Bernd Albers
Segitzdamm 2
D-10969 Berlin
T +49 30 615 9151
F +49 30 615 9248
mail@berndalbers-berlin.de
Segitzdamm 2
D-10969 Berlin
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Marriott Hotel
Potsdamer Platz, Berlin
Fertigstellung 2004
Auf Basis des Rahmenplanes Potsdamer Platz wurde für das Lenne-Areal im Sommer 2000 ein internationaler Architekten- wettbewerb für das Beisheim-Center durchgeführt. In der Folge entstand nach Plänen der Architeken Hilmer+Sattler+Albrecht eine städtebauliche Figur, auf der unsere Planung für das Marriott-Hotel-Berlin basiert.
Das 4-Sterne-Hotel mit 380 Hotelzimmern adressiert mit seinem Haupteingang den neu entstehenden Stadtplatz und stellt sich zur Ebert-Strasse als Hotel mit respräsentativem Charakter dar, der an die Tradition der innerstädtischen Grandhotels anknüpft.
Die umlaufende Gebäudehöhe von 35 Metern bei 11 Geschossen korrespondiert mit den umgebenden Häusern.
Der architektonische Charakter der umlaufenden Fassaden zielt auf eine vertikalisierende Gliederung durch lisenenartig profilierte Wandpfeiler aus hellem portugiesischem Kalkstein.
Die Differenz zwischen Sockelgeschossen und Zimmergeschossen wird in den Fassadendetails klar herausgearbeitet. Während die beiden Sockelgeschosse eher grossmasstäblich und massiv erscheinen, werden die Zimmergeschosse sich als gefaltete Wandflächen mit steinern-textilem Charakter darstellen. Die entwurfliche Auseinandersetzung mit der Thematik "Vorhang- fassade" wird dabei sowohl architekturgeschichtlich als auch nutzungsspezifisch geführt.
Innenräumlich wird das Hotel durch ein grosses Atrium bestimmt. Über einer Grundfläche von 10 x 20 m entwickelt sich bei einer Höhe von ca. 35 m ein vertikaler Raum, dessen Rückwand als raumhohe flächige Lichtwand konzipiert ist, die dem Raum seine spezifische Atmosphäre als urbane Hotelhalle verleiht.
Fertigstellung 2004
Auf Basis des Rahmenplanes Potsdamer Platz wurde für das Lenne-Areal im Sommer 2000 ein internationaler Architekten- wettbewerb für das Beisheim-Center durchgeführt. In der Folge entstand nach Plänen der Architeken Hilmer+Sattler+Albrecht eine städtebauliche Figur, auf der unsere Planung für das Marriott-Hotel-Berlin basiert.
Das 4-Sterne-Hotel mit 380 Hotelzimmern adressiert mit seinem Haupteingang den neu entstehenden Stadtplatz und stellt sich zur Ebert-Strasse als Hotel mit respräsentativem Charakter dar, der an die Tradition der innerstädtischen Grandhotels anknüpft.
Die umlaufende Gebäudehöhe von 35 Metern bei 11 Geschossen korrespondiert mit den umgebenden Häusern.
Der architektonische Charakter der umlaufenden Fassaden zielt auf eine vertikalisierende Gliederung durch lisenenartig profilierte Wandpfeiler aus hellem portugiesischem Kalkstein.
Die Differenz zwischen Sockelgeschossen und Zimmergeschossen wird in den Fassadendetails klar herausgearbeitet. Während die beiden Sockelgeschosse eher grossmasstäblich und massiv erscheinen, werden die Zimmergeschosse sich als gefaltete Wandflächen mit steinern-textilem Charakter darstellen. Die entwurfliche Auseinandersetzung mit der Thematik "Vorhang- fassade" wird dabei sowohl architekturgeschichtlich als auch nutzungsspezifisch geführt.
Innenräumlich wird das Hotel durch ein grosses Atrium bestimmt. Über einer Grundfläche von 10 x 20 m entwickelt sich bei einer Höhe von ca. 35 m ein vertikaler Raum, dessen Rückwand als raumhohe flächige Lichtwand konzipiert ist, die dem Raum seine spezifische Atmosphäre als urbane Hotelhalle verleiht.
TOWNHOUSE P6
Caroline von Humboldt Weg 14, Berlin
Das Townhouse P.6 am Caroline von Humboldt Weg stellt sich auf der 6,50 Meter breiten, 35,5 Meter tiefen, 230 qm großen Parzelle als 5-geschossiges städtisches Wohnhaus mit einer Höhe von ca. 19 Metern dar. Das Grundstück wird vom 1. bis 4. Geschoss mit 12 Metern Haustiefe, im Erd- und Untergeschoss mit 18 Metern bebaut.
Die architektonische Haltung des Hauses zum Park wird bestimmt von drei Fensterachsen mit französischen Fenstern, die vom 1. bis zum 4. Obergeschoss von fein profilierten Pilastern in Putz gefasst werden. Die weisse Putzfassade lässt im Zusammenspiel mit der vertikalen Struktur der Pilaster ein repräsentatives und zugleich vornehm zurückhaltendes Wohnhaus am Park entstehen. Der zentrale zurückgesetzte Eingang und der Vorgarten empfangen Bewohner und Besucher mit einer großzügigen städtischen Geste.
Das Townhouse P.6 am Caroline von Humboldt Weg stellt sich auf der 6,50 Meter breiten, 35,5 Meter tiefen, 230 qm großen Parzelle als 5-geschossiges städtisches Wohnhaus mit einer Höhe von ca. 19 Metern dar. Das Grundstück wird vom 1. bis 4. Geschoss mit 12 Metern Haustiefe, im Erd- und Untergeschoss mit 18 Metern bebaut.
Die architektonische Haltung des Hauses zum Park wird bestimmt von drei Fensterachsen mit französischen Fenstern, die vom 1. bis zum 4. Obergeschoss von fein profilierten Pilastern in Putz gefasst werden. Die weisse Putzfassade lässt im Zusammenspiel mit der vertikalen Struktur der Pilaster ein repräsentatives und zugleich vornehm zurückhaltendes Wohnhaus am Park entstehen. Der zentrale zurückgesetzte Eingang und der Vorgarten empfangen Bewohner und Besucher mit einer großzügigen städtischen Geste.
Friedrich Ebert Stiftung
Konferenz- und Bürogebäude
Berlin-Tiergarten Reichpietschufer 92, Berlin
Fertigstellung 2008
STADT + HAUS
Mit dem Haus der Friedrich-Ebert-Stiftung am Reichpietschufer wurden zwei wichtige Ziele erreicht, zum einen entsteht für die politische Arbeit der Friedrich-Ebert-Stiftung ein zweiter programmatischer Baustein für den Ausbau ihrer Berliner Aktivitäten in Nachbarschaft zu ihrem Gebäude an der Hiroshimastrasse, zum anderen gewinnt Berlin am Landwehrkanal ein markantes Eckgebäude für eine prominenten politische Institution, ein Eckhaus, dass auf seine Art die eindrückliche Serie von individuellen Bauten am Landwehrkanal fortsetzt und so der gebogenen Uferstrasse eine signifikante stadträumliche Prägung gibt.
HAUS + PROGRAMM
Das Büro- und Konferenzgebäude stellt sich mit großzügigen Eingang an der Ecke und der längs der Uferstrasse gelegenen Konferenzlobby mit anschließendem Konferenzraum für 300 Personen als großstädtisches öffentliches Gebäude dar. Kleinere Konferenzräume und die Kantine befinden sich im 1. Obergeschoss, im 2. bis 6. Geschoss sind die Büros der internationalen Abteilung der Stiftung angesiedelt, darüber sind weitere Besprechungsräume und Teile der Haustechnik untergebracht.
KONZEPT + DETAIL
Die architektonische und städtebauliche Wirkung des Hauses wird geprägt durch das Zusammenspiel von plastischer Differenzierung des Volumens und der ebenso haptischen wie visuellen Kraft des Backsteins. Während das Haus an der Ecke seine maximale Höhe erreicht, und sich so als ebenso stolzer wie prägnanter Baukörper am Ufer präsentiert, folgt die Längsfront ganz beiläufig der gebogenen Strasse und gewinnt hier zusammen mit der kontrapunktischen Wirkung der dreieckigen Lisenen seine sehr spezifische architektonische wie stadträumliche Dramaturgie.
Berlin-Tiergarten Reichpietschufer 92, Berlin
Fertigstellung 2008
STADT + HAUS
Mit dem Haus der Friedrich-Ebert-Stiftung am Reichpietschufer wurden zwei wichtige Ziele erreicht, zum einen entsteht für die politische Arbeit der Friedrich-Ebert-Stiftung ein zweiter programmatischer Baustein für den Ausbau ihrer Berliner Aktivitäten in Nachbarschaft zu ihrem Gebäude an der Hiroshimastrasse, zum anderen gewinnt Berlin am Landwehrkanal ein markantes Eckgebäude für eine prominenten politische Institution, ein Eckhaus, dass auf seine Art die eindrückliche Serie von individuellen Bauten am Landwehrkanal fortsetzt und so der gebogenen Uferstrasse eine signifikante stadträumliche Prägung gibt.
HAUS + PROGRAMM
Das Büro- und Konferenzgebäude stellt sich mit großzügigen Eingang an der Ecke und der längs der Uferstrasse gelegenen Konferenzlobby mit anschließendem Konferenzraum für 300 Personen als großstädtisches öffentliches Gebäude dar. Kleinere Konferenzräume und die Kantine befinden sich im 1. Obergeschoss, im 2. bis 6. Geschoss sind die Büros der internationalen Abteilung der Stiftung angesiedelt, darüber sind weitere Besprechungsräume und Teile der Haustechnik untergebracht.
KONZEPT + DETAIL
Die architektonische und städtebauliche Wirkung des Hauses wird geprägt durch das Zusammenspiel von plastischer Differenzierung des Volumens und der ebenso haptischen wie visuellen Kraft des Backsteins. Während das Haus an der Ecke seine maximale Höhe erreicht, und sich so als ebenso stolzer wie prägnanter Baukörper am Ufer präsentiert, folgt die Längsfront ganz beiläufig der gebogenen Strasse und gewinnt hier zusammen mit der kontrapunktischen Wirkung der dreieckigen Lisenen seine sehr spezifische architektonische wie stadträumliche Dramaturgie.
QUARTIER.S
Stuttgart – City
STADT.TOPOGRAPHIE
Die Herausforderung des Projektes besteht darin, den kleinteiligen und weitgehend anonymen Charakter des Blockes durch einen großstädtischen Maßstab so zu ersetzen, dass die angrenzenden Straßenräume einen neuen qualitätvollen Charakter erhalten und zugleich die bestehenden Häuser an der Sophien- und Tübingerstrasse in eine hochwertige Nachbarschaft eingebunden werden.
HOF.GÄRTEN
Auf Ebene.4 entwickeln wir eine am Blockrand orientierte drei- bis viergeschossige Bebauung. Dadurch entsteht im Inneren ein großzügiger und begrünter Hof.Garten mit klaren Raumkanten und individuellen Wohnadressen. Die gärtnerische Gestaltung der Hof. Gärten ermöglicht das Nebeneinander von gemeinschaftlichen und privaten Gärten, die im Wesentlichen den Wohnbauten als Freiflächen dienen sollen.
Die zentrale Achse wird durch das gläserne Passagendach bestimmt an dem sich die Wegebeziehungen orientieren. Es bildet somit einerseits die Mitte der gesamten Wohnanlage wie es andererseits, besonders im südlichen Teil, eine willkommene Abschirmung des Wohnteils von den anderen Nutzungen befördert. Die unterschiedlichen Gebäudehöhen des Blockrandes werden im Zusammenspiel mit den Straßenräumen und deren Charakteren so eingesetzt, dass in der Summe eine Block-Figur entsteht, die den komplexen programmatisch-räumlichen Anforderungen aus Bestand und Programm gerecht wird und im Inneren wie Äußeren eine signifikante Bau- und Raumfigur schafft.
PORTAL.BAUTEN
Auf Grundlage des Handelskonzeptes und der Sförmigen Passage, entwickeln wir für die beiden Haupteingänge eigenständige und zugleich verwandte Portale in Auseinandersetzung mit den jeweiligen Stadträumen, Nachbarn und Maßstäben. Diese Portal.Bauten stellen die städtebaulichen und architektonischen Dominanten des Projektes dar, hier befinden sich auch die Adressen für die anderen Nutzer in den Obergeschossen. Die beiden Portale mit ihren einladenden Raumgesten verleihen dem Handel eine starke Präsenz, neue großstädtische Dramaturgie und hohe Attraktivität.
URBANE.GANZHEIT
Plastische Ausbildung der Baukörper und Fassaden zielen auf eine Ganzheit ab, in der die beiden Maßstäbe thematisiert werden. Der Handel befördert eine großstädtische Maßstäblichkeit, die in ihren Formulierungen als Schaufenster oder Werbeflächen den Charakteren der jeweiligen Straßen entsprechen, umgekehrt haben Wohnen, Büro und Boarding ihren eigenen kleineren Maßstab - unser architektonisches wie städtebauliches Konzept sieht diese Differenz als Qualität und Chance. Um das komplementäre Ganze der Teile zu erreichen, wird der Unterschiede zwischen Sockel und Aufbau durch Verschiebungen im Grundriss an den äußeren Blockkanten noch betont und für die Plastizität des Hauses genutzt.
WOHN.HÄUSER
Wohnungen sind auf Grund ihrer komplexen Anforderungen die empfindlichsten Nutzungen und bedürfen somit besonderer Qualifizierung.
Die Marienstrasse, die obere Sophienstrasse und die Tübingerstrasse bieten gute Bedingungen für städtische Wohnungen, ebenso wie der fünfgeschossige Kopfbau über dem Handelsportal.
Längs der Marienstrasse werden gereihte viergeschossige Wohnhäuser entwickelt, die durch Staffellungen und Rücksprünge entlang der Marienstraße zusätzliche Freiflächen für die Wohnungen schaffen.
Die Zweispänner ermöglichen sowohl kleinere Stadtwohnungen als auch größere (Familien-)Wohnungen, eventuell als Maisonetten, ein gemischtes Modell, das im Zusammenspiel mit den Hof.Gärten denkbar und sicherlich im Sinne der Nachhaltigkeit sehr wünschenswert wäre. An der oberen Sophienstrasse und an der Tübingerstrasse werden zweigeschossige Wohnhäuser vorgesehen, die den Höhensprung von den Kopfbauten zum Maßstab der Nachbarn im Bestand vermitteln. In der Summe wird im Kontext der Hof.Gärten ein angenehmes Wohnklima inmitten der Stadt entstehen.
BÜRO.BOARDING
Die Büroadresse über dem Südportal stellt sich hinsichtlich ihrer städtischen Ausrichtung als idealer Standort dar. Auch im Zusammenspiel mit dem bestehenden Brückenbauwerk entsteht hier ein großstädtischer Stadtraum mit einladendem Gestus. Der Kopfbau über dem südlichen Vorplatz bietet somit ideale Räumlichkeiten für repräsentative Büros, die am Hof.Garten gelegenen Büros profitieren von dessen Atmosphäre. Über den Rundbau an der Ecke Marien-/Paulinenstrasse wird das Boardinghaus prominent erschlossen.
Von dort werden die Räume längs der Paulinenstrasse resp. am Hof.Garten erschlossen. Die raumhohen Fenster befördern den urbanen Charakter, der durch sein rhythmisiertes Volumen sowohl mit der heutigen Hochbahnstrasse als auch mit einer zukünftig umgestalteten Stadtstrasse korrespondiert.
NACHBAR.ENSEMBLE
Das gute nachbarschaftliche Miteinander zwischen dem großen Neubau und den kleinen Bestandsbauten längs der Sophienstrasse wird erreicht, indem die räumlich Konstellation im Umfeld der Stadtmauer gärtnerisch aufgewertet und belebt wird.
Längs der östlichen inneren Blockkante Richtung Sophienstrasse schlagen wir auf der Ebene des Hof.Gartens eine offene Bebauung mit dreigeschossigen Häusern vor, sodass hier der solitäre Charakter der Nachbarn wieder aufgenommen wird und so die neue Nachbarschaft als ein bauliches Ensemble empfunden wird, das auch für die Kirche einen angemessenen Hintergrund und eine räumliche Fassung erzeugt. Auf architektonischer Sicht stellt das Nebeneinander Bestand/Neubau an der Tübingerstrasse eine Gelegenheit dar, die Maßstäbe miteinander abzugleichen.
STADT.TOPOGRAPHIE
Die Herausforderung des Projektes besteht darin, den kleinteiligen und weitgehend anonymen Charakter des Blockes durch einen großstädtischen Maßstab so zu ersetzen, dass die angrenzenden Straßenräume einen neuen qualitätvollen Charakter erhalten und zugleich die bestehenden Häuser an der Sophien- und Tübingerstrasse in eine hochwertige Nachbarschaft eingebunden werden.
HOF.GÄRTEN
Auf Ebene.4 entwickeln wir eine am Blockrand orientierte drei- bis viergeschossige Bebauung. Dadurch entsteht im Inneren ein großzügiger und begrünter Hof.Garten mit klaren Raumkanten und individuellen Wohnadressen. Die gärtnerische Gestaltung der Hof. Gärten ermöglicht das Nebeneinander von gemeinschaftlichen und privaten Gärten, die im Wesentlichen den Wohnbauten als Freiflächen dienen sollen.
Die zentrale Achse wird durch das gläserne Passagendach bestimmt an dem sich die Wegebeziehungen orientieren. Es bildet somit einerseits die Mitte der gesamten Wohnanlage wie es andererseits, besonders im südlichen Teil, eine willkommene Abschirmung des Wohnteils von den anderen Nutzungen befördert. Die unterschiedlichen Gebäudehöhen des Blockrandes werden im Zusammenspiel mit den Straßenräumen und deren Charakteren so eingesetzt, dass in der Summe eine Block-Figur entsteht, die den komplexen programmatisch-räumlichen Anforderungen aus Bestand und Programm gerecht wird und im Inneren wie Äußeren eine signifikante Bau- und Raumfigur schafft.
PORTAL.BAUTEN
Auf Grundlage des Handelskonzeptes und der Sförmigen Passage, entwickeln wir für die beiden Haupteingänge eigenständige und zugleich verwandte Portale in Auseinandersetzung mit den jeweiligen Stadträumen, Nachbarn und Maßstäben. Diese Portal.Bauten stellen die städtebaulichen und architektonischen Dominanten des Projektes dar, hier befinden sich auch die Adressen für die anderen Nutzer in den Obergeschossen. Die beiden Portale mit ihren einladenden Raumgesten verleihen dem Handel eine starke Präsenz, neue großstädtische Dramaturgie und hohe Attraktivität.
URBANE.GANZHEIT
Plastische Ausbildung der Baukörper und Fassaden zielen auf eine Ganzheit ab, in der die beiden Maßstäbe thematisiert werden. Der Handel befördert eine großstädtische Maßstäblichkeit, die in ihren Formulierungen als Schaufenster oder Werbeflächen den Charakteren der jeweiligen Straßen entsprechen, umgekehrt haben Wohnen, Büro und Boarding ihren eigenen kleineren Maßstab - unser architektonisches wie städtebauliches Konzept sieht diese Differenz als Qualität und Chance. Um das komplementäre Ganze der Teile zu erreichen, wird der Unterschiede zwischen Sockel und Aufbau durch Verschiebungen im Grundriss an den äußeren Blockkanten noch betont und für die Plastizität des Hauses genutzt.
WOHN.HÄUSER
Wohnungen sind auf Grund ihrer komplexen Anforderungen die empfindlichsten Nutzungen und bedürfen somit besonderer Qualifizierung.
Die Marienstrasse, die obere Sophienstrasse und die Tübingerstrasse bieten gute Bedingungen für städtische Wohnungen, ebenso wie der fünfgeschossige Kopfbau über dem Handelsportal.
Längs der Marienstrasse werden gereihte viergeschossige Wohnhäuser entwickelt, die durch Staffellungen und Rücksprünge entlang der Marienstraße zusätzliche Freiflächen für die Wohnungen schaffen.
Die Zweispänner ermöglichen sowohl kleinere Stadtwohnungen als auch größere (Familien-)Wohnungen, eventuell als Maisonetten, ein gemischtes Modell, das im Zusammenspiel mit den Hof.Gärten denkbar und sicherlich im Sinne der Nachhaltigkeit sehr wünschenswert wäre. An der oberen Sophienstrasse und an der Tübingerstrasse werden zweigeschossige Wohnhäuser vorgesehen, die den Höhensprung von den Kopfbauten zum Maßstab der Nachbarn im Bestand vermitteln. In der Summe wird im Kontext der Hof.Gärten ein angenehmes Wohnklima inmitten der Stadt entstehen.
BÜRO.BOARDING
Die Büroadresse über dem Südportal stellt sich hinsichtlich ihrer städtischen Ausrichtung als idealer Standort dar. Auch im Zusammenspiel mit dem bestehenden Brückenbauwerk entsteht hier ein großstädtischer Stadtraum mit einladendem Gestus. Der Kopfbau über dem südlichen Vorplatz bietet somit ideale Räumlichkeiten für repräsentative Büros, die am Hof.Garten gelegenen Büros profitieren von dessen Atmosphäre. Über den Rundbau an der Ecke Marien-/Paulinenstrasse wird das Boardinghaus prominent erschlossen.
Von dort werden die Räume längs der Paulinenstrasse resp. am Hof.Garten erschlossen. Die raumhohen Fenster befördern den urbanen Charakter, der durch sein rhythmisiertes Volumen sowohl mit der heutigen Hochbahnstrasse als auch mit einer zukünftig umgestalteten Stadtstrasse korrespondiert.
NACHBAR.ENSEMBLE
Das gute nachbarschaftliche Miteinander zwischen dem großen Neubau und den kleinen Bestandsbauten längs der Sophienstrasse wird erreicht, indem die räumlich Konstellation im Umfeld der Stadtmauer gärtnerisch aufgewertet und belebt wird.
Längs der östlichen inneren Blockkante Richtung Sophienstrasse schlagen wir auf der Ebene des Hof.Gartens eine offene Bebauung mit dreigeschossigen Häusern vor, sodass hier der solitäre Charakter der Nachbarn wieder aufgenommen wird und so die neue Nachbarschaft als ein bauliches Ensemble empfunden wird, das auch für die Kirche einen angemessenen Hintergrund und eine räumliche Fassung erzeugt. Auf architektonischer Sicht stellt das Nebeneinander Bestand/Neubau an der Tübingerstrasse eine Gelegenheit dar, die Maßstäbe miteinander abzugleichen.
Nachnutzung Flughafen Tempelhof
Grundsätze
1. Im Gegensatz zum Berliner Tiergarten ist das Gelände des Tempelhofer Feldes heute im Berliner Stadtgrundriss nicht wirklich erfahrbar. Mit dem Projekt wird das Feld geöffnet und als Park der Luftbrücke zu einem Grosstadtpark des 21. Jahrhunderts und zur neuen Attraktion der Berliner Innenstadt.
2. Die Besonderheit der Weite und Offenheit des Tempelhofer Feldes wird beibehalten, die ökologische Funktion als Kaltluftentstehungsgebiet und damit wichtiger stadtklimatischer Faktor wird langfristig gesichert, als Freiraum für die innerstädtische Erholung der Bürger wird es neu gewonnen.
3. Mit dem Ringboulevard entsteht eine klare Begrenzung der inneren Landschaft. Zugleich wird die bestehende Formensprache des heutigen Flugfeldes übernommen und inhaltlich neu besetzt. Komplementär zur Freihaltung der Mitte als Landschaft stellen die unterschiedlichen Park- und Stadtbausteine die notwendige Spannung von Leere und Dichte dar.
4. Die Differenz der Park- und Stadtbausteine außerhalb des Boulevards steigert die Kraft der zentralen Grünfigur, die grüne Mitte versammelt die Teile am Rande. Die verschiedenen Nutzungen erlauben eine anspruchsvolle, flexible und langfristige Entwicklung der einzelnen Elemente ohne die Ganzheitlichkeit des Projektes zu gefährden.
5. Das große Flughafengebäude bleibt eine architektonische und thematische Dominante des historisch einmaligen Ensembles. Durch Umnutzung des Gebäudes in ein Museum der Flugkultur und Ergänzung durch den Themenpark Fliegen lebt die alte Nutzung fort und wird zugleich neu erlebbar, dem Monument wird neues Leben eingehaucht.
Stadt- und Parkbausteine
Tempelhofer Boulevard
Der Tempelhofer Boulevard bildet das Rückgrat der Parkanlage, er stellt die Grenze zu den neuen Quartieren dar und ist selber nutzbarer Spiel- und Aufenthaltsraum. Der Boulevard bietet neben der verkehrlichen Erschließung und Parkplätzen für Autos und Fahrräder, Spiel- und Sportmöglichkeiten an wie Skatingplätze, Streetball, Kinderspielplätze und anderes mehr.
Wiesenmeer
Das Herzstück des Parks bildet das Wiesenmeer. Mit der neu geschaffenen absoluten Horizontalität wird ein in dieser Dimension einmaliges Parkelement geschaffen, das die Weite des Flugfeldes nochmals steigert. Im südlichen Bereich, anschließend an die südliche Start- und Landebahn, ist ein Park mit Baumreihen und Lichtungen vorgesehen, der den Fliegerberg einfasst und eine Räumlichkeit mit intensiverer Nutzung ermöglicht.
Insel im Wiesenmeer
Im Wiesenmeer liegt heute gleichsam eine Insel, die sich von Topographie und Bepflanzung vom übrigen Flughafengelände abhebt. Sie soll als Erinnerungsstück an den vorherigen Flughafen erhalten bleiben. Die Insel wird zu einem intensiv ausgestalteten Kinderspielbereich ausgebaut und mit hohen Bäumen bepflanzt. Der Hain im Wiesenmeer stellt eine eigenständige und raumprägende Form dar.
Fliegerberg und Himmelsgarten
Als räumlicher Kontrapunkt zum Wiesenmeer wird ein 50 Meter hoher Fliegerberg vorgesehen, der an die Orts- und Nutzungsgeschichte des Flugfeldes anknüpft. Von einem solchen Berg hat Otto Lilienthal seine ersten Flugversuche in Berlin-Lichterfelde gestartet. Ein System von unterschiedlich geneigten Rampen und Treppen führt auf den hohen Erdkegel, der auf seinem Plateau als einziger Ort im Park eine intensive gärtnerische Ausbildung als Himmelsgarten aufweist von dem aus der Blick über das Berliner Häusermeer auf die Stadtsilhouette frei wird. Der Fliegerberg ist für viele Freizeitaktivitäten wie Modellflugzeuge, Hängegleiter-Startbahn und anderes geeignet.
Start- und Landebahnen
Die Start- und Landebahnen werden in ihrer Lage beibehalten und der Belag wird partiell aufgebrochen, so dass sich eine Spontanvegetation entwickeln kann. Die Höhendifferenz zum Wiesenmeer wird durch Böschungen artikuliert.
Parks am Ringboulevard
Die neuen Parkanlagen nördlich des Ringboulevards stellen funktional und räumlich den Zusammenhang des neuen Parks mit dem Volkspark Hasenheide dar. Die beiden landschaftlich geprägten Parks sind wichtige Elemente für den stadtklimatisch notwendigen bodennahen Luftaustausch der über dem Wiesenmeer entstehenden Kaltluft.
1. Im Gegensatz zum Berliner Tiergarten ist das Gelände des Tempelhofer Feldes heute im Berliner Stadtgrundriss nicht wirklich erfahrbar. Mit dem Projekt wird das Feld geöffnet und als Park der Luftbrücke zu einem Grosstadtpark des 21. Jahrhunderts und zur neuen Attraktion der Berliner Innenstadt.
2. Die Besonderheit der Weite und Offenheit des Tempelhofer Feldes wird beibehalten, die ökologische Funktion als Kaltluftentstehungsgebiet und damit wichtiger stadtklimatischer Faktor wird langfristig gesichert, als Freiraum für die innerstädtische Erholung der Bürger wird es neu gewonnen.
3. Mit dem Ringboulevard entsteht eine klare Begrenzung der inneren Landschaft. Zugleich wird die bestehende Formensprache des heutigen Flugfeldes übernommen und inhaltlich neu besetzt. Komplementär zur Freihaltung der Mitte als Landschaft stellen die unterschiedlichen Park- und Stadtbausteine die notwendige Spannung von Leere und Dichte dar.
4. Die Differenz der Park- und Stadtbausteine außerhalb des Boulevards steigert die Kraft der zentralen Grünfigur, die grüne Mitte versammelt die Teile am Rande. Die verschiedenen Nutzungen erlauben eine anspruchsvolle, flexible und langfristige Entwicklung der einzelnen Elemente ohne die Ganzheitlichkeit des Projektes zu gefährden.
5. Das große Flughafengebäude bleibt eine architektonische und thematische Dominante des historisch einmaligen Ensembles. Durch Umnutzung des Gebäudes in ein Museum der Flugkultur und Ergänzung durch den Themenpark Fliegen lebt die alte Nutzung fort und wird zugleich neu erlebbar, dem Monument wird neues Leben eingehaucht.
Stadt- und Parkbausteine
Tempelhofer Boulevard
Der Tempelhofer Boulevard bildet das Rückgrat der Parkanlage, er stellt die Grenze zu den neuen Quartieren dar und ist selber nutzbarer Spiel- und Aufenthaltsraum. Der Boulevard bietet neben der verkehrlichen Erschließung und Parkplätzen für Autos und Fahrräder, Spiel- und Sportmöglichkeiten an wie Skatingplätze, Streetball, Kinderspielplätze und anderes mehr.
Wiesenmeer
Das Herzstück des Parks bildet das Wiesenmeer. Mit der neu geschaffenen absoluten Horizontalität wird ein in dieser Dimension einmaliges Parkelement geschaffen, das die Weite des Flugfeldes nochmals steigert. Im südlichen Bereich, anschließend an die südliche Start- und Landebahn, ist ein Park mit Baumreihen und Lichtungen vorgesehen, der den Fliegerberg einfasst und eine Räumlichkeit mit intensiverer Nutzung ermöglicht.
Insel im Wiesenmeer
Im Wiesenmeer liegt heute gleichsam eine Insel, die sich von Topographie und Bepflanzung vom übrigen Flughafengelände abhebt. Sie soll als Erinnerungsstück an den vorherigen Flughafen erhalten bleiben. Die Insel wird zu einem intensiv ausgestalteten Kinderspielbereich ausgebaut und mit hohen Bäumen bepflanzt. Der Hain im Wiesenmeer stellt eine eigenständige und raumprägende Form dar.
Fliegerberg und Himmelsgarten
Als räumlicher Kontrapunkt zum Wiesenmeer wird ein 50 Meter hoher Fliegerberg vorgesehen, der an die Orts- und Nutzungsgeschichte des Flugfeldes anknüpft. Von einem solchen Berg hat Otto Lilienthal seine ersten Flugversuche in Berlin-Lichterfelde gestartet. Ein System von unterschiedlich geneigten Rampen und Treppen führt auf den hohen Erdkegel, der auf seinem Plateau als einziger Ort im Park eine intensive gärtnerische Ausbildung als Himmelsgarten aufweist von dem aus der Blick über das Berliner Häusermeer auf die Stadtsilhouette frei wird. Der Fliegerberg ist für viele Freizeitaktivitäten wie Modellflugzeuge, Hängegleiter-Startbahn und anderes geeignet.
Start- und Landebahnen
Die Start- und Landebahnen werden in ihrer Lage beibehalten und der Belag wird partiell aufgebrochen, so dass sich eine Spontanvegetation entwickeln kann. Die Höhendifferenz zum Wiesenmeer wird durch Böschungen artikuliert.
Parks am Ringboulevard
Die neuen Parkanlagen nördlich des Ringboulevards stellen funktional und räumlich den Zusammenhang des neuen Parks mit dem Volkspark Hasenheide dar. Die beiden landschaftlich geprägten Parks sind wichtige Elemente für den stadtklimatisch notwendigen bodennahen Luftaustausch der über dem Wiesenmeer entstehenden Kaltluft.
Humboldt Forum, Berliner Schloss
Wettbewerb 2.Phase,
KONZEPT UND SZENARIO
Die Bedeutung des historischen Ortes und das Programm des zukünftigen Humboldtforums fordern einen städtebaulich und architektonisch aussagekräftigen Baukörper der hier nicht allein durch den Wiederaufbau der Schlosskubatur geschaffen werden kann. Das neue Humboldtforum benötigt jenseits der eindrücklichen Prägnanz der rekonstruierten Schlüter/Eosander-Fassaden und jenseits der zweifellos monumentalen Präsenz der Stüler-Kuppel eine zusätzliche neue und eigenständige baukörperliche Signifikanz, mit Charakter und stadträumlicher Ausstrahlung, insbesondere Richtung Lustgarten und Fridericianum aber auch Richtung Marx-Engels-Forum, Spreeraum und Alexanderplatz.
Wir schlagen daher den Bau des Humboldt-Turmes vor. Der Turm wird sich als prominenter Ort und Raum für Wechselausstellungen zu Themen der Menschheit und damit zu einem substantiellen Bestandteil des Humboldt-Forums entwickeln. Der Turm wird sich als Orientierungspunkt im Berliner Stadtraum darstellen und so neue städtische Außenräume wie auch einzigartige Innenräume für Ausstellungen schaffen.
SCHLÜTER.HOF
Die Komplettierung des Schlüterhofes stellt eine besondere Herausforderung dar, weil hier neben den räumlichen und architektonischen Fragen auch zentrale Adressierungs- und Organisations-fragen zusammentreffen. Zugleich bildet der Schlüterhof das Herzstück der Agora als „Tor zur Welt“. Über den Schlüter.Hof betritt der Besucher das Humboldtforum, hier wird er in einem Raum unter freiem Himmel empfangen.
Unser Konzept geht davon aus, dass das Schlüter-Portal.VI ebenso selbstverständlich wieder aufgebaut wird, wie umgekehrt dieses Portal nicht als Haupteingang dienen kann. Über das Schlüter-Portal werden wir die Wechselausstellungen Themen der Menschheit an der Spreefront und im Humboldt.Turm adressieren und die Räume der Humboldt-Universität im EG sowie der ZLB im 2. + 3. Geschoss erschließen, um so diesem besonderen Bauteil Rechnung zu tragen. Gleichzeitig muss ein neuer Haupteingang für das Humboldtforum an der Westseite des Hofes geschaffen werden. Wir schlagen den Bau eines weiteren Portals (VII) vor, das typologisch in der Kombination Kolonnade / Portal das Schlütersche Modell neu interpretiert.
AUTHENTIZITÄT
Mit dem Rekonstruktionsbeschluss zu den Schlüter/Eosander-Fassaden wurde in der architektonischen Debatte meist eine reflexartige Aufforderung zur Rettung der Moderne verbunden, die hier wohl durch eine explizit zeitgenössische, das heißt antithetischen Ergänzung der fehlenden Fassaden erfolgen soll. Dieser Gedanke ist in seiner Schlichtheit verführerisch, greift hier aber doch entschieden zu kurz, die Geschichte des Stadtschlosses selber stellt den Gedanken grundsätzlich in Frage.
Im Gegenteil: führt nicht die Erbfolge von Schlüter auf Eosander vor Augen, wie ein starkes architektonisches Konzept von Proportionen, Fassaden, Portalen, Bauplastik und Materialien unabhängig vom Erfinder eigenständig und zugleich im Sinne des Ganzen weiter entwickelt werden kann? An diesen faszinierenden Prozess wollen wir anschließen, wohl wissend, dass der Abstand von Jahrhunderten wie auch das Programm des Hauses, sowie dramatisch veränderte Bautechniken einen relevanten Unterschied ausmachen und daher im Sinne der Authentizität ganz selbstverständlich in die Entwurfsarbeit einfließen werden - das ist auch gut so.
VERSUCHSAUFBAU
Unser Interesse gilt im ersten Schritt dem Versuch, strukturelle Logik, architektonische Kraft und künstlerisches Potential des Schlüterschen Projektes zu verstehen, anzuwenden und zu übersetzen. Im zweiten Schritt werden auf dieser Grundlage neue Themen und Aspekte entwickelt und in den Entwurf eingebracht. Auf diese Weise entsteht ein Entwurfsprozess und damit ein Projekt das authentisch ist, auch im Sinne des aus heutiger Sicht nicht mehr zeitgemäßen Ursprungsbaus aber besonders im Sinne eines ganzheitlichen Projektes.
Die Operation gelingt, indem wir zunächst den genetischen Code der Schlüterfassaden erforschen, konkret, indem wir hinsichtlich der Höhen und Maße, ebenso wie bezüglich der Profilierungen, der Thematisierung und Rhythmisierung beispielsweise der Fensterrahmen, Gesimsbänder und Dachabschlüsse bestimmte Maße und Proportionen direkt übernehmen, während wir andere Elemente gedehnt oder gestaucht also verändert anwenden, wieder andere Elemente entfallen lassen und/oder neue Motive hinzufügen. Aus diesem dialogischen Entwurfsprozess entsteht eine gleichermaßen vergröberte wie verfeinerte Überformung der ursprünglichen Fassaden, eine progressive oder regressive, je nach Betrachtungswinkel, eine zeitgemäße die zugleich unzeitgemäß ist.
ALTGIER = NEUGIER
Eine kritische Würdigung der Schlüterfassaden, die wir gewissermaßen als Partitur interpretierend neu lesen, kann an dieser Stelle nicht allein aus dem Selbstverständnis einer puristischen Moderne erfolgen. Umgekehrt können die Erfahrungen der Moderne mit der Abstraktion hinzugezogen werden, um sich mit den Qualitäten der Schlüterfassaden auseinander zu setzen, sich daran entwerferisch zu messen und gegebenenfalls daraus zu lernen, ein Prozess des re-masterings - im doppelten Sinne.
KONZEPT UND SZENARIO
Die Bedeutung des historischen Ortes und das Programm des zukünftigen Humboldtforums fordern einen städtebaulich und architektonisch aussagekräftigen Baukörper der hier nicht allein durch den Wiederaufbau der Schlosskubatur geschaffen werden kann. Das neue Humboldtforum benötigt jenseits der eindrücklichen Prägnanz der rekonstruierten Schlüter/Eosander-Fassaden und jenseits der zweifellos monumentalen Präsenz der Stüler-Kuppel eine zusätzliche neue und eigenständige baukörperliche Signifikanz, mit Charakter und stadträumlicher Ausstrahlung, insbesondere Richtung Lustgarten und Fridericianum aber auch Richtung Marx-Engels-Forum, Spreeraum und Alexanderplatz.
Wir schlagen daher den Bau des Humboldt-Turmes vor. Der Turm wird sich als prominenter Ort und Raum für Wechselausstellungen zu Themen der Menschheit und damit zu einem substantiellen Bestandteil des Humboldt-Forums entwickeln. Der Turm wird sich als Orientierungspunkt im Berliner Stadtraum darstellen und so neue städtische Außenräume wie auch einzigartige Innenräume für Ausstellungen schaffen.
SCHLÜTER.HOF
Die Komplettierung des Schlüterhofes stellt eine besondere Herausforderung dar, weil hier neben den räumlichen und architektonischen Fragen auch zentrale Adressierungs- und Organisations-fragen zusammentreffen. Zugleich bildet der Schlüterhof das Herzstück der Agora als „Tor zur Welt“. Über den Schlüter.Hof betritt der Besucher das Humboldtforum, hier wird er in einem Raum unter freiem Himmel empfangen.
Unser Konzept geht davon aus, dass das Schlüter-Portal.VI ebenso selbstverständlich wieder aufgebaut wird, wie umgekehrt dieses Portal nicht als Haupteingang dienen kann. Über das Schlüter-Portal werden wir die Wechselausstellungen Themen der Menschheit an der Spreefront und im Humboldt.Turm adressieren und die Räume der Humboldt-Universität im EG sowie der ZLB im 2. + 3. Geschoss erschließen, um so diesem besonderen Bauteil Rechnung zu tragen. Gleichzeitig muss ein neuer Haupteingang für das Humboldtforum an der Westseite des Hofes geschaffen werden. Wir schlagen den Bau eines weiteren Portals (VII) vor, das typologisch in der Kombination Kolonnade / Portal das Schlütersche Modell neu interpretiert.
AUTHENTIZITÄT
Mit dem Rekonstruktionsbeschluss zu den Schlüter/Eosander-Fassaden wurde in der architektonischen Debatte meist eine reflexartige Aufforderung zur Rettung der Moderne verbunden, die hier wohl durch eine explizit zeitgenössische, das heißt antithetischen Ergänzung der fehlenden Fassaden erfolgen soll. Dieser Gedanke ist in seiner Schlichtheit verführerisch, greift hier aber doch entschieden zu kurz, die Geschichte des Stadtschlosses selber stellt den Gedanken grundsätzlich in Frage.
Im Gegenteil: führt nicht die Erbfolge von Schlüter auf Eosander vor Augen, wie ein starkes architektonisches Konzept von Proportionen, Fassaden, Portalen, Bauplastik und Materialien unabhängig vom Erfinder eigenständig und zugleich im Sinne des Ganzen weiter entwickelt werden kann? An diesen faszinierenden Prozess wollen wir anschließen, wohl wissend, dass der Abstand von Jahrhunderten wie auch das Programm des Hauses, sowie dramatisch veränderte Bautechniken einen relevanten Unterschied ausmachen und daher im Sinne der Authentizität ganz selbstverständlich in die Entwurfsarbeit einfließen werden - das ist auch gut so.
VERSUCHSAUFBAU
Unser Interesse gilt im ersten Schritt dem Versuch, strukturelle Logik, architektonische Kraft und künstlerisches Potential des Schlüterschen Projektes zu verstehen, anzuwenden und zu übersetzen. Im zweiten Schritt werden auf dieser Grundlage neue Themen und Aspekte entwickelt und in den Entwurf eingebracht. Auf diese Weise entsteht ein Entwurfsprozess und damit ein Projekt das authentisch ist, auch im Sinne des aus heutiger Sicht nicht mehr zeitgemäßen Ursprungsbaus aber besonders im Sinne eines ganzheitlichen Projektes.
Die Operation gelingt, indem wir zunächst den genetischen Code der Schlüterfassaden erforschen, konkret, indem wir hinsichtlich der Höhen und Maße, ebenso wie bezüglich der Profilierungen, der Thematisierung und Rhythmisierung beispielsweise der Fensterrahmen, Gesimsbänder und Dachabschlüsse bestimmte Maße und Proportionen direkt übernehmen, während wir andere Elemente gedehnt oder gestaucht also verändert anwenden, wieder andere Elemente entfallen lassen und/oder neue Motive hinzufügen. Aus diesem dialogischen Entwurfsprozess entsteht eine gleichermaßen vergröberte wie verfeinerte Überformung der ursprünglichen Fassaden, eine progressive oder regressive, je nach Betrachtungswinkel, eine zeitgemäße die zugleich unzeitgemäß ist.
ALTGIER = NEUGIER
Eine kritische Würdigung der Schlüterfassaden, die wir gewissermaßen als Partitur interpretierend neu lesen, kann an dieser Stelle nicht allein aus dem Selbstverständnis einer puristischen Moderne erfolgen. Umgekehrt können die Erfahrungen der Moderne mit der Abstraktion hinzugezogen werden, um sich mit den Qualitäten der Schlüterfassaden auseinander zu setzen, sich daran entwerferisch zu messen und gegebenenfalls daraus zu lernen, ein Prozess des re-masterings - im doppelten Sinne.
ALTSTADT - BERLIN 2009
Stand der Dinge
Die Szenerie im Umfeld der Marienkirche resp. zu Füßen des himmelstürmenden Fernsehturms ist ebenso faszinierend wie irritierend, eine räumliche und inhaltliche Dramaturgie wie in einem absurden Film, wenig euphorisch und zutiefst melancholisch.
Man wird das Gefühl nicht los, dass die vergleichsweise kurze DDR-Geschichte des Ortes und damit seine herausgehobene politische Bedeutung für die Hauptstadt, ja für die ganze Republik von einigen Protagonisten sehr schmerzlich vermisst wird. Ganz besonders gilt das wohl für den Fernsehturm, der mir in seiner Mischung aus technischem Gerät und symbolischer Stadtkrone wie ein Leuchtturm erscheint, dem das Meer abhanden gekommen ist und der stattdessen den Stadtraum überstrahlt.
Im Gegensatz zur selbstgefälligen Präsenz des Fernsehturmes wirken Karl Marx und Friedrich Engels, am anderen Ende der zentralen Achse eher bescheiden. Man glaubt geradezu die Zweifel der Staatsdenker am Sinn dieser grotesk anmutenden Konfiguration aus Marienkirche, Neptunbrunnen, Parkanlagen, Rathaus und Fernsehturm zu spüren, die sich direkt vor ihren Augen aufbaut. Es handelt sich dabei offenbar um eine Szene, in die sie unwillentlich hingeraten zu sein scheinen und in der sie nun ausgerechnet auf dem Boden der mittelalterlichen Altstadt „vom Sieg der Ideen der Begründer des wissenschaftlichen Kommunismus auf deutschem Boden“ künden sollen.
St. Marien hingegen kann sich durch Typologie, Orientierung und Widererkennbarkeit in diesem haltlosen Raum vergleichsweise gut behaupten. Im direkten Vergleich zum Fernsehturm, der durch Höhe und architektonische Grobschlächtigkeit die Maßstäblichkeit der Mitte Berlins aushebelt, wirkt selbst die Marienkirche mit ihrem 90 m hohen Turm recht klein.
Dem Roten Rathaus mit stolzem Turm und prägnanter Backsteinarchitektur fällt in dem Ensemble eine prominente Rolle zu. Obwohl als Zuschauer nur am Rande stehend, prägt das Haus, den Raum ganz wesentlich mit.
Im Fadenkreuz der Achse Fernsehturm / Marx-Engels-Denkmal und zugleich in der Querachse zum Roten Rathaus stehend, spielt der Brunnen von Reinhold Begas eine denkwürdige Rolle in dieser stadträumlichen Dramaturgie. Indem er mit seinen Motiven die räumliche Mitte besetzt, avanciert der Meeresgott Neptun zum Dreh- und Angelpunkt der Komposition. Nach der geplanten Rückkehr des Brunnens an seinen ursprünglichen Standort auf dem Schlossplatz, muss diese zentrale Rolle neu besetzt werden.
Als Folge des nunmehr über 20-jährigen politischen wie städtebaulichen Erstarrungszustandes auf dem Marx-Engels-Forum sind momentan auch diejenigen städtebaulichen Innenstadtprojekte kaum mehr verständlich, die an anderer Stelle den historischen Stadtgrundriss neu beleben. Warum sollten denn Spittelmarkt, Molkenmarkt und Kloster-Viertel, warum Hackescher Markt und Garnisonskirchplatz oder Werderscher Markt und Schinkelplatz wieder erlebbar gemacht werden, warum sollen Humboldt-Forum, Schlossplatz, Schlossbrunnen und Breite Strasse oder Brüderstrasse und Petrikirche wieder in ein sinnvolles Verhältnis gebracht und warum soll denn überhaupt der Alexanderplatz als Großstadtplatz verräumlicht werden?
Warum - wenn gleichzeitig im Zentrum all dieser Aktivitäten ein Freiraum ins wahrhaft Leere läuft? Warum, wenn hier unter Rasen und Pflaster die Altstadt samt ihrer einzigartigen Orte beerdigt bleibt, anstatt den politischen Prozess seit 1989 als Aufforderung für ein neues städtisches Handeln an diesem zentralen Ort Berlins zu begreifen?
Wenn wir 20 Jahre nach dem Verlust der ursprünglichen Funktion des Ortes als DDR-Staatsmitte den beklagenswerten Zustand des Marx-Engels-Forums betrachten und damit über die politische wie urbane Zukunft dieses zentralen Berliner Stadtraumes nachdenken, so besteht Übereinstimmung, dass etwa passieren muss.
Konzept: Rekonstruktion
Vor Ort existieren heute zwei Stadtideen und Stadtrealitäten: Berliner Altstadt und DDR-Staatsforum. Beide Ideen sind, auf ihre je eigene Weise gleichermaßen existent. Wenn ich nun vor diesem Hintergrund, die eigenen Erfahrungen im Planwerk Innenstadt an dieser und anderer Stellen sowie die Erfahrungen anderer Städte mit der Reaktivierung historischer Stadtgrundrisse bedenke und schließlich die zum Thema Humboldt-Forum / Berliner Stadtschloss geführten Debatten und getroffenen politischen und architektonischen Entscheidungen mit einbeziehe, so fällt die Entscheidung an dieser Stelle sehr eindeutig für eine städtebauliche Rekonstruktion.
Fazit
Mit der hier vorgestellten Rekonstruktion der Stadtstruktur gelingt es, eine städtebauliche wie stadtkulturelle Entwicklung wieder aufzunehmen, die mit der Fertigstellung des Fernsehturmes 1969 und der damit einhergehende Verstaatlichung und Monumentalisierung des Stadtraumes unterbrochen wurde.
Mit der am historischen Stadtgrundriss und den Parzellen von 1940 sich orientierenden Rekonstruktion bietet sich die Chance zur Wiederbelebung dieses städtischen Ortes durch die Bürger, sei es als Bauherren, Besucher oder Bewohner. Mit der damit zugleich stattfindenden individuellen Konkretisierung und Differenzierung der Häuser, Strassen und Plätze wird so ein staatlich verordnetes Stadtmodell verabschiedet, das primär an Repräsentanz und Abstraktion orientiert war und dessen Defizite an diesem Ort bis heute in eklatanter Weise zu Tage treten.
Wenn nicht jetzt, wann dann? Es ist an der Zeit, den Status quo grundsätzlich zu hinterfragen und an den Qualitäten des Status ante zu messen. Die vermeintliche Ruhe der letzten 20 Jahre an diesem zentralen Berliner Ort war trügerisch und sollte schnellstens abgelöst werden durch Virulenz, Differenz und vor allem durch eine urbane Alltäglichkeit im besten Sinne des Wortes.
Die Szenerie im Umfeld der Marienkirche resp. zu Füßen des himmelstürmenden Fernsehturms ist ebenso faszinierend wie irritierend, eine räumliche und inhaltliche Dramaturgie wie in einem absurden Film, wenig euphorisch und zutiefst melancholisch.
Man wird das Gefühl nicht los, dass die vergleichsweise kurze DDR-Geschichte des Ortes und damit seine herausgehobene politische Bedeutung für die Hauptstadt, ja für die ganze Republik von einigen Protagonisten sehr schmerzlich vermisst wird. Ganz besonders gilt das wohl für den Fernsehturm, der mir in seiner Mischung aus technischem Gerät und symbolischer Stadtkrone wie ein Leuchtturm erscheint, dem das Meer abhanden gekommen ist und der stattdessen den Stadtraum überstrahlt.
Im Gegensatz zur selbstgefälligen Präsenz des Fernsehturmes wirken Karl Marx und Friedrich Engels, am anderen Ende der zentralen Achse eher bescheiden. Man glaubt geradezu die Zweifel der Staatsdenker am Sinn dieser grotesk anmutenden Konfiguration aus Marienkirche, Neptunbrunnen, Parkanlagen, Rathaus und Fernsehturm zu spüren, die sich direkt vor ihren Augen aufbaut. Es handelt sich dabei offenbar um eine Szene, in die sie unwillentlich hingeraten zu sein scheinen und in der sie nun ausgerechnet auf dem Boden der mittelalterlichen Altstadt „vom Sieg der Ideen der Begründer des wissenschaftlichen Kommunismus auf deutschem Boden“ künden sollen.
St. Marien hingegen kann sich durch Typologie, Orientierung und Widererkennbarkeit in diesem haltlosen Raum vergleichsweise gut behaupten. Im direkten Vergleich zum Fernsehturm, der durch Höhe und architektonische Grobschlächtigkeit die Maßstäblichkeit der Mitte Berlins aushebelt, wirkt selbst die Marienkirche mit ihrem 90 m hohen Turm recht klein.
Dem Roten Rathaus mit stolzem Turm und prägnanter Backsteinarchitektur fällt in dem Ensemble eine prominente Rolle zu. Obwohl als Zuschauer nur am Rande stehend, prägt das Haus, den Raum ganz wesentlich mit.
Im Fadenkreuz der Achse Fernsehturm / Marx-Engels-Denkmal und zugleich in der Querachse zum Roten Rathaus stehend, spielt der Brunnen von Reinhold Begas eine denkwürdige Rolle in dieser stadträumlichen Dramaturgie. Indem er mit seinen Motiven die räumliche Mitte besetzt, avanciert der Meeresgott Neptun zum Dreh- und Angelpunkt der Komposition. Nach der geplanten Rückkehr des Brunnens an seinen ursprünglichen Standort auf dem Schlossplatz, muss diese zentrale Rolle neu besetzt werden.
Als Folge des nunmehr über 20-jährigen politischen wie städtebaulichen Erstarrungszustandes auf dem Marx-Engels-Forum sind momentan auch diejenigen städtebaulichen Innenstadtprojekte kaum mehr verständlich, die an anderer Stelle den historischen Stadtgrundriss neu beleben. Warum sollten denn Spittelmarkt, Molkenmarkt und Kloster-Viertel, warum Hackescher Markt und Garnisonskirchplatz oder Werderscher Markt und Schinkelplatz wieder erlebbar gemacht werden, warum sollen Humboldt-Forum, Schlossplatz, Schlossbrunnen und Breite Strasse oder Brüderstrasse und Petrikirche wieder in ein sinnvolles Verhältnis gebracht und warum soll denn überhaupt der Alexanderplatz als Großstadtplatz verräumlicht werden?
Warum - wenn gleichzeitig im Zentrum all dieser Aktivitäten ein Freiraum ins wahrhaft Leere läuft? Warum, wenn hier unter Rasen und Pflaster die Altstadt samt ihrer einzigartigen Orte beerdigt bleibt, anstatt den politischen Prozess seit 1989 als Aufforderung für ein neues städtisches Handeln an diesem zentralen Ort Berlins zu begreifen?
Wenn wir 20 Jahre nach dem Verlust der ursprünglichen Funktion des Ortes als DDR-Staatsmitte den beklagenswerten Zustand des Marx-Engels-Forums betrachten und damit über die politische wie urbane Zukunft dieses zentralen Berliner Stadtraumes nachdenken, so besteht Übereinstimmung, dass etwa passieren muss.
Konzept: Rekonstruktion
Vor Ort existieren heute zwei Stadtideen und Stadtrealitäten: Berliner Altstadt und DDR-Staatsforum. Beide Ideen sind, auf ihre je eigene Weise gleichermaßen existent. Wenn ich nun vor diesem Hintergrund, die eigenen Erfahrungen im Planwerk Innenstadt an dieser und anderer Stellen sowie die Erfahrungen anderer Städte mit der Reaktivierung historischer Stadtgrundrisse bedenke und schließlich die zum Thema Humboldt-Forum / Berliner Stadtschloss geführten Debatten und getroffenen politischen und architektonischen Entscheidungen mit einbeziehe, so fällt die Entscheidung an dieser Stelle sehr eindeutig für eine städtebauliche Rekonstruktion.
Fazit
Mit der hier vorgestellten Rekonstruktion der Stadtstruktur gelingt es, eine städtebauliche wie stadtkulturelle Entwicklung wieder aufzunehmen, die mit der Fertigstellung des Fernsehturmes 1969 und der damit einhergehende Verstaatlichung und Monumentalisierung des Stadtraumes unterbrochen wurde.
Mit der am historischen Stadtgrundriss und den Parzellen von 1940 sich orientierenden Rekonstruktion bietet sich die Chance zur Wiederbelebung dieses städtischen Ortes durch die Bürger, sei es als Bauherren, Besucher oder Bewohner. Mit der damit zugleich stattfindenden individuellen Konkretisierung und Differenzierung der Häuser, Strassen und Plätze wird so ein staatlich verordnetes Stadtmodell verabschiedet, das primär an Repräsentanz und Abstraktion orientiert war und dessen Defizite an diesem Ort bis heute in eklatanter Weise zu Tage treten.
Wenn nicht jetzt, wann dann? Es ist an der Zeit, den Status quo grundsätzlich zu hinterfragen und an den Qualitäten des Status ante zu messen. Die vermeintliche Ruhe der letzten 20 Jahre an diesem zentralen Berliner Ort war trügerisch und sollte schnellstens abgelöst werden durch Virulenz, Differenz und vor allem durch eine urbane Alltäglichkeit im besten Sinne des Wortes.
