Riegler Riewe Architekten
Griesgasse 10
A-8020 Graz
T +43 (0) 316 72 32 53
F +43 (0) 316 72 32 53 4
office@rieglerriewe.co.at
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Eurospar Leibnitz, Steiermark
Mit dem neuen SPAR-Markt Leibnitz bot sich die Möglichkeit, durch eine bauliche Neuerschliessung nicht nur einen starken regionalen wirtschaftlichen Impuls zu erhalten, sondern hier auch ein zukunftsweisendes und nachhaltig wirksames Markt- und Dienstleistungszentrum zu initiieren, dass durch seinen Landmark-Charakter überregionale Strahlkraft besitzt.
Das Projekt wurde so konzipiert, dass sich durch die bauliche Umsetzung der unverwechselbaren Corporate Identity mit der Farbe Rot als grossflächig eingesetztem Informationsträger und durch die klar und effizient ausgelegte Gebäudestruktur ein möglichst optimaler Marktstandort ergibt.
Aus der klaren Struktur einer Industriehallenkonstrukion in einheitlichem Raster resultiert nicht zuletzt die funktionelle Effizienz des Gebäudes, die in mehreren Ebenen wirksam wird: Der Markt lädt den Besucher durch seine grosse, die gesamte Breite des Gebäudes einnehmende Glasfront zum Betreten ein und ermöglicht dabei gleichzeitig dem Betreiber durch die klare räumliche Funktionalität, die Waren in den Mittelpunkt des Kundeninteresses zu rücken. Durch das elegante, weitgespannte Vordach des SPAR-Marktes gewinnt der Kunde den Eindruck, er könne mit dem Auto gleichsam in den Markt hineinfahren.
So entsteht durch die Verknüpfung eines Mehrwertes an Nutzen für den Kunden und eines Mehrwertes an Effizienz für den Betreiber mit dem vielschichtigen Charakter des Gebäudes ein Wechselspiel der Funktionen und Impressionen.
Der wirtschaftliche Erfolg, der sich seit der Eröffnung eingestellt hat, ist ein erfreulicher Beweis dafür, dass eine markante, qualitativ hochwertige Architektur den ureigenen Interessen des Bauherren durchaus dienlich sein kann!
Fotos: Paul Ott
Das Projekt wurde so konzipiert, dass sich durch die bauliche Umsetzung der unverwechselbaren Corporate Identity mit der Farbe Rot als grossflächig eingesetztem Informationsträger und durch die klar und effizient ausgelegte Gebäudestruktur ein möglichst optimaler Marktstandort ergibt.
Aus der klaren Struktur einer Industriehallenkonstrukion in einheitlichem Raster resultiert nicht zuletzt die funktionelle Effizienz des Gebäudes, die in mehreren Ebenen wirksam wird: Der Markt lädt den Besucher durch seine grosse, die gesamte Breite des Gebäudes einnehmende Glasfront zum Betreten ein und ermöglicht dabei gleichzeitig dem Betreiber durch die klare räumliche Funktionalität, die Waren in den Mittelpunkt des Kundeninteresses zu rücken. Durch das elegante, weitgespannte Vordach des SPAR-Marktes gewinnt der Kunde den Eindruck, er könne mit dem Auto gleichsam in den Markt hineinfahren.
So entsteht durch die Verknüpfung eines Mehrwertes an Nutzen für den Kunden und eines Mehrwertes an Effizienz für den Betreiber mit dem vielschichtigen Charakter des Gebäudes ein Wechselspiel der Funktionen und Impressionen.
Der wirtschaftliche Erfolg, der sich seit der Eröffnung eingestellt hat, ist ein erfreulicher Beweis dafür, dass eine markante, qualitativ hochwertige Architektur den ureigenen Interessen des Bauherren durchaus dienlich sein kann!
Fotos: Paul Ott
Hauptbahnhof Innsbruck, Tirol
Der Neubau des Hauptbahnhofs Innsbruck ist Teil einer österreichweiten Offensive der ÖBB, die die Modernisierung von 43 Bahnhöfen in Österreich betrifft. Auffallendes städtebauliches Merkmal von Innsbruck ist seine Längsausrichtung, welche durch die Gleisanlagen der Bahn im rechten Winkel dazu deutlich unterbrochen wird. Obwohl die Züge in der Stadt großteils über Straßenniveau auf Viadukten geführt werden, stellt spätestens der Bahnhof eine reale Sperre quer zur Talrichtung dar. Auf diese stark determinierte städtebauliche Situation, die durch den engen und langen Bahnhofsvorplatz noch verschärft wird, wurde mit einem relativ niedrigen, sehr langen Baukörper mit extrem durchlässiger, regelmäßiger Gitterstrukturfassade, der ähnlich wie sein Vorgänger an der Ostseite des Platzes situiert ist, reagiert, jedoch um sechs Meter weiter nach hinten verschoben wurde. Dadurch rückt er aus der vorhandenen Straßenflucht und kann sich – klassisch raumbildend – als freigespielter Solitär gegenüber der restlichen dichten und hohen Bebauung am Südtiroler Platz behaupten. Um das Thema der Durchlässigkeit gruppieren sich die baulichen Maßnahmen im Detail:
Alle wesentlichen Funktionen wie Reisezentrum, Warte- und Geschäftsbereiche wurden in den zentralen, abgesenkten Teil der Bahnhofshalle gelegt. Das ermöglicht einerseits einen direkten Zugang von der Tiefgarage zur Halle und weiter zu den Zügen, andererseits freie Sicht von der Stadt auf die Bahnsteige und umgekehrt. Diese Transparenz funktioniert auf mehreren Ebenen: Der Bahnhof wird nicht mehr als trennendes, sondern als verbindendes Element im städtischen Kontext wahrgenommen. Der individuelle Übergang in den Zustand des Reisens, bzw. aus diesem heraus wird räumlich sichtbar. Die Entflechtung der einzelnen Abläufe von der Ankunft am Südtiroler Platz bis zur Abreise bzw. umgekehrt ergibt zusammen mit der Überschaubarkeit der Wegeführung und gefasst durch die formale Klammer der rot gefärbten Oberflächen von Platz und Baukörper eine klar lesbare, durchlässige Struktur von hoher Funktionalität. Gebrochen wird die Eindeutigkeit dieses Konzeptes durch die Geschlossenheit der Anlage in Längsrichtung sowie durch die Maßstabslosigkeit der Fassaden, welche aus einer fugenlosen Vervielfachung von lochfassadenähnlichen Strukturen resultiert, die ohne offensichtlichen Bezug zur innenräumlichen Situation in Summe einen stark sequentiellen, beinahe dematerialisierten und dennoch homogenen Gesamteindruck hervorrufen.
Eva Guttmann
Fotos: Nikolaus Schletterer
Alle wesentlichen Funktionen wie Reisezentrum, Warte- und Geschäftsbereiche wurden in den zentralen, abgesenkten Teil der Bahnhofshalle gelegt. Das ermöglicht einerseits einen direkten Zugang von der Tiefgarage zur Halle und weiter zu den Zügen, andererseits freie Sicht von der Stadt auf die Bahnsteige und umgekehrt. Diese Transparenz funktioniert auf mehreren Ebenen: Der Bahnhof wird nicht mehr als trennendes, sondern als verbindendes Element im städtischen Kontext wahrgenommen. Der individuelle Übergang in den Zustand des Reisens, bzw. aus diesem heraus wird räumlich sichtbar. Die Entflechtung der einzelnen Abläufe von der Ankunft am Südtiroler Platz bis zur Abreise bzw. umgekehrt ergibt zusammen mit der Überschaubarkeit der Wegeführung und gefasst durch die formale Klammer der rot gefärbten Oberflächen von Platz und Baukörper eine klar lesbare, durchlässige Struktur von hoher Funktionalität. Gebrochen wird die Eindeutigkeit dieses Konzeptes durch die Geschlossenheit der Anlage in Längsrichtung sowie durch die Maßstabslosigkeit der Fassaden, welche aus einer fugenlosen Vervielfachung von lochfassadenähnlichen Strukturen resultiert, die ohne offensichtlichen Bezug zur innenräumlichen Situation in Summe einen stark sequentiellen, beinahe dematerialisierten und dennoch homogenen Gesamteindruck hervorrufen.
Eva Guttmann
Fotos: Nikolaus Schletterer
Messe Graz Neu Halle 1
Das Areal der Grazer Messe liegt in einer Übergangszone zwischen dichtem, städtischem Wohngebiet und aufgelockerter, zum Teil mit gewerblicher Nutzung durchsetzter, niedrigerer Bebauung Richtung Süden. Mit dem Bau der Stadthalle, die 2002 eröffnet wurde und deren signifikantes Dach weit in den Straßenraum hineinragt, wurde ein zeichenhaftes, identitätsstiftendes Gebäude errichtet, das einen wichtigen Platz im städtischen Kontext einnimmt. Um seine markante Eigenständigkeit und seine Sichtbarkeit von Süden her nicht zu unterlaufen, wurde die neue Halle 1 nicht parallel, sondern in spitzem Winkel herausgedreht, neben der Stadthalle platziert. Aus der zueinander verdrehten Stellung der einzelnen Gebäude ergibt sich nicht nur eine atmosphärisch vielfältige städtebauliche Situation, sondern auch die Möglichkeit großzügiger Zufahrts-, Verlade- und Freiflächen am Gelände. Im Inneren der zweigeschossigen Halle begegnet man einem bei Riegler Riewe immer wiederkehrenden Thema: der räumlichen Schichtung von Funktionsstrukturen entlang einer Längsachse. Hier sind es den jeweiligen Foyers zugeordnete dichte Infrastrukturstreifen, die passiert werden müssen, ehe man die völlig offen gehaltene Halle betritt. Zusätzlich taucht ein Element auf, das den Übergang zwischen außen und innen noch einmal aufgreift: die Halle verfügt über eine doppelte Fassade, in deren Zwischenraum die erforderlichen Fluchtstiegen und Lifte untergebracht sind. Während die inneren, tragenden Wände aus Stahlbeton ausgeführt werden, bestehen die äußeren Fassaden aus vorgehängten Streckmetallelementen. Dadurch erhält die Halle eine matt schimmernde, silberne Hülle, die sich in ihrer monochromen Homogenität deutlich von der Fassade der Stadthalle unterscheidet und bei Bedarf als Projektionsfläche verwendet werden kann.
Eva Guttmann
Fotos: Paul Ott
Eva Guttmann
Fotos: Paul Ott
Schlesisches Museum Katowice
Die Stadt Katowice ist wie viele Städte Oberschlesiens in ihrer Geschichte eng mit den Themen Schwerindustrie und Bergbau verbunden. Diese bilden einerseits zu einem großen Teil als identitätsstiftendes kulturelles Erbe das kulturhistorische Rückgrat der Region, andererseits haben sie markante künstliche Landschaften, Industrieanlagen und Gebäude hinterlassen. Diese sind im kollektiven Bewußtsein als unverwechselbar und damit identitätsstiftend verankert, stellen aus baulicher Sicht jedoch oftmals eine Herausforderung dar, da sie eben ursprünglich für sehr spezifische Nutzungen konzipiert wurden, die in einer zunehmend globalisierten Dienstleistungsgesellschaft an Bedeutung verloren haben und die aufgrund ihres bisweilen nur mehr musealen Charakter oftmals mit erheblichem Aufwand adaptiert werden müssen bzw. mangels schlüssiger Nachnutzungskonzepte gänzlich brachliegen.
Die Situation in Katowice ist insofern speziell zumal sich die Kohlegrube in unmittelbarer Nähe zum Stadtzentrum befindet. Dies ermöglicht die einmalige Chance, in einem zentrumsnahen Bereich in einer der zukünftigen Wachstumsregionen Europas sowohl städtebaulich, als auch landschaftsplanerisch und architektonisch einerseits lokal gezielte Akzente zu setzten, andererseits ein Impulsprojekt für eine zukunftsweisende postindustrielle Nachnutzung vergleichbarer Areale – sowohl regional als auch überregional – zu initiieren. Das Museumsprojekt dient diesbezüglich als Ausgangspunkt einer langfristigen und sicherlich nachhaltigen Umnutzung und Neubelebung eines großen zentral gelegenen Areals inmitten der Stadt.
Das Konzept des vorliegenden Entwurfes basiert auf dem Versuch mit minimalen Eingriffen nach außen hin ein großzügiges Angebot an Museumsnutzungen anbieten zu können. Das Museum wie auch der Infopoint entwickeln ihr Raumprogramm in Anlehnung an die ehemalige Bedeutung und als Hommage an die ehemalige Funktion des Geländes zur Gänze unterirdisch. Nach außen hin tritt der gesamte Komplex ausschließlich durch die abstrakten Glaskuben der Verwaltung, der Erschließung und der Klimatisierung in Erscheinung, die so dimensioniert sind daß Sie sich harmonisch in das Ensemble der bestehenden Gebäude einfügen. Zusammen mit dem neu geschaffenen Netz aus Wegen, Plätzen und Grünanlagen ergibt sich so ein feingliedriger öffentlicher Naherholungsraum, ein „Stadt-Park“ im besten Sinn. Der Entwurf sieht dementsprechend auch eine behutsame Adaptierung bestehender Gebäude als Cafe und als Wohn- und Arbeitsgebäude für Artists in Residence vor. Der bestehende Turm „Warszawa“ wird durch Anbau eines Lift- und Treppenturms ebenfalls für Besucher zugänglich und bietet einen Blick über ganz Katowice.
Museumsgebäude:
Ausgehend vom im Eingangsbereich des Museums im Erdgeschoß angesiedelten Cafe erreicht der Besucher mit der Rolltreppe die Verteilerebene im ersten Untergeschoß. Hier befinden sich Kassen und Zugangskontrollen sowie Garderoben für den gesamten Museumsbereich. Tiefgarage und Infopoint sind ebenfalls hier an den Museumsbereich angebunden. Im östlichen Bereich dieser Ebene sind öffentliche und halböffentliche Funktionen – Shop, Bibliothek, Leseräume angeordnet.
Der Ausstellungsbereich ist so gegliedert daß von diesem Punkt aus sowohl die temporäre als auch die permanente Ausstellung entweder gemeinsam oder getrennt voneinander erschlossen werden. Als Haupterschließungsweg dienen zwei ineinander verschlungene Rampen: Die erste Rampe führt vom 1. Untergeschoß durch einen imposanten Luftraum hinunter zum Beginn der permanenten Ausstellung im 2. Untergeschoß. Von hier aus führt die zweite Rampe zurück auf das 1. Untergeschoß zum zweiten Teil der permanenten Ausstellung. Die temporäre Ausstellung im 2. Untergeschoß kann mit den Rampen bei Bedarf miterschlossen werden. Falls getrennte Ausstellungen stattfinden sollen kann die temporäre Ausstellung auch nur mit der Rolltreppe vom ersten ins zweite Untergeschoß direkt erschlossen werden. Im unterirdischen Museumsbereich werden Tageslicht und Klimatisierung über große , teils schwebende Lichtboxen verteilt. Die Ausstellungsflächen sind ungeteilt und somit flexibel an sich verändernde Ausstellungskonzepte anpaßbar.
Im südlichen Bereich schließt die Infrastrukturzone an die Ausstellungsräume an. In dieser befinden sich sowohl die haustechnischen Anlagen als auch Lagerräume und Arbeitsräume. Im Nordosten des 2. Untergeschosses befinden sich ein Vortragssaal und Seminarräume. Der nordöstliche Teil des unterirdischen Volumens bildet somit die räumliche Verbindung zu den oberirdischen Verwaltungsgeschossen in diesem Bereich. Daran angeschlossen befindet sich im Norden die dreigeschossige Tiefgarage mit 250 PKW-Stellplätzen. Sie ist sowohl an den Museumseingangsbereich angebunden als auch durch Verbindungsgang und Rollrampe mit dem Infopoint im Norden des Areals und durch einen Lift mit dem Cafe im Bestandsgebäude.
Infopoint:
Der Infopoint wird ebenfalls unterirdisch und durch Rampen erschlossen realisiert. Diese zieht sich entlang einer äußeren kubischen Begrenzungswand in zwei vollen Umläufen nach unten wo der Besucher einen zehn Meter hohen Glaskubus betritt der die Informationsfunktionen aufnimmt.
Cafe
Das nordwestliche Bestandsgebäude eignet sich aufgrund seiner zentralen Lage und seiner besonderen Atmosphäre ausgezeichnet zur Unterbringung eines Cafes mit Barbetrieb, welches dank einer direkten Anbindung an Tiefgarage und Museum einerseits gemeinsam mit dem Museum, andererseits auch autark betrieben werden kann. Als Grundidee dient die Schaffung einer neuen Plattform im Inneren des Cafes auf Höhe der Fensterunterkante – eine schwebende Ebene, die einen Blick nach außen ermöglicht.
Artists in Residence
Für das nordöstliche Bestandsgebäude schlagen wir vor, es als Wohn-, Arbeits-, Kommunikations- und Ausstellungsplattform für junge Künstler / Artists in Residence umzufunktionieren. Auch hier soll es nur minimale Eingriffe in das bestehende Gebäude geben: Das Erdgeschoß wird zu einer Wohn- und Kommunikationszone ausgebaut, in den Obergeschossen befinden sich Schlafräume und Ateliers
Der Turm „Warszawa“
Der Turm „Warszawa“ wird ebenfalls möglichst originalgetreu erhalten. Im Norden wird ein neuer Lift-/Treppenturm angefügt, der die bestehenden Plattformen des Turms für Besucher erschließt.
Die Situation in Katowice ist insofern speziell zumal sich die Kohlegrube in unmittelbarer Nähe zum Stadtzentrum befindet. Dies ermöglicht die einmalige Chance, in einem zentrumsnahen Bereich in einer der zukünftigen Wachstumsregionen Europas sowohl städtebaulich, als auch landschaftsplanerisch und architektonisch einerseits lokal gezielte Akzente zu setzten, andererseits ein Impulsprojekt für eine zukunftsweisende postindustrielle Nachnutzung vergleichbarer Areale – sowohl regional als auch überregional – zu initiieren. Das Museumsprojekt dient diesbezüglich als Ausgangspunkt einer langfristigen und sicherlich nachhaltigen Umnutzung und Neubelebung eines großen zentral gelegenen Areals inmitten der Stadt.
Das Konzept des vorliegenden Entwurfes basiert auf dem Versuch mit minimalen Eingriffen nach außen hin ein großzügiges Angebot an Museumsnutzungen anbieten zu können. Das Museum wie auch der Infopoint entwickeln ihr Raumprogramm in Anlehnung an die ehemalige Bedeutung und als Hommage an die ehemalige Funktion des Geländes zur Gänze unterirdisch. Nach außen hin tritt der gesamte Komplex ausschließlich durch die abstrakten Glaskuben der Verwaltung, der Erschließung und der Klimatisierung in Erscheinung, die so dimensioniert sind daß Sie sich harmonisch in das Ensemble der bestehenden Gebäude einfügen. Zusammen mit dem neu geschaffenen Netz aus Wegen, Plätzen und Grünanlagen ergibt sich so ein feingliedriger öffentlicher Naherholungsraum, ein „Stadt-Park“ im besten Sinn. Der Entwurf sieht dementsprechend auch eine behutsame Adaptierung bestehender Gebäude als Cafe und als Wohn- und Arbeitsgebäude für Artists in Residence vor. Der bestehende Turm „Warszawa“ wird durch Anbau eines Lift- und Treppenturms ebenfalls für Besucher zugänglich und bietet einen Blick über ganz Katowice.
Museumsgebäude:
Ausgehend vom im Eingangsbereich des Museums im Erdgeschoß angesiedelten Cafe erreicht der Besucher mit der Rolltreppe die Verteilerebene im ersten Untergeschoß. Hier befinden sich Kassen und Zugangskontrollen sowie Garderoben für den gesamten Museumsbereich. Tiefgarage und Infopoint sind ebenfalls hier an den Museumsbereich angebunden. Im östlichen Bereich dieser Ebene sind öffentliche und halböffentliche Funktionen – Shop, Bibliothek, Leseräume angeordnet.
Der Ausstellungsbereich ist so gegliedert daß von diesem Punkt aus sowohl die temporäre als auch die permanente Ausstellung entweder gemeinsam oder getrennt voneinander erschlossen werden. Als Haupterschließungsweg dienen zwei ineinander verschlungene Rampen: Die erste Rampe führt vom 1. Untergeschoß durch einen imposanten Luftraum hinunter zum Beginn der permanenten Ausstellung im 2. Untergeschoß. Von hier aus führt die zweite Rampe zurück auf das 1. Untergeschoß zum zweiten Teil der permanenten Ausstellung. Die temporäre Ausstellung im 2. Untergeschoß kann mit den Rampen bei Bedarf miterschlossen werden. Falls getrennte Ausstellungen stattfinden sollen kann die temporäre Ausstellung auch nur mit der Rolltreppe vom ersten ins zweite Untergeschoß direkt erschlossen werden. Im unterirdischen Museumsbereich werden Tageslicht und Klimatisierung über große , teils schwebende Lichtboxen verteilt. Die Ausstellungsflächen sind ungeteilt und somit flexibel an sich verändernde Ausstellungskonzepte anpaßbar.
Im südlichen Bereich schließt die Infrastrukturzone an die Ausstellungsräume an. In dieser befinden sich sowohl die haustechnischen Anlagen als auch Lagerräume und Arbeitsräume. Im Nordosten des 2. Untergeschosses befinden sich ein Vortragssaal und Seminarräume. Der nordöstliche Teil des unterirdischen Volumens bildet somit die räumliche Verbindung zu den oberirdischen Verwaltungsgeschossen in diesem Bereich. Daran angeschlossen befindet sich im Norden die dreigeschossige Tiefgarage mit 250 PKW-Stellplätzen. Sie ist sowohl an den Museumseingangsbereich angebunden als auch durch Verbindungsgang und Rollrampe mit dem Infopoint im Norden des Areals und durch einen Lift mit dem Cafe im Bestandsgebäude.
Infopoint:
Der Infopoint wird ebenfalls unterirdisch und durch Rampen erschlossen realisiert. Diese zieht sich entlang einer äußeren kubischen Begrenzungswand in zwei vollen Umläufen nach unten wo der Besucher einen zehn Meter hohen Glaskubus betritt der die Informationsfunktionen aufnimmt.
Cafe
Das nordwestliche Bestandsgebäude eignet sich aufgrund seiner zentralen Lage und seiner besonderen Atmosphäre ausgezeichnet zur Unterbringung eines Cafes mit Barbetrieb, welches dank einer direkten Anbindung an Tiefgarage und Museum einerseits gemeinsam mit dem Museum, andererseits auch autark betrieben werden kann. Als Grundidee dient die Schaffung einer neuen Plattform im Inneren des Cafes auf Höhe der Fensterunterkante – eine schwebende Ebene, die einen Blick nach außen ermöglicht.
Artists in Residence
Für das nordöstliche Bestandsgebäude schlagen wir vor, es als Wohn-, Arbeits-, Kommunikations- und Ausstellungsplattform für junge Künstler / Artists in Residence umzufunktionieren. Auch hier soll es nur minimale Eingriffe in das bestehende Gebäude geben: Das Erdgeschoß wird zu einer Wohn- und Kommunikationszone ausgebaut, in den Obergeschossen befinden sich Schlafräume und Ateliers
Der Turm „Warszawa“
Der Turm „Warszawa“ wird ebenfalls möglichst originalgetreu erhalten. Im Norden wird ein neuer Lift-/Treppenturm angefügt, der die bestehenden Plattformen des Turms für Besucher erschließt.
Wettbewerb Schlesisches Museum Katowice
Neubau, Sanierung und Adaptierung
Wettbewerb 2007
geplanter Baubeginn 2009
geplante Baufertigstellung 2011
Nutzfläche (inkl. Tiefgarage) ca. 30.000 m²
veranschlagte Kosten ca. 214 Mio. Zloty (56,7 Mio EUR)
Wettbewerb 2007
geplanter Baubeginn 2009
geplante Baufertigstellung 2011
Nutzfläche (inkl. Tiefgarage) ca. 30.000 m²
veranschlagte Kosten ca. 214 Mio. Zloty (56,7 Mio EUR)
MED CAMPUS in Graz
Institute, Forschungszentren, Lehreinrichtungen und studentische Infrastruktur der Medizinischen Universität Graz, Österreich
Wie am 16.7.2010 bekanntgegeben wurde ist das Grazer Architekturbüro Riegler Riewe als Sieger aus dem EU-weiten Architektenwettbewerb für den Neubau des MED CAMPUS Graz hervorgegangen.
Das Projekt MED CAMPUS wird in zwei Modulen errichtet werden. Baubeginn ist im Frühjahr 2012. Als erster Bauabschnitt im ersten Modul wird das ZWT (Zentrum für Wissens- und Technologietransfer) bis Herbst 2013 realisiert. Die Inbetriebnahme des MED CAMPUS ist schrittweise ab Mitte 2014 vorgesehen.
Wie am 16.7.2010 bekanntgegeben wurde ist das Grazer Architekturbüro Riegler Riewe als Sieger aus dem EU-weiten Architektenwettbewerb für den Neubau des MED CAMPUS Graz hervorgegangen.
Das Projekt MED CAMPUS wird in zwei Modulen errichtet werden. Baubeginn ist im Frühjahr 2012. Als erster Bauabschnitt im ersten Modul wird das ZWT (Zentrum für Wissens- und Technologietransfer) bis Herbst 2013 realisiert. Die Inbetriebnahme des MED CAMPUS ist schrittweise ab Mitte 2014 vorgesehen.





