Davids | Terfrüchte + Partner
Im Löwental 76
D-45239 Essen
T 0201 747361-0
F 0201 747361-10
post@dtp-essen.de
Im Löwental 76
D-45239 Essen
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Carl – Alexander - Park (CAP), Baesweiler
Carlstrasse, 52449 Baesweiler
2002 - 2008
Das Projekt ist mit dem Deutschen
Landschaftsarchitekturpreis 2009 ausgezeichnet.
2002 - 2008
Das Projekt ist mit dem Deutschen
Landschaftsarchitekturpreis 2009 ausgezeichnet.
Ein Leitprojekt der EuRegionale 2008
Bauherr: Stadt Baesweiler
Bauherr: Stadt Baesweiler
Flächen 85ha
Kooperation:
PASD Feldmeier & Wrede
ASMUS + PRABUCKI Ingenieure
IFS Beratende Ingenieure für Bauwesen
Licht | Raum | Stadt
Der Anfang
Mit dem Wettbewerbsbeitrag "Der Zauber der Schwarzen Berge" kann das Team Davids | Terfrüchte + Partner und PASD Feldmeier + Wrede im Jahre 2002 den landschaftsplanerischen und städtebaulichen Wettbewerb für die Um- bzw. Nachnutzung des zwischenzeitlich in Teilen unter Naturschutz gestellten ehemaligen Zechengeländes Carl-Alexander für sich entscheiden.
Als Leitprojekt der EuRegionale 2008 setzt der CarlAlexanderPark einen starken Impuls für eine nachhaltige Regionalentwicklung im trinationalen Grenzraum Deutschland, Belgien und Niederlande.
Die Idee
Obgleich durch Menschenhand geschaffen, haben sich die Halden der Region durch Zutrittsverbote über Jahrzehnte hinweg zu wahren Naturschätzen entwickelt. Auch die Halde Carl- Alexander ist zu einem Reservat der Tier- und Pflanzenwelt und der menschlichen Sehnsucht geworden. Das Projekt sieht eine behutsame Erschließung vor, um den Zauber des Schwarzen Berges zu bewahren und erleben zu können.
Die Bausteine
Am Fuß der über 80m hohen Abraumhalde liegt Baesweilers neuer Park, die LandschaftsAder, die kulturräumlich die Halde mit dem Wurmtal verbindet und hier einen neuen Freiraumschwerpunkt mit Spiel-, Bewegungs- und Aufenthaltsmöglichkeiten
bildet. Vom Bergfoyer aus wird der Naturfreund über Schwebesteg und Himmelsstiege mitten durch die faszinierende Wildnis der Halde auf den Gratweg zum Bergplateau geführt, wo er für den mühsamen Aufstieg mit einem großartigen Panoramablick belohnt wird.
90° der Wupper zuwenden
Das Projekt ist mit dem Landschaftsarchitekturpreis NRW 2008 ausgezeichnet.
Ein Leitprojekt der Regionale 2006
Die Projektfamilie 90° Wupperorte mit ihren sieben Projektbausteinen ist ein Leitprojekt der Regionale 2006. Die Stadt Wuppertal hat mit dem Projekt eine Entwicklungsoffensive mit dem Ziel gestartet, ihren vernachlässigten Stadtraum entlang des Flusses aufzuwerten und die Lebensqualität in Wuppertal nachhaltig zu verbessern.
Projektablauf:
1. Preis Wettbewerb 2004
Entwurf und Ausführungplanung 2004-2006
Projektpartner:
Bauherr: Stadt Wuppertal
Konzept:
Es braucht häufig nur einen geringen Wechsel der Perspektive, um eine alltägliche Situation mit ganz neuen Augen sehen zu können- oh, wie schön ist Wuppertal! Die Menschen steigen von den Höhen ins Tal und queren jeden Tag achtlos die Wupper. Diejenigen, die sich parallel im Tal und an den Hängen bewegen, laufen an der Wupper vorbei. Damit die Wuppertaler ihren Alltagsweg mit neuen Augen sehen, um ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen, ihnen ihren Stadtfluss ins Bewusstsein zu rücken, stellen wir uns quer in den Weg, breiten die Arme aus und lenken sie zur Wupper. 90 Grad steht für Zuwendung, anders schauen, Blickrichtungen ändern, Perspektiven wechseln. Keine Kehrtwende um 180 Grad, nur eine leichte Drehung und man nimmt Dinge wahr, die sonst verborgen blieben.
Wupperpromenade - sehen und gesehen werden, sich treffen, verweilen - als Spange zu prominenten öffentlichen Räumen - Bundesallee, Schauspielhaus, Fachhochschule, Gericht, Bahnhof, Schwebebahnstationen. Auf die Höhen der Stadt verlängert mit orangen Lichtsteinen im Gehweg.
Wupperbalkon - kurzes Innehalten mitten auf der Brücke, sich drehen, dem Fluss zuwenden, im Himmelbett der Wupper. Ein Erzählautomat mit Wuppertaler Geschichten -Tuffi der Elefant, Else Lasker-Schüler, Friedrich Engels, Geschichte und Zukunft. Balkone auch auf natürlicher Bastion hoch über dem Fluss.
Wupperstrand - Zugang zum Wasser, in der Furt knietief auf die andere Seite waten, Spielen mit Wasser und Strandgut, Strandtücher zum Sitzen und Liegen, in den Himmel schauen, vorbeischwebende Schiffe beobachten.
Realisierte Projekte an der Wupper:
- Wupperspitze am Hartmann Ufer
- Wupperbalkone am South Tyneside Ufer
- Wuppertreppe am Beer Sheva Ufer
- Wupperstrand am Arbeitsamt
- Wupperpromenade am Helene Stöcker Ufer
Wupperpromenade am Helene Stöcker Ufer
Zwischen B7 und dem Helene-Stöcker-Ufer an der Wupper sowie Universität Wuppertal und dem Berufskolleg am Haspel erstreckt sich ein Pausenhof, der bislang nicht die Potenziale aus der Nähe zur Wupper nutzt. Weder von der B7 noch vom Inneren des Pausenhofs ist die Wupper erlebbar.
Die nahezu vollständig versiegelte Fläche ist übermöbliert ohne dabei Aufenthaltsqualitäten zu schaffen.
Mit dem Schoolwalk wird eine 90° Wupperpromenade am Helene-Stöcker-Ufer realisiert. Der Raum wird geöffnet, Blickbezüge zur Wupper hergestellt und mit dem 8.0m breiten und 120.0m langen Schoolwalk ein farbiges Band von der B7 zur Wupper ausgerollt. Zur Wupper faltet sich das Band zur Treppe auf, überwindet eine Fernwärmeleitung und endet als Aussichtspunkt über der Wupper. Pausenwürfel aus Betonwerksteinen begleiten den Schoolwalk, integrierte Scheinwerfer legen eine Lichtspur zur Wupper.
Schiefe Rasenebenen gliedern den Schulhof. Auf der einen Seite mit einer Sitzmauer aus Betonwerksteinen mit Edelstahlkante eingefasst, bieten die schiefen Rasenebenen vielfältige Orte zum Sitzen, perfekte Kanten zum Skaten, Ruheinseln inmitten des Trubels und den grünen Ring für Übermütige. Über die Rasenflächen werden Teile der Flächen entsiegelt. Die übrigen befestigten Flächen mit einer Größe von 3.800m2 werden abgekoppelt und die anfallenden Regenwässer über einen Stauraumkanal und ein Drosselbauwerk verzögert in die Wupper geleitet. Vor der Einleitung wird das Wasser über einen Abscheider gereinigt. Der Schulhof findet zur Wupper hin seinen Abschluß in einem 50m breiten Pausendeck, das von dem Aussichtsbalkon durchschnitten wird. Das großzügige Holzdeck mit Liegefläche, einer hohen Lehne und aufgesetzten Sitzmodulen aus Thermoholz orientiert sich in seiner Ausrichtung zum Schulhof hin.
Mit dem Schoolwalk entsteht ein wichtiger innerstädtischer Freiraum unmittelbar an der Wupper. Er ist mehr als der Pausenhof, er ist ein belebter Stadtplatz, der von den Wuppertalern begeistert angenommen wird. Mit ihm ist auch die Wupper zurückgekehrt in die Lebenswirklichkeit der Wuppertaler.
Projektablauf:
1. Preis Wettbewerb 2004
Entwurf und Ausführungplanung 2004-2006
Projektpartner:
Bauherr: Stadt Wuppertal
Konzept:
Es braucht häufig nur einen geringen Wechsel der Perspektive, um eine alltägliche Situation mit ganz neuen Augen sehen zu können- oh, wie schön ist Wuppertal! Die Menschen steigen von den Höhen ins Tal und queren jeden Tag achtlos die Wupper. Diejenigen, die sich parallel im Tal und an den Hängen bewegen, laufen an der Wupper vorbei. Damit die Wuppertaler ihren Alltagsweg mit neuen Augen sehen, um ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen, ihnen ihren Stadtfluss ins Bewusstsein zu rücken, stellen wir uns quer in den Weg, breiten die Arme aus und lenken sie zur Wupper. 90 Grad steht für Zuwendung, anders schauen, Blickrichtungen ändern, Perspektiven wechseln. Keine Kehrtwende um 180 Grad, nur eine leichte Drehung und man nimmt Dinge wahr, die sonst verborgen blieben.
Wupperpromenade - sehen und gesehen werden, sich treffen, verweilen - als Spange zu prominenten öffentlichen Räumen - Bundesallee, Schauspielhaus, Fachhochschule, Gericht, Bahnhof, Schwebebahnstationen. Auf die Höhen der Stadt verlängert mit orangen Lichtsteinen im Gehweg.
Wupperbalkon - kurzes Innehalten mitten auf der Brücke, sich drehen, dem Fluss zuwenden, im Himmelbett der Wupper. Ein Erzählautomat mit Wuppertaler Geschichten -Tuffi der Elefant, Else Lasker-Schüler, Friedrich Engels, Geschichte und Zukunft. Balkone auch auf natürlicher Bastion hoch über dem Fluss.
Wupperstrand - Zugang zum Wasser, in der Furt knietief auf die andere Seite waten, Spielen mit Wasser und Strandgut, Strandtücher zum Sitzen und Liegen, in den Himmel schauen, vorbeischwebende Schiffe beobachten.
Realisierte Projekte an der Wupper:
- Wupperspitze am Hartmann Ufer
- Wupperbalkone am South Tyneside Ufer
- Wuppertreppe am Beer Sheva Ufer
- Wupperstrand am Arbeitsamt
- Wupperpromenade am Helene Stöcker Ufer
Wupperpromenade am Helene Stöcker Ufer
Zwischen B7 und dem Helene-Stöcker-Ufer an der Wupper sowie Universität Wuppertal und dem Berufskolleg am Haspel erstreckt sich ein Pausenhof, der bislang nicht die Potenziale aus der Nähe zur Wupper nutzt. Weder von der B7 noch vom Inneren des Pausenhofs ist die Wupper erlebbar.
Die nahezu vollständig versiegelte Fläche ist übermöbliert ohne dabei Aufenthaltsqualitäten zu schaffen.
Mit dem Schoolwalk wird eine 90° Wupperpromenade am Helene-Stöcker-Ufer realisiert. Der Raum wird geöffnet, Blickbezüge zur Wupper hergestellt und mit dem 8.0m breiten und 120.0m langen Schoolwalk ein farbiges Band von der B7 zur Wupper ausgerollt. Zur Wupper faltet sich das Band zur Treppe auf, überwindet eine Fernwärmeleitung und endet als Aussichtspunkt über der Wupper. Pausenwürfel aus Betonwerksteinen begleiten den Schoolwalk, integrierte Scheinwerfer legen eine Lichtspur zur Wupper.
Schiefe Rasenebenen gliedern den Schulhof. Auf der einen Seite mit einer Sitzmauer aus Betonwerksteinen mit Edelstahlkante eingefasst, bieten die schiefen Rasenebenen vielfältige Orte zum Sitzen, perfekte Kanten zum Skaten, Ruheinseln inmitten des Trubels und den grünen Ring für Übermütige. Über die Rasenflächen werden Teile der Flächen entsiegelt. Die übrigen befestigten Flächen mit einer Größe von 3.800m2 werden abgekoppelt und die anfallenden Regenwässer über einen Stauraumkanal und ein Drosselbauwerk verzögert in die Wupper geleitet. Vor der Einleitung wird das Wasser über einen Abscheider gereinigt. Der Schulhof findet zur Wupper hin seinen Abschluß in einem 50m breiten Pausendeck, das von dem Aussichtsbalkon durchschnitten wird. Das großzügige Holzdeck mit Liegefläche, einer hohen Lehne und aufgesetzten Sitzmodulen aus Thermoholz orientiert sich in seiner Ausrichtung zum Schulhof hin.
Mit dem Schoolwalk entsteht ein wichtiger innerstädtischer Freiraum unmittelbar an der Wupper. Er ist mehr als der Pausenhof, er ist ein belebter Stadtplatz, der von den Wuppertalern begeistert angenommen wird. Mit ihm ist auch die Wupper zurückgekehrt in die Lebenswirklichkeit der Wuppertaler.
Umfeld Hauptbahnhof Remscheid
1. Preis städtebaulicher und freiraumplanerischer Realisierungswettbewerb
Leitprojekt Regionale 2006
Bauherrin: Stadt Remscheid
Planung: 2004 - 2009
Fertigstellung: 2009
Kooperation: PASD Feldmeier & Wrede
IFS Beratende Ingenieure
Licht | Raum | Stadt
Die Gestaltung der Freiräume setzt konsequent die städtebauliche Idee einer komfortablen Wegeverbindung aus der Innenstadt über den Hauptbahnhof in die Südstadt um. Nach dem Südsteg konnten im Juni 2009 auch Bahnhofsplatz und Rasenrampe eröffnet werden und machen nun die lang ersehnte Verbindung möglich.
Bauherrin: Stadt Remscheid
Planung: 2004 - 2009
Fertigstellung: 2009
Kooperation: PASD Feldmeier & Wrede
IFS Beratende Ingenieure
Licht | Raum | Stadt
Die Gestaltung der Freiräume setzt konsequent die städtebauliche Idee einer komfortablen Wegeverbindung aus der Innenstadt über den Hauptbahnhof in die Südstadt um. Nach dem Südsteg konnten im Juni 2009 auch Bahnhofsplatz und Rasenrampe eröffnet werden und machen nun die lang ersehnte Verbindung möglich.
Tagungshaus St. Altfrid in Essen-Kettwig - Ein „Schloss“ für die Jugend
Die Landschaft sprechen lassen.....
Auf den Grundmauern des ehemaligen Schlosses der Industriellenfamilie Flick ist auf den Ruhrhöhen in Essen-Kettwig ein neues Tagungshaus entstanden. Hier betreibt das Bistum Essen die Jugendbildungsstätte St. Altfrid. Davids | Terfrüchte + Partner hat die Freianlagen des 2005 fertiggestellten neuen „Tagungshauses für die Jugend“ gestaltet.
Das Entwurfskonzept ist bewußt unspektakulär. Es zielt auf die vorsichtige Inszenierung der besonderen landschaftlichen Qualitäten dieses Ortes. Das parkartige Gelände ist von altem Baumbestand, raumbildenden Waldstrukturen und der Topographie des Ruhrtals geprägt. Am Ende einer prächtigen Kastanienallee gelegen, wird das Gebäude räumlich von drei Seiten durch den Wald eingefaßt und liegt dadurch wie auf einer Lichtung. Die Waldkulissen sind allgegenwärtig.
Es präsentiert sich ein neuer Treffpunkt für soziale und spirituelle Erfahrungen, für kontemplative Natur- Raum- und Zeiterlebnisse, für „Lebenslanges Lernen“.
Wenige entwurfsbestimmende Elemente mit reduzierten Formen lassen in erster Linie die Einzigartigkeit der Landschaft sprechen. Gerichtete Strukturen stellen Querbezüge zur Landschaft her und verweisen auf die besonderen landschaftlichen Qualitäten.
Das Angebot an vielfältigen und sehr verschiedenen Orten erlaubt es den Gästen des Tagungshauses je nach Gruppengröße, Ruhe-, Kommunikations- , Licht- oder gar Sonnenbedürfnis, einen geigneten Ort im Freien zu finden, um sich vor, während und nach Veranstaltungen wohl zu fühlen.
Die Achse der alten Kastanienallee nehmen einfache kubische Heckenkörper und Sitzsteine auf und führen sie über den Vorplatz bis zum Eingang des Tagungshauses fort.
Das großzügige Platzentree ist Ankunfts- ,Treff- und Outdoorveranstaltungsort in einem.
Die Waldlobby fungiert als Filter zwischen Vorplatz und dem rückwärtigen Bereich des sogenannten Waldgartens. Sie bietet flexible Aufenthaltsmöglichkeiten für mehrere Gruppen mit wahlweiser Orientierung zum Vorplatz, zur Waldkulisse oder zur platzrahmenden Mauer.
Der rückwärtig gelegene Waldgarten öffnet sich zur Talflanke der Ruhr und gibt vom Ruhrbalkon aus einen imposanten Blick frei auf das weite Ruhrtal.
Innehalten, die Landschaft im Kleinen auf sich wirken lassen, die Umgebung ausblenden: dies geschieht im Zeitraum. Schwebende Wände mit hölzernen Lamellen filtern Licht und äußere Eindrücke und machen den Zeitraum zu einem Ort des Zusammenkommens und sich Sammelns. Nachts erleuchtet der Zeitraum in mystischem Licht.
Der Farnraum schiebt sich vorsichtig aus dem gestalteten/kultivierten Waldgarten in den alten Buchenwald hinein und öffnet den Blick auf Laubstrukturen und Baumrinden, Waldwiesen und sich in den Bäumen brechendes Licht.
Gebäude und Freiraum verbinden...
Das Gebäude steht auf einer durch umlaufende Mauern klar gefassten Platzplatine. Innen- und Außenräume fließen ineinander. Bodenbeläge, Bänderungen und Wegebezüge greifen Gebäudekanten, Stützenraster und Fensterfluchten des Gebäudes auf und führen diese in den Freiraum fort. Das Kaminzimmer findet eine Fortsetzung im Außenbereich.
Auch über die Verwendung gleichartiger Materialien im Innen- und Außenraum verschmelzen Freiraum und Tagungshaus zu einer Einheit.
Auf den Grundmauern des ehemaligen Schlosses der Industriellenfamilie Flick ist auf den Ruhrhöhen in Essen-Kettwig ein neues Tagungshaus entstanden. Hier betreibt das Bistum Essen die Jugendbildungsstätte St. Altfrid. Davids | Terfrüchte + Partner hat die Freianlagen des 2005 fertiggestellten neuen „Tagungshauses für die Jugend“ gestaltet.
Das Entwurfskonzept ist bewußt unspektakulär. Es zielt auf die vorsichtige Inszenierung der besonderen landschaftlichen Qualitäten dieses Ortes. Das parkartige Gelände ist von altem Baumbestand, raumbildenden Waldstrukturen und der Topographie des Ruhrtals geprägt. Am Ende einer prächtigen Kastanienallee gelegen, wird das Gebäude räumlich von drei Seiten durch den Wald eingefaßt und liegt dadurch wie auf einer Lichtung. Die Waldkulissen sind allgegenwärtig.
Es präsentiert sich ein neuer Treffpunkt für soziale und spirituelle Erfahrungen, für kontemplative Natur- Raum- und Zeiterlebnisse, für „Lebenslanges Lernen“.
Wenige entwurfsbestimmende Elemente mit reduzierten Formen lassen in erster Linie die Einzigartigkeit der Landschaft sprechen. Gerichtete Strukturen stellen Querbezüge zur Landschaft her und verweisen auf die besonderen landschaftlichen Qualitäten.
Das Angebot an vielfältigen und sehr verschiedenen Orten erlaubt es den Gästen des Tagungshauses je nach Gruppengröße, Ruhe-, Kommunikations- , Licht- oder gar Sonnenbedürfnis, einen geigneten Ort im Freien zu finden, um sich vor, während und nach Veranstaltungen wohl zu fühlen.
Die Achse der alten Kastanienallee nehmen einfache kubische Heckenkörper und Sitzsteine auf und führen sie über den Vorplatz bis zum Eingang des Tagungshauses fort.
Das großzügige Platzentree ist Ankunfts- ,Treff- und Outdoorveranstaltungsort in einem.
Die Waldlobby fungiert als Filter zwischen Vorplatz und dem rückwärtigen Bereich des sogenannten Waldgartens. Sie bietet flexible Aufenthaltsmöglichkeiten für mehrere Gruppen mit wahlweiser Orientierung zum Vorplatz, zur Waldkulisse oder zur platzrahmenden Mauer.
Der rückwärtig gelegene Waldgarten öffnet sich zur Talflanke der Ruhr und gibt vom Ruhrbalkon aus einen imposanten Blick frei auf das weite Ruhrtal.
Innehalten, die Landschaft im Kleinen auf sich wirken lassen, die Umgebung ausblenden: dies geschieht im Zeitraum. Schwebende Wände mit hölzernen Lamellen filtern Licht und äußere Eindrücke und machen den Zeitraum zu einem Ort des Zusammenkommens und sich Sammelns. Nachts erleuchtet der Zeitraum in mystischem Licht.
Der Farnraum schiebt sich vorsichtig aus dem gestalteten/kultivierten Waldgarten in den alten Buchenwald hinein und öffnet den Blick auf Laubstrukturen und Baumrinden, Waldwiesen und sich in den Bäumen brechendes Licht.
Gebäude und Freiraum verbinden...
Das Gebäude steht auf einer durch umlaufende Mauern klar gefassten Platzplatine. Innen- und Außenräume fließen ineinander. Bodenbeläge, Bänderungen und Wegebezüge greifen Gebäudekanten, Stützenraster und Fensterfluchten des Gebäudes auf und führen diese in den Freiraum fort. Das Kaminzimmer findet eine Fortsetzung im Außenbereich.
Auch über die Verwendung gleichartiger Materialien im Innen- und Außenraum verschmelzen Freiraum und Tagungshaus zu einer Einheit.



