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Wir Manager
Die Ausstellung "Wir Manager" im Vögele Kultur Zentrum, Pfäffikon SZ (Schweiz) inszeniert drei Hauptkapitel. Die beiden ersten, "Der Manager" und "Die Manager", mit einem sanften Übergang, besetzen den vorderen Raum, während sich das dritte, "Wir Manager", mit deutlicher Zäsur im Anbau entfaltet.
Gleich in der Einführung, im "Management Summary", ist ein Trickfilm des goetheschen "Zauberlehrling" ein schlüssiges Bild für die ganze Ausstellung.
Unverkennbar für Massanzüge, Power Point Hintergründe, Seriosität, aber auch für Fliegen, Tauchen und Segelfans - die Farbe Blau. Sie bestimmt den gekurvten Hauptausstellungsraum, die Traumwerkstatt für schnelle Schlitten, im Vögele Kulturzentrum. Die lange blaue Wand mit Bügelfalten begleitet den Bereich "Der Manager", die mit der Hall of Fame den Rückenwind der Top-Manager symbolisiert. Wer es hierher geschafft hat erhält Anrecht auf einen Schleudersitz mit goldenem Fallschirm. Gegenüber der Hall of Fame, abseits vom Wind, die Hall of Shame.
Management-Karrieren sind so etwas sind wie ein lebenslanges Fitnessprogramm. Im zweiten Kapitel "Die Manager" wird die Bürolandschaft zum Fitnessprogramm. Fitness dient als Assoziationsfeld in diesen weissen Räumlichkeiten, und im Gegensatz dazu stehen Elemente von Büros und Büro-Landschaften. Auf der Strecke zum Ziel strampeln die Manager im Gegenwind Richtung Spiegelwand, wobei der Spiegel ihre Selbstwahrnehmung irritiert und sie erkennen lässt, dass das Topmanagement in die andere Richtung geführt hätte. Sinnbildlich dafür ist der ganze Raum auf die Spiegelwand ausgerichtet.
Auf der Galerie im ersten Stock befindet sich die "Beobachtungsstation" in die Ausstellung selbst und die Welt des Managements.
Der dritte Bereich "Wir Manager" zeigt die poetische Unruhe des Lebens ausserhalb der Manager-Bürokultur auf. Im leicht verdunkelten Raum manifestieren die Videoinstallationen in der rapsgelben Sitzlandschaft, wie sehr wir alle unser Leben und auch unsere Freizeit managen - wir Manager.
www.voegelekultur.ch
Monografie
Holzer Kobler Architekturen, Mise en scène
....“Who can say whether an office building will always stay an office building, or a house will always be a house? Exhibition designing helps you learn to deal with transformation as a fundamental aspect of architecture“....
Mise en scène ist die erste umfassende Monografie über Holzer Kobler Architekturen. 26 Projekte werden mit zahlreichen Abbildungen vorgestellt. Eine Bildfolge zeigt die Arbeitsweise des Büros. Essays von Angelika Fitz und Stefan Trüby sowie ein umfangreiches Interview, moderiert von Martin Heller und Christoph Bürkle, erläutern die Arbeiten.
296 Seiten, über 300 Abbildungen, 23,5 x 29,5 cm, Leinenband mit Bauchbinde, deutsch/englisch, CHF 78.00, Euro (D) 54.–, Euro (A) 55.50, ISBN 978-3-7212-0755-2
Niggli Verlag, Zürich, 2010
Szenografie und Ausstellungsarchitektur
Etwa die Hälfte der Hochhäuser wurde seit Beginn des 21. Jahrhunderts gebaut. Dieser Bauboom macht das Hochhaus zu einem prägenden Bestandteil der wichtigsten kollektiven Lebenswelt von heute – der Stadt. Dabei hat jeder Ort sein eigenes Verhältnis zum Hochhaus. Anhand von Fotos, Filmen, Modellen und Plänen zeigt die international ausgerichtete Ausstellung aktuelle Bauten und Projekte in ihrem jeweiligenkulturellen und städtebaulichen Kontext, der sich etwa in Europa oder Asien sehr unterschiedlich präsentiert. Und künstlerische
Arbeiten kommentieren Hochhauswirklichkeiten in einer zusehends urbanisierten Welt.
Die Ausstellung spielt mit dem Wunsch moderner Hochhausstädte nach einer unverkennbaren Skyline. Diese erinnert an kristalline Strukturen oder an Türmchen aus Bauklötzen. Sie erhebt sich entlang der Strassenraster, bis sie sich im Smog und in der Perspektive verliert. Die Ausstellung greift die Verdichtung von Hochhausstädten auf und inszeniert sie mittels Schattenkulissen des barocken Theaters. Abstrahierte Schattenriesen fiktiver Gebäudevolumen, die sich bis in die Tiefe des Ausstellungsraumes aneinanderreihen, formen eine eigene, neue Skyline – sie bilden die Ausstellungswände, die sich dem Raster der Stützen der Ausstellungshalle unterordnen. Es entstehen Gassen, Plätze, Durchblicke, Sichtachsen und Horizonte. In dieser Kulisse finden sich Hochhausmodelle, Künstlerarbeiten und natürlich auch unsere Schauspieler, die Ausstellungsbesucher, wieder.
Die kulissenartigen Ausstellungskörper bestehen aus zwei Wandscheiben, die durch unterschiedlich hohe Sockel miteinander verbunden sind. Die Sockel dienen als Sitzflächen und gleichzeitig als Podeste für Exponate. Träger der Fotografien und Bilder sind die abstrakt weissen Aussenseiten der Wände. Ihre Rückseiten mit vier verschiedenen, aus den ausgestellten Fotografien destillierten Farben, sind einander zugewandt.
Sie beziehen sich auf das bunte Innenleben der Hochhäuser, das oft in Kontrast zum homogenen Äusseren steht. Tageslicht und regelmässiges Kunstlicht durchfluten diese fiktive kleine Hochhausstadt.
www.holzerkobler.ch
Szenografie „Wir Manager“
Gleich in der Einführung, im „Management Summary“, ist ein Trickfilm des goetheschen „Zauberlehrling“ ein schlüssiges Bild für die ganze Ausstellung.
Unverkennbar für Massanzüge, Power Point Hintergründe, Seriosität, aber auch für Fliegen, Tauchen und Segelfans - die Farbe Blau. Sie bestimmt den gekurvten Hauptausstellungsraum, die Traumwerkstatt für schnelle Schlitten, im Vögele Kulturzentrum. Die lange blaue Wand mit Bügelfalten begleitet den Bereich „Der Manger“, die mit der Hall of Fame den Rückenwind der Top-Manager symbolisiert. Wer es hierher geschafft hat erhält Anrecht auf einen Schleudersitz mit goldenem Fallschirm. Gegenüber der Hall of Fame, abseits vom Wind, die Hall of Shame.
Management-Karrieren sind so etwas sind wie ein lebenslanges Fitnessprogramm. Im zweiten Kapitel „Die Manager“ wird die Bürolandschaft zum Fitnessprogramm. Fitness dient als Assoziationsfeld in diesen weissen Räumlichkeiten, und im Gegensatz dazu stehen Elemente von Büros und Büro-Landschaften. Auf der Strecke zum Ziel strampeln die Manager im Gegenwind Richtung Spiegelwand, wobei der Spiegel ihre Selbstwahrnehmung irritiert und sie erkennen lässt, dass das Topmanagement in die andere Richtung geführt hätte. Sinnbildlich dafür ist der ganze Raum auf die Spiegelwand ausgerichtet.
Auf der Galerie im ersten Stock befindet sich die „Beobachtungsstation“ in die Ausstellung selbst und die Welt des Managements.
Der dritte Bereich „Wir Manager“ zeigt die poetische Unruhe des Lebens ausserhalb der Manager-Bürokultur auf. Im leicht verdunkelten Raum manifestieren die Videoinstallationen in der rapsgelben Sitzlandschaft, wie sehr wir alle unser Leben und auch unsere Freizeit managen – wir Manager.
MISE EN SCÈNE <EX 545>
Barbara Holzer und Tristan Kobler
Ausstellungsgestaltung beschäftigt sich mit der Frage der Transformation. Der Szenograf formt einen vorhandenen Raum um, denn es existiert kein neutraler Ort oder neutraler Raum. Die Transformation ist eng an den Inhalt gebunden, und der ändert sich bei jeder Ausstellung. Dasselbe gilt, wenn wir ein Gebäude entwerfen. Wer kann voraussagen, dass ein Bürogebäude immer ein Bürogebäude bleibt, ein Wohnhaus immer ein Wohnhaus? Die Ausstellungsgestaltung lehrt uns mit der Transformation, einem fundamentalem Aspekt in der Architektur, umzugehen. Sie zeigt, dass Menschen Architektur nie aus der Vogelperspektive sondern immer auf Augenhöhe wahrnehmen, wobei die Art, wie sich eine Person durch den Raum bewegt, wesentlich ist. Die Sicht auf Raum ist fragmentiert; die Wahrnehmung wird zu einer Sequenz von Bruchstücken.
Realstadt
2.10. - 28.11.2010 ehemaliges Kraftwerk Mitte, Köpenicker Strasse 70, 10179 Berlin
Architektur, Szenografie und Ausstellungsgrafik: Holzer Kobler Architekturen
Konzept: Angelika Fitz, Martin Heller
Gerüchte, Ausstellung Museum für Kommunikation, Berlin
Museum für Kommunikation Berlin, 1. Oktober 2010 bis 27. Februar 2011
Ein schmaler Gang führt die Ausstellungsbesuchenden ins Reich der „Fama“, einer zeitgenössischen Visualisierung der antiken Gerüchtegöttin. Dem verführerischen Wesen ist allerdings mit Vorsicht zu begegnen, denn „Fama“ setzt nach Lust und Laune harmlose, aber auch zerstörerische Gerüchte in die Welt. Zentrum ihres schillernden Domizils ist der „Flüsterwald“, ein undurchdringbares und zugleich fragiles Holznetzwerk. Darin verwoben präsentiert sie Ihre Trophäen, Originale sowie eigens für ihren Auftritt in der Ausstellung entwickelte und hergestellte Exponate und interaktive Stationen.
Der treueste Helfer der „Fama“ ist der Agent im Dienste des Gerüchts. Er sammelt die neuesten Gerüchte aus den Printmedien und dem Internet, gibt das „Neuste“ brühwarm an die Ausstellungsbesuchenden weiter und versucht gleichzeitig ihnen ihre neuesten Gerüchte zu entlocken.
Wechselausstellung
Museum für Kommunikation Bern, Museum für Kommunikation Berlin
Neubau und Umnutzung ehemaliges Industrieareal, Dietikon (Zürich), Schweiz 2008
Dem Projekt liegt eine gesamtheitliche Betrachtung des angrenzenden Gebietes zu Grunde. Ziel war der Erhalt der grundlegenden Eigenschaften des Areals: des Industriecharakters im ehemaligen Dorfkern, seiner Nutzungsvielfalt, seiner Vielseitigkeit, Heterogenität und baulichen Dichte. Dies wurde zum einen über die Sanierung historischer Gewerbestätten wie dem Sudhaus, dem Gewebehaus und dem ehemalige Restaurant Linde erreicht. Zum andern wurde das Erscheinungsbild Dietikons von der neuen Bebauung weitergeführt und aufgewertet.
Der Kopfbau
Im östlichen Teil des Grundstückes an der Badener Strasse entstand ein 7-geschossiges Wohn- und Geschäftshaus. Die um den Kopfbau rotierenden Einschnitte, die als Balkone genutzt werden, gliedern den Baukörper und führen in den oberen Geschossen zu individuellen Wohnungsgrundrissen mit abwechslungsreichen Ausblicken in Landschaft und bis zum Stadtrand von Zürich. In den unteren Geschossen entstanden attraktive Flächen für Ladenlokale und Büros. Die gläserne Fassade verleiht dem Gebäude ein modernes Gesicht und verbindet sich durch die Reflexion in der Höhe mit dem Himmel. Mit der Höhe und Platzierung des Gebäudes stärkt der Kopfbau die bestehende Zeichenhaftigkeit des Ortes und stellt neben dem markanten RWD-Hochhaus einen zweiten bedeutenden Orientierungspunkt entlang der zentralen Verbindungsstrasse nach Zürich dar.
Wohnhäuser
Im rückwärtigen Bereich des Areals entstanden 4 Wohngebäude mit insgesamt 27 Wohneinheiten von 80 bis 145 m2, die grosszügig auf 3 1/2 bis 4 1/2 Zimmer aufgeteilt sind. Sämtliche Wohnungen verfügen über grosse Balkone oder Terrassen. Im Erdgeschoss werden partiell Räume für Büros und Ateliers angeboten. Die gestalterisch hochwertigen Neubauten sind mit einer leichten und transparenten Glasfassade verkleidet, in der sich die Umgebung mit den benachbarten Gebäuden spiegelt.
Aufgaben:
Architektur, Phasen 1-5 nach SIA
Signaletik
Planung Mieterausbauten
Arche NebraBesucherzentrum zur Himmelsscheibe von NebraWangen (Sachsen-Anhalt), Deutschland 2007
Arche Nebra
Der mit rauem Putz verkleidete Sockel schiebt sich aus dem natürlichen Hang in Richtung des Flusstales. Über dem Sockel sitzt, von der Ferne kaum sichtbar, das transparente Erdgeschoss, das von allen Seiten den freien Blick in die Landschaft gewährt. Es tritt architektonisch in den Hintergrund und lenkt die gesamte Aufmerksamkeit auf das auskragende Obergeschoss, das Kernstück des Gebäudes. Gegenläufig geneigte Wandflächen sowie ansteigende Dachebenen verleihen der goldenen Barke ein dynamisches äußeres Erscheinungsbild und ein einzigartiges räumliches Erlebnis. Je nach Sonneneinfall bieten die goldfarben eloxierte Aluminiumfassade und die verglasten Stirnseiten des Besucherzentrums ein Lichtspiel mit der Reflexion von Himmel und Erde.
Nahezu Nord-Süd ausgerichtet, öffnet sich das nördliche Ende der Barke mit einem raumhohen Panoramafenster auf den Turm und holt damit den Fundort der Himmelsscheibe, in das Gebäudeinnere. Das zweite Panoramafenster auf der Südseite des Gebäudes dagegen gibt den Blick frei auf die sanft hügelige Landschaft entlang der Unstrut. Die beiden Präsentationsräume sind durch einen offenen Grundriss verbunden, zentral dazwischen liegt das Planetarium. Ein grosszügiger Lichthof erschließt das obere Geschoss vertikal.
Aussichtsturm
Die Fundstelle der Himmelsscheibe von Nebra auf dem Mittelberg ist mit einem Aussichtsturm markiert. Leicht geneigt ist der 30 Meter hohe Turm wie der Zeiger einer überdimensionalen Sonnenuhr gestaltet. Durch einen vertikalen Schlitz im Turm, auf der Sichtachse zum Brocken, kann zum Zeitpunkt der Sommersonnenwende der Sonnenuntergang beobachtet werden. Die Ausrichtung der Himmelsscheibe wird mittels Sichtachse von Mittelberg zum Brocken zur Sommersonnenwende justiert. Ein Fußweg verbindet das Besucherzentrum mit dem einen Kilometer entfernten, hundert Meter höher liegenden Turm. Über 176 Stufen gelangen die Besucher zur Aussichtsplattform, wo auf der Brüstung die Sichtbezüge zur Landschaft markiert sind. Die Treppe folgt der gelb leuchtenden Innenform des Turms, ohne den vertikalen Gebäudeschnitt zu queren.
Aufgaben:
Neubau Besucherzentrum und Aussichtsturm
Phasen 1-8 nach HOAI
http://www.himmelsscheibe-erleben.de/arche_nebra/architektur/
Arche Nebra Dauerpräsentation im Besucherzentrum Wangen (Sachsen-Anhalt), Deutschland 2007
Die Landschaft um den Mittelberg bildet die gestalterische und inhaltliche Klammer der Präsentation: Zum einen wird durch das große Fenster des Hauptpräsentationsraums der Blick auf die reale Landschaft inszeniert, zum anderen wird die Landschaft auf der gegenüberliegenden Raumwand modellhaft nachgebildet. Zwischen den beiden Landschaftsbildern findet sich ein „Stück Himmel“, eine Raumkomposition, die die Motive der Himmelsscheibe, Plejaden, Voll- und Sichelmond perspektivisch sichtbar macht. Dringt der Besucher tiefer in den Raum, verwandelt sich die Sicht auf die Raumkomposition und es offenbaren sich ihm neue, überraschende Perspektiven auf die Himmelskörper.
Die zentralen Themen der Hauptpräsentation sind die Himmelsscheibe und ihre astronomische Bedeutung, die Zeit ihrer Herstellung und die Geschichte ihres Fundes. Die Präsentationsform befriedigt zum einen das Bedürfnis der Besucher nach umfassender Information, zum anderen werden die Inhalte durch den Einsatz verschiedener digitaler und analoger Medien wie Trickfilmen, Cartoons, Handpuppentheater und 3D-Animationen spielerisch vermittelt. Für den Besucher wird die Himmelsscheibe aus vielfältigen Perspektiven erlebbar. Es werden ihm neue Blicke auf Interpretation und Geschichte der Himmelsscheibe eröffnet und eigene Sichtweisen ermöglicht.
Das Planetarium ist den astronomischen Bezügen und Deutungen der Himmelsscheibe gewidmet und bietet mit seiner sieben Meter breiten Projektionskuppel den Besuchern ein außergewöhnliches Erlebnis. Exklusiv für die Arche Nebra wurde eine Show produziert, die auf spielerische Weise die komplexen, astronomischen Vorgänge auf der Himmelsscheibe vermittelt.
Aufgaben:
Szenografie und Ausstellungsarchitektur der Dauerpräsentation,
inhaltliches Konzept und Kuratierung
Ausstellungsarchitektur
Szenografie
Ausstellungsgrafik mit L2M3
Medienplanung mit iart interactive
Lichtplanung
Planetariumsshow mit dem Planetarium Hamburg und Landesmuseum für Vorgeschichte Halle
http://www.himmelsscheibe-erleben.de/arche_nebra/dauerpraesentation/
Geschichte Schweiz
Der zweite Teil, mit dem Titel „Geschichte Schweiz“, erzählt in vier thematischen Kapiteln zentrale Aspekte der Landesgeschichte in Wechselbeziehung mit dem Ausland. Die unterschiedlichen Rhythmen – Kontinuitäten und Diskontinuitäten, wie sie das heutige Geschichtsbild definiert – spiegeln sich in der Szenographie und der gewählten Raumabfolge wieder, so dass ein enges Zusammenspiel zwischen den einzelnen Räumen mit ihren spezifischen Eigenheiten und dem jeweiligen Ausstellungsthema entsteht. Im Mittelpunkt des Rundgangs steht die so genannte Ruhmeshalle, ein Stück Schweizer Nationalgeschichte. Eine 85 Meter lange Holzrampe macht die Dimensionen und die außergewöhnliche Stimmung des Raums für die Besucher sinnlich erfahrbar und begleitet sie bei ihrem Gang durch die Schichten der Schweizerischen Geschichte. Einen weiteren Akzent setzt das aus der Rampe herausragende „Mythenrad“, eine 9 Meter große, sich drehende Installation, die alte Schweizerische Mythen aus verschiedenen Perspektiven in ein neues Licht rückt.
Galerie Sammlung
In der „Galerie Sammlung“ unternehmen die Besucher eine Entdeckungsreise durch die kunstgewerblichen Sammlungen des Schweizerischen Landesmuseums. Die Herausforderung war hier, die Vielfalt, den Reichtum der heterogenen Sammlungsbereiche – von mittelalterlichen Madonnen bis zu modernen Designklassikern – in ein Gesamtbild zu fassen und dennoch die Individualität und Besonderheit der Einzelobjekte zu betonen. Diese Aufgabe übernimmt eine dynamische Raumskulptur, die sich als zentrales Element frei durch die Räume bewegt, sie gliedert, Akzente setzt und intime Raumeinheiten oder grosszügige Vitrinenräume ausbildet. Die Exponate in Gattungsgruppen geordnet, kommen in individuellen Inszenierungen, die in Anlehnung an ihre Bedeutung oder ihre ursprüngliche Funktion entwickelt wurden, auf überraschende Art zur Geltung. So formen mittelalterliche Skulpturen den „Chor der Madonnen“, Palmesel führen eine „Prozession“, goldene Preziosen tanzen im „Menuett“ und die schönsten Gewänder stolzieren auf dem „Catwalk“.
All we need
All you need is love... – aber nicht nur. ALL WE NEED erforscht die Welt als einen globalen Markt voller menschlicher Träume rund um das Streben nach einem glücklichen Leben. Schauplatz ist die ehemalige Gebläsehalle des Hüttenwerks Esch/Belval, eine verlassene Kathedrale des Industriezeitalters. Auf 5000qm geht die Ausstellung den Bedürfnissen der Menschen, den Ressourcen des Planeten und einer fairen Globalisierung nach.
Ohne jemals den moralischen Zeigefinger zu erheben, zeigt die Ausstellung Alternativen für Konsum und Lebensstil auf, insbesondere durch das Beispiel des Fairen Handels. Sie bietet die Möglichkeit zur Reflexion und macht Aktionsvorschläge zu grundlegenden Fragen der Zukunft der Menschheit: Welches sind unsere fundamentalen Bedürfnisse, und wie können wir diese befriedigen, ohne dabei das Überleben des Planeten oder die Menschenrechte in Gefahr zu bringen?
Zehn große Bilder erzählen von dem, was wir täglich brauchen und verbrauchen: Relax! Survive! Choose! Protect! Love! Belong! Create! Understand! Dream! Stand Up! Zahlreiche zeitgenössische Künstler entwickelten zum Teil speziell für die Ausstellung Arbeiten zum Thema. Zusammen mit spektakulären Installationen wie einer 25 Meter hohen Rakete, einem Meer aus 44'000 Wasserflaschen oder Statistiken mit Reiskörnern regen sie die Besucher zur Reflexion der Bedürfnisse, die allen Menschen gemeinsam sind, an.
Aufgaben:
Inhaltliches Konzept und Kuratierung zusammen mit iart interactive und Plinio Bachmann
Ausstellungsarchitektur
Szenografie
Ausstellungsgrafik
Medienplanung mit iart interactive
Lichtplanung mit iart interactive
Konzeption und Herausgeber des Ausstellungskatalogs mit iart interactive
RWD-Hochhaus
Das RWD-Hochhaus, welches wie ein Ausrufezeichen westlich des Dietikoner Stadtzentrums liegt, ist von weither zu sehen und gilt hier als Wahrzeichen. 1962 wurde das Hochhaus als Teil einer Städtebauvision errichtet und galt bereits damals durch seine Höhe und Gestalt als ein Landmark für Dietikon und die Umgebung.
Nach gut 40 Jahren war nun eine Renovierung des Gebäudes notwendig. Der ikonenhafte Charakter des RWD-Hochhauses blieb trotz Sanierung bewusst erhalten. Die Charakteristika des Gebäudes, die horizontale Gliederung der Längsfassaden im Kontrast zu den geschlossenen Stirnseiten werden beibehalten.
Mit einem vertikal verlaufenden Leuchtelement und einem auskargenden Volumen auf dem Dach wird ein neuer gestalterischer Akzent gesetzt, der die Zeichenhaftigkeit des Gebäudes in einen zeitgenössischen Kontext stellt.
Puls Thun und Rex Thun
Auf dem ehemaligen Gewerbe- und Industrieareal der Firma Emmi und des Kinos Rex im Herzen von Thun entsteht eine neue Stadt in der Stadt, die Wohnen, Arbeiten, Freizeit und Einkaufen miteinander vereint. Das Areal, gefasst von den Bahngleisen auf der einen und der Allmendstrasse auf der anderen Seite, befindet sich in unmittelbarer Nähe zu Altstadt und Aare und verfügt über eine optimale Anbindung an die öffentliche und private Erschliessung.
Das architektonische Konzept verbindet die beiden Areale Puls Thun und Rex Thun städtebaulich miteinander. Ein durchgängiges Sockelgeschoss, in dessen Erd- und Untergeschoss sich öffentliche Nutzungen wie Verkauf und Gastronomie befinden, definiert den Strassenraum. Auf den Dächern dieser Baukörper entstehen gleich einer Oase inmitten der Stadt Gärten und Freiräume für die Anwohner. Drei geknickte, riegelartige Baukörper und ein vertikales Gebäude, alle auf dem Plateau des Sockels angeordnet, kreieren spannungsvolle Stadträume. Die Neubauten umspülen zwei historische Bestandsbauten – Zeugen der früheren industriellen Nutzung – und integrieren diese in ein neues Ganzes.
Im Westen des Grundstücks ragt das Hochhaus, in dem grosszügige Wohnungen mit einmaliger Weitsicht entstehen, als Wahrzeichen in den Himmel. Moderne Wohnungen mit frei auskragenden Balkonen sind im riegelartigen Baukörper entlang der Allmendstrasse geplant. Im an der Bahnlinie gelegenen Gebäude werden gut erschlossene Seniorenwohnungen untergebracht.
Rex Thun führt die Thuner Kinotradition weiter, die seit 1952 auf dem Areal beheimatet ist, und verbindet sie neu mit Arbeit, Freizeit und Wohnen. Neben dem Multiplexkino entstehen hier ein Cityhotel, Dienstleistungsflächen, Gastronomiebereiche sowie einige attraktive Mietwohnungen. Die städtebaulich geschickt gestaltete Verbindung zu Puls Thun ermöglicht einen fliessenden Übergang zwischen den beiden Arealen.
Die geplante Nutzungsvielfalt macht Puls Thun und Rex Thun zu einem urbanen Treffpunkt für alle Generationen: die Shoppingmall mit Geschäften und Gastrobetrieben und der Stadtplatz mit Kino, Hotel und Restaurants schaffen Raum für kulturellen Austausch. Auf produktive Weise überlagern sich öffentliche und private Bereiche und bilden ein vielfältiges, lebendiges Ganzes. Die elegante Verflechtung von alter und neuer Bausubstanz schafft eine atmosphärische Verdichtung des ehemaligen Industrieareals und macht den Ort zu einem neuen, attraktiven Anziehungspunkt für die Stadt Thun.
Suurstoffi
In zwei alten Fabrikhallen auf der Langweid, am Rande von Rotkreuz, wurde einst reiner Sauerstoff produziert. In Zukunft wird dort eine Überbauung stehen, deren Namen Suurstoffi noch an die Vergangenheit erinnert. Risch-Rotkreuz hat sich in den letzten dreissig Jahren zu einer Stadt gemausert. Suurstoffi reagiert auf diese Entwicklung und schafft Wohnraum für mehrere hundert Menschen. Das Areal wurde in fünf Baufelder unterteilt, wobei wir den Zuschlag für das an den Gleisen liegende Baufeld 5 erhielten.
Eine Komposition aus verschiedenen kubischen Volumina bildet einen differenzierten Gebäudekomplex, der sich mäanderförmig entlang der Gleise erstreckt. Der massive Baukörper erhält durch die vielschichtige Form eine erstaunliche Leichtigkeit. Zwei räumliche Fugen trennen die Volumenkomposition in drei unabhängige Gebäude und schaffen Transparenz. Die eigenwilligen Formen der drei Bauten setzen in ihrer Gesamtheit ein starkes städtebauliches Zeichen.
Das eine Gebäude ist ein Bürohaus, die anderen beiden verbinden Wohnen und Arbeiten. Die verschiedenen Nutzungen sind aufeinandergestapelt und ineinander verkeilt. Durch unterschiedliche Farbgebung und Materialwahl wird die Grossform weiter aufgebrochen, und es entsteht eine einzigartige Identität.
Im Mikrokosmos Suurstoffi verfügt jede Wohnung über einen individuellen Grundriss und einen eigenen attraktiven Aussenraum, sei es eine Loggia, ein Lustpavillon oder sonst eine grüne Oase. Die bewachsenen Fassaden und Dachgärten ändern ihr Aussehen im Laufe der Jahreszeiten. Suurstoffi schafft hochwertigen Wohn- und Arbeitsraum für ganz unterschiedliche Zielgruppen und lässt mitten in der Landschaft eine neue Landschaft entstehen.
Zeit und Messel Welten
Die Grube Messel ist eine einzigartige Fundstätte von Fossilien. Sie bietet weltweit unvergleichlich wertvolle Informationen über das Eozän und wurde 1995 in die Liste des UNESCO Weltkultur- und Naturerbes aufgenommen.
Das am originalen Fundort gelegene Besucherinformationszentrum gewährt inszenierte Einblicke in Lebensräume längst vergangener Zeiten und lässt die Besucher unmittelbar in die Schätze des Erdreiches eintauchen. Fundierte Fakten und wissenschaftliche Hintergründe zur Geschichte der Grube und ihren wertvollen Fossilienfunden werden in atmosphärischen Räumen vermittelt und lassen die Besucher auf unterhaltsame Weise die Dynamik der Welt und die treibende Kraft der Evolution erleben.
Das Ausstellungskonzept fügt sich in die mit durchgehenden Wandscheiben strukturierte Gebäude-architektur ein und besetzt diese - wie Fossilien geologische Schichten- mit raumgroßen Einbauten. Es ist eine bizarre, versteinerte Landschaft, in welcher die unterschiedlichsten Schätze und Zeugen vergangener Zeiten verspielt eingebettet sind.
BAU.ART.ThüringenEine Reflexion des Planens und Bauens
Aus Anlass des zwanzigjährigen Bestehens der Architektenkammer Thüringen wird im alten Heizwerk am Brühl in Erfurt eine Ausstellung zur Baukultur in Thüringen präsentiert. Vor dem endgültigen Umbau das Gebäude in seiner jetzigen, grundsanierten Form als temporäre Präsentationshülle für die Reflexion, Entwicklung und Vision der Baukultur genutzt.
Die Inszenierung der Ausstellung BAU.ART.Thüringen orientiert sich am Raumrohling des Heizwerkes. Mit sehr einfachen, typischen Baumaterialien wird der raue Duktus des Hauses fortgeführt. Das Ausstellungskonzept umfasst einen informativen Teil im Foyer des Heizwerkes und einen visionären Teil im Kesselraum.
Informativer Bereich
Durch das Foyer mit Bar betritt der Besucher die Ausstellung. Der zentral gestellte Informationstresen und eine Ruhezone bestehen aus grossformatigen Planschränken, einem nicht mehr gängigen aber ursprünglich ganz typischen Büromöbel für Architekten. Vom Foyer aus und kann sich der Besucher seinen Weg in der insularen Struktur der Ausstellung selber auswählen. Zu seiner Linken bildet das Grossdiagramm „Statistisches Mittelgebirge Thüringen“ die demographische Entwicklung seit 1990 ab, mit Bezug zu Entwicklungen von beispielsweise Neubauwohnungen, Bettenzahlen in Krankenhäusern oder Verkaufsflächen. Ein Ausblick bis 2030 spannt den Bogen zum atmosphärischen Bereich der Ausstellung im Kesselraum. Der demographischen Entwicklung werden auf Lesepulten präsentierte Folianten zu den Themen Arbeiten, Handeln, Wohnen, Lernen, Erholen und Heilen beigestellt. Der Besucher kann an den Stationen in den Folianten lesen und blättern wie in einem Buch und sich vertieft mit den Themen befassen.
Auf einer Schaurampe zeigt eine Grafiktapete alternative Entwürfe für die neue Nutzung des Gebäudes.
Hinter der Veranstalterin der Ausstellung, der Architektenkammer Thüringen, stehen deren Mitglieder. Einige Bauschaffende Thüringens stellen sich vor. Deren Statements bilden eine persönliche Sicht auf das Planen und Bauen und sind in Form von Fragebögen auf zwei grosse Tafeln gepinnt wie Flugblätter auf eine Plakatwand.
Der Planwald, eine von der Decke abgehängte Installation aus Plantafeln von Ausstellungen der AKT der letzten sechs Jahre, präsentiert dem Besucher in einer raumgreifenden Figur einen Auszug des Thüringer Baugeschehens der besagten Zeit anhand von realisierten Projekten. Die lineare Anordnung bildet als chronologische Kette eine amorphe Kabinettstruktur. Die Plantafeln wurden für die BAU.ART.Thüringen neu zusammengefasst und werden in dieser Konzentration erstmals gezeigt.
Unverkleidete Glühbirnen beleuchten das Foyer. Die einfache Ausführung und die offenen Lichtpunkte spiegeln die raue Gebäudehülle und den insularen Charakter dieses Ausstellungsbereiches wider.
Atmosphärischer Bereich
Der atmosphärische Bereich der Ausstellung im Kesselraum stellt eine von vielen möglichen Visionen des Planens und Bauens in Thüringen dar. Dieser Raum wird über einen Steg betreten, unter dem Architekturmodelle präsentiert werden, die geplante und realisierte Träume darstellen.
Beim Begehen des Steges vernimmt man – als akustische Vision - die „denkende Stimme“, gesprochene Zitate aus Italo Calvinos „Unsichtbare Städte“. Hier kann sich der Besucher einen ersten Überblick über das grossflächige, visionäre Wandbild verschaffen. Es zeigt Thüringen in seiner naturräumlichen Vielfalt und abstrahiert prägende Elemente seiner Kulturlandschaft. Nähert sich der Besucher dem Wandbild, eröffnet sich ihm eine weitere Betrachtungsebene. Plakativ gewählte Implantate, die auch noch während der ersten Laufzeit der Ausstellung auf dem Hintergrund angebracht werden, regen den Besucher an, eigene Visionen zu entwickeln und über zukünftige Entwicklungen nachzudenken. Der Entstehungsprozess des Wandbildes, der seinerseits Teil der Ausstellung ist, symbolisiert die Unfertigkeit und Möglichkeitsvielfalt der Vision, das sich ständig Entwickelnde.
Im Gegensatz zum Foyer werden der dunkle, gewaltige Raum und seine Präsentationen dezidiert beleuchtet. Das im Zentrum stehende Wandbild erscheint als leuchtendes Band mit Akzentuierungen auf den Implantaten, der Steg und die darunter ausgestellten Modelle werden indirekt beleuchtet und verleihen dem Raum etwas Sphärisches
Die Bourbaki Armee in der Schweiz
Panoramen sind das Massenmedium des 19. Jahrhunderts. Diese optische Sensation, Vorgänger des Kinos, lässt den Betrachter in die dargestellte Handlung eintauchen.
Seit 1889 ist das Bourbaki Panorama in einem eigens dafür erstellten Rundbau in Luzern beheimatet. Die Dauerausstellung, vermittelt historische Hintergründe und zeigt vertiefend die Bedeutung des Bildes auf.
1787 patentierte Robert Barker seine riesigen, naturalistischen Rundbilder. Die sehr populär gewordenen Panoramabilder wurden vielfach angefertigt, aber nur 27 davon bestehen heute noch. Eines von ihnen ist das Bourbaki Panorama, das innerhalb dieser Werke eine besondere Position einnimmt.
Während die Mehrzahl der Panoramas Heldentaten darstellen zeigt das Bourbaki Panorama den Übertritt der Bourbaki Armee in die Schweiz nach der fürchterlichen Niederlage von In seinem Bild klagt der Urheber und Augenzeuge Edouard Castres den Krieg an.
Kernstück der Ausstellung ist ein Panoramafilm der die geschichtlichen Hintergründe des deutsch-französischen Krieges und die äusserst prekären Bedingungen der Internierung von 87´000 französischen Soldaten.
Ebenso präsentiert er die erste grosse Herausforderung für das noch junge Schweizerische Rote Kreuz und die ausserordentliche Solidarität der Bevölkerung.
Film und Exponate in den Vitrinen sind dialogisch aufeinander abgestimmt, das Erlebnis der Besucher wird durch persönliche Zeugnisse im Film sowie durch originale Dokumente und Objekte in den Schaukästen verstärkt.
Hochhaus - Wunsch und Wirklichkeit
30.08.2011 bis 2.1.2012
Etwa die Hälfte der Hochhäuser wurde seit Beginn des 21. Jahrhunderts gebaut. Dieser Bauboom macht das Hochhaus zu einem prägenden Bestandteil der wichtigsten kollektiven Lebenswelt von heute - der Stadt. Die Szenografie spielt mit dem Wunsch moderner Hochhausstädte nach einer unverkennbaren Skyline.
Die Ausstellung greift die Verdichtung von Hochhausstädten auf und inszeniert als in die tiefe gestaffelte Schattenrisse nach dem Vorbild barocker Theaterkulissen. Die abstrahierten Hochhausumrisse der Ausstellungswände formen eine eigenen neue Skyline im Raum.
Die weissen Wände beidseitig der Pfeiler ordnen sich dem Stützenraster der Ausstellungshalle unter. Die bunten, in vier verschiedenen Farben gemalten, einander zugewandten Rückseiten repräsentieren deas bunte Innenleben der Hochhäuser, das oft im Kontrast zum homogenen Äusseren steht.
In dieser Kulisse finden sich Hochhausmodelle, skulpturale und fotografische Künsterarbeiten und natürlich auch unsere Schauspieler, die Ausstellungsbesucher, wieder.
Militärhistorisches Museum Dresden
Die Militärgeschichte ist Teil der deutschen Kulturgeschichte. Auf diesem Verständnis basiert die Neuausrichtung des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr in Dresden. Ausstellungskonzept und -gestaltung zielen auf den Dialog klassischer und ungewohnter Sichtweisen und erschließen einen neuartigen, gesellschaftsübergreifenden Zugang zu der komplexen Thematik.
Die neue Dauerausstellung geht in ihrer Architektursprache sowohl eine Symbiose mit dem klassizistischen Altbau als auch dem keilförmigen Neubau von Daniel Libeskind ein, der den Mittelflügel des bestehenden Gebäudes durchschneidet.
Inhaltlich und gestalterisch korrespondiert die Ausstellung mit den architektonischen Gegensätzen der beiden Gebäudeteile: Die Chronologie im Altbau zeigt als Zeitschiene strukturiert die Geschichte des deutschen Militärs; der Themenparcours im Neubau behandelt epochenübergreifend einzelne Aspekte und Phänomene des Militärs, welche die Gesellschaft nachhaltig beeinflussen.
Über 10.000 qm Ausstellungsfläche und mehr als 7.500 Exponate – von der kleinsten Anstecknadel über die Feldpostkarte bis zur Raumkapsel – sind Ausgangspunkt für die Gestaltung der beiden neuen Ausstellungsbereiche. Eine zusätzliche Erzählebene formt eine kritische Reflektion anhand von zeitgenössischer Medienkunst.
Architektur, Ausstellungsgestaltung und Inhalt des neuen Militärhistorische Museums sind Hand-in-Hand entworfen und realisiert. Die ganz selbstverständlich wirkende Symbiose aus Raum-Ausstellung-Objekte ist eine einmalige Darstellung der Geschichte des Militärs als Teil unserer Kultur.
Link:
www.mhmbundeswehr.de
Good Guys, REN: Good Design - Good Guys Sonderausstellung im Rahmen der 1st Beijing International Design Triennial BIDT
Die Frage nach der Qualität von Design und der Bedeutung, die gutes Design im Alltag hat, beschäftigt alle, die mit Design zu tun haben. Es ist notwendig, sich mit Konzepten und Aspekten des Guten auseinandersetzen – sowohl mit dem »Good Design« als auch mit den »Good Guys«, die es kreieren.
Die Ausstellung präsentiert aktuelle internationale und chinesische Designer Seite an Seite um kulturelle Unterschiede und Parallelen sichtbar zu machen.
Gutes Design braucht gute Designer. Es wurde eine Auswahl an Designern getroffen, die weltweit herausragende und nachhaltige Produkte unter Einsatz von innovativen Materialien und Technologien auf den Markt bringen.
Die Gestaltung der Ausstellung führt die einzelnen Werkbeiträge räumlich zusammen: ein Drache aus fast 200 000 Essstäbchen durchzieht den Ausstellungsraum. In dieser Installation befinden sich die unterschiedlichen Designobjekte – und ermöglichen so den Blick in die Zukunft des Designs.
Liebe deinen Nachbarn – Beziehungsgeschichten im Dreiländereck
Liebe deinen Nachbarn ist eine Zeitreise durch zwei Jahrhunderte mal schmerzvoller, mal wunderbarer, immer aber intensiver Nachbarschaftsbeziehungen im Dreiländereck Deutschland, Schweiz und Frankreich.
Fünf raumbestimmende Einbauten queren den ersten der beiden Ausstellungsräume. Als unterschiedlich gebaute Grenzkörper, deren Form, Höhe und Durchlässigkeit variieren, symbolisieren sie die verschiedenartigen Beschaffenheiten nachbarschaftlicher Beziehungen: einmal ist der Nachbar Gastfreund, dann Feind, Retter, Verbündeter oder Machthaber. Die Holzkörper integrieren Vitrinen und Exponate und ordnen sie thematisch.
Die Beziehung zum Nachbarn als Ernährer, Vorbild oder Freund wird in einem zweiten Raum in einem Gartenzelt mit grossem, langem Tisch inszeniert.
„Lieben Sie ihren Nachbarn?“ Antworten darauf geben Menschen aus dem Dreiländereck in einem Film am Schluss der Ausstellung.
Unsere grafische Umsetzung von Katalog, Plakat und Ausstellung runden das gestalterische Gesamtkonzept ab.
www.liebedeinennachbarn.ch





