Pfeifer Kuhn Architekten
Gartenstraße 19
D-79098 Freiburg
T 0761 . 29 67 69 0
F 0761 . 29 67 69 20
architekten@pfeifer-kuhn.de
Gartenstraße 19
D-79098 Freiburg
T 0761 . 29 67 69 0
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Seniorenzentrum, Lich*
Direkt am Schlosspark in Lich liegt das neue Seniorenzentrum. Das neue Hausgemeinschaftskonzept verfolgt dabei eine andere Strategie als die herkömmlichen Altersheime. In Hausgemeinschaften zu je 8 Personen werden Wohngruppen zusammengefasst, die im Grundsatz wie einfache Wohngemeinschaften geführt sind.
Jeder der Bewohner hat sein eigenes kleines Schlafzimmer mit Bad und Vorraum.
Die kleine Gemeinschaft verfügt jeweils über ein Wohnzimmer mit Küche und Hausarbeitsraum. Die Ausstattung ist wie zu Hause: man sitzt zusammen, kocht, wäscht, versorgt und hilft sich gegenseitig. Jeder Bewohner hat ein kleines Refugium des Rückzuges und jede Hausgemeinschaft ihren eigenen Außenbereich.
Das architektonische Konzept zielt auf den Typ des Einzelhauses, um einen Innenhof gruppiert und zusammengebunden an einem gemeinsamen Erschließungsgelenk mit kleiner Eingangshalle und Aufzug. Sieben Hausgemeinschaften sind in zwei zweigeschossigen Baukörpern untergebracht. Im Süden schließen zwei lange Baukörper am Verbindungsweg mit den betreuten Seniorenwohnungen die Gesamtanlage ab.
In der gemeinsamen Mitte erschließen sich eine kleine Cafeteria und die Verwaltung. Dieser stille Hof schließt nach Süden mit der kleinen, gläsernen Kapelle ab und gibt einen Ausschnitt auf die Landschaft frei. Alle Wohnräume der betreuten Seniorenwohnungen liegen mit großen Loggien zur Südsonne orientiert, mit unverbautem Blick in den Schlosspark. Das Erscheinungsbild der Gesamtanlage ist leise und unaufdringlich.
Sichtbetonwände kontrastieren mit lärchenholzverschalten Wänden mit Dachüberständen, die durch großzügige Verglasungen gegliedert sind. Architektursprache, Materialität und Detailausbildung, die Durchgänge und die inneren Blickbeziehungen erklären die Verbundenheit zur Landschaft und zum Ort.
Adresse: Am Schlossgarten 2, 35423 Lich
Bauherr: Oberhess. Diakoniezentr. Johann-Friedrich-Stift, Laubach
Planungs- und Bauzeit :1998-2003
Fachplaner:
Landschaftsarchitekt: Biebertaler Planungsgruppe Kehm Kerl Remy Ziegenrücker, Biebertal
Haustechnik: IRE Gießen, Pohlheim
Statik: IBF Ingenieurbüro für Bauwesen, Lich
Konzeptberatung: KDA, Kuratorium Deutsche Altershilfe, Köln
Fotos: Francesca Giovanelli, Zürich
Bauherrenpreis "Hohe Qualität - tragbare Kosten" 2007, Anerkennung
*Architektengemeinschaft Pfeifer, Roser, Kuhn, Freiburg
Jeder der Bewohner hat sein eigenes kleines Schlafzimmer mit Bad und Vorraum.
Die kleine Gemeinschaft verfügt jeweils über ein Wohnzimmer mit Küche und Hausarbeitsraum. Die Ausstattung ist wie zu Hause: man sitzt zusammen, kocht, wäscht, versorgt und hilft sich gegenseitig. Jeder Bewohner hat ein kleines Refugium des Rückzuges und jede Hausgemeinschaft ihren eigenen Außenbereich.
Das architektonische Konzept zielt auf den Typ des Einzelhauses, um einen Innenhof gruppiert und zusammengebunden an einem gemeinsamen Erschließungsgelenk mit kleiner Eingangshalle und Aufzug. Sieben Hausgemeinschaften sind in zwei zweigeschossigen Baukörpern untergebracht. Im Süden schließen zwei lange Baukörper am Verbindungsweg mit den betreuten Seniorenwohnungen die Gesamtanlage ab.
In der gemeinsamen Mitte erschließen sich eine kleine Cafeteria und die Verwaltung. Dieser stille Hof schließt nach Süden mit der kleinen, gläsernen Kapelle ab und gibt einen Ausschnitt auf die Landschaft frei. Alle Wohnräume der betreuten Seniorenwohnungen liegen mit großen Loggien zur Südsonne orientiert, mit unverbautem Blick in den Schlosspark. Das Erscheinungsbild der Gesamtanlage ist leise und unaufdringlich.
Sichtbetonwände kontrastieren mit lärchenholzverschalten Wänden mit Dachüberständen, die durch großzügige Verglasungen gegliedert sind. Architektursprache, Materialität und Detailausbildung, die Durchgänge und die inneren Blickbeziehungen erklären die Verbundenheit zur Landschaft und zum Ort.
Adresse: Am Schlossgarten 2, 35423 Lich
Bauherr: Oberhess. Diakoniezentr. Johann-Friedrich-Stift, Laubach
Planungs- und Bauzeit :1998-2003
Fachplaner:
Landschaftsarchitekt: Biebertaler Planungsgruppe Kehm Kerl Remy Ziegenrücker, Biebertal
Haustechnik: IRE Gießen, Pohlheim
Statik: IBF Ingenieurbüro für Bauwesen, Lich
Konzeptberatung: KDA, Kuratorium Deutsche Altershilfe, Köln
Fotos: Francesca Giovanelli, Zürich
Bauherrenpreis "Hohe Qualität - tragbare Kosten" 2007, Anerkennung
*Architektengemeinschaft Pfeifer, Roser, Kuhn, Freiburg
Patchwork-Haus, Müllheim*
Das Gemeinsame und das Individuelle, nicht nebeneinander wie im klassischen Doppelhaus, sondern miteinander verzahnt und verwoben. Ein Haus für zwei Parteien, die gemeinsam unter einem Dach leben wollen, aber gleichzeitig unabhängige Bereiche beanspruchen.
Die Wohnstruktur dreht sich über die Geschosse um eine gemeinsame Halle. Beide Parteien partizipieren von allen Besonnungsrichtungen gleich. Die große Halle, die im Erdgeschoss beide Bereiche trennt und als gemeinsame Aufenthaltszone genutzt wird, wird im Obergeschoss um 90 ° gedreht und eröffnet dort individuelle Spiel-Räume.
Jede Partei hat ihre eigene Treppe, die jeweils in gegenläufiger Anordnung ein piranesisches Raumgefüge transformiert.
Die Giebelwände sind in einschaligem Mauerwerk ausgeführt, die traufständigen Wände und die Dachflächen in Massivholz in Brettstapelbauweise. Die Dachflächen und Seitenwänden bilden einen komplexen Luftkollektor mit transparenten Polycarbonatplatten, die eine kontrollierte Luftschicht bilden und zusammen mit den Speichermassen der Holzwände die Grundversorgung des Hauses mit passiver, solarer Energie sichern. Zusammen mit dem Energiegarten der großen Halle im Innenraum, die lichtdurchflutet das ganze Haus durchdringt und einfach manuell steuerbaren Öffnungen in der Dachfläche, ergibt dies ein komplexes und einfaches Gefüge eines energieeffizienten Gebäudes, das ausschließlich auf passive Nutzung solarer Energien beruht. Auf künstliche Dämmstoffe wird verzichtet. Die im Dachspitz gesammelte Wärme wird über den zweiten Kaminzug mittels eines kleinen Lüfters zur weiteren Verteilung in die erdgeschossige Halle befördert. In den betonierten Geschossdecken ist eine Bauteilaktivierung integriert.
Die komplexe innere Raumgeometrie des Hauses führt zu einem flexibel nutzbaren Haustyp unter einer intelligenten, effizienten Hülle. Das Bild der transparenten und reflektierenden Außenhaut, die ein Wechselspiel von durchscheinendem Holz, sich spiegelnder Landschaft und sich abbildenden Innenräumen hervorruft, steht im Kontrast zu den dunkel verputzten Giebelwänden und der klassischen Hausform.
Adresse: Am Lerchenbuck 17, 79379 Müllheim
Bauherr : Dr. Claudia Daubenberger, Müllheim
Planungs- und Bauzeit : 2003-2005
Energiekennwert: 35 kWh/qma
Fachplaner:
Haustechnik: Balck + Partner, Heidelberg
Tragwerksplanung: Greschik + Falk + Partner
Energiekonzept: Delzer Kybernetik, Lörrach
Fotos: Ruedi Walti
Auszeichnung guter Bauten BDA 2005
*Architektengemeinschaft Pfeifer, Roser, Kuhn, Freiburg
Die Wohnstruktur dreht sich über die Geschosse um eine gemeinsame Halle. Beide Parteien partizipieren von allen Besonnungsrichtungen gleich. Die große Halle, die im Erdgeschoss beide Bereiche trennt und als gemeinsame Aufenthaltszone genutzt wird, wird im Obergeschoss um 90 ° gedreht und eröffnet dort individuelle Spiel-Räume.
Jede Partei hat ihre eigene Treppe, die jeweils in gegenläufiger Anordnung ein piranesisches Raumgefüge transformiert.
Die Giebelwände sind in einschaligem Mauerwerk ausgeführt, die traufständigen Wände und die Dachflächen in Massivholz in Brettstapelbauweise. Die Dachflächen und Seitenwänden bilden einen komplexen Luftkollektor mit transparenten Polycarbonatplatten, die eine kontrollierte Luftschicht bilden und zusammen mit den Speichermassen der Holzwände die Grundversorgung des Hauses mit passiver, solarer Energie sichern. Zusammen mit dem Energiegarten der großen Halle im Innenraum, die lichtdurchflutet das ganze Haus durchdringt und einfach manuell steuerbaren Öffnungen in der Dachfläche, ergibt dies ein komplexes und einfaches Gefüge eines energieeffizienten Gebäudes, das ausschließlich auf passive Nutzung solarer Energien beruht. Auf künstliche Dämmstoffe wird verzichtet. Die im Dachspitz gesammelte Wärme wird über den zweiten Kaminzug mittels eines kleinen Lüfters zur weiteren Verteilung in die erdgeschossige Halle befördert. In den betonierten Geschossdecken ist eine Bauteilaktivierung integriert.
Die komplexe innere Raumgeometrie des Hauses führt zu einem flexibel nutzbaren Haustyp unter einer intelligenten, effizienten Hülle. Das Bild der transparenten und reflektierenden Außenhaut, die ein Wechselspiel von durchscheinendem Holz, sich spiegelnder Landschaft und sich abbildenden Innenräumen hervorruft, steht im Kontrast zu den dunkel verputzten Giebelwänden und der klassischen Hausform.
Adresse: Am Lerchenbuck 17, 79379 Müllheim
Bauherr : Dr. Claudia Daubenberger, Müllheim
Planungs- und Bauzeit : 2003-2005
Energiekennwert: 35 kWh/qma
Fachplaner:
Haustechnik: Balck + Partner, Heidelberg
Tragwerksplanung: Greschik + Falk + Partner
Energiekonzept: Delzer Kybernetik, Lörrach
Fotos: Ruedi Walti
Auszeichnung guter Bauten BDA 2005
*Architektengemeinschaft Pfeifer, Roser, Kuhn, Freiburg
Umbau Katholische Kirche St. Antonius, Stuttgart - Kaltental
Die kleine Kirche, die Hans Herkommer 1932 entworfen hat, ist wegen der sparsamen und strengen Architektur Denkmal, Vorbild und neue Herausforderung gleichermaßen. Die neue Mitte mit der Liturgieform der „Comunio“ inszeniert den scheinbaren Widerspruch mittels eines eingestellten Baldachins, der als gemeinsames Dach das Haus neu zoniert.
Der Baldachin ordnet die verschiedenen Raumelemente, gibt der Orgel in der Achse einen neuen Platz und fügt die Sitzreihen der Gläubigen parallel zu Altar und Ambo. Der ehemalige Altarraum wird zum Andachtsraum beim Tabernakel.
Der Baldachin bildet darüber hinaus das eigentliche Lichtelement für Sonnenlicht und künstliche Beleuchtung. Zusammen mit einem neuen Hypokaustenboden wird er auch zum inneren Luftkollektor, der die solaren Energien bündelt und den Kirchenraum energetisch sparsam mitversorgt.
Alle räumlichen Zonierungen überschneiden sich und sind Teil eines inneren Beziehungsgewebes, das bestimmt ist von der räumlichen Mitte für die Versammlung um den Tisch des Herrn und der fest bestimmten räumlichen Längsachse mit der Anordnung der Prinzipalorte. Die räumliche Verknüpfung aller dieser Elemente wird im neuen Haus wahrnehmbar über den Lichtkörper des behausten "Badalchins" und spürbar über die Wärme der natürlichen Energien, die zusammen mit den räumlichen Ausformungen und Zonierungen einen liturgischen Feierraum bilden.
Adresse: Burgstraße 29, 70569 Stuttgart-Kaltental
Bauherr: Katholische Gesamtkirchenpflege Stuttgart
Gutachterwettbewerb: 1. Preis und Auftrag
Planungs- und Bauzeit: 2001-2006
Fachplaner:
Technische Gebäudeausrüstung: Ingenieurbüro für Versorgungstechnik Kuder, Flein
Kybernetik: Delzer Kybernetik, Lörrach
Statik: IB Lachenmann, Vaihingen an der Enz
Künstler: Madeleine Dietz, Landau (Altar, Ambo, Tabernakel, Taufbecken, Marienkapelle)
Projektbetreuung: Baubüro der Katholischen Gesamtkirchengemeinde Stuttgart
Manfred M. Scherer, Architekturforum
Fotos: Ruedi Walti
Der Baldachin ordnet die verschiedenen Raumelemente, gibt der Orgel in der Achse einen neuen Platz und fügt die Sitzreihen der Gläubigen parallel zu Altar und Ambo. Der ehemalige Altarraum wird zum Andachtsraum beim Tabernakel.
Der Baldachin bildet darüber hinaus das eigentliche Lichtelement für Sonnenlicht und künstliche Beleuchtung. Zusammen mit einem neuen Hypokaustenboden wird er auch zum inneren Luftkollektor, der die solaren Energien bündelt und den Kirchenraum energetisch sparsam mitversorgt.
Alle räumlichen Zonierungen überschneiden sich und sind Teil eines inneren Beziehungsgewebes, das bestimmt ist von der räumlichen Mitte für die Versammlung um den Tisch des Herrn und der fest bestimmten räumlichen Längsachse mit der Anordnung der Prinzipalorte. Die räumliche Verknüpfung aller dieser Elemente wird im neuen Haus wahrnehmbar über den Lichtkörper des behausten "Badalchins" und spürbar über die Wärme der natürlichen Energien, die zusammen mit den räumlichen Ausformungen und Zonierungen einen liturgischen Feierraum bilden.
Adresse: Burgstraße 29, 70569 Stuttgart-Kaltental
Bauherr: Katholische Gesamtkirchenpflege Stuttgart
Gutachterwettbewerb: 1. Preis und Auftrag
Planungs- und Bauzeit: 2001-2006
Fachplaner:
Technische Gebäudeausrüstung: Ingenieurbüro für Versorgungstechnik Kuder, Flein
Kybernetik: Delzer Kybernetik, Lörrach
Statik: IB Lachenmann, Vaihingen an der Enz
Künstler: Madeleine Dietz, Landau (Altar, Ambo, Tabernakel, Taufbecken, Marienkapelle)
Projektbetreuung: Baubüro der Katholischen Gesamtkirchengemeinde Stuttgart
Manfred M. Scherer, Architekturforum
Fotos: Ruedi Walti
Faller PharmaServiceCenter, Binzen*
Das Faller PharmaServiceCenter verbindet funktionale und architektonische Elemente zu einem einfachen ökologischen Gesamtkonzept.
Gebäudeform und Gebäudezonierung transformieren das Prinzip des Schwarzwaldhauses mit der Wärmequelle im Zentrum des Hauses: Hier ist es die Produktionshalle mit den Maschinen, die diese Rolle übernimmt. Ihr angelagert ist im Süden die Logistik und im Norden die Verwaltung.
Die massive Betonkonstruktion mit der ungedämmten Bodenplatte reguliert die Wärmemengen, speichert und kühlt. Damit wird das Klima im Produktionsprozess mit geringem Energieeinsatz stabil gehalten.
Die Wärmerückgewinnung der Maschinenabwärme wird im Winter zur Heizung der angrenzenden Gebäudeteile genutzt. Das Speicherpotenzial des Wassers im Tank der Sprinkleranlage reduziert den Kühlenergiebedarf.
Das komplexeste architektonische Element des Konzepts ist jedoch die Gebäudehülle. Sämtliche Außenwände sind als passiver Luftkollektor ausgebildet, eine Konstruktion aus einer einfachen Profilbau-Verglasung, die mit einem Luftabstand ohne weitere Dämmung vor den Massivwänden steht.
In Produktion und Logistik steht diese Hülle vor der massiven Betonwand, die die solaren Gewinne durch die Glaswand speichert. Im Sommer unterstützt die kontrollierte Hinterlüftung der Fassade durch die natürliche Thermik die Auskühlung der Betonwand. In der Verwaltung wurde die Betonwand wegen der höheren Dämmfähigkeit durch eine 20 cm dicke Holz-Brettstapelwand ersetzt.
Die Glasfassade in Verbindung mit der sichtbaren Beton- bzw. Holzwand spiegelt keine Architektursprache des Zeitgeistes, sondern ist das wahrhaftige Bild ökologischen Bauens.
Die Bilder, die durch die Überlagerungen von Glas, Holz und Beton, durch die Reflexion von Himmel und Landschaft entstehen, stellen vielschichtige Assoziationen her. Gleichzeitig transportiert die grün schimmernde Hülle nach außen das Bild der sauberen pharmagerechten Produktionsprozesse im Inneren, wird also zum Ausdruck der Firmenphilosophie.
Adresse: Meitner Ring 6, 79589 Binzen
Bauherr : August Faller KG, Waldkirch
Planungs- und Bauzeit : 2001-2003
Zuschuss Badenova-Innovationsfonds: 70 000 EUR
Fachplaner:
Technische Gebäudeausrüstung: ratio energie GmbH, Lörrach
Kybernetik: Delzer Kybernetik, Lörrach
Statik: Mohnke Bauingenieure, Denzlingen
Fotos: Ruedi Walti
BDA-Auszeichnung guter Bauten 2005
*Architektengemeinschaft Pfeifer, Roser, Kuhn, Freiburg
Gebäudeform und Gebäudezonierung transformieren das Prinzip des Schwarzwaldhauses mit der Wärmequelle im Zentrum des Hauses: Hier ist es die Produktionshalle mit den Maschinen, die diese Rolle übernimmt. Ihr angelagert ist im Süden die Logistik und im Norden die Verwaltung.
Die massive Betonkonstruktion mit der ungedämmten Bodenplatte reguliert die Wärmemengen, speichert und kühlt. Damit wird das Klima im Produktionsprozess mit geringem Energieeinsatz stabil gehalten.
Die Wärmerückgewinnung der Maschinenabwärme wird im Winter zur Heizung der angrenzenden Gebäudeteile genutzt. Das Speicherpotenzial des Wassers im Tank der Sprinkleranlage reduziert den Kühlenergiebedarf.
Das komplexeste architektonische Element des Konzepts ist jedoch die Gebäudehülle. Sämtliche Außenwände sind als passiver Luftkollektor ausgebildet, eine Konstruktion aus einer einfachen Profilbau-Verglasung, die mit einem Luftabstand ohne weitere Dämmung vor den Massivwänden steht.
In Produktion und Logistik steht diese Hülle vor der massiven Betonwand, die die solaren Gewinne durch die Glaswand speichert. Im Sommer unterstützt die kontrollierte Hinterlüftung der Fassade durch die natürliche Thermik die Auskühlung der Betonwand. In der Verwaltung wurde die Betonwand wegen der höheren Dämmfähigkeit durch eine 20 cm dicke Holz-Brettstapelwand ersetzt.
Die Glasfassade in Verbindung mit der sichtbaren Beton- bzw. Holzwand spiegelt keine Architektursprache des Zeitgeistes, sondern ist das wahrhaftige Bild ökologischen Bauens.
Die Bilder, die durch die Überlagerungen von Glas, Holz und Beton, durch die Reflexion von Himmel und Landschaft entstehen, stellen vielschichtige Assoziationen her. Gleichzeitig transportiert die grün schimmernde Hülle nach außen das Bild der sauberen pharmagerechten Produktionsprozesse im Inneren, wird also zum Ausdruck der Firmenphilosophie.
Adresse: Meitner Ring 6, 79589 Binzen
Bauherr : August Faller KG, Waldkirch
Planungs- und Bauzeit : 2001-2003
Zuschuss Badenova-Innovationsfonds: 70 000 EUR
Fachplaner:
Technische Gebäudeausrüstung: ratio energie GmbH, Lörrach
Kybernetik: Delzer Kybernetik, Lörrach
Statik: Mohnke Bauingenieure, Denzlingen
Fotos: Ruedi Walti
BDA-Auszeichnung guter Bauten 2005
*Architektengemeinschaft Pfeifer, Roser, Kuhn, Freiburg
Institut für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene, Freiburg*
Ziel dieses Forschungsprojektes war es, ein Laborgebäude zu entwickeln, das den Primärenergieverbrauch im Vergleich zu konventionellen Laborgebäuden um bis zu 70% senkt.
Die energetischen Entwurfsprinzipien integrieren Gebäudezonierung, Material und Konstruktion und wurden mit Hilfe kybernetischer Optimierungsstrategien und Simulationsprogrammen entwickelt.
Die Zonierung der Gebäudestruktur erfolgt in verschiedenen Schichtungen: Laboratorien auf der Nordseite mit außen liegenden Versorgungsschächten, eine zentrale Verteilerzone mit Treppen und Aufzügen und die offene Kommunikations- und Bürozone mit drei Energiegärten im Süden.
Die Südfassade ist als Luftkollektor ausgebildet. Die hinter der Glashaut liegenden massiven Holzwände erzeugen zusammen mit den begrünten Energiegärten ein optisch ökologisches Bild.
Die Erwärmung und Kühlung des Gebäudes geschieht über einen thermischen Luftkreislauf mit solaren Energiegewinnen und Wärmerückgewinnung sowie einer Aktivierung der massiven Bauteile (Betondecken) durch Erdwärme und -kühle. Ergänzt werden diese Systeme durch drei in das Gebäudevolumen integrierte Energiegärten, die mit der Bepflanzung, Belüftung und Belichtung das Mikroklima im Haus verbessern.
Adresse: Breisacher Straße 115b, 79110 Freiburg
Bauherr: Land Baden-Württemberg / Universitätsbauamt Freiburg
Wettbewerb: 1. Preis
Planungs- und Bauzeit: 2001-2006
Energie-/Haustechnikkonzept: Delzer Kybernetik, Lörrach und
Ing.-Büro für Versorgungstechnik Kuder, Flein
Tragwerk: Mohnke Bauingenieure, Denzlingen
Kunst am Bau: Winter/Hörbelt, Frankfurt
Fotos: Ruedi Walti; Guido Kirsch
Förderung Badenova Innovationsfonds 200.000 EUR
*Architektengemeinschaft Pfeifer, Roser, Kuhn, Freiburg
Die energetischen Entwurfsprinzipien integrieren Gebäudezonierung, Material und Konstruktion und wurden mit Hilfe kybernetischer Optimierungsstrategien und Simulationsprogrammen entwickelt.
Die Zonierung der Gebäudestruktur erfolgt in verschiedenen Schichtungen: Laboratorien auf der Nordseite mit außen liegenden Versorgungsschächten, eine zentrale Verteilerzone mit Treppen und Aufzügen und die offene Kommunikations- und Bürozone mit drei Energiegärten im Süden.
Die Südfassade ist als Luftkollektor ausgebildet. Die hinter der Glashaut liegenden massiven Holzwände erzeugen zusammen mit den begrünten Energiegärten ein optisch ökologisches Bild.
Die Erwärmung und Kühlung des Gebäudes geschieht über einen thermischen Luftkreislauf mit solaren Energiegewinnen und Wärmerückgewinnung sowie einer Aktivierung der massiven Bauteile (Betondecken) durch Erdwärme und -kühle. Ergänzt werden diese Systeme durch drei in das Gebäudevolumen integrierte Energiegärten, die mit der Bepflanzung, Belüftung und Belichtung das Mikroklima im Haus verbessern.
Adresse: Breisacher Straße 115b, 79110 Freiburg
Bauherr: Land Baden-Württemberg / Universitätsbauamt Freiburg
Wettbewerb: 1. Preis
Planungs- und Bauzeit: 2001-2006
Energie-/Haustechnikkonzept: Delzer Kybernetik, Lörrach und
Ing.-Büro für Versorgungstechnik Kuder, Flein
Tragwerk: Mohnke Bauingenieure, Denzlingen
Kunst am Bau: Winter/Hörbelt, Frankfurt
Fotos: Ruedi Walti; Guido Kirsch
Förderung Badenova Innovationsfonds 200.000 EUR
*Architektengemeinschaft Pfeifer, Roser, Kuhn, Freiburg






