Revitalisierung Vertriebsstandort Fronius - Wels
Technologieführer vitalisiert frühere Industrieruine beim Welser Bahnhof.
Beim Bahnhof errichtet das zum weltweiten Technologieführer bei Batterieladesystemen, Schweißtechnik und Solarelektrik gewachsene Familienunternehmen den neuen Vertriebsstandort für rund 360 Mitarbeiter.
In Wels wird auch das internationale Schulungszentrum der Fronius-Gruppe untergebracht, zu der Produktionsstätten in Österreich, Tschechien, der Ukraine sowie 12 Vertriebstöchter in Europa und Amerika mit 2500 Mitarbeitern gehören.
Bei der Revitalisierung, Rehabilitierung und räumlichen Erneuerung dieses alten Industriequartiers am Rande des Welser Stadtzentrum setzen Auftraggeber und die PAUATArchitekten neue Maßstäbe.
Die beiden Partner verstehen energieeffizientes Bauen als einen wichtigen Aspekt der Architektur, sorgfältig, sozial und ökologisch im Umgang mit vorhanden Ressourcen, konstruktiv, zeitlos und konsequent, einfach und wirtschaftlich.
Die Neu- bzw. Umnutzung historischer Gebäudes bedeutet für uns eine sensible, sorgfältige Abwägung, mit welchen Mitteln der vorhandenen Bausubstanz begegnet werden kann, ohne die gewachsene Struktur und Gestalt zu zerstören, wobei die Maßnahmen jedoch weit über eine reine Substanzerhaltung hinausgehen und den Gebäudeteilen wieder neues Leben und Nutzen zuführen.
Die Aufgabe bestand darin, zeitgemässe moderne Arbeitsplätze, eine neue Infrastruktur und die notwendigen Sanitärräume in die vorgegebene Struktur einzufügen, die Lichtsituation im Kernbereich zu verbessern, energetische Verbesserungen bei Wahrung der Details und Proportionen durchzuführen, sowie der alten Raumstruktur in Bezug auf Nutzungsänderungen neuen Sinn zu geben.
„Eine gute Sanierung belebt das Haus, respektiert das Vorhandene, greift dort ein, wo strukturelle Schwächen zu beseitigen sind und erfüllt das Gebäude mit neuem Glanz.“
Das realisierte Konzept basiert darauf, die historische Gebäudestruktur zu respektieren und – soweit möglich – zu restaurieren. Daher wurde das vertraute Gesicht des Hauses wurde bis auf wenige, jedoch gestalterisch wichtige Eingriffe bzw. Ergänzungen restauriert und technisch saniert. Notwendige neue Bauteile, Funktionselemente oder Räume wurden als zeitgemäße, selbstbewusste Ergänzung in harmonischem Dialog mit diesem Umfeld positioniert.Dezentrale Oberlichthöfe leuchten das Gebäude von innen her aus und versorgen das bestehende Haus in der Mitte mit zusätzlichem Tageslicht. Diese neuen, vertikal bis übers Dach geöffneten, lichtdurchfluteten Bereiche bilden eine moderne räumliche Ergänzung zur klassischen Industriearchitektur.Für uns ist das Mass aller Dinge, dass sanierte Gebäude mindestens die Energieeffizienz und Nachhaltigkeit von im PassivhausStandard definierten Rahmenbedingungen aufweisen und zumindest mit Komponenten dieser Technologie realisiert werden. Dass diese Projekte nicht nur gut aussehen, sondern auch die Benutzer darin wohlfühlen, davon kann sich jeder bei den bereits fertiggestellten hochenergieeffizienten Bauabschnitten des Vertriebstandortes Fronius Wels überzeugen.
Beim Bahnhof errichtet das zum weltweiten Technologieführer bei Batterieladesystemen, Schweißtechnik und Solarelektrik gewachsene Familienunternehmen den neuen Vertriebsstandort für rund 360 Mitarbeiter.
In Wels wird auch das internationale Schulungszentrum der Fronius-Gruppe untergebracht, zu der Produktionsstätten in Österreich, Tschechien, der Ukraine sowie 12 Vertriebstöchter in Europa und Amerika mit 2500 Mitarbeitern gehören.
Bei der Revitalisierung, Rehabilitierung und räumlichen Erneuerung dieses alten Industriequartiers am Rande des Welser Stadtzentrum setzen Auftraggeber und die PAUATArchitekten neue Maßstäbe.
Die beiden Partner verstehen energieeffizientes Bauen als einen wichtigen Aspekt der Architektur, sorgfältig, sozial und ökologisch im Umgang mit vorhanden Ressourcen, konstruktiv, zeitlos und konsequent, einfach und wirtschaftlich.
Die Neu- bzw. Umnutzung historischer Gebäudes bedeutet für uns eine sensible, sorgfältige Abwägung, mit welchen Mitteln der vorhandenen Bausubstanz begegnet werden kann, ohne die gewachsene Struktur und Gestalt zu zerstören, wobei die Maßnahmen jedoch weit über eine reine Substanzerhaltung hinausgehen und den Gebäudeteilen wieder neues Leben und Nutzen zuführen.
Die Aufgabe bestand darin, zeitgemässe moderne Arbeitsplätze, eine neue Infrastruktur und die notwendigen Sanitärräume in die vorgegebene Struktur einzufügen, die Lichtsituation im Kernbereich zu verbessern, energetische Verbesserungen bei Wahrung der Details und Proportionen durchzuführen, sowie der alten Raumstruktur in Bezug auf Nutzungsänderungen neuen Sinn zu geben.
„Eine gute Sanierung belebt das Haus, respektiert das Vorhandene, greift dort ein, wo strukturelle Schwächen zu beseitigen sind und erfüllt das Gebäude mit neuem Glanz.“
Das realisierte Konzept basiert darauf, die historische Gebäudestruktur zu respektieren und – soweit möglich – zu restaurieren. Daher wurde das vertraute Gesicht des Hauses wurde bis auf wenige, jedoch gestalterisch wichtige Eingriffe bzw. Ergänzungen restauriert und technisch saniert. Notwendige neue Bauteile, Funktionselemente oder Räume wurden als zeitgemäße, selbstbewusste Ergänzung in harmonischem Dialog mit diesem Umfeld positioniert.Dezentrale Oberlichthöfe leuchten das Gebäude von innen her aus und versorgen das bestehende Haus in der Mitte mit zusätzlichem Tageslicht. Diese neuen, vertikal bis übers Dach geöffneten, lichtdurchfluteten Bereiche bilden eine moderne räumliche Ergänzung zur klassischen Industriearchitektur.Für uns ist das Mass aller Dinge, dass sanierte Gebäude mindestens die Energieeffizienz und Nachhaltigkeit von im PassivhausStandard definierten Rahmenbedingungen aufweisen und zumindest mit Komponenten dieser Technologie realisiert werden. Dass diese Projekte nicht nur gut aussehen, sondern auch die Benutzer darin wohlfühlen, davon kann sich jeder bei den bereits fertiggestellten hochenergieeffizienten Bauabschnitten des Vertriebstandortes Fronius Wels überzeugen.
MesseCenterWelsNeu
Den Europaweiten Architektenwettbewerb für das MesseCenterWelsNeu konnte überraschend AT4 Architekten ZTGmbH unter Federführung von Architekt Plöderl und Architekt Waldhör mit den Partnern Architekt Bauböck und Architekt Rauscher für sich entscheiden. Das schlichte wie präzise städtebauliche und konstruktive Konzept überzeugte beim Wettbewerb nicht nur das Preisgericht, sondern in der Zwischenzeit die vielen Nutzer, Besucher und Juroren diverser Architekturpreise durch eine geradlinige Schlichtheit, die durch eine Beschränkung auf wenige Materialien untermauert wird.
Der Neubau im Messeareal von Wels schafft innerhalb der üblichen inhomogenen Struktur eines „gewachsenen Messeareals“ ein neues Zentrum, Orientierung und Ordnung, vor allem jedoch ein neues Selbstverständnis. Ein Baukomplex mit großzügigem Foyer, ca. 15.000 m2 Ausstellungsfläche und einem Verwaltungs-,Tagungs- und Seminarturm richtet die Institution der Welser Messe weltmännisch und international aus. Die themenspezifische Besonderheit liegt im ungewöhnlichen Ehrgeiz einer stützenfreien Ausstellungshalle mit einer Spannbreite von 90 Metern. Die Methode erinnert mehr an den Brückenbau als an Hochbauten. Aber selbst im Tiefbau würde diese Ingenieurkonstruktion zu den Meisterleistungen zählen: Drei, jeweils zweiteilige, kreissegmentförmige Holzbögen überspannen 90 Meter. Die Untergurte hängen an Zugstangen und tragen die noch immer 25 Meter weit gespannten, sekundären Leimholzbinder (24x200 cm). In dieser Konstruktion der Superlative sind 3000 m2 Holz verbaut. Aber nicht nur die konstruktive Leistungsfähigkeit moderner Holzkonstruktion wird hier demonstriert. Insbesondere im Foyer – selbst eine Halle von ungemeiner Dimension – wird die umfassende architektonische Gestaltungsbreite dieses Baustoffes erlebbar. Ein Projekt das innerhalb des Landes in neue Dimensionen vordringt. Mit dem MesseCenterWels Neu wurde ein großvolumiges Musterprojekt energieffizienten und nachhaltigen Bauens realisiert - eben Hightech in Großdimension - Made in Oberösterreich"
Der Neubau im Messeareal von Wels schafft innerhalb der üblichen inhomogenen Struktur eines „gewachsenen Messeareals“ ein neues Zentrum, Orientierung und Ordnung, vor allem jedoch ein neues Selbstverständnis. Ein Baukomplex mit großzügigem Foyer, ca. 15.000 m2 Ausstellungsfläche und einem Verwaltungs-,Tagungs- und Seminarturm richtet die Institution der Welser Messe weltmännisch und international aus. Die themenspezifische Besonderheit liegt im ungewöhnlichen Ehrgeiz einer stützenfreien Ausstellungshalle mit einer Spannbreite von 90 Metern. Die Methode erinnert mehr an den Brückenbau als an Hochbauten. Aber selbst im Tiefbau würde diese Ingenieurkonstruktion zu den Meisterleistungen zählen: Drei, jeweils zweiteilige, kreissegmentförmige Holzbögen überspannen 90 Meter. Die Untergurte hängen an Zugstangen und tragen die noch immer 25 Meter weit gespannten, sekundären Leimholzbinder (24x200 cm). In dieser Konstruktion der Superlative sind 3000 m2 Holz verbaut. Aber nicht nur die konstruktive Leistungsfähigkeit moderner Holzkonstruktion wird hier demonstriert. Insbesondere im Foyer – selbst eine Halle von ungemeiner Dimension – wird die umfassende architektonische Gestaltungsbreite dieses Baustoffes erlebbar. Ein Projekt das innerhalb des Landes in neue Dimensionen vordringt. Mit dem MesseCenterWels Neu wurde ein großvolumiges Musterprojekt energieffizienten und nachhaltigen Bauens realisiert - eben Hightech in Großdimension - Made in Oberösterreich"
SCHWANENSTADT MACHT SCHULE
ganzheitliche Sanierung eines öffentlichen Gebäudes in PassivhausStandard
Motivation
Die thermisch nachhaltige Altbausanierung stellt mit Abstand den wichtigsten Beitrag für eine wirkungsvolle Reduktion der CO2 - Emissionen im Kyotomaßnahmenpaket dar. Hierbei ergibt sich die Chance, sanierungsbedürftige Gebäude gleich auf einen hohen Standard hinsichtlich Energieeffizienz und Nutzerkomfort zu bringen. Die erste Sanierung eines öffentlichen Gebäudes im allgemein anerkannten und mit Richtlinien „genormten“ energetischen Spitzenstandard eines Passivhauses soll die Machbarkeit einer großvolumigen Passivhaussanierung zu vertretbaren Mehrkosten dokumentieren und eine entsprechende Vorbildwirkung ausüben.
Inhalt
In dem vorliegenden Demonstrationsprojekt werden die für eine Passivhaussanierung nötigen Maßnahmen hinsichtlich Dämmung, Wärmebrückenreduzierung, Lüftungsintegration im Bestand, Tages¬belichtung, sommerlicher Wärmeschutz etc. sowie die damit verbundenen Kosten anhand der Sanierung mit Zubau zur 12-klassigen Hauptschule und 8-klassigen Polytechnischen Schule in Schwanenstadt untersucht und umgesetzt. Vergleichsbasis ist die ursprünglich konventionell gemäß Mindeststandard geplante Realisierung. Davon ausgehend berücksichtigt das Forschungsprojekt alle Aspekte eines nachhaltigen und ökologischen Gesamtsanierungs¬konzeptes unter Einbindung zukunftsweisender Sanierungsmethoden zur maximalen Energie- und Ressourceneinsparung, sowie erheblicher Steigerung der Nutzungsqualität und Funktionalität.
Ziele
Folgende Ziele sollen mit einem sehr guten Kosten-/Nutzeneffekt für Sanierung und Zubau erreicht werden:
• Hohe Nutzungsqualität: gute Frischluftqualität in den Klassen, verbesserte Tageslichtsituation, erheblich verbesserter thermischer Komfort. Durchführung der Sanierung ohne wesentliche Beeinträchtigung des Schulbetriebes durch Vorfertigung und kurze Montagezeiten auf der Baustelle.
• Sehr geringer Energiebedarf: Heizwärme- und Primärenergiebedarf gemäß Passivhausgrenzwerten um 90% geringer als Bestand und ca. 75% geringer als bei einer konventionellen Sanierung. Geringer Energiebedarf in der Gebäudeherstellung durch die Verwendung von Holzleichtbauelementen und durch bauökologische Optimierung.
• Steigerung der Gebäudequalität: hoher Gebäudewert durch eine nachhaltige, langfristig bestehende Sanierung, geringe Lebensdauerkosten.
• Vorbildwirkung, Imageeffekt: erste Passivhaussanierung eines öffentlichen Gebäudes, zukunftsweisendes Konzept in den Bereichen Energieeffizienz und moderner Schulbau, Einsatz innovativer Technologien z.B. Vakuumdämmung, Multiplikatoreffekt in der Öffentlichkeit.
Ziel dieses Demonstrationsprojektes ist die Umsetzung der vorangegangenen Forschungsstudie zur Entwicklung eines entsprechenden Sanierungskonzepts auf Passivhausstandard. Auf diesen Erfahrungen aufbauend soll dieses Pilotprojekt Beispielwirkung für andere Altbautensanierungen erzielen.
Methode der Bearbeitung
Für die ganzheitliche Beurteilung des Projekts wurden neben der konventionellen Planung folgende Schwerpunkte und Berechnungsmethoden angewandt:
• Alternative Entwurfsplanung gemäß Passivhausanforderungen
• Vergleich und Bewertung verschiedener Lüftungskonzeptvarianten
• Analyse von speziell in der Sanierung auftretenden Wärmebrücken
• Entwicklung vorgefertigter Holzbauelemente zur thermischen Sanierung
• Ausführungsanalyse mit Passivhausprojektierungspaket PHPP
• Dynamische thermische Gebäudesimulation mit TRNSYS
• Tageslichtplanung und –optimierung mit Adeline
• Ökobilanzierung der Sanierungsvarianten
Zusammenfassung der Ergebnisse
Die wesentlichen Elemente der Sanierung sind eine Erhöhung der Kompaktheit des Baukörpers mit Integration des geforderten Zubaus, eine Öffnung innen liegender Bereiche für die Tageslichtnutzung über Oberlichten, eine komplett außenseitige Sanierung bzw. Überbauung mit einer passivhaustauglichen und ökologisch hochwertigen Hülle, eine innovative thermische Sanierung des Bodenaufbaus durch Einblasen von Schaumglasschotter in den Hohlraum unterhalb der Bodenplatte, sowie die Integration dezentraler energieeffizienter Klassenlüftungsgeräte im Bestand. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse zeigt die folgende Grafik. Die Mehrkosten für eine komfortgerechte und ökologische Passivhaussanierung werden mit 8 % gegenüber der konventionellen Sanierung sehr günstig liegen.
Schlussfolgerungen
Trotz schwieriger energie- und komforttechnischer Rahmenbedingungen ist die Sanierung der öffentlichen Schule Schwanenstadt in Passivhausstandard möglich. Damit ergibt sich zukunftsweisend auch für andere Sanierungsfälle ein beispielhaftes Konzept mit einem sehr hohen Energieeinsparungspotential. Die Mehrkosten von 8 % für den Passivhausstandard sind nach Ansicht der Autoren sehr günstig, und werden durch Förderungen und niedrige Energiebetriebskosten amortisiert und führen zu einem erheblichen Mehrwert des Gebäudes hinsichtlich nachhaltig bestehender Gebäudequalität, Nutzerkomfort, Energieeffizienz und Öffentlichkeitswirkung. Trotz der noch laufenden Sanierung zeigen sich jetzt schon Gemeinde, Schulbetreiber, Schüler und Lehrer von der innovativen Sanierung sehr zufrieden.
Motivation
Die thermisch nachhaltige Altbausanierung stellt mit Abstand den wichtigsten Beitrag für eine wirkungsvolle Reduktion der CO2 - Emissionen im Kyotomaßnahmenpaket dar. Hierbei ergibt sich die Chance, sanierungsbedürftige Gebäude gleich auf einen hohen Standard hinsichtlich Energieeffizienz und Nutzerkomfort zu bringen. Die erste Sanierung eines öffentlichen Gebäudes im allgemein anerkannten und mit Richtlinien „genormten“ energetischen Spitzenstandard eines Passivhauses soll die Machbarkeit einer großvolumigen Passivhaussanierung zu vertretbaren Mehrkosten dokumentieren und eine entsprechende Vorbildwirkung ausüben.
Inhalt
In dem vorliegenden Demonstrationsprojekt werden die für eine Passivhaussanierung nötigen Maßnahmen hinsichtlich Dämmung, Wärmebrückenreduzierung, Lüftungsintegration im Bestand, Tages¬belichtung, sommerlicher Wärmeschutz etc. sowie die damit verbundenen Kosten anhand der Sanierung mit Zubau zur 12-klassigen Hauptschule und 8-klassigen Polytechnischen Schule in Schwanenstadt untersucht und umgesetzt. Vergleichsbasis ist die ursprünglich konventionell gemäß Mindeststandard geplante Realisierung. Davon ausgehend berücksichtigt das Forschungsprojekt alle Aspekte eines nachhaltigen und ökologischen Gesamtsanierungs¬konzeptes unter Einbindung zukunftsweisender Sanierungsmethoden zur maximalen Energie- und Ressourceneinsparung, sowie erheblicher Steigerung der Nutzungsqualität und Funktionalität.
Ziele
Folgende Ziele sollen mit einem sehr guten Kosten-/Nutzeneffekt für Sanierung und Zubau erreicht werden:
• Hohe Nutzungsqualität: gute Frischluftqualität in den Klassen, verbesserte Tageslichtsituation, erheblich verbesserter thermischer Komfort. Durchführung der Sanierung ohne wesentliche Beeinträchtigung des Schulbetriebes durch Vorfertigung und kurze Montagezeiten auf der Baustelle.
• Sehr geringer Energiebedarf: Heizwärme- und Primärenergiebedarf gemäß Passivhausgrenzwerten um 90% geringer als Bestand und ca. 75% geringer als bei einer konventionellen Sanierung. Geringer Energiebedarf in der Gebäudeherstellung durch die Verwendung von Holzleichtbauelementen und durch bauökologische Optimierung.
• Steigerung der Gebäudequalität: hoher Gebäudewert durch eine nachhaltige, langfristig bestehende Sanierung, geringe Lebensdauerkosten.
• Vorbildwirkung, Imageeffekt: erste Passivhaussanierung eines öffentlichen Gebäudes, zukunftsweisendes Konzept in den Bereichen Energieeffizienz und moderner Schulbau, Einsatz innovativer Technologien z.B. Vakuumdämmung, Multiplikatoreffekt in der Öffentlichkeit.
Ziel dieses Demonstrationsprojektes ist die Umsetzung der vorangegangenen Forschungsstudie zur Entwicklung eines entsprechenden Sanierungskonzepts auf Passivhausstandard. Auf diesen Erfahrungen aufbauend soll dieses Pilotprojekt Beispielwirkung für andere Altbautensanierungen erzielen.
Methode der Bearbeitung
Für die ganzheitliche Beurteilung des Projekts wurden neben der konventionellen Planung folgende Schwerpunkte und Berechnungsmethoden angewandt:
• Alternative Entwurfsplanung gemäß Passivhausanforderungen
• Vergleich und Bewertung verschiedener Lüftungskonzeptvarianten
• Analyse von speziell in der Sanierung auftretenden Wärmebrücken
• Entwicklung vorgefertigter Holzbauelemente zur thermischen Sanierung
• Ausführungsanalyse mit Passivhausprojektierungspaket PHPP
• Dynamische thermische Gebäudesimulation mit TRNSYS
• Tageslichtplanung und –optimierung mit Adeline
• Ökobilanzierung der Sanierungsvarianten
Zusammenfassung der Ergebnisse
Die wesentlichen Elemente der Sanierung sind eine Erhöhung der Kompaktheit des Baukörpers mit Integration des geforderten Zubaus, eine Öffnung innen liegender Bereiche für die Tageslichtnutzung über Oberlichten, eine komplett außenseitige Sanierung bzw. Überbauung mit einer passivhaustauglichen und ökologisch hochwertigen Hülle, eine innovative thermische Sanierung des Bodenaufbaus durch Einblasen von Schaumglasschotter in den Hohlraum unterhalb der Bodenplatte, sowie die Integration dezentraler energieeffizienter Klassenlüftungsgeräte im Bestand. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse zeigt die folgende Grafik. Die Mehrkosten für eine komfortgerechte und ökologische Passivhaussanierung werden mit 8 % gegenüber der konventionellen Sanierung sehr günstig liegen.
Schlussfolgerungen
Trotz schwieriger energie- und komforttechnischer Rahmenbedingungen ist die Sanierung der öffentlichen Schule Schwanenstadt in Passivhausstandard möglich. Damit ergibt sich zukunftsweisend auch für andere Sanierungsfälle ein beispielhaftes Konzept mit einem sehr hohen Energieeinsparungspotential. Die Mehrkosten von 8 % für den Passivhausstandard sind nach Ansicht der Autoren sehr günstig, und werden durch Förderungen und niedrige Energiebetriebskosten amortisiert und führen zu einem erheblichen Mehrwert des Gebäudes hinsichtlich nachhaltig bestehender Gebäudequalität, Nutzerkomfort, Energieeffizienz und Öffentlichkeitswirkung. Trotz der noch laufenden Sanierung zeigen sich jetzt schon Gemeinde, Schulbetreiber, Schüler und Lehrer von der innovativen Sanierung sehr zufrieden.
ÖAMTC-Dienstleistungszentren
Eine fließende, den Geländesprung akzentuierende Raumfolge erstreckt sich mit vier unterschiedlich formulierten Schauseiten über das Grundstück. Handfeste Corporate Identity in Form von fassadenfüllenden Headlines gehören hier ebenso zum Programm wie die Omnipräsenz der Farbe Gelb. Durch Sorgfalt in der Detailbearbeitung (Raumgelenke, Materialübergänge, Lichteinfälle) unterscheidet sich dieses “Kompetenzzentrum” wohltuend von der ausschießlichen Oberflächenverliebtheit vergleichbarer baulicher Zeitgenossen.
Mit den neuen Dienstleistungs- und Kompetenzzentrum für den ÖAMTC in Wels, Schärding, Eferding und Braunau haben die PAUATArchitekten eine Corporate Identity geschaffen.Die gebaute Infrastruktur des ÖAMTC übte sich bis dato eher in architektonischer Bescheidenheit. Präsent waren in den Köpfen der Österreicher und Österreicherinnen jedoch stets die “guten Engel” in ihren gelben Einsatzfahrzeugen, die sofort zur Stelle sind, wenn man sie braucht. Höchste Zeit also, dass man diesen Helfern auch eine ganz der Firmenidentität entsprechende “kompetente, leistungsstarke und offene” Arbeitsstätte zur Verfügung stellt und so mit dem ÖAMTC auch ein Gebäude verbindet, ein unverwechselbares architektonisches Zeichen setzt, das dem Profil der Organisation entspricht und somit innen wie außen identitätsstiftend wirkt.
Eine klar definierte lang gestreckte Großform des Gebäudes nutzt das vorhandene Potenzial der Grundstücke und strukturiert in Lage und Zuordnung die Außenräume. Der Fluss von Licht und Raum wird nicht durchbrochen, selbst nicht in den introvertierten Bereichen. Ein durchgehendes Raumkontinuum wurde geschaffen. Bodenplatte, Wände und Dach sind aus einem Guss, und die Erscheinung wirkt wie eine gefaltete an das Terrain angeschmiegte gelbe Fläche, welche den Raum umschließt. Die Hüllflächen, horizontal und vertikal, sind luzid oder opak ausgeführt. Die vier Schauseiten sind unterschiedlich ausformuliert. Die Fassade der Straßenseite wirkt mit seiner flächenbündigen Verglasung geschlossen und gibt mit großen Buchstaben den Firmennamen wieder, die restlichen drei Fassaden weisen große Glasflächen auf. So wird im Innenraum die Umgebung erlebbar gemacht und den Außenstehenden Einblick in den Arbeitsalltag gewährt. Straßenseitig scheint das Gebäude über dem Erdboden zu schweben. Die Vordächer der Längsseiten, die 4 m weit auskragen, verstärken den Schwebe- und Balancecharakter noch zusätzlich.
Die Raumfolge des Kundenzentrums ist sehr offen gestaltet und weicht von der üblichen Gebäudetypologie Bürokopf-Prüfhalle ab. Das Schulungszentrum und der Kundenraum befinden sich im Nordteill des Gebäudes und sind übereinander gestapelt. Nach Süden erstreckt sich die große Prüfhalle. Sämtliche Elemente und Details sind mit einfachen industriellen Materialien und Standardelementen durchgestaltet. Die Detaillösungen und -ausführung sind präzise und wurden bereits bei kleineren Objekten, meist Passivhausbauten, der vergangenen Jahre eingesetzt und nun für den Industriebau weiterentwickelt. Zum ersten Mal bei einem Großprojekt eingesetzt, erzielen sie eine höchst erfreuliche Wirkung im Gesamterscheinungsbild. Ein energieeffizientes Gesamtkonzept ergänzt das bereits mit städtebaulichen, funktionellen und architektonischen Qualitäten ausgestattete Projekt nun auch noch um die Umweltverträglichkeit. Für Komfort sorgt eine raffiniert ausgeklügelte Nachtkühlung.
Sicherlich ist es für die Angestellten ein gutes Gefühl in diesem funktionierenden und ästhetisch ansprechenden Gebäude tätig zu sein. Das Klientel mag es mit Wonne und Freude erfüllen, solch eine zu Ende gedachte und ohne Detailschwächen realisierte Architektur betreten zu dürfen. Die Wünsche der Bauherrschaft wurde hier in überzeugender Weise erfüllt und ökonomisch begründet sowie architektonisch glaubwürdig umgesetzt.
Mit den neuen Dienstleistungs- und Kompetenzzentrum für den ÖAMTC in Wels, Schärding, Eferding und Braunau haben die PAUATArchitekten eine Corporate Identity geschaffen.Die gebaute Infrastruktur des ÖAMTC übte sich bis dato eher in architektonischer Bescheidenheit. Präsent waren in den Köpfen der Österreicher und Österreicherinnen jedoch stets die “guten Engel” in ihren gelben Einsatzfahrzeugen, die sofort zur Stelle sind, wenn man sie braucht. Höchste Zeit also, dass man diesen Helfern auch eine ganz der Firmenidentität entsprechende “kompetente, leistungsstarke und offene” Arbeitsstätte zur Verfügung stellt und so mit dem ÖAMTC auch ein Gebäude verbindet, ein unverwechselbares architektonisches Zeichen setzt, das dem Profil der Organisation entspricht und somit innen wie außen identitätsstiftend wirkt.
Eine klar definierte lang gestreckte Großform des Gebäudes nutzt das vorhandene Potenzial der Grundstücke und strukturiert in Lage und Zuordnung die Außenräume. Der Fluss von Licht und Raum wird nicht durchbrochen, selbst nicht in den introvertierten Bereichen. Ein durchgehendes Raumkontinuum wurde geschaffen. Bodenplatte, Wände und Dach sind aus einem Guss, und die Erscheinung wirkt wie eine gefaltete an das Terrain angeschmiegte gelbe Fläche, welche den Raum umschließt. Die Hüllflächen, horizontal und vertikal, sind luzid oder opak ausgeführt. Die vier Schauseiten sind unterschiedlich ausformuliert. Die Fassade der Straßenseite wirkt mit seiner flächenbündigen Verglasung geschlossen und gibt mit großen Buchstaben den Firmennamen wieder, die restlichen drei Fassaden weisen große Glasflächen auf. So wird im Innenraum die Umgebung erlebbar gemacht und den Außenstehenden Einblick in den Arbeitsalltag gewährt. Straßenseitig scheint das Gebäude über dem Erdboden zu schweben. Die Vordächer der Längsseiten, die 4 m weit auskragen, verstärken den Schwebe- und Balancecharakter noch zusätzlich.
Die Raumfolge des Kundenzentrums ist sehr offen gestaltet und weicht von der üblichen Gebäudetypologie Bürokopf-Prüfhalle ab. Das Schulungszentrum und der Kundenraum befinden sich im Nordteill des Gebäudes und sind übereinander gestapelt. Nach Süden erstreckt sich die große Prüfhalle. Sämtliche Elemente und Details sind mit einfachen industriellen Materialien und Standardelementen durchgestaltet. Die Detaillösungen und -ausführung sind präzise und wurden bereits bei kleineren Objekten, meist Passivhausbauten, der vergangenen Jahre eingesetzt und nun für den Industriebau weiterentwickelt. Zum ersten Mal bei einem Großprojekt eingesetzt, erzielen sie eine höchst erfreuliche Wirkung im Gesamterscheinungsbild. Ein energieeffizientes Gesamtkonzept ergänzt das bereits mit städtebaulichen, funktionellen und architektonischen Qualitäten ausgestattete Projekt nun auch noch um die Umweltverträglichkeit. Für Komfort sorgt eine raffiniert ausgeklügelte Nachtkühlung.
Sicherlich ist es für die Angestellten ein gutes Gefühl in diesem funktionierenden und ästhetisch ansprechenden Gebäude tätig zu sein. Das Klientel mag es mit Wonne und Freude erfüllen, solch eine zu Ende gedachte und ohne Detailschwächen realisierte Architektur betreten zu dürfen. Die Wünsche der Bauherrschaft wurde hier in überzeugender Weise erfüllt und ökonomisch begründet sowie architektonisch glaubwürdig umgesetzt.
Passivhaus/Wohnen
Der drohende Klimawandel und die anspruchsvollen KlimaschutzZiele sind weltweite Herausforderungen für Politik, Wirtschaft und Bevölkerung, die es nicht nur in Österreich mit wirksamen Massnahmen und kreativen Klimaschutz Ideen zu lösen gilt.
Bei den gängigen quantitativen Definitionen fehlt vor allem der Aspekt des Qualitativen. Nachhaltigkeit hat insbesondere mit der Qualität der Nutzbarkeit und Erlebbarkeit, sowie mit der Qualität, welchen Beitrag ein Gebäude im Laufe seines Lebenszyklus für den Nutzer und seine Umgebung leisten mag, zu tun.
Das Team um Architekt Heinz Plöderl hat im Zentralraum/OÖ. eine Art Vorbildfunktion inne, wenn es um energieeffiziente und nachhaltige Architektur geht.
Angesichts der stetig steigenden Energiepreise werden schon in kurzer Zeit viele Menschen in Europa aus Kostengründen nicht mehr in der Lage sein, ihr ganzes Haus zu heizen. "Wir können es uns nicht mehr leisten, weiter so zu bauen, wie bisher".
Dennoch werden von den "Architekten" noch immer "ArchitekturPreise" ohne Rücksicht auf energieeffiziente und nachhaltige Rahmenbedingungen der Bauaufgaben vergeben. "Wenn wir es nicht schaffen, Ökologie, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit für die Architekten attraktiv und aufregend zu machen und damit unser Wertesystem auch in der Architektur zu ändern, werden wir die Zukunftanforderungen, die an unserer Gebäude gestellt werden, nicht bewältigen.
Das Mass der Dinge, dass wir ob bei Neubau oder Sanierung mindestens die Energieeffizienz des PassivhausStandards realisieren ist für uns selbstverständlich. Bei diesen Beispielen ist es gelungen, energieeffizient und nachhaltig, vor allem durch die Wahl der Materialien ohne Einbussen von Komfort und Qualität einen wirksamen Beitrag zum Aufbruch zu Nachhaltigkeit und besserer Energieeffizienz zu realisieren. Dass das alles auch noch gut aussehen kann und sich die Benutzer wohlfühlen sollen diese Beispiele eindrucksvoll beweisen.
Bei den gängigen quantitativen Definitionen fehlt vor allem der Aspekt des Qualitativen. Nachhaltigkeit hat insbesondere mit der Qualität der Nutzbarkeit und Erlebbarkeit, sowie mit der Qualität, welchen Beitrag ein Gebäude im Laufe seines Lebenszyklus für den Nutzer und seine Umgebung leisten mag, zu tun.
Das Team um Architekt Heinz Plöderl hat im Zentralraum/OÖ. eine Art Vorbildfunktion inne, wenn es um energieeffiziente und nachhaltige Architektur geht.
Angesichts der stetig steigenden Energiepreise werden schon in kurzer Zeit viele Menschen in Europa aus Kostengründen nicht mehr in der Lage sein, ihr ganzes Haus zu heizen. "Wir können es uns nicht mehr leisten, weiter so zu bauen, wie bisher".
Dennoch werden von den "Architekten" noch immer "ArchitekturPreise" ohne Rücksicht auf energieeffiziente und nachhaltige Rahmenbedingungen der Bauaufgaben vergeben. "Wenn wir es nicht schaffen, Ökologie, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit für die Architekten attraktiv und aufregend zu machen und damit unser Wertesystem auch in der Architektur zu ändern, werden wir die Zukunftanforderungen, die an unserer Gebäude gestellt werden, nicht bewältigen.
Das Mass der Dinge, dass wir ob bei Neubau oder Sanierung mindestens die Energieeffizienz des PassivhausStandards realisieren ist für uns selbstverständlich. Bei diesen Beispielen ist es gelungen, energieeffizient und nachhaltig, vor allem durch die Wahl der Materialien ohne Einbussen von Komfort und Qualität einen wirksamen Beitrag zum Aufbruch zu Nachhaltigkeit und besserer Energieeffizienz zu realisieren. Dass das alles auch noch gut aussehen kann und sich die Benutzer wohlfühlen sollen diese Beispiele eindrucksvoll beweisen.




