Jim Clemes SA
Atelier d’Architecture et de Design
120, rue de Luxembourg
L-4221 Esch-sur-Alzette
T +352 55 32 19 -1
F +352 55 23 96
info@clemes.lu
Atelier d’Architecture et de Design
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Verwaltungsgebäude Soteg/Enovos
Die ehemalige Gaszentrale der ARBED wurde in ein Verwaltungsgebäude umgebaut und durch einen Neubau mit einer Werkstatt, Ateliers, Lagerräumen und einer Tiefgarage erweitert. Die Herausforderung dieses Projekts, das auf dem ehemaligen Stahl-Industriegelände „Domaine Schlassgoart“ in Esch-sur-Alzette entstand, war die Realisierung einer Architektur, die Aspekte von Kulturerbe und Innovation gleichermaßen vereint.
Die Architektur greift das Aufeinandertreffen von Geschichte und Zukunft, Tradition und Innovation, Alt und Neu auf. Das Gaswerk blieb daher in seiner äußeren Form bestehen, die Hülle aus Backsteinen wurde erhalten und mit großen, doppelverglasten Fenstern versehen. Um eine gute energetische Bilanz zu erreichen, wurde mit einer Doppelfassade nach dem Haus-in-Haus-Prinzip gearbeitet und im Inneren eine neue Struktur geschaffen. Diese innerhalb der Gebäudehülle entstandene Stahlkonstruktion mit verglasten Wandflächen ermöglicht eine gute thermische Isolierung der Büroräume, die über einen modular regulierbaren Gas-Brennwertkessel geheizt werden. Insgesamt wurden im ehemaligen Gaswerk auf einer Fläche von 1.800 m2 Großraumbüros auf 420m2 sowie 12 Einzelbüros, ein Archiv und ein Showroom geschaffen. Durch die komplette Verglasung der eingebauten Struktur bleibt die Backsteinhülle, die Geschichte des Gebäudes, auch im Inneren erlebbar und vermittelt eine besondere Atmosphäre mit hoher Aufenthaltsqualität.
Die alte Pumpstation im Nebengebäude wurde ebenfalls renoviert und dient heute – mit einer Größe von 175 m2 - als Konferenz- und Multifunktionsraum. Die Backsteinfassade und das Dach wurden restauriert und die Fenster durch Isolierverglasung ersetzt.
Der Neubau fügt sich mit seiner Glashaut, die sich je nach Tages- und Jahreszeit und je nach der Aktivität im Gebäudeinneren verändert, als ausgleichendes Element in den historischen Bestand ein. Dieses Gebäude beherbergt auf 1.150 m2 Werkstätten, Überwachungsbüros sowie ein Konferenzraum. Im Untergeschoss sind 2.000 m2 Lagerfläche sowie eine Tiefgarage mit 50 Stellplätzen untergebracht.
Die drei Gebäude formen den Außenbereich, der als Garten mit urbanem Charakter angelegt wurde.
DATES CLES DU PROJET | ECKDATEN DES PROJEKTS
Maître d’Ouvrage | Bauherr
Enovos SA (ehem. Soteg)
Architecture | Architektur
Jim Clemes Atelier d’Architecture et de Design, Esch-sur-Alzette
Surface | Grundfläche
6.665 m2
Volume brut | Bruttorauminhalt
22.881 m3
Finition des travaux | Fertigstellung
2007
Die Architektur greift das Aufeinandertreffen von Geschichte und Zukunft, Tradition und Innovation, Alt und Neu auf. Das Gaswerk blieb daher in seiner äußeren Form bestehen, die Hülle aus Backsteinen wurde erhalten und mit großen, doppelverglasten Fenstern versehen. Um eine gute energetische Bilanz zu erreichen, wurde mit einer Doppelfassade nach dem Haus-in-Haus-Prinzip gearbeitet und im Inneren eine neue Struktur geschaffen. Diese innerhalb der Gebäudehülle entstandene Stahlkonstruktion mit verglasten Wandflächen ermöglicht eine gute thermische Isolierung der Büroräume, die über einen modular regulierbaren Gas-Brennwertkessel geheizt werden. Insgesamt wurden im ehemaligen Gaswerk auf einer Fläche von 1.800 m2 Großraumbüros auf 420m2 sowie 12 Einzelbüros, ein Archiv und ein Showroom geschaffen. Durch die komplette Verglasung der eingebauten Struktur bleibt die Backsteinhülle, die Geschichte des Gebäudes, auch im Inneren erlebbar und vermittelt eine besondere Atmosphäre mit hoher Aufenthaltsqualität.
Die alte Pumpstation im Nebengebäude wurde ebenfalls renoviert und dient heute – mit einer Größe von 175 m2 - als Konferenz- und Multifunktionsraum. Die Backsteinfassade und das Dach wurden restauriert und die Fenster durch Isolierverglasung ersetzt.
Der Neubau fügt sich mit seiner Glashaut, die sich je nach Tages- und Jahreszeit und je nach der Aktivität im Gebäudeinneren verändert, als ausgleichendes Element in den historischen Bestand ein. Dieses Gebäude beherbergt auf 1.150 m2 Werkstätten, Überwachungsbüros sowie ein Konferenzraum. Im Untergeschoss sind 2.000 m2 Lagerfläche sowie eine Tiefgarage mit 50 Stellplätzen untergebracht.
Die drei Gebäude formen den Außenbereich, der als Garten mit urbanem Charakter angelegt wurde.
DATES CLES DU PROJET | ECKDATEN DES PROJEKTS
Maître d’Ouvrage | Bauherr
Enovos SA (ehem. Soteg)
Architecture | Architektur
Jim Clemes Atelier d’Architecture et de Design, Esch-sur-Alzette
Surface | Grundfläche
6.665 m2
Volume brut | Bruttorauminhalt
22.881 m3
Finition des travaux | Fertigstellung
2007
Pflegeheim „Saint Joseph“ Petange
Das Pflegeheim „Saint Joseph“ sah sich mit geänderten Anforderungen an Senioreneinrichtungen konfrontiert. Das steigende Durchschnittsalter der Einwohner sowie die Zunahme an Personen mit Demenzerkrankungen erforderten eine Modernisierung des Bestands und eine Erweiterung der Einrichtung. Da die bestehende Struktur keine getrennten Wohnbereiche von dementen und validen Personen zuließ und eine effektive Betreuung der Bewohner dadurch unmöglich wurde fiel die Entscheidung auf einen Erweiterungsbau mit einem spezifischen Betreuungskonzept für die verschiedenen Bedürfnisse der Bewohner.
Im Jahr 2004 konnte das Architekturbüro Atelier d’Architecture et de Design Jim Clemes den von der ZithaSenior SA ausgeschriebenen Wettbewerb für sich entscheiden. Insbesondere die gute Einbindung des Neubaus in die umgebende Strukturen mit der effizienten Nutzung der schwierigen Grundstückssituation sowie das geplante Konzept mit therapeutischen Gärten und weitläufiger Offenheit waren entscheidende Kriterien für den Auftrag für den Umbau und die Erweiterung der Pflegeinrichtung.
Der 4-geschossige Altbau bestehend aus drei Gebäudeflügeln und einem zentralen Mittelbau beherbergt nach der Umbaumaßnahme im Erdgeschoss therapeutische, pastorale sowie gesellschaftliche Dienste wie Restaurant, Kapelle/ Andacht, Ergo- und Kinesitherapie. In den drei Obergeschossen befinden sich auch weiterhin die Pflegestationen. Der Mittelbau des Bestandsgebäudes wird im Erdgeschoss zum zentralen, öffentlich zugänglichen Treffpunkt, an den die Cafeteria und das Restaurant angeschlossen sind, in den Obergeschossen sind die privaten Aufenthaltsbereiche der Bewohner untergebracht. Durch den Erweiterungsbau und die Alt und Neu verbindende Passerelle erhält die Pflegeeinrichtung einer neue attraktive Eingangssituation, die gleichzeitig zur Identifikation und Orientierung beiträgt.
Der mäanderförmige, dreigeschossige Erweiterungsbau beherbergt neuen Wohnraum für demente und valide Bewohner. Im Erdgeschoss, im ersten Obergeschoss und in einem Flügel des Gartengeschosses sind sechs Wohngruppen mit 42 Betten für Bewohner mit Demenzerkrankungen und 40 Einzelzimmer für die normale Altenpflege untergebracht. Im zweiten Gartengeschossflügel befinden sich die Verwaltung, die Technik und die Küche mit einer Kapazität von 250-300 Tagesessen. Große Fenster sowohl in den Zimmern als auch in den Gruppen- und Erschließungsräumen sorgen für viel Tageslicht. Eine kontinuierlich verlaufende Wandbeleuchtung belichtet die Räume in den Abend- und Nachtstunden, ergänzt durch punktuell gesetzte Pendelleuchten in den Gruppenräumen. Der Einsatz von Holz und freundlichen Farben sorgen für eine wohnliche Atmosphäre innerhalb einer Pflegestruktur und bieten ein hohes Maß an Aufenthaltsqualität für Bewohner, Pflegepersonal und Besucher. Eine Vielzahl unterschiedlicher Plätze innerhalb des Gebäudes bieten Treffpunkte für die Bewohner genauso wie Möglichkeiten für Rückzug, Ruhe und Verweilen.
Die sechs Demenz-Wohngruppen bestehen jeweils aus einem Wohn- und Esszimmer, einer zum Wohnzimmer hin offenen Küche und sieben Schlafzimmern. Ein besonderes Augenmerk wurde hier auf das Bedürfnis nach Bewegungsfreiheit der zukünftigen Bewohner gelegt. So sind „Therapeutischen Gärten“ vom Wohnbereich aus direkt erreichbar und auch die Gruppen untereinander über einer innenräumliche Rampenanlage frei zugänglich. Die Wohngruppen erhalten durch die großzügig gestalteten, zu den grünen Innenhöfen orientierten Gemeinschaftsbereiche eine hohe Aufenthaltsqualität. Die Flurzonen wurden in die Aufenthaltsbereiche für Wohnen, Essen und Kochen einbezogen, die Küchen wurden offen, zur gemeinsamen Zubereitung der Mahlzeiten gestaltet. Durch die Offenheit der Flurzonen und die fließenden Übergänge der Erschließungs- und Aufenthaltsbereiche sowie durch die gemeinschaftliche Nutzung entsteht der Charakter der „Wohngemeinschaft“.
Eine 30m lange „Passerelle“ stellt das Verbindungsglied zwischen Alt und Neu dar und setzt sich durch die Verwendung von Sichtbetonfertigteilelementen gestalterisch bewusst sowohl vom Bestand als auch von der Erweiterung ab. Die Passerelle mündet in der Rampenhalle des Neubaus, die das Gartengeschoss mit dem Erdgeschoss über einen Luftraum auch optisch miteinander verbindet und den Demenzpatienten die Möglichkeit zur Bewegung ohne Hindernisse gibt.
Die therapeutischen Gärten bieten als abgeschlossene Grünräume innerhalb des Gebäudekomplexes zusätzliche Aufenthaltsqualität für Bewohner, Besucher und Mitarbeiter. Die direkte Anbindung des oberen therapeutischen Gartens an die Terrasse des Restaurants im Bestandsgebäude schafft eine zusätzliche Verbindung zwischen Alt und Neu und lässt die Pflegeeinrichtung mit Bestand und Neubau zu einer Einheit zusammenwachsen.
Im Jahr 2004 konnte das Architekturbüro Atelier d’Architecture et de Design Jim Clemes den von der ZithaSenior SA ausgeschriebenen Wettbewerb für sich entscheiden. Insbesondere die gute Einbindung des Neubaus in die umgebende Strukturen mit der effizienten Nutzung der schwierigen Grundstückssituation sowie das geplante Konzept mit therapeutischen Gärten und weitläufiger Offenheit waren entscheidende Kriterien für den Auftrag für den Umbau und die Erweiterung der Pflegeinrichtung.
Der 4-geschossige Altbau bestehend aus drei Gebäudeflügeln und einem zentralen Mittelbau beherbergt nach der Umbaumaßnahme im Erdgeschoss therapeutische, pastorale sowie gesellschaftliche Dienste wie Restaurant, Kapelle/ Andacht, Ergo- und Kinesitherapie. In den drei Obergeschossen befinden sich auch weiterhin die Pflegestationen. Der Mittelbau des Bestandsgebäudes wird im Erdgeschoss zum zentralen, öffentlich zugänglichen Treffpunkt, an den die Cafeteria und das Restaurant angeschlossen sind, in den Obergeschossen sind die privaten Aufenthaltsbereiche der Bewohner untergebracht. Durch den Erweiterungsbau und die Alt und Neu verbindende Passerelle erhält die Pflegeeinrichtung einer neue attraktive Eingangssituation, die gleichzeitig zur Identifikation und Orientierung beiträgt.
Der mäanderförmige, dreigeschossige Erweiterungsbau beherbergt neuen Wohnraum für demente und valide Bewohner. Im Erdgeschoss, im ersten Obergeschoss und in einem Flügel des Gartengeschosses sind sechs Wohngruppen mit 42 Betten für Bewohner mit Demenzerkrankungen und 40 Einzelzimmer für die normale Altenpflege untergebracht. Im zweiten Gartengeschossflügel befinden sich die Verwaltung, die Technik und die Küche mit einer Kapazität von 250-300 Tagesessen. Große Fenster sowohl in den Zimmern als auch in den Gruppen- und Erschließungsräumen sorgen für viel Tageslicht. Eine kontinuierlich verlaufende Wandbeleuchtung belichtet die Räume in den Abend- und Nachtstunden, ergänzt durch punktuell gesetzte Pendelleuchten in den Gruppenräumen. Der Einsatz von Holz und freundlichen Farben sorgen für eine wohnliche Atmosphäre innerhalb einer Pflegestruktur und bieten ein hohes Maß an Aufenthaltsqualität für Bewohner, Pflegepersonal und Besucher. Eine Vielzahl unterschiedlicher Plätze innerhalb des Gebäudes bieten Treffpunkte für die Bewohner genauso wie Möglichkeiten für Rückzug, Ruhe und Verweilen.
Die sechs Demenz-Wohngruppen bestehen jeweils aus einem Wohn- und Esszimmer, einer zum Wohnzimmer hin offenen Küche und sieben Schlafzimmern. Ein besonderes Augenmerk wurde hier auf das Bedürfnis nach Bewegungsfreiheit der zukünftigen Bewohner gelegt. So sind „Therapeutischen Gärten“ vom Wohnbereich aus direkt erreichbar und auch die Gruppen untereinander über einer innenräumliche Rampenanlage frei zugänglich. Die Wohngruppen erhalten durch die großzügig gestalteten, zu den grünen Innenhöfen orientierten Gemeinschaftsbereiche eine hohe Aufenthaltsqualität. Die Flurzonen wurden in die Aufenthaltsbereiche für Wohnen, Essen und Kochen einbezogen, die Küchen wurden offen, zur gemeinsamen Zubereitung der Mahlzeiten gestaltet. Durch die Offenheit der Flurzonen und die fließenden Übergänge der Erschließungs- und Aufenthaltsbereiche sowie durch die gemeinschaftliche Nutzung entsteht der Charakter der „Wohngemeinschaft“.
Eine 30m lange „Passerelle“ stellt das Verbindungsglied zwischen Alt und Neu dar und setzt sich durch die Verwendung von Sichtbetonfertigteilelementen gestalterisch bewusst sowohl vom Bestand als auch von der Erweiterung ab. Die Passerelle mündet in der Rampenhalle des Neubaus, die das Gartengeschoss mit dem Erdgeschoss über einen Luftraum auch optisch miteinander verbindet und den Demenzpatienten die Möglichkeit zur Bewegung ohne Hindernisse gibt.
Die therapeutischen Gärten bieten als abgeschlossene Grünräume innerhalb des Gebäudekomplexes zusätzliche Aufenthaltsqualität für Bewohner, Besucher und Mitarbeiter. Die direkte Anbindung des oberen therapeutischen Gartens an die Terrasse des Restaurants im Bestandsgebäude schafft eine zusätzliche Verbindung zwischen Alt und Neu und lässt die Pflegeeinrichtung mit Bestand und Neubau zu einer Einheit zusammenwachsen.
Rekonvaleszenzzentrum „Schloss Colpach“
Im Rekonvaleszenzzentrum „Schloss Colpach“ lernen Menschen nach einem Unfall oder einer Krankheit mit Hilfe des Pflegepersonals wieder, ihr Leben und den Alltag möglichst selbstständig zu bewältigen.
Der bestehende Gebäudekomplex, eine gewachsene Struktur aus mehreren Bauteilen, entsprach nicht mehr den heutigen Anforderungen, die an eine Pflegeanstalt für kranke Menschen gestellt werden. Da eine Renovierung des Bestands mit hohen Kosten und Einschränkungen verbunden gewesen wäre, fiel die Entscheidung für einen Neubau, der die vorhandenen Anbauten am Schloss ersetzt.
Das Schloss, das dem Projekt den Namen gibt, bleibt Mittelpunkt der Anlage und wird auch weiterhin von Patienten und Besuchern genutzt. Der historische Bereich wird in seiner Form und Funktion erhalten, lediglich in den zum Neubau orientierten Räumen werden größere Renovierungsarbeiten und Nutzungsänderungen durchgeführt, um das Schloss in das neue Konzept einzubinden. Der Haupteingang des Schlosses wird in seiner historischen Form wieder hergestellt, wird aber nur als interner Zugang oder für repräsentative Veranstaltungen genutzt.
Der Neubau besteht aus einem langen, im Grundriss geschwungenen Kamm mit drei kompakten Flügeln die sich zum Bach hin orientieren. Die geschwungene Außenwand nimmt dem Neubau die massive Erscheinung und gibt von den beiden Zugangswegen frühzeitig den Blick auf das Schloss frei. Der neue Haupteingang führt in ein großes, einladendes Foyer, das zum zentralen Aufenthaltsort und Treffpunkt der Einrichtung wird und in die öffentlichen Bereiche sowie in die historischen Räume des Schlosses weiterleitet. Im Erdgeschoss befinden sich, neben den verschiedenen Aufenthaltsbereichen, die Räume für Therapie und Behandlung. Großzügige Verglasungen und direkte Zugänge in den Park schaffen hier eine freundliche Atmosphäre in allen Zimmern. Die insgesamt 100 Pflegezimmer in den Obergeschossen des Neubaus sind in einem hohen behindertenfreundlichen Standard eingerichtet.
Der gesamte Komplex wird in den umliegenden Park eingebunden. Eine große Terrasse und eine offene Verglasung im Erdgeschoss ermöglichen es, den Park zu jeder Tages- und Jahreszeit erleben und nutzen zu können und somit auch zum Heilungsprozess beizutragen.
DATES CLES DU PROJET | ECKDATEN DES PROJEKTS
Maître d’Ouvrage | Bauherr
Croix Rouge Luxembourgeoise
Architecture | Architektur
Jim Clemes Atelier d’Architecture et de Design, Esch-sur-Alzette
Architecture paysagiste | Landschaftsarchitektur
Hackl Hofmann Freiraumplanung
Génie Civil | Statik
TR Engineering SA
Génie Technique | Gebäudetechnik
Jean Schmit Engineering sàrl
Art | Kunst am Bau
Nico Thurm
Surface | Grundfläche
11.000 m2
Volume brut | Bruttorauminhalt
36.695 m3
Construction | Bauzeit
2007-2010
Der bestehende Gebäudekomplex, eine gewachsene Struktur aus mehreren Bauteilen, entsprach nicht mehr den heutigen Anforderungen, die an eine Pflegeanstalt für kranke Menschen gestellt werden. Da eine Renovierung des Bestands mit hohen Kosten und Einschränkungen verbunden gewesen wäre, fiel die Entscheidung für einen Neubau, der die vorhandenen Anbauten am Schloss ersetzt.
Das Schloss, das dem Projekt den Namen gibt, bleibt Mittelpunkt der Anlage und wird auch weiterhin von Patienten und Besuchern genutzt. Der historische Bereich wird in seiner Form und Funktion erhalten, lediglich in den zum Neubau orientierten Räumen werden größere Renovierungsarbeiten und Nutzungsänderungen durchgeführt, um das Schloss in das neue Konzept einzubinden. Der Haupteingang des Schlosses wird in seiner historischen Form wieder hergestellt, wird aber nur als interner Zugang oder für repräsentative Veranstaltungen genutzt.
Der Neubau besteht aus einem langen, im Grundriss geschwungenen Kamm mit drei kompakten Flügeln die sich zum Bach hin orientieren. Die geschwungene Außenwand nimmt dem Neubau die massive Erscheinung und gibt von den beiden Zugangswegen frühzeitig den Blick auf das Schloss frei. Der neue Haupteingang führt in ein großes, einladendes Foyer, das zum zentralen Aufenthaltsort und Treffpunkt der Einrichtung wird und in die öffentlichen Bereiche sowie in die historischen Räume des Schlosses weiterleitet. Im Erdgeschoss befinden sich, neben den verschiedenen Aufenthaltsbereichen, die Räume für Therapie und Behandlung. Großzügige Verglasungen und direkte Zugänge in den Park schaffen hier eine freundliche Atmosphäre in allen Zimmern. Die insgesamt 100 Pflegezimmer in den Obergeschossen des Neubaus sind in einem hohen behindertenfreundlichen Standard eingerichtet.
Der gesamte Komplex wird in den umliegenden Park eingebunden. Eine große Terrasse und eine offene Verglasung im Erdgeschoss ermöglichen es, den Park zu jeder Tages- und Jahreszeit erleben und nutzen zu können und somit auch zum Heilungsprozess beizutragen.
DATES CLES DU PROJET | ECKDATEN DES PROJEKTS
Maître d’Ouvrage | Bauherr
Croix Rouge Luxembourgeoise
Architecture | Architektur
Jim Clemes Atelier d’Architecture et de Design, Esch-sur-Alzette
Architecture paysagiste | Landschaftsarchitektur
Hackl Hofmann Freiraumplanung
Génie Civil | Statik
TR Engineering SA
Génie Technique | Gebäudetechnik
Jean Schmit Engineering sàrl
Art | Kunst am Bau
Nico Thurm
Surface | Grundfläche
11.000 m2
Volume brut | Bruttorauminhalt
36.695 m3
Construction | Bauzeit
2007-2010
Altenwohnen in Schifflange
Mit der Einrichtung eines Club Hauses für Senioren im Jahr 2002 reagierte die Stadt Schifflange auf die aktuelle demographische Entwicklung der Industrieländer, die sich durch eine steigende Zahl an Senioren auszeichnet. Mit diesem zentralen Treffpunkt im Stadtzentrum verband Schifflange das Ziel, die Kompetenzen der älteren Menschen sowohl im körperlichen, psychischen wie auch im sozialen Bereich zu erhalten und zu stärken, um so dem Verlust von Autonomie entgegen zu wirken. Darüber hinaus funktioniert der Club als wichtiges Bindeglied zwischen den noch selbstständigen und aktiven Senioren und denjenigen die an Autonomie verloren haben.
Die ursprünglichen Räumlichkeiten in einem ehemaligen Einfamilienhaus schränkten sowohl die Teilnehmerzahl als auch das Angebot der Aktivitäten stark ein. Auch ein behindertengerechter Zugang war in diesem Club Haus nicht möglich, so dass die Stadt Schifflange die Entscheidung für eine neue, größere und behindertengerechte Einrichtung traf, die sowohl der „Club Senior“ als auch Wohnungen für ältere Menschen beherbergen kann.
Die Grundstücke für den Neubau, der vom luxemburgischen Architekturbüro Atelier d’Architecture et de Design Jim Clemes aus Esch-sur-Alzette geplant wurde, befinden sich in zentraler Lage der Stadt Schifflange in einer städtebaulich gewachsenen Struktur mit Blockrandbebauung und innenliegenden Gärten. Im Zuge der städtischen Verdichtung fügt sich der Neubau in die umliegende Bestandsbebauung und den Grünbereich der privaten Gärten ein. Mit einen L-förmige Riegel werden die vorhandenen Baulücken in der Rue C.M. Spoo un in der Rue Dupong. geschlossen, wobei hier der bestehende öffentliche Fußweg zwischen beiden Straßen erhalten und aufgewertet wird. Das entstandene Gebäude teilt sich in zwei Bereiche, den öffentlich zugänglichen Club Senior und der private Wohnbereich mit Appartements für ältere Menschen.
Das “Centre Senior” nimmt den Gebäudeversprung der bestehenden Bebauung auf und schließt die Blockrandbebauung im Norden zur Rue C.M. Spoo mit einem dreigeschossigen Gebäude. Im Süden verbindet ein eingeschossiger Bau mit begrüntem Flachdach den öffentlichen Clubbereich mit dem privaten Wohnflügel. Im Erdgeschoss sind, neben den Räumen der Direktion, eine Cafeteria mit Terrasse sowie ein teilbarer Mehrzweckraum untergebracht, in den beiden Obergeschossen befinden sich die Ateliers sowie eine Internetstube.
Der behindertengerecht zugängliche Clubbereich ist durch großzügige Verglasung und Transparenz gekennzeichnet, die Hemmschwellen abbauen und zur Kommunikation, Interaktion und zum Austausch in einem offenen Zentrum einladen. Durch den Einsatz von hellen und freundlichen Farben und hochwertigen Materialien wird ein modernes und ansprechendes Ambiente geschaffen. Der teilbare Mehrzweckraum ermöglicht die flexible Nutzung für verschiedenste Arten von Aktivitäten. Die Cafeteria mit ihrer großzügigen Terrasse wird zu einem zentralen Treffpunkt für die Bewohner und die Besucher des Clubs. In dieser neuen Umgebung bietet die Stadt Schifflange für Personen ab 50 ein abwechslungsreiches Angebot an verschiedensten Aktivitäten von Sport über Weiterbildungen und Konferenzen bis hin zu Ausflügen an. Auch intergenerationelle und interkulturelle Projekte werden gefördert und finden großen Anklang.
Der Appartementbereich, der sich im Norden an den eingeschossigen Gebäudeteil des Club Senior angliedert, fügt sich nahtlos in die innenliegenden Gärten ein und orientiert sich mit einem eigenen Haupteingang zur Rue Pierre Dupong. Mit seinen zwei Geschossen nimmt dieser Gebäudeteil Bezug auf seine Umgebung und passt sich mit seiner Höhe an die Nachbarbebauung an.
Der Appartement-Flügel teilt sich in halb-öffentliche und private Bereiche und beherbergt 25 seniorengerechte Wohnungen zwischen 60 m2 und 75 m2 Wohnfläche. Jedes Appartement beinhaltet eine Küche mit Essbereich, ein Schlafzimmer, ein Badezimmer und ein Wohnzimmer mit Zugang zu einem Balkon oder einer Terrasse. Die Fenster der Küche öffnen sich zum breiten, mit Sitznischen ausgestatteten Laubengang, der zum informellen Treffpunkt, zur halb-öffentlichen Kommunikationszone für die Hausbewohner wird.
Wohn- und Schlafzimmer gruppieren sich um den jeweils privaten Balkon. Von hier aus haben die Bewohner einen schönen Ausblick in das umliegende Grün mit den privaten Gärten und zum öffentlichen, neu gestalteten Verbindungsweg zwischen der Rue CM Spoo und der Rue Dupong. Durch die großzügigen Fensterflächen und durch den Einsatz von hellen und freundlichen Farben und Materialien bekommen die Wohnungen eine lichtdurchflutete, freundliche Atmosphäre mit einer hohen Aufenthaltsqualität.
Der gesamte Neubau fügt sich auch mit seiner Fassadengestaltung in die städtisch gewachsene Struktur der Umgebung ein. Die helle Putzfassade wird durch eingefügte Akzente in Holz horizontal gegliedert und lässt dadurch die Geschosshöhen von außen sichtbar werden. Das Erdgeschoss ist an der Westseite, im Innenbereich des Gebäude-L mit raumhohen Fensterelementen versehen, die einen Bezug zum öffentlichen Grünbereich herstellen.
Ein besonderes Augenmerk wurde auch auf die Gestaltung dieses öffentlichen Fußgängerwegs gelegt, der mit neuen Grünflächen und Bäumen sowie Sitzbänken in das Gesamtkonzept eingebunden wird. Die parkähnliche Umgebung, in die sich der Neubau einfügt, schafft eine hohe Aufenthalts- und Wohnqualität. Die Cafeteria mit der großzügigen Terrasse lädt sowohl Anwohner wie auch Besucher zum Verweilen ein und wird so zum zentralen und kommunikativen Treffpunkt im Zentrum von Schifflange. Unterstützt durch eine breitgefächerte Palette an Aktivitäten, Veranstaltungen und Kursangeboten erfreut sich das neuen Centre Senior „Beim Kiosk“ in Schifflange, das im Jahr 2008 bezogen wurde, einer hohen Akzeptanz bei seinen Nutzern, die sich in der freundlichen und warmen Atmosphäre des Neubaus sehr wohl fühlen.
DATES CLES DU PROJET | ECKDATEN DES PROJEKTS
Maître d’Ouvrage | Bauherr
Administration Communale de Schifflange
Architecture | Architektur
Jim Clemes Atelier d’Architecture et de Design, Esch-sur-Alzette
Surface | Grundfläche
5.500 m2
Volume brut | Bruttorauminhalt
19.690 m3
Construction | Bauzeit:
2005-2007
Die ursprünglichen Räumlichkeiten in einem ehemaligen Einfamilienhaus schränkten sowohl die Teilnehmerzahl als auch das Angebot der Aktivitäten stark ein. Auch ein behindertengerechter Zugang war in diesem Club Haus nicht möglich, so dass die Stadt Schifflange die Entscheidung für eine neue, größere und behindertengerechte Einrichtung traf, die sowohl der „Club Senior“ als auch Wohnungen für ältere Menschen beherbergen kann.
Die Grundstücke für den Neubau, der vom luxemburgischen Architekturbüro Atelier d’Architecture et de Design Jim Clemes aus Esch-sur-Alzette geplant wurde, befinden sich in zentraler Lage der Stadt Schifflange in einer städtebaulich gewachsenen Struktur mit Blockrandbebauung und innenliegenden Gärten. Im Zuge der städtischen Verdichtung fügt sich der Neubau in die umliegende Bestandsbebauung und den Grünbereich der privaten Gärten ein. Mit einen L-förmige Riegel werden die vorhandenen Baulücken in der Rue C.M. Spoo un in der Rue Dupong. geschlossen, wobei hier der bestehende öffentliche Fußweg zwischen beiden Straßen erhalten und aufgewertet wird. Das entstandene Gebäude teilt sich in zwei Bereiche, den öffentlich zugänglichen Club Senior und der private Wohnbereich mit Appartements für ältere Menschen.
Das “Centre Senior” nimmt den Gebäudeversprung der bestehenden Bebauung auf und schließt die Blockrandbebauung im Norden zur Rue C.M. Spoo mit einem dreigeschossigen Gebäude. Im Süden verbindet ein eingeschossiger Bau mit begrüntem Flachdach den öffentlichen Clubbereich mit dem privaten Wohnflügel. Im Erdgeschoss sind, neben den Räumen der Direktion, eine Cafeteria mit Terrasse sowie ein teilbarer Mehrzweckraum untergebracht, in den beiden Obergeschossen befinden sich die Ateliers sowie eine Internetstube.
Der behindertengerecht zugängliche Clubbereich ist durch großzügige Verglasung und Transparenz gekennzeichnet, die Hemmschwellen abbauen und zur Kommunikation, Interaktion und zum Austausch in einem offenen Zentrum einladen. Durch den Einsatz von hellen und freundlichen Farben und hochwertigen Materialien wird ein modernes und ansprechendes Ambiente geschaffen. Der teilbare Mehrzweckraum ermöglicht die flexible Nutzung für verschiedenste Arten von Aktivitäten. Die Cafeteria mit ihrer großzügigen Terrasse wird zu einem zentralen Treffpunkt für die Bewohner und die Besucher des Clubs. In dieser neuen Umgebung bietet die Stadt Schifflange für Personen ab 50 ein abwechslungsreiches Angebot an verschiedensten Aktivitäten von Sport über Weiterbildungen und Konferenzen bis hin zu Ausflügen an. Auch intergenerationelle und interkulturelle Projekte werden gefördert und finden großen Anklang.
Der Appartementbereich, der sich im Norden an den eingeschossigen Gebäudeteil des Club Senior angliedert, fügt sich nahtlos in die innenliegenden Gärten ein und orientiert sich mit einem eigenen Haupteingang zur Rue Pierre Dupong. Mit seinen zwei Geschossen nimmt dieser Gebäudeteil Bezug auf seine Umgebung und passt sich mit seiner Höhe an die Nachbarbebauung an.
Der Appartement-Flügel teilt sich in halb-öffentliche und private Bereiche und beherbergt 25 seniorengerechte Wohnungen zwischen 60 m2 und 75 m2 Wohnfläche. Jedes Appartement beinhaltet eine Küche mit Essbereich, ein Schlafzimmer, ein Badezimmer und ein Wohnzimmer mit Zugang zu einem Balkon oder einer Terrasse. Die Fenster der Küche öffnen sich zum breiten, mit Sitznischen ausgestatteten Laubengang, der zum informellen Treffpunkt, zur halb-öffentlichen Kommunikationszone für die Hausbewohner wird.
Wohn- und Schlafzimmer gruppieren sich um den jeweils privaten Balkon. Von hier aus haben die Bewohner einen schönen Ausblick in das umliegende Grün mit den privaten Gärten und zum öffentlichen, neu gestalteten Verbindungsweg zwischen der Rue CM Spoo und der Rue Dupong. Durch die großzügigen Fensterflächen und durch den Einsatz von hellen und freundlichen Farben und Materialien bekommen die Wohnungen eine lichtdurchflutete, freundliche Atmosphäre mit einer hohen Aufenthaltsqualität.
Der gesamte Neubau fügt sich auch mit seiner Fassadengestaltung in die städtisch gewachsene Struktur der Umgebung ein. Die helle Putzfassade wird durch eingefügte Akzente in Holz horizontal gegliedert und lässt dadurch die Geschosshöhen von außen sichtbar werden. Das Erdgeschoss ist an der Westseite, im Innenbereich des Gebäude-L mit raumhohen Fensterelementen versehen, die einen Bezug zum öffentlichen Grünbereich herstellen.
Ein besonderes Augenmerk wurde auch auf die Gestaltung dieses öffentlichen Fußgängerwegs gelegt, der mit neuen Grünflächen und Bäumen sowie Sitzbänken in das Gesamtkonzept eingebunden wird. Die parkähnliche Umgebung, in die sich der Neubau einfügt, schafft eine hohe Aufenthalts- und Wohnqualität. Die Cafeteria mit der großzügigen Terrasse lädt sowohl Anwohner wie auch Besucher zum Verweilen ein und wird so zum zentralen und kommunikativen Treffpunkt im Zentrum von Schifflange. Unterstützt durch eine breitgefächerte Palette an Aktivitäten, Veranstaltungen und Kursangeboten erfreut sich das neuen Centre Senior „Beim Kiosk“ in Schifflange, das im Jahr 2008 bezogen wurde, einer hohen Akzeptanz bei seinen Nutzern, die sich in der freundlichen und warmen Atmosphäre des Neubaus sehr wohl fühlen.
DATES CLES DU PROJET | ECKDATEN DES PROJEKTS
Maître d’Ouvrage | Bauherr
Administration Communale de Schifflange
Architecture | Architektur
Jim Clemes Atelier d’Architecture et de Design, Esch-sur-Alzette
Surface | Grundfläche
5.500 m2
Volume brut | Bruttorauminhalt
19.690 m3
Construction | Bauzeit:
2005-2007
Hotel Melia Luxembourg
Das Hotel Melia unterstützt die Belebung und die Mischnutzung an der Place de l’Europe, zwischen dem Museum für zeitgenössische Kunst Mudam, dem Schumann-Gebäude, dem Kongresszentrum und der Philharmonie. An den Vorgaben des Masterplans von Ricardo Bofill orientiert, schließt das Hotel die Place de l'Europe als « Schlussstein » ab und unterstreicht die Sichtachse von der Philharmonie zum Mudam und zur Altstadt von Luxemburg.
Mit seiner Fassade aus Eifel-Basalt fügt sich das 4-Sterne-Hotel mit seinen 165 Zimmern, Konferenzräumen sowie zwei Restaurants und Bars harmonisch in das Gesamtensemble ein. Die Wahl von drei Grautönen und verschiedenen Formaten der Natursteinplatten und der Einsatz von zwei verschiedenen Fenstertypen ermöglichen ein Spiel von Farbabstufungen und Texturen in der Fassade, die dem Gebäude trotz seiner Größe und seiner Monofunktion als Hotel eine belebende Leichtigkeit verleihen.
Um die umliegenden Plätze zu beleben, sind alle öffentlichen Funktionen des Hotels - die beiden Restaurants, die Hotellobby sowie die Tagungsräume - in den drei unteren Geschossen untergebracht. Eine großzügige Treppe verbindet die Restaurantebene mit der Konferenzebene und der Lobby und überwindet so geschickt den Niveauunterschied zwischen der Place de l’Europe und der Place du Musée.
Mit großzügigen Fensterflächen werden die Sichtachsen zur Altstadt zum Mudam und zur Philharmonie weiter betont und dadurch eine Verbindung zwischen Innen- und Außenraum hergestellt. Auch die Zimmer sind so angeordnet dass diese Ausblicke optimal genutzt werden und eine hohe Aufenthaltsqualität in allen Räumen entsteht.
Im Gebäudeinneren findet sich der Basalt der Fassade auch in der Bar und der Lobby wieder, für den Boden wurde der gleiche Stein benutzt wie im Mudam, um die Einbindung des Hotels in seine Umgebung weiter zu verstärken. Insgesamt wurde bei der Einrichtung des Hotels und mit der Strukturierung in mehrere, kleine Bereiche auf eine einladende, eher privat gestaltete Atmosphäre geachtet. Kunstwerke und graphische Arbeiten von Luxemburger Künstlern stellen einen weiteren Bezug zum Standort Luxemburg her und unterstreichen das qualitativ hochwertige Ambiente sowohl in den öffentlich zugänglichen Bereichen wie auch in den privaten Zimmern.
DATES CLES DU PROJET | ECKDATEN DES PROJEKTS
Maître d’Ouvrage | Bauherr
Luxembourg Kirchberg
Investment SA
Entreprise Générale | Generalunternehmer
HOCHTIEF Luxembourg SA
Architecture | Architektur
Atelier d’Architecture et de Design
Jim Clemes, Esch-sur-Alzette
Génie Civil | Statik
INCA Ingénieurs Conseils Sàrl
Art | Kunst
Nico Thurm
Moritz Ney
Surface Nette | Nettofläche
11.299 m2
Volume | Bruttorauminhalt
35.517 m3
Début de la construction | Baubeginn
2007
Fin des travaux | Fertigstellung
2009
Mit seiner Fassade aus Eifel-Basalt fügt sich das 4-Sterne-Hotel mit seinen 165 Zimmern, Konferenzräumen sowie zwei Restaurants und Bars harmonisch in das Gesamtensemble ein. Die Wahl von drei Grautönen und verschiedenen Formaten der Natursteinplatten und der Einsatz von zwei verschiedenen Fenstertypen ermöglichen ein Spiel von Farbabstufungen und Texturen in der Fassade, die dem Gebäude trotz seiner Größe und seiner Monofunktion als Hotel eine belebende Leichtigkeit verleihen.
Um die umliegenden Plätze zu beleben, sind alle öffentlichen Funktionen des Hotels - die beiden Restaurants, die Hotellobby sowie die Tagungsräume - in den drei unteren Geschossen untergebracht. Eine großzügige Treppe verbindet die Restaurantebene mit der Konferenzebene und der Lobby und überwindet so geschickt den Niveauunterschied zwischen der Place de l’Europe und der Place du Musée.
Mit großzügigen Fensterflächen werden die Sichtachsen zur Altstadt zum Mudam und zur Philharmonie weiter betont und dadurch eine Verbindung zwischen Innen- und Außenraum hergestellt. Auch die Zimmer sind so angeordnet dass diese Ausblicke optimal genutzt werden und eine hohe Aufenthaltsqualität in allen Räumen entsteht.
Im Gebäudeinneren findet sich der Basalt der Fassade auch in der Bar und der Lobby wieder, für den Boden wurde der gleiche Stein benutzt wie im Mudam, um die Einbindung des Hotels in seine Umgebung weiter zu verstärken. Insgesamt wurde bei der Einrichtung des Hotels und mit der Strukturierung in mehrere, kleine Bereiche auf eine einladende, eher privat gestaltete Atmosphäre geachtet. Kunstwerke und graphische Arbeiten von Luxemburger Künstlern stellen einen weiteren Bezug zum Standort Luxemburg her und unterstreichen das qualitativ hochwertige Ambiente sowohl in den öffentlich zugänglichen Bereichen wie auch in den privaten Zimmern.
DATES CLES DU PROJET | ECKDATEN DES PROJEKTS
Maître d’Ouvrage | Bauherr
Luxembourg Kirchberg
Investment SA
Entreprise Générale | Generalunternehmer
HOCHTIEF Luxembourg SA
Architecture | Architektur
Atelier d’Architecture et de Design
Jim Clemes, Esch-sur-Alzette
Génie Civil | Statik
INCA Ingénieurs Conseils Sàrl
Art | Kunst
Nico Thurm
Moritz Ney
Surface Nette | Nettofläche
11.299 m2
Volume | Bruttorauminhalt
35.517 m3
Début de la construction | Baubeginn
2007
Fin des travaux | Fertigstellung
2009
Gare Belval Université
Rund 5000 Einwohner und 20.000 tägliche Nutzer werden bis zum Jahr 2020 in dem entstehenden Viertel Belval erwartet, so dass die Gare Belval Université zum zweitgrößten Bahnhof in Luxemburg avanciert und die Rolle einer zentralen Verbindungsstation zwischen verschiedenen Fortbewegungsmitteln – Auto, Bus, Bahn, Fahrrad, Fußwege – in diesem neuen Stadtquartier übernimmt.
Die zentrale Funktion des Gebäudes – das Verknüpfen von Mobilität in seinen verschiedensten Formen – findet sich auch in der Architektur thematisiert. Entstanden ist eine lang gezogene Plattform, die das Thema der Bewegung aufgreift und die wie eine Raupe, wie ein Tausendfüßler über den Gleisen zu schweben scheint. Der erwartete Bewegungsfluss, die Mobilitätswege der Nutzer und die daraus entstehenden Anforderungen an Raum- und Platzbedarf waren für die Gebäudeform mitbestimmende Faktoren. An den Verkehrsknoten und Hauptverbindungen breiter, an den Endpunkten wieder schmaler werdend, unterstreicht die entstandene Form mit der zwischen 18 und 34 Metern wechselnden Breite den Eindruck der Bewegung und Dynamik des Baukörpers.
Eine besondere Herausforderung bestand für die Architekten und Ingenieure sowie für die ausführenden Firmen darin, das gesamte Gebäude mitsamt der dazugehörenden Infrastruktur und Gleisbauarbeiten bei fortlaufendem Schienenverkehr zu errichten. Die so entstandene, von 16 Stützen getragene, 120 Meter lange Plattform schwebt rund 8,20 Meter über den Gleisen und legt sich schützend als Überdachung über die Bahnsteige. Über Treppen und Aufzüge werden die Reisenden intuitiv ein Stockwerk höher geleitet, in das Gebäudeinnere, das auf der einen Seite ins Stadtviertel Belval und auf der anderen zum Busbahnhof und zum zukünftigen Park & Ride führt.
Von der Schienen- und Straßenebene aus erscheint das Gebäude mit seinen schräg stehenden Stützen auf den Bahnsteigen und der geschwungenen, in Sichtbeton ausgeführten Unterseite der Plattform – trotz seiner Massivität - als leichter, schwebender Baukörper. Im Inneren der Plattform wird der Besucher mit einer unerwarteten Weite und Offenheit überrascht. Durch die großzügige Verglasung an beiden Enden des Baukörpers und das durchgehende Fensterband an den Seiten wird im Innenraum eine Licht durchflutete, freundliche Atmosphäre geschaffen und das Gefühl von Offenheit und Orientierung noch durch die weiten Ausblicke in die Umgebung verstärkt. Der Raum bekommt dadurch eine hohe Aufenthaltsqualität, wird erlebbar und ermöglicht dem Besucher, einen schnellen Überblick über das Gebäude mit seinen verschiedenen Verbindungswegen und Orientierungspunkten zu gewinnen.
Das Dach der Plattform unterstützt die Lichtzufuhr im Gebäudeinneren. Die filigrane Konstruktion aus 33, in elliptischer Form gebogenen Stahlrahmen ist mit luftgefüllten, transluzenten Folienkissen überspannt. Mit drei übereinander liegenden unterschiedlich bedruckten Folien werden durch das Auffüllen oder Ablassen der Luft in den Kissen die Verschattung und der Lichteinfall reguliert. Bei Dunkelheit lässt die Beleuchtung in verschiedenen Farben die Gare Belval Université auch nachts schon von weitem sichtbar bleiben.
Der neue Bahnhof Belval Université markiert mit seiner den Ort prägende Architektur und durch seine Rolle als Schnittstelle verschiedene Fortbewegungsmittel das neue Tor, den Eingang des Stadtviertels Belval.
GARE BELVAL UNIVERSITÉ
Eckdaten | Dates Clés
Bauherr | Maître d’ouvrage
CFL - Société Nationale des Chemins de Fer Luxembourgeois
Architecture | Architektur
Jim Clemes Atelier d’Architecture et de Design, Esch-sur-Alzette
Génie Civil | Statik
Milestone Consulting Engineers
sàrl, Luxembourg
Génie Technique | Gebäudetechnik
Betic SA, Garnich
Bauzeit | Temps de construction
2008 - 2010
Die zentrale Funktion des Gebäudes – das Verknüpfen von Mobilität in seinen verschiedensten Formen – findet sich auch in der Architektur thematisiert. Entstanden ist eine lang gezogene Plattform, die das Thema der Bewegung aufgreift und die wie eine Raupe, wie ein Tausendfüßler über den Gleisen zu schweben scheint. Der erwartete Bewegungsfluss, die Mobilitätswege der Nutzer und die daraus entstehenden Anforderungen an Raum- und Platzbedarf waren für die Gebäudeform mitbestimmende Faktoren. An den Verkehrsknoten und Hauptverbindungen breiter, an den Endpunkten wieder schmaler werdend, unterstreicht die entstandene Form mit der zwischen 18 und 34 Metern wechselnden Breite den Eindruck der Bewegung und Dynamik des Baukörpers.
Eine besondere Herausforderung bestand für die Architekten und Ingenieure sowie für die ausführenden Firmen darin, das gesamte Gebäude mitsamt der dazugehörenden Infrastruktur und Gleisbauarbeiten bei fortlaufendem Schienenverkehr zu errichten. Die so entstandene, von 16 Stützen getragene, 120 Meter lange Plattform schwebt rund 8,20 Meter über den Gleisen und legt sich schützend als Überdachung über die Bahnsteige. Über Treppen und Aufzüge werden die Reisenden intuitiv ein Stockwerk höher geleitet, in das Gebäudeinnere, das auf der einen Seite ins Stadtviertel Belval und auf der anderen zum Busbahnhof und zum zukünftigen Park & Ride führt.
Von der Schienen- und Straßenebene aus erscheint das Gebäude mit seinen schräg stehenden Stützen auf den Bahnsteigen und der geschwungenen, in Sichtbeton ausgeführten Unterseite der Plattform – trotz seiner Massivität - als leichter, schwebender Baukörper. Im Inneren der Plattform wird der Besucher mit einer unerwarteten Weite und Offenheit überrascht. Durch die großzügige Verglasung an beiden Enden des Baukörpers und das durchgehende Fensterband an den Seiten wird im Innenraum eine Licht durchflutete, freundliche Atmosphäre geschaffen und das Gefühl von Offenheit und Orientierung noch durch die weiten Ausblicke in die Umgebung verstärkt. Der Raum bekommt dadurch eine hohe Aufenthaltsqualität, wird erlebbar und ermöglicht dem Besucher, einen schnellen Überblick über das Gebäude mit seinen verschiedenen Verbindungswegen und Orientierungspunkten zu gewinnen.
Das Dach der Plattform unterstützt die Lichtzufuhr im Gebäudeinneren. Die filigrane Konstruktion aus 33, in elliptischer Form gebogenen Stahlrahmen ist mit luftgefüllten, transluzenten Folienkissen überspannt. Mit drei übereinander liegenden unterschiedlich bedruckten Folien werden durch das Auffüllen oder Ablassen der Luft in den Kissen die Verschattung und der Lichteinfall reguliert. Bei Dunkelheit lässt die Beleuchtung in verschiedenen Farben die Gare Belval Université auch nachts schon von weitem sichtbar bleiben.
Der neue Bahnhof Belval Université markiert mit seiner den Ort prägende Architektur und durch seine Rolle als Schnittstelle verschiedene Fortbewegungsmittel das neue Tor, den Eingang des Stadtviertels Belval.
GARE BELVAL UNIVERSITÉ
Eckdaten | Dates Clés
Bauherr | Maître d’ouvrage
CFL - Société Nationale des Chemins de Fer Luxembourgeois
Architecture | Architektur
Jim Clemes Atelier d’Architecture et de Design, Esch-sur-Alzette
Génie Civil | Statik
Milestone Consulting Engineers
sàrl, Luxembourg
Génie Technique | Gebäudetechnik
Betic SA, Garnich
Bauzeit | Temps de construction
2008 - 2010
Kulturzentrum „Kinneksbond“ in Mamer
Der Schulcampus in Mamer ist seit Oktober 2010 um das neue, multifunktionale Kulturzentrum „Kinneksbond“ reicher. Der Neubau bietet Raum für verschiedenste Arten von Veranstaltungen, angefangen von Konzerten, über Musicals und Theateraufführungen bis hin zu Galadiners und Modenschauen und beherbergt darüber hinaus noch Räume für die Musikschule. Für das Architekturbüro Jim Clemes bestand bei diesem Projekt die besondere Herausforderung darin, ein Gebäude zu entwerfen, das flexibel auf die verschiedenen Anforderungen der unterschiedlichen Nutzungen reagieren kann.
Schon von außen lassen sich anhand der unterschiedlichen Gebäudehöhen und -volumen die verschiedenen Funktionen im Inneren ablesen. Den Gebäudekern bildet der Veranstaltungsraum, der mit einer Höhe zwischen acht und elf Metern hervorsticht. Der Eingangsbereich, der Proberaum sowie die Räume der Musikschule sind dagegen in einem eingeschossigen, rund vier Meter hohen Gebäudeflügel untergebracht, der sich L-förmig um den Hauptraum legt.
Die in anthrazitfarbenem Sichtbeton ausgeführten Fassaden unterstreichen diese klare Trennung noch zusätzlich. Während der eingeschossige Gebäudeteil mit einer glatten Betonoberfläche versehen wurde, wird der gesamte Veranstaltungsraum im Außen- wie im Innenbereich von einer strukturierten Betonfassade umgeben.
Der Zugang zum Gebäude erfolgt über einen neuen, gestalteten Vorplatz. Über den großzügigen Empfangsbereich, ein Foyer mit Garderobe und Bar werden der Veranstaltungsraum, der Proberaum wie auch die Räume der Musikschule erreicht. Im Untergeschoss wurde ein weiterer Aufenthaltsbereich eingerichtet, der für Ausstellungen und kleinere Veranstaltungen genutzt werden kann und der ebenfalls über den Eingangsbereich im Erdgeschoss zugänglich ist.
Der rund acht Meter hohe Veranstaltungsraum, der über vier Türen vom zentralen Flur aus begehbar ist, kann mit seinen Dimensionen von 21,50m Länge und 19m Breite bis zu 480 Personen aufnehmen. Die zentrale Anforderung an diesen Raum war die flexible Nutzbarkeit bei möglichst gleich bleibend hoher Aufenthaltsqualität. Der Raum lässt sich je nach Bedarf mit Vorhängen vergrößern und verkleinern, ermöglicht verschiedene Bühnenaufbauten sowie die Nutzung eines Orchestergrabens und kann unterschiedlich bestuhlt werden, wobei hier die Bandbreite von einem Galadiner mit Tischen und Stühlen bis hin zu einer aus „Parkett“ und „Tribüne“ kombinierten Konzertbestuhlung reicht. Die Tribüne lässt sich dank einer ausgeklügelten Technik vollautomatisch und komplett hinter die Wandverleidung einfahren, so dass hierfür ein Minimum an Stauraum benötigt wird und der Auf- und Abbau reibungslos und ohne großen Personaleinsatz erfolgen kann.
Eine besondere Schwierigkeit stellte in diesem Veranstaltungssaal jedoch die Akustik dar, die eine sehr große Bandbreite von Nachhallzeiten abdecken muss. Um bei allen verschiedenen Veranstaltungsszenarien eine möglichst hohe akustische Qualität zu gewährleisten, wurde seit Beginn der Planung mit einem Akustiker zusammengearbeitet. Der Raum wurde im unteren Bereich komplett in einer ondulierenden Struktur holzvertäfelt, während der obere Saalbereich als Blackbox konzipiert ist, die je nach den akustischen Bedürfnissen individuell verstellt werden kann.
Die vier Notausgänge, die direkt ins Freie führen, sind verglast, so dass der Raum bei Bedarf auch mit Tageslicht erhellt werden kann. Durch ein spezielles Vorhangsystem an diesen Türen kann der Raum jedoch auch ganz abgedunkelt werden.
Eine weitere Besonderheit im Hauptsaal ist eine 6x4 Meter große Schiebetür an der Bühnenseite, die eine direkte Verbindung nach außen herstellt. Dies erleichtert zum einen die Anlieferung für eventuell erforderliches Equipment und kann zum anderen als Freilichtbühne genutzt werden. Ein kleines Amphitheater das in die Außenanlagen zwischen der Schule und dem Kulturzentrum eingeplant wurde und das rund 200 Kindern Platz bietet, bildet hier die Zuschauertribünen während die Bühne des Veranstaltungsraums als Vorführungsplattform genutzt werden kann.
Das gesamte Projekt hat der Künstler Nico Thurm begleitet und mitentwickelt, so dass durch das Zusammentreffen von Architektur und Kunst ein eindrucksvolles Gesamtkonzept entstanden ist.
DATES CLES DU PROJET | ECKDATEN DES PROJEKTS
Maître d’Ouvrage | Bauherr
Administration Communale de Mamer
Conseil et coordination | Beratung und Koordination
S-Consulting S.A.
Architecture | Architektur
Jim Clemes Atelier d’Architecture et de Design, Esch-sur-Alzette
Architecture paysagiste | Landschaftsarchitektur
Hackl Hofmann Freiraumplanung
Acoustique | Akustik
XU Acoustique
Génie Civil | Statik
Schroeder & Associés SA
Génie Technique | Gebäudetechnik
Jean Schmit Engineering sàrl
Art | Kunst am Bau
Nico Thurm
Surface | Grundfläche
5.400 m2
Volume brut | Bruttorauminhalt
32.000 m3
Fin des travaux | Fertigstellung
10/2010
Schon von außen lassen sich anhand der unterschiedlichen Gebäudehöhen und -volumen die verschiedenen Funktionen im Inneren ablesen. Den Gebäudekern bildet der Veranstaltungsraum, der mit einer Höhe zwischen acht und elf Metern hervorsticht. Der Eingangsbereich, der Proberaum sowie die Räume der Musikschule sind dagegen in einem eingeschossigen, rund vier Meter hohen Gebäudeflügel untergebracht, der sich L-förmig um den Hauptraum legt.
Die in anthrazitfarbenem Sichtbeton ausgeführten Fassaden unterstreichen diese klare Trennung noch zusätzlich. Während der eingeschossige Gebäudeteil mit einer glatten Betonoberfläche versehen wurde, wird der gesamte Veranstaltungsraum im Außen- wie im Innenbereich von einer strukturierten Betonfassade umgeben.
Der Zugang zum Gebäude erfolgt über einen neuen, gestalteten Vorplatz. Über den großzügigen Empfangsbereich, ein Foyer mit Garderobe und Bar werden der Veranstaltungsraum, der Proberaum wie auch die Räume der Musikschule erreicht. Im Untergeschoss wurde ein weiterer Aufenthaltsbereich eingerichtet, der für Ausstellungen und kleinere Veranstaltungen genutzt werden kann und der ebenfalls über den Eingangsbereich im Erdgeschoss zugänglich ist.
Der rund acht Meter hohe Veranstaltungsraum, der über vier Türen vom zentralen Flur aus begehbar ist, kann mit seinen Dimensionen von 21,50m Länge und 19m Breite bis zu 480 Personen aufnehmen. Die zentrale Anforderung an diesen Raum war die flexible Nutzbarkeit bei möglichst gleich bleibend hoher Aufenthaltsqualität. Der Raum lässt sich je nach Bedarf mit Vorhängen vergrößern und verkleinern, ermöglicht verschiedene Bühnenaufbauten sowie die Nutzung eines Orchestergrabens und kann unterschiedlich bestuhlt werden, wobei hier die Bandbreite von einem Galadiner mit Tischen und Stühlen bis hin zu einer aus „Parkett“ und „Tribüne“ kombinierten Konzertbestuhlung reicht. Die Tribüne lässt sich dank einer ausgeklügelten Technik vollautomatisch und komplett hinter die Wandverleidung einfahren, so dass hierfür ein Minimum an Stauraum benötigt wird und der Auf- und Abbau reibungslos und ohne großen Personaleinsatz erfolgen kann.
Eine besondere Schwierigkeit stellte in diesem Veranstaltungssaal jedoch die Akustik dar, die eine sehr große Bandbreite von Nachhallzeiten abdecken muss. Um bei allen verschiedenen Veranstaltungsszenarien eine möglichst hohe akustische Qualität zu gewährleisten, wurde seit Beginn der Planung mit einem Akustiker zusammengearbeitet. Der Raum wurde im unteren Bereich komplett in einer ondulierenden Struktur holzvertäfelt, während der obere Saalbereich als Blackbox konzipiert ist, die je nach den akustischen Bedürfnissen individuell verstellt werden kann.
Die vier Notausgänge, die direkt ins Freie führen, sind verglast, so dass der Raum bei Bedarf auch mit Tageslicht erhellt werden kann. Durch ein spezielles Vorhangsystem an diesen Türen kann der Raum jedoch auch ganz abgedunkelt werden.
Eine weitere Besonderheit im Hauptsaal ist eine 6x4 Meter große Schiebetür an der Bühnenseite, die eine direkte Verbindung nach außen herstellt. Dies erleichtert zum einen die Anlieferung für eventuell erforderliches Equipment und kann zum anderen als Freilichtbühne genutzt werden. Ein kleines Amphitheater das in die Außenanlagen zwischen der Schule und dem Kulturzentrum eingeplant wurde und das rund 200 Kindern Platz bietet, bildet hier die Zuschauertribünen während die Bühne des Veranstaltungsraums als Vorführungsplattform genutzt werden kann.
Das gesamte Projekt hat der Künstler Nico Thurm begleitet und mitentwickelt, so dass durch das Zusammentreffen von Architektur und Kunst ein eindrucksvolles Gesamtkonzept entstanden ist.
DATES CLES DU PROJET | ECKDATEN DES PROJEKTS
Maître d’Ouvrage | Bauherr
Administration Communale de Mamer
Conseil et coordination | Beratung und Koordination
S-Consulting S.A.
Architecture | Architektur
Jim Clemes Atelier d’Architecture et de Design, Esch-sur-Alzette
Architecture paysagiste | Landschaftsarchitektur
Hackl Hofmann Freiraumplanung
Acoustique | Akustik
XU Acoustique
Génie Civil | Statik
Schroeder & Associés SA
Génie Technique | Gebäudetechnik
Jean Schmit Engineering sàrl
Art | Kunst am Bau
Nico Thurm
Surface | Grundfläche
5.400 m2
Volume brut | Bruttorauminhalt
32.000 m3
Fin des travaux | Fertigstellung
10/2010
Campus Mamer
Auf dem zentralen, innerorts gelegenen Gelände in Mamer entstand ein Schulcampus mit Gebäuden für Früherziehung, Vorschule, Grundschule, Ganztagsbetreuung mit Kantine sowie einer 3-fach-Sporthalle und einem Kulturzentrum mit Musikschule. Insgesamt kann der Campus 1.100 Schüler in den Schulen, 270 Schüler in der Ganztagsbetreuung sowie1.000 Besucher im Kulturzentrum aufnehmen.
Die neuen Schul-, Kultur- und Sportinfrastrukturen fügen sich harmonisch in das leicht nach Süden abschüssige, parkähnliche Gelände. Die Gebäude sind als einzelne Pavillons konzipiert, so dass sie sich städtebaulich gut an die umliegende Bebauung anpassen. Ein durch Grünbereiche führendes Netz aus Fuß- und Fahrradwegen verbindet den neuen Campus mit der Umgebung. Motorisierter Verkehr und Fußgänger- und Radverkehr sind klar getrennt durch eine leichte Absenkung der Verkehrsstraße gegenüber der Fußgänger-Promenade.
Das Kulturzentrum orientiert sich mit seinem großzügigen Foyer und seiner markanten Außenform zur Nationalstraße hin, bildet den Eingang zu Campus und unterstreicht so den öffentlichen und repräsentativen Charakter der Einrichtungen. Die Schulen und Außenanlagen reihen sich entlang der Fußgänger-Promenade, die kurze Wege, eine schnelle Orientierung und eine hohe Aufenthaltsqualität sichert. Dabei respektieren die einzelnen Gebäude das Prinzip der klaren Trennung und Abgrenzung zwischen den verschiedenen Schultypen und sind gleichzeitig durch gemeinsame Sportinfrastrukturen funktionell miteinander verbunden. Die Konzeption der einzelnen Gebäude erinnert an die Struktur eines Baums, wobei der „Stamm“ die innere Hauptachse bildet, von der kubische Pavillons als „Äste“ abgehen. Das Ende dieser Achse öffnet sich in der ersten Bauphase zu den Außenanlagen. In einer weiteren Bauphase können die Gebäude hier kostengünstig mit weiteren Klassenräumen erweitert werden. Die Sporthalle ist um ein Niveau das stark abschüssige Gelände eingefügt. Durch die Nähe der außenliegenden Sportanlagen können die Umkleiden sowohl für Aktivitäten in der Sporthalle wie auch im Freien genutzt werden.
Da das Baugelände auf dem Areal einer ehemaligen Römerstraße mit nachgewiesenen Tonbrennereien liegt, fiel die Wahl für die Ausführung der Schulgebäude auf Ziegelmauerwerk. Neben der Erinnerung an die Geschichte des Standorts, bot das Ziegelmauerwerk den Vorteil einer gut alternden Oberfläche vor allem auch in Bereichen mit erhöhter Beanspruchung wie Zugängen und Pausenhöfen. Weiterhin steht die haptische Erfahrung des Ziegelmauerwerks, das sich nicht nur in der Außenfassade sondern teilweise auch als Innenwandmaterial wieder findet, im Dialog mit den glatten Sichtbetonflächen.
Die Gebäude wurden in Niedrigenergiebauweise ausgeführt mit einem doppelschaligen, hinterlüfteten Mauerwerk und einer dreistöckigen Vorsatzschale aus Ziegel.
DATES CLES DU PROJET | ECKDATEN DES PROJEKTS
Maître d’Ouvrage | Bauherr
Administration Communale de Mamer
Architecture | Architektur
Jim Clemes Atelier d’Architecture et de Design, Esch-sur-Alzette
Architecture paysagiste | Landschaftsarchitektur
Hackl Hofmann Freiraumplanung
Génie Civil | Statik
Simon & Christiansen SA
Génie Technique | Gebäudetechnik
Jean Schmit Engineering sàrl
Surface | Grundfläche
19.488 m2
Construction | Bauzeit:
2004-2010
Die neuen Schul-, Kultur- und Sportinfrastrukturen fügen sich harmonisch in das leicht nach Süden abschüssige, parkähnliche Gelände. Die Gebäude sind als einzelne Pavillons konzipiert, so dass sie sich städtebaulich gut an die umliegende Bebauung anpassen. Ein durch Grünbereiche führendes Netz aus Fuß- und Fahrradwegen verbindet den neuen Campus mit der Umgebung. Motorisierter Verkehr und Fußgänger- und Radverkehr sind klar getrennt durch eine leichte Absenkung der Verkehrsstraße gegenüber der Fußgänger-Promenade.
Das Kulturzentrum orientiert sich mit seinem großzügigen Foyer und seiner markanten Außenform zur Nationalstraße hin, bildet den Eingang zu Campus und unterstreicht so den öffentlichen und repräsentativen Charakter der Einrichtungen. Die Schulen und Außenanlagen reihen sich entlang der Fußgänger-Promenade, die kurze Wege, eine schnelle Orientierung und eine hohe Aufenthaltsqualität sichert. Dabei respektieren die einzelnen Gebäude das Prinzip der klaren Trennung und Abgrenzung zwischen den verschiedenen Schultypen und sind gleichzeitig durch gemeinsame Sportinfrastrukturen funktionell miteinander verbunden. Die Konzeption der einzelnen Gebäude erinnert an die Struktur eines Baums, wobei der „Stamm“ die innere Hauptachse bildet, von der kubische Pavillons als „Äste“ abgehen. Das Ende dieser Achse öffnet sich in der ersten Bauphase zu den Außenanlagen. In einer weiteren Bauphase können die Gebäude hier kostengünstig mit weiteren Klassenräumen erweitert werden. Die Sporthalle ist um ein Niveau das stark abschüssige Gelände eingefügt. Durch die Nähe der außenliegenden Sportanlagen können die Umkleiden sowohl für Aktivitäten in der Sporthalle wie auch im Freien genutzt werden.
Da das Baugelände auf dem Areal einer ehemaligen Römerstraße mit nachgewiesenen Tonbrennereien liegt, fiel die Wahl für die Ausführung der Schulgebäude auf Ziegelmauerwerk. Neben der Erinnerung an die Geschichte des Standorts, bot das Ziegelmauerwerk den Vorteil einer gut alternden Oberfläche vor allem auch in Bereichen mit erhöhter Beanspruchung wie Zugängen und Pausenhöfen. Weiterhin steht die haptische Erfahrung des Ziegelmauerwerks, das sich nicht nur in der Außenfassade sondern teilweise auch als Innenwandmaterial wieder findet, im Dialog mit den glatten Sichtbetonflächen.
Die Gebäude wurden in Niedrigenergiebauweise ausgeführt mit einem doppelschaligen, hinterlüfteten Mauerwerk und einer dreistöckigen Vorsatzschale aus Ziegel.
DATES CLES DU PROJET | ECKDATEN DES PROJEKTS
Maître d’Ouvrage | Bauherr
Administration Communale de Mamer
Architecture | Architektur
Jim Clemes Atelier d’Architecture et de Design, Esch-sur-Alzette
Architecture paysagiste | Landschaftsarchitektur
Hackl Hofmann Freiraumplanung
Génie Civil | Statik
Simon & Christiansen SA
Génie Technique | Gebäudetechnik
Jean Schmit Engineering sàrl
Surface | Grundfläche
19.488 m2
Construction | Bauzeit:
2004-2010
ARTUR Esch sur Alzette
Mit dem Projekt ARTUR werden Erweiterungen für das Krankenhauses Centre Hospitalier Emile Mayrisch (CHEM) und das Zentrum für nationale Strahlentherapie Centre François Baclesse (CFB) in einem Gebäude zusammengefasst. Der gemeinsame Erweiterungsbau schließt an den bestehenden Gebäudekomplex der Einrichtungen an.
Der neue Bereich des CHEM umfasst eine neue Notaufnahme sowie ein Ausbau der OP-Station und der Eingangshalle. Gleichzeitig wird die Poliklinik, die neben der Notaufnahme angeordnet ist, umgebaut und modernisiert. Das Zentrum für nationale Strahlentherapie CFB wird mit zwei weiteren Bunkern im Untergeschoss erweitert, so dass hier eine große und funktionell zusammenhängende Behandlungsebene entsteht. In den oberen Ge¬schossen des CFBs sind Anmeldung, Tagesklinik, Untersuchungs- und Gesprächsräume sowie die Verwaltung untergebracht.
Der Neubau ARTUR stellt eine Veränderung der städtebaulichen Situation entlang der Rue Emile Mayrisch dar. Wurde die Straßenansicht bisher von einer Vielzahl verschie-dener Baukörper unterschiedlicher Baustile und Materialien geprägt, stellt sich nun ein viergeschossiger Neubau vor den Gebäudekomplex. Das oberste Geschoss mit der Tech¬nikzentrale ist zurückversetzt, um den vorhandenen städtebaulichen Charakter zu erhal¬ten und die Höhe des Gebäudes optisch zu mildern. Das massive Sockelgeschoss setzt sich mit seiner Cortenstahlverkleidung, die an die ehemals in Esch-sur-Alzette ansässige Stahlindustrie erinnert, klar von den Obergeschossen ab und betont dadurch den neuen Haupteingang zu den beiden medizinischen Einrichtungen. Auch der Außenbereich wur¬de offener und funktioneller gestaltet und unterstreicht damit das neue Erscheinungsbild des Areals.
Aufgrund der verschiedenen Abteilungen mit jeweils unterschiedlichen Anforderungen an Struktur, Beleuchtung und Belüftung, war die Gestaltung einer architektonisch anspre¬chenden Fassade bei gleichzeitig größtmöglicher Funktionalität im Innenbereich eine besondere Herausforderung. Die entstandene, mehrschichtige Fassade, die in Gestaltung und Aufbau an die menschliche Haut erinnert, ummantelt schützend den entstandenen Baukörper: Die Polsterung auf dem Betonkern dient als Isolierung während die davor¬liegende Glasfassade vor Wasser und Feuchtigkeit schützt. Die Glasfassade wurde mit einem DNA-Code bedruckt und gibt damit schon Außen einen Hinweis auf die Funktionen im Gebäudeinneren: die Entschlüsselung des genetischen Codes sowie die Identifizie¬rung und mögliche Lösung von gesundheitlichen Problemen. Ein weiteres Augenmerk wurde auf den Einsatz von Farben gelegt: die Farbe Grün - als Symbol für den Respekt der Natur und des Menschen sowie für Nachhaltigkeit - findet sich sowohl im Außen- wie im Innenbereich wieder. In der Notaufnahme dominiert die Farbe Blau mit ihrer beruhi¬genden und vertrauensbildenden Wirkung. Für die Tagesklinik fiel die Wahl auf die Farbe Gelb, die eine freundliche, optimistische und energiegeladene Atmosphäre schafft. Im Gebäudeinneren wird die Struktur des DNA Codes in Form von horizontalen Linien an den Wänden wieder aufgegriffen. Auf den Wänden in den Warteräumen vermitteln Zitate den Besuchern die Werte und Prinzipien des Krankenhauses: Vertrauen, Kontinuität, Verant¬wortung, Respekt und Sicherheit.
Eckdaten | Dates Clés
Bauherr | Maître d’ouvrage:
GIE Artur (Centre Hospitalier Emile Mayrisch Esch-sur-Alzette und Centre François Baclesse)
Architecture | Architektur
Jim Clemes Atelier d’Architecture et de Design, Esch-sur-Alzette
Architecture paysagiste | Landschaftsarchitektur
Hackl Hofmann Freiraumplanung
Génie Civil | Statik
Schroeder & Associés SA
Génie Technique | Gebäudetechnik
Felgen & Associés Engineering SA
Technique médicale | Medizintechnik
Mediplan Hamburg
Bruttorauminhalt | Volume Brut:
39.868 m3
Bruttogeschossfläche | Surface Brute:
9.532 m2
Bauzeit | Temps de construction:
2007 - 2010
Der neue Bereich des CHEM umfasst eine neue Notaufnahme sowie ein Ausbau der OP-Station und der Eingangshalle. Gleichzeitig wird die Poliklinik, die neben der Notaufnahme angeordnet ist, umgebaut und modernisiert. Das Zentrum für nationale Strahlentherapie CFB wird mit zwei weiteren Bunkern im Untergeschoss erweitert, so dass hier eine große und funktionell zusammenhängende Behandlungsebene entsteht. In den oberen Ge¬schossen des CFBs sind Anmeldung, Tagesklinik, Untersuchungs- und Gesprächsräume sowie die Verwaltung untergebracht.
Der Neubau ARTUR stellt eine Veränderung der städtebaulichen Situation entlang der Rue Emile Mayrisch dar. Wurde die Straßenansicht bisher von einer Vielzahl verschie-dener Baukörper unterschiedlicher Baustile und Materialien geprägt, stellt sich nun ein viergeschossiger Neubau vor den Gebäudekomplex. Das oberste Geschoss mit der Tech¬nikzentrale ist zurückversetzt, um den vorhandenen städtebaulichen Charakter zu erhal¬ten und die Höhe des Gebäudes optisch zu mildern. Das massive Sockelgeschoss setzt sich mit seiner Cortenstahlverkleidung, die an die ehemals in Esch-sur-Alzette ansässige Stahlindustrie erinnert, klar von den Obergeschossen ab und betont dadurch den neuen Haupteingang zu den beiden medizinischen Einrichtungen. Auch der Außenbereich wur¬de offener und funktioneller gestaltet und unterstreicht damit das neue Erscheinungsbild des Areals.
Aufgrund der verschiedenen Abteilungen mit jeweils unterschiedlichen Anforderungen an Struktur, Beleuchtung und Belüftung, war die Gestaltung einer architektonisch anspre¬chenden Fassade bei gleichzeitig größtmöglicher Funktionalität im Innenbereich eine besondere Herausforderung. Die entstandene, mehrschichtige Fassade, die in Gestaltung und Aufbau an die menschliche Haut erinnert, ummantelt schützend den entstandenen Baukörper: Die Polsterung auf dem Betonkern dient als Isolierung während die davor¬liegende Glasfassade vor Wasser und Feuchtigkeit schützt. Die Glasfassade wurde mit einem DNA-Code bedruckt und gibt damit schon Außen einen Hinweis auf die Funktionen im Gebäudeinneren: die Entschlüsselung des genetischen Codes sowie die Identifizie¬rung und mögliche Lösung von gesundheitlichen Problemen. Ein weiteres Augenmerk wurde auf den Einsatz von Farben gelegt: die Farbe Grün - als Symbol für den Respekt der Natur und des Menschen sowie für Nachhaltigkeit - findet sich sowohl im Außen- wie im Innenbereich wieder. In der Notaufnahme dominiert die Farbe Blau mit ihrer beruhi¬genden und vertrauensbildenden Wirkung. Für die Tagesklinik fiel die Wahl auf die Farbe Gelb, die eine freundliche, optimistische und energiegeladene Atmosphäre schafft. Im Gebäudeinneren wird die Struktur des DNA Codes in Form von horizontalen Linien an den Wänden wieder aufgegriffen. Auf den Wänden in den Warteräumen vermitteln Zitate den Besuchern die Werte und Prinzipien des Krankenhauses: Vertrauen, Kontinuität, Verant¬wortung, Respekt und Sicherheit.
Eckdaten | Dates Clés
Bauherr | Maître d’ouvrage:
GIE Artur (Centre Hospitalier Emile Mayrisch Esch-sur-Alzette und Centre François Baclesse)
Architecture | Architektur
Jim Clemes Atelier d’Architecture et de Design, Esch-sur-Alzette
Architecture paysagiste | Landschaftsarchitektur
Hackl Hofmann Freiraumplanung
Génie Civil | Statik
Schroeder & Associés SA
Génie Technique | Gebäudetechnik
Felgen & Associés Engineering SA
Technique médicale | Medizintechnik
Mediplan Hamburg
Bruttorauminhalt | Volume Brut:
39.868 m3
Bruttogeschossfläche | Surface Brute:
9.532 m2
Bauzeit | Temps de construction:
2007 - 2010
Lalux Neiwisen
„Bauhärepräis 2012“
Mit dem Umzug nach Leudelange macht die Versicherungsgesellschaft LaLuxembourgeoise, die seit ihrer Gründung im Jahr 1920 ihren Hauptsitz am Boulevard Royal im Stadtzentrum von Luxemburg hatte, einen entscheidenden Schritt in ihrer Unternehmensgeschichte. Neben dem Bau eines neuen Firmengebäudes, das den heutigen Anforderungen an Nachhaltigkeit und Nutzerkomfort entspricht, bot der Standortwechsel auch die Chance einer Neudefinition und Stärkung des Unternehmens, die mit einem neuen Logo, einem neuen Slogan und einer internen Umstrukturierung einherging.
Insbesondere mit dem neuen Firmensitz wurden anspruchsvolle Ziele verknüpft. Flexibilität in der Nutzung, Energieeffizienz, Nutzerkomfort und die Einbindung in die Umgebung waren zentrale Anforderungen an den Neubau, gleichzeitig sollte sich die Firmenphilosophie – Kundennähe, Offenheit, Transparenz, Qualität – auch in der Architektur widerspiegeln.
In dem 2007 ausgelobten, internationalen Architektenwettbewerb konnte das Projekt des « Atelier d’Architecture et de Design Jim Clemes » sowohl architektonisch als auch urbanistisch überzeugen und erhielt den Zuschlag für das Projekt.
Der neue Standort der Luxembourgeoise liegt am Rande der Zone Industrielle in Leudelange. Auf der einen Seite des Grundstücks ein Gewerbegebiet, das sowohl in seiner Architektur als auch in seiner Nutzung von einer starken Heterogenität geprägt ist, auf der anderen Seite ein weiter Ausblick in die Natur mit Feldern und Wiesen. In diesem Umfeld entstand für die Luxembourgeoise ein repräsentatives Firmengebäude mit starker Außenwirkung, das sich durch seine Architektur klar von seiner Umgebung und der Nachbarbebauung abhebt. Gleichzeitig nimmt der Neubau mit seiner markanten Fassadengestaltung Bezug auf die angrenzende natürliche Umgebung. Von den umgebenden Weizenfeldern inspiriert, strukturieren vertikale Alulamellen in verschiedenen Gold- Braun- und Bronzetönen die Fassade, schaffen eine einheitliche Optik und geben dem Gebäude Leichtigkeit, Dynamik und ein unverwechselbares Erscheinungsbild.
Eine weitere Besonderheit ergibt sich aus der Gebäudestruktur, die aus fünf viergeschossigen Gebäuderiegeln besteht, die durch einen gläsernen Sockel im Erdgeschoss verbunden werden. Auf diese Weise wurde dem zentralen Wunsch des Bauherrn, einen Teil der Büroflächen in einer ersten Phase vermieten zu können, entsprochen. Von den fünf Riegeln lassen sich zwei als separate Einheiten abtrennen, ohne dass dadurch der starke Gesamteindruck des Gebäudes gestört wird. Ein weiteres Augenmerk wurde auch auf die Gestaltung der Außen- und Zwischenräume gelegt : Zwischen den Gebäuderiegeln wurden verschieden gestaltete Innenhöfe angelegt, die sichtbaren Flachdächer des eingeschossigen Erdgeschosses begrünt, so dass hier grüne Oasen mit unterschiedlichen Funktionen entstanden sind.
Drei der fünf Gebäuderiegel werden von der Luxembourgeoise genutzt. Während im Erdgeschoss und im 1. Untergeschoss die öffentlich zugänglichen Bereiche – Empfang, Foyer, Kundenbüros, Cafeteria, Restaurant, Kinderkrippe, Fitnessstudio und das Auditorium - untergebracht sind, befinden sich in den vier Obergeschossen die Büroflächen.
Das Erdgeschoss, dem eine starke repräsentative Funktion zukommt, ist durch Transparenz, Helligkeit und Offenheit gekennzeichnet und spiegelt dadurch die zentralen Werte des Versicherungsunternehmens wider. Großzügige Verglasungen auf der gesamten Ebene, der Einsatz von hellen und haptisch angenehmen Materialien - Eichenholz, Terrazzo, gestockter Beton – schaffen eine einladende Atmosphäre in diesem öffentlich zugänglichen Bereich. Einzelne Wände sind mit weißen Paneelen verkleidet, die nach einem vom neuen LaLux-Logo abgeleiteten Muster angeordnet sind. Dieses entstandene Muster stellt - insbesondere in Kombination mit einzelnen Akzenten in der Firmenfarbe Orange - einen klaren Bezug zum Unternehmen her und findet sich im gesamten Gebäude in unterschiedlichen Ausführungen wieder.
Das Eingangsfoyer bietet durch eine großzügige Raumgestaltung eine offene und einladende Atmosphäre und bietet den Besuchern eine schnelle Orientierung. Dieses zentrale Foyer ist eine wichtige Schnittstelle für den gesamten Gebäudekomplex und leitet in die weiteren öffentlich zugänglichen Bereiche - Cafeteria, Restaurant, Konferenzräume und das Auditorium – weiter.
Das Restaurant öffnet sich an der Gebäuderückseite mit großzügigen Fensterfronten und einer großen Terrasse zur weiten, ländlichen Umgebung. Auch hier wurde besonderen Wert auf vielfältige Ausblicke ins Grüne und ein lichtdurchflutetes Ambiente gelegt, die diesem wichtigen Aufenthaltsbereich des Unternehmens eine hohe Raumqualität verleihen. Chill-Out-Boxes wie auch vom Großraum mit transluzenten Gardinen abtrennbare Bereiche bieten Raum für separate Besprechungen und abgeschirmte Gespräche. Ebenfalls im Erdgeschoss sind Schulungsräume sowie die Kinderkrippe und das hausinterne Fitnessstudio, die den Mitarbeitern der LaLux zur Verfügung stehen, untergebracht.
Im Untergeschoss wurde ein Auditorium für 172 Personen eingerichtet, das über eine breite, eindrucksvolle Treppe vom Foyer aus zugänglich ist. Mit einer großen Fensterfront, die komplett abgedunkelt werden kann, öffnet sich das Auditorium zu einem der begrünten Innenhöfe des Gebäudes und stellt auch hier einen Bezug zur Umgebung her. An den Wänden findet sich auch hier die Kombination aus Eichenholz und weißen Paneelen im LaLux-Muster wieder.
Die Büroräume der rund 300 Angestellten des luxemburgischen Unternehmens sind in den oberen Geschossen der drei Gebäuderiegel untergebracht, die untereinander mit gläsernen Brücken verbunden sind. Jede der 13 Abteilungen verteilt sich auf ein oder zwei Geschosse eines Riegels, die Direktion und er Vorstand wurden in den obersten Etagen untergebracht. Bei der mit dem Umzug durchgeführten Neustrukturierung und Aufteilung der Unternehmensbereiche wurde auf größtmögliche Synergieeffekte und einen guten Kommunikationsfluss zwischen den einzelnen Abteilungen geachtet. Ein gutes Mitarbeiterklima nimmt bei der Luxembourgeoise größten Stellenwert ein und musste daher auch in durch die Gestaltung und Aufteilung der Innenräume optimal gefördert werden. Im Eingangsbereich jeder Abteilung wurden kleine „informelle“ Aufenthaltsbereiche geschaffen, sogenannte Social Corner“ die sich für Zusammentreffen, kleine Pausen und interne Besprechungen eignen, die Kommunikation unter den Mitarbeitern unterstützen und sich positiv auf die Arbeitsatmosphäre auswirken. Auch das informelle Zusammentreffen der Mitarbeiter verschiedener Abteilungen wird unterstützt, indem der Hauptzugang zu den Büroetagen im mittleren Gebäuderiegel untergebracht wurde, der dann über die Glasbrücken in die beiden weiteren Gebäuderiegel führt.
Neben wenigen Einzelbüros ist der Großteil der Mitarbeiter in Großraumbüros untergebracht. Hier gruppieren sich die Arbeitsplätze in 4er-Sitzinseln, die untereinander durch halbhohe Sideboards, die zugleich Stauraum bieten, voneinander getrennt sind. Alle Büroräume sind durch großzügige Verglasungen, natürliche Belichtung sowie durch eine helle und freundliche Materialwahl gekennzeichnet, die eine angenehme, qualitativ hochwertige Arbeitsatmosphäre herstellen.
Komfort und Behaglichkeit der Nutzer standen, wie auch die zentralen Aspekte der Nachhaltigkeit und Energieeffizienz, auch bei der Ausarbeitung des Energiekonzepts im Mittelpunkt. Durch die energetische Optimierung des Gebäudes liegt der vorgesehene Jahresheizwärmebedarf bei unter 25 kWh/m2 und der Primärenergiebedarf bei unter 145 kWh/m2/a. Dies wird durch ein ganzheitliches Energiekonzept erreicht, das verschiedene Maßnahmen miteinander verbindet. Eine Wärmepumpe im Dualbetrieb liefert einerseits IT-Kälte und andererseits Wärme zu Heizzwecken. Hochwertige Energierückgewinnungssysteme, thermische Solaranlagen zur Warmwassererwärmung sowie automatische Leuchtensteuerungen kombiniert mit einer energetisch optimierten Gebäudehülle mit Außenstoresteuerungen und allgemeiner Gebäudeautomation fügen sich zu einem umfassenden Gesamtkonzept zusammen. Die thermische Behaglichkeit der Nutzer im Gebäudeinneren wird unter anderem durch eine stabile Raumtemperatur und Luftfeuchte, durch einen effizienten Sonnenschutz sowie durch offenbare Fensterflügel unterstützt.
In einem integrativen Planungsprozess und in enger Zusammenarbeit mit dem Bauherrn entstand mit dem neuen Firmensitz „LaLux Neiwisen“ ein Gebäude, das die heutigen Anforderungen nach Flexibilität, Energieeffizienz und Nutzerkomfort mit einer überzeugenden und unverwechselbaren Architektur vereint.
Eckdaten | Dates Clés
Bauherr | Maître d’ouvrage
La Luxembourgeoise
Architecture | Architektur
Jim Clemes Atelier d’Architecture et de Design, Esch-sur-Alzette
Architecture paysagiste | Landschaftsarchitektur
Hackl Hofmann
Landschaftsarchitekten GmbH
Génie Civil | Statik
Schroeder & Associés Ingénieurs Conseils
Génie Technique | Gebäudetechnik
Jean Schmit Engineering sàrl
Surface | Grundfläche
19.690 m2
Volume brut | Bruttorauminhalt
73.500 m3
Début des Travaux | Baubeginn
2009
Fin des travaux | Fertigstellung
10.2011
Mit dem Umzug nach Leudelange macht die Versicherungsgesellschaft LaLuxembourgeoise, die seit ihrer Gründung im Jahr 1920 ihren Hauptsitz am Boulevard Royal im Stadtzentrum von Luxemburg hatte, einen entscheidenden Schritt in ihrer Unternehmensgeschichte. Neben dem Bau eines neuen Firmengebäudes, das den heutigen Anforderungen an Nachhaltigkeit und Nutzerkomfort entspricht, bot der Standortwechsel auch die Chance einer Neudefinition und Stärkung des Unternehmens, die mit einem neuen Logo, einem neuen Slogan und einer internen Umstrukturierung einherging.
Insbesondere mit dem neuen Firmensitz wurden anspruchsvolle Ziele verknüpft. Flexibilität in der Nutzung, Energieeffizienz, Nutzerkomfort und die Einbindung in die Umgebung waren zentrale Anforderungen an den Neubau, gleichzeitig sollte sich die Firmenphilosophie – Kundennähe, Offenheit, Transparenz, Qualität – auch in der Architektur widerspiegeln.
In dem 2007 ausgelobten, internationalen Architektenwettbewerb konnte das Projekt des « Atelier d’Architecture et de Design Jim Clemes » sowohl architektonisch als auch urbanistisch überzeugen und erhielt den Zuschlag für das Projekt.
Der neue Standort der Luxembourgeoise liegt am Rande der Zone Industrielle in Leudelange. Auf der einen Seite des Grundstücks ein Gewerbegebiet, das sowohl in seiner Architektur als auch in seiner Nutzung von einer starken Heterogenität geprägt ist, auf der anderen Seite ein weiter Ausblick in die Natur mit Feldern und Wiesen. In diesem Umfeld entstand für die Luxembourgeoise ein repräsentatives Firmengebäude mit starker Außenwirkung, das sich durch seine Architektur klar von seiner Umgebung und der Nachbarbebauung abhebt. Gleichzeitig nimmt der Neubau mit seiner markanten Fassadengestaltung Bezug auf die angrenzende natürliche Umgebung. Von den umgebenden Weizenfeldern inspiriert, strukturieren vertikale Alulamellen in verschiedenen Gold- Braun- und Bronzetönen die Fassade, schaffen eine einheitliche Optik und geben dem Gebäude Leichtigkeit, Dynamik und ein unverwechselbares Erscheinungsbild.
Eine weitere Besonderheit ergibt sich aus der Gebäudestruktur, die aus fünf viergeschossigen Gebäuderiegeln besteht, die durch einen gläsernen Sockel im Erdgeschoss verbunden werden. Auf diese Weise wurde dem zentralen Wunsch des Bauherrn, einen Teil der Büroflächen in einer ersten Phase vermieten zu können, entsprochen. Von den fünf Riegeln lassen sich zwei als separate Einheiten abtrennen, ohne dass dadurch der starke Gesamteindruck des Gebäudes gestört wird. Ein weiteres Augenmerk wurde auch auf die Gestaltung der Außen- und Zwischenräume gelegt : Zwischen den Gebäuderiegeln wurden verschieden gestaltete Innenhöfe angelegt, die sichtbaren Flachdächer des eingeschossigen Erdgeschosses begrünt, so dass hier grüne Oasen mit unterschiedlichen Funktionen entstanden sind.
Drei der fünf Gebäuderiegel werden von der Luxembourgeoise genutzt. Während im Erdgeschoss und im 1. Untergeschoss die öffentlich zugänglichen Bereiche – Empfang, Foyer, Kundenbüros, Cafeteria, Restaurant, Kinderkrippe, Fitnessstudio und das Auditorium - untergebracht sind, befinden sich in den vier Obergeschossen die Büroflächen.
Das Erdgeschoss, dem eine starke repräsentative Funktion zukommt, ist durch Transparenz, Helligkeit und Offenheit gekennzeichnet und spiegelt dadurch die zentralen Werte des Versicherungsunternehmens wider. Großzügige Verglasungen auf der gesamten Ebene, der Einsatz von hellen und haptisch angenehmen Materialien - Eichenholz, Terrazzo, gestockter Beton – schaffen eine einladende Atmosphäre in diesem öffentlich zugänglichen Bereich. Einzelne Wände sind mit weißen Paneelen verkleidet, die nach einem vom neuen LaLux-Logo abgeleiteten Muster angeordnet sind. Dieses entstandene Muster stellt - insbesondere in Kombination mit einzelnen Akzenten in der Firmenfarbe Orange - einen klaren Bezug zum Unternehmen her und findet sich im gesamten Gebäude in unterschiedlichen Ausführungen wieder.
Das Eingangsfoyer bietet durch eine großzügige Raumgestaltung eine offene und einladende Atmosphäre und bietet den Besuchern eine schnelle Orientierung. Dieses zentrale Foyer ist eine wichtige Schnittstelle für den gesamten Gebäudekomplex und leitet in die weiteren öffentlich zugänglichen Bereiche - Cafeteria, Restaurant, Konferenzräume und das Auditorium – weiter.
Das Restaurant öffnet sich an der Gebäuderückseite mit großzügigen Fensterfronten und einer großen Terrasse zur weiten, ländlichen Umgebung. Auch hier wurde besonderen Wert auf vielfältige Ausblicke ins Grüne und ein lichtdurchflutetes Ambiente gelegt, die diesem wichtigen Aufenthaltsbereich des Unternehmens eine hohe Raumqualität verleihen. Chill-Out-Boxes wie auch vom Großraum mit transluzenten Gardinen abtrennbare Bereiche bieten Raum für separate Besprechungen und abgeschirmte Gespräche. Ebenfalls im Erdgeschoss sind Schulungsräume sowie die Kinderkrippe und das hausinterne Fitnessstudio, die den Mitarbeitern der LaLux zur Verfügung stehen, untergebracht.
Im Untergeschoss wurde ein Auditorium für 172 Personen eingerichtet, das über eine breite, eindrucksvolle Treppe vom Foyer aus zugänglich ist. Mit einer großen Fensterfront, die komplett abgedunkelt werden kann, öffnet sich das Auditorium zu einem der begrünten Innenhöfe des Gebäudes und stellt auch hier einen Bezug zur Umgebung her. An den Wänden findet sich auch hier die Kombination aus Eichenholz und weißen Paneelen im LaLux-Muster wieder.
Die Büroräume der rund 300 Angestellten des luxemburgischen Unternehmens sind in den oberen Geschossen der drei Gebäuderiegel untergebracht, die untereinander mit gläsernen Brücken verbunden sind. Jede der 13 Abteilungen verteilt sich auf ein oder zwei Geschosse eines Riegels, die Direktion und er Vorstand wurden in den obersten Etagen untergebracht. Bei der mit dem Umzug durchgeführten Neustrukturierung und Aufteilung der Unternehmensbereiche wurde auf größtmögliche Synergieeffekte und einen guten Kommunikationsfluss zwischen den einzelnen Abteilungen geachtet. Ein gutes Mitarbeiterklima nimmt bei der Luxembourgeoise größten Stellenwert ein und musste daher auch in durch die Gestaltung und Aufteilung der Innenräume optimal gefördert werden. Im Eingangsbereich jeder Abteilung wurden kleine „informelle“ Aufenthaltsbereiche geschaffen, sogenannte Social Corner“ die sich für Zusammentreffen, kleine Pausen und interne Besprechungen eignen, die Kommunikation unter den Mitarbeitern unterstützen und sich positiv auf die Arbeitsatmosphäre auswirken. Auch das informelle Zusammentreffen der Mitarbeiter verschiedener Abteilungen wird unterstützt, indem der Hauptzugang zu den Büroetagen im mittleren Gebäuderiegel untergebracht wurde, der dann über die Glasbrücken in die beiden weiteren Gebäuderiegel führt.
Neben wenigen Einzelbüros ist der Großteil der Mitarbeiter in Großraumbüros untergebracht. Hier gruppieren sich die Arbeitsplätze in 4er-Sitzinseln, die untereinander durch halbhohe Sideboards, die zugleich Stauraum bieten, voneinander getrennt sind. Alle Büroräume sind durch großzügige Verglasungen, natürliche Belichtung sowie durch eine helle und freundliche Materialwahl gekennzeichnet, die eine angenehme, qualitativ hochwertige Arbeitsatmosphäre herstellen.
Komfort und Behaglichkeit der Nutzer standen, wie auch die zentralen Aspekte der Nachhaltigkeit und Energieeffizienz, auch bei der Ausarbeitung des Energiekonzepts im Mittelpunkt. Durch die energetische Optimierung des Gebäudes liegt der vorgesehene Jahresheizwärmebedarf bei unter 25 kWh/m2 und der Primärenergiebedarf bei unter 145 kWh/m2/a. Dies wird durch ein ganzheitliches Energiekonzept erreicht, das verschiedene Maßnahmen miteinander verbindet. Eine Wärmepumpe im Dualbetrieb liefert einerseits IT-Kälte und andererseits Wärme zu Heizzwecken. Hochwertige Energierückgewinnungssysteme, thermische Solaranlagen zur Warmwassererwärmung sowie automatische Leuchtensteuerungen kombiniert mit einer energetisch optimierten Gebäudehülle mit Außenstoresteuerungen und allgemeiner Gebäudeautomation fügen sich zu einem umfassenden Gesamtkonzept zusammen. Die thermische Behaglichkeit der Nutzer im Gebäudeinneren wird unter anderem durch eine stabile Raumtemperatur und Luftfeuchte, durch einen effizienten Sonnenschutz sowie durch offenbare Fensterflügel unterstützt.
In einem integrativen Planungsprozess und in enger Zusammenarbeit mit dem Bauherrn entstand mit dem neuen Firmensitz „LaLux Neiwisen“ ein Gebäude, das die heutigen Anforderungen nach Flexibilität, Energieeffizienz und Nutzerkomfort mit einer überzeugenden und unverwechselbaren Architektur vereint.
Eckdaten | Dates Clés
Bauherr | Maître d’ouvrage
La Luxembourgeoise
Architecture | Architektur
Jim Clemes Atelier d’Architecture et de Design, Esch-sur-Alzette
Architecture paysagiste | Landschaftsarchitektur
Hackl Hofmann
Landschaftsarchitekten GmbH
Génie Civil | Statik
Schroeder & Associés Ingénieurs Conseils
Génie Technique | Gebäudetechnik
Jean Schmit Engineering sàrl
Surface | Grundfläche
19.690 m2
Volume brut | Bruttorauminhalt
73.500 m3
Début des Travaux | Baubeginn
2009
Fin des travaux | Fertigstellung
10.2011
Justice de Paix Esch-sur-Alzette
Das Escher Friedensgericht war seit 1956 in einem Gebäude an der Place de la Résistance untergebracht. Die über die Jahre stetig gewachsene Mitarbeiterzahl sowie auch geänderte Arbeitsstrukturen und Sicherheitsstandards stellten neue Anforderungen an den Sitz des Friedensgerichts und erforderten eine räumliche Veränderung. Der von Jim Clemes, Atelier d’Architecture et de Design geplante Neubau sollte zum Einen diesen geänderten Rahmenbedingungen Rechnung tragen und heutigen energetischen Standards entsprechen zum Anderen sollte das Friedensgericht ein neues Bild nach außen bekommen – das Bild einer offenen und transparenten Einrichtung der Judikative, ein Ort der Schlichtung, in dem jeder Bürger bei Bedarf Gehör finden kann.
Das neue Gebäude des Escher Friedensgerichts entstand in zentraler Lage im Stadtzentrum, an der Schnittstelle der Rue de l’Alzette, der Rue Helen Buchholtz und der Place de l’Hôtel de Ville. Der imposante Neubau fügt sich in die gewachsene Stadtstruktur ein, schließt den Rathausplatz ab und schafft gleichzeitig eine neue Verbindung zwischen dem bestehenden Stadtzentrum rund um die Rue de l’Alzette und dem neu entstehenden Wohn- und Geschäftsviertel auf dem Gelände des „Domaine Schlassgoart“.
Von Außen wirkt das Gebäude wie ein Monolith, der sich jedoch mit großzügigen Glasflächen öffnet und dadurch eine Verbindung zwischen außen und innen schafft. Die Fassade aus hellgrauen Textilbetonplatten gibt dem Gebäude eine geerdete Erscheinung - die gleichzeitig durch den hellen Farbton des Betons und die vielzähligen Fensteröffnungen leicht und freundlich wirkt. In großen Buchstaben stehen einige der Grundprinzipien des Friedensgerichts auf der Fassade und geben schon hier einen Einblick ins Gebäudeinnere. „Vérité, Indépendance, Confiance, Probité, Honnêteté, Conscience, Loyauté, Égalité, Parole, Respect , Humanité” sind einige der Werte, die in verschiedenen Grautönen gut lesbar auf die Wände gedruckt wurden und die hier für jeden einzelnen gelten.
Zum Rathausplatz hin öffnet sich der Neubau mit einem überdachten Vorplatz mit filigranen Säulen, der den Besucher intuitiv zum Haupteingang leitet. Die rundum verglaste Sicherheitsschleuse vermittelt das Gefühl von Offenheit und Transparenz und unterstreicht damit das Grundprinzip des Friedensgerichts: der Besucher soll sich in diesem Gebäude stets als freier Mensch fühlen.
Dieser Leitgedanke von Freiheit und Transparenz wird im Gebäudeinneren weitergeführt. Das über alle Stockwerke offene Eingangsfoyer besticht durch eine beeindruckende Ruhe und friedliche Atmosphäre. Die Außenfassade zieht sich durch das gesamte Atrium weiter – der helle Beton an Wänden, Decken und Böden, die anthrazitfarbenen, aufgedruckten Schriftzüge lassen diesen Raum zum zentralen Aufenthaltsort werden. Große Fensterflächen und Oberlichter schaffen einen lichtdurchfluteten und freundlichen Raum, die großzügigen Sichtachsen zum Hôtel de Ville auf der einen Seite und zum Schlassgoart auf der anderen Seite betonen die Verbindung zur städtischen Umgebung.
Die Verwendung der gleichen Materialität im Außen und Innen, die vielfältigen Ausblicke aus dem Gebäude sowie die Bepflanzung mit Olivenbäumen – dem Symbol des Friedens - unterstreichen den Leitgedanken, dass jeder dieses Gebäude als freier Mensch betritt und wieder verlässt.
Das Eingangsfoyer ist Aufenthaltsort und zugleich die zentrale Schnittstelle, die zu den einzelnen Räumen im Gebäude leitet. Im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss sind die öffentlichen und halb-öffentlichen Bereiche – die Verhandlungssäle sowie Besprechungsräume – untergebracht. Der zweite und dritte Stock sind den Richtern, Justizbeamten und Amtsschreibern vorbehalten. Ein offenes Treppenhaus mit leicht verschobenen Galerien leitet vom Foyer in die oberen Etagen und erlaubt auch hier verschiedene Ein-, Aus- und Durchblicke.
Der große Verhandlungssaal befindet sich im Erdgeschoss, zwei weitere im ersten Stock. Auch in diesen Räumen findet sich heller Beton, in polierter und rauher Ausfertigung, wieder, der hier jedoch durch Holzflächen aus Mooreiche ergänzt wird. Großzügige Glasflächen schaffen eine helle und freundliche Atmosphäre. Während im Erdgeschoss transluzentes Glas vor Blicken von außen abschirmt öffnen sich die Verhandlungsräume im Obergeschoss mit großen, nahezu raumhohen Fenstern zum Rathausplatz und zum Foyer bzw. zum Schlassgoart.
Die Besprechungsräume sowie die Büros und die Bibliothek der Justizbeamten gruppieren sich in den oberen Geschossen um das zentrale Atrium. Große Fensterflächen schaffen auch hier eine Verbindung zwischen dem öffentlichen Foyer und den nicht-öffentlichen Bereichen.
Die großen Sichtachsen im Gebäude, die weite Ein- und Ausblicke zulassen, die Reduktion auf helle und freundliche Materialien, kombiniert mit den für alle lesbaren Grundwerten geben dem Friedensgericht in Esch eine starke Identität: Die Justice de Paix in Esch-sur-Alzette ist ein Ort der Mediation und Vermittlung, der durch Offenheit und Transparenz gekennzeichnet ist und in dem sich jeder als freier Mensch fühlen kann.
DATES CLES DU PROJET | ECKDATEN DES PROJEKTS
Maître d’Ouvrage | Bauherr
Administration des Bâtiments Publics
Architecture | Architektur
Jim Clemes Atelier d’Architecture et de Design, Esch-sur-Alzette
Génie Civil | Statik
IC Lux SA, Esch-sur-Alzette
Génie Technique | Gebäudetechnik
BLS Energieplan, Luxembourg
Bureau de Contrôle | Kontrollbüro
Socotec asbl, Livange
Début de la construction | Baubeginn
05/2009
Fin des travaux | Fertigstellung
04/2012
Volume bâti | Bruttorauminhalt
17.600 m3
Surface brute | Bruttofläche
3.700 m2
Das neue Gebäude des Escher Friedensgerichts entstand in zentraler Lage im Stadtzentrum, an der Schnittstelle der Rue de l’Alzette, der Rue Helen Buchholtz und der Place de l’Hôtel de Ville. Der imposante Neubau fügt sich in die gewachsene Stadtstruktur ein, schließt den Rathausplatz ab und schafft gleichzeitig eine neue Verbindung zwischen dem bestehenden Stadtzentrum rund um die Rue de l’Alzette und dem neu entstehenden Wohn- und Geschäftsviertel auf dem Gelände des „Domaine Schlassgoart“.
Von Außen wirkt das Gebäude wie ein Monolith, der sich jedoch mit großzügigen Glasflächen öffnet und dadurch eine Verbindung zwischen außen und innen schafft. Die Fassade aus hellgrauen Textilbetonplatten gibt dem Gebäude eine geerdete Erscheinung - die gleichzeitig durch den hellen Farbton des Betons und die vielzähligen Fensteröffnungen leicht und freundlich wirkt. In großen Buchstaben stehen einige der Grundprinzipien des Friedensgerichts auf der Fassade und geben schon hier einen Einblick ins Gebäudeinnere. „Vérité, Indépendance, Confiance, Probité, Honnêteté, Conscience, Loyauté, Égalité, Parole, Respect , Humanité” sind einige der Werte, die in verschiedenen Grautönen gut lesbar auf die Wände gedruckt wurden und die hier für jeden einzelnen gelten.
Zum Rathausplatz hin öffnet sich der Neubau mit einem überdachten Vorplatz mit filigranen Säulen, der den Besucher intuitiv zum Haupteingang leitet. Die rundum verglaste Sicherheitsschleuse vermittelt das Gefühl von Offenheit und Transparenz und unterstreicht damit das Grundprinzip des Friedensgerichts: der Besucher soll sich in diesem Gebäude stets als freier Mensch fühlen.
Dieser Leitgedanke von Freiheit und Transparenz wird im Gebäudeinneren weitergeführt. Das über alle Stockwerke offene Eingangsfoyer besticht durch eine beeindruckende Ruhe und friedliche Atmosphäre. Die Außenfassade zieht sich durch das gesamte Atrium weiter – der helle Beton an Wänden, Decken und Böden, die anthrazitfarbenen, aufgedruckten Schriftzüge lassen diesen Raum zum zentralen Aufenthaltsort werden. Große Fensterflächen und Oberlichter schaffen einen lichtdurchfluteten und freundlichen Raum, die großzügigen Sichtachsen zum Hôtel de Ville auf der einen Seite und zum Schlassgoart auf der anderen Seite betonen die Verbindung zur städtischen Umgebung.
Die Verwendung der gleichen Materialität im Außen und Innen, die vielfältigen Ausblicke aus dem Gebäude sowie die Bepflanzung mit Olivenbäumen – dem Symbol des Friedens - unterstreichen den Leitgedanken, dass jeder dieses Gebäude als freier Mensch betritt und wieder verlässt.
Das Eingangsfoyer ist Aufenthaltsort und zugleich die zentrale Schnittstelle, die zu den einzelnen Räumen im Gebäude leitet. Im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss sind die öffentlichen und halb-öffentlichen Bereiche – die Verhandlungssäle sowie Besprechungsräume – untergebracht. Der zweite und dritte Stock sind den Richtern, Justizbeamten und Amtsschreibern vorbehalten. Ein offenes Treppenhaus mit leicht verschobenen Galerien leitet vom Foyer in die oberen Etagen und erlaubt auch hier verschiedene Ein-, Aus- und Durchblicke.
Der große Verhandlungssaal befindet sich im Erdgeschoss, zwei weitere im ersten Stock. Auch in diesen Räumen findet sich heller Beton, in polierter und rauher Ausfertigung, wieder, der hier jedoch durch Holzflächen aus Mooreiche ergänzt wird. Großzügige Glasflächen schaffen eine helle und freundliche Atmosphäre. Während im Erdgeschoss transluzentes Glas vor Blicken von außen abschirmt öffnen sich die Verhandlungsräume im Obergeschoss mit großen, nahezu raumhohen Fenstern zum Rathausplatz und zum Foyer bzw. zum Schlassgoart.
Die Besprechungsräume sowie die Büros und die Bibliothek der Justizbeamten gruppieren sich in den oberen Geschossen um das zentrale Atrium. Große Fensterflächen schaffen auch hier eine Verbindung zwischen dem öffentlichen Foyer und den nicht-öffentlichen Bereichen.
Die großen Sichtachsen im Gebäude, die weite Ein- und Ausblicke zulassen, die Reduktion auf helle und freundliche Materialien, kombiniert mit den für alle lesbaren Grundwerten geben dem Friedensgericht in Esch eine starke Identität: Die Justice de Paix in Esch-sur-Alzette ist ein Ort der Mediation und Vermittlung, der durch Offenheit und Transparenz gekennzeichnet ist und in dem sich jeder als freier Mensch fühlen kann.
DATES CLES DU PROJET | ECKDATEN DES PROJEKTS
Maître d’Ouvrage | Bauherr
Administration des Bâtiments Publics
Architecture | Architektur
Jim Clemes Atelier d’Architecture et de Design, Esch-sur-Alzette
Génie Civil | Statik
IC Lux SA, Esch-sur-Alzette
Génie Technique | Gebäudetechnik
BLS Energieplan, Luxembourg
Bureau de Contrôle | Kontrollbüro
Socotec asbl, Livange
Début de la construction | Baubeginn
05/2009
Fin des travaux | Fertigstellung
04/2012
Volume bâti | Bruttorauminhalt
17.600 m3
Surface brute | Bruttofläche
3.700 m2
Les Thermes
„Bauhärepräis 2012“
Der Wettbewerb für das interkommunale Schwimmzentrum in Strassen wurde von der Arbeitsgemeinschaft Hermann Valentiny & Partners/ Jim Clemes / witry & witry gewonnen. Der Bau umfasst verschiedene Angebote im Bereich Sport, Spiel und Entspannung: ein Schwimmbecken mit sechs Bahnen, ein großes Wellenbecken, ein Becken mit Sprudel- und Massagedüsen sowie ein organisch geformtes Mutter-Kind-Becken. Zwei lange Rutschen sowie ein Außenbecken mit einer großen Liegewiese vervollständigen das Angebot. Auf dieser Ebene liegt auch der Wellness- und Saunabereich, separat zugänglich und von Blicken abgeschirmt. Im Obergeschoss wurden, neben der Verwaltung, zwei Restaurants und ein Fitnesszentrum untergebracht.
Die Tragstruktur ist als klassischer Betonbau mit ergänzendem Mauerwerk konzipiert. Die Dachkonstruktion besteht, wegen der großen Spannweite und der Problematik der chlorhaltigen Luft aus einer Leimbinder- Holzkonstruktion, welche die äußere Form der Schale ausbildet. Die Außenfassade wurde mit Aluminium-Schindeln umhüllt. Als Bodenbelag wurde ein Bruchfliesenbelag gewählt, der sich durch ausreichende Rutschfestigkeit und ein sehr gute Reinigungsfähigkeit auszeichnet. Die Wände sind farbig hervorgehoben und mit einem roten Kunstleder, das sämtlichen hygienischen Anforderungen entspricht, gepolstert.
Der Wettbewerb für das interkommunale Schwimmzentrum in Strassen wurde von der Arbeitsgemeinschaft Hermann Valentiny & Partners/ Jim Clemes / witry & witry gewonnen. Der Bau umfasst verschiedene Angebote im Bereich Sport, Spiel und Entspannung: ein Schwimmbecken mit sechs Bahnen, ein großes Wellenbecken, ein Becken mit Sprudel- und Massagedüsen sowie ein organisch geformtes Mutter-Kind-Becken. Zwei lange Rutschen sowie ein Außenbecken mit einer großen Liegewiese vervollständigen das Angebot. Auf dieser Ebene liegt auch der Wellness- und Saunabereich, separat zugänglich und von Blicken abgeschirmt. Im Obergeschoss wurden, neben der Verwaltung, zwei Restaurants und ein Fitnesszentrum untergebracht.
Die Tragstruktur ist als klassischer Betonbau mit ergänzendem Mauerwerk konzipiert. Die Dachkonstruktion besteht, wegen der großen Spannweite und der Problematik der chlorhaltigen Luft aus einer Leimbinder- Holzkonstruktion, welche die äußere Form der Schale ausbildet. Die Außenfassade wurde mit Aluminium-Schindeln umhüllt. Als Bodenbelag wurde ein Bruchfliesenbelag gewählt, der sich durch ausreichende Rutschfestigkeit und ein sehr gute Reinigungsfähigkeit auszeichnet. Die Wände sind farbig hervorgehoben und mit einem roten Kunstleder, das sämtlichen hygienischen Anforderungen entspricht, gepolstert.
Lycée Bel-Val
Eingebettet in den Parc Belval, der die zukünftigen Wohngebiete mit der Square Mile verbindet, wurde mit dem Lycée Bel-Val ein neues Gymnasium für 1500 Schüler und 200 Lehrkräfte errichtet. Entstanden ist ein Gebäude, das seinen Schülern durch seine quadratische Form und klare Strukturierung Geborgenheit und Orientierung bietet und das gleichzeitig durch den gezielten Einsatz von Material, Licht und Öffnungen durch Offenheit und Transparenz gekennzeichnet ist.
Das architektonische Konzept sieht eine Konstruktion in Niedrigenergiebauweise sowie eine Reduzierung der verbauten Flächen zugunsten einer grünen Umgebung vor. Ein besonderes Augenmerk wurde darüber hinaus auf die gute Einbettung des Gymnasiums in die umliegende Parklandschaft gelegt. Vier in der Form eines Quadrats angeordnete Gebäudeflügel gruppieren sich um den zentralen, durch seine Aufteilung auf Garten- und Erdgeschoss vielseitig nutzbaren Innenhof des Gymnasiums. An den Außenseiten schaffen unterschiedlich gestaltete, begrünte Außenhöfe eine fließende Verbindung zwischen dem Gymnasium und dem Park. Da ein Großteil des Raumprogramms sich als Gartengeschoss unter die Erde gräbt, erscheint der Neubau trotz seiner Größe von rund 40.000 m2 in einem überschaubaren Maßstab. Die verschiedenen Schulbereiche verteilen sich auf vier Stockwerke. Während im Erdgeschoss neben dem Empfangsbereich die gemeinsam genutzten Strukturen wie Cafeteria, Restaurant, Bibliothek und Festsaal untergebracht sind, befinden sich im Gartengeschoss die Werkstätten und Sportinfrastrukturen und in den beiden Obergeschossen die Verwaltung und die Klassenräume für den Unterricht. Der Festsaal ragt als mit goldenen „Schuppen“ verkleideter Monolith an zentraler Position zwischen dem Innenhof und dem Foyer hervor.
Bei der Wahl des Materials wurde sich auf Glas, Holz, Beton und Terrazzo beschränkt. Die Fassaden weisen ein klares Raster auf, das durch einen Wechsel aus schwarzen Betonflächen, Fenstern und goldfarbenen Aluminiumpaneelen aufgelockert wird. Im Innenbereich verstärken die Wände und Decken aus Beton den Eindruck eines großen Ateliers, eines Gymnasiums, das erst durch seine Benutzer lebt. Ein heller Terrazzo auf Böden bildet durch seine Kieselsteinmusterung einen leichten Kontrast zum Sichtbeton und schafft ein lebendiges Raumgefühl. Die in den Klassensälen an den Decken angebrachten Baffles sorgen für eine gute Raumakustik während des Schulunterrichts.
Auf allen Stockwerken leiten Fenster an den Flurenden sowie verglaste Streifen neben den Klasseneingängen Tageslicht in die Gänge und geben den Schülern durch verschiedene Ein- und Ausblicke Orientierung im Gebäude. Unterstützt wird dies durch ein durchgängiges Farbkonzept, das jedem Gebäudeflügel eine Farbe zuordnet. Blau, Gelb, Grün und Rot werden gezielt als Farbakzente bei den Spinden und Treppenhäusern eingesetzt. Zitate und Fotos von bekannten luxemburgischen und internationalen Persönlichkeiten auf den Spinden schaffen eine Verbindung zu den umliegenden Unterrichtsbereichen und geben den Schülern gleichzeitig verschiedene Botschaften mit auf den Weg. In den Aufenthaltsbereichen schafft Holz als weiteres Material eine freundliche und warme Atmosphäre, die zum Verweilen und zur Entspannung in den (Lern) Pausen einlädt.
Energiekonzept
Das Lycée Bel Val ist als Niedrigenergiegebäude mit einem Energiebedarf von unter 30 kWh/m2 konzipiert, das den Besonderheiten eines Schulbaus – der großen Personendichte, den wechselnden Belegungszeiten und den langen unbenutzten Zeiträumen während der Ferien – Rechnung trägt.
Im Vordergrund des Energiekonzepts stand das Wohlbefinden der Nutzer, das einen großen Einfluss auf die Behaglichkeit und die in der Schule wichtige Konzentrationsfähigkeit hat. Die unterschiedlichen Faktoren wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Licht, Schall und Ästhetik wurden optimal abgestimmt, um ein Höchstmaß an Komfort und ein positives Raumgefühl im Gymnasium zu erreichen.
Aufgrund der erhöhten Nutzerakzeptanz wurde im Lycée Bel Val zugunsten einer natürlichen Belüftung des Gebäudes auf eine mechanische Lüftungsanlage verzichtet. Schüler und Lehrer können die Fenster eigenständig öffnen und schließen und individuell auf das Raumklima Einfluss nehmen. Die durch den Verzicht auf eine mechanische Belüftung eingesparten Kosten wurden in die Isolierung der Gebäudehülle investiert. Mit einer sehr gut wärmegedämmte Gebäudehülle - die im Winter die Wärme im Gebäudeinneren speichert und im Sommer möglichst wenig Wärme in die Räume eindringen lässt - wird ein hoher thermischer Komfort im Gebäudeinneren erreicht. Die Außenwände sind daher mit einem U-Wert von maximal 0,2 W/m2K ausgeführt, die Fenster haben einen maximalen U-Wert von 0,6 W/m2K und die Dachkonstruktion wurde mit einem U-Wert von 0,15 W/m2K realisiert.
Die Innenwände und Zwischendecken sind weitere wichtige Komponenten im umgesetzten Energiekonzept. Sie dienen der Zwischenspeicherung der in den Räumen anfallenden Wärme von Personen und Sonne. Die eingesetzten Sichtbetonwände und –decken sowie der Bodenbelag aus Terrazzo zeichnen sich durch eine gute Speicherfähigkeit von Wärme, Kälte und Feuchtigkeit aus, die sie bei Bedarf wieder an die Räume abgeben.
Die großzügigen Fensterflächen stellen eine freundliche und helle Atmosphäre in den Räumen her und ermöglichen darüber hinaus einen Wärmegewinn durch die Sonneneinstrahlung und die optimale Nutzung des Tageslichts. Durch die natürliche Belichtung der Klassenzimmer und den weitgehenden Verzicht auf künstliches Licht werden erhebliche Mengen an Strom eingespart. Die hellen Sichtbetonwände, der Terrazzo-Fußboden sowie die Raumhöhe von über 3 Metern unterstützen die gute Lichtverteilung in den Klassenräumen. Die schmalen, deckenhohen Lüftungsflügel neben den Fenstern dienen der Stoßlüftung zur Lufterneuerung in den Klassenräumen und werden im Sommer zur Nachtauskühlung des Gebäudes genutzt. Durch das nächtliche Öffnen der Lüftungsflügel wird die tagsüber in den Wänden, Decken und Böden gespeicherte Wärme durch die kalte Außenluft ausgetauscht und das Gebäude damit abgekühlt. Der außenliegende, gut hinterlüftete Sonnenschutz wird zentral gesteuert. In den warmen Jahreszeiten außerhalb der Heizsaison werden die Storen bei Sonneneinstrahlung automatisch gesenkt, um einer Überhitzung der Räume vorzubeugen. Nachts, während der Nachtauskühlung, bleibt der Sonnenschutz geöffnet.
Durch die ganzheitliche Herangehensweise wurde ein Gebäude mit geringem Energieverbrauch und einem Ressourcen schonenden Materialeinsatz realisiert.
DATES CLES DU PROJET | ECKDATEN DES PROJEKTS
Maître d’Ouvrage | Bauherr
Le Fonds Belval
Architecture | Architektur
Jim Clemes, Atelier d’Architecture et de Design, Esch-sur-Alzette
Architecture paysagiste | Landschaftsarchitektur
Hackl Hofmann Landschaftsarchitekten GmbH
Génie Civil | Statik
Luxconsult SA (en coopération avec Schroeder & Associés S.A.)
Génie Technique | Gebäudetechnik
Jean Schmit Engineering Sàrl
Aménagement intérieur | Innenausstattung
Atelier d’Architecture et de Design
Jim Clemes S.A.
Ministère de l’Education Nationale et de la Formation Professionnelle,
Signalétique | Signaletik
Vitale Design
Atelier d’Architecture et de Design
Jim Clemes S.A.
Acoustique | Akustik
A-tech Acoustic Technologies SA
Surface | Grundfläche
39.000 m2
Volume brut | Bruttorauminhalt
185.000 m3
Pose de la 1ère pierre | Grundsteinlegung
03.04.2009
Fin des travaux | Fertigstellung
15.09.2011
Das architektonische Konzept sieht eine Konstruktion in Niedrigenergiebauweise sowie eine Reduzierung der verbauten Flächen zugunsten einer grünen Umgebung vor. Ein besonderes Augenmerk wurde darüber hinaus auf die gute Einbettung des Gymnasiums in die umliegende Parklandschaft gelegt. Vier in der Form eines Quadrats angeordnete Gebäudeflügel gruppieren sich um den zentralen, durch seine Aufteilung auf Garten- und Erdgeschoss vielseitig nutzbaren Innenhof des Gymnasiums. An den Außenseiten schaffen unterschiedlich gestaltete, begrünte Außenhöfe eine fließende Verbindung zwischen dem Gymnasium und dem Park. Da ein Großteil des Raumprogramms sich als Gartengeschoss unter die Erde gräbt, erscheint der Neubau trotz seiner Größe von rund 40.000 m2 in einem überschaubaren Maßstab. Die verschiedenen Schulbereiche verteilen sich auf vier Stockwerke. Während im Erdgeschoss neben dem Empfangsbereich die gemeinsam genutzten Strukturen wie Cafeteria, Restaurant, Bibliothek und Festsaal untergebracht sind, befinden sich im Gartengeschoss die Werkstätten und Sportinfrastrukturen und in den beiden Obergeschossen die Verwaltung und die Klassenräume für den Unterricht. Der Festsaal ragt als mit goldenen „Schuppen“ verkleideter Monolith an zentraler Position zwischen dem Innenhof und dem Foyer hervor.
Bei der Wahl des Materials wurde sich auf Glas, Holz, Beton und Terrazzo beschränkt. Die Fassaden weisen ein klares Raster auf, das durch einen Wechsel aus schwarzen Betonflächen, Fenstern und goldfarbenen Aluminiumpaneelen aufgelockert wird. Im Innenbereich verstärken die Wände und Decken aus Beton den Eindruck eines großen Ateliers, eines Gymnasiums, das erst durch seine Benutzer lebt. Ein heller Terrazzo auf Böden bildet durch seine Kieselsteinmusterung einen leichten Kontrast zum Sichtbeton und schafft ein lebendiges Raumgefühl. Die in den Klassensälen an den Decken angebrachten Baffles sorgen für eine gute Raumakustik während des Schulunterrichts.
Auf allen Stockwerken leiten Fenster an den Flurenden sowie verglaste Streifen neben den Klasseneingängen Tageslicht in die Gänge und geben den Schülern durch verschiedene Ein- und Ausblicke Orientierung im Gebäude. Unterstützt wird dies durch ein durchgängiges Farbkonzept, das jedem Gebäudeflügel eine Farbe zuordnet. Blau, Gelb, Grün und Rot werden gezielt als Farbakzente bei den Spinden und Treppenhäusern eingesetzt. Zitate und Fotos von bekannten luxemburgischen und internationalen Persönlichkeiten auf den Spinden schaffen eine Verbindung zu den umliegenden Unterrichtsbereichen und geben den Schülern gleichzeitig verschiedene Botschaften mit auf den Weg. In den Aufenthaltsbereichen schafft Holz als weiteres Material eine freundliche und warme Atmosphäre, die zum Verweilen und zur Entspannung in den (Lern) Pausen einlädt.
Energiekonzept
Das Lycée Bel Val ist als Niedrigenergiegebäude mit einem Energiebedarf von unter 30 kWh/m2 konzipiert, das den Besonderheiten eines Schulbaus – der großen Personendichte, den wechselnden Belegungszeiten und den langen unbenutzten Zeiträumen während der Ferien – Rechnung trägt.
Im Vordergrund des Energiekonzepts stand das Wohlbefinden der Nutzer, das einen großen Einfluss auf die Behaglichkeit und die in der Schule wichtige Konzentrationsfähigkeit hat. Die unterschiedlichen Faktoren wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Licht, Schall und Ästhetik wurden optimal abgestimmt, um ein Höchstmaß an Komfort und ein positives Raumgefühl im Gymnasium zu erreichen.
Aufgrund der erhöhten Nutzerakzeptanz wurde im Lycée Bel Val zugunsten einer natürlichen Belüftung des Gebäudes auf eine mechanische Lüftungsanlage verzichtet. Schüler und Lehrer können die Fenster eigenständig öffnen und schließen und individuell auf das Raumklima Einfluss nehmen. Die durch den Verzicht auf eine mechanische Belüftung eingesparten Kosten wurden in die Isolierung der Gebäudehülle investiert. Mit einer sehr gut wärmegedämmte Gebäudehülle - die im Winter die Wärme im Gebäudeinneren speichert und im Sommer möglichst wenig Wärme in die Räume eindringen lässt - wird ein hoher thermischer Komfort im Gebäudeinneren erreicht. Die Außenwände sind daher mit einem U-Wert von maximal 0,2 W/m2K ausgeführt, die Fenster haben einen maximalen U-Wert von 0,6 W/m2K und die Dachkonstruktion wurde mit einem U-Wert von 0,15 W/m2K realisiert.
Die Innenwände und Zwischendecken sind weitere wichtige Komponenten im umgesetzten Energiekonzept. Sie dienen der Zwischenspeicherung der in den Räumen anfallenden Wärme von Personen und Sonne. Die eingesetzten Sichtbetonwände und –decken sowie der Bodenbelag aus Terrazzo zeichnen sich durch eine gute Speicherfähigkeit von Wärme, Kälte und Feuchtigkeit aus, die sie bei Bedarf wieder an die Räume abgeben.
Die großzügigen Fensterflächen stellen eine freundliche und helle Atmosphäre in den Räumen her und ermöglichen darüber hinaus einen Wärmegewinn durch die Sonneneinstrahlung und die optimale Nutzung des Tageslichts. Durch die natürliche Belichtung der Klassenzimmer und den weitgehenden Verzicht auf künstliches Licht werden erhebliche Mengen an Strom eingespart. Die hellen Sichtbetonwände, der Terrazzo-Fußboden sowie die Raumhöhe von über 3 Metern unterstützen die gute Lichtverteilung in den Klassenräumen. Die schmalen, deckenhohen Lüftungsflügel neben den Fenstern dienen der Stoßlüftung zur Lufterneuerung in den Klassenräumen und werden im Sommer zur Nachtauskühlung des Gebäudes genutzt. Durch das nächtliche Öffnen der Lüftungsflügel wird die tagsüber in den Wänden, Decken und Böden gespeicherte Wärme durch die kalte Außenluft ausgetauscht und das Gebäude damit abgekühlt. Der außenliegende, gut hinterlüftete Sonnenschutz wird zentral gesteuert. In den warmen Jahreszeiten außerhalb der Heizsaison werden die Storen bei Sonneneinstrahlung automatisch gesenkt, um einer Überhitzung der Räume vorzubeugen. Nachts, während der Nachtauskühlung, bleibt der Sonnenschutz geöffnet.
Durch die ganzheitliche Herangehensweise wurde ein Gebäude mit geringem Energieverbrauch und einem Ressourcen schonenden Materialeinsatz realisiert.
DATES CLES DU PROJET | ECKDATEN DES PROJEKTS
Maître d’Ouvrage | Bauherr
Le Fonds Belval
Architecture | Architektur
Jim Clemes, Atelier d’Architecture et de Design, Esch-sur-Alzette
Architecture paysagiste | Landschaftsarchitektur
Hackl Hofmann Landschaftsarchitekten GmbH
Génie Civil | Statik
Luxconsult SA (en coopération avec Schroeder & Associés S.A.)
Génie Technique | Gebäudetechnik
Jean Schmit Engineering Sàrl
Aménagement intérieur | Innenausstattung
Atelier d’Architecture et de Design
Jim Clemes S.A.
Ministère de l’Education Nationale et de la Formation Professionnelle,
Signalétique | Signaletik
Vitale Design
Atelier d’Architecture et de Design
Jim Clemes S.A.
Acoustique | Akustik
A-tech Acoustic Technologies SA
Surface | Grundfläche
39.000 m2
Volume brut | Bruttorauminhalt
185.000 m3
Pose de la 1ère pierre | Grundsteinlegung
03.04.2009
Fin des travaux | Fertigstellung
15.09.2011
Wasserturm in Düdelingen (mit kaell architecte)
Der Wasserturm in Düdelingen zählt zu den wichtigsten Zeitzeugen der industriellen Geschichte der Stadt. 1928 auf dem Areal der ARBED erbaut, wurde der Turm schnell zu einem Landmark in der Stadtsilhouette, zu einem Wahrzeichen der Stadt, das Einzug in unzählige Gemälde, Bilder und Zeichnungen erhielt. Unter Denkmalschutz gestellt, sollte diese Ikone, als wichtiger Teil der Stadt Düdelingen, erhalten bleiben. Das Ziel der Renovierung und Umnutzung ging jedoch noch über den Erhalt hinaus: durch seine neue Funktion als Ausstellungsfläche für die Fotoausstellung „The Bitter Years“ von Edward Steichen wird der Wasserturm noch stärker akzentuiert und für den Besucher ganz neu erlebbar. Durch die spannende Symbiose von Denkmalschutz des Wasserturms, der Inszenierung der historischen Ausstellung und der zeitgenössischen Architektursprache ist es gelungen, den Wasserturm und sein Pumpenhaus neu ins Licht zu setzen, mit neuem und kohärenten Inhalt zu füllen und ihn für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Gleichzeitig war dies auch die größte Herausforderung des Projekts: Die behutsame Integration von neuen Elementen und baulichen Anforderungen in den historischen, denkmalgeschützten Bestand.
Sämtliche hinzugefügte Elemente sind aus hellem Sichtbeton und Stahl, ohne weitere Ornamente. Die schlichte Formensprache ermöglicht starke, fast schon grafische Eindrücke. Insbesondere auf die vertikale Erschließung vom Sockel des Turmes in den oberen Wasserbehälter wurde ein besonderes Augenmerk gelegt, sollte diese den Turm ja nicht verunstalten. Eine geschwungene Treppe aus Sichtbeton, die sich um eine zentrale Betonsäule, die als Liftschacht dient, legt wurde in die bestehende Struktur integriert. Die Wahl eines hellen, strukturierten Sichtbetons für die neuen Elemente in Kombination mit dem sehr groben aber gleichfarbigen Spritzbeton des Bestands führen zu einem harmonischen Zusammenspiel von Material, Form und Funktion, das als beeindruckende skulpturale Komposition wahrgenommen wird. Insbesondere bei Sonnenschein lassen die wechselnden Schattenspiele die Betonstrukturen des Turms in all ihrer Pracht erscheinen. Auch das ehemalige Pumpenhaus am Fuße des Turms wurde zurückhaltend mit minimalen Eingriffen renoviert, so dass die ursprüngliche Atmosphäre einer Industriehalle und damit die industrielle Geschichte des Orts erlebbar bleibt.
Wasserturm und Pumpenhaus fügen sich in eine gewachsene Umgebung ein. Zusammen mit den noch bestehenden Wasser- und Kühlbecken entsteht ein Ensemble, das den Besucher in eine Reise zwischen Vergangenheit und Gegenwart eintauchen lässt. Die imposanten Dimensionen des Wasserturms mit seinen 56 Metern Höhe, der aus vielen Blickwinkeln aus den verschiedenen Stadtvierteln sichtbar ist, werden erst hier aus der Nähe richtig wahrgenommen. Mit dem Überqueren der Wasserbecken, in denen sich der Wasserturm geheimnisvoll spiegelt, beginnt der Besucher seinen Rundgang, der durch das Ensemble führt. Eine lang gezogene Rampe verbindet den Weg entlang des CNA zum Stadtzentrum mit dem neu erschlossenen Gelände. Der Besucher betritt dann das Pumpenhaus, das als großzügige Eingangshalle eingerichtet wurde. Neben den Ticketschaltern und einigen Sitzgelegenheiten bietet das Pumpenhaus Raum für die temporären Fotoausstellungen, die hier neben der Dauerausstellung gezeigt werden. Dank minimaler Eingriffe konnte die ursprüngliche Atmosphäre und Erscheinung dieses Gebäudes erhalten bleiben. Allein durch sein imposantes Volumen, die eindrucksvolle Dachkonstruktion und die in ihrer Form belassenen Außenwände aus rotem Backstein entfaltet das Pumpenhaus seine beeindruckende Wirkung. Über Schiffscontainer, die in eine bestehende Öffnung im Pumpenhaus eingeschoben wurden erreicht der Besucher den Sockel des Wasserturms durch eine Passage, die sich schrittweise verengt und verdunkelt. In dem achteckigen Ausstellungsraum rund um den Liftschacht, beginnt der erste Teil der Ausstellung. Dieser abgeschirmte und abgedunkelte Raum mit den akzentuiert beleuchteten Bildern lässt die historischen Bilder in voller Kraft erstrahlen und den Besucher in die Welt der Ausstellung eintauchen. Während seines weiteren Rundgangs wird der Besucher ständig dem kontrastreichen Wechselspiel zwischen der imposanten Höhe des Turms und der fast intimen Dimensionen der Ausstellungsräume ausgesetzt. Ein Panoramaaufzug verbindet den Sockel mit dem ehemaligen Wasserbehälter. Mehrere Fensterausschnitte in den Liftwänden und im Liftschacht ermöglichen spannende Blicke auf die Außenwelt und in den Liftschacht und lassen die Höhe des Turms erfassbar werden. Oben angekommen betritt der Besucher eine Aussichtsplattform. Der bereits bestehende Vorraum unterhalb des Wasserbehälters wurde mit großzügigen, raumhohen Fensterflächen versehen, die weite Ausblicke über die ganze Stadt eröffnen. Die Auffahrt und die Aussicht lassen den Besucher etwas Distanz zum ersten Teil der Ausstellung gewinnen, bevor er in den ergreifenden zweiten Teil im Kopf des Turms gelangt. Eine geschwungene Treppe führt den Besucher in den zylinderförmigen Raum, der durch seine beeindruckende Atmosphäre besticht: Dezent strahlt Tageslicht durch die Öffnungen der Laterne auf die Wände, die Konturen schwinden, der Schall verliert sich an den runden Mauern. Der Fokus ist ganz auf die Bilder gelenkt, doch gleichzeitig nimmt der Besucher das ganze Volumen des Raums in seiner imposanten Größe wahr. Ein großes Bullauge in der Mitte des Raums erlaubt einen Blick in den Liftschacht und lenkt die Aufmerksamkeit auch hier nochmals auf den Ort und die Höhe, in der man sich befindet. Der Weg nach unten führt über die außenliegende Treppe, die sich um den Liftschacht windet. Ein geschlossenes Stahlgeländer an beiden Seiten der Treppe gibt dem Besucher Sicherheit und gleichzeitig das Gefühl von Offenheit und Weite, das durch die großartigen Aussichten über Düdelingen entsteht. Abgeschlossen wird der Rundgang am Sockel des Turms über einen über Jahre wild bewachsenen Hang zwischen Wasserturm und Pumpenhaus. Dieser Hang wurde ins Projekt mit einbezogen, so dass die Besichtigung über eine plastisch gestaltete Betontreppe durch diesen paradiesischen Garten hindurch wieder vor den Schiffscontainern und dem Pumpenhaus endet.
Mit der Umnutzung des Wasserturms und des Pumpenhauses zu einem Ausstellungsort bekommt das Ensemble nun noch eine neue Bedeutung: Es ist nicht nur Wahrzeichen der Stadt und Zeitzeuge der Stahlindustrie Düdelingens, sondern wird nun auch zu einem Ort der Kultur, in dem die Geschichte erlebbar wird.
Eckdaten | Dates clés
Bauherr | Maître d’ouvrage
Ministère de la Culture, Service des Sites et Monuments Nationaux
Architektur | Architecture
kaell architecte | Jim Clemes Atelier d’Architecture et de Design
Statik | Génie Civil
Daedalus Engineering
Gebäudetechnik | Génie Technique
Jean Schmit Engineering
Betonberatung | Conseil béton
RW Consult
Erste Programmstudien | Premières études programmatiques:
06/2002
Vorprojekte | Avant-Projets:
10/2005, 02/2008, 02/2009
Baubeginn | Début du chantier:
05/2009
Fertigstellung und Eröffnung | Fin du chantier et inauguration:
09/2012
Baujahr des Wasserturms | Année de construction de la tour:
1928
Höhe des Wasserturms | Hauteur de la tour:
56m
Wasserbehälter | Réservoir de la cuve:
ca 1.000 m3
Baujahr Pumpenhaus | Année de construction de la salle de pompage:
1920
Dimensionen Pumpenhaus | Dimensions de la salle de pompage:
25m x 12m
Sämtliche hinzugefügte Elemente sind aus hellem Sichtbeton und Stahl, ohne weitere Ornamente. Die schlichte Formensprache ermöglicht starke, fast schon grafische Eindrücke. Insbesondere auf die vertikale Erschließung vom Sockel des Turmes in den oberen Wasserbehälter wurde ein besonderes Augenmerk gelegt, sollte diese den Turm ja nicht verunstalten. Eine geschwungene Treppe aus Sichtbeton, die sich um eine zentrale Betonsäule, die als Liftschacht dient, legt wurde in die bestehende Struktur integriert. Die Wahl eines hellen, strukturierten Sichtbetons für die neuen Elemente in Kombination mit dem sehr groben aber gleichfarbigen Spritzbeton des Bestands führen zu einem harmonischen Zusammenspiel von Material, Form und Funktion, das als beeindruckende skulpturale Komposition wahrgenommen wird. Insbesondere bei Sonnenschein lassen die wechselnden Schattenspiele die Betonstrukturen des Turms in all ihrer Pracht erscheinen. Auch das ehemalige Pumpenhaus am Fuße des Turms wurde zurückhaltend mit minimalen Eingriffen renoviert, so dass die ursprüngliche Atmosphäre einer Industriehalle und damit die industrielle Geschichte des Orts erlebbar bleibt.
Wasserturm und Pumpenhaus fügen sich in eine gewachsene Umgebung ein. Zusammen mit den noch bestehenden Wasser- und Kühlbecken entsteht ein Ensemble, das den Besucher in eine Reise zwischen Vergangenheit und Gegenwart eintauchen lässt. Die imposanten Dimensionen des Wasserturms mit seinen 56 Metern Höhe, der aus vielen Blickwinkeln aus den verschiedenen Stadtvierteln sichtbar ist, werden erst hier aus der Nähe richtig wahrgenommen. Mit dem Überqueren der Wasserbecken, in denen sich der Wasserturm geheimnisvoll spiegelt, beginnt der Besucher seinen Rundgang, der durch das Ensemble führt. Eine lang gezogene Rampe verbindet den Weg entlang des CNA zum Stadtzentrum mit dem neu erschlossenen Gelände. Der Besucher betritt dann das Pumpenhaus, das als großzügige Eingangshalle eingerichtet wurde. Neben den Ticketschaltern und einigen Sitzgelegenheiten bietet das Pumpenhaus Raum für die temporären Fotoausstellungen, die hier neben der Dauerausstellung gezeigt werden. Dank minimaler Eingriffe konnte die ursprüngliche Atmosphäre und Erscheinung dieses Gebäudes erhalten bleiben. Allein durch sein imposantes Volumen, die eindrucksvolle Dachkonstruktion und die in ihrer Form belassenen Außenwände aus rotem Backstein entfaltet das Pumpenhaus seine beeindruckende Wirkung. Über Schiffscontainer, die in eine bestehende Öffnung im Pumpenhaus eingeschoben wurden erreicht der Besucher den Sockel des Wasserturms durch eine Passage, die sich schrittweise verengt und verdunkelt. In dem achteckigen Ausstellungsraum rund um den Liftschacht, beginnt der erste Teil der Ausstellung. Dieser abgeschirmte und abgedunkelte Raum mit den akzentuiert beleuchteten Bildern lässt die historischen Bilder in voller Kraft erstrahlen und den Besucher in die Welt der Ausstellung eintauchen. Während seines weiteren Rundgangs wird der Besucher ständig dem kontrastreichen Wechselspiel zwischen der imposanten Höhe des Turms und der fast intimen Dimensionen der Ausstellungsräume ausgesetzt. Ein Panoramaaufzug verbindet den Sockel mit dem ehemaligen Wasserbehälter. Mehrere Fensterausschnitte in den Liftwänden und im Liftschacht ermöglichen spannende Blicke auf die Außenwelt und in den Liftschacht und lassen die Höhe des Turms erfassbar werden. Oben angekommen betritt der Besucher eine Aussichtsplattform. Der bereits bestehende Vorraum unterhalb des Wasserbehälters wurde mit großzügigen, raumhohen Fensterflächen versehen, die weite Ausblicke über die ganze Stadt eröffnen. Die Auffahrt und die Aussicht lassen den Besucher etwas Distanz zum ersten Teil der Ausstellung gewinnen, bevor er in den ergreifenden zweiten Teil im Kopf des Turms gelangt. Eine geschwungene Treppe führt den Besucher in den zylinderförmigen Raum, der durch seine beeindruckende Atmosphäre besticht: Dezent strahlt Tageslicht durch die Öffnungen der Laterne auf die Wände, die Konturen schwinden, der Schall verliert sich an den runden Mauern. Der Fokus ist ganz auf die Bilder gelenkt, doch gleichzeitig nimmt der Besucher das ganze Volumen des Raums in seiner imposanten Größe wahr. Ein großes Bullauge in der Mitte des Raums erlaubt einen Blick in den Liftschacht und lenkt die Aufmerksamkeit auch hier nochmals auf den Ort und die Höhe, in der man sich befindet. Der Weg nach unten führt über die außenliegende Treppe, die sich um den Liftschacht windet. Ein geschlossenes Stahlgeländer an beiden Seiten der Treppe gibt dem Besucher Sicherheit und gleichzeitig das Gefühl von Offenheit und Weite, das durch die großartigen Aussichten über Düdelingen entsteht. Abgeschlossen wird der Rundgang am Sockel des Turms über einen über Jahre wild bewachsenen Hang zwischen Wasserturm und Pumpenhaus. Dieser Hang wurde ins Projekt mit einbezogen, so dass die Besichtigung über eine plastisch gestaltete Betontreppe durch diesen paradiesischen Garten hindurch wieder vor den Schiffscontainern und dem Pumpenhaus endet.
Mit der Umnutzung des Wasserturms und des Pumpenhauses zu einem Ausstellungsort bekommt das Ensemble nun noch eine neue Bedeutung: Es ist nicht nur Wahrzeichen der Stadt und Zeitzeuge der Stahlindustrie Düdelingens, sondern wird nun auch zu einem Ort der Kultur, in dem die Geschichte erlebbar wird.
Eckdaten | Dates clés
Bauherr | Maître d’ouvrage
Ministère de la Culture, Service des Sites et Monuments Nationaux
Architektur | Architecture
kaell architecte | Jim Clemes Atelier d’Architecture et de Design
Statik | Génie Civil
Daedalus Engineering
Gebäudetechnik | Génie Technique
Jean Schmit Engineering
Betonberatung | Conseil béton
RW Consult
Erste Programmstudien | Premières études programmatiques:
06/2002
Vorprojekte | Avant-Projets:
10/2005, 02/2008, 02/2009
Baubeginn | Début du chantier:
05/2009
Fertigstellung und Eröffnung | Fin du chantier et inauguration:
09/2012
Baujahr des Wasserturms | Année de construction de la tour:
1928
Höhe des Wasserturms | Hauteur de la tour:
56m
Wasserbehälter | Réservoir de la cuve:
ca 1.000 m3
Baujahr Pumpenhaus | Année de construction de la salle de pompage:
1920
Dimensionen Pumpenhaus | Dimensions de la salle de pompage:
25m x 12m






