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Peter Kulka

Peter Kulka gehört zu den wichtigsten Vertretern seines Fachs in Deutschland. Bezeichnend für seine Bauten der letzten Jahre ist die knappe, minimalistische Gestalt. An ihrem Anfang stand der Sächsische Landtag in Dresden. Seither ist Kulka mit zahlreichen gestalterisch höchst ambitionierten Arbeiten hervorgetreten. […] Zu den bekanntesten Bauten und Entwürfen von Kulka zählen neben dem Sächsischen Landtag in Dresden das «Haus der Stille» der Abtei Königsmünster in Meschede, das Bosch Haus Heidehof in Stuttgart sowie die Neugestaltung des Kammermusiksaals und des Foyers im Konzerthaus Berlin, dem ehemaligen Deutschen Schauspielhaus von Karl Friedrich Schinkel.
[Ingeborg Flagge, ehem. Direktorin des Deutschen Architekturmuseums Frankfurt, aus dem Ausstellungskatalog zur Ausstellung "Peter Kulka. Minimalismus und Sinnlichkeit" im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt am Main 2005]

Das Spektrum der Projekte und Entwürfe reicht von futuristischen Entwürfen wie dem Stadion in Chemnitz über zeichenhafte Gebäude wie dem Neubau der Berufsfeuerwehr Heidelberg und dem Gebäude der Wasserschutzpolizei im Elbhafen von Hamburg bis hin zu dem differenzierten Umgang mit dem Thema Bauen im Bestand. Hierfür stehen der Wiederaufbau und die Neugestaltung von Teilen der Residenz in Dresden, das Deutsche Hygiene-Museum, die Galerie für zeitgenössische Kunst in Leipzig und jüngst der Umbau der ehemaligen Johannes-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt zum Forschungszentrum Senckenberg.
Peter Kulka ist Mitglied der Berliner Akademie der Künste sowie Gründungsmitglied der Sächsischen Akademie der Künste. Für sein Wirken erhielt er zahlreiche Preise und Auszeichnungen, unter anderem 1996 die Heinrich Tessenow Medaille. 2006 wurde ihm von der Architekturfakultät der Technischen Universität Dresden der Ehrendoktor verliehen. Im Mai 2010 wurde er in die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und Künste berufen.

1937
geboren in Dresden

1954
Abschluß der Maurerlehre

1958
Abschluß des Ingenieurstudiums, Fachrichtung Architektur

1964
Abschluß des Studiums der Architektur an der Hochschule für bildende und angewandte Kunst in Berlin-Weißensee

1964
Mitarbeiter von Hermann Henselmann an der Deutschen Bauakademie in Ost-Berlin

1965

Flucht aus der DDR

1965 - 1968
Mitarbeiter von Hans Scharoun in Berlin

1969
Freier Architekt

1970 - 1979
Partner in der Arbeitsgemeinschaft Herzog, Köpke, Kulka, Siepmann und Töpper, Bielefeld

1979
Übernahme des Büros von Hans Schilling

1986 - 1992
Professor an der RWTH Aachen

1991
Gründung des Büros in Dresden

1996
Mitglied der Berliner Akademie der Künste, Sektion Baukunst

1996
Gründungsmitglied der Sächsischen Akademie der Künste, Dresden
 
2006
Ehrendoktorwürde der Technischen Universität Dresden, Fakultät Architektur
 
2010
Berufung in die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und Künste