PPAG architects ztgmbh
Gumpendorferstraße 65/1
A-1060 Wien
T +43 (0)1. 587 44 71-0
F +43 (0)1. 587 44 71-99
ppag@ppag.at
Gumpendorferstraße 65/1
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F +43 (0)1. 587 44 71-99
ppag@ppag.at
Haus PA1 Zurndorf
2007
Best architects 08 Auszeichnung in Gold
2008
Architekturpreis des Landes Burgenland
Auszeichnung für das Haus PA1
Best architects 08 Auszeichnung in Gold
2008
Architekturpreis des Landes Burgenland
Auszeichnung für das Haus PA1
Wohnhaus
Fertig gestellt: 2005
Friedrichshof, Zurndorf
Fotos: Margherita Spiluttini
Das Wohnhaus mit der Elefantenhaut
Ein Wohnhaus mit 100m2 realisiert um 75.000 Euro (Nettoherstellungskosten).
Bauzeit: 3 Monate
Die geringen Herstellungskosten waren Herausforderung und Chance zugleich. Die Konzentration auf das Wesentliche stand schon bei der Entwicklung des Raumprogramms und der Grundrissaufteilung im Vordergrund.
Die Aufenthaltsräume sind auf schwebenden Holzdecken (gelagert auf Längsmauern) an einen zentralen, massiv gelagerten Versorgungskern (mit WC, Vorraum und Badezimmer) angedockt. Die Wohnräume sind auf verschiedenen Ebenen angeordnet. Es entstehen unterschiedliche Ausblicke in umliegende Obstgärten.
Die ungewöhnliche äußere Erscheinung wird durch die bewusste
Einfachheit in den Proportionen der Fassade und der Öffnungen in die
Normalität des gebräuchlichen burgenländischen Hauses zurückgeführt.
Die Außenhaut:
Bei den ersten Kostenschätzungen stellte sich schnell heraus, dass ohne die Entwicklung einer neuen, günstigeren Außenhaut, als die konventionellen Fassaden und Dachsysteme, die Kostenvorgaben nicht zu erfüllen gewesen wären.
Nach mehreren Versuchen und längeren Recherchen fiel die Wahl auf eine PU Spritzdämmung. Ein hochleistungsfähiger 2-komponentiger Dämmstoff, der mittels Spritzverfahren aufgebracht wird. In Verbindung mit einem diffusionsoffenen UV Schutz (nach dem Aufbringen der Dämmung aufgerollt) stellt dies eine dauerhafte und widerstandsfähige (begehbar) Außenhaut dar.
Direkt unter der Dämmung befindet sich als Tragschicht eine 1,8 cm dicke OSB Platte. Ergänzt wird das System durch eine Dampfsperre und eine raumseitige Sperrholzplatte.
Ein Low Tech Aufbau mit High Tech
Dämmqualitäten.
Mit geringstem Wand- und Dachaufbau
(9,2 bzw. 14,7 cm) erreicht man die Vorgaben
der örtlichen Bauordnung.
Die Innenausstattung:
Trotz der geringen Budgetvorgaben sollte kein „armes“ Haus entstehen. Geld das z.B. an edlen Oberflächen eingespart wird, ermöglicht den Einbau einer großen Fixverglasung im Wohnzimmer. Die rahmenlose Ausführung erweitert scheinbar scheibenlos den Wohnraum in den umliegenden Obstgarten.
Holz ist das dominierende Material im Innenraum. Von der sichtbaren Vollholzriegelkonstruktion, Sperrholzinnenwänden (2lagig) bis hin zu Sperrholztürblättern, welche im geschlossenen Zustand flächenbündig nahezu unsichtbar in den Innenwänden sitzen. Freiliegende Konstruktionshölzer wurden genutzt um systemhomogene Regalflächen einzubauen.
Wohnhof Orasteig
A 1210 Wien, Edi-Finger-Str. 1-3
Bauherr
EGW Heimstätte
Heimat Österreich
Projektsteuerung, Community Organizing und Örtliche Bauaufsicht
raum & kommunikation KORAB KEG
Freiraumplanung
Stefan Schmidt Landschaftsarchitektur
Projektverlauf
Bauträgerwettbewerb: September 2005, 1.Preis
Baubeginn: November 2007
Fertigstellung & Bezug: März/April 2009
Fotograf
Roland Krauss, Wien
Leben in aktiver Nachbarschaft im Wohnhof Orasteig
Am Marchfeldkanal, unweit des historischen Ortskerns von Stammersdorf, errichteten zwei gemein¬nützige Bauträger eine in jeder Hinsicht besondere Wohnanlage: den Wohnhof Orasteig.
Besonders ist die Architektur: Keine der 169 Wohnungen ist wie die andere, dennoch haben sie eines gemein, denn fast alle sind mit sehr großzügigen Terrassen, Loggien oder Balkonen ausgestattet. Etwas Besonderes soll auch das Zusammenleben der Bewohnerinnen und Bewohner am Orasteig werden: umfangreiche Gemeinschaftsräume bieten viel Platz für gemeinsame Aktivitäten der Nachbar¬schaft, und ein Mitbestimmungsstatut ermöglicht den Bewohnerinnen und Bewohnern, an der Gestaltung und Verwaltung ihrer Siedlung teilzuhaben. Beim Aufbau dieser nachbarschaftlichen Selbstverwaltung werden sie vom Bezug an etwa ein Jahr durch das Büro raum & kommunikation unterstützt.
Wohnen im Grünen: Siedlerbewegung neu interpretiert
Das Wettbewerbsreihe unter dem Titel „Neue Siedlerbewegung“, zu der auch das Baugebiet Orasteig gehörte, zielte darauf ab, architektonisch-städtebauliche Angebote zu entwickeln, die mit den Wohn¬qualitäten des Einfamilienhauses konkurrieren können, dabei aber höhere Dichten erzielen. Im Wohnhof Orasteig wird das Thema Siedlerbewegung mit kleinteiliger Erschließung, starkem Freiraumbezug und dem Angebot von Mieterbeeten interpretiert.
Sein Zentrum findet das Leben im Wohnhof Orasteig auf dem großen Siedlungs¬platz. Auf dieser autofreien Fläche ist Platz für Spiel, Begegnung und Gemeinschaftsaktivitäten.
Architektur: Keine Wohnung gleicht der anderen
Die drei niedrigen Bauteile 8, 9 und 7 entspringen in Form und Grobausdehnung dem vorgegebenen Bebauungsplan. Der dazwischenliegende Straßenraum wurde zum weitgehend autofreien Siedlungs¬raum, zu einer überschaubaren Nachbarschaft.
Insgesamt 7+10+5= 22 Stiegen erschließen die 169 Wohnungen. Eine kleinteilige Erschließungstypologie ermöglicht kürzeste Wege und starken Freiraumbezug aller Wohnungen, sowie Vielfalt innerhalb der Wohnungstypen: Jede Stiege erschließt im Erdgeschoss und 1.Obergeschoss jeweils 2 durchorientierte Wohnungen, im 1.Dachgeschoss bündeln sich jede 2.Stichstiege zu einem durchgehenden Gang, von dem aus Maisonetten und Panoramawohnungen nach Süd / West erreicht werden. Je nach Lage sind sie in den Wohnungen als schräge Untersicht oder Rampe ablesbar.
Jeder Bauteil hat seine architektonische Eigenheit:
Der Bauteil 8, vom Bebauungsplan als Zeile vorge¬geben, beherbergt weitgehend rechtwinkelige Wohnungen.
Im Bauteil 9, dem Halbrund, legt die Tief¬garage eine Geometrie fest, die die geknickten Wände zwischen den Wohnungen und die piranesiesken, dreieckigen Stiegenhäuser ergeben, die von den Maisonettestiegen überbrückt werden.
Der Bauteil 7, der im Bebauungsplan frei, also nicht durch Bau¬fluchtlinien vorgezeichnet war, setzt das Organisationssystem mit dem Ziel fort, differenzierte, kleine, ergänzende Freiräume zu schaffen.
Für das private Freiraumvergnügen gibt es großzügige Balkone und Terrassen an beinahe jeder Wohnung.
Auch das Farbkonzept hat seinen Ursprung in der Wohnung: Die Innenwandfarbe zieht sich nach außen auf die angrenzende Fassade und wird dort so lange fortgesetzt, bis die Fläche durch Fenster, Balkone, Vor- oder Rücksprünge unterbrochen wird. Daraus ergab sich die minimal mögliche Farbpalette der zwölf Farben.
In Summe entsteht mehr als ein Reihenhaus, eine auf Sozialkontakt konzipierte räumliche Anordnung höchstindividueller Wohnungen.
169 Wohnungen; Wohnnutzfläche: 14.585m2
Gemeinschaftsräume:
Sauna, Veranstaltungssaal sowie ein Gemeinschaftsraum und eine Waschküche pro Bauplatz
Siedlungsfreiraum:
Mieterbeete, autofreier Siedlungsplatz, Kleinkinderspielplätze, Sitzplätze, Freitreppe zur Nutzung als Open Air Kino, großer Spielplatz mit Fußball- und Volleyballfeld südlich Bauteil 9
realisiert im Rahmen des geförderten Wiener Wohnbaus
Niedrigenergiehaus / HWB 26 kWh/m2a
Die Baustelle Wohnhof Orasteig wurde als ressourceneffiziente, staubarme, umweltfreundliche Musterbaustelle geführt.
Bauherr
EGW Heimstätte
Heimat Österreich
Projektsteuerung, Community Organizing und Örtliche Bauaufsicht
raum & kommunikation KORAB KEG
Freiraumplanung
Stefan Schmidt Landschaftsarchitektur
Projektverlauf
Bauträgerwettbewerb: September 2005, 1.Preis
Baubeginn: November 2007
Fertigstellung & Bezug: März/April 2009
Fotograf
Roland Krauss, Wien
Leben in aktiver Nachbarschaft im Wohnhof Orasteig
Am Marchfeldkanal, unweit des historischen Ortskerns von Stammersdorf, errichteten zwei gemein¬nützige Bauträger eine in jeder Hinsicht besondere Wohnanlage: den Wohnhof Orasteig.
Besonders ist die Architektur: Keine der 169 Wohnungen ist wie die andere, dennoch haben sie eines gemein, denn fast alle sind mit sehr großzügigen Terrassen, Loggien oder Balkonen ausgestattet. Etwas Besonderes soll auch das Zusammenleben der Bewohnerinnen und Bewohner am Orasteig werden: umfangreiche Gemeinschaftsräume bieten viel Platz für gemeinsame Aktivitäten der Nachbar¬schaft, und ein Mitbestimmungsstatut ermöglicht den Bewohnerinnen und Bewohnern, an der Gestaltung und Verwaltung ihrer Siedlung teilzuhaben. Beim Aufbau dieser nachbarschaftlichen Selbstverwaltung werden sie vom Bezug an etwa ein Jahr durch das Büro raum & kommunikation unterstützt.
Wohnen im Grünen: Siedlerbewegung neu interpretiert
Das Wettbewerbsreihe unter dem Titel „Neue Siedlerbewegung“, zu der auch das Baugebiet Orasteig gehörte, zielte darauf ab, architektonisch-städtebauliche Angebote zu entwickeln, die mit den Wohn¬qualitäten des Einfamilienhauses konkurrieren können, dabei aber höhere Dichten erzielen. Im Wohnhof Orasteig wird das Thema Siedlerbewegung mit kleinteiliger Erschließung, starkem Freiraumbezug und dem Angebot von Mieterbeeten interpretiert.
Sein Zentrum findet das Leben im Wohnhof Orasteig auf dem großen Siedlungs¬platz. Auf dieser autofreien Fläche ist Platz für Spiel, Begegnung und Gemeinschaftsaktivitäten.
Architektur: Keine Wohnung gleicht der anderen
Die drei niedrigen Bauteile 8, 9 und 7 entspringen in Form und Grobausdehnung dem vorgegebenen Bebauungsplan. Der dazwischenliegende Straßenraum wurde zum weitgehend autofreien Siedlungs¬raum, zu einer überschaubaren Nachbarschaft.
Insgesamt 7+10+5= 22 Stiegen erschließen die 169 Wohnungen. Eine kleinteilige Erschließungstypologie ermöglicht kürzeste Wege und starken Freiraumbezug aller Wohnungen, sowie Vielfalt innerhalb der Wohnungstypen: Jede Stiege erschließt im Erdgeschoss und 1.Obergeschoss jeweils 2 durchorientierte Wohnungen, im 1.Dachgeschoss bündeln sich jede 2.Stichstiege zu einem durchgehenden Gang, von dem aus Maisonetten und Panoramawohnungen nach Süd / West erreicht werden. Je nach Lage sind sie in den Wohnungen als schräge Untersicht oder Rampe ablesbar.
Jeder Bauteil hat seine architektonische Eigenheit:
Der Bauteil 8, vom Bebauungsplan als Zeile vorge¬geben, beherbergt weitgehend rechtwinkelige Wohnungen.
Im Bauteil 9, dem Halbrund, legt die Tief¬garage eine Geometrie fest, die die geknickten Wände zwischen den Wohnungen und die piranesiesken, dreieckigen Stiegenhäuser ergeben, die von den Maisonettestiegen überbrückt werden.
Der Bauteil 7, der im Bebauungsplan frei, also nicht durch Bau¬fluchtlinien vorgezeichnet war, setzt das Organisationssystem mit dem Ziel fort, differenzierte, kleine, ergänzende Freiräume zu schaffen.
Für das private Freiraumvergnügen gibt es großzügige Balkone und Terrassen an beinahe jeder Wohnung.
Auch das Farbkonzept hat seinen Ursprung in der Wohnung: Die Innenwandfarbe zieht sich nach außen auf die angrenzende Fassade und wird dort so lange fortgesetzt, bis die Fläche durch Fenster, Balkone, Vor- oder Rücksprünge unterbrochen wird. Daraus ergab sich die minimal mögliche Farbpalette der zwölf Farben.
In Summe entsteht mehr als ein Reihenhaus, eine auf Sozialkontakt konzipierte räumliche Anordnung höchstindividueller Wohnungen.
169 Wohnungen; Wohnnutzfläche: 14.585m2
Gemeinschaftsräume:
Sauna, Veranstaltungssaal sowie ein Gemeinschaftsraum und eine Waschküche pro Bauplatz
Siedlungsfreiraum:
Mieterbeete, autofreier Siedlungsplatz, Kleinkinderspielplätze, Sitzplätze, Freitreppe zur Nutzung als Open Air Kino, großer Spielplatz mit Fußball- und Volleyballfeld südlich Bauteil 9
realisiert im Rahmen des geförderten Wiener Wohnbaus
Niedrigenergiehaus / HWB 26 kWh/m2a
Die Baustelle Wohnhof Orasteig wurde als ressourceneffiziente, staubarme, umweltfreundliche Musterbaustelle geführt.
Wohnen am Park
A 1020 Wien, Vorgartenstrasse 122-128
Bauherr
GESIBA, gemeinnützige Sieldungs- und Bauaktiengesellschaft
Fotografen
BAS3.photography | Bas Gijselhart
HERTA HURNAUS photography
Projektverlauf
Wettbewerb: November 2003, 1.Preis
Baubeginn: Mai 2007
Fertigstellung & Bezug: Juli 2009
Wie kann ein maximal großes Wohnhaus aussehen, ohne in Monotonie zu verfallen. Wie schafft man Überschaubarkeit im Inneren wie im Äusseren, Wiederkennungswert, sowie Identifikation des Einzelnen mit dem Gesamtkomplex. Letztendlich alles Fragen, die auf eine unbedingt nachhaltigen Architektur abzielen: Der Anspruch an eine maximale Wohnqualität für jede einzelne Wohnung ist Grundvoraussetzung.
Die Bauaufgabe wirft im Zusammenhang mit einer wirtschaftlichen Realisierung Fragen der tatsächlichen Machbarkeit in einem sozialen Kontext auf: Antworten gibt das Haus einige: Trotz der Größe wird auf ein Regelgeschoss verzichtet, jedes Stockwerk ist ein Unikat, wobei durch vertikale Verzahnung der Ebenen mittels interner Lufträume im Gangbereich zusammenhängende innere Häuser geschaffen werden, die räumlich individuell ausgebildet und gestaltet zu hausinternen Nachbarschaften werden: Der Gangbereich vor der Wohnung wird zum gemeinschaftlichen Wohnzimmer vor dem Wohnzimmer. Ein Kunstprojekt transformiert die Erschliessungszone in eine vertikale Galerie. Gemeinschaftliche Einrichtungen (Waschsalon, Kinderspielraum, Mehrzweckraum, Sauna) unterstützen das Gelingen eines sozialen Wohnbaus. Die räumliche Ausformulierung des gesamten Hauses, das Stricken eines komplexen Algorithmus wird zum entscheidenen Argument bei der Antwort auf die Frage der NICHTNEUTRALITÄT und NICHTSERIALITÄT. Aus der Wechselwirkung dreier Bausteine (3 grundsätzlichen Wohnungstypen) wird eine komplexe Grammatik, die letztendlich die gesamte Struktur zwingend ergibt. Dadurch gleicht kein Eck des Hauses, kein Gang, kein Teil der Fassade einem anderen. Das eigene Zimmer ist – einmal erkannt - im Muster der Fassade intuitiv erkennbar, steigt man im falschen Geschoss aus dem Lift findet man sich in einer falschen Welt (schon bevor der Schlüssel nicht sperrt).
Die städtebauliche Situation ist aussergewöhnlich. Am ehemaligen Nordbahnhof – U-Bahnstation Vorgartenstrasse – in ausgesprochener Nähe zum Zentrum ebenso wie zur Donauinsel entsteht ein neuer Stadtteil mit ca. 20.000 Einwohnern. Die Südwestfassade des Hauses bildet in ihrer gesamten Länge die Fassade eines neuen, unmittelbar angrenzenden, quadratischen Parks, dem Erholungszentrum des neuen Bezirkes. Das Erdgeschoss ist circa zur Hälfte aufgeständert und frei durchgänglich und bildet so für die Vorgartenstrasse ein Tor zum Park. Unter dem Haus sind bereits parknahe Nutzungen wie sonnengeschützte Sandkiste und Tischtennistische angeordnet. Die Unterschiedlichkeit der Hausfassaden ist Programm. Die rubinroten Glasbrüstungen der Balkone prägen die Erscheinung zum Park, während zur Vorgartenstrasse die übergrossen Fenster der Maisonettewohnungen ein Spiel mit dem Masstab der Stadt spielen.
274 Wohnungen, Wohnnutzfläche: 22500m2
realisiert im Rahmen des geförderten Wiener Wohnbaus
Niedrigenergiehaus / HWB 29 kWh/m2a
Bauherr
GESIBA, gemeinnützige Sieldungs- und Bauaktiengesellschaft
Fotografen
BAS3.photography | Bas Gijselhart
HERTA HURNAUS photography
Projektverlauf
Wettbewerb: November 2003, 1.Preis
Baubeginn: Mai 2007
Fertigstellung & Bezug: Juli 2009
Wie kann ein maximal großes Wohnhaus aussehen, ohne in Monotonie zu verfallen. Wie schafft man Überschaubarkeit im Inneren wie im Äusseren, Wiederkennungswert, sowie Identifikation des Einzelnen mit dem Gesamtkomplex. Letztendlich alles Fragen, die auf eine unbedingt nachhaltigen Architektur abzielen: Der Anspruch an eine maximale Wohnqualität für jede einzelne Wohnung ist Grundvoraussetzung.
Die Bauaufgabe wirft im Zusammenhang mit einer wirtschaftlichen Realisierung Fragen der tatsächlichen Machbarkeit in einem sozialen Kontext auf: Antworten gibt das Haus einige: Trotz der Größe wird auf ein Regelgeschoss verzichtet, jedes Stockwerk ist ein Unikat, wobei durch vertikale Verzahnung der Ebenen mittels interner Lufträume im Gangbereich zusammenhängende innere Häuser geschaffen werden, die räumlich individuell ausgebildet und gestaltet zu hausinternen Nachbarschaften werden: Der Gangbereich vor der Wohnung wird zum gemeinschaftlichen Wohnzimmer vor dem Wohnzimmer. Ein Kunstprojekt transformiert die Erschliessungszone in eine vertikale Galerie. Gemeinschaftliche Einrichtungen (Waschsalon, Kinderspielraum, Mehrzweckraum, Sauna) unterstützen das Gelingen eines sozialen Wohnbaus. Die räumliche Ausformulierung des gesamten Hauses, das Stricken eines komplexen Algorithmus wird zum entscheidenen Argument bei der Antwort auf die Frage der NICHTNEUTRALITÄT und NICHTSERIALITÄT. Aus der Wechselwirkung dreier Bausteine (3 grundsätzlichen Wohnungstypen) wird eine komplexe Grammatik, die letztendlich die gesamte Struktur zwingend ergibt. Dadurch gleicht kein Eck des Hauses, kein Gang, kein Teil der Fassade einem anderen. Das eigene Zimmer ist – einmal erkannt - im Muster der Fassade intuitiv erkennbar, steigt man im falschen Geschoss aus dem Lift findet man sich in einer falschen Welt (schon bevor der Schlüssel nicht sperrt).
Die städtebauliche Situation ist aussergewöhnlich. Am ehemaligen Nordbahnhof – U-Bahnstation Vorgartenstrasse – in ausgesprochener Nähe zum Zentrum ebenso wie zur Donauinsel entsteht ein neuer Stadtteil mit ca. 20.000 Einwohnern. Die Südwestfassade des Hauses bildet in ihrer gesamten Länge die Fassade eines neuen, unmittelbar angrenzenden, quadratischen Parks, dem Erholungszentrum des neuen Bezirkes. Das Erdgeschoss ist circa zur Hälfte aufgeständert und frei durchgänglich und bildet so für die Vorgartenstrasse ein Tor zum Park. Unter dem Haus sind bereits parknahe Nutzungen wie sonnengeschützte Sandkiste und Tischtennistische angeordnet. Die Unterschiedlichkeit der Hausfassaden ist Programm. Die rubinroten Glasbrüstungen der Balkone prägen die Erscheinung zum Park, während zur Vorgartenstrasse die übergrossen Fenster der Maisonettewohnungen ein Spiel mit dem Masstab der Stadt spielen.
274 Wohnungen, Wohnnutzfläche: 22500m2
realisiert im Rahmen des geförderten Wiener Wohnbaus
Niedrigenergiehaus / HWB 29 kWh/m2a
Hofmöblierung MuseumsQuartier Wien
Museumsplatz 1, A 1070 Wien
Auftraggeber
MuseumsQuartier Errichtungs- und BetriebsgesmbH
Fotografen
Roland Krauss
Frank Kaltenbach
ppag architects ztgmbh
Zeitraum: 2002 - open end
2005 Adolf Loos Staatspreis Design
www.enzis.at
Über 100 überdimensionale, kombinierbare Hartschaummöbelelemente, in unendlichen Variationen addiert, als charakteristische, wiedererkennbare Platzhalter der Moderne im denkmalgeschützten Areal.
Natürlich erinnert das große Element an ein Sofa, die Form schreibt einem aber nicht vor wie und in welcher Lage bzw. ob überhaupt man sich auf diesen Elementen ausruhen soll und es ist als ob diese immanente Wahlfreiheit erkannt und angenommen und auf ungeahnte Weise genutzt würde. Die Form hat also einen geradezu provokativen Charakter. Im Winter werden die Elemente zu krapfenförmigen, begehbaren Kraggewölben zum Punschausschank gestapelt, im Sommer wandern sie herdenartig in unterschiedlichen Konstellationen durch das MQ und werden jedes Jahr neu erkundet, beklettert, besessen und frei interpretiert. Rücken an Rücken formieren sich die Elemente zum Laufsteg, zu Ringerln mit Schattenwirkung, zu 2-er, 4-er Flotten am Wasserbecken, zu Labyrinthen für Kinder, zu Präsentationsflächen für Schuhe. Die Architekten wurden oft gefragt wie denn die kombinatorischen Wunder entstanden seien. Ganz einfach, im Büro am Styrocut, ebenso wie die 1:1-elemente aus 3 x 1 x 1,25m Rohlingen am großen Styrocut der Fassadendämmfirma entstanden sind. Das ist als ob ein Haus aus den gleichen Teilen zusammengesetzt würde wie das Modell aus Karton und ein wenig wie aus Gullivers Reisen.
Der große Innenhof ist dank der Hofmöblierung das beliebteste Freiluftwohnzimmer der Stadt geworden und prägt das Bild der Stadt - auch medial - entscheidend mit.
Auftraggeber
MuseumsQuartier Errichtungs- und BetriebsgesmbH
Fotografen
Roland Krauss
Frank Kaltenbach
ppag architects ztgmbh
Zeitraum: 2002 - open end
2005 Adolf Loos Staatspreis Design
www.enzis.at
Über 100 überdimensionale, kombinierbare Hartschaummöbelelemente, in unendlichen Variationen addiert, als charakteristische, wiedererkennbare Platzhalter der Moderne im denkmalgeschützten Areal.
Natürlich erinnert das große Element an ein Sofa, die Form schreibt einem aber nicht vor wie und in welcher Lage bzw. ob überhaupt man sich auf diesen Elementen ausruhen soll und es ist als ob diese immanente Wahlfreiheit erkannt und angenommen und auf ungeahnte Weise genutzt würde. Die Form hat also einen geradezu provokativen Charakter. Im Winter werden die Elemente zu krapfenförmigen, begehbaren Kraggewölben zum Punschausschank gestapelt, im Sommer wandern sie herdenartig in unterschiedlichen Konstellationen durch das MQ und werden jedes Jahr neu erkundet, beklettert, besessen und frei interpretiert. Rücken an Rücken formieren sich die Elemente zum Laufsteg, zu Ringerln mit Schattenwirkung, zu 2-er, 4-er Flotten am Wasserbecken, zu Labyrinthen für Kinder, zu Präsentationsflächen für Schuhe. Die Architekten wurden oft gefragt wie denn die kombinatorischen Wunder entstanden seien. Ganz einfach, im Büro am Styrocut, ebenso wie die 1:1-elemente aus 3 x 1 x 1,25m Rohlingen am großen Styrocut der Fassadendämmfirma entstanden sind. Das ist als ob ein Haus aus den gleichen Teilen zusammengesetzt würde wie das Modell aus Karton und ein wenig wie aus Gullivers Reisen.
Der große Innenhof ist dank der Hofmöblierung das beliebteste Freiluftwohnzimmer der Stadt geworden und prägt das Bild der Stadt - auch medial - entscheidend mit.
Europan 06
Fickeysstrasse 12, 1110 Wien
Bauherr
Stadtrand Süd
BWS
Generalplaner
Mischek ZT
Freiraumplanung
Rajek Barosch Lnadschaftsarchitekten
Projektverlauf
2001 Europan 06, 1.Preis
Projekt derzeit in Bearbeitung, vorraussichtl. Baubeginn 2010
Das Projekt ist aus dem EUROPAN Wettbewerb 2001 als erster Preis für das zu bearbeitende Gebiet hervorgegangen. Nach Wettbewerbsgewinn erfolgte gemeinsam mit dem damaligen Bauträger eine weitere Vertiefung des Projektes in Form einer Studie, die wiederum als Grundlage zur Erstellung eines Flächenwidmungs- und Bebauungsplanes - in diesem Falle einer Struktureinheit - gedient hat und nun in Folge - mit neuen Bauträgern und einem adaptierten Raumprogramm ihre Umsetzung findet.
Das Projekt eröffnet einen Diskussionsraum über den städtischen Block und seine mögliche Transformation. Es macht die Frage der Machbarkeit zur Entwurfsmethode. (Juryzitat, Europan 06)
Gebäudestruktur
Der Entwurf transformiert die klassische Blockrandbebauung und entwickelt daraus einen standortspezifischen Baukörper unter Einbeziehung wichtiger Standortkriterien wie Licht und Freiraumqualitäten. Ergebnis ist ein, der Typologie des Terrassenhauses folgender Wohnhügel.
Bauherr
Stadtrand Süd
BWS
Generalplaner
Mischek ZT
Freiraumplanung
Rajek Barosch Lnadschaftsarchitekten
Projektverlauf
2001 Europan 06, 1.Preis
Projekt derzeit in Bearbeitung, vorraussichtl. Baubeginn 2010
Das Projekt ist aus dem EUROPAN Wettbewerb 2001 als erster Preis für das zu bearbeitende Gebiet hervorgegangen. Nach Wettbewerbsgewinn erfolgte gemeinsam mit dem damaligen Bauträger eine weitere Vertiefung des Projektes in Form einer Studie, die wiederum als Grundlage zur Erstellung eines Flächenwidmungs- und Bebauungsplanes - in diesem Falle einer Struktureinheit - gedient hat und nun in Folge - mit neuen Bauträgern und einem adaptierten Raumprogramm ihre Umsetzung findet.
Das Projekt eröffnet einen Diskussionsraum über den städtischen Block und seine mögliche Transformation. Es macht die Frage der Machbarkeit zur Entwurfsmethode. (Juryzitat, Europan 06)
Gebäudestruktur
Der Entwurf transformiert die klassische Blockrandbebauung und entwickelt daraus einen standortspezifischen Baukörper unter Einbeziehung wichtiger Standortkriterien wie Licht und Freiraumqualitäten. Ergebnis ist ein, der Typologie des Terrassenhauses folgender Wohnhügel.
Wohnstruktur
Die Wohnungen sind bandartig um innen liegende Atrien angeordnet. Aufgrund der Terrassierung variiert die Kontur dieser Innenräume, es tritt eine innere Fassade zutage, die die äußere Erscheinung als Negativabdruck widerspiegelt.
Die horizontale Erschließung der Wohnungen erfolgt straßennetzartig bis in die drei „Finger“ der Struktur. Luftraumeinschnitte sorgen für vertikale Sichtbeziehungen zwischen den einzelnen Geschossen und fördern interne Kommunikation und Nachbarschaft. Die Gemeinschaftsflächen (Indoorspielbereiche, KIWA-Abstellflächen, Waschküche) sind in die Atrien eingebettet.
Jeder Wohnung ist eine private Freifläche (Loggia /Terrasse) zugeordnet, die durch
gemeinschaftliche Freiräume unterschiedlicher Nutzungsqualität im rückwärtigen Teil des Grundstücks ergänzt werden.
Die Wohnungen sind bandartig um innen liegende Atrien angeordnet. Aufgrund der Terrassierung variiert die Kontur dieser Innenräume, es tritt eine innere Fassade zutage, die die äußere Erscheinung als Negativabdruck widerspiegelt.
Die horizontale Erschließung der Wohnungen erfolgt straßennetzartig bis in die drei „Finger“ der Struktur. Luftraumeinschnitte sorgen für vertikale Sichtbeziehungen zwischen den einzelnen Geschossen und fördern interne Kommunikation und Nachbarschaft. Die Gemeinschaftsflächen (Indoorspielbereiche, KIWA-Abstellflächen, Waschküche) sind in die Atrien eingebettet.
Jeder Wohnung ist eine private Freifläche (Loggia /Terrasse) zugeordnet, die durch
gemeinschaftliche Freiräume unterschiedlicher Nutzungsqualität im rückwärtigen Teil des Grundstücks ergänzt werden.
Erscheinungsbild
Das äußere Erscheinungsbild unterstreicht die innere Struktur des Gebäudes:
In Analogie zu den Wohnungsbändern überlagern die entsprechend der Terrassierung geneigten umlaufenden Loggienbrüstungen die gestufte Hauptfassade(WDVS, hell verputzt) mit einer abstrakten scharfkantigen Hülle. Diese findet in einer metallenen, reflektierenden Oberfläche (Blechverkleidung, z.B. Alu-Verbundplatten) ihre Entsprechung und verleiht dem Bauvorhaben sein charakteristisches Äußeres.
Das äußere Erscheinungsbild unterstreicht die innere Struktur des Gebäudes:
In Analogie zu den Wohnungsbändern überlagern die entsprechend der Terrassierung geneigten umlaufenden Loggienbrüstungen die gestufte Hauptfassade(WDVS, hell verputzt) mit einer abstrakten scharfkantigen Hülle. Diese findet in einer metallenen, reflektierenden Oberfläche (Blechverkleidung, z.B. Alu-Verbundplatten) ihre Entsprechung und verleiht dem Bauvorhaben sein charakteristisches Äußeres.
