BERNARD und SATTLER Landschaftsarchitekten
Monumentenstraße 33-34 I Aufgang A
D-10829 Berlin
T +49 (0)30 789 56 88-0
F +49 (0)30 789 56 88-29
info@bernardsattler.de
Monumentenstraße 33-34 I Aufgang A
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Bonifatiuspark, Frankfurt am Main
Bauherr HA Hessen Agentur, Wiesbaden
Kooperation Prof. Norbert Müggenburg
Fläche 7,5 ha
Baukosten ca. 6,2 Mio. €
Phasen HOAI 1-5
Fertigstellung 2006
Adresse Straße zur Kalbacher Höhe, U3, Station Riedwiesen
Fotos Dieter Leistner, Würzburg
Im Frankfurter Nordwesten entsteht ein neuer Stadtteil: „Am Riedberg“ sollen knapp 15.000 Menschen wohnen und arbeiten. Der im Jahre 2001 ausgelobte Wettbewerb für den 7,5 ha großen Bonifatiuspark hatte u.a. zum Ziel, als städtebauliches Initial für diese Entwicklung zu dienen.
Ausgangspunkt der entwurflichen Überlegungen war die Auseinandersetzung mit der Rolle einer Parkanlage in unmittelbarer Umgebung klassischer Einfamilien- bzw. Reihenhaussiedlungen. Wie soll/kann sich öffentliches Grün in Bezug auf das private Grün verhalten bzw. mit welcher Art von Ästhetik begegnet man der Kleinteiligkeit und Diversität dieser Art von städtebaulichen Strukturen?
Zentraler Ansatz für den Bonifatiuspark war es, den künftigen Bewohnern des Quartiers eine identifizierbare räumliche Geste zu bieten: als klar gegliederter, durch weite Sichtbeziehungen und große Freiflächen geprägter Park sollte der Bonifatiuspark eine Ergänzung zu den ihn umgebenden kleinteiligen Siedlungsstrukturen sein und somit integrativer und identitiätsstiftender Bestandteil des Quartiers werden.
Der Entwurf für den Bonifatiuspark versteht sich als zeitgemäße Interpretation eines klassischen Landschaftsparks: großzügige, ruhige Rasenflächen mit unterschiedlichen Spiel- und Aufenthaltsbereichen erfahren ihre räumliche Fassung durch ein spannungsreiches Nebeneinander von strengen Baumreihen und freien Gehölzgruppen; weit ausschwingende Hauptwege erschließen den Park, die angrenzenden Wohngebiete werden durch Querwege eingebunden.
Trotz der den Park teilenden Verkehrsstraße entsteht ein zusammenhängender Park. Der Anspruch von Kontinuität zwischen den beiden westlich bzw. östlich der Strasse liegenden Parkbereichen wird vor allem durch die prägnanten, den Straßenraum in den Park einbeziehenden, linearen Ahornpflanzungen deutlich. Ebenso ist die Parkpromenade mit ihrer imposanten Stützmauer aus Kalksandstein am nördlichen Rand konstitutiver Bestandteil dieses Gedankens: Sie erfüllt die Funktion eines Rückgrats für den Park. Von hier aus können die topografischen Besonderheiten der Umgebung und das Geschehen im Park selbst gleichermaßen erlebt werden. Ein besonderes Erlebnis ist dabei der freie Blick auf die Frankfurter Skyline.
Das eigentliche Zentrum der Anlage befindet im westlichen Parkbereich: Hier treffen sämtliche, für den Bonifatiuspark charakteristischen Gestaltungselemente an einer großzügige Platzfläche aufeinander: freie Baumgruppen kündigen den eher landschaftlichen Bereich im Westen an, die strengen Ahornreihen haben hier ihren Auftakt, öffnen und lenken den Blick auf die östlichen Parkbereiche. Nördlich dieser zentralen Platzfläche öffnen sich die hier gut 5 m hohen Mauern der Parkpromenade zu einer weitläufigen Treppenanlage. Diese vermittelt zwischen den beiden Höhenniveaus, ist Bewegungs- und Aufenthaltsort gleichzeitig.
Im südlichen Anschluss an die zentrale Platzfläche liegt - eingebettet zwischen Bestandsgehölzen - der Bonifatiusbrunnen.
Kooperation Prof. Norbert Müggenburg
Fläche 7,5 ha
Baukosten ca. 6,2 Mio. €
Phasen HOAI 1-5
Fertigstellung 2006
Adresse Straße zur Kalbacher Höhe, U3, Station Riedwiesen
Fotos Dieter Leistner, Würzburg
Im Frankfurter Nordwesten entsteht ein neuer Stadtteil: „Am Riedberg“ sollen knapp 15.000 Menschen wohnen und arbeiten. Der im Jahre 2001 ausgelobte Wettbewerb für den 7,5 ha großen Bonifatiuspark hatte u.a. zum Ziel, als städtebauliches Initial für diese Entwicklung zu dienen.
Ausgangspunkt der entwurflichen Überlegungen war die Auseinandersetzung mit der Rolle einer Parkanlage in unmittelbarer Umgebung klassischer Einfamilien- bzw. Reihenhaussiedlungen. Wie soll/kann sich öffentliches Grün in Bezug auf das private Grün verhalten bzw. mit welcher Art von Ästhetik begegnet man der Kleinteiligkeit und Diversität dieser Art von städtebaulichen Strukturen?
Zentraler Ansatz für den Bonifatiuspark war es, den künftigen Bewohnern des Quartiers eine identifizierbare räumliche Geste zu bieten: als klar gegliederter, durch weite Sichtbeziehungen und große Freiflächen geprägter Park sollte der Bonifatiuspark eine Ergänzung zu den ihn umgebenden kleinteiligen Siedlungsstrukturen sein und somit integrativer und identitiätsstiftender Bestandteil des Quartiers werden.
Der Entwurf für den Bonifatiuspark versteht sich als zeitgemäße Interpretation eines klassischen Landschaftsparks: großzügige, ruhige Rasenflächen mit unterschiedlichen Spiel- und Aufenthaltsbereichen erfahren ihre räumliche Fassung durch ein spannungsreiches Nebeneinander von strengen Baumreihen und freien Gehölzgruppen; weit ausschwingende Hauptwege erschließen den Park, die angrenzenden Wohngebiete werden durch Querwege eingebunden.
Trotz der den Park teilenden Verkehrsstraße entsteht ein zusammenhängender Park. Der Anspruch von Kontinuität zwischen den beiden westlich bzw. östlich der Strasse liegenden Parkbereichen wird vor allem durch die prägnanten, den Straßenraum in den Park einbeziehenden, linearen Ahornpflanzungen deutlich. Ebenso ist die Parkpromenade mit ihrer imposanten Stützmauer aus Kalksandstein am nördlichen Rand konstitutiver Bestandteil dieses Gedankens: Sie erfüllt die Funktion eines Rückgrats für den Park. Von hier aus können die topografischen Besonderheiten der Umgebung und das Geschehen im Park selbst gleichermaßen erlebt werden. Ein besonderes Erlebnis ist dabei der freie Blick auf die Frankfurter Skyline.
Das eigentliche Zentrum der Anlage befindet im westlichen Parkbereich: Hier treffen sämtliche, für den Bonifatiuspark charakteristischen Gestaltungselemente an einer großzügige Platzfläche aufeinander: freie Baumgruppen kündigen den eher landschaftlichen Bereich im Westen an, die strengen Ahornreihen haben hier ihren Auftakt, öffnen und lenken den Blick auf die östlichen Parkbereiche. Nördlich dieser zentralen Platzfläche öffnen sich die hier gut 5 m hohen Mauern der Parkpromenade zu einer weitläufigen Treppenanlage. Diese vermittelt zwischen den beiden Höhenniveaus, ist Bewegungs- und Aufenthaltsort gleichzeitig.
Im südlichen Anschluss an die zentrale Platzfläche liegt - eingebettet zwischen Bestandsgehölzen - der Bonifatiusbrunnen.
Außenanlagen und Dachgärten Hüttinger Elektronik, Freiburg
Bauherr Hüttinger Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH + Co. Objekt Freiburg KG
Architektur Barkow Leibinger Architekten, Berlin
Fläche 1,8 ha
Baukosten 330.000 €
Phasen HOAI1-7, 8a
Fertigstellung 2006
Adresse Bötzingerstr. 80, 79111 Freiburg
Das Grundstück des neuen Produktionsgebäudes der Hüttinger Elektronik GmbH liegt am südwestlichen Stadtrand von Freiburg und grenzt unmittelbar an ein Mischwaldgebiet. Neben dem ca. 1,8 ha großen Freianlagen des Werksgrundstücks waren zwei Dachterrassen, die vollständig in den Gebäudekörper eingeschnitten sind, Aufgabe der Gestaltung.
Freianlagen
Ein wesentlicher Teil der Außenanlagen ist als offener Landschaftsrasenbereich ausgeformt, dessen westlicher Teil als Erweiterungsfläche des Werksgebäudes frei von Bepflanzung bleiben musste.
Der Entwurf bezieht seine Spannung aus der Ausdifferenzierung der verschiedenen Gehölzpflanzungen. Den Baumreihen des Parkplatzes, (Spitz-Ahorn), die in ihrer Ausrichtung das modulare Prinzip des Gebäudeinneren in den Aussenraum tragen, stehen die frei angeordneten Solitäre und Gruppen im hinteren Teil des Geländes gegenüber (Linden, Eichen, Ahorn etc.) welche die Grenze von Grundstück und Waldsaum verfließen lassen.
Ein kleiner Sitzplatz eröffnet hier den Blick auf das Gebäude und den nahen Schwarzwaldkamm. Straßenseitig wiederum nehmen orthogonale Beete aus Kleinsträuchern (Rosen, Fünffingerstrauch und Liguster) das Fenstermotiv der Büroetage auf und transponieren dieses als buntes Blütenband in den Eingangsbereich des Elektronikwerkes.
Dachterrassen
Auch die Dachterrassen entwickeln ihre Gestaltungsidee in Korrespondenz mit den charakteristischen Bauelementen des Produktions- und Bürobaus. Der Belag aus anthrazitfarbenen Vorsatzplatten in Kreuzfugenverband stellt der schwarzen Stahlfassade der Büroräume mit seiner semi-reflektierenden Verglasung eine ruhige Bodenstruktur gegenüber.
Gezielt platzierte Stahlkübel, die das Schwarz der Fassaden übernehmen, akzentuieren mit ihrer quadratischen Form die Bänder aus lang gezogenen Oberlichtblöcken aus Beton und Glasbausteinen. Sie sind mit Bambus- und Blütensträuchern (Ahorn, Felsenbirne) sowie farbenprächtigen Bodendeckern (Lavendel, Storchschnabel) bepflanzt. So entstehen attraktive Pausenorte für die Beschäftigten.
Die Menschen verbinden sich mit den beinahe nüchternen Modulen der Ausstattung zu lebendigen Momentaufnahmen des Elektronikbetriebes.
Architektur Barkow Leibinger Architekten, Berlin
Fläche 1,8 ha
Baukosten 330.000 €
Phasen HOAI1-7, 8a
Fertigstellung 2006
Adresse Bötzingerstr. 80, 79111 Freiburg
Das Grundstück des neuen Produktionsgebäudes der Hüttinger Elektronik GmbH liegt am südwestlichen Stadtrand von Freiburg und grenzt unmittelbar an ein Mischwaldgebiet. Neben dem ca. 1,8 ha großen Freianlagen des Werksgrundstücks waren zwei Dachterrassen, die vollständig in den Gebäudekörper eingeschnitten sind, Aufgabe der Gestaltung.
Freianlagen
Ein wesentlicher Teil der Außenanlagen ist als offener Landschaftsrasenbereich ausgeformt, dessen westlicher Teil als Erweiterungsfläche des Werksgebäudes frei von Bepflanzung bleiben musste.
Der Entwurf bezieht seine Spannung aus der Ausdifferenzierung der verschiedenen Gehölzpflanzungen. Den Baumreihen des Parkplatzes, (Spitz-Ahorn), die in ihrer Ausrichtung das modulare Prinzip des Gebäudeinneren in den Aussenraum tragen, stehen die frei angeordneten Solitäre und Gruppen im hinteren Teil des Geländes gegenüber (Linden, Eichen, Ahorn etc.) welche die Grenze von Grundstück und Waldsaum verfließen lassen.
Ein kleiner Sitzplatz eröffnet hier den Blick auf das Gebäude und den nahen Schwarzwaldkamm. Straßenseitig wiederum nehmen orthogonale Beete aus Kleinsträuchern (Rosen, Fünffingerstrauch und Liguster) das Fenstermotiv der Büroetage auf und transponieren dieses als buntes Blütenband in den Eingangsbereich des Elektronikwerkes.
Dachterrassen
Auch die Dachterrassen entwickeln ihre Gestaltungsidee in Korrespondenz mit den charakteristischen Bauelementen des Produktions- und Bürobaus. Der Belag aus anthrazitfarbenen Vorsatzplatten in Kreuzfugenverband stellt der schwarzen Stahlfassade der Büroräume mit seiner semi-reflektierenden Verglasung eine ruhige Bodenstruktur gegenüber.
Gezielt platzierte Stahlkübel, die das Schwarz der Fassaden übernehmen, akzentuieren mit ihrer quadratischen Form die Bänder aus lang gezogenen Oberlichtblöcken aus Beton und Glasbausteinen. Sie sind mit Bambus- und Blütensträuchern (Ahorn, Felsenbirne) sowie farbenprächtigen Bodendeckern (Lavendel, Storchschnabel) bepflanzt. So entstehen attraktive Pausenorte für die Beschäftigten.
Die Menschen verbinden sich mit den beinahe nüchternen Modulen der Ausstattung zu lebendigen Momentaufnahmen des Elektronikbetriebes.
Garten an der Hessischen Landesvertretung, Berlin
Bauherr Land Hessen, vertreten durch Hess. Baumanagement
Fläche 4.200 m²
Baukosten 140.000 €
Phasen HOAI 1-8
Fertigstellung Juni 2007
Adresse Ebertstraße/Ecke In den Ministergärten, 10117 Berlin
S- und U-Bhf. Potsdamer Platz
Das unmittelbar an die Hessische Landesvertretung anschließende Grundstück soll im Jahre 2011 bebaut werden. Die repräsentative Lage zwischen Potsdamer Platz und Brandenburger Tor führte zu dem Wunsch des Bauherren, auf der heutigen Brachfläche eine angemessene, jedoch temporäre Freiflächengestaltung zu realisieren. Deren zentrale Aufgabe sollte vor allem darin bestehen, die vielfältigen potentiellen Nutzungsvorstellungen der Hessischen Landesvertretung aufzunehmen (Repräsentationsveranstaltungen, Feste, Kunstevents etc.).
Darüber hinaus war es jedoch zentrales Anliegen des Entwurfes einen der Repräsentation des Landes Hessen angemessenen Freiraum im genannten städtebaulichen Kontext zu entwickeln.
Die Notwendigkeit aus Kostengründen auf einen aufwändigen Bodenaustausch zu verzichten führte zum Konzept, mit leicht erhabenen Rasenschollen zu arbeiten. Die Formensprache der Rasenschollen entspringt dabei dem freien Spiel mit den nicht-rechtwinkligen Grenzlinien des Grundstücks, womit strukturell an den gestalterischen Ansatz für die Hessischen Landesvertretung (Christl+Bruchäuser, Frankfurt mit LRS, Kassel) angeknüpft wird. Durch die freie Anordnung der Schollen werden vielfältige Bereiche für die unterschiedlichen Veranstaltungen angeboten; der großzügigen zentralen (Veranstaltungs-)-Fläche geben sie ihre räumliche Fassung.
Rahmender Belag für die Rasenschollen ist eine pflegeextensive Splittschüttung. Angelehnt an die Rasenböschungen bilden einfache Sitzelemente aus Siebdruckplatten interessante Akzente im Ensemble. Zur intensiven Ebertstrasse hin bilden Birkenpappeln einen weichen, freundlichen Übergang.
Fläche 4.200 m²
Baukosten 140.000 €
Phasen HOAI 1-8
Fertigstellung Juni 2007
Adresse Ebertstraße/Ecke In den Ministergärten, 10117 Berlin
S- und U-Bhf. Potsdamer Platz
Das unmittelbar an die Hessische Landesvertretung anschließende Grundstück soll im Jahre 2011 bebaut werden. Die repräsentative Lage zwischen Potsdamer Platz und Brandenburger Tor führte zu dem Wunsch des Bauherren, auf der heutigen Brachfläche eine angemessene, jedoch temporäre Freiflächengestaltung zu realisieren. Deren zentrale Aufgabe sollte vor allem darin bestehen, die vielfältigen potentiellen Nutzungsvorstellungen der Hessischen Landesvertretung aufzunehmen (Repräsentationsveranstaltungen, Feste, Kunstevents etc.).
Darüber hinaus war es jedoch zentrales Anliegen des Entwurfes einen der Repräsentation des Landes Hessen angemessenen Freiraum im genannten städtebaulichen Kontext zu entwickeln.
Die Notwendigkeit aus Kostengründen auf einen aufwändigen Bodenaustausch zu verzichten führte zum Konzept, mit leicht erhabenen Rasenschollen zu arbeiten. Die Formensprache der Rasenschollen entspringt dabei dem freien Spiel mit den nicht-rechtwinkligen Grenzlinien des Grundstücks, womit strukturell an den gestalterischen Ansatz für die Hessischen Landesvertretung (Christl+Bruchäuser, Frankfurt mit LRS, Kassel) angeknüpft wird. Durch die freie Anordnung der Schollen werden vielfältige Bereiche für die unterschiedlichen Veranstaltungen angeboten; der großzügigen zentralen (Veranstaltungs-)-Fläche geben sie ihre räumliche Fassung.
Rahmender Belag für die Rasenschollen ist eine pflegeextensive Splittschüttung. Angelehnt an die Rasenböschungen bilden einfache Sitzelemente aus Siebdruckplatten interessante Akzente im Ensemble. Zur intensiven Ebertstrasse hin bilden Birkenpappeln einen weichen, freundlichen Übergang.
Außenanlagen Kloster Eberbach, Eltville am Rhein
Bauherr Stiftung Kloster Eberbach
Fläche 7,5 ha
Baukosten ca. 6,4 Mio. €
Phasen HOAI 1-8
Bis 2011
Adresse Kloster Eberbach, 65346 EItviIIe am Rhein
Das Kloster Eberbach ist eines der bedeutendsten mittelalterlichen Gesamtkunstwerke in Hessen. Nicht erst die – zu großen Teilen in Eberbach realisierte – Verfilmung des Romans „Der Name der Rose“ hat das Kloster über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt gemacht.
Gegründet Mitte des 12. Jhds. von Bernhard von Clairvaux, der prägenden Gestalt des Ordens der Zisterzienser, präsentiert sich Eberbach heute als eine der wenigen, noch nahezu vollständig erhaltenen Abteien aus der frühen Blütezeit des Ordens in Deutschland.
Neben dem eindrucksvollen Gesamtensemble der Bauten aus Romanik, Gotik und Barock ist von der ursprünglichen Gartengestaltung heute nichts mehr erhalten. Die wenigen existierenden archivarischen Dokumente zeigen bruchstückhafte barocke Gartengestaltungen innerhalb der Klostermauern.
Im Jahre 2004 lobte die Stiftung Kloster Eberbach einen Wettbewerb zur Neugestaltung der knapp 8 ha großen Freianlagen aus. „Die Freianlagen (..) sollen dem Besucher die schlichte Klarheit des zisterziensischen Weltbildes vermitteln, die Besonderheit des Gebäudeensembles hervorheben und dabei den Ansprüchen an zeitgemäße Nutzungen genügen. Letztlich soll damit die Verbindung von Gebäuden und Freianlagen gestärkt werden, um historische und moderne Freiräume in einer neuen Denkmalqualität zu präsentieren“ (aus: Auslobung zum Wettbewerb; S. 5)
Auch auf Grund der fehlenden historischen Dokumente basierte das schlussendlich mit dem 1. Preis ausgezeichnete Entwurfskonzept auf einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Wesen der ursprünglichen zisterziensischen Gedankenwelt, war es das Ergebnis der Ergründung grundlegender Prinzipien, als Leitbild für die künftige Neugestaltung der Freianlagen im Kloster Eberbach.
Hieraus wurde das übergeordnete Thema entwickelt: „Kultur inmitten von Natur“ als Reflexion der historischen Überlieferung, dass die ursprünglichen zisterziensischen Klöster bewusst fernab von menschlichen Ansiedlungen in teilweise unwegsames Gelände gebaut wurden: die Herausarbeitung der charakteristischen Differenz zwischen dem natürlichen Umfeld („Natur“) außerhalb der Klostermauern und dem eigentlichen Klosterareal als Zeugnis der strengen Organisation des Zisterzienserordens („Kultur“) stellte somit eine der Grundfesten des Entwurfs dar.
Darüber hinaus gehende Gestaltungsprinzipien wurden u.a. dem Bauprogramm der Zisterzienser entnommen. Dieses - abgeleitet aus der „regula sancti benedicti“ des Benedikt von Nursia - hatte das „vollkommene Kloster“ zum Ziel, d.h. „die bauliche Anlage entspricht den Erfordernissen des Mönchslebens in idealer Weise“ (Auslobung; S. 24). Zentrale Punkte hierbei waren: Armutsgedanke und „Weltfluchtverlagen“, Wunsch nach kurzen Wegen, Verbot von Skulpturen, Malereien, Bilder (Generalkapitel von 1134), also Verbot von „Zierrat“. Hieraus folgte die Beschränkung auf wesentliche Elemente und Funktionen der Architektur, welche sich in einer Gleichartigkeit von Bauelementen sowie klare, strenge Gliederung der Grundrisse wieder findet.
Neben der Auseinandersetzung mit den Regeln der Zisterzienser („Einheitlichkeit“, „Schlichtheit“, „Bescheidenheit“, „Selbstverständlichkeit“) dienten weiters die Beschäftigung mit dem Mittelalter („Abgeschlossenheit“, „hortus conclusus“) sowie mit der Romanik („Gedrungenheit“, „Massivität“) als zusätzliche Grundlage für die Gestaltung.
Hieraus abgeleitet war es oberstes Ziel des Entwurfes für die Freianlagen, die Gesamtanlage Kloster Eberbach in ihrer Einheitlichkeit („unitas“) zu stärken.
Angelehnt an die zisterziensische Trennung zwischen Mönchen und Konversen erfolgt dabei eine erste strukturelle Untergliederung der Freiräume des Klosterareals in zwei Bereiche: Der „Kern“ in unmittelbarer Nähe zu den Klostergebäuden sucht mit zurückhaltender, schlichter Gestaltsprache hinter die Außergewöhnlichkeit der Gebäude zurückzutreten. Der „Ring“ umschließt diesen Bereich und nimmt neben notwendigen Funktionen (Parken, Erschließung etc.) eine Reihe von bestehenden bzw. neu zu schaffenden Gartentypologien auf.
Fläche 7,5 ha
Baukosten ca. 6,4 Mio. €
Phasen HOAI 1-8
Bis 2011
Adresse Kloster Eberbach, 65346 EItviIIe am Rhein
Das Kloster Eberbach ist eines der bedeutendsten mittelalterlichen Gesamtkunstwerke in Hessen. Nicht erst die – zu großen Teilen in Eberbach realisierte – Verfilmung des Romans „Der Name der Rose“ hat das Kloster über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt gemacht.
Gegründet Mitte des 12. Jhds. von Bernhard von Clairvaux, der prägenden Gestalt des Ordens der Zisterzienser, präsentiert sich Eberbach heute als eine der wenigen, noch nahezu vollständig erhaltenen Abteien aus der frühen Blütezeit des Ordens in Deutschland.
Neben dem eindrucksvollen Gesamtensemble der Bauten aus Romanik, Gotik und Barock ist von der ursprünglichen Gartengestaltung heute nichts mehr erhalten. Die wenigen existierenden archivarischen Dokumente zeigen bruchstückhafte barocke Gartengestaltungen innerhalb der Klostermauern.
Im Jahre 2004 lobte die Stiftung Kloster Eberbach einen Wettbewerb zur Neugestaltung der knapp 8 ha großen Freianlagen aus. „Die Freianlagen (..) sollen dem Besucher die schlichte Klarheit des zisterziensischen Weltbildes vermitteln, die Besonderheit des Gebäudeensembles hervorheben und dabei den Ansprüchen an zeitgemäße Nutzungen genügen. Letztlich soll damit die Verbindung von Gebäuden und Freianlagen gestärkt werden, um historische und moderne Freiräume in einer neuen Denkmalqualität zu präsentieren“ (aus: Auslobung zum Wettbewerb; S. 5)
Auch auf Grund der fehlenden historischen Dokumente basierte das schlussendlich mit dem 1. Preis ausgezeichnete Entwurfskonzept auf einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Wesen der ursprünglichen zisterziensischen Gedankenwelt, war es das Ergebnis der Ergründung grundlegender Prinzipien, als Leitbild für die künftige Neugestaltung der Freianlagen im Kloster Eberbach.
Hieraus wurde das übergeordnete Thema entwickelt: „Kultur inmitten von Natur“ als Reflexion der historischen Überlieferung, dass die ursprünglichen zisterziensischen Klöster bewusst fernab von menschlichen Ansiedlungen in teilweise unwegsames Gelände gebaut wurden: die Herausarbeitung der charakteristischen Differenz zwischen dem natürlichen Umfeld („Natur“) außerhalb der Klostermauern und dem eigentlichen Klosterareal als Zeugnis der strengen Organisation des Zisterzienserordens („Kultur“) stellte somit eine der Grundfesten des Entwurfs dar.
Darüber hinaus gehende Gestaltungsprinzipien wurden u.a. dem Bauprogramm der Zisterzienser entnommen. Dieses - abgeleitet aus der „regula sancti benedicti“ des Benedikt von Nursia - hatte das „vollkommene Kloster“ zum Ziel, d.h. „die bauliche Anlage entspricht den Erfordernissen des Mönchslebens in idealer Weise“ (Auslobung; S. 24). Zentrale Punkte hierbei waren: Armutsgedanke und „Weltfluchtverlagen“, Wunsch nach kurzen Wegen, Verbot von Skulpturen, Malereien, Bilder (Generalkapitel von 1134), also Verbot von „Zierrat“. Hieraus folgte die Beschränkung auf wesentliche Elemente und Funktionen der Architektur, welche sich in einer Gleichartigkeit von Bauelementen sowie klare, strenge Gliederung der Grundrisse wieder findet.
Neben der Auseinandersetzung mit den Regeln der Zisterzienser („Einheitlichkeit“, „Schlichtheit“, „Bescheidenheit“, „Selbstverständlichkeit“) dienten weiters die Beschäftigung mit dem Mittelalter („Abgeschlossenheit“, „hortus conclusus“) sowie mit der Romanik („Gedrungenheit“, „Massivität“) als zusätzliche Grundlage für die Gestaltung.
Hieraus abgeleitet war es oberstes Ziel des Entwurfes für die Freianlagen, die Gesamtanlage Kloster Eberbach in ihrer Einheitlichkeit („unitas“) zu stärken.
Angelehnt an die zisterziensische Trennung zwischen Mönchen und Konversen erfolgt dabei eine erste strukturelle Untergliederung der Freiräume des Klosterareals in zwei Bereiche: Der „Kern“ in unmittelbarer Nähe zu den Klostergebäuden sucht mit zurückhaltender, schlichter Gestaltsprache hinter die Außergewöhnlichkeit der Gebäude zurückzutreten. Der „Ring“ umschließt diesen Bereich und nimmt neben notwendigen Funktionen (Parken, Erschließung etc.) eine Reihe von bestehenden bzw. neu zu schaffenden Gartentypologien auf.
Wettbewerbe
Schul- und Leistungssportzentrum, Berlin 2008
Ankauf
mit huber staudt architekten
Ankauf
mit huber staudt architekten
NS Dokumentationszentrum, München 2008
Sonderpreis
mit BUSMANN + HABERER Architekten
mit BUSMANN + HABERER Architekten
Ketschenvorstadt, Coburg 2008
2. Preis
mit KoopX Architekten
mit KoopX Architekten
Bärentorplatz - Rathausstraße – Rathausplatz, Leimen 2008
Ankauf
mit R+T Planern
mit R+T Planern
Alter Stadthafen, Oldenburg 2008
1. Preis
mit bs+ städtebau und architektur
mit bs+ städtebau und architektur
Bundeviertel Bonn 2008
3. Preis
in Kooperation mit ST raum a.
in Kooperation mit ST raum a.
Physikalisch-Technische BA Berlin 2008
1. Preis
mit huber staudt architekten
mit huber staudt architekten
Zentrum für Psychiatrie, Friedrichshafen 2007
1. Preis
mit huber staudt architekten
mit huber staudt architekten
Projekte - In Bearbeitung
Zentrum für Mikrotechnik und Materialien, Berlin Adlershof
mit Busmann + Haberer, Berlin, bis 2010
mit Busmann + Haberer, Berlin, bis 2010
Sports Park Tripoli (Libyen)
mit gmp Architekten
Alter Stadthafen, Oldenburg
mit bs+ städtebau und architektur
Zentrum für Psychiatrie, Friedrichshafen 2007
mit huber staudt architekten
Außenanlagen Staatliche Ballettschule, Berlin ab 2008
mit gmp Architekten
Außenanlagen Kloster Eberbach, Eltville am Rhein
bis 2011





