Abelmann Vielain Pock Architekten
Hasenheide 61 / II
D-10967 Berlin
T 030 - 6 11 53 13
F 030 - 6 11 90 41
avp@abelmann-vielain-pock.de
Hasenheide 61 / II
D-10967 Berlin
T 030 - 6 11 53 13
F 030 - 6 11 90 41
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ORO – Orangerie Oranienburg,Kultur- und Veranstaltungszentrum im Schloßpark
Die unter Denkmalschutz stehende, ab 1754 erbaute Orangerie im Schloßpark Oranienburg befand sich bei Planungsbeginn nach jahrzehntelangem Leerstand in ruinösem Zustand.
Aufgabe war, die Sanierung / Restaurierung des Innen nie fertig gestellten Gebäudes zu verbinden mit einer Neunutzung als Kultur- und Veranstaltungsgebäude.
Da die für die neuen Zwecke erforderlichen Serviceräume (Küchen- und Sanitärbereich, Stuhllager/Seminarraum und Haustechnik) in dem Barockbau nicht Platz fanden, war es erforderlich, den sehr klaren und axial aufgebauten Baukörper um einen Anbau zu erweitern. Dieser ordnet sich -auf der parkabgewandten Südseite-klar dem Barockbau unter.
Der Service-Neubau mit seiner nach innen geknickten Fasssade bildet jetzt gemeinsam mit dem Altbau einen überglasten Zwischenraum, "Wintergarten" genannt, der als Pausenfoyer sowie als separate Ausstellungsfläche dient und verschiedenste Veranstaltungsarten im Gebäude ermöglicht. (Es kann sowohl eine Seitenerschließung sowie die klassische Frontalerschließung direkt über das Foyer gewählt werden.)
Zur Zeit finden Lesungen, Theater, Konzerte, Ausstellungen, Feste sowie die regelmäßigen Sitzungen des Magistrats in der Orangerie statt.
Objektdaten:
Bauzeit:
1. BA: 1/2002 - 5/2003 (Sanierung Außenhülle Orangerie)
2. BA: 9/2002 - 11/2003 (Neubau und Innenausbau Orangerie)
Brutto-Rauminhalt:
5.541 m3
Nutzfläche:
529 qm
Gesamtsumme:
3 Mill. Euro
Aufgabe war, die Sanierung / Restaurierung des Innen nie fertig gestellten Gebäudes zu verbinden mit einer Neunutzung als Kultur- und Veranstaltungsgebäude.
Da die für die neuen Zwecke erforderlichen Serviceräume (Küchen- und Sanitärbereich, Stuhllager/Seminarraum und Haustechnik) in dem Barockbau nicht Platz fanden, war es erforderlich, den sehr klaren und axial aufgebauten Baukörper um einen Anbau zu erweitern. Dieser ordnet sich -auf der parkabgewandten Südseite-klar dem Barockbau unter.
Der Service-Neubau mit seiner nach innen geknickten Fasssade bildet jetzt gemeinsam mit dem Altbau einen überglasten Zwischenraum, "Wintergarten" genannt, der als Pausenfoyer sowie als separate Ausstellungsfläche dient und verschiedenste Veranstaltungsarten im Gebäude ermöglicht. (Es kann sowohl eine Seitenerschließung sowie die klassische Frontalerschließung direkt über das Foyer gewählt werden.)
Zur Zeit finden Lesungen, Theater, Konzerte, Ausstellungen, Feste sowie die regelmäßigen Sitzungen des Magistrats in der Orangerie statt.
Objektdaten:
Bauzeit:
1. BA: 1/2002 - 5/2003 (Sanierung Außenhülle Orangerie)
2. BA: 9/2002 - 11/2003 (Neubau und Innenausbau Orangerie)
Brutto-Rauminhalt:
5.541 m3
Nutzfläche:
529 qm
Gesamtsumme:
3 Mill. Euro
KW AMT - Amtsgericht Königs Wusterhausen
Gebäudeensemble mit einem Neubau und einem Bestandsgebäude;
- Sanierung, Ergänzung und Ausbau des historischen Amtsgerichtsgebäudes (1.300 qm NF)
- Erweiterung des Amtsgerichts um 1.950 qm NF durch einen Neubau
Das Projekt befindet sich zur Zeit auf Grund von Raumprogrammänderungen in Überarbeitung
Objektdaten:
Planungszeitraum:
2005/ 2006
Bauzeit:
1. BA: 2007 geplant
2. BA: 2008 geplant
Brutto-Rauminhalt:
25.676 m3
Nutzfläche:
3.238 qm
Gesamtsumme:
7 Mill. Euro
- Sanierung, Ergänzung und Ausbau des historischen Amtsgerichtsgebäudes (1.300 qm NF)
- Erweiterung des Amtsgerichts um 1.950 qm NF durch einen Neubau
Das Projekt befindet sich zur Zeit auf Grund von Raumprogrammänderungen in Überarbeitung
Objektdaten:
Planungszeitraum:
2005/ 2006
Bauzeit:
1. BA: 2007 geplant
2. BA: 2008 geplant
Brutto-Rauminhalt:
25.676 m3
Nutzfläche:
3.238 qm
Gesamtsumme:
7 Mill. Euro
GIGermanistische Institute der Humboldt-Universität zu Berlin,Institutsgebäude mit Fachbereichsbibliothek am Hegelplatz
Das neue Ensemble der Humboldt-Universität liegt an einem sehr prominenten Ort im Stadtraum und hat die Aufgabe, den Hegelplatz eindeutig zu fassen.
Es besteht aus 2 Neubauten sowie 2 Altbauten unterschiedlicher Generation (1 Plattenbau- ehem. Seminargebäude- 1970, 1 Mauerwerksbau- das Reuterhaus- 1908) und soll als zusammengehörig erkennbares Ensemble Altes und Neues vereinen und so den Platz klar besetzen.
Die Antwort auf diese differenzierte stadträumliche Aufgabenstellung ist die Entwicklung einer „gefalteten Fassadenhaut“, die Im Grundriss klaren stadträumlichen Linien folgt und — je nach Perforationsgrad — den unterschiedlichen Anforderungen der jeweils zugehörigen Einzelgebäude gerecht wird. Auf diese Weise entsteht ein Ensemble, welches einerseits die heterogene Herkunft noch erkennen läßt, gleichzeitig aber als ein zusammengehöriges Ganzes lesbar wird.
Die stadträumlichen Vorgaben werden im Gebäudeinneren aufgenommen;
So liegt der Haupteingang der gesamten Anlage zentral im Reuterhaus; Das neue, großzügige und lichtdurchflutete Foyer des Reuterhauses dient der übersichtlichen Erschließung aller Gebäude und kann sowohl als Pausenfläche für Musikveranstaltungen (im darüberbefindlichen Konzertsaal) wie auch als eigene Veranstaltungsfläche fungieren.
Im Haus 1 an der Georgenstraße sind Seminarräume, PC-Pools, ein zweigeschossiger Hörsaal sowie die Fachbereichsbibliothek untergebracht, Haus 3 dient gemeinsam mit dem ehemaligen Plattenbau (Haus 4) im wesentlichen der Unterbringung der Büro- und Besprechungsräume sowie der Verwaltung der Institute. Darüberhinaus ist im Haus 3 auch das Café mit Orientierung zum Platz untergebracht.
Blickbeziehungen und Lichtführung sind im gesamten Ensemble ein raumbestimmendes Thema. So ist z.B. im Haus 1 von jeder Ebene aus (sowohl von den großzügig verglasten Seminarräumen, als auch von den weiträumigen Foyerflächen aus) der Blick auf die nahegelegene Museumsinsel mit ihren markanten Bauten stimmungsgebend.
Objektdaten:
1 Fachbereichsbibliothek
1 großer Hörsaal
50 Seminarräume, versch. Größen
4 PC-Pools
div. kleine Labore
div. Büro- und Besprechungsräume
1 Konzertsaal und Orchesterprobenraum
1 Café
Bauzeit:
März 2004 - Oktober 2006
Brutto-Rauminhalt:
65.503 m3
Nutzfläche:
10.860 qm
Bausumme:
20 Mill. Euro
Es besteht aus 2 Neubauten sowie 2 Altbauten unterschiedlicher Generation (1 Plattenbau- ehem. Seminargebäude- 1970, 1 Mauerwerksbau- das Reuterhaus- 1908) und soll als zusammengehörig erkennbares Ensemble Altes und Neues vereinen und so den Platz klar besetzen.
Die Antwort auf diese differenzierte stadträumliche Aufgabenstellung ist die Entwicklung einer „gefalteten Fassadenhaut“, die Im Grundriss klaren stadträumlichen Linien folgt und — je nach Perforationsgrad — den unterschiedlichen Anforderungen der jeweils zugehörigen Einzelgebäude gerecht wird. Auf diese Weise entsteht ein Ensemble, welches einerseits die heterogene Herkunft noch erkennen läßt, gleichzeitig aber als ein zusammengehöriges Ganzes lesbar wird.
Die stadträumlichen Vorgaben werden im Gebäudeinneren aufgenommen;
So liegt der Haupteingang der gesamten Anlage zentral im Reuterhaus; Das neue, großzügige und lichtdurchflutete Foyer des Reuterhauses dient der übersichtlichen Erschließung aller Gebäude und kann sowohl als Pausenfläche für Musikveranstaltungen (im darüberbefindlichen Konzertsaal) wie auch als eigene Veranstaltungsfläche fungieren.
Im Haus 1 an der Georgenstraße sind Seminarräume, PC-Pools, ein zweigeschossiger Hörsaal sowie die Fachbereichsbibliothek untergebracht, Haus 3 dient gemeinsam mit dem ehemaligen Plattenbau (Haus 4) im wesentlichen der Unterbringung der Büro- und Besprechungsräume sowie der Verwaltung der Institute. Darüberhinaus ist im Haus 3 auch das Café mit Orientierung zum Platz untergebracht.
Blickbeziehungen und Lichtführung sind im gesamten Ensemble ein raumbestimmendes Thema. So ist z.B. im Haus 1 von jeder Ebene aus (sowohl von den großzügig verglasten Seminarräumen, als auch von den weiträumigen Foyerflächen aus) der Blick auf die nahegelegene Museumsinsel mit ihren markanten Bauten stimmungsgebend.
Objektdaten:
1 Fachbereichsbibliothek
1 großer Hörsaal
50 Seminarräume, versch. Größen
4 PC-Pools
div. kleine Labore
div. Büro- und Besprechungsräume
1 Konzertsaal und Orchesterprobenraum
1 Café
Bauzeit:
März 2004 - Oktober 2006
Brutto-Rauminhalt:
65.503 m3
Nutzfläche:
10.860 qm
Bausumme:
20 Mill. Euro
OSZ M - Oberstufenzentrum Mandelstraße
BESTAND / OBJEKT:
Das Gebäude Mandelstraße 6-8 wurde 1914-15 als 306. und 307. Gemeindeschule im Bezirk Prenzlauer Berg nach einer Planung des Architekten Ludwig Hoffmann erbaut.
Es war konzipiert als Doppelschule (Jungen/Mädchen) mit jeweils einem 4-geschossigen Klassentrakt in Form eines hofbegleitenden Seitenflügels, einem 4-geschossigen Lehrerwohnhaus in der Straßenfront der geschlossenen Bebauung sowie einem 4-geschossigen Quergebäude mit von Jungen und Mädchen abwechselnd zu nutzenden Räumen (Aula,
Turnhalle...).
Die vier Gebäude bilden den gemeinsamen Hof; hinter dem Aulaflügel befand sich eine weitere, allerdings ungenutzte große Freifläche.
Die Lage im Block (kurze Ansichtsbreite / tiefes Grundstück) ist typisch für eine Reihe von Schulbauten Hoffmanns, der diesen Typ konzipiert hatte, um die städtischen Mittel für den Grundstücksankauf gering zu halten (und dadurch eine größere Anzahl zu ermöglichen).
Konstruktiv handelt es sich um Mauerwerksbauten, verputzt, in der Straßenfassade mit gliedernden und schmückenden Teilen in Werkstein.
In den Außenachsen der Straßenfassade liegen 2 große Rundbogen-Tordurchfahrten (jeweils für die Mädchen- und die Jungenschule); ein zentraler Eingang war nicht vorhanden.
Die Dächer sind als steile Mansarddächer ausgeführt und unausgebaut.
Nach Kriegszerstörung erfolgten 1951 Sanierungsarbeiten. Nach 1989 erfolgten Teilsanierungen der Außenhülle (Dach-deckung, Fenster).
PLANUNG / VORGABEN:
Das Schulgebäude Mandelstraße ist in den Jahren 2002-2005 saniert und umgebaut worden für die neue Nutzung als Oberstufenzentrum „Bürowirtschaft und Dienstleistungen“.
Die Nutzung als OSZ hat im Gegensatz zur früheren Grundschulnutzung zur Folge, daß
- eine vielfache Anzahl von Schülern die Schule besuchen,
- die meisten Schüler nur an 2 Wochentagen kommen,
- die Schüler keine festen Klassenräume belegen,
- der Unterricht ganztags stattfindet,
- die Schüler während des Tages häufiger Freistunden haben,
- gänzlich neue Unterrichtsformen räumlich erforderlich sind (Lernbüros und Open Learning Center).
Neben einer allgemeinen Sanierung und Ertüchtigung des Gebäudes standen daher folgende Themen im Vordergrund:
- Herstellung eines zentralen, großzügigen Eingangs- und Informationsbereiches,
- Neuschaffung einer Mensa
- Erschließung und Gestaltung des Gartenhofes,
- intensive Ausstattung nahezu des gesamten Gebäudes mit neuen Medien,
- Umbau des Lehrerwohnhauses zu Lernbüros.
UNSERE MITTEL:
- die langgestreckten großen neuen Elemente in Hof und Garten
- die großformatigen Öffnungen in der ehemaligen Turnhallenfassade
- die Einbauten im Open Learning Center in der ehem. Aula
- die neue Farbgestaltung in Fluren, Klassen und Mensa
Schulhof, ehemalige Turnhalle und Gartenhof wurden durch langgestreckte, großformatige Elemente miteinander in Bezug gesetzt und ergeben so eine Abfolge von öffentlichen Räumen, in der Mitte das neue Entree, die Mensa, und das „Grüne Zimmer“ im Gartenhof.
Die für die Mensa erforderliche große Transparenz von Hof zu Hof war ein langes Diskussionsthema mit der Denkmalpflege, die die bauzeitlich nicht gut gelöste Turnhallenfassade (bis 3 m Höhe ohne Öffnungen) lange als übergeordnete Überlegungen verteidigte.
Viele bewährte und haltbare Elemente konnten erhalten bleiben (z. B. der Terrazzo in den Fluren und die Granittreppen), ebenso wesentliche Bereiche der Klassenraumflügel, die für ihre Erbauungszeit fortschrittlich, großzügig und hell konzipiert waren. Sichtbare Veränderungen in diesen Flügeln sind die neuen Medientrassen, die sich als oranger bis rotbrauner Farbakzent über die Decken aller Klassenräume ziehen, und die Farbgestaltung der Flurwände, die die eher düstere Hoffmannsche Farbgestaltung (olivbrauner Sockel mit weiteren Braun-Grün-Nuancen) mit helleren Tönen sowie einem über
die Geschosse wandernden Orange-Braun frei interpretiert.
Die zugefügten kubischen Bauelemente im Innen- wie auch im Außenbereich erfüllen einerseits die notwendigen neuen Nutzungsanforderungen und ermöglichen darüberhinaus eine neue Wahrnehmung der "gewöhnten" Räume.
Objektdaten:
46 Klassenräume, inkl. Sonderräume
1 Open Learning Center
1 Caféteria
Verwaltungsbereich
3 Lernbüros für Schüler
2 Hausmeisterwohnungen
Bauzeit:
August 2002 - November 2005
Brutto-Rauminhalt:
50.964,4 m3
Nutzfläche:
6.306,6 qm
Bausumme:
10 Mill. Euro
Das Gebäude Mandelstraße 6-8 wurde 1914-15 als 306. und 307. Gemeindeschule im Bezirk Prenzlauer Berg nach einer Planung des Architekten Ludwig Hoffmann erbaut.
Es war konzipiert als Doppelschule (Jungen/Mädchen) mit jeweils einem 4-geschossigen Klassentrakt in Form eines hofbegleitenden Seitenflügels, einem 4-geschossigen Lehrerwohnhaus in der Straßenfront der geschlossenen Bebauung sowie einem 4-geschossigen Quergebäude mit von Jungen und Mädchen abwechselnd zu nutzenden Räumen (Aula,
Turnhalle...).
Die vier Gebäude bilden den gemeinsamen Hof; hinter dem Aulaflügel befand sich eine weitere, allerdings ungenutzte große Freifläche.
Die Lage im Block (kurze Ansichtsbreite / tiefes Grundstück) ist typisch für eine Reihe von Schulbauten Hoffmanns, der diesen Typ konzipiert hatte, um die städtischen Mittel für den Grundstücksankauf gering zu halten (und dadurch eine größere Anzahl zu ermöglichen).
Konstruktiv handelt es sich um Mauerwerksbauten, verputzt, in der Straßenfassade mit gliedernden und schmückenden Teilen in Werkstein.
In den Außenachsen der Straßenfassade liegen 2 große Rundbogen-Tordurchfahrten (jeweils für die Mädchen- und die Jungenschule); ein zentraler Eingang war nicht vorhanden.
Die Dächer sind als steile Mansarddächer ausgeführt und unausgebaut.
Nach Kriegszerstörung erfolgten 1951 Sanierungsarbeiten. Nach 1989 erfolgten Teilsanierungen der Außenhülle (Dach-deckung, Fenster).
PLANUNG / VORGABEN:
Das Schulgebäude Mandelstraße ist in den Jahren 2002-2005 saniert und umgebaut worden für die neue Nutzung als Oberstufenzentrum „Bürowirtschaft und Dienstleistungen“.
Die Nutzung als OSZ hat im Gegensatz zur früheren Grundschulnutzung zur Folge, daß
- eine vielfache Anzahl von Schülern die Schule besuchen,
- die meisten Schüler nur an 2 Wochentagen kommen,
- die Schüler keine festen Klassenräume belegen,
- der Unterricht ganztags stattfindet,
- die Schüler während des Tages häufiger Freistunden haben,
- gänzlich neue Unterrichtsformen räumlich erforderlich sind (Lernbüros und Open Learning Center).
Neben einer allgemeinen Sanierung und Ertüchtigung des Gebäudes standen daher folgende Themen im Vordergrund:
- Herstellung eines zentralen, großzügigen Eingangs- und Informationsbereiches,
- Neuschaffung einer Mensa
- Erschließung und Gestaltung des Gartenhofes,
- intensive Ausstattung nahezu des gesamten Gebäudes mit neuen Medien,
- Umbau des Lehrerwohnhauses zu Lernbüros.
UNSERE MITTEL:
- die langgestreckten großen neuen Elemente in Hof und Garten
- die großformatigen Öffnungen in der ehemaligen Turnhallenfassade
- die Einbauten im Open Learning Center in der ehem. Aula
- die neue Farbgestaltung in Fluren, Klassen und Mensa
Schulhof, ehemalige Turnhalle und Gartenhof wurden durch langgestreckte, großformatige Elemente miteinander in Bezug gesetzt und ergeben so eine Abfolge von öffentlichen Räumen, in der Mitte das neue Entree, die Mensa, und das „Grüne Zimmer“ im Gartenhof.
Die für die Mensa erforderliche große Transparenz von Hof zu Hof war ein langes Diskussionsthema mit der Denkmalpflege, die die bauzeitlich nicht gut gelöste Turnhallenfassade (bis 3 m Höhe ohne Öffnungen) lange als übergeordnete Überlegungen verteidigte.
Viele bewährte und haltbare Elemente konnten erhalten bleiben (z. B. der Terrazzo in den Fluren und die Granittreppen), ebenso wesentliche Bereiche der Klassenraumflügel, die für ihre Erbauungszeit fortschrittlich, großzügig und hell konzipiert waren. Sichtbare Veränderungen in diesen Flügeln sind die neuen Medientrassen, die sich als oranger bis rotbrauner Farbakzent über die Decken aller Klassenräume ziehen, und die Farbgestaltung der Flurwände, die die eher düstere Hoffmannsche Farbgestaltung (olivbrauner Sockel mit weiteren Braun-Grün-Nuancen) mit helleren Tönen sowie einem über
die Geschosse wandernden Orange-Braun frei interpretiert.
Die zugefügten kubischen Bauelemente im Innen- wie auch im Außenbereich erfüllen einerseits die notwendigen neuen Nutzungsanforderungen und ermöglichen darüberhinaus eine neue Wahrnehmung der "gewöhnten" Räume.
Objektdaten:
46 Klassenräume, inkl. Sonderräume
1 Open Learning Center
1 Caféteria
Verwaltungsbereich
3 Lernbüros für Schüler
2 Hausmeisterwohnungen
Bauzeit:
August 2002 - November 2005
Brutto-Rauminhalt:
50.964,4 m3
Nutzfläche:
6.306,6 qm
Bausumme:
10 Mill. Euro
Uni 3b –Institut für Sozialwissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin,Universitätsstraße 3b
Das 1904 durch Otto Richter für die Gebrüder Abrahamsohn errichtete Gebäude wird nach anfänglich gewerblicher Nutzung seit 1928 durch die Humboldt-Universität genutzt.
Kriegseinwirkungen sowie die anschließende Funktion als universitäres Mehrzweckgebäude führen zu baulichen Änderungen wie dem Schließen der Scheinarkaden des Erdgeschosses und des ehemals offene Vestibüls, dem Ersetzen des Daches durch ein Flachdach sowie zu zahlreichen, kleinräumigen Umbaumaßnahmen, die bis Anfang der 90er Jahre eine labyrinthische Grundrißsituation erzeugten.
Im Rahmen der organisatorischen und räumlichen Umstrukturierung der Humboldt-Universität wird ab 1993 das gesamte Institut für Sozialwissenschaften einschließlich der Institutsbibliothek in diesem Gebäude konzentriert.
In 10jähriger Bauzeit, während permanent laufender Nutzung, wird das Gebäude innen vollkommen umstrukturiert; es entstehen großzügige Foyer- und Flurbereiche, Bibliotheks-und Seminar- und Arbeitsräume.
Wichtige denkmalpflegerische Aspekte bei der Sanierung sind die Wiederherstellung der erdgeschossigen Scheinarkaden und der Originaldachform sowie die Restaurierung des Treppenhauses als die maßgeblich gestaltgebenden bauzeitlichen Elemente des Gebäudes.
Die Umgestaltung ist vom Leitbild getragen, das Neue aus dem Alten zu entwickeln und dabei den spezifischen Charakter des Gebäudes herauszuarbeiten. Die Besonderheit des “freien”, von Stützen getragenen Grundrisses wird in diesem Sinne genutzt, um dem jetzt öffentlichen Gebäude mehr Transparenz und Großzügigkeit sowie eine heitere Atmosphäre für Lehre und Forschung zu verleihen.
Neue Glasbauteile insbesondere im EG ermöglichen vielfältige Ein-, Aus- und Durchblicke. Nahezu das gesamte Erdgeschoß wird dadurch als Teil des umgebenden dichten Stadtraumes erlebbar, der große Seminarraum liegt über die zweiseitigen Scheinarkadenfenster bildlich mitten in der Stadt.
Beobachten und beobachtet werden- ein Teilgebiet der Sozialwissenschaften- wird hier demonstriert.
Objektdaten:
Fachbereichsbibliothek
div. Büro- und Besprechungsräume
studentische Arbeitsräume
studentische PC-Pools
studentische Seminarräume
Bauzeit:
März 1998 - Dezember 2004
Brutto-Rauminhalt:
27.900 m3
Nutzfläche:
4.520,5 qm
Gesamtsumme:
8,5 Mill. Euro
Kriegseinwirkungen sowie die anschließende Funktion als universitäres Mehrzweckgebäude führen zu baulichen Änderungen wie dem Schließen der Scheinarkaden des Erdgeschosses und des ehemals offene Vestibüls, dem Ersetzen des Daches durch ein Flachdach sowie zu zahlreichen, kleinräumigen Umbaumaßnahmen, die bis Anfang der 90er Jahre eine labyrinthische Grundrißsituation erzeugten.
Im Rahmen der organisatorischen und räumlichen Umstrukturierung der Humboldt-Universität wird ab 1993 das gesamte Institut für Sozialwissenschaften einschließlich der Institutsbibliothek in diesem Gebäude konzentriert.
In 10jähriger Bauzeit, während permanent laufender Nutzung, wird das Gebäude innen vollkommen umstrukturiert; es entstehen großzügige Foyer- und Flurbereiche, Bibliotheks-und Seminar- und Arbeitsräume.
Wichtige denkmalpflegerische Aspekte bei der Sanierung sind die Wiederherstellung der erdgeschossigen Scheinarkaden und der Originaldachform sowie die Restaurierung des Treppenhauses als die maßgeblich gestaltgebenden bauzeitlichen Elemente des Gebäudes.
Die Umgestaltung ist vom Leitbild getragen, das Neue aus dem Alten zu entwickeln und dabei den spezifischen Charakter des Gebäudes herauszuarbeiten. Die Besonderheit des “freien”, von Stützen getragenen Grundrisses wird in diesem Sinne genutzt, um dem jetzt öffentlichen Gebäude mehr Transparenz und Großzügigkeit sowie eine heitere Atmosphäre für Lehre und Forschung zu verleihen.
Neue Glasbauteile insbesondere im EG ermöglichen vielfältige Ein-, Aus- und Durchblicke. Nahezu das gesamte Erdgeschoß wird dadurch als Teil des umgebenden dichten Stadtraumes erlebbar, der große Seminarraum liegt über die zweiseitigen Scheinarkadenfenster bildlich mitten in der Stadt.
Beobachten und beobachtet werden- ein Teilgebiet der Sozialwissenschaften- wird hier demonstriert.
Objektdaten:
Fachbereichsbibliothek
div. Büro- und Besprechungsräume
studentische Arbeitsräume
studentische PC-Pools
studentische Seminarräume
Bauzeit:
März 1998 - Dezember 2004
Brutto-Rauminhalt:
27.900 m3
Nutzfläche:
4.520,5 qm
Gesamtsumme:
8,5 Mill. Euro
Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit Berlin-Schöneweide
Baracke 13 ist die am besten erhaltene Baracke auf dem Areal des ehemaligen Zwangsarbeiterlagers in Schöneweide.
Seit Ende 2008 gehört sie zum Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit und wurde als Unterkunftsbaracke behutsam restauriert und konserviert.
Dabei bleiben verschieden Schichten der Nutzung vor und nach 1945 sichtbar.
Im Gebäude sind vielfältige Spuren ehemaliger Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen zu entdecken.
So befinden sich im Keller noch originale Inschriften an den Wänden.
In den Unterkunftsstuben können die Besucher zahlreiche Zitate von Überlebenden zur alltäglichen Situation in Berliner Zwangsarbeiterlagern erkunden.
Seit Ende 2008 gehört sie zum Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit und wurde als Unterkunftsbaracke behutsam restauriert und konserviert.
Dabei bleiben verschieden Schichten der Nutzung vor und nach 1945 sichtbar.
Im Gebäude sind vielfältige Spuren ehemaliger Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen zu entdecken.
So befinden sich im Keller noch originale Inschriften an den Wänden.
In den Unterkunftsstuben können die Besucher zahlreiche Zitate von Überlebenden zur alltäglichen Situation in Berliner Zwangsarbeiterlagern erkunden.
Forstakademie Eberswalde
Nach 4,5-jähriger Planungs- und Bauzeit sind die umfangreichen Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten abgeschlossen.
Die "Neue Forstakademie" ist ein hochwertiges Baudenkmal, insbesondere wegen der reichlich mit Terra-Cotta Ornamentsteinen geschmückten Fassade. (Baumeister: Düsterhaupt)
Das Gebäude wurde technisch vollständig erneuert, energetisch saniert (Innendämmung mit Wärmedämmputz), sorgfältig restauriert und erhielt einen neuen Innenausbau.
Die substanziellen Eingriffe beschränken sich auf einen wesentlichen Punkt:
Den Haupteingang des Gebäudes wurde um 180 grad gedreht, er liegt nun (entsprechend der Neuorientierung des Hochschulcampus) auf der Campus-Innenseite.
Im Zusammenhang damit wurde das ehemalige Keller-/ Sockelgeschoß als neues großzügiges Foyer ausgebildet .
BGF: 3400 qm
HNF: 1500 qm
Die "Neue Forstakademie" ist ein hochwertiges Baudenkmal, insbesondere wegen der reichlich mit Terra-Cotta Ornamentsteinen geschmückten Fassade. (Baumeister: Düsterhaupt)
Das Gebäude wurde technisch vollständig erneuert, energetisch saniert (Innendämmung mit Wärmedämmputz), sorgfältig restauriert und erhielt einen neuen Innenausbau.
Die substanziellen Eingriffe beschränken sich auf einen wesentlichen Punkt:
Den Haupteingang des Gebäudes wurde um 180 grad gedreht, er liegt nun (entsprechend der Neuorientierung des Hochschulcampus) auf der Campus-Innenseite.
Im Zusammenhang damit wurde das ehemalige Keller-/ Sockelgeschoß als neues großzügiges Foyer ausgebildet .
BGF: 3400 qm
HNF: 1500 qm
Sporthalle Harnackstraße
Nach 1,5-jähriger Bauzeit wurde am 16. Juni 2011 in Berlin-Lichtenberg die sanierte Sporthalle Harnackstraße offiziell eröffnet.
Die Turnhalle wurde ehemals in Plattenbauweise errichtet und nun technisch und energetisch vollständig saniert. Sie erhielt u. a. neue semitranparente Fassaden, neue Umkleidekabinen, WC`s sowie einen neuen Schwingboden.
Die charkterische, den Innenraim prägende Dachfalte ist auch nach der Sanierung noch präsent.
Die Turnhalle wurde ehemals in Plattenbauweise errichtet und nun technisch und energetisch vollständig saniert. Sie erhielt u. a. neue semitranparente Fassaden, neue Umkleidekabinen, WC`s sowie einen neuen Schwingboden.
Die charkterische, den Innenraim prägende Dachfalte ist auch nach der Sanierung noch präsent.
Lilienthal Centrum Stölln
Projektaufgabe / Konzept
Über einen Zeitraum von insgesamt 8 Jahren hat sich der Lilienthal-Verein Stölln - mit Unterstützung der Architekten - für die Schaffung eines "Lilienthal-Centrums" engagiert eingesetzt. (In Stölln/Gollenberg hat Otto Lilienthal seine Flugversuche unternommen und ist hier dabei tödlich verunglückt.) Nach weiteren 3 Jahren konnte das LCS im April 2011 (mit großer finanzieller Unterstützung des Europäischen Landwirtschaftsfonds und Mitteln des Landes Brandenburgs) eingeweiht werden. Die alte Brennerei ist nunmehr ein kleines Museum, Ort der Begegnung und des Lernens, ein Ausflugsziel...
3 Bestandsgebäude wurden energetisch saniert und 1 Anbau hinzugefügt.
NF: 1110 qm, BGF: 1.334 qm, Gesamtkosten: 2 Mio. €
Innovative Ansätze / Folgekostenreduzierung
In Zusammenarbeit mit den Ingenieuren ist es gelungen, die Kosten für Betrieb und Unterhalt des Gebäudes zu minimieren (Innendämmung, Erd-Wärmepumpe, hoher Tageslichtanteil, intelligente Steuerungen...). Die eingesetzten Materialien sind hochwertig und langlebig.
Räumlicher Kontext
Der Standort des LCS ist direkt verknüpft mit dem bereits in der Region etablierten Standort der Iljuschin IL 62 - ein russisches Langstreckenflugzeug in 2 km Entfernung, welches als Ausstellungsobjekt und Ort für Feierlichkeiten dient (ebenfalls betrieben vom Otto-Lilienthal-Verein).
Weiterhin sind das LCS und die IL 62 bereits Bestandteil des Regionalkonzeptes im Rahmen der kommenden BUGA.
Das LCS ist neuer Mittelpunkt des kleinen Ortes Stölln und wird durch seine Anziehungskraft mittelfristig zu einer deutlichen Stärkung der Region beitragen. Bereits heute sind erste private Investitionen in unmittelbarer Nähe zu beobachten.
Dialog
Initiator und Träger des Projektes ist der Lilienthal-Verein, dessen Mitglieder überwiegend Bewohner des Ortes Stölln bzw. der Nachbarorte sind. Das Projekt ist geradezu charakterisiert durch die Einbeziehung von Bürgern, Anwohnern und engagierten Einzelpersonen. Die Ausstellungsgestaltung wurde realisiert durch einen ortsansässigen Künstler/Bühnenbildner.
Über einen Zeitraum von insgesamt 8 Jahren hat sich der Lilienthal-Verein Stölln - mit Unterstützung der Architekten - für die Schaffung eines "Lilienthal-Centrums" engagiert eingesetzt. (In Stölln/Gollenberg hat Otto Lilienthal seine Flugversuche unternommen und ist hier dabei tödlich verunglückt.) Nach weiteren 3 Jahren konnte das LCS im April 2011 (mit großer finanzieller Unterstützung des Europäischen Landwirtschaftsfonds und Mitteln des Landes Brandenburgs) eingeweiht werden. Die alte Brennerei ist nunmehr ein kleines Museum, Ort der Begegnung und des Lernens, ein Ausflugsziel...
3 Bestandsgebäude wurden energetisch saniert und 1 Anbau hinzugefügt.
NF: 1110 qm, BGF: 1.334 qm, Gesamtkosten: 2 Mio. €
Innovative Ansätze / Folgekostenreduzierung
In Zusammenarbeit mit den Ingenieuren ist es gelungen, die Kosten für Betrieb und Unterhalt des Gebäudes zu minimieren (Innendämmung, Erd-Wärmepumpe, hoher Tageslichtanteil, intelligente Steuerungen...). Die eingesetzten Materialien sind hochwertig und langlebig.
Räumlicher Kontext
Der Standort des LCS ist direkt verknüpft mit dem bereits in der Region etablierten Standort der Iljuschin IL 62 - ein russisches Langstreckenflugzeug in 2 km Entfernung, welches als Ausstellungsobjekt und Ort für Feierlichkeiten dient (ebenfalls betrieben vom Otto-Lilienthal-Verein).
Weiterhin sind das LCS und die IL 62 bereits Bestandteil des Regionalkonzeptes im Rahmen der kommenden BUGA.
Das LCS ist neuer Mittelpunkt des kleinen Ortes Stölln und wird durch seine Anziehungskraft mittelfristig zu einer deutlichen Stärkung der Region beitragen. Bereits heute sind erste private Investitionen in unmittelbarer Nähe zu beobachten.
Dialog
Initiator und Träger des Projektes ist der Lilienthal-Verein, dessen Mitglieder überwiegend Bewohner des Ortes Stölln bzw. der Nachbarorte sind. Das Projekt ist geradezu charakterisiert durch die Einbeziehung von Bürgern, Anwohnern und engagierten Einzelpersonen. Die Ausstellungsgestaltung wurde realisiert durch einen ortsansässigen Künstler/Bühnenbildner.
Gutshof Britz - Vom Kuhstall Zum Veranstaltungshaus
Der Kuhstall des Gutes Britz wurde Mitte des 19.Jahrhunderts im italienischen ländlichen Villenstil errichtet und gemeinsam mit der Schmiede, dem Ochsenstall, dem Gutsverwalterhaus und dem älteren Pferdestall um einen zentralen Hof angeordnet.
Der Kuhstall ist ein Sichtmauerwerksbau mit Preußischen Kappendecken auf gußeisernen Säulen; die bauzeitlich nur geringe Dachneigung und die aus der Dachfläche gefalteten Zwerchgauben waren speziell für die damals neu entwickelte Teerpappendeckung gestaltet und mit großem Dachüberstand, rinnenlos, ausgeführt.
Im Mittelbau, neben dem großen Zwerchhaus, befand sich die Treppe zum Heuboden.
Der Kopfbau, das sogenannte „Schweizerhaus“, wurde mit schmuckvollem Sichtfachwerkgiebel zum Gutshaus hin errichtet und diente als Wohnung des Melkers(„Schweizer“).
Der Hauptbau mit Mittelbau, Nord- und Südflügel bot Platz für ca. 200 Milchkühe, die in Anbindehaltung auf einer Einstreu aus Stroh vermutlich in Zehnerreihen standen.
In den darüberliegenden Heuboden wurde das Futter über Ladeluken von außen eingebracht und vermutlich über Deckenöffnungen auf die Futtergänge abgeworfen und verteilt.
Die Aufstellung der Kühe quer zum First und der seitlich durchlaufende Verbindungsgang führten zu der asymmetrischen Säulenstellung, die noch heute in Foyer und Saal erkennbar ist.
Der Wechsel von Futtergang (=Fenster) und Mistgang (=Tor) ist ebenso in der Hoffassade noch deutlich ablesbar.
Dachaufsicht bis 1943 / 1950
mit flachgeneigtem Dach (ca. 24 °) Pappeindeckung auf
gesamtem Dach.
Mit Nordflügel, zweigeschossigem Querbau und 9 Spitzzwerchgauben
zur Hofseite.
Dachaufsicht 1950 bis 2010
mit nach dem Brand von 1950 stärker geneigt (ca. 30 °) wiederaufgebautem Dachstuhl, hofseitig mit Ziegeleindeckung, ohne Gauben.
Der Nordflügel wurde nach dem Kriegsschaden 1943 bzw. dem Brand von 1950 nicht wieder errichtet.
Der Kuhstall seit 1945
1943 wird der Gutshof von Fliegerbomben getroffen und beschädigt, ab 1945 erfolgen Reparaturen und Wiederinbetriebnahme der Ställe.
Am 29.August 1950 brennt der Kuhstall infolge Blitzeinschlag ab, mitsamt 5.000 Zentnern Stroh und Heu, und wird anschließend ohne Nordflügel und mit verändertert, 1 m höherer Dachkonstruktion wiedererrichtet.
Bis 2007 wird das Gebäude als Stall, Lager und zunehmend als Sozialgebäude genutzt, zuletzt durch das Natur- und Grünflächenamt Neukölln.
Nach kurzem Leerstand erfolgt ab 2010 der Umbau zum „Kulturstall“; Eröffnung 2011.
Dachaufsicht ab 2010
Stallgebäude beidseitig mit Ziegeldeckung, Wiederaufbau des Mittelbaus- Zwerchhauses.
Neubau einer Freilichtbühne an der Stelle des ehem. Nordflügels.
Der Kuhstall ist ein Sichtmauerwerksbau mit Preußischen Kappendecken auf gußeisernen Säulen; die bauzeitlich nur geringe Dachneigung und die aus der Dachfläche gefalteten Zwerchgauben waren speziell für die damals neu entwickelte Teerpappendeckung gestaltet und mit großem Dachüberstand, rinnenlos, ausgeführt.
Im Mittelbau, neben dem großen Zwerchhaus, befand sich die Treppe zum Heuboden.
Der Kopfbau, das sogenannte „Schweizerhaus“, wurde mit schmuckvollem Sichtfachwerkgiebel zum Gutshaus hin errichtet und diente als Wohnung des Melkers(„Schweizer“).
Der Hauptbau mit Mittelbau, Nord- und Südflügel bot Platz für ca. 200 Milchkühe, die in Anbindehaltung auf einer Einstreu aus Stroh vermutlich in Zehnerreihen standen.
In den darüberliegenden Heuboden wurde das Futter über Ladeluken von außen eingebracht und vermutlich über Deckenöffnungen auf die Futtergänge abgeworfen und verteilt.
Die Aufstellung der Kühe quer zum First und der seitlich durchlaufende Verbindungsgang führten zu der asymmetrischen Säulenstellung, die noch heute in Foyer und Saal erkennbar ist.
Der Wechsel von Futtergang (=Fenster) und Mistgang (=Tor) ist ebenso in der Hoffassade noch deutlich ablesbar.
Dachaufsicht bis 1943 / 1950
mit flachgeneigtem Dach (ca. 24 °) Pappeindeckung auf
gesamtem Dach.
Mit Nordflügel, zweigeschossigem Querbau und 9 Spitzzwerchgauben
zur Hofseite.
Dachaufsicht 1950 bis 2010
mit nach dem Brand von 1950 stärker geneigt (ca. 30 °) wiederaufgebautem Dachstuhl, hofseitig mit Ziegeleindeckung, ohne Gauben.
Der Nordflügel wurde nach dem Kriegsschaden 1943 bzw. dem Brand von 1950 nicht wieder errichtet.
Der Kuhstall seit 1945
1943 wird der Gutshof von Fliegerbomben getroffen und beschädigt, ab 1945 erfolgen Reparaturen und Wiederinbetriebnahme der Ställe.
Am 29.August 1950 brennt der Kuhstall infolge Blitzeinschlag ab, mitsamt 5.000 Zentnern Stroh und Heu, und wird anschließend ohne Nordflügel und mit verändertert, 1 m höherer Dachkonstruktion wiedererrichtet.
Bis 2007 wird das Gebäude als Stall, Lager und zunehmend als Sozialgebäude genutzt, zuletzt durch das Natur- und Grünflächenamt Neukölln.
Nach kurzem Leerstand erfolgt ab 2010 der Umbau zum „Kulturstall“; Eröffnung 2011.
Dachaufsicht ab 2010
Stallgebäude beidseitig mit Ziegeldeckung, Wiederaufbau des Mittelbaus- Zwerchhauses.
Neubau einer Freilichtbühne an der Stelle des ehem. Nordflügels.
Marchlewskistrasse
Das Gebäude und Grundstück der KiTa Marchlewskistrasse 25 d-e im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg wurden seit 1969
fortlaufend als Kindertagesstätte genutzt.
Diese Nutzung endete zum Schuljahresende im Sommer 2007 aufgrund fehlender Nachfrage bzw. Konzentrierung der Kapazitäten
an anderen Standorten. Die Gebäudesubstanz und Lage ließen eine Weiternutzung der Liegenschaft wünschenswert erscheinen.
Ziel/Aufgabe:
Die spannende Aufgabe bestand darin, den bestehenden Gebäudekomplex für 2 sehr unterschiedliche Nutzergruppen anzupassen:
Einerseits die „Schule für Autisten“ – hier gibt es bislang in Deutschland keinerlei standartisierte Raumprogrammvorgaben, an
denen wir uns hätten orientieren können, andererseits das „Begegnungszentrum Integral für Menschen mit und ohne
Behinderungen. Gleichzeitig war es notwendig, auch Synergieeffekte zu suchen und zu finden.
In enger Zusammenarbeit mit dem Schulamt und auch mit den Betreibern des Begegnungszentrums haben wir daher ein solches
entwickelt und in die bestehnde Struktur eingepasst.
Nachnutzung durch zwei Nutzer:
Die Auftragsschule für autistische Schülerinnen und Schüler war bis zum Bezug an drei Standorten im Bezirk untergebracht. Dies
war für das Personal und die Schülerinnen und Schüler sehr erschwerend und behinderte die Möglichkeiten des Angebotes an
Schüler und Eltern.
Das Integral-Begegnungszentrum für Menschen mit und ohne Behinderungen existierte bereits in dafür provisorisch
hergerichteten Räumen in der Marchlewskistrasse 25 c gegenüber. Insbesondere die Zugänglichkeit und die Raumorganisation
entsprachen dort nicht den Bedürfnissen der Nutzer.
Der neue Standort erweitert für beide Nutzer das räumliche Angebot. Durch die in Absprache mit den Nutzern erfolgte
Entwurfsplanung konnten viele Wünsche und Besonderheiten realisiert werden, sodass zum Teil individuell an spezielle
Bedürfnisse angepasste Räume entstanden, die sowohl in der Nutzbarkeit als auch in ihrem Raumeindruck (Akustik, Farbgebung)
der sensiblen Nutzung entsprechen.
Das Gebäude:
Das vorhandene Gebäude, ein Typenbau aus den 1960er Jahren, wie er in vielen leichten Abwandlungen im gesamten Bezirk zu
finden war, wurde in seiner Grundsubstanz und tragenden Gebäudestruktur erhalten.
Es besteht aus einem zweigeschossigen sowie einem parallel angeordneten eingeschossigen Gebäuderiegel, die mit zwei
Verbindungsgängen erschlossen werden.
Das Gebäude beruht auf einem 6m-Achsensystem aus Stahlbetonfertigteilen mit
tragenden Stahlbetonstützen, aussteifenden Stahlbetonscheiben sowie vorgehängten Giebel-, Brüstungs- und Attikaplatten.
Die Öffnungsstruktur des Bestandes bestimmt nach wie vor das Erscheinungsbild des Hauses. Zur Straßenseite zeigen sich
schmale Fensterstreifen, während zum Süden und Garten hin großzügigere Öffnungen den Lichteinfall verbessern und eine
Nutzungserweiterung in den Außenraum hinaus ermöglichen. Neue Fenster und Türen sowie eine ökologische Fassadendämmung
ertüchtigen das Gebäude in energetischer Hinsicht und machen es zukunftssicher. Gleichzeitig bleibt der Bautyp ablesbar.
Räume und Ausbauten:
Die vorhandenen Einbauten, Trennwände und Bodenaufbauten wurden komplett zurückgebaut, um alle Schadstoffe vollständig zu
entfernen. Demzufolge konnte die Raumaufteilung der geforderten Nutzung angepasst und in Teilbereichen großzügiger gestaltet
werden.
Durch eine heitere Farbgebung, den Einsatz von akustisch wirksamen Deckenbekleidungen und die Verwendung von ökologisch
unbedenklichen Baustoffen sollten inspirierende Räume entstehen, in denen sich die Nutzer geborgen fühlen.
Außenraum:
Das Grundstück liegt geschützt im Blockinnenbereich. Durch eine gemeinsame Vorfahrt und die Betonung beider Eingänge soll
eine Adressierung erfolgen. Das Zusammenspiel zwischen Innen- und Außenraum, der mit speziell auf die Zielgruppen
ausgerichteten Angeboten gestaltet und möbliert ist, bedeutet für beide Nutzer eine erhebliche Aufwertung ihrer Angebote.
Synergien:
Die gemeinsam mögliche Nutzung von speziellen Räumen und Ausstattungen (wie der Werkräume von Integral oder des
Spielplatzes der Schule) kann die bereits bestehende Zusammenarbeit beider Einrichtungen vertiefen und den Standort zu einer
identitätsstiftenden Adresse werden lassen.
Finanzierung:
Die Finanzierung erfolgte mit Fördermitteln des Investitionspaktes, des Konjunkturpaketes und über EFRE-Mittel. Hiermit verband
sich das Ziel, eine Bestandsituation in energetischer wie sozialer Hinsicht nachhaltig aufzuwerten.
Verbaute Mittel: Gebäude = 2,9 Mio. Euro, Freianlagen = 600.000 Euro
Freiraumplanung:
Lechner Landschaftsarchitekten
Baseler Str. 167
12205 Berlin
avp Architekten BDA
Hasenheide 61 II 10967 Berlin
fortlaufend als Kindertagesstätte genutzt.
Diese Nutzung endete zum Schuljahresende im Sommer 2007 aufgrund fehlender Nachfrage bzw. Konzentrierung der Kapazitäten
an anderen Standorten. Die Gebäudesubstanz und Lage ließen eine Weiternutzung der Liegenschaft wünschenswert erscheinen.
Ziel/Aufgabe:
Die spannende Aufgabe bestand darin, den bestehenden Gebäudekomplex für 2 sehr unterschiedliche Nutzergruppen anzupassen:
Einerseits die „Schule für Autisten“ – hier gibt es bislang in Deutschland keinerlei standartisierte Raumprogrammvorgaben, an
denen wir uns hätten orientieren können, andererseits das „Begegnungszentrum Integral für Menschen mit und ohne
Behinderungen. Gleichzeitig war es notwendig, auch Synergieeffekte zu suchen und zu finden.
In enger Zusammenarbeit mit dem Schulamt und auch mit den Betreibern des Begegnungszentrums haben wir daher ein solches
entwickelt und in die bestehnde Struktur eingepasst.
Nachnutzung durch zwei Nutzer:
Die Auftragsschule für autistische Schülerinnen und Schüler war bis zum Bezug an drei Standorten im Bezirk untergebracht. Dies
war für das Personal und die Schülerinnen und Schüler sehr erschwerend und behinderte die Möglichkeiten des Angebotes an
Schüler und Eltern.
Das Integral-Begegnungszentrum für Menschen mit und ohne Behinderungen existierte bereits in dafür provisorisch
hergerichteten Räumen in der Marchlewskistrasse 25 c gegenüber. Insbesondere die Zugänglichkeit und die Raumorganisation
entsprachen dort nicht den Bedürfnissen der Nutzer.
Der neue Standort erweitert für beide Nutzer das räumliche Angebot. Durch die in Absprache mit den Nutzern erfolgte
Entwurfsplanung konnten viele Wünsche und Besonderheiten realisiert werden, sodass zum Teil individuell an spezielle
Bedürfnisse angepasste Räume entstanden, die sowohl in der Nutzbarkeit als auch in ihrem Raumeindruck (Akustik, Farbgebung)
der sensiblen Nutzung entsprechen.
Das Gebäude:
Das vorhandene Gebäude, ein Typenbau aus den 1960er Jahren, wie er in vielen leichten Abwandlungen im gesamten Bezirk zu
finden war, wurde in seiner Grundsubstanz und tragenden Gebäudestruktur erhalten.
Es besteht aus einem zweigeschossigen sowie einem parallel angeordneten eingeschossigen Gebäuderiegel, die mit zwei
Verbindungsgängen erschlossen werden.
Das Gebäude beruht auf einem 6m-Achsensystem aus Stahlbetonfertigteilen mit
tragenden Stahlbetonstützen, aussteifenden Stahlbetonscheiben sowie vorgehängten Giebel-, Brüstungs- und Attikaplatten.
Die Öffnungsstruktur des Bestandes bestimmt nach wie vor das Erscheinungsbild des Hauses. Zur Straßenseite zeigen sich
schmale Fensterstreifen, während zum Süden und Garten hin großzügigere Öffnungen den Lichteinfall verbessern und eine
Nutzungserweiterung in den Außenraum hinaus ermöglichen. Neue Fenster und Türen sowie eine ökologische Fassadendämmung
ertüchtigen das Gebäude in energetischer Hinsicht und machen es zukunftssicher. Gleichzeitig bleibt der Bautyp ablesbar.
Räume und Ausbauten:
Die vorhandenen Einbauten, Trennwände und Bodenaufbauten wurden komplett zurückgebaut, um alle Schadstoffe vollständig zu
entfernen. Demzufolge konnte die Raumaufteilung der geforderten Nutzung angepasst und in Teilbereichen großzügiger gestaltet
werden.
Durch eine heitere Farbgebung, den Einsatz von akustisch wirksamen Deckenbekleidungen und die Verwendung von ökologisch
unbedenklichen Baustoffen sollten inspirierende Räume entstehen, in denen sich die Nutzer geborgen fühlen.
Außenraum:
Das Grundstück liegt geschützt im Blockinnenbereich. Durch eine gemeinsame Vorfahrt und die Betonung beider Eingänge soll
eine Adressierung erfolgen. Das Zusammenspiel zwischen Innen- und Außenraum, der mit speziell auf die Zielgruppen
ausgerichteten Angeboten gestaltet und möbliert ist, bedeutet für beide Nutzer eine erhebliche Aufwertung ihrer Angebote.
Synergien:
Die gemeinsam mögliche Nutzung von speziellen Räumen und Ausstattungen (wie der Werkräume von Integral oder des
Spielplatzes der Schule) kann die bereits bestehende Zusammenarbeit beider Einrichtungen vertiefen und den Standort zu einer
identitätsstiftenden Adresse werden lassen.
Finanzierung:
Die Finanzierung erfolgte mit Fördermitteln des Investitionspaktes, des Konjunkturpaketes und über EFRE-Mittel. Hiermit verband
sich das Ziel, eine Bestandsituation in energetischer wie sozialer Hinsicht nachhaltig aufzuwerten.
Verbaute Mittel: Gebäude = 2,9 Mio. Euro, Freianlagen = 600.000 Euro
Freiraumplanung:
Lechner Landschaftsarchitekten
Baseler Str. 167
12205 Berlin
avp Architekten BDA
Hasenheide 61 II 10967 Berlin
Sanierung und Erweiterung Wilhelmstraße 64
Das Gebäude Wilhelmstraße 64, ehemals Hotel „Der Königshof“, ist in seiner jetzigen Gestalt ein weitgehend gesichtsloses, mehrfach überformtes Bauwerk.
Die einst -bauzeitliche- repräsentative Fassade und ihre damit verbundene Präsenz im Stadtraum ist fast vollständig verloren gegangen.
Jedoch stellt die Wilhelmstraße 64 in ihrer bestehenden Kubatur noch immer die Typologie des 19.Jahrhunderts dar. Hier liegt ihre Bedeutung für den Stadtraum.
Die Fassadeneingriffe in den 1970er Jahren haben die Proportionen des 19.Jahrhunderts verschoben, stehen in ihrer Zeit, erzeugen dabei jedoch kein stimmiges Gesamtbild.
Entstehen wird ein modernes Büro-/Kommunikationsgebäude mit hoher Aufenthaltsqualität und angenehmer Arbeitsatmosphäre.





