ARCHITEKTEN ETH BSA SIA
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Feuerwehrmagazin, Pratteln
1. PREIS WETTBEWERB 2010
Städtebau
Das Grundstück für den Neubau der Feuerwehr in Pratteln liegt an interessanter Schnittstelle zwischen Wohn- und Gewerbegebiet. Die bestehende Bebauung an der St. Jakobstrasse mit grossen Wohnhäusern aus den sechziger und siebziger Jahren ist geprägt durch ihre durchgegrünte Umgebung. Als weiterer Baustein kommt nun das neue Feuerwehrmagazin hinzu. Es steht bewusst stirnseitig zur Strasse und bildet so in seiner strassenseitigen Fassadenlänge keinen Massstabsbruch zum grobmaschigen Netz der bestehenden Bebauungsstruktur. Eine zukünftige urbanistische Entwicklung wird sich an diesem ersten Baustein orientieren. Links und rechts des neuen Feuerwehrmagazins können weitere Gebäudevolumen von ähnlicher Grösse entstehen und so das neu entstandene lockere städtebauliche Muster komplettieren.
Verkehr und Erschliessung
Durch die stirnseitige Setzung des Feuerwehrmagazins zur St. Jakobstrasse werden gute organisatorische Verbindungen auf zwei Seiten geschaffen. Die Fahrzeuge stehen richtungsneutral ostseitig und können schnell sowohl nord- wie südseitig auf die Basler- und die Muttenzerstrasse wegfahren. Der westseitig gelegene Parkplatz garantiert eine rationelle Abwicklung von Ankommen, direkt zur Garderobe Gelangen, Umziehen und Wegfahren. Die Westseite des Magazins nimmt auch die Fussgängererschliessung und die Anlieferung zum Lager auf.
Architektur und Nutzung
Die ostseitig ausgerichteten, fahrbereiten Feuerwehrfahrzeuge bilden den Grundstein für die Gebäudestruktur. Zusammen mit dem über die Mittelachse gespiegelten Serviceteil wird die Grunddisposition der Gesamtanlage definiert. Für die interne Gebäudeerschliessung bildet die Schnittstelle von Fahrzeug- und Serviceteil eine Art Rückgrat. Auf der Erdgeschossebene wie im Obergeschoss dient diese Zone der Erschliessung der Räume. Nord- und südseitig situieren sich zwei Treppen als Vertikalerschliessung. In Strassennähe bildet sich die kleine Eingangshalle mit der im Vergleich zur nordseitigen Fluchttreppe prominenteren Treppenanlage zu einer diskreten Empfangszone. Externe Besucher, die den Theoriesaal oder den Museumsraum zum Ziel haben, erhalten durch die Sichtverbindung in die Einstellhalle auf selbstverständliche Weise Einblick in den Betrieb des Feuerwehrmagazins. Ebenso direkt erschlossen ist die Raumeinheit für Besprechungen und Kommando. Die Serviceraumschicht im Erdgeschoss ist auf zwei Seiten durchlässig, damit die Verbindung von Ankunft/Anlieferung zur Fahrzeughalle gut und direkt gewährleistet ist. Die Fassadenverkleidung aus grobmaschigem Streckmetall umhüllt das Haus und bindet das Volumen gut zusammen. Fenster sind je nach Nutzungsart und ästhetischem Anspruch teilweise hinter der Metallebene situiert und erhalten so eine verschleierte Erscheinung, teilweise orientieren Sie sich als Augen nach Aussen und nehmen so Kontakt mit der Aussenwelt auf.
Nicht nur die organisatorische und ablauforientierte Optimierung spielte im Entwurfprozess eine Rolle, auch den Anforderungen in Hinblick auf Effizienz und Ökonomie wurde Rechnung getragen. Es wurden Materialien gewählt, die zum einen günstig sind (siehe Erläuterungen Statik) und zum anderen zusätzliche Funktionen bieten. Beispiel Fassade aus Streckmetall: Sie übernimmmt nicht nur Klima- und Wetterschutz, Funktionen wie Sonnen- und Einbruchschutz sowie Absturzsicherung im Obergeschoss werden durch die Anwendung ebenfalls übernommen. Die Böden und Wände im Gebäude sind roh, ohne Verkleidung und damit auf das Wesentliche reduziert. Sämtlich Nutzräume sind an der Aussenfassade gelegen und können damit natürlich belüftet werden. Im Entwurfsprozess wurde der Gang im Erdgeschoss, an den entsprechende Brandschutzvorschriften gestellt worden wären, reduziert, damit Verkehrsfläche optimiert und Kosten für sonst notwenige Brandschutzmassnahmen gespart. Dadurch entstand die Auskragung, die den Ankommenden ein schützendes Vordach bietet.
Wasserreservoir, Bruderholz Basel
Standort Jakobsbergstrasse 105, 4000 Basel
Bauherrschaft IWB, 4002 Basel, info@iwb.ch, 061 275 51 11
Architekt Berrel Architekten BSA SIA SWB, 4055 Basel
info@berrelarchitekten.ch, 061 322 15 80
Landschaftsarchitekt Fahrni & Breitenfeld, 4052 Basel
Ausführung Erne AG, 5080 Laufenburg
Statik / Werkplanung Holinger AG, 3000 Bern, Rapp AG, 4018 Basel
Foto: Eik Frenzel
Im Zuge des Neubaus des Wasserreservoirs der Stadt Basel auf dem Bruderholz wurde auch der eines zugehörigen Betriebsgebäudes realisiert. Es liegt inmitten einer alten Parklandschaft und ist im Gegensatz zu den unterirdischen Wasserreservoirs als einziger Teil der Anlage im Park sichtbar. Dem eingeschossigen Bau kommt aufgrund seiner solitären Lage inmitten des öffentlichen Raumes eine Bedeutung zu, die über die eines reinen Zweckbaus hinausgeht. Der Bau leistet dies, indem er sich als ein Teil der sanften Topographie des Parks am Bruderholz sieht. Wie ein flacher Findling ragt er mit seiner kristallinen Form aus der bewachsenen Böschung heraus als sei er Teil von dieser. So generiert er eine Aussichtsplattform über die Parklandschaft, mit Rasen bewachsene Sitzstufen fu¨hren mit leichter Steigung hinauf und laden zum Verweilen ein. Das Betriebsgebäude verschmilzt so mit dem Park und übernimmt eine Funktion im öffentlichen Raum. Die Betonfertigteile der Fassade sind als Allegorie zu Rasengittersteinen durchbrochen, die Räume zwischen Fassade und innerem Kern sind mit Pflanzsubstrat hinterfüllt. So können im Laufe der Zeit ähnlich einer Trockenmauer wilde Blumen aus dem steinernen Körper wachsen und dieser mit dem Park verwachsen. Die Front ist aus Kupferblech gefertigt und schafft einen warmtonigen Kontrast zum Beton.
Das neue Betriebsgebäude führt die Tradition fort, die mit den repräsentative Gebäuden der Wasserversorgung Basels auf dem Bruderholz - etwa dem Wasserturm oder den klassizistischen alten Reservoirgebäuden - begann, die diesen Ort aktivieren und den Charakter dieses Parks erst ausmachen.
Schule Vouvry
1. PREIS WETTBEWERB 2008
PLANUNG UND AUSFÜHRUNG 2008 - 2012
Die Besiedlung des flachen Talbodens im unteren Teil des Rhonetals erfolgte relativ spät. Ermöglicht wurde sie durch die Trockenlegung der Sumpf- und Auenlandschaft entlang der Rhone. Der neu entstandenr Raum bot Platz fu¨r die Verkehrsinfrastrukturanlagen der Eisenbahn im 19. Jahrhundert. Die grossartige Siluette der Wallisser Alpen, die den Talboden in Nord-Südrichtung beidseitig säumt dramatisiert den Raum und macht ihn unverwechselbar. Die grossartige und spektakuläre Topographie des Unterwallis findet ihren Niederschlag im Projekt für eine neue Schule in Vouvry. Bewusst wird die grobe Körnung der angrenzenden Bebauungstruktur beibehalten. Die Turnhallen bilden den introvertierten Kern der neuen Schulanlage. Sie stehen direkt auf dem Talboden und haben direkte Verbindung zu den beiden Eingangszonen. Beide Erschliessungszonen führen die Besucher über eine Kaskadentreppe in die oberen Geschosse. Der Hierarchie der Nutzung entsprechend ist das erste Obergeschoss der eigentliche Öffentlichkeitsbereich der Anlage. Über die sich verjüngende Treppenanlage gelangt man in das zweite Obergeschoss, die eigentliche Schuletage. In beiden Geschossen weiten sich die umlaufende Gänge örtlich aus zu Pausen- und Begegnungszonen. Aus jeder Himmelsrichtung werden die Begegnungszonen belichtet. Sichtbeziehungen quer durch das Gebäude hindurch, ziehen das Geschehen in den Turnhallen selbstverständlich in die Gesamtanlage mit ein.
Schule und Doppelturnhalle, Biel-Benken
AUSFÜHRUNGSPROJEKT 2009 - 2011 MIT ZWIMPFER UND PARTNER
Foto: Eik Frenzel
Foto: Radek Brunecky
Die Erweiterung des Schulhauses Kilchbühl umfasst neben einem weiteren Schultrakt und einer neuen Doppelturnhalle auch die Sanierung des bestehenden Gebäudes von 1964. Der Neubau ist zwischen dem bestehenden Schulhaus und der Dorfstrasse in den Hang situiert und bildet das Bindeglied zwischen dem bestehenden Schulhaus im Norden und dem künftigen Dorfplatz im Su¨den. Der sich windmühlenartig in die Landschaft erstreckende Altbau wird durch den Neubau zu einem Ensemble ergänzt. Die Sporthalle befindet sich im linken Trakt, der Schulbereich analog zum Altbau nord/süd-orientiert im rechten. Im Sockelgeschoss entstehen neue Werkräume mit den dazugehörenden Materialräumen sowie die Räumlichkeiten für die Haustechnik. Im Obergeschoss sind Klassenzimmer und Gruppenräume, sowie ein Garderobenblock vorgesehen. Beide Schulbauten erhalten separate Eingänge mit vorgelagerten begrünten Plätzen, während sich zwischen den Gebäuden ein Park ausbildet, dessen Charakter eher privat und introvertiert ist. Die vertikale Lattung aus sägerohem Lärchenholz als Verkleidung verleiht dem Gebäude seine eigenständige Erscheinung. Durch die Anordnung der Latten entstehen, je nach Blickwinkel und Lichtverhältnissen, unterschiedliche Erscheinungsbilder. Vor den Fenstern verlaufende Leisten reflekieren Sonnenlicht in die Schulräume und bilden eine Filterschicht aus.
Administrationsgebäude, Genf
1. PREIS WETTBEWERB 2010
Die Erweiterung dockt als zehngeschossiger Baukörper direkt an das bestehende Gebäude an, welches bisher 580 Arbeitsplätze beherbergte. Der Freiraum unter dem Bestand, welcher heute auf Stützen steht, wird mit einem neuen Sockelgeschoss aufgefüllt. Dadurch verschmelzen die vorhandene Bausubstanz und der neue Anbau selbstverständlich zu einem stimmigen Ganzen. Die Fassade webt in ihren Proportionen, der Anordnung der Öffnungen sowie ihrer Materialität den Ausdruck des bestehenden Gebäudes in zeitgemässer Weise weiter. Das Erdgeschoss des Erweiterungsbaus ist als offene und vielfältige Raumlandschaft mit Blick in den Park ausgebildet und beherbergt neu das Restaurant und die Schulungsräume. Der Parc des Franchises wird vergrössert und um den Bereich zwischen dem Verwaltungsgebäude und der Avenue Edmond-Voucher erweitert. Bei der Organisation der fast 500 Arbeitsplätze hatte eine grösstmögliche Flexibilität bei maximaler Sicherheit oberste Priorität. Das kompakte Gebäude lässt sich kostengünstig realisieren und folgt in allen Aspekten den Anforderungen von Minergie-P-Eco. Durch seine modulare und höchst flexibel erweiterbare und umnutzbare Struktur lässt sich das Gebäude auch in Zukunft einfach an sich verändern de Anforderungen umrüsten. Berrel Berrel Kräutler Architekten konnten in der Region bereits mehrere Wettbewerbserfolge für sich verbuchen: So gewann das Büros 2005 den Wettbewerb für das Nouveau musée Cantonal des Beaux-Arts in Lausanne, 2006 den Wettbewerb für die Orientierungsschule in Vouvry, welche 2012 vollendet wird, und 2008 erhielten sie einen Ankauf für den Wettbewerbsbeitrag für die Erweiterung des WTO Gebäudes Centre William Rappard in Genf.
Ernst Koller Pavillon, Basel
ENTWURFS- UND AUSFÜHRUNGSPROJEKT 2007
Foto: Eik Frenzel
Zu Ehren des großen Erfinders, Architekten und Metallbauschlossers Ernst Koller wurde kurz nach seinem Tod ein Memorial Pavillon unmittelbar neben der Metallbautechnikerschule (SMT) in Basel errichtet Fu¨r das Traggerippe des Kollerpavillons wurden Ernst Koller Aluminiumprofile verwendet, welche im Inneren des Pavillon sichtbar sind. Die Hu¨lle des Pavillons besteht aus grossformatigen Glaspaneelen, die zusammen mit den Aluminiumprofilen die Möglichkeit bieten, den Innenraum frei und flexibel zu gestalten. Zwischen den einzelnen Scheiben ist eine Folie einlaminiert, welche mit einer Textur aus digitalisierten Profilquerschnitten von Ernst Koller bedruckt ist. Mit dem Einlaminieren der über 200 Patentschriften von Ernst Koller wird die Fassade zu einem Teil der Ausstellung, welche von aussen auch bei geschlossenem Ausstellungsraum erlebt werden kann. Bei Dunkelheit leuchtet der Pavillon von Innen nach Aussen, er wird zu einem grossen Leuchtobjekt im Park. Der Boden besteht aus Schwarzstahlplatten und gibt dem Innenraum eine edle Note sowie eine klare optische Prägung. Der Pavillon wurde durch die Ernst und Herta Koller-Ritter-Stiftung und mehreren nationalen Firmen finanziert. Diplomanten der SMT waren bei der Planung und Ausführung massgeblich beteiligt. So soll der kleine Pavillon die Erinnerung an einen grossen Erfinder erhalten und für Ausstellungen und Kreativraum allen Studenten und Schülern offen stehen.
Musée des Beaux Arts, Lausanne
Der monolithische Körper ist an dominanter Lage direkt am See an südlichster Stelle des Perimeters platziert. Das Museum formt einen neuen markanten Punkt in der Ufer- und Stadtsilhouette von Lausanne. Der ins Wasser greifende majestätisch erscheinende Körper schafft eine neue Identifikation für den Ort Lausanne. Die städtebauliche Anbindung des Museums geschieht über eine einladend gestaltete Rampe, welche die Besucher von unterschiedlichen Zugängen abholt. Durch die Einschnitte im Gebäudevolumen entstehen grosszügige öffentliche Bereiche, welche alle extrovertierten Nutzungen aufnehmen und einen grandiosen Panoramablick auf den See und die umgebende Landschaft bieten. Der Weg über die Rampe führt den Besucher nahtlos in den Empfangsbereich des Museums. Das Restaurant, die Bar und der Bücherladen befinden sich hier und haben auch ausserhalb der Museumsöffnungszeiten geöffnet. Der Austellungsbesucher folgt der Rampe wieder zuruck in Richtung Hang und gelangt zum Museumsfoyer im ersten Obergeschoss. Mit einem Blick zurück auf die Stadt und die Parkanlage tritt man in die introvertierten Museumsbereiche der temporären oder der permanenten Ausstellung. Das Museumsfoyer ist als «Schaufenster» zur Stadt gedacht. Die Ausstellungsräume liegen auf zwei Geschossen. Jedes Geschoss verfügt über zwei grosszügige Ausstellungsräume. Ein horizontales raumbreites Fenster befindet sich je am Ende der einzelnen Ausstellungsbereiche und rahmt den Blick auf einen Landschaftsausschnitt. Durch die Verschränkung der Ausstellungsräume sowohl im Grundriss als auch im Schnitt ergeben sich spannungsvolle Raum- und Blickkonstellationen. Die temporäre und die permanente Ausstellung können unabhängig voneinander besucht werden. Die grosszügigen Ausstellungssäle ermöglichen eine flexible Raumeinteilung mit Trennelementen. Der Abschluss des Museums bildet der zum Himmel offene Vernissagenbereich auf dem Dach.
Haus Andrist, Biel-Benken
Die Parzelle liegt am Südwesthang von Biel Benken inmitten von Obstbäumen mit Blick ins Leymental, zur Landskron und auf weitere Ausläufer des Jura. Das Einfamilienhaus wurde im Westen der Parzelle positioniert und ruht im Hang mit uneingeschränkter Sicht ins Tal und in die Bäume. Einen gestalteten Garten um das Haus gibt es nicht und auf eine Einfriedung wurde verzichtet. Das Haus ist von Osten erschlossen und öffnet sich nach Westen. Unter der Auskragung mit einer lichten Höhe von 2.30m strahlt der Vorplatz einen gewissen Schutz aus. Durch den Windfang gelangt man in eine Vorzone, die sich über 2 Geschosse nach oben ausweitet (Luftraum) und anschliessend wieder verengt. Das Ess- und Wohnzimmer vollzieht erneut einen Höhensprung, der sich im Aussenbereich über den Sitzplatz fortführt. Durch die fast raumbreite Fensterfront wird das Wohnzimmer zum Gartenzimmer. Im Obergeschoss findet sich eine einheitlich Geschosshöhe wieder. Hier sind die Schlafräume und das Bad untergebracht. Vom zentralen Gang, über den man in alle Himmelsrichtungen Ausblick hat und der die Zimmer verbindet, gibt es durch die Galerie eine zusätzliche Sichtverbindung ins Erdgeschoss. Jedes Zimmer hat grosse, fast bodentiefe Fenster, die den Bezug zur Landschaft herstellen.
WTO Erweiterung Centre William Rappard, Genf
Tenant compte de la situation urbaine le volume d’extension, de six étages, est rattaché directement au patrimoine existant. Du point de vue de sa volumétrie et typologie, le volume s’inscrit dans le tissu architectural de la rue de Lausanne, constitué d’édifices hauts et allongés. Les interventions dans la structure du bâtiment existant sont limitées au projet prolonge le bâtiment existant tout en devenant un nouveau contrepoint à la coupole qui surmonte l’entrée principale. Le parc existant est élargi et ses contours précisés. Côté rue s’ouvre une esplanade constituée d’espaces verts et d’un espace réservé au parcage de vélos. Côté lac se situe le restaurant avec sa terrasse. Un sentier pédestre fait le tour de l’ensemble du site. Du point de vue architectural, la façade, constituée de voiles de béton préfabriquées interprète, sous formecontemporaine, la force d’expression du bâtiment existant. Le socle du bâtiment, placé en retrait, confère au nouveau bâtiment une impression de légèreté. Le niveau des étages du le volume d’extension correspond au niveau des étages existants. Chacun des étages présente une hauteur de plafond variable, ce qui donne lieu à une grande diversité d’espaces. Les deux derniers étages du nouveau bâtiment surmontent le bâtiment existant. L’intérieur du bâtiment est structuré par quatre noyaux qui assurent la statique, la circulation à tous les étages et accueillent les installations techniques et sanitaires. Associés à la structure porteuse de la façade, ils permettent un espace libre de poteaux, ce qui autorise une organisation très flexible. Derrière la façade se loge une première enfilade de bureaux disposés en anneau. Chaque bureau communique avec les espaces extérieurs. Une cour intérieure au niveau des deux derniers étages, permet d’aménager un second anneau de bureaux orientés côté cour. Tous les postes de travail disposent de éclairage naturel. L’accès au bâtiment est réalisé par deux rampes, l’une conduit au garage, l‘autre mène directement au lobby. Celui-ci bénéficie d‘une lumière naturelle à partir du restaurant, lequel est accessible par un escalier aux dimensions généreuses. Le vestibule s’élargit vers le hall d’accueil et la zone des salles de conférence du bâtiment existant.
Wicona Messestand BAU 2011, München
Die Zielgruppe des Messestandes für Wicona besteht in erster Linie aus Architekten, Metallbauern und Fassadenplanern. Slogan des Wicona-Messestandes ist «Technik für neue Ideen». Die thematischen Schwerpunkte der Standkonzeption sind regenerative Energiequellen, Recycling sowie energiesparende Systemlösungen. Zu den Entwurfszielen gehörte es, einen Messestand zu entwickeln, der als Messehighlight in Erinnerung bleibt, eine klare Corporate Design-Botschaft vermittelt und zudem auch einen Ort der Kontemplation in der Hektik des Messebetriebes schafft. Die Ideen und Produkte von Wicona sollten, in den Stand integriert, erlebbar und anfassbar gemacht werden. Im Verlauf des Entwurfsprozesses wurden verschiedene Varianten geprüft. Die realisierte Entwurfsvariante schafft einen geschützten Innenraum, der zugleich durchlässig ist für Blicke von aussen. Der Wicona-Messestand tritt als ein monumentaler Körper in Erscheinung, der die notwendigen Nebenräume in «Pfeilern» integriert. Entwurfsleitend waren die Ausbildung der Zugänge, das Ermöglichen von vielfältigen Sichtbeziehungen, sowie eine optimale Nutzung der Flächen des Messestandes als Projektionsflächen und zur Kommunikation nach aussen (Farbkonzept, graphische Konzeption). Das Raumprogramm des Messestandes für Wicona umfasst 160 m2 Ausstellungsfläche, drei Sitzungsräume, eine grosszügig dimensionierte Informationstheke, ein Restaurant im Obergeschoss, Küche und Lager sowie eine Bar/Lounge.
Mountain Lodge Sierra Nevada Mountains, USA
Die Berghütte ist eine vorfabrizierte Konstruktion aus Holzelementen, welche in ihren Dimensionen und dem Gewicht der Transportfähigkeit angepasst sind und aus einer überdicken Wand bestehen, in welcher alle Installationen in der Fabrik eingebaut werden. Die komplette Technik, Toilettenanlagen, Duschen, Treppen, Chemine, Betten und Lagerräume sind in den Wandvolumen untergebracht. Der überbleibende Raum ist frei von störenden Elementen. Das Gebäude besteht aus acht Boxen, jede Box besteht aus vier Wandelementen, einem Bodenelement und einem Dach. Vier Boxen befinden sich im Erdgeschoss, weitere vier Boxen sind in einem oberen Geschoss platziert. Die acht Boxen sind die beheizten Räume: Reparaturwerkstatt, Küche, Essraum und Personalraum im Erdgeschoss, Schlafräume im Obergeschoss. Der Restraum zwischen den Boxen beinhaltet die Eingangshalle und Rezeption. Diese sind nur temperiert durch die Wärme eines Cheminées. Das gesamte Gebäude wird mit Bitumenbahnen u¨berzogen, in welche Kieselsteine vor Ort eingepresst werden. Das Gebäude erhält ein steinernes Äusseres und wird somit ein Teil der rauen Natur. Der Steinboden ist eine Fortsetzung der äusseren Bodenbeschaffenheit. Der helle warme Innenraum der Nutzräume kontrastiert mit der dunklen, kühlen Halle. Die äusseren spiegelnden Glasscheiben reflektieren die Umgebung. Sie erscheinen wie Bilder an der Fassade und wirken zugleich wie eine Sonnenbrille als Schutz vor Sonne und Schnee. Die Halle zwischen den Boxen als öffentlicher Raum, ist nur durch ein Cheminée und die Sonne beheizt. Nur die Nutzräume sind effektiv beheizt. Hat es wenige Besucher in der Mountainhut, werden nur die besetzten Räume beheizt. Das bestehende Wasserkraftwerk, welches 50 KW Strom produziert, versorgt das gesamte Gebäude mit Strom und Heizenergie. Ein Teil der Energie wird für einen Monoblock verwendet, welcher Warmluft für die Boxen produziert. Die Warmluft wird zurückgewonnen. Vier elektrische Boiler erhitzen das Warmwasser für je zwei Boxen.
Haus Müller, Reinach
Foto: Eik Frenzel
Der Reiz des Steilhanggrundstücks oberhalb von Reinach, liegt nicht nur in der für ein Wohnhaus herausfordernden Topographie: Auch der Blick auf die nahen Jura-Gebirgs ketten macht die einmalige Qualität dieses Grundstücks aus. Das Gebäude begreift sich als steinerner Solitär. Da der Hang sowohl für eine Nutzung als Aussenbereich als auch für das Aussenbassin zu steil ist, nimmt der Baukörper alle Funktionen
auf, schafft sich so eine eigene Welt und lässt seine Umgebung weitgehend unberührt. Die umgebende Landschaft ist bewusst ungestaltet, markiert keine Grenzverläufe und verstärkt so den Charakter des Hauses als Findling in der umgebenden Natur.
Trotz der solitären Gestalt reagiert der Baukörpers unmittelbar auf die Topographie, indem er sich dem Terrain folgend hinauftreppt und so terrassenartige Aussenbereiche ausbildet. Die ersten beiden Geschosse des Gebäudes nehmen die Einstellhalle, das Foyer und den Pool sowie ein Büro auf und bilden das Plateau aus, auf dem die Wohn- und Aussenbereiche sitzen. Die darüber liegende Wohn-, Ess- und Küchenebene begreift sich als ein räumliches Kontinuum: die Grenzen zwischen den Innenbereichen, überdecktem Aussenzimmer und Aussenbereichen mit Cheminee und Bassin scheinen aufgehoben. Die über dem Wohnbereich befindlichen Schlafbereiche stehen in Kontrast zum Wohnbereich. Der offene Grundriss wird hier durch Zellen ersetzt, niedrige Raumhöhen und eine durchgehende Schwelle zum Aussenbereich schaffen geschlossene private Innenräume.
Die ausschliessliche Verwendung von Beton als gestaltgebenden Baustoff gibt dem Gebäude den steinernen, massiven Charakter, der sich in seiner Einheitlichkeit sowohl von der dispersen Umgebungsbebauung als auch von der umgebenden Natur abhebt. Die Betonräume sind mit Foamglas innen gedämmt und mit Gipswänden verkleidet. Die scharfkantigen, hellen Innenräume setzen sich in Kontrast zum rauen, archaischen Charakter der äusseren Gestalt.





