungselementen der öffentlichen Zonen und wandeln diese ab in einen Holzfußboden und rote fest installierte Richtertische. Raumluft-, Medien- und sonstige Technik sind in einem zentralen Element integriert, das gleichzeitig für eine angenehme Raumakustik sorgt.
Die Fassade des Nachkriegsbaus wird als rigide Lochfassade ausgebildet. Durch eine tiefe umlaufende Umrahmung der im Gegensatz zu dem Gebäudeteil der Klassischen Moderne stehenden Fensterformate ohne Teilung wird diese Wirkung noch verstärkt, entsteht eine strenge Fassade mit starker Plastizität. Die neuen Fenster einschließlich der Umrahmungen sind in hellem Aluminium gehalten, die glatte mineralische Beschichtung der Fassade in dunkelgrau. Der Eingang zum Verwaltungsgericht wird akzentuiert durch eine zweigeschossige Glasfassade in einem Sichtbetonrahmen, die sich innen zu einem zweigeschossigen einladendem Foyer öffnet.
Es wurde durch die Bauverwaltung der preußischen Regierung als Land- und Amtsgericht geplant, ab 1931 errichtet und im Sommer 1933 eingeweiht und stellt mit seiner charakteristischen runden Ecke eines der wichtigsten Beispiele der klassischen Moderne in Brandenburg dar. Als eines der wenigen erhaltenen Gerichtsgebäude der Weimarer Republik ist hier noch der moderne und nicht obrigkeitsstaatliche Ansatz der Justizbauten dieser Zeit erkennbar. Er steht deutlich im Gegensatz zu den repräsentativen Gerichtsbauten der Kaiserzeit sowie den folgenden monumentalen Bauten der Nazidiktatur.
In seiner wechselhaften Geschichte wurde das Gebäudeensemble 1938 erweitert, wobei sich dieser Bauabschnitt deutlich abgrenzt und die Architekturentwicklung im Dritten Reich bildhaft darstellt. Im Zweiten Weltkrieg stark zerstört, erfolgten in der Nachkriegszeit ein Wiederaufbau sowie ein Erweiterungsbau mit einfachen Mitteln, Veränderungen und gestalterische Überformungen in der Zeit der DDR und 1992 unmittelbar nach der Wiedervereinigung.
Der fünfgeschossige Stahlbetonskelettbau mit fassadenbündigen dreiteiligen liegenden Fenstern besitzt einen U-förmigen Grundriss. Im Inneren prägen die breiten Flure, die mittels wieder freigelegten Oberlichtern in den Flurwänden natürlich belichtet werden, das Bild. Die Farbgebung wurde soweit möglich nach den Ergebnissen der restauratorischen Untersuchungen wieder hergestellt.
Wichtigster Raum im Gebäude ist das zentrale Treppenhaus mit seinen elegant geschwungenen Linien und der für die Entstehungszeit modern-dezenten Farb- und Materialgestaltung. Es erhält Licht durch ein hohes Fensterband, das von einem Künstler in Anlehnung an die überlieferte Glaskunst der 30er Jahre gestaltet wird.
Wesentliches Merkmal des im Mai 2010 abgeschlossenen Umbaus ist die Wiederherstellung des überlieferten historischen Zustandes. Dies erfolgte in enger Zusammenarbeit mit Denkmalpflege, Restauratoren und Sachverständigen. Zwischenzeitliche Veränderungen wurden zurückgebaut, der offene Charakter des Gebäudes wieder erlebbar gemacht. Notwendige Ergänzungen wie Elemente für vorbeugenden Brandschutz, Sonnenschutz, Gebäude- und Sicherheitstechnik, etc. sind als neue Elemente in zeitgemäßer Gestaltung deutlich erkennbar und setzen sich vom historischen Bestand des Gebäudes ab.
An der Außenfassade wurde der ursprünglich vorhandene Steinwaschputz wiederhergestellt, eine Technik, die heute kaum noch angewandt wird und der Fassade einen leichten mineralischen Glanz verleiht, ebenso der charakteristische Dachabschluss mit auskragender Attika sowie die in ihrem äußeren Erscheinungsbild dem bauzeitlichen Bestand nachempfundenen Holzkastenfenster, die durch ausgeklügelte Detaillierung allen Anforderungen unserer Zeit entsprechen.
Der Anschluss an den Erweiterungsbau aus der DDR-Zeit wird im Innenhof durch einen präzise eingefügten Neubauteil mit Servicenutzungen bewerkstelligt. Seine schwarze Kunststofffassade stellt eine deutliche Zäsur zwischen der Weißen Klassischen Moderne und der Nachkriegsmoderne dar und markiert in der Kompromisslosigkeit seiner Öffnungen, Farbigkeit und Materialität den Aufbruch des Gebäudeensembles in die Zukunft.
Zeitgemäße Interventionen werden im stark umgestalteten Nachkriegsgebäude konzentriert, räumliche Öffnungen als Kommunikationszonen vor Verhandlungssälen ausgebildet, die gekennzeichnet sind von einem kräftigen roten Fußbodenbelag, eingestellten und farblich abgesetzten Nebenraumboxen, Sitzmöbeln, die durch ihre kubische Form eine spielerische Referenz an die Bauzeit des Gesamtensembles herstellen und einer fugenlosen Lichtdecke, die eine angenehme Stimmung erzeugt.
Die Verhandlungssäle des Verwaltungsgerichts spielen mit den Gestaltungselementen der öffentlichen Zonen und wandeln diese ab in einen Holzfußboden und rote fest installierte Richtertische. Raumluft-, Medien- und sonstige Technik sind in einem zentralen Element integriert, das gleichzeitig für eine angenehme Raumakustik sorgt.
Die Fassade des Nachkriegsbaus wird als rigide Lochfassade ausgebildet. Durch eine tiefe umlaufende Umrahmung der im Gegensatz zu dem Gebäudeteil der Klassischen Moderne stehenden Fensterformate ohne Teilung wird diese Wirkung noch verstärkt, entsteht eine strenge Fassade mit starker Plastizität. Die neuen Fenster einschließlich der Umrahmungen sind in hellem Aluminium gehalten, die glatte mineralische Beschichtung der Fassade in dunkelgrau. Der Eingang zum Verwaltungsgericht wird akzentuiert durch eine zweigeschossige Glasfassade in einem Sichtbetonrahmen, die sich innen zu einem zweigeschossigen einladendem Foyer öffnet.
Fotos: Linus Lintner
Erweiterung Karlsruher Institut für Technologie, Campus Süd
Neubau Sporthalle
Die Entwicklungsplanung für das KIT, Campus Süd, sieht die Errichtung zweier neuer Gebäude vor. Die des Instituts für Mikrotribologie (Fraunhofer Gesellschaft) und dem Materialwisschenschaftliches Zentrum MZE. Bei dem hierzu 2011 ausgelobten Realisierungswettbewerb gehören SEHW Architektur ebenfalls zu den Preisträgern. Räumliche- funktionale Zusammenhänge machten den Abriss der bestehenden Sporthalle aus dem Jahr 1956 unabdingbar und schafften so die Möglichkeit des Neubaus einer Dreifeldhalle in unmittelbarer Nähe des Sportinstitutes.
Städtebauliches Konzept
Der Neubau der Sporthalle für das KIT ergänzt die vorhandene Bebauung des Engeler-Bunte-Rings in der Nordwestlichen Ecke des Geländes zwischen der Hagsfelder Allee und Gebäude 40.18 des KIT. Gebäudekanten der Umgebungsbauten werden aufgenommen. Das Gebäude liegt direkt neben dem Bestandsinstitut, so dass Synergien genutzt werden. Das Baufeld der Sporthalle grenzt westlich und nördlich an naturschutzrechtlich sensible Gebiete an, hierbei vor allem relevant ist das westliche Natura-2000 Areal „Hardtwald“. Dieser erfordert einen sensiblen Umgang mit der Natur. Schützenswerte Bäume, sowie ein Baum mit Heldbockkäfer-Besatz werden durch die Maßnahme nicht berührt.
Planungskonzept
Die Flächen und Räume sind ausgelegt für eine maximale Belegung von 120 Studenten. Die Sportfelder, Geräteräume, Hauptumkleiden und WCs sowie das Foyer befinden sich im Erdgeschoss. Die Höhendifferenz von 1,00m wird durch eine behindertengerechte Rampe auf dem Weg zwischen Sportinstitut und der neuen Halle überwunden. Im Obergeschoss befinden sich weitere Umkleide und Sanitärräume, Übungsleiterräume, ein Raum für Sportmotorische Tests, ein Beratungsraum sowie der Haustechnikraum. Das Foyer dient der Orientierung und Kommunikation und verbindet das Obergeschoss mit dem Erdgeschoss über eine offene Treppe. Wartebereiche im Erdgeschoss für Sportler sind zentral den Verkehrsflächen zugeordnet.
Material und Fassade
Das Gebäude erhält eine Verkleidung aus hinterlüfteten, horizontal angeordneten Holzbrettern, die in ihre Breite variieren. Die Verkleidung aus unbehandeltem Lärchenholz dient vor den Fenstern als Sonnen- und Blendschutz, integriert das Gebäude in seine Waldlage und bildet ein lang anhaltendes, wartungsarmes Fassadensystem. Die beweglichen Sonnenschutzelemente in den Aufenthaltsräumen bestehen ebenfalls aus diesem nachhaltigen Material. Im geschlossenen Zustand wirkt die Fassade tagsüber als einheitliche Hülle mit Schattierungen; bei Dunkelheit dominiert das durchscheinende Licht. Die Nordfassade und der zurückgesetzte Eingangsbereich sind nicht mit einer Verkleidung versehen. Die Verglasungselemente hinter den Holzbrettern sind in Alurahmenprofile. Eine Pfosten-Riegel-Fassade betont den zurückgesetzten Eingang. Im Hallenbereich ist ebenfalls ein Pfosten-Riegel-System vorgesehen, welche die Halle gleichmäßig belichtet und großzügige Aus- und Einblicke in die Sporthallenfelder erlaubt. Hier wird ein leicht reflektierendes Glas eingesetzt, sodass der umliegende Wald in der Fassade gespiegelt wird. Die Gestaltung im Innern dagegen setzt kräftige Farbakzente in gelb und grün grauen Betonflächen entgegen. Interessante Blickbezüge wurden gezielt durch Lufträume zwischen den Etagen inszeniert und verbinden so Entree und Sportbereiche mit dem Verwaltungsteil. So kann man in die Felder 2 und 3 vom Eingangsfoyer und vom Obergeschoss schauen. Vom Hausmeister-/ Pförtnerraum hat man Einblick in Sportfeld 3 sowie in das Foyer. Alle drei Sportfelder können über das Foyer und den Flur separat, oder auch zusammengeschaltet und durch die zentralen Zugänge erreicht werden. Das Feld 3 wird vom Nutzer getrennt benutzt, und durch eine schalldämmende Trockenbauwand abgegrenzt. Der Umbau zu einer offenen Dreifeld-Sporthalle ist jederzeit möglich. Innenräume fließen so in einander über und in durch großflächige Verglasungen auch in den Außenraum.
Passive Gebäudesysteme / Energieeffizienz
Die passiven Gebäudesysteme mindern die Energiekosten. Die große Verglasung im Hallenbereich minimiert den Leuchteneinsatz. Das Sonnenschutzkonzept erlaubt auch in Sommer eine Tageslichtnutzung, nutzt solare Wärme im Winter und vermeidet Überhitzung in den Sommermonaten. Die robusten Oberflächen im Innenraum sind leicht zu reinigen und instand zu halten. Alle Bereiche werden weitestgehend natürlich be- und entlüftet. Die Querlüftung der Halle wird durch tiefer angeordnete motorisierte Öffnungsflügel an der Nordseite und Oberlichter zwischen den Bindern an der Südseite erreicht. Alle außenliegenden Räume des Nebenraumtrakts haben manuell zu öffnende Lüftungsflügel.
Tragwerkskonzept
Die Dreifeldsporthalle besteht aus dem Hallenbereich und dem südlich vorgelagerten zweigeschossigen Sozial- und Techniktrakt mit Teilunterkellerung. Das Hallentragwerk aus Brettschichtholzbindern mit Trapezblecheindeckung und Folienabdichtung auf Wärmedämmung überspannt ca. 24,0 m. Der Sozial- und Techniktrakt ist vollständig in Stahlbeton-Massivbauweise geplant. Die Decken überspannen ohne weitere Zwischenunterstützung ca. 8,0 m.
Klingt alles teuer? War es aber nicht! Das Gebäude wurde aus dem Konjunkturprogramm II finanziert, stand zwar von Anfang an unter hohem Kosten- und Termindruck und wurde nun aber termingerecht und innerhalb des Kostenrahmens Ende 2011 fertig gestellt.
Die Entwicklungsplanung für das KIT, Campus Süd, sieht die Errichtung zweier neuer Gebäude vor. Die des Instituts für Mikrotribologie (Fraunhofer Gesellschaft) und dem Materialwisschenschaftliches Zentrum MZE. Bei dem hierzu 2011 ausgelobten Realisierungswettbewerb gehören SEHW Architektur ebenfalls zu den Preisträgern. Räumliche- funktionale Zusammenhänge machten den Abriss der bestehenden Sporthalle aus dem Jahr 1956 unabdingbar und schafften so die Möglichkeit des Neubaus einer Dreifeldhalle in unmittelbarer Nähe des Sportinstitutes.
Städtebauliches Konzept
Der Neubau der Sporthalle für das KIT ergänzt die vorhandene Bebauung des Engeler-Bunte-Rings in der Nordwestlichen Ecke des Geländes zwischen der Hagsfelder Allee und Gebäude 40.18 des KIT. Gebäudekanten der Umgebungsbauten werden aufgenommen. Das Gebäude liegt direkt neben dem Bestandsinstitut, so dass Synergien genutzt werden. Das Baufeld der Sporthalle grenzt westlich und nördlich an naturschutzrechtlich sensible Gebiete an, hierbei vor allem relevant ist das westliche Natura-2000 Areal „Hardtwald“. Dieser erfordert einen sensiblen Umgang mit der Natur. Schützenswerte Bäume, sowie ein Baum mit Heldbockkäfer-Besatz werden durch die Maßnahme nicht berührt.
Planungskonzept
Die Flächen und Räume sind ausgelegt für eine maximale Belegung von 120 Studenten. Die Sportfelder, Geräteräume, Hauptumkleiden und WCs sowie das Foyer befinden sich im Erdgeschoss. Die Höhendifferenz von 1,00m wird durch eine behindertengerechte Rampe auf dem Weg zwischen Sportinstitut und der neuen Halle überwunden. Im Obergeschoss befinden sich weitere Umkleide und Sanitärräume, Übungsleiterräume, ein Raum für Sportmotorische Tests, ein Beratungsraum sowie der Haustechnikraum. Das Foyer dient der Orientierung und Kommunikation und verbindet das Obergeschoss mit dem Erdgeschoss über eine offene Treppe. Wartebereiche im Erdgeschoss für Sportler sind zentral den Verkehrsflächen zugeordnet.
Material und Fassade
Das Gebäude erhält eine Verkleidung aus hinterlüfteten, horizontal angeordneten Holzbrettern, die in ihre Breite variieren. Die Verkleidung aus unbehandeltem Lärchenholz dient vor den Fenstern als Sonnen- und Blendschutz, integriert das Gebäude in seine Waldlage und bildet ein lang anhaltendes, wartungsarmes Fassadensystem. Die beweglichen Sonnenschutzelemente in den Aufenthaltsräumen bestehen ebenfalls aus diesem nachhaltigen Material. Im geschlossenen Zustand wirkt die Fassade tagsüber als einheitliche Hülle mit Schattierungen; bei Dunkelheit dominiert das durchscheinende Licht. Die Nordfassade und der zurückgesetzte Eingangsbereich sind nicht mit einer Verkleidung versehen. Die Verglasungselemente hinter den Holzbrettern sind in Alurahmenprofile. Eine Pfosten-Riegel-Fassade betont den zurückgesetzten Eingang. Im Hallenbereich ist ebenfalls ein Pfosten-Riegel-System vorgesehen, welche die Halle gleichmäßig belichtet und großzügige Aus- und Einblicke in die Sporthallenfelder erlaubt. Hier wird ein leicht reflektierendes Glas eingesetzt, sodass der umliegende Wald in der Fassade gespiegelt wird. Die Gestaltung im Innern dagegen setzt kräftige Farbakzente in gelb und grün grauen Betonflächen entgegen. Interessante Blickbezüge wurden gezielt durch Lufträume zwischen den Etagen inszeniert und verbinden so Entree und Sportbereiche mit dem Verwaltungsteil. So kann man in die Felder 2 und 3 vom Eingangsfoyer und vom Obergeschoss schauen. Vom Hausmeister-/ Pförtnerraum hat man Einblick in Sportfeld 3 sowie in das Foyer. Alle drei Sportfelder können über das Foyer und den Flur separat, oder auch zusammengeschaltet und durch die zentralen Zugänge erreicht werden. Das Feld 3 wird vom Nutzer getrennt benutzt, und durch eine schalldämmende Trockenbauwand abgegrenzt. Der Umbau zu einer offenen Dreifeld-Sporthalle ist jederzeit möglich. Innenräume fließen so in einander über und in durch großflächige Verglasungen auch in den Außenraum.
Passive Gebäudesysteme / Energieeffizienz
Die passiven Gebäudesysteme mindern die Energiekosten. Die große Verglasung im Hallenbereich minimiert den Leuchteneinsatz. Das Sonnenschutzkonzept erlaubt auch in Sommer eine Tageslichtnutzung, nutzt solare Wärme im Winter und vermeidet Überhitzung in den Sommermonaten. Die robusten Oberflächen im Innenraum sind leicht zu reinigen und instand zu halten. Alle Bereiche werden weitestgehend natürlich be- und entlüftet. Die Querlüftung der Halle wird durch tiefer angeordnete motorisierte Öffnungsflügel an der Nordseite und Oberlichter zwischen den Bindern an der Südseite erreicht. Alle außenliegenden Räume des Nebenraumtrakts haben manuell zu öffnende Lüftungsflügel.
Tragwerkskonzept
Die Dreifeldsporthalle besteht aus dem Hallenbereich und dem südlich vorgelagerten zweigeschossigen Sozial- und Techniktrakt mit Teilunterkellerung. Das Hallentragwerk aus Brettschichtholzbindern mit Trapezblecheindeckung und Folienabdichtung auf Wärmedämmung überspannt ca. 24,0 m. Der Sozial- und Techniktrakt ist vollständig in Stahlbeton-Massivbauweise geplant. Die Decken überspannen ohne weitere Zwischenunterstützung ca. 8,0 m.
Klingt alles teuer? War es aber nicht! Das Gebäude wurde aus dem Konjunkturprogramm II finanziert, stand zwar von Anfang an unter hohem Kosten- und Termindruck und wurde nun aber termingerecht und innerhalb des Kostenrahmens Ende 2011 fertig gestellt.
