Just/Burgeff Architekten GmbH
Kaiserstrasse 68
D-60329 Frankfurt a. M.
T +49 (0)69 - 6060 7320
F +49 (0)69 - 6060 7510
mail@just.burgeff.de
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WestendGate
mit a3lab, asterios agkathidis architecture laboratory for architecture and design
Das WestendGate, auch bekannt als Marriott Hotel, wurde von Just/Burgeff Architekten umfangreich modernisiert. 1976 von den Architekten Siegfried Hoyer und Richard Heil im Westend von Frankfurt am Main errichtet, war der Ursprungsbau mit seinen 159 Metern und 47 Stockwerken für kurze Zeit das höchste Hochhaus Deutschlands und diente als Initialzündung für den Hochhausbau im gesamten Stadtquartier und ganz Frankfurt. Mit dem Einzug der Marriott-Hotelgruppe 1989 ist es noch heute das höchste Hotel Europas. Das Hotel belegt die oberen 18 der 46 Stockwerke des aus drei Flügeln bestehenden Baukörpers, wird über eine eigene Lobby im Erdgeschoß erschlossen und nutzt zudem das erste Obergeschoß für einen Ballsaal.
Alle übrigen Etagen, die durch eine zweite Lobby erschlossen werden, stehen für Büronutzung und Technik zur Verfügung.
Die Sanierungen umfassten unter anderem eine architektonische und energieeffiziente Neugestaltung der Büroetagen einschließlich Lobby und einer Konferenz-Etage für das Hotel sowie einer Neugestaltung und Sanierung der kompletten Fassade, die Neuinstallation von Solarfassadenmodulen, die Erneuerung der Gebäudeklimatisierung und Optimierung der Beleuchtung.
Zusätzlich wurden die Außenbereiche neu gegliedert und gestaltet und ein neues Vordach geplant.
Nach Abschluss der Arbeiten wurde eine Reduzierung des Energieverbrauchs sowie der CO2-Emissionen um rund 36% erzielt. Dafür wurde das WestendGate mit dem Green-Building-Zertifikat der Europäischen Kommission ausgezeichnet.
Außenbereich und Vordach
Das Hochhaus liegt im Schnittpunkt öffentlicher Grünräume, die durch die neu entstandenen Außenanlagen nun fortgeführt werden. Mit der Verlegung der Tiefgaragenausfahrt wurde ein großer urbaner Platz mit Aufenthaltsqualität geschaffen. 1500 qm Basaltpflaster gehen schwellenlos in den städtischen Raum über, der Platz öffnet sich zur Stadt und bildet mit seinem neuen Dach gleichzeitig auch ein neues Tor zum Westend.
Das skulpturale Dach ist mit seiner organischen Baumstruktur schon von weitem erkennbar. 1000 qm Dachfläche erstrecken sich in bis zu 14 m Höhe zonierend über den Platz, transluzente Luftkissen verschließen zu großen Teilen die Konstruktion und bieten Büromietern und Hotelgästen Schutz vor Regen.
Idee und Formfindung
Der Entwurf der Dachlandschaft integriert sowohl städtebauliche als auch raumprogrammatische und strukturelle Anforderungen.
So wird die entstandene, zuerst fliegende Gitternetzschale mittels eines umgekehrten Baumwachstumsalgorithmus auf den Stützen der Tiefgarage aufgelagert. Statisch wurde das Baumartige Geflecht mittels einer Finite Element Analysis Methode auf minimalen Stahlverbrauch optimiert. So entstanden doppelt gekrümmte Oberflächen, die den Kräfteverlauf des Tragwerks abbilden. Form und Struktur bilden eine Einheit.
Das Vordach bindet den gesamten Vorplatz, der den Zugang zum neuen Bürocenter bietet und gleichzeitig als Hotelvorfahrt dient, zu einem neuen Gesamtensemble zusammen.
Es setzt sich bewusst von der Fassade und dem restlichen Gebäude ab und bildet mit dem neu gestalteten Vorplatz ein eigenständiges Ensemble, welches zwischen den Maßstäben des Hochhauses mit seinen 160 Metern Höhe und dem städtischen Raum vermittelt.
Fassade
Die bestehende Fassade wurde komplett saniert und neu gestaltet, die Lisenen wurden aufgedoppelt, die neuen Fassadenpaneele wurden mit einer zusätzlichen Dämmung versehen, um heutigen Energiestandarts zu entsprechen. Zusätzlich wurden in den Stirnseiten vertikal angeordnete Solarfassadenmodule integriert.
Bei der Entwicklung der Fassade wurde darauf geachtet, dass das alte Erscheinungsbild – dunkle Fassadenflächen und helle Giebelseiten – erhalten bleibt, jedoch die alte statische und flache Anmutung durch eine dynamische Gliederung einen plastischen Effekt erfährt, der zugleich eine Maßstäblichkeit erzeugt und sich dem Betrachter bei Annährung an das Gebäude erschließt.
Die Fassade wurde aus 3-dimensionalen Elementen errichtet, die im Vertikalschnitt jeweils einen
Knick bilden, wobei sich der Knickverlauf von Paneel zu Paneel verschiebt. Je nach Sonnenstand variiert der Schattenwurf und die Lichreflektionen auf den Elementen, die Fassade changiert im Sonnenlicht.
Das WestendGate, auch bekannt als Marriott Hotel, wurde von Just/Burgeff Architekten umfangreich modernisiert. 1976 von den Architekten Siegfried Hoyer und Richard Heil im Westend von Frankfurt am Main errichtet, war der Ursprungsbau mit seinen 159 Metern und 47 Stockwerken für kurze Zeit das höchste Hochhaus Deutschlands und diente als Initialzündung für den Hochhausbau im gesamten Stadtquartier und ganz Frankfurt. Mit dem Einzug der Marriott-Hotelgruppe 1989 ist es noch heute das höchste Hotel Europas. Das Hotel belegt die oberen 18 der 46 Stockwerke des aus drei Flügeln bestehenden Baukörpers, wird über eine eigene Lobby im Erdgeschoß erschlossen und nutzt zudem das erste Obergeschoß für einen Ballsaal.
Alle übrigen Etagen, die durch eine zweite Lobby erschlossen werden, stehen für Büronutzung und Technik zur Verfügung.
Die Sanierungen umfassten unter anderem eine architektonische und energieeffiziente Neugestaltung der Büroetagen einschließlich Lobby und einer Konferenz-Etage für das Hotel sowie einer Neugestaltung und Sanierung der kompletten Fassade, die Neuinstallation von Solarfassadenmodulen, die Erneuerung der Gebäudeklimatisierung und Optimierung der Beleuchtung.
Zusätzlich wurden die Außenbereiche neu gegliedert und gestaltet und ein neues Vordach geplant.
Nach Abschluss der Arbeiten wurde eine Reduzierung des Energieverbrauchs sowie der CO2-Emissionen um rund 36% erzielt. Dafür wurde das WestendGate mit dem Green-Building-Zertifikat der Europäischen Kommission ausgezeichnet.
Außenbereich und Vordach
Das Hochhaus liegt im Schnittpunkt öffentlicher Grünräume, die durch die neu entstandenen Außenanlagen nun fortgeführt werden. Mit der Verlegung der Tiefgaragenausfahrt wurde ein großer urbaner Platz mit Aufenthaltsqualität geschaffen. 1500 qm Basaltpflaster gehen schwellenlos in den städtischen Raum über, der Platz öffnet sich zur Stadt und bildet mit seinem neuen Dach gleichzeitig auch ein neues Tor zum Westend.
Das skulpturale Dach ist mit seiner organischen Baumstruktur schon von weitem erkennbar. 1000 qm Dachfläche erstrecken sich in bis zu 14 m Höhe zonierend über den Platz, transluzente Luftkissen verschließen zu großen Teilen die Konstruktion und bieten Büromietern und Hotelgästen Schutz vor Regen.
Idee und Formfindung
Der Entwurf der Dachlandschaft integriert sowohl städtebauliche als auch raumprogrammatische und strukturelle Anforderungen.
So wird die entstandene, zuerst fliegende Gitternetzschale mittels eines umgekehrten Baumwachstumsalgorithmus auf den Stützen der Tiefgarage aufgelagert. Statisch wurde das Baumartige Geflecht mittels einer Finite Element Analysis Methode auf minimalen Stahlverbrauch optimiert. So entstanden doppelt gekrümmte Oberflächen, die den Kräfteverlauf des Tragwerks abbilden. Form und Struktur bilden eine Einheit.
Das Vordach bindet den gesamten Vorplatz, der den Zugang zum neuen Bürocenter bietet und gleichzeitig als Hotelvorfahrt dient, zu einem neuen Gesamtensemble zusammen.
Es setzt sich bewusst von der Fassade und dem restlichen Gebäude ab und bildet mit dem neu gestalteten Vorplatz ein eigenständiges Ensemble, welches zwischen den Maßstäben des Hochhauses mit seinen 160 Metern Höhe und dem städtischen Raum vermittelt.
Fassade
Die bestehende Fassade wurde komplett saniert und neu gestaltet, die Lisenen wurden aufgedoppelt, die neuen Fassadenpaneele wurden mit einer zusätzlichen Dämmung versehen, um heutigen Energiestandarts zu entsprechen. Zusätzlich wurden in den Stirnseiten vertikal angeordnete Solarfassadenmodule integriert.
Bei der Entwicklung der Fassade wurde darauf geachtet, dass das alte Erscheinungsbild – dunkle Fassadenflächen und helle Giebelseiten – erhalten bleibt, jedoch die alte statische und flache Anmutung durch eine dynamische Gliederung einen plastischen Effekt erfährt, der zugleich eine Maßstäblichkeit erzeugt und sich dem Betrachter bei Annährung an das Gebäude erschließt.
Die Fassade wurde aus 3-dimensionalen Elementen errichtet, die im Vertikalschnitt jeweils einen
Knick bilden, wobei sich der Knickverlauf von Paneel zu Paneel verschiebt. Je nach Sonnenstand variiert der Schattenwurf und die Lichreflektionen auf den Elementen, die Fassade changiert im Sonnenlicht.
FBC Frankfurter Bürocenter
Das FBC Hochhaus steht an der Mainzer Landstrasse, der Hochhausmeile von Frankfurt am Main. Das aus den 70er Jahren stammende, der klassischen Moderne verpflichtete, 40-geschossige Hochhaus erhielt ein neues, 600m2 großes Vordach, welches das Foyer mit dem Vorplatz verbindet.
Als horizontales Lichtsegel überspannt es den gläsernen Café-Pavillon und den Vorbereich vor dem Foyer des Hochhauses. Das Lichtdach setzt sich im Foyer des FBC als Lichtdecke fort.
Tagsüber bildet das Sonnenlicht, das durch rechteckige Oberlichter auf eine textile Membran fällt, ein in Abhängigkeit von Sonnenstand und Lichtintensität sich ständig änderndes Spiel von Lichtmustern auf der Unterseite des Vordachsegels ab und es entsteht ein Dialog zwischen den fließend ineinander übergehenden Funktionen und Räumen.
Nachts erscheint das Vordach als entmaterialisierter Leuchtkörper, der aus dem Inneren heraus künstlich erleuchtet wird und somit den Vorplatz erleuchtet.
Die schlanke, fast stützenfreie Stahlkonstruktion des Vordaches konnte nur aufgrund des geringen Gewichtes der Membranfassade realisiert werden.
Das Raster der bestehenden Hochhaus- Glasfassade wurde konsequent für den Platz und das Vordach übernommen. Das Foyer wurde ebenfalls neu gestaltet.
Der gläserne Café-Pavillon vis-à-vis zum Foyer, dessen Interieur ebenfalls von Just/Burgeff Architekten entworfen wurde, fasst den Platz räumlich und gliedert ihn in einen vorderen, der Mainzer Landstraße zugewandten Bereich und einen ruhigen, hinteren Platzraum. Das Café samt Aussengastronomie belebt den urbanen Platz.
Das Vordach stellt die Verbindung zwischen dem Inneren des Foyers und dem Café, sowie dem Äußeren des Vorplatzes her. Es stehen sich unter dem Dach zwei Nutzungen gegenüber: der Empfang des Hochhauses (Arbeiten) und das öffentliche Café (Leben). Sie werden durch das Vordach in Beziehung gesetzt. Das Café wurde als Ausdruck der öffentlichen Funktion eines Hochhauses in der Stadt als öffentlicher Ort entworfen. Zwischen den beiden Polen Arbeit und Leben verläuft ein öffentlicher Weg u¨ber das Grundstück, der das Ensemble an die Stadt anbindet.
Als horizontales Lichtsegel überspannt es den gläsernen Café-Pavillon und den Vorbereich vor dem Foyer des Hochhauses. Das Lichtdach setzt sich im Foyer des FBC als Lichtdecke fort.
Tagsüber bildet das Sonnenlicht, das durch rechteckige Oberlichter auf eine textile Membran fällt, ein in Abhängigkeit von Sonnenstand und Lichtintensität sich ständig änderndes Spiel von Lichtmustern auf der Unterseite des Vordachsegels ab und es entsteht ein Dialog zwischen den fließend ineinander übergehenden Funktionen und Räumen.
Nachts erscheint das Vordach als entmaterialisierter Leuchtkörper, der aus dem Inneren heraus künstlich erleuchtet wird und somit den Vorplatz erleuchtet.
Die schlanke, fast stützenfreie Stahlkonstruktion des Vordaches konnte nur aufgrund des geringen Gewichtes der Membranfassade realisiert werden.
Das Raster der bestehenden Hochhaus- Glasfassade wurde konsequent für den Platz und das Vordach übernommen. Das Foyer wurde ebenfalls neu gestaltet.
Der gläserne Café-Pavillon vis-à-vis zum Foyer, dessen Interieur ebenfalls von Just/Burgeff Architekten entworfen wurde, fasst den Platz räumlich und gliedert ihn in einen vorderen, der Mainzer Landstraße zugewandten Bereich und einen ruhigen, hinteren Platzraum. Das Café samt Aussengastronomie belebt den urbanen Platz.
Das Vordach stellt die Verbindung zwischen dem Inneren des Foyers und dem Café, sowie dem Äußeren des Vorplatzes her. Es stehen sich unter dem Dach zwei Nutzungen gegenüber: der Empfang des Hochhauses (Arbeiten) und das öffentliche Café (Leben). Sie werden durch das Vordach in Beziehung gesetzt. Das Café wurde als Ausdruck der öffentlichen Funktion eines Hochhauses in der Stadt als öffentlicher Ort entworfen. Zwischen den beiden Polen Arbeit und Leben verläuft ein öffentlicher Weg u¨ber das Grundstück, der das Ensemble an die Stadt anbindet.
Einfamilienhaus in Rauenberg
Der Entwurf des Einfamilienhauses in Rauenberg zeichnet sich durch seine Klarheit in der Formensprache und Innenraumaufteilung aus. Die unterschiedliche Ausbildung der beiden Geschosse sowie Ihre Stellung zueinander tragen zur optischen Reduktion des Volumens bei und lassen die Nutzungsgliederung im Inneren erahnen. Das Herzstück im Erdgeschoss bildet der offene Raumverbund aus Wohn-, Ess- und Kochbereich als Gemeinschaftszone mit gartenseitigem Zugang, im Obergeschoss sind private Rückzugsräume um einen zentralen Spielflur herum gruppiert. Zur Straße hin zeigt sich das Gebäude eher verschlossen, ein Holzrahmen vereint die Nebenanlagen mit dem Haupthaus und formuliert die Grenze zum öffentlichen Raum. Rückseitig sorgen großflächige Öffnungen für einen ungestörten Blick ins Grüne. Dank der verschiebbaren Sonnenschutzelemente aus Holzlamellen können die Bewohner des Hauses die Fassade jederzeit mitgestalten und mit neuem Leben erfüllen.
Die schwedische Kirche „Svenska Kyrkan“
Seit 1973 war die schwedische Kirchengemeinde in Frankfurt in bestehenden Gemeindräumen eingemietet und ist mittlerweile Kirche, Kulturzentrum und auch ganz einfach ein Stück Heimat für viele der rund zweitausend im Rhein-Main-Gebiet lebenden Schweden. Nach langer Suche nach einem eigenen Ort für die Gemeinde kaufte die Gemeinde 2007 ein entsprechendes Gemeinde-Grundstück in Frankfurt-Preungesheim.
Den Bedürfnissen der sehr lebendigen Gemeindearbeit der Schweden entsprachen die vorhandenen Gebäude aber keineswegs. Ausübung von Religion und Tradition, introvertierter Raum für stille Andachten, genügend Platz für rege Gemeindetreffen und ein Gebäude das in seiner Funktion von außen erkennbar ist – Die Situation verlangte nach einer besonderen Lösung.
Mit der Planung eines angemessenen Raumgefüges beauftragt, entwarfen Just/Burgeff Architekten ein geeignetes Konzept, das mehr ist als nur ein sakrales Bauwerk.
Das neue Dach
Die Svenska Kyrkan ist leuchtend rot gestrichen. Rot ist die typische Farbe schwedischer Blockhäuser. Doch nicht nur deswegen sticht das Gebäude mit seiner neuen, selbstbewussten Identität aus dem Ensemble der Fünfziger-Jahre Flachdachbauten heraus. Vor allem das steile Satteldach mit acht Metern Firsthöhe, eines der markantesten Elemente des Umbaus, setzt einen Kontrapunkt zur benachbarten Festeburggemeinde.
Die Fassade des Andachtraums
Bemerkenswert ist die Fensterfront des Kirchenschiffs. Die hofseitige Fassade besteht aus rhythmisch gesetzten Wandscheiben, die unter anderem dazu dienen, den Andachtsraum in eine Vielfalt von Bereichen zu zonieren. Eine weitere Aufgabe der Fassade ist die Blickführung. Durch ihre unterschiedlichen Abstände lenken die Wandscheiben gezielt die Ein- und Ausblicke der Besucher und erzeugen unterschiedliche, vom Tageslicht abhängige Lichtsituationen im Innern des Gebäudes. Schräg gestellte Wandscheiben setzen den Altar in Szene, während dicht aufeinander folgende Scheiben den direkten Einblick von Außen im Bereich vor dem Altar verhindern und einen geschützten Bereich für die Andacht schaffen.
Multifunktionale Grundrisse
Durch die vertikale Erweiterung des mittleren Pavillons gewinnt das Gebäude nicht nur an zusätzlichem Raum, sondern insbesondere auch an räumlicher Qualität. Der unter dem spitzen Satteldach untergebrachte Andachtsraum wird so zu einem Ort mit sakraler und feierlicher Atmosphäre. Dieser besondere Raum wird vom Besucher durch das großzügige Foyer erschlossen, an das auch die Küche und das Gemeindecafe angeschlossen sind. Offene Raumverbindungen ermöglichen die flexible Nutzung dieses Bereichs, von dem aus direkte Zugänge in den Gemeindegarten führen. Fließende Übergänge auch zwischen Erdgeschoss und Obergeschoss, in dem eine kleine Empore für die Orgel und den Kirchenchor, das Pfarrbüro und ein Raum für die Verwaltung untergebracht sind, fördern Kommunikation und Begegnung. Ein zentrales Anliegen des Entwurfs.
Umbau Gemeindezentrum, Frankfurt Preungesheim, 2006
Tragwerksplanung
Wagner Zeitter Ingenieure, Wiesbaden
Den Bedürfnissen der sehr lebendigen Gemeindearbeit der Schweden entsprachen die vorhandenen Gebäude aber keineswegs. Ausübung von Religion und Tradition, introvertierter Raum für stille Andachten, genügend Platz für rege Gemeindetreffen und ein Gebäude das in seiner Funktion von außen erkennbar ist – Die Situation verlangte nach einer besonderen Lösung.
Mit der Planung eines angemessenen Raumgefüges beauftragt, entwarfen Just/Burgeff Architekten ein geeignetes Konzept, das mehr ist als nur ein sakrales Bauwerk.
Das neue Dach
Die Svenska Kyrkan ist leuchtend rot gestrichen. Rot ist die typische Farbe schwedischer Blockhäuser. Doch nicht nur deswegen sticht das Gebäude mit seiner neuen, selbstbewussten Identität aus dem Ensemble der Fünfziger-Jahre Flachdachbauten heraus. Vor allem das steile Satteldach mit acht Metern Firsthöhe, eines der markantesten Elemente des Umbaus, setzt einen Kontrapunkt zur benachbarten Festeburggemeinde.
Die Fassade des Andachtraums
Bemerkenswert ist die Fensterfront des Kirchenschiffs. Die hofseitige Fassade besteht aus rhythmisch gesetzten Wandscheiben, die unter anderem dazu dienen, den Andachtsraum in eine Vielfalt von Bereichen zu zonieren. Eine weitere Aufgabe der Fassade ist die Blickführung. Durch ihre unterschiedlichen Abstände lenken die Wandscheiben gezielt die Ein- und Ausblicke der Besucher und erzeugen unterschiedliche, vom Tageslicht abhängige Lichtsituationen im Innern des Gebäudes. Schräg gestellte Wandscheiben setzen den Altar in Szene, während dicht aufeinander folgende Scheiben den direkten Einblick von Außen im Bereich vor dem Altar verhindern und einen geschützten Bereich für die Andacht schaffen.
Multifunktionale Grundrisse
Durch die vertikale Erweiterung des mittleren Pavillons gewinnt das Gebäude nicht nur an zusätzlichem Raum, sondern insbesondere auch an räumlicher Qualität. Der unter dem spitzen Satteldach untergebrachte Andachtsraum wird so zu einem Ort mit sakraler und feierlicher Atmosphäre. Dieser besondere Raum wird vom Besucher durch das großzügige Foyer erschlossen, an das auch die Küche und das Gemeindecafe angeschlossen sind. Offene Raumverbindungen ermöglichen die flexible Nutzung dieses Bereichs, von dem aus direkte Zugänge in den Gemeindegarten führen. Fließende Übergänge auch zwischen Erdgeschoss und Obergeschoss, in dem eine kleine Empore für die Orgel und den Kirchenchor, das Pfarrbüro und ein Raum für die Verwaltung untergebracht sind, fördern Kommunikation und Begegnung. Ein zentrales Anliegen des Entwurfs.
Umbau Gemeindezentrum, Frankfurt Preungesheim, 2006
Tragwerksplanung
Wagner Zeitter Ingenieure, Wiesbaden
PIXI - Mobile WC-Angebote im Grünen
Wettbewerb 1. Preis
Im Rahmen der Entwicklung des Zukunftskonzeptes „Öffentliche WC-Anlagen in Frankfurt am Main“ plant das Liegenschaftsamt zukünftig auf den saisonalen Bedarf an öffentlichen WC- Angeboten, der insbesondere in Grünanlagen der Stadt besteht, mobil zu reagieren. Dies hat zahlreiche Vorteile wie z.B. Kostenersparnisse, Flexibilität im Angebot, keine Notwendigkeit der Herstellung von Anschlüssen etc.
Eine nachfrageorientierte Bereitstellung von hochwertigen WC-Containern, oder je nach Standort von WC-Kabinen, in stark frequentierten Grünbereichen der Stadt ist deshalb geplant.
Da WC-Container und WC-Kabinen allerdings keine optisch ansprechende Gestalt und Fassade besitzen, lobte das Liegenschaftsamt der Stadt Frankfurt diesen Gestaltungswettbewerb aus.
Eine ansprechende, vandalismussichere Hülle sollte den eigentlichen Container vorgesetzt werden, so dass dieser scheinbar in ein ansprechendes Gebäude verwandelt wird. Ebenfalls sollte für die WC-Kabinen eine vandalismussichere Umkleidung entworfen werden.
Gebäudeform
Für das Erscheinungsbild des WC-Containers wurde bewusst die Ur-Form eines Hauses mit Satteldach gewählt, um ein echtes „Klohäuschen“ zu schaffen.
Somit wird das Stigma des „unangenehmen“ WC-Containers aufgehoben und es kann ein eher spielerischer Umgang mit dem Thema WC gefunden werden.
Dem Container wird eine Hülle „übergestülpt“, die die einzelnen WCs durch einen vorgelagerten Gang erschließt und somit eine Art Schamwand ausbildet. Der Vorbereich erhält einen optischen Abschluss, ist jedoch weiterhin nach allen Seiten offen und zugänglich, so daß die Orientierung intuitiv erfolgt.
Materialität
Nach außen erhält die Hülle ein Muster aus Glasmosaikfliesen. Die Fliesen in unterschiedlichen Grüntönen bilden ein aufgePIXeltes Farbfoto eines sehr stark vergrößerten Blattes ab.
Die grünen Schattierungen erzeugen eine hohe Verträglichkeit mit dem Landschaftsbild.
Die Assoziation des Nutzers mit der Mosaikfliese, die für luxuriöse Bäder steht,
wird vom gewohnten Kontext auf die Außenhaut des Klohäuschens übertragen und somit entsteht der Kontext zum Klohaus im öffentlichen Raum.
Gleichzeitig wird das historische Bild der früher üblichen auch von außen gefliesten öffentlichen Bedürfnisanstalten aufgegriffen und verfremdet.
Die Vandalismussicherheit ist durch die Verwendung von Fliesen und verzinkten Stahl
Modularität
Für die Varianten Container ohne Abwassertank und Container mit Abwassertank wird das gleiche Häuschen verwendet. Lediglich die Erschließungselemente Rampe/ Stufen/ Steg werden hinzugefügt, um die unterschiedliche Höhensituation auszugleichen
Für die Variante WC Kabinen-Kombi wird das gleiche Konzept in anderer Modulgröße verwendet.
So gibt es ein einheitliches Gestaltkonzept, welches die Widererkennbarkeit der WC Anlagen garantiert.
Im Rahmen der Entwicklung des Zukunftskonzeptes „Öffentliche WC-Anlagen in Frankfurt am Main“ plant das Liegenschaftsamt zukünftig auf den saisonalen Bedarf an öffentlichen WC- Angeboten, der insbesondere in Grünanlagen der Stadt besteht, mobil zu reagieren. Dies hat zahlreiche Vorteile wie z.B. Kostenersparnisse, Flexibilität im Angebot, keine Notwendigkeit der Herstellung von Anschlüssen etc.
Eine nachfrageorientierte Bereitstellung von hochwertigen WC-Containern, oder je nach Standort von WC-Kabinen, in stark frequentierten Grünbereichen der Stadt ist deshalb geplant.
Da WC-Container und WC-Kabinen allerdings keine optisch ansprechende Gestalt und Fassade besitzen, lobte das Liegenschaftsamt der Stadt Frankfurt diesen Gestaltungswettbewerb aus.
Eine ansprechende, vandalismussichere Hülle sollte den eigentlichen Container vorgesetzt werden, so dass dieser scheinbar in ein ansprechendes Gebäude verwandelt wird. Ebenfalls sollte für die WC-Kabinen eine vandalismussichere Umkleidung entworfen werden.
Gebäudeform
Für das Erscheinungsbild des WC-Containers wurde bewusst die Ur-Form eines Hauses mit Satteldach gewählt, um ein echtes „Klohäuschen“ zu schaffen.
Somit wird das Stigma des „unangenehmen“ WC-Containers aufgehoben und es kann ein eher spielerischer Umgang mit dem Thema WC gefunden werden.
Dem Container wird eine Hülle „übergestülpt“, die die einzelnen WCs durch einen vorgelagerten Gang erschließt und somit eine Art Schamwand ausbildet. Der Vorbereich erhält einen optischen Abschluss, ist jedoch weiterhin nach allen Seiten offen und zugänglich, so daß die Orientierung intuitiv erfolgt.
Materialität
Nach außen erhält die Hülle ein Muster aus Glasmosaikfliesen. Die Fliesen in unterschiedlichen Grüntönen bilden ein aufgePIXeltes Farbfoto eines sehr stark vergrößerten Blattes ab.
Die grünen Schattierungen erzeugen eine hohe Verträglichkeit mit dem Landschaftsbild.
Die Assoziation des Nutzers mit der Mosaikfliese, die für luxuriöse Bäder steht,
wird vom gewohnten Kontext auf die Außenhaut des Klohäuschens übertragen und somit entsteht der Kontext zum Klohaus im öffentlichen Raum.
Gleichzeitig wird das historische Bild der früher üblichen auch von außen gefliesten öffentlichen Bedürfnisanstalten aufgegriffen und verfremdet.
Die Vandalismussicherheit ist durch die Verwendung von Fliesen und verzinkten Stahl
Modularität
Für die Varianten Container ohne Abwassertank und Container mit Abwassertank wird das gleiche Häuschen verwendet. Lediglich die Erschließungselemente Rampe/ Stufen/ Steg werden hinzugefügt, um die unterschiedliche Höhensituation auszugleichen
Für die Variante WC Kabinen-Kombi wird das gleiche Konzept in anderer Modulgröße verwendet.
So gibt es ein einheitliches Gestaltkonzept, welches die Widererkennbarkeit der WC Anlagen garantiert.
Weingut Schnell, Guntersblum
Für das Weingut Schnell in Guntersblum wurde eine Überdachung zwischen der bestehenden Lagerhalle und dem Betriebs- und Wohngebäude geschaffen. Das gefaltete Dach schließt die bisher optisch und funktional unzulängliche Baulücke zwischen den beiden Gebäuden und macht das gesamte Weingut als Gesamtensemble erlebbar. Das Dach vermittelt zwischen der unterschiedlichen Maßstäblichkeit der bestehenden Gebäude. Aus den Randbedingungen der beiden Bestandsgebäude ergibt sich für das Dach eine gefaltete Geometrie, die aus den im Ort vorhandenen Satteldächern abgeleitet ist. So ist das Faltwerk als Abfolge von mehreren Satteldächern zu verstehen. Im Zuge des Umbaus wurde die Probierstube in das ehemalige Gerätehaus verlegt und bildet somit das neue Gesicht des Weingutes.
Zur Konstruktion:
Das Dach besteht aus einer äußerst filigranen Stahlkonstruktion, die eine Abfolge von Satteldächern in unterschiedlicher Neigung entstehen lässt. Die Dacheindeckung besteht aus ungedämmten, mittels Flüssigkunststoff abgedichteten Holzplatten. Der Flüssigkunststoff, ein Spritzelastomer, wurde fugenlos auf die gesamte Dachfläche aufgebracht, wodurch eine homogene, unaufgeregte Oberfläche entstanden ist. Der Farbton der Dachfläche wurde in Anlehnung an die umgebenden Weinberge in Grünbeige ausgeführt. Die skulpturale Dachkonstruktion, bestehend aus dem äußerst reduzierten und filigranen Stahltragwerk und der extrem schlanken, Dacheindeckung fügt sich harmonisch in seine Umgebung ein.
Mehr über die Weine des Weingutes finden Sie unter: www.schnellwein.de
Zur Konstruktion:
Das Dach besteht aus einer äußerst filigranen Stahlkonstruktion, die eine Abfolge von Satteldächern in unterschiedlicher Neigung entstehen lässt. Die Dacheindeckung besteht aus ungedämmten, mittels Flüssigkunststoff abgedichteten Holzplatten. Der Flüssigkunststoff, ein Spritzelastomer, wurde fugenlos auf die gesamte Dachfläche aufgebracht, wodurch eine homogene, unaufgeregte Oberfläche entstanden ist. Der Farbton der Dachfläche wurde in Anlehnung an die umgebenden Weinberge in Grünbeige ausgeführt. Die skulpturale Dachkonstruktion, bestehend aus dem äußerst reduzierten und filigranen Stahltragwerk und der extrem schlanken, Dacheindeckung fügt sich harmonisch in seine Umgebung ein.
Mehr über die Weine des Weingutes finden Sie unter: www.schnellwein.de






