LÉON WOHLHAGE WERNIK,
Gesellschaft von Architekten mbH Leibnizstraße 65
D-10629 Berlin
T +49 (30) 327 600 0
F +49 (30) 327 600 60
post@leonwohlhagewernik.de
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Hochschulbibliothek und Medienzentrum Leipzig
Bibliothek und Medienzentrum setzen einen wichtigen Schwerpunkt im Stadtgrundriss. Sie bilden einen Rahmen für den neu organisierten Campus der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur an der Karl-Liebknecht-Straße. Als größte Fachhochschule Sachsens bietet die HTWK Leipzig in der neuen Bibliothek über 800 Arbeitsplätze an und vielfältige Recherchemöglichkeiten für ihre rund 7.000 Studierenden. In ihren skulpturalen Formen sind die Häuser ein harmonisches und gleichzeitig kraftvolles Ensemble. Durch die homogene Fassade aus reflektierenden Glasmosaikfliesen erscheint das Gebäudepaar wie eine abstrakte, glitzernde Skulptur. Drei Obergeschosse der Bibliothek kragen elf Meter in den Stadtraum hinein. Der große Vorsprung generiert einen luftigen, überdachten Vorplatz. Mit dieser prägenden Figur wird die Straßenecke räumlich gefaßt. Über den geschützten Platz in der Spur der historischen Vorgärten gelangen die Besucher zum Eingang, dessen breite, bedruckte Glasfront den Besucher empfängt. Im Inneren prägen drei großzügige Lesesäle den Charakter der Bibliothek. Deren Sichtbetonwände sind in den Farben: blau, gelb und aubergine-rot lasiert. Großzügige Fenster geben Einblicke in die farbig gestalteten Räume, die zusammen mit dem Licht Lebendigkeit nach außen strahlen. Interessante Sichtbeziehungen eröffnen sich im Inneren aus den doppelgeschossigen Lesesälen in die angeschlossenen Galerien. In den vier oberen Bibliotheksebenen finden sich Leseplätze mit unterschiedlichem Charakter in direkter Verbindung zum Freihandbereich. Die große Treppe, Aufzüge und Installationen sind als „Rückgrat“ über alle Geschosse zusammengefaßt. Separat im hinteren Gebäudeteil liegt die Verwaltung.
Nebenan, im Medienzentrum, findet die Ausbildung im Fachbereich Medien- und Drucktechnik statt. Die Ausbildung umfasst die Gebiete: Print, Verlag, Fernsehen, Hörfunk und Informationstechnologien. Im Erdgeschoß und Untergeschoß wird Drucktechnik gelehrt. Hier gibt es eine komplett ausgestattete Druckerei mit den entsprechenden Maschinensälen. Oben, in der Auskragung ist das professionelle Aufnahmestudio untergebracht mit angrenzendem Regieraum. Es gibt noch ein weiteres Studio für Tonaufnahmen, einen kleinen Vorführsaal mit klassischem Kinoflair und andere technische Ausbildungsräume für die Studierenden der HTWK Leipzig.
Fotografien © Christian Richters, Münster
Nebenan, im Medienzentrum, findet die Ausbildung im Fachbereich Medien- und Drucktechnik statt. Die Ausbildung umfasst die Gebiete: Print, Verlag, Fernsehen, Hörfunk und Informationstechnologien. Im Erdgeschoß und Untergeschoß wird Drucktechnik gelehrt. Hier gibt es eine komplett ausgestattete Druckerei mit den entsprechenden Maschinensälen. Oben, in der Auskragung ist das professionelle Aufnahmestudio untergebracht mit angrenzendem Regieraum. Es gibt noch ein weiteres Studio für Tonaufnahmen, einen kleinen Vorführsaal mit klassischem Kinoflair und andere technische Ausbildungsräume für die Studierenden der HTWK Leipzig.
Fotografien © Christian Richters, Münster
Indische Botschaft, Berlin
In die Nachbarschaft von einzeln stehenden Baukörpern reiht sich auch die Indische Botschaft als villenartiger Solitär ein. Zur Straße zeigt sich das Haus mit einer klaren Fassade, die vom zylindrischen Atrium des öffentlichen Eingangs angeschnitten wird und einen Blick in die Tiefe zulässt. Das nach außen als Quader erscheinende Haus birgt im Innern eine komplexe Gliederung von Raumfolgen mit einem üppig begrünten Gartenhof als Herzstück. Die Korrespondenz von Gebäude und Garten, beide über quadratischen Grundrissen, wird vor allem im Spiel von Masse und Leere zwischen dem Eingangsatrium und dem gebauten Zylinder deutlich. Die kubischen Formen erhalten Ausdruck durch roten indischen Sandstein, der als roh gebrochener Stein gemauert ist. Der öffentliche Zugang der Botschaft erfolgt über das Eingangsatrium der Straßenfassade. Von hier aus sind alle für das Publikum offenen Bereiche, auch das separat erschlossene Konsulat, zugänglich.
Die öffentlichen Bereiche sind um das Eingangsatrium und eine anschließende doppelgeschossige Halle gruppiert, die vom Pförtner überblickt werden kann. Von hier gelangt man im Erdgeschoss in den Veranstaltungssaal, dessen räumlicher Charme von der Orientierung zum Gartenhof geprägt ist. Der öffentliche Bereich umfasst außerdem eine Ausstellungshalle mit einer angrenzenden Bibliothek sowie einem Business-Center. Der architektonische Gesamteindruck versucht eine Transformation von traditioneller indischer Kunst und indischem Handwerk in eine moderne Sprache.
Fotografien © Christian Richters, Münster
Die öffentlichen Bereiche sind um das Eingangsatrium und eine anschließende doppelgeschossige Halle gruppiert, die vom Pförtner überblickt werden kann. Von hier gelangt man im Erdgeschoss in den Veranstaltungssaal, dessen räumlicher Charme von der Orientierung zum Gartenhof geprägt ist. Der öffentliche Bereich umfasst außerdem eine Ausstellungshalle mit einer angrenzenden Bibliothek sowie einem Business-Center. Der architektonische Gesamteindruck versucht eine Transformation von traditioneller indischer Kunst und indischem Handwerk in eine moderne Sprache.
Fotografien © Christian Richters, Münster
SchwabenGalerie, Stuttgart-Vaihingen
Das historische Zentrum von Stuttgart-Vaihingen war lange Zeit geprägt von der alles beherrschenden Brauerei, die Brotgeber für die Bevölkerung und zugleich Ungetüm für die Stadt war. Wo andernorts ein öffentlicher Raum für das Gemeinwesen steht, gab es in Vaihingen das umzäunte Gelände der Brauerei. Mit dem Wegzug dieser Industrie bestand die Möglichkeit, endlich ein Stadtzentrum mit öffentlichen Räumen zu gestalten, in die das Rathaus und der kleine Marktplatz neu integriert wurden.
Der private Investor hat in Zusammenarbeit mit der Stadt Stuttgart einen städtebaulichen Wettbewerb ausgelobt. Der Wettbewerbsauftrag sah eine amerikanische Shoppingmall vor, eine in sich gekehrte klimatisierte Welt. Im Gegensatz dazu besteht das Konzept der SchwabenGalerie von Léon Wohlhage Wernik Architekten aus Räumen, die die Qualitäten einer europäischen Stadt in sich tragen, öffentliche Räume in Form von Plätzen und Gassen, die das neue Quartier mit der Nachbarschaft verweben. So erhält der Ort zum ersten Mal ein Stück Stadt in seiner Mitte, das über öffentliche Plätze und öffentliche Gebäude verfügt. Das bisher randständige Alte Rathaus mit einem neuen Rathausplatz rückt in die Mitte und ein weiterer, sieben Meter höher gelegener Platz wird zum Fokus von drei öffentlichen Straßen. Zwischen beiden Plätzen stehen das neue Bürgerforum, sowie die Markthalle. Weitere Baumassen gliedern sich wie Stadtbausteine in drei Blöcke mit Geschäften, Büros und dem Mo-Hotel von Daimler Chrysler.
Fotografien © Christian Richters, Münster
Der private Investor hat in Zusammenarbeit mit der Stadt Stuttgart einen städtebaulichen Wettbewerb ausgelobt. Der Wettbewerbsauftrag sah eine amerikanische Shoppingmall vor, eine in sich gekehrte klimatisierte Welt. Im Gegensatz dazu besteht das Konzept der SchwabenGalerie von Léon Wohlhage Wernik Architekten aus Räumen, die die Qualitäten einer europäischen Stadt in sich tragen, öffentliche Räume in Form von Plätzen und Gassen, die das neue Quartier mit der Nachbarschaft verweben. So erhält der Ort zum ersten Mal ein Stück Stadt in seiner Mitte, das über öffentliche Plätze und öffentliche Gebäude verfügt. Das bisher randständige Alte Rathaus mit einem neuen Rathausplatz rückt in die Mitte und ein weiterer, sieben Meter höher gelegener Platz wird zum Fokus von drei öffentlichen Straßen. Zwischen beiden Plätzen stehen das neue Bürgerforum, sowie die Markthalle. Weitere Baumassen gliedern sich wie Stadtbausteine in drei Blöcke mit Geschäften, Büros und dem Mo-Hotel von Daimler Chrysler.
Fotografien © Christian Richters, Münster
Wohnen am Mittleren Ring, München
Die neuen Wohnhäuser entlang der Richard-Strauss-Straße in München haben bereits viele überzeugte Mieter gefunden. 2004 konnte sich der Entwurf von Léon Wohlhage Wernik Architekten in einem einstufigen Realisierungswettbewerb durchsetzen. Das Grundstück grenzt an den vielbefahrenen Mittleren Ring. Im Sinne der Auslober, der Bayerischen Versorgungskammer und der Stadt München, sind die Wohnungen als Schallschutzbebauung konzipiert. Die Herausforderung liegt darin, einerseits die Vorgaben des Schallschutzes zu erfüllen und zugleich ein ruhiges und qualitätsvolles Wohnen anzubieten. Die Architektur kann das leisten und präsentiert darüber hinaus ein neues, einprägsames Bild im verkehrsbelasteten Stadtraum. Sowohl Gestalt als auch Farbe heben sich deutlich von der Umgebung ab. Autofahrer, die an dieser Stelle aus dem Tunnel auftauchen und Fußgänger, die sich von der U-Bahn oder aus der Umgebung nähern, erleben den lebendigen Neubau bereits aus der Ferne.
Zur Schauseite ist die Fassade geschichtet: Wie in einem Schuppenkleid sind einzelne Fassadenelemente aneinander gelegt. Die verschiedenen Elemente wurden farblich gestaltet in kontrolliert/casual abgestimmten Gelb- und Grüntönen. Es gibt fünf gleichartige Häuser an denen sich diese Fassade fortsetzt entlang einer weiten Kurve im Straßenverlauf. Zwischen den Wohnneubauten in gleichmäßig rhythmisiertem Abstand zeigen sich die Altbaugiebel. Der Anblick von Norden unterscheidet sich grundlegend von dem Eindruck, den die Häuserreihe auf dem Weg von Süden hinterläßt. Im Grunde kann die gesamte lange Front nur im Vorbeifahren erkundet werden, auf einen Blick ist sie nicht zu erfassen. Als Ganzes ist eine charakteristische, unverwechselbare Skulptur entstanden, die bereits den Spitznamen „Krokodil“ bekommen hat. Die lange Häuserreihe bildet das Rückgrat für ein gesamtes Quartier, in funktionaler wie in gestalterischer Hinsicht. Die grünen Häuser schließen Lücken zwischen einer Zeilenbebauung, die senkrecht zur Ringstraße steht. An den Köpfen der Zeilenbauten werden die Wohnungen am Ring über kleine, geschützte Eingangshöfe seitlich erschlossen. Hier befindet man sich bereits in einem ruhigen, abgeschirmten Bereich, der sich jeweils nach hinten heraus mit einem wunderbar grünen Innenhof verzahnt. Die Wohnungen orientieren sich nach Westen, zum Innenhof hin und wenden sich von der Straße ab. Bei der Grundrissorganisation wurde größter Wert darauf gelegt, im Spielraum der Vorgaben ein großzügiges Wohnambiente zu erzeugen. Die Räume sind offen miteinander verbunden und alle Wohnungen verfügen über eine Loggia oder einen Balkon: das sogenannte „ grüne Zimmer“.
Fotografien © Christian Richters, Münster
Zur Schauseite ist die Fassade geschichtet: Wie in einem Schuppenkleid sind einzelne Fassadenelemente aneinander gelegt. Die verschiedenen Elemente wurden farblich gestaltet in kontrolliert/casual abgestimmten Gelb- und Grüntönen. Es gibt fünf gleichartige Häuser an denen sich diese Fassade fortsetzt entlang einer weiten Kurve im Straßenverlauf. Zwischen den Wohnneubauten in gleichmäßig rhythmisiertem Abstand zeigen sich die Altbaugiebel. Der Anblick von Norden unterscheidet sich grundlegend von dem Eindruck, den die Häuserreihe auf dem Weg von Süden hinterläßt. Im Grunde kann die gesamte lange Front nur im Vorbeifahren erkundet werden, auf einen Blick ist sie nicht zu erfassen. Als Ganzes ist eine charakteristische, unverwechselbare Skulptur entstanden, die bereits den Spitznamen „Krokodil“ bekommen hat. Die lange Häuserreihe bildet das Rückgrat für ein gesamtes Quartier, in funktionaler wie in gestalterischer Hinsicht. Die grünen Häuser schließen Lücken zwischen einer Zeilenbebauung, die senkrecht zur Ringstraße steht. An den Köpfen der Zeilenbauten werden die Wohnungen am Ring über kleine, geschützte Eingangshöfe seitlich erschlossen. Hier befindet man sich bereits in einem ruhigen, abgeschirmten Bereich, der sich jeweils nach hinten heraus mit einem wunderbar grünen Innenhof verzahnt. Die Wohnungen orientieren sich nach Westen, zum Innenhof hin und wenden sich von der Straße ab. Bei der Grundrissorganisation wurde größter Wert darauf gelegt, im Spielraum der Vorgaben ein großzügiges Wohnambiente zu erzeugen. Die Räume sind offen miteinander verbunden und alle Wohnungen verfügen über eine Loggia oder einen Balkon: das sogenannte „ grüne Zimmer“.
Fotografien © Christian Richters, Münster
Liselotte Rauner-Schule, Wattenscheid
Die Schule hat mit der Erweiterung unter dem neuem Namen "Liselotte Rauner-Schule" ihre Türen geöffnet und wird nun als öffentlicher Baustein in der Stadt wahrgenommen. Das freistehende Ensemble von Neubau und Bestandsgebäude aus den 1930er Jahren präsentiert sich ruhig aber kraftvoll zum Stadtraum. Gleichzeitig bindet sich die Schule in die vorhandene Struktur ein. Dem kompakten Körper des Bestandsgebäudes wurde in gleicher Höhe ein zweiter Gebäudekörper winkelförmig hinzugefügt.
Ein Gefälle vor dem neuen Haus ergibt einen Niveausprung zwischen Straße und Zugang. Über zwei Treppen ist die Erschließung von beiden Seiten möglich. Lehrer, Schüler und Besucher kommen zu einem erhöhten Platz, einem Entrée vor dem Haupteingang. In ihren unterschiedlichen Farbtönen stehen Alt- und Neubau nebeneinander. Die Fassaden und Fensterlaibungen bilden einen farblichen Kontrast, der sich im Inneren fortsetzt.
Im Inneren überrascht ein gebäudehohes Eingangsatrium, von dem sich, geleitet durch ein Farbkonzept in Rot-Orangetönen, der Weg zu den unterschiedlichen Schulbereichen ergibt. Aula und Mensa sind als großzügige Gemeinschaftsräume angelegt und öffnen sich zum Hof. Offene Raumfolgen, zu Ruhebereichen erweiterte Klassengänge und der starke Bezug nach Außen lassen viel Freiheit und bieten auch außerhalb des Unterrichts Platz für vielfältige Nutzungen.
Fotos: Christian Richters
Ein Gefälle vor dem neuen Haus ergibt einen Niveausprung zwischen Straße und Zugang. Über zwei Treppen ist die Erschließung von beiden Seiten möglich. Lehrer, Schüler und Besucher kommen zu einem erhöhten Platz, einem Entrée vor dem Haupteingang. In ihren unterschiedlichen Farbtönen stehen Alt- und Neubau nebeneinander. Die Fassaden und Fensterlaibungen bilden einen farblichen Kontrast, der sich im Inneren fortsetzt.
Im Inneren überrascht ein gebäudehohes Eingangsatrium, von dem sich, geleitet durch ein Farbkonzept in Rot-Orangetönen, der Weg zu den unterschiedlichen Schulbereichen ergibt. Aula und Mensa sind als großzügige Gemeinschaftsräume angelegt und öffnen sich zum Hof. Offene Raumfolgen, zu Ruhebereichen erweiterte Klassengänge und der starke Bezug nach Außen lassen viel Freiheit und bieten auch außerhalb des Unterrichts Platz für vielfältige Nutzungen.
Fotos: Christian Richters





