Goetz Hootz Castorph Architekten und Stadtplaner GmbH
Bäckerstrasse 57
D-81241 München
T (089) 82 99 93 0
F (089) 82 90 80 54
mail@goetzhootzcastorph.de
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Fassadenplanung Gesundheitszentrum Giesinger Bahnhof,München, 2009
Das Gebäude stellt als großes, durchgängig gestaltetes Volumen einen kräftigen Orientierungspunkt im städtischen Umfeld dar.
Durch seine Formung nimmt der Baukörper den Dialog mit den sehr unterschiedlichen Gebäuden und Maßstäben seiner Umgebung auf.
Die eindeutige Geste der Grundrißdisposition - der den Platz ruhig umfassende und vereinheitlichende Winkel - soll in der Durchbildung des Volumens weitergeführt werden. Durch die immer in Nord-Süd-Richtung verlaufende Abfolge von schräger und ebener Dach- bzw. Fassadenfläche entsteht ein formal kohärenter Baukörper, der aus jedem Blickwinkel seine gestaltbildende Grundidee erkennen läßt.
Die Ecken des Baukörpers sind geschlossen und nicht durch Fensteröffnungen unterbrochen. In den klar begrenzten Fassadenflächen sitzen die großmaßstäblichen Öffnungen der Gebäudehaut. Die geschlossenen Flächen erhalten ihre Gliederung durch das Netzmuster von Patina bildenden, verzinnten Kupferschindeln, die dem Bau eine lebendige Oberfläche geben, und in ihrer Feinheit Bezug nehmen auf die Fassadenstruktur des historischen Giesinger Bahnhofs.
Durch seine Formung nimmt der Baukörper den Dialog mit den sehr unterschiedlichen Gebäuden und Maßstäben seiner Umgebung auf.
Die eindeutige Geste der Grundrißdisposition - der den Platz ruhig umfassende und vereinheitlichende Winkel - soll in der Durchbildung des Volumens weitergeführt werden. Durch die immer in Nord-Süd-Richtung verlaufende Abfolge von schräger und ebener Dach- bzw. Fassadenfläche entsteht ein formal kohärenter Baukörper, der aus jedem Blickwinkel seine gestaltbildende Grundidee erkennen läßt.
Die Ecken des Baukörpers sind geschlossen und nicht durch Fensteröffnungen unterbrochen. In den klar begrenzten Fassadenflächen sitzen die großmaßstäblichen Öffnungen der Gebäudehaut. Die geschlossenen Flächen erhalten ihre Gliederung durch das Netzmuster von Patina bildenden, verzinnten Kupferschindeln, die dem Bau eine lebendige Oberfläche geben, und in ihrer Feinheit Bezug nehmen auf die Fassadenstruktur des historischen Giesinger Bahnhofs.
Neubau der Firmenzentrale der Drägerwerk AG in Lübeck, 2008
Die neue Firmenzentrale von Dräger Medical in Lübeck liegt an einer Hangkante oberhalb der Trave in Sichtweite zur historischen Altstadt. Auf einer Fläche von 26.000 qm BGF entstehen Arbeitsplätze für ca. 1.200 Mitarbeiter in den Bereichen Forschung und Verwaltung. Goetz und Hootz Architekten hatten sich im Frühjahr 2005 in einem mehrstufigen Verfahren gegen drei Mitbewerber durchgesetzt. Der Bauherr entschied sich für eine rational geprägte Lösung: eng vernetzte Büro- und Laborspangen legen sich um 4 weite Innenhöfe. Der zentrale Hof ist mit einem Glasdach überdeckt und bildet das kommunikative „Herz“ der neuen Unternehmenszentrale.
Die skulpturale Gebäudeform entwickelt sich aus einer einfachen und an maximaler Flexibilität orientierten Grundrissstruktur. Die Dachflächen sind durch Schrägdächer verbunden, unter denen doppelgeschoßige Arbeitsräume angeordnet sind. Es entsteht eine sanft geformte Dachlandschaft als Antwort auf die bewegte Topographie.
Bauherr: Molvina Vermietungsgesellschaft mbH&Co.
Objekt Finkenstraße KG, Düsseldorf
Generalübernehmer: Commerzleasing und Immobilien
CommerzBaucontract GmbH, Düsseldorf
Nutzer: Drägerwerk AG, Lübeck
L: Vogt Landschaftsplaner GmbH, München
Foto: Michael Heinrich
Die skulpturale Gebäudeform entwickelt sich aus einer einfachen und an maximaler Flexibilität orientierten Grundrissstruktur. Die Dachflächen sind durch Schrägdächer verbunden, unter denen doppelgeschoßige Arbeitsräume angeordnet sind. Es entsteht eine sanft geformte Dachlandschaft als Antwort auf die bewegte Topographie.
Bauherr: Molvina Vermietungsgesellschaft mbH&Co.
Objekt Finkenstraße KG, Düsseldorf
Generalübernehmer: Commerzleasing und Immobilien
CommerzBaucontract GmbH, Düsseldorf
Nutzer: Drägerwerk AG, Lübeck
L: Vogt Landschaftsplaner GmbH, München
Foto: Michael Heinrich
Fontavia Parkvillen - Wohnen im Herderpark, Bad Tölz, 2008
Im Herderpark, im ehemaligen Kurviertel von Bad Tölz gelegen, entsteht eine exklusive Wohnanlage mit ca. 30 Wohnungen. Hauptzielgruppe sind gut situierte Personen der “Generation 50+”, die an ihrem Zweitwohnsitz auch das Angebot und die Serviceleistungen eines 4-Sterne Hotels in Anspruch nehmen möchten. Der Entwurfsansatz verbindet die Vorzüge einer individuellen Privatwohnung mit den Annehmlichkeiten und dem Komfort des historischen Kurhotels “Jodquellen Hof”, in direkter Nachbarschaft zur Erlebnis- und Badewelt des “Alpamare”.
Die Wohnanlage gliedert sich in drei unterschiedlich proportionierte Baukörper, die mit dem Bestand des Herderhauses und der Wandelhallen ein Ensemble bilden. Die Gebäude fügen sich in die Topographie des Grundstücks am Ostrand des Parks ein.
Die Erhaltung des Charakters des Parks mit seinem schönen Baumbestand war eines der wichtigsten Ziele des Entwurfs. Die Gebäude stehen auf ihrem Sockel leicht über dem Gelände. Alle Wohnungen haben durch die großzügige Öffnungen und einer durchgängig vorgelagerten Balkonzone individuelle Freibereiche und eine direkte Beziehung zum Park.
Materialisierung und Formensprache der Baukörper entsprechen sowohl den zeitlosen Anforderungen an exklusives Wohnen, als auch einer zeitgemäßen Formensprache, die sich als Weiterentwicklung klassischer Gestaltungsprinzipien versteht.
Die Fassaden sind in gebrochenen Weißtönen glatt verputzt. Raumhohe Fenstertüren mit hölzernen Klappläden, sowie abgeschrägte Laibungen und Wandvorlagen erzeugen eine besondere Lebendigkeit im Spiel von Licht und Schatten.
Bauherr: Herderpark GmbH & Co.KG
Die Wohnanlage gliedert sich in drei unterschiedlich proportionierte Baukörper, die mit dem Bestand des Herderhauses und der Wandelhallen ein Ensemble bilden. Die Gebäude fügen sich in die Topographie des Grundstücks am Ostrand des Parks ein.
Die Erhaltung des Charakters des Parks mit seinem schönen Baumbestand war eines der wichtigsten Ziele des Entwurfs. Die Gebäude stehen auf ihrem Sockel leicht über dem Gelände. Alle Wohnungen haben durch die großzügige Öffnungen und einer durchgängig vorgelagerten Balkonzone individuelle Freibereiche und eine direkte Beziehung zum Park.
Materialisierung und Formensprache der Baukörper entsprechen sowohl den zeitlosen Anforderungen an exklusives Wohnen, als auch einer zeitgemäßen Formensprache, die sich als Weiterentwicklung klassischer Gestaltungsprinzipien versteht.
Die Fassaden sind in gebrochenen Weißtönen glatt verputzt. Raumhohe Fenstertüren mit hölzernen Klappläden, sowie abgeschrägte Laibungen und Wandvorlagen erzeugen eine besondere Lebendigkeit im Spiel von Licht und Schatten.
Bauherr: Herderpark GmbH & Co.KG
Neubau einer Villa in München
Das Haus für eine Familie mit Kindern liegt in einem für die Vorstädte von München typischen Gebiet mit großzügigen Einfamilienhäusern. In diesem Umfeld baulicher Normalität setzt das kubische Haus aus hellrotem Backstein einen deutlichen Akzent. Das Haus ist in seiner ungewöhnlichen Massenverteilung ein Spiel mit Erwartungen: lässt die Straßenansicht ein klassisch-rechteckiges Giebelhaus vermuten, so erschließt sich die Komposition nur mit dem Betreten des Grundstücks oder des Hauses selbst: winkelförmig langgestreckt entwickelt sich das steinerne Volumen in die Tiefe des Raums. Vom Garten aus präsentiert sich das Haus als exzentrische Studie der Perspektive, kaum ein Blickpunkt scheint dasselbe Haus zu zeigen.
Auslöser für diese skulpturale Form ist die klassische Wohnidee der Enfilade, der an einer Achse aufgereihten Zimmer. Diese bürgerliche Wohnvorstellung ist kombiniert mit einem generischen Bautypus der Nachkriegsmoderne, dem „Winkelbungalow“.
Lesbar wird die Form des Hauses aus dem Umgang mit dem Freiraum: es okkupiert nicht den Platz, sondern schafft Raum, indem es sich wie eine dicke Gartenmauer um das zentrale Gartenparterre legt. Im Zusammenspiel des Bauvolumens mit einer bis zu vier Meter dicken, mehrreihigen Buchenhecke, die der gesamten Grundstücksgrenze schwingend folgt, entstehen vielfältige, von einander abgeschirmte Außenräume verschiedener Nutzung.
Im Inneren kategorisieren zwei sich kreuzende Achsen die Wohnbereiche. Entlang der Ost-West-Achse reihen sich linear die Räume des repräsentativen Wohnens: Halle, Treppe, Esszimmer, Wohnzimmer, Bibliothek. Jeder Raum entlang dieser Enfilade hat eine andere Deckenhöhe, ist farblich individuell gefasst und wird unterschiedlich akzentuiert belichtet. Quer zu ihr verläuft die Achse der Wohn- und Schlafbereiche, deren zueinander verspringende Türen die Privatheit der Räume betonen.
Der Bau ist aus wenigen Materialien gefügt. Das flachgestreckte Ziegelformat überzieht als Vormauerwerk den kräftigen Baukörper. Die Garage und Bauelemente wie Vordächer, Verkleidungen sowie die Fenster sind mit dunklem Metall verblendet. Übergroße Fenstertüren in Holz-Alu-Konstruktion lassen sich hinter Vorsatzschalen in den Außenwänden verschieben und ermöglichen so die vollständige Öffnung zum Garten.
Auslöser für diese skulpturale Form ist die klassische Wohnidee der Enfilade, der an einer Achse aufgereihten Zimmer. Diese bürgerliche Wohnvorstellung ist kombiniert mit einem generischen Bautypus der Nachkriegsmoderne, dem „Winkelbungalow“.
Lesbar wird die Form des Hauses aus dem Umgang mit dem Freiraum: es okkupiert nicht den Platz, sondern schafft Raum, indem es sich wie eine dicke Gartenmauer um das zentrale Gartenparterre legt. Im Zusammenspiel des Bauvolumens mit einer bis zu vier Meter dicken, mehrreihigen Buchenhecke, die der gesamten Grundstücksgrenze schwingend folgt, entstehen vielfältige, von einander abgeschirmte Außenräume verschiedener Nutzung.
Im Inneren kategorisieren zwei sich kreuzende Achsen die Wohnbereiche. Entlang der Ost-West-Achse reihen sich linear die Räume des repräsentativen Wohnens: Halle, Treppe, Esszimmer, Wohnzimmer, Bibliothek. Jeder Raum entlang dieser Enfilade hat eine andere Deckenhöhe, ist farblich individuell gefasst und wird unterschiedlich akzentuiert belichtet. Quer zu ihr verläuft die Achse der Wohn- und Schlafbereiche, deren zueinander verspringende Türen die Privatheit der Räume betonen.
Der Bau ist aus wenigen Materialien gefügt. Das flachgestreckte Ziegelformat überzieht als Vormauerwerk den kräftigen Baukörper. Die Garage und Bauelemente wie Vordächer, Verkleidungen sowie die Fenster sind mit dunklem Metall verblendet. Übergroße Fenstertüren in Holz-Alu-Konstruktion lassen sich hinter Vorsatzschalen in den Außenwänden verschieben und ermöglichen so die vollständige Öffnung zum Garten.
Wohnhaus mit Studio, Wessling
An einem leichten Hang mit Blick auf den Wesslinger See steht dieses Wohnhaus und Fotostudio. Seine Form ist geprägt von einem mehrfach gefalteten Dach und weiten Auskragungen.
In komplexer Verknüpfung folgen die Räume auf zueinander versetzten Ebenen dem Gefälle des Geländes und verbinden den Ausblick nach Norden mit der Ausrichtung der Wohnräume nach Süden.
Das große Volumen des Fotostudios bildet den kräftigen Fuß des Hauses und verankert es im Hang. Ein offener Carport ist in den Baukörper integriert. Scharf geschnittene Öffnungen sitzen in einer grau-lasierten Holzfassade und unterstützen den skulpturalen Charakter des Hauses.
In komplexer Verknüpfung folgen die Räume auf zueinander versetzten Ebenen dem Gefälle des Geländes und verbinden den Ausblick nach Norden mit der Ausrichtung der Wohnräume nach Süden.
Das große Volumen des Fotostudios bildet den kräftigen Fuß des Hauses und verankert es im Hang. Ein offener Carport ist in den Baukörper integriert. Scharf geschnittene Öffnungen sitzen in einer grau-lasierten Holzfassade und unterstützen den skulpturalen Charakter des Hauses.
Neubau einer Wohnanlage auf der Theresienhöhe, München
Von der Abstandsfläche zum Raum
Die im städtebaulichen Entwurf vorgesehenen Punkthäuser am Park bieten die richtige Mischung von Dichte und Durchlässigkeit. Eine Architektur als 3-dimensionales Puzzle - 6 Einzelhäuser, die über Freiflächen und Gebäudeform und die baurechtlich notwendigen Abstandsflächen untrennbar aufeinander bezogen sind. Durch die Besetzung der Parzellenränder bildet die Anlage klar definierte Raumkanten.
Der Typus orientiert sich an Wohnformen, die sich Ende des 19. Jahrhunderts in europäischen Großstädten entwickelt haben. Damals entstanden Bauten mit einer Schichtung unterschiedlicher, großbürgerlicher Wohnungen - die "gestapelte Villa" als individuelle Form großstädtischen Wohnens.
Die Bildmotive des bürgerlichen Wohnens
Die Typologie der Gebäude orientiert sich an Wohnformen, die sich Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts in europäischen Großstädten entwickelt haben. Damals entstanden Bauten mit einer Schichtung unterschiedlicher großbürgerlicher Wohnungen, die "gestapelte Villa" als individuelle Form großstädtischen Wohnens.
Vielfalt in der Fassadengestaltung durch Stapelung unterschiedlicher Wohnungstypen
Die Addition unterschiedlicher Wohnungstypen und -größen, Grundstück und Himmelsrichtung, die differenzierte Orientierung der einzelnen Baukörper und die leicht unterschiedliche Farbgebung verleihen den einzelnen Häusern ihre Individualität, die betont wird durch Fenstergitter, Balkongeländer oder Klappläden.
Grünarchitektur statt Privatgärten
Diese geometrisch unterschiedlich gestalteten Hofräume dienen der gemeinschaftlichen Nutzung. Die Haus- und Wohnungseingänge sind großzügig und repräsentativ gestaltet.
Die im städtebaulichen Entwurf vorgesehenen Punkthäuser am Park bieten die richtige Mischung von Dichte und Durchlässigkeit. Eine Architektur als 3-dimensionales Puzzle - 6 Einzelhäuser, die über Freiflächen und Gebäudeform und die baurechtlich notwendigen Abstandsflächen untrennbar aufeinander bezogen sind. Durch die Besetzung der Parzellenränder bildet die Anlage klar definierte Raumkanten.
Der Typus orientiert sich an Wohnformen, die sich Ende des 19. Jahrhunderts in europäischen Großstädten entwickelt haben. Damals entstanden Bauten mit einer Schichtung unterschiedlicher, großbürgerlicher Wohnungen - die "gestapelte Villa" als individuelle Form großstädtischen Wohnens.
Die Bildmotive des bürgerlichen Wohnens
Die Typologie der Gebäude orientiert sich an Wohnformen, die sich Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts in europäischen Großstädten entwickelt haben. Damals entstanden Bauten mit einer Schichtung unterschiedlicher großbürgerlicher Wohnungen, die "gestapelte Villa" als individuelle Form großstädtischen Wohnens.
Vielfalt in der Fassadengestaltung durch Stapelung unterschiedlicher Wohnungstypen
Die Addition unterschiedlicher Wohnungstypen und -größen, Grundstück und Himmelsrichtung, die differenzierte Orientierung der einzelnen Baukörper und die leicht unterschiedliche Farbgebung verleihen den einzelnen Häusern ihre Individualität, die betont wird durch Fenstergitter, Balkongeländer oder Klappläden.
Grünarchitektur statt Privatgärten
Diese geometrisch unterschiedlich gestalteten Hofräume dienen der gemeinschaftlichen Nutzung. Die Haus- und Wohnungseingänge sind großzügig und repräsentativ gestaltet.
Bürogebäude am Rosenheimer Platz, München
Auftakt in die Innenstadt
Der Rosenheimer Platz in München, unweit des Deutschen Museums und des Kulturzentrums Gasteig gelegen, ist für den Stadtteil Haidhausen von zentraler Bedeutung: Wer sich die Rosenheimer Strasse stadteinwärts bewegt, spürt hier erstmalig ein urbaneres Umfeld, als dies in dem ansonsten eher vorstädtisch geprägten Quartier der Fall ist.
Die nördliche Platzwand wurde durch das Büro- und Verwaltungsgebäude vervollständigt. Es markiert einen Auftakt in die Innenstadt. Die abgestuften Traufhöhen des Gebäudes binden den Komplex in seine unmittelbare Umgebung ein - ein kontrastreiches, städtebauliches Umfeld, das nach einer differenzierten Durchbildung des Baukörpers verlangte.
Körper versus Fläche
Der südliche Gebäudeseite zur Rosenheimer Straße hin ist zu einem kräftigen Kopfbau ausgeformt, der die Maßstäblichkeit des benachbarten Hilton-Hotels und des Kulturzentrums Gasteig aufnimmt. Eine großzügige, zweigeschossige Arkade betont den Haupteingang und den Zugang zur öffentlichen Durchwegung des Komplexes.
Während der Bau an der Rosenheimer Straße sehr plastisch in Erscheinung tritt, kommt er an der Steinstrasse in ungebrochener Flächigkeit auf den Boden. Die Lochfassaden verdeutlichen die städtebauliche Absicht: Entlang der Rosenheimer Straße betonen großformatige Fensteröffnungen die gerüsthafte Struktur des Objekts, entlang der Steinstrasse dienen kleinere Fensterformate der Flächigkeit der Fassade.
Ein differenziertes Ganzes
Wenngleich die Fassaden auf die unterschiedliche Gewichtung der Straßen reagieren, so dominiert dennoch die architektonische Absicht, das Gebäude als ein zusammenhängendes Ganzes zu begreifen. Die Vermittlung von Unterschieden steht im Vordergrund, nicht deren Kontrastierung. Zur Homogenität des Gebäudes tragen die mit portugiesischem Kalkstein verkleideten Straßenfassaden bei, die mit ihrer Tiefe von 50 cm betont plastisch ausgebildet worden sind.
Auch an der Behandlung der wird deutlich, dass weniger die Brüche als die Übergänge in dem Gebäudekomplex thematisiert werden: Durch die Glaspaneel-Verkleidung entsteht je nach Lichteinfall ein Spiel changierender Farbtöne.
Das Hybridfenster
Die konsequente Anwendung eines Fenstertyps - des sog. „Hybridfensters“ - erzeugt den Eindruck eines homogenen Baukörpers. Unter „Hybridfenster“ verstehen wir die Kombination aus einem „normalen“ und einem Kastenfenster, wie wir es schon für das Victoria-Haus am Lenbachplatz in München gebaut haben. Ein Teil bleibt konventionell zu öffnen, ein anderer - kleinerer - Teil ist ebenfalls zum Öffnen, jedoch durch ein schmales, festverglastes Vorfenster vor Straßenlärm geschützt. Der Nutzer hat die Wahl: Er kann großzügig öffnen, z.B. bei wenig Verkehr, oder er kann eine kontrollierte Menge Luft durch den schmalen Fensterteil lassen. Dieses Fenster versucht die Vorteile von Doppelfassaden zu nutzen, ohne sich deren Nachteile zu erkaufen
Der Rosenheimer Platz in München, unweit des Deutschen Museums und des Kulturzentrums Gasteig gelegen, ist für den Stadtteil Haidhausen von zentraler Bedeutung: Wer sich die Rosenheimer Strasse stadteinwärts bewegt, spürt hier erstmalig ein urbaneres Umfeld, als dies in dem ansonsten eher vorstädtisch geprägten Quartier der Fall ist.
Die nördliche Platzwand wurde durch das Büro- und Verwaltungsgebäude vervollständigt. Es markiert einen Auftakt in die Innenstadt. Die abgestuften Traufhöhen des Gebäudes binden den Komplex in seine unmittelbare Umgebung ein - ein kontrastreiches, städtebauliches Umfeld, das nach einer differenzierten Durchbildung des Baukörpers verlangte.
Körper versus Fläche
Der südliche Gebäudeseite zur Rosenheimer Straße hin ist zu einem kräftigen Kopfbau ausgeformt, der die Maßstäblichkeit des benachbarten Hilton-Hotels und des Kulturzentrums Gasteig aufnimmt. Eine großzügige, zweigeschossige Arkade betont den Haupteingang und den Zugang zur öffentlichen Durchwegung des Komplexes.
Während der Bau an der Rosenheimer Straße sehr plastisch in Erscheinung tritt, kommt er an der Steinstrasse in ungebrochener Flächigkeit auf den Boden. Die Lochfassaden verdeutlichen die städtebauliche Absicht: Entlang der Rosenheimer Straße betonen großformatige Fensteröffnungen die gerüsthafte Struktur des Objekts, entlang der Steinstrasse dienen kleinere Fensterformate der Flächigkeit der Fassade.
Ein differenziertes Ganzes
Wenngleich die Fassaden auf die unterschiedliche Gewichtung der Straßen reagieren, so dominiert dennoch die architektonische Absicht, das Gebäude als ein zusammenhängendes Ganzes zu begreifen. Die Vermittlung von Unterschieden steht im Vordergrund, nicht deren Kontrastierung. Zur Homogenität des Gebäudes tragen die mit portugiesischem Kalkstein verkleideten Straßenfassaden bei, die mit ihrer Tiefe von 50 cm betont plastisch ausgebildet worden sind.
Auch an der Behandlung der wird deutlich, dass weniger die Brüche als die Übergänge in dem Gebäudekomplex thematisiert werden: Durch die Glaspaneel-Verkleidung entsteht je nach Lichteinfall ein Spiel changierender Farbtöne.
Das Hybridfenster
Die konsequente Anwendung eines Fenstertyps - des sog. „Hybridfensters“ - erzeugt den Eindruck eines homogenen Baukörpers. Unter „Hybridfenster“ verstehen wir die Kombination aus einem „normalen“ und einem Kastenfenster, wie wir es schon für das Victoria-Haus am Lenbachplatz in München gebaut haben. Ein Teil bleibt konventionell zu öffnen, ein anderer - kleinerer - Teil ist ebenfalls zum Öffnen, jedoch durch ein schmales, festverglastes Vorfenster vor Straßenlärm geschützt. Der Nutzer hat die Wahl: Er kann großzügig öffnen, z.B. bei wenig Verkehr, oder er kann eine kontrollierte Menge Luft durch den schmalen Fensterteil lassen. Dieses Fenster versucht die Vorteile von Doppelfassaden zu nutzen, ohne sich deren Nachteile zu erkaufen
Jugendzentrum Starnberg
Wie ein dunkles, hölzernes Floß liegt das Gebäude auf der Festwiese am Starnberger See. Es ist ein schlichter und prägnanter Baukörper, der sich im Zusammenspiel mit den großen Nachbarbauten Landratsamt, Hallenbad und Bayerischer Yacht-Club selbstbewusst und präzise situiert. Das Gebäude bildet seine eigenen Außenräume, teils überdacht, teils ganz offen. Die Freiräume orientieren sich nach Westen, um maximal von der Nachmittagssonne zu profitieren. Eine von schlanken Stützen gebildete Veranda schafft eine Zone des weichen Übergangs von Außen nach Innen. Die Jugendlichen sollen auch im Freien das Gefühl haben, im Jugendzentrum zu sein und an ihm teilzuhaben.
Die Straßenlaterne als "kühle" Lichtquelle des Eingangshofs und die offene Feuerstelle in der Veranda als "warmer", bergender Ort bieten zwei atmosphärisch aufgeladene Szenerien, die als Gegensatzpaar das Angebot des Jugendtreffs illustrieren.
Es wurden keine explizit "jugendlichen" Gestaltungsansätze verfolgt, sondern es wurde ein Gebäude geschaffen, das dem periodisch wechselnden Publikum organisatorische und gestalterische Permanenz entgegensetzt. Auch war das Haus von Anfang an als Möglichkeit für die Vielzahl von Starnberger Gruppen und Vereine gedacht, die keine eigenen Räume haben. Im Idealfall könnte also ein echter Begegnungsort der Generationen entstehen.
Einfache Materialien wie Holz, Beton, Asphalt und Linoleum, in dunklen Farbtönen gehalten, bieten einen "zeitlosen" Hintergrund für das "jetzt" der jungen Menschen. Dass sich die Nicht-Farbigkeit des Gebäudes auch in den Augen seiner Nutzer weit genug vom farbenfrohen Allerlei heutiger Schularchitektur absetzt und somit dem Gebäude eine prinzipielle "Coolness" von den Jugendlichen vor Ort bescheinigt wird, freut uns als Architekten. Die Außenverkleidung des Holzbaus aus dunkel gestrichenem, gebürstetem Fichtenholz nimmt Bezug auf die am See üblichen Alltagsarchitekturen, wie Bootshäuser und Werfthallen. Auch die legere Eleganz skandinavischer Ferienhäuser war eines der Stimmungsbilder, die den Entwurf inspirierten. Fein differenziert sind die Oberflächen: Die Schalungsstruktur des Betonsockels wiederholt sich in der horizontalen Bretterverkleidung des Dachrandes. Eine genau geplante "Stufigkeit" des Fassadenschnitts unterstreicht den baumeisterlich orientierten Entwurfsansatz der Detaillierung. Auffallendstes Bauelement sind die tragenden Fertigteilstützen aus Stahlbeton an der Veranda, die mit ihrer Schlankheit von nur 17 cm dem Bau Leichtigkeit und Anmut verleihen.
Funktionen
Es sind drei Nutzungsabschnitte, die separat erschlossen und bespielt werden können:
Café und Halle mit vorgelagerter Veranda und Spielhof sind in veränderbaren Kombinationen schaltbar. Zentrale Anlaufstelle ist das Café, das zusammen mit Foyer und Veranda als zentrale kommunikative Einheit fungiert. Halle und Foyer bilden eine autarke Einheit. Die Halle als zentraler Veranstaltungsort stellt eine Besonderheit dar, da hier sowohl Sport getrieben wird (von Ballsport bis Klettern), als auch Veranstaltungen wie Theater und Konzert stattfinden. Daher müssen alle Materialien sowohl die Anforderungen für Sportstätten wie auch für Versammlungsstätten und Konzerträume erfüllen. Die Spiel- und Workshopräume orientieren sich nach Osten um Ruhe und Konzentration zu unterstützen. Bei Bedarf können sie jedoch auch durch öffnen der breiten Raumtüren und großen Glasschiebetüren dem Spiel- und Eingangshof zugeschaltet werden.
Die Räume des Kreisjugendrings bilden mit der Verwaltung des Jugendzentrums das Gegenüber zu den lärmempfindlichen Nutzungen im Süden. Durch die klare Gliederung konnten die geeigneten baulich-konstruktiven Maßnahmen zur Schallisolierung gezielt und kostengünstig eingesetzt werden.
Baukonstruktion und Energiekonzept
Da sich das Baugrundstück im Verlandungsbereich des Starnberger Sees befindet, besteht der Boden aus sandig-lehmigen Ablagerungsschichten. Tragfähiger Boden liegt zwischen 18 und 28 Metern unter der Oberkante des Geländes. Eine Stahlbeton-Bodenplatte bildet mit etwa 40 Ortbeton-Bohrpfählen die Basis für den darauf aufgestellten Holzbau.
Das Gebäude wurde als Holzkonstruktion errichtet. Wände und Decken sind aus massivem Brettsperrholz. Wo es größere Spanweiten erfordern (Halle), wurden Brettschichtholzträger verwendet. Die Materialwahl für Fassaden und Ausbau orientiert sich an geringen Unterhaltskosten und gesicherter Nachhaltigkeit. Die Flachdächer sind extensiv begrünt.
Die Forderungen der ENEV 2007 wurden um 25% unterschritten. Die Wärmeversorgung erfolgt durch das benachbarte Hallenbad. Die Lüftungszentrale wurde in das Gebäude integriert, so dass störende Dachaufbauten vermieden wurden. Durch die eindeutige Gliederung der Einzelfunktionen und Raumeinheiten ist ein dem Nutzerbedarf angepasster Heiz- und Lüftungsbetrieb möglich.
Bauherr: Stadt Starnberg
Foto: Michael Heinrich
Nutzer: Stadt Starnberg und Kreisjugendring
Die Straßenlaterne als "kühle" Lichtquelle des Eingangshofs und die offene Feuerstelle in der Veranda als "warmer", bergender Ort bieten zwei atmosphärisch aufgeladene Szenerien, die als Gegensatzpaar das Angebot des Jugendtreffs illustrieren.
Es wurden keine explizit "jugendlichen" Gestaltungsansätze verfolgt, sondern es wurde ein Gebäude geschaffen, das dem periodisch wechselnden Publikum organisatorische und gestalterische Permanenz entgegensetzt. Auch war das Haus von Anfang an als Möglichkeit für die Vielzahl von Starnberger Gruppen und Vereine gedacht, die keine eigenen Räume haben. Im Idealfall könnte also ein echter Begegnungsort der Generationen entstehen.
Einfache Materialien wie Holz, Beton, Asphalt und Linoleum, in dunklen Farbtönen gehalten, bieten einen "zeitlosen" Hintergrund für das "jetzt" der jungen Menschen. Dass sich die Nicht-Farbigkeit des Gebäudes auch in den Augen seiner Nutzer weit genug vom farbenfrohen Allerlei heutiger Schularchitektur absetzt und somit dem Gebäude eine prinzipielle "Coolness" von den Jugendlichen vor Ort bescheinigt wird, freut uns als Architekten. Die Außenverkleidung des Holzbaus aus dunkel gestrichenem, gebürstetem Fichtenholz nimmt Bezug auf die am See üblichen Alltagsarchitekturen, wie Bootshäuser und Werfthallen. Auch die legere Eleganz skandinavischer Ferienhäuser war eines der Stimmungsbilder, die den Entwurf inspirierten. Fein differenziert sind die Oberflächen: Die Schalungsstruktur des Betonsockels wiederholt sich in der horizontalen Bretterverkleidung des Dachrandes. Eine genau geplante "Stufigkeit" des Fassadenschnitts unterstreicht den baumeisterlich orientierten Entwurfsansatz der Detaillierung. Auffallendstes Bauelement sind die tragenden Fertigteilstützen aus Stahlbeton an der Veranda, die mit ihrer Schlankheit von nur 17 cm dem Bau Leichtigkeit und Anmut verleihen.
Funktionen
Es sind drei Nutzungsabschnitte, die separat erschlossen und bespielt werden können:
Café und Halle mit vorgelagerter Veranda und Spielhof sind in veränderbaren Kombinationen schaltbar. Zentrale Anlaufstelle ist das Café, das zusammen mit Foyer und Veranda als zentrale kommunikative Einheit fungiert. Halle und Foyer bilden eine autarke Einheit. Die Halle als zentraler Veranstaltungsort stellt eine Besonderheit dar, da hier sowohl Sport getrieben wird (von Ballsport bis Klettern), als auch Veranstaltungen wie Theater und Konzert stattfinden. Daher müssen alle Materialien sowohl die Anforderungen für Sportstätten wie auch für Versammlungsstätten und Konzerträume erfüllen. Die Spiel- und Workshopräume orientieren sich nach Osten um Ruhe und Konzentration zu unterstützen. Bei Bedarf können sie jedoch auch durch öffnen der breiten Raumtüren und großen Glasschiebetüren dem Spiel- und Eingangshof zugeschaltet werden.
Die Räume des Kreisjugendrings bilden mit der Verwaltung des Jugendzentrums das Gegenüber zu den lärmempfindlichen Nutzungen im Süden. Durch die klare Gliederung konnten die geeigneten baulich-konstruktiven Maßnahmen zur Schallisolierung gezielt und kostengünstig eingesetzt werden.
Baukonstruktion und Energiekonzept
Da sich das Baugrundstück im Verlandungsbereich des Starnberger Sees befindet, besteht der Boden aus sandig-lehmigen Ablagerungsschichten. Tragfähiger Boden liegt zwischen 18 und 28 Metern unter der Oberkante des Geländes. Eine Stahlbeton-Bodenplatte bildet mit etwa 40 Ortbeton-Bohrpfählen die Basis für den darauf aufgestellten Holzbau.
Das Gebäude wurde als Holzkonstruktion errichtet. Wände und Decken sind aus massivem Brettsperrholz. Wo es größere Spanweiten erfordern (Halle), wurden Brettschichtholzträger verwendet. Die Materialwahl für Fassaden und Ausbau orientiert sich an geringen Unterhaltskosten und gesicherter Nachhaltigkeit. Die Flachdächer sind extensiv begrünt.
Die Forderungen der ENEV 2007 wurden um 25% unterschritten. Die Wärmeversorgung erfolgt durch das benachbarte Hallenbad. Die Lüftungszentrale wurde in das Gebäude integriert, so dass störende Dachaufbauten vermieden wurden. Durch die eindeutige Gliederung der Einzelfunktionen und Raumeinheiten ist ein dem Nutzerbedarf angepasster Heiz- und Lüftungsbetrieb möglich.
Bauherr: Stadt Starnberg
Foto: Michael Heinrich
Nutzer: Stadt Starnberg und Kreisjugendring
