Dietz • Joppien Architekten AG
Schaumainkai 69
D-60596 Frankfurt am Main
T 069 • 962 449 60
F 069 • 962 449 80
frankfurt@dietz-joppien.de
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Max-Schmeling-Halle in Berlin
Grundlagen Der Entwurf für die Max-Schmeling-Halle entstand im Rahmen eines internationalen Wettbewerbs der Berliner Olympiabewerbung für das Jahr 2000, der von Dietz·Joppien Architekten 1992 mit dem 1. Preis gewonnen wurde.
Städtebauliches Konzept Die Max-Schmeling-Halle bildet eine begehbare grüne Brücke zwischen Ost und West - dem Wedding und dem Prenzlauer Berg.
Die Sporthalle ist zu 70% in die am Standort vorgefundenen Trümmerlagen eingegraben. Sie fügt sich so in die Topographie des überwachsenen Trümmerberges ein und wird so integraler Bestandteil der Parklandschaft mit Falkplatz, Mauerpark und Jahn-Sportpark.
Architektonisches Konzept Die Sporthalle besteht im wesentlichen aus drei Grundelementen - der Glasfassade, den begrünten Dächern und dem schwebenden Dachkörper. Die Oberflächen reduzieren sich auf drei Materialien - Stahl, Glas und Beton.
Die eingeschnittenen Höfe ermöglichen die natürliche Belichtung sämtlicher Innenräume und der Flure zu den Umkleidebereichen. Die Konstruktion und die Gestalt des Gebäudes bedingen einander. Die der Hügellinie folgenden Brüstungsschotten zu den Lichthöfen sind gleichzeitig die statischen Gegengewichte für die stützenfrei gehaltenen Oberränge der Hauptarena. In den schwebenden Dachkörper wurde ein großes Fenster zum Himmel eingeschnitten, das direkt über der Arenamitte positioniert wurde.
Behindertengerechtigkeit Sämtliche Einrichtungen können für den Behindertensport genutzt werden.
Die Zugänglichkeit des gesamten Gebäudes für rollstuhlgebundene Zuschauer und Sportler wird durch schwellenlose Geschoßebenen, Rampensysteme und behindertengerechte Aufzüge gewährleistet. Behindertengerechte Einrichtungen wie WC-Anlagen, Duschen, Umkleiden und Waschräume verwirklichen ein integratives Konzept. Insgesamt bietet der Arenabereich allein 500 Sitzplätze für rollstuhlgebundene Personen.
Energiekonzept Die Energieversorgung der Halle wurde in Zusammenarbeit mit IBUS und dem Frauenhofer-Institut entwickelt, sie läßt sich in folgenden Punkten zusammenfassen:
Energieeinsparung von bis zu 70% durch Mikroklimata unter jedem Zuschauerplatz statt Beheizung des gesamten Arenaraums Reduktion des Transmissionswärmeverlustes durch erhöhten baulichen Wärmeschutz Vorkonditionierung der Zulufttemperatur in Erdreichkanälen Nutzung der Betonwände als Speichermassen Reduktion des Energieverbrauchs der künstlichen Beleuchtung durch Tageslichtnutzung Reduktion der Kühllast bzw. weitgehender Verzicht auf Kälteanlagen durch Tageslicht- und Lüftungsstrategien.
Städtebauliches Konzept Die Max-Schmeling-Halle bildet eine begehbare grüne Brücke zwischen Ost und West - dem Wedding und dem Prenzlauer Berg.
Die Sporthalle ist zu 70% in die am Standort vorgefundenen Trümmerlagen eingegraben. Sie fügt sich so in die Topographie des überwachsenen Trümmerberges ein und wird so integraler Bestandteil der Parklandschaft mit Falkplatz, Mauerpark und Jahn-Sportpark.
Architektonisches Konzept Die Sporthalle besteht im wesentlichen aus drei Grundelementen - der Glasfassade, den begrünten Dächern und dem schwebenden Dachkörper. Die Oberflächen reduzieren sich auf drei Materialien - Stahl, Glas und Beton.
Die eingeschnittenen Höfe ermöglichen die natürliche Belichtung sämtlicher Innenräume und der Flure zu den Umkleidebereichen. Die Konstruktion und die Gestalt des Gebäudes bedingen einander. Die der Hügellinie folgenden Brüstungsschotten zu den Lichthöfen sind gleichzeitig die statischen Gegengewichte für die stützenfrei gehaltenen Oberränge der Hauptarena. In den schwebenden Dachkörper wurde ein großes Fenster zum Himmel eingeschnitten, das direkt über der Arenamitte positioniert wurde.
Behindertengerechtigkeit Sämtliche Einrichtungen können für den Behindertensport genutzt werden.
Die Zugänglichkeit des gesamten Gebäudes für rollstuhlgebundene Zuschauer und Sportler wird durch schwellenlose Geschoßebenen, Rampensysteme und behindertengerechte Aufzüge gewährleistet. Behindertengerechte Einrichtungen wie WC-Anlagen, Duschen, Umkleiden und Waschräume verwirklichen ein integratives Konzept. Insgesamt bietet der Arenabereich allein 500 Sitzplätze für rollstuhlgebundene Personen.
Energiekonzept Die Energieversorgung der Halle wurde in Zusammenarbeit mit IBUS und dem Frauenhofer-Institut entwickelt, sie läßt sich in folgenden Punkten zusammenfassen:
Energieeinsparung von bis zu 70% durch Mikroklimata unter jedem Zuschauerplatz statt Beheizung des gesamten Arenaraums Reduktion des Transmissionswärmeverlustes durch erhöhten baulichen Wärmeschutz Vorkonditionierung der Zulufttemperatur in Erdreichkanälen Nutzung der Betonwände als Speichermassen Reduktion des Energieverbrauchs der künstlichen Beleuchtung durch Tageslichtnutzung Reduktion der Kühllast bzw. weitgehender Verzicht auf Kälteanlagen durch Tageslicht- und Lüftungsstrategien.
UFO Lofthaus Karl-Benz-Straße, Frankfurt am Main
Stadtumfeld Im Frankfurter Stadtteil Fechenheim wurde im Juni 2004 der Neubau eines Loft- und Gewerbegebäudes auf dem Grundstück einer ehemaligen Lagerhalle für den Bauherrn Ardi Goldman fertig gestellt.
Auf einem streng gleichschenkligen dreieckigen Grundriss bildet der einfache geometrische Baukörper durch Klarheit, Maßstäblichkeit und Materialität einen starken Kontrast zu dem visuellen Chaos des umliegenden Industriegebietes. Als Fix- und -Orientierungspunkt liegt das Gebäude wie eine Betonskulptur an der Kreuzung zweier viel befahrener Durchgangsstraßen und erhebt sich landmarkartig aus der extrem heterogenen Umgebung vielgestaltiger Blechhallenansammlungen und ungegliederter Rest- und Unräume im industriell geprägten Frankfurter Osten.
Architektonisches Konzept Die dafür nötige physische Robustheit erhält das Gebäude durch seine fugenlose monolithische Fassadenkonstruktion aus Leichtbeton mit Sichtbetonoberfläche und eine vollkommen regelmäßige Perforation mit einem einzigen immer wiederkehrenden Öffnungsformat.
Die »dynamische Metapher« der kontinuierlich endlos umlaufenden immer gleichgroßen Fensteröffnungen spricht nicht nur von dem rational-ingenieurhaften Entstehungsprozess des Gesamtgebäudes in der Tradition klassischer Industriebauten, sondern reflektiert den Standort inmitten fließender Verkehrsströme und bringt das Gebäude aus seiner materialbedingten Schwere in ein balanciertes Gleichgewicht.
Die rauhe Betonschale öffnet sich in ihrem Inneren zu einem ruhigen, transparent gestalteten Innenhofbereich, der weitgehend abgeschottet von der unwirklichen Umgebung das kommunikative Zentrum des Gebäudes bildet und sich abgetreppt zum Himmel öffnet. Umlaufende, üppig dimensionierte Laubengänge und vollständige Verglasung der Fassadenflächen auf sämtlichen Geschossen bilden das innere Gegenstück zur äußeren kompakten Geschlossenheit. An der »dramaturgisch« entscheidenden Situation zur Kreuzung der beiden gebäudebegleitenden Straßen wird die Massivität und Schwere des reinen Körpers durch einen strategischen Schnitt im Betonkörper geöffnet. Durch diesen Eingriff in die Proportion des Gesamtvolumens wird ein Dialog zwischen dem Binnenraum und der Außenwelt ermöglicht und die scheinbar eindeutige Aussage der Betonform hinterfragt.
In Ergänzung zu der diszipliniert geordneten Gebäudegrundform entwickelt sich eine frei geformte, gewölbte und gebogene »Masse« aus der (distanzierten) Höhe des 1. Obergeschosses durch die Öffnung heraus bis auf Straßenniveau und inszeniert so die Schnittstelle zwischen innen und außen. Dieses Element übernimmt die verbindenden Funktionen wie Haupteingänge und Tore.
Nutzungen Oberstes Ziel bei der Konzeption dieses modernen Gewerbehauses war die Bereitstellung einer effizienten anpassungsfähigen Struktur, die möglichst alle Anforderungen eines sehr weit gespannten potentiellen Nutzerspektrums aus den Bereichen Gewerbe, Handwerk und Dienstleistung erfüllen und gleichzeitig die Wünsche nach Adressbildung, Prägnanz und kommunikativer städtischer Atmosphäre befriedigen. Sämtliche Geschossebenen sind durch hohe Nutzlastauslegung, große Deckenhöhen und weite Stützweiten -gekennzeichnet, die ein Maximum an Unbestimmtheit und räumlicher Freiheit ermöglichen. Ein dichter Rhythmus von ausreichend dimensionierten vertikalen Installationsschächten bietet leichten Zugang zu den -jeweiligen Komponenten, ermöglichen so zerstörungsfreie Nachinstallationen und sorgen für Flexibilität im Hinblick auf haustechnische Ansprüche. Sämtliche Installationstrassen verlaufen sichtbar, wodurch Umbaumaßnahmen schnell und kostengünstig ausgeführt werden können.
Das System der Laubengangerschließung ermöglicht freie Wahlmöglichkeiten beim Zuschnitt der Gewerbeeinheiten von 87 bis 1200 qm. Drei Erschließungskerne mit Treppen und Personen-/ und Lastenaufzügen verbinden jede Nutzungseinheit mit Eingängen und Ladebereichen. Das flächig überbaute Erdgeschoss mit dem durch eine weit gespannte Kuppel überwölbten zentralen Innenraum ist weit -gehend einer Sondernutzung vorbehalten, die das vorherrschende gewerbliche Nutzungsspektrum um Aspekte aus Kultur, -Unterhaltung und Gastronomie ergänzt. Sie vervollständigt das Konzept dieses kleinen »Stadtbausteines« in dem Versuch, den Wandel von Formen und Inhalten gewerblicher Arbeit in die Zukunft einen gestalterischen Rahmen zu geben.
Auf einem streng gleichschenkligen dreieckigen Grundriss bildet der einfache geometrische Baukörper durch Klarheit, Maßstäblichkeit und Materialität einen starken Kontrast zu dem visuellen Chaos des umliegenden Industriegebietes. Als Fix- und -Orientierungspunkt liegt das Gebäude wie eine Betonskulptur an der Kreuzung zweier viel befahrener Durchgangsstraßen und erhebt sich landmarkartig aus der extrem heterogenen Umgebung vielgestaltiger Blechhallenansammlungen und ungegliederter Rest- und Unräume im industriell geprägten Frankfurter Osten.
Architektonisches Konzept Die dafür nötige physische Robustheit erhält das Gebäude durch seine fugenlose monolithische Fassadenkonstruktion aus Leichtbeton mit Sichtbetonoberfläche und eine vollkommen regelmäßige Perforation mit einem einzigen immer wiederkehrenden Öffnungsformat.
Die »dynamische Metapher« der kontinuierlich endlos umlaufenden immer gleichgroßen Fensteröffnungen spricht nicht nur von dem rational-ingenieurhaften Entstehungsprozess des Gesamtgebäudes in der Tradition klassischer Industriebauten, sondern reflektiert den Standort inmitten fließender Verkehrsströme und bringt das Gebäude aus seiner materialbedingten Schwere in ein balanciertes Gleichgewicht.
Die rauhe Betonschale öffnet sich in ihrem Inneren zu einem ruhigen, transparent gestalteten Innenhofbereich, der weitgehend abgeschottet von der unwirklichen Umgebung das kommunikative Zentrum des Gebäudes bildet und sich abgetreppt zum Himmel öffnet. Umlaufende, üppig dimensionierte Laubengänge und vollständige Verglasung der Fassadenflächen auf sämtlichen Geschossen bilden das innere Gegenstück zur äußeren kompakten Geschlossenheit. An der »dramaturgisch« entscheidenden Situation zur Kreuzung der beiden gebäudebegleitenden Straßen wird die Massivität und Schwere des reinen Körpers durch einen strategischen Schnitt im Betonkörper geöffnet. Durch diesen Eingriff in die Proportion des Gesamtvolumens wird ein Dialog zwischen dem Binnenraum und der Außenwelt ermöglicht und die scheinbar eindeutige Aussage der Betonform hinterfragt.
In Ergänzung zu der diszipliniert geordneten Gebäudegrundform entwickelt sich eine frei geformte, gewölbte und gebogene »Masse« aus der (distanzierten) Höhe des 1. Obergeschosses durch die Öffnung heraus bis auf Straßenniveau und inszeniert so die Schnittstelle zwischen innen und außen. Dieses Element übernimmt die verbindenden Funktionen wie Haupteingänge und Tore.
Nutzungen Oberstes Ziel bei der Konzeption dieses modernen Gewerbehauses war die Bereitstellung einer effizienten anpassungsfähigen Struktur, die möglichst alle Anforderungen eines sehr weit gespannten potentiellen Nutzerspektrums aus den Bereichen Gewerbe, Handwerk und Dienstleistung erfüllen und gleichzeitig die Wünsche nach Adressbildung, Prägnanz und kommunikativer städtischer Atmosphäre befriedigen. Sämtliche Geschossebenen sind durch hohe Nutzlastauslegung, große Deckenhöhen und weite Stützweiten -gekennzeichnet, die ein Maximum an Unbestimmtheit und räumlicher Freiheit ermöglichen. Ein dichter Rhythmus von ausreichend dimensionierten vertikalen Installationsschächten bietet leichten Zugang zu den -jeweiligen Komponenten, ermöglichen so zerstörungsfreie Nachinstallationen und sorgen für Flexibilität im Hinblick auf haustechnische Ansprüche. Sämtliche Installationstrassen verlaufen sichtbar, wodurch Umbaumaßnahmen schnell und kostengünstig ausgeführt werden können.
Das System der Laubengangerschließung ermöglicht freie Wahlmöglichkeiten beim Zuschnitt der Gewerbeeinheiten von 87 bis 1200 qm. Drei Erschließungskerne mit Treppen und Personen-/ und Lastenaufzügen verbinden jede Nutzungseinheit mit Eingängen und Ladebereichen. Das flächig überbaute Erdgeschoss mit dem durch eine weit gespannte Kuppel überwölbten zentralen Innenraum ist weit -gehend einer Sondernutzung vorbehalten, die das vorherrschende gewerbliche Nutzungsspektrum um Aspekte aus Kultur, -Unterhaltung und Gastronomie ergänzt. Sie vervollständigt das Konzept dieses kleinen »Stadtbausteines« in dem Versuch, den Wandel von Formen und Inhalten gewerblicher Arbeit in die Zukunft einen gestalterischen Rahmen zu geben.
Neuer Lustgarten in Potsdam
Das Areal des ehemaligen Stadtschlosses mit den Schwerpunkten Alter Markt und Lustgarten bildet das Entree zur Buga 2001 in Potsdam. Das BUGA-Projekt Lustgarten dient der Wiederfindung und Belebung der historischen Mitte Potsdams.
Der Bereich Lustgarten/ Paradeplatz soll sich zu einem besonderen Freiraum der historischen Kernstadt und als Ort am Wasser entwickeln. Er soll im bewussten Kontrast zu den historischen Parks der Stadt ein vielseitig nutzbarer und durch neue Formen der Gartengestaltung formulierter Ort für die Potsdamer und Touristen werden.
Die räumliche Struktur leitet sich aus den historischen Raumproportionen ab. Der Neue Lustgarten gliedert sich in drei Teilbereiche: Stadtplatz, Baumhaine und Garten. Der Stadtplatz akzentuiert einen neu gestalteten städtischen Raum im Bereich des ehemaligen Paradeplatzes.
Der Lennésche Baumhain wird zur Vollständigkeit ergänzt und formuliert den Übergang zum Garten, der sich analog der schon historisch durch den Eisenbahnbau erfolgten Drehung nach Osten zur Havel orientiert.
Der Bereich Lustgarten/ Paradeplatz soll sich zu einem besonderen Freiraum der historischen Kernstadt und als Ort am Wasser entwickeln. Er soll im bewussten Kontrast zu den historischen Parks der Stadt ein vielseitig nutzbarer und durch neue Formen der Gartengestaltung formulierter Ort für die Potsdamer und Touristen werden.
Die räumliche Struktur leitet sich aus den historischen Raumproportionen ab. Der Neue Lustgarten gliedert sich in drei Teilbereiche: Stadtplatz, Baumhaine und Garten. Der Stadtplatz akzentuiert einen neu gestalteten städtischen Raum im Bereich des ehemaligen Paradeplatzes.
Der Lennésche Baumhain wird zur Vollständigkeit ergänzt und formuliert den Übergang zum Garten, der sich analog der schon historisch durch den Eisenbahnbau erfolgten Drehung nach Osten zur Havel orientiert.





