ATP Architekten und Ingenieure - Innsbruck
Heiliggeiststraße 16
A-6020 Innsbruck
T +43-5125370-0
F +43-5125370-2194
info_ibk@atp.ag
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F +43-5125370-2194
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Crown Resort Montafon, Gaschurn, A
Auslober: JFE Real Estate Immobilien Treuhand GmbH & VC Investments BV
Team: ATP sphere/ATP Architekten und Ingenieure
2009: 1. Preis, Geladener Wettbewerb
Materialität und Maßstäblichkeit prägen den konzeptionellen Ansatz der geplanten Anlage. Die Typologie eines Hotels und die städtebauliche Situierung bilden ein weithin sichtbares Landmark, das spannungsvoll zwischen der ortsüblichen Bebauung, dem Tal und Straßenraum vermittelt. Präsenz und sachter Umgang mit der Topographie sind Ansatz für die Strukturierung und Ordnung des entstehenden Gebäudes. Die einzelnen Nutzungseinheiten sind so über das Grundstück verteilt, dass die Hangsituation ausgenutzt und interne und öffentliche Bereiche gegliedert werden. Die Verteilung zweier hölzerner Kuben auf den mit örtlichen Steinen verkleideten Sockelgeschoßen ist Zitat der traditionellen Bauweise unter Berücksichtigung der Hoteltypologie und ihrer funktionalen Bedingungen. Die Konzeption favorisiert die Verwendung örtlicher Materialien, Nutzung der Abwärme, Wärmespeicherung, hochgedämmte Holzfassaden, traditionelle Bauweisen, Reduzierung der Primärenergieverbräuche, Nutzung regenerativer Energien etc.
Visualisierung: ATP sphere
Team: ATP sphere/ATP Architekten und Ingenieure
2009: 1. Preis, Geladener Wettbewerb
Materialität und Maßstäblichkeit prägen den konzeptionellen Ansatz der geplanten Anlage. Die Typologie eines Hotels und die städtebauliche Situierung bilden ein weithin sichtbares Landmark, das spannungsvoll zwischen der ortsüblichen Bebauung, dem Tal und Straßenraum vermittelt. Präsenz und sachter Umgang mit der Topographie sind Ansatz für die Strukturierung und Ordnung des entstehenden Gebäudes. Die einzelnen Nutzungseinheiten sind so über das Grundstück verteilt, dass die Hangsituation ausgenutzt und interne und öffentliche Bereiche gegliedert werden. Die Verteilung zweier hölzerner Kuben auf den mit örtlichen Steinen verkleideten Sockelgeschoßen ist Zitat der traditionellen Bauweise unter Berücksichtigung der Hoteltypologie und ihrer funktionalen Bedingungen. Die Konzeption favorisiert die Verwendung örtlicher Materialien, Nutzung der Abwärme, Wärmespeicherung, hochgedämmte Holzfassaden, traditionelle Bauweisen, Reduzierung der Primärenergieverbräuche, Nutzung regenerativer Energien etc.
Visualisierung: ATP sphere
SISKA, Ljubljana, Slowenien Einkaufszentrum
Bauherr: SES Spar European Shopping Centers GmbH
Bruttogeschossfläche: 100.000 m2
Verkaufsfläche: 32.000 m2
Bauzeit: 2011-2012
2009: Wettbewerb 1. Preis
Im Laibacher Stadtteil Siska entsteht ein Einkaufszentrum der SES Spar European Shopping Centers. Wettbewerbssieger ATP ist mit der Gesamtplanung beauftragt.
Das in Bezug auf Nachhaltigkeit besonders ambitionierte Zentrum wird 700 Menschen Arbeit geben und bietet 32.000 qm Verkaufsfläche für etwa 90 shops sowie vielfältige Freizeitangebote auf den Dachflächen und „Stadtbalkonen“ mit Restaurants und Bars.
Durch seine amorphe Gestalt schmiegt sich das Gebäude in die Stadt. Das EKZ Siska ist kein introvertiertes Gebäude, sondern ein Zentrum, das den Kontakt zur Umgebung sucht: Die prominentesten Ausrichtungen des Shoppingcenters sind verkehrsberuhigt und teilen sich der Öffentlichkeit mit. Der dem Haupteingang vorgelagerte Platz verzahnt das Shoppingcenter mit dem öffentlichen Leben des Stadtteils. Erst im rückwärtigen Bereich nimmt die Mall ihre Besucher über den maulartig geöffneten Eingang auf. Durch die Positionierung der Nutzungen Shopping und Gastronomie ist es möglich, den Platz über die üblichen Ladenschlusszeiten hinaus zu betreiben und städtisches Ambiente zu schaffen.
Visualisierungen: ATP
Bruttogeschossfläche: 100.000 m2
Verkaufsfläche: 32.000 m2
Bauzeit: 2011-2012
2009: Wettbewerb 1. Preis
Im Laibacher Stadtteil Siska entsteht ein Einkaufszentrum der SES Spar European Shopping Centers. Wettbewerbssieger ATP ist mit der Gesamtplanung beauftragt.
Das in Bezug auf Nachhaltigkeit besonders ambitionierte Zentrum wird 700 Menschen Arbeit geben und bietet 32.000 qm Verkaufsfläche für etwa 90 shops sowie vielfältige Freizeitangebote auf den Dachflächen und „Stadtbalkonen“ mit Restaurants und Bars.
Durch seine amorphe Gestalt schmiegt sich das Gebäude in die Stadt. Das EKZ Siska ist kein introvertiertes Gebäude, sondern ein Zentrum, das den Kontakt zur Umgebung sucht: Die prominentesten Ausrichtungen des Shoppingcenters sind verkehrsberuhigt und teilen sich der Öffentlichkeit mit. Der dem Haupteingang vorgelagerte Platz verzahnt das Shoppingcenter mit dem öffentlichen Leben des Stadtteils. Erst im rückwärtigen Bereich nimmt die Mall ihre Besucher über den maulartig geöffneten Eingang auf. Durch die Positionierung der Nutzungen Shopping und Gastronomie ist es möglich, den Platz über die üblichen Ladenschlusszeiten hinaus zu betreiben und städtisches Ambiente zu schaffen.
Visualisierungen: ATP
HiltiThüringen, ÖsterreichProduktions- und Logistikgebäude
Produktions- und Logistikgebäude
Bauherr: Hilti AG
Bruttogeschossfläche: 18.600 m2
Bruttorauminhalt: 182.000 m3
Bauzeit: 2008-2009
Preise:
2009 Energy Globe Award Vorarlberg/Anerkennung und
2009 Europäischer Architekturpreis 2009 Energy+Architektur/lobende Erwähnung
Im Rahmen eines Wettbewerbes mit vorgeschaltetem Evaluierungsverfahren wurde der ATP-Entwurf für ein neues Produktionsgebäude sowie eine geordnete langfristige Entwicklung des Standortes für die Umsetzung ausgewählt.
Der Neubau beinhaltet Produktions- und Logistikflächen, ein vollautomatisiertes Paletten- und Behälterlager sowie peripher angeordnete Support- und Büroflächen. Während das 30m hohe Hochregallager als schwarzer, vertikal orientierter Kubus von der Kulisse des Auwaldes optisch geschluckt wird, präsentieren sich die shedüberwölbten Prozessbereiche als metallisch, schuppiger Monolith. Das Produktionsgebäude versteht sich als Analogie zum Metallrohling, der durch den subtraktiven Zerspanungsprozess seine Form erhält.
Gemeinsam mit dem Bauherren wurde ein „Anforderungskatalog Nachhaltigkeit“ erarbeitet. Die Energieeffizienz resultiert aus dem innovativen Zusammenspiel von Regelungstechnik, energieeffizienten hydraulischen Schaltungen und kreativen Systemen zur Erdwärme-, Grundwasser- und Abwärmenutzung.
Fotos: Thomas Jantscher
Bauherr: Hilti AG
Bruttogeschossfläche: 18.600 m2
Bruttorauminhalt: 182.000 m3
Bauzeit: 2008-2009
Preise:
2009 Energy Globe Award Vorarlberg/Anerkennung und
2009 Europäischer Architekturpreis 2009 Energy+Architektur/lobende Erwähnung
Im Rahmen eines Wettbewerbes mit vorgeschaltetem Evaluierungsverfahren wurde der ATP-Entwurf für ein neues Produktionsgebäude sowie eine geordnete langfristige Entwicklung des Standortes für die Umsetzung ausgewählt.
Der Neubau beinhaltet Produktions- und Logistikflächen, ein vollautomatisiertes Paletten- und Behälterlager sowie peripher angeordnete Support- und Büroflächen. Während das 30m hohe Hochregallager als schwarzer, vertikal orientierter Kubus von der Kulisse des Auwaldes optisch geschluckt wird, präsentieren sich die shedüberwölbten Prozessbereiche als metallisch, schuppiger Monolith. Das Produktionsgebäude versteht sich als Analogie zum Metallrohling, der durch den subtraktiven Zerspanungsprozess seine Form erhält.
Gemeinsam mit dem Bauherren wurde ein „Anforderungskatalog Nachhaltigkeit“ erarbeitet. Die Energieeffizienz resultiert aus dem innovativen Zusammenspiel von Regelungstechnik, energieeffizienten hydraulischen Schaltungen und kreativen Systemen zur Erdwärme-, Grundwasser- und Abwärmenutzung.
Fotos: Thomas Jantscher
ATRIO, Villach, A
„Best Shopping Center of the Year“ (ICSC 2009)
„Best Sustainability Project of 2008“ (ICSC, 16.1.2009)
Bauherr: SES Spar European Shopping Centers GmbH
Bruttogeschossfläche: 97.710 m2
vermietbare Fläche: 38.700 m2
Bruttorauminhalt: 400,000 m3
Bauzeit: 2004-2007
Konzept
Das Programm des ersten durchgängig thematisierten Shopping Centers Österreichs, nimmt das Motto der länderübergreifenden Olympiabewerbung von Österreich/Italien/Slowenien auf. Die Architektur formuliert den Gedanken der „Grenze und Grenzüberwindung“ neu und setzt sie formal differenziert ein. Der traditionelle römische Begriff „Atrium“ findet sich im Namen und im Plazakonzept wieder und wird zusätzlich überlagert vom 3-Länder-Gedanken. Mall und INTERSPAR-Hypermarkt ordnen sich rund um eine glasüberdachte, zentrale Plaza (50 x 60 m), einen neuen städtischen Platz für Villach. Der überdimensionale rote Eingangsrahmen markiert wie eine kunstvolle Origami-Faltung aus Aluminium Schaufront und Eingang und fasst zugleich einen überdachten Vorplatz mit Freiluftbühne.
Die Architektur bedient sich erneuerbarer Materialien, während die Haustechnik ein Energiekonzept entwickelte, das mittels „Energiepfähle“ die im Erdreich gespeicherte Energie gewinnt. Es werden jährlich CO2-Emissionen von 500 to eingespart.
Auszeichnungen:
2009 ICSC Best-of-the-Best Award/Sustainability
2008 International Design and Development Award, ICSC, Phoenix
2008 TRIGOS Preis für Nachhaltigkeit und CSR/Ökologie, 1. Preis
2008 ReSOURCE, Supporting Sustainable Development, ECSC
2008 Commendation, ECSC European Shopping Center Award
2007 Energy Globe Award, 2. Preis/Kärnten
Fotos: Thomas Jantscher, Elke Visciotti
„Best Sustainability Project of 2008“ (ICSC, 16.1.2009)
Bauherr: SES Spar European Shopping Centers GmbH
Bruttogeschossfläche: 97.710 m2
vermietbare Fläche: 38.700 m2
Bruttorauminhalt: 400,000 m3
Bauzeit: 2004-2007
Konzept
Das Programm des ersten durchgängig thematisierten Shopping Centers Österreichs, nimmt das Motto der länderübergreifenden Olympiabewerbung von Österreich/Italien/Slowenien auf. Die Architektur formuliert den Gedanken der „Grenze und Grenzüberwindung“ neu und setzt sie formal differenziert ein. Der traditionelle römische Begriff „Atrium“ findet sich im Namen und im Plazakonzept wieder und wird zusätzlich überlagert vom 3-Länder-Gedanken. Mall und INTERSPAR-Hypermarkt ordnen sich rund um eine glasüberdachte, zentrale Plaza (50 x 60 m), einen neuen städtischen Platz für Villach. Der überdimensionale rote Eingangsrahmen markiert wie eine kunstvolle Origami-Faltung aus Aluminium Schaufront und Eingang und fasst zugleich einen überdachten Vorplatz mit Freiluftbühne.
Die Architektur bedient sich erneuerbarer Materialien, während die Haustechnik ein Energiekonzept entwickelte, das mittels „Energiepfähle“ die im Erdreich gespeicherte Energie gewinnt. Es werden jährlich CO2-Emissionen von 500 to eingespart.
Auszeichnungen:
2009 ICSC Best-of-the-Best Award/Sustainability
2008 International Design and Development Award, ICSC, Phoenix
2008 TRIGOS Preis für Nachhaltigkeit und CSR/Ökologie, 1. Preis
2008 ReSOURCE, Supporting Sustainable Development, ECSC
2008 Commendation, ECSC European Shopping Center Award
2007 Energy Globe Award, 2. Preis/Kärnten
Fotos: Thomas Jantscher, Elke Visciotti
http://members.aon.at/gwett/
SILLPARK Erweiterung, Innsbruck, A
Shopping Center
Retail+Future Projects Award 2007, MAPIC Cannes, Finalist
Bauherr: Sillpark, Innsbruck
Vermietete Fläche: 28.550 m2, Neubau: 7.000 m2
Bruttorauminhalt: Umbau: 13.000 m3, Neubau: 38.000 m3
Wettbewerbssieg: 2004
Bauzeit: 2006-2007
Das von ATP Architekten und Ingenieure 1990 geplante Shopping Center erhielt 2007 ein Relaunch und einen markanten Erweiterungsbau. Durch das Beistellen eines monolithischen Körpers wird der Raum vor dem Sillpark gefasst, es entsteht ein der Innenstadt zugewandter großzügiger Platz. Auf dem daraus entwickelten Sockel entsteht der Annex als mattes schimmerndes Gebilde. Struktur und Innen-/Außenbezug werden durch einen differenzierten Umgang mit der Materialität der einzelnen Gläser ermöglicht.
Die Einheit beider Bauteile im Innenraum wird hergestellt, indem die bestehende Mall über einen Loop mit der des Neubaus verbunden wird („Race-Track-Mall“). Eine bauliche Besonderheit ist der 35 Meter breite, stützenfrei 18 Meter auskragende, zweigeschossige Baukörper. Die Fassade verfügt über integrierte Lichttechnik. Sie wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Lichtlabor Bartenbach entwickelt.
Fotos: G.R.Wett, Aleksander Dyja
Retail+Future Projects Award 2007, MAPIC Cannes, Finalist
Bauherr: Sillpark, Innsbruck
Vermietete Fläche: 28.550 m2, Neubau: 7.000 m2
Bruttorauminhalt: Umbau: 13.000 m3, Neubau: 38.000 m3
Wettbewerbssieg: 2004
Bauzeit: 2006-2007
Das von ATP Architekten und Ingenieure 1990 geplante Shopping Center erhielt 2007 ein Relaunch und einen markanten Erweiterungsbau. Durch das Beistellen eines monolithischen Körpers wird der Raum vor dem Sillpark gefasst, es entsteht ein der Innenstadt zugewandter großzügiger Platz. Auf dem daraus entwickelten Sockel entsteht der Annex als mattes schimmerndes Gebilde. Struktur und Innen-/Außenbezug werden durch einen differenzierten Umgang mit der Materialität der einzelnen Gläser ermöglicht.
Die Einheit beider Bauteile im Innenraum wird hergestellt, indem die bestehende Mall über einen Loop mit der des Neubaus verbunden wird („Race-Track-Mall“). Eine bauliche Besonderheit ist der 35 Meter breite, stützenfrei 18 Meter auskragende, zweigeschossige Baukörper. Die Fassade verfügt über integrierte Lichttechnik. Sie wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Lichtlabor Bartenbach entwickelt.
Fotos: G.R.Wett, Aleksander Dyja
REXAM, Ludesch, A
REXAM, Ludesch, A
Getränkedosenfabrik
Bauherr: Rexam Beverage Can Enzesfeld GmbH
Bruttogeschossfläche: 19.300 m²
Bruttorauminhalt: 220.000 m³
Bauzeit: 2006-2007
Thema
Rexam ist einer der weltweit führenden Konzerne für die Herstellung von Verbraucherverpackungen und beliefert viele der weltweit bekanntesten Marken. Mit dem Werk in Ludesch, Vorarlberg, wurde das zweite Getränkedosenwerk in Österreich errichtet. Ökonomische und ökologische Gründe haben zu der Entscheidung geführt, die Dosenproduktion direkt zum Abfüllort zu verlagern und in Ludesch eine sogenannte „Wall-to-Wall“-Anlage zu errichten.
Konzept
Das Prozesslayout führt zu einem Footprint von 17.500 m² Hallenfläche. Die lediglich benötigten 10 m Lichtraumprofil führen – verglichen mit der Hallenfläche - zu einem Proportionsproblem. Um eine ortsverträgliche Maßstäblichkeit zu erzielen, thematisiert das architektonische Konzept die konsequent quer zum Gebäude angeordneten Fertigungsstraßen und gliedert den Baukörper von außen in eine Aneinanderreihung von gleichförmigen Volumen. Die abgestuften Bereiche auf der Ostseite bleiben von der repetitiven Struktur unberührt und bilden gemeinsam mit großvolumigen Entsorgungseinrichtungen im dortigen Außenbereich die gestalterisch klar abgesetzte Supportzone.
Funktionale Fuge
Die Umsetzung der repetitiven Struktur des Hauptbaukörpers erfolgt dreidimensional: Die großflächigen, geschlossenen Fassadenflächen aus profilierten Aluminiumelementen werden im Dachbereich mit hellgrau beschieferten Bitumenflächen fortgesetzt, die von allen Applikationen freigehalten werden. Sämtliche Dachöffnungen, -durchdringungen und -aufbauten werden in ca. 2,50 m breiten, schwarzen Dachbändern zusammengefasst, die ihre vertikale Fortsetzung in gebäudehohen Fassadenverglasungen finden. So entstehen vertikale, in Fassade und Dach umlaufende Fugen, die geschlossenen Dach- und Fassadenflächen werden noch mehr zusammengebunden und werden als eigenständige Körper wahrgenommen. Die konsequente Umsetzung dieses Konzeptes der „Funktionalen Fuge“ durch Architektur, Versorgungs- und Elektrotechnik sowie Tragwerksplanung ist das Ergebnis eines abgestimmten Gesamtplanungsprozesses.
Fotos: Thomas Jantscher
Getränkedosenfabrik
Bauherr: Rexam Beverage Can Enzesfeld GmbH
Bruttogeschossfläche: 19.300 m²
Bruttorauminhalt: 220.000 m³
Bauzeit: 2006-2007
Thema
Rexam ist einer der weltweit führenden Konzerne für die Herstellung von Verbraucherverpackungen und beliefert viele der weltweit bekanntesten Marken. Mit dem Werk in Ludesch, Vorarlberg, wurde das zweite Getränkedosenwerk in Österreich errichtet. Ökonomische und ökologische Gründe haben zu der Entscheidung geführt, die Dosenproduktion direkt zum Abfüllort zu verlagern und in Ludesch eine sogenannte „Wall-to-Wall“-Anlage zu errichten.
Konzept
Das Prozesslayout führt zu einem Footprint von 17.500 m² Hallenfläche. Die lediglich benötigten 10 m Lichtraumprofil führen – verglichen mit der Hallenfläche - zu einem Proportionsproblem. Um eine ortsverträgliche Maßstäblichkeit zu erzielen, thematisiert das architektonische Konzept die konsequent quer zum Gebäude angeordneten Fertigungsstraßen und gliedert den Baukörper von außen in eine Aneinanderreihung von gleichförmigen Volumen. Die abgestuften Bereiche auf der Ostseite bleiben von der repetitiven Struktur unberührt und bilden gemeinsam mit großvolumigen Entsorgungseinrichtungen im dortigen Außenbereich die gestalterisch klar abgesetzte Supportzone.
Funktionale Fuge
Die Umsetzung der repetitiven Struktur des Hauptbaukörpers erfolgt dreidimensional: Die großflächigen, geschlossenen Fassadenflächen aus profilierten Aluminiumelementen werden im Dachbereich mit hellgrau beschieferten Bitumenflächen fortgesetzt, die von allen Applikationen freigehalten werden. Sämtliche Dachöffnungen, -durchdringungen und -aufbauten werden in ca. 2,50 m breiten, schwarzen Dachbändern zusammengefasst, die ihre vertikale Fortsetzung in gebäudehohen Fassadenverglasungen finden. So entstehen vertikale, in Fassade und Dach umlaufende Fugen, die geschlossenen Dach- und Fassadenflächen werden noch mehr zusammengebunden und werden als eigenständige Körper wahrgenommen. Die konsequente Umsetzung dieses Konzeptes der „Funktionalen Fuge“ durch Architektur, Versorgungs- und Elektrotechnik sowie Tragwerksplanung ist das Ergebnis eines abgestimmten Gesamtplanungsprozesses.
Fotos: Thomas Jantscher
GWM Gerätewerk Matrei, A
Industriearchitektur in den Tiroler Bergen
Bauherr: Gerätewerk Matrei reg.Gen.m.b.H.
Bruttogeschossfläche: 11.300 m2
Bruttorauminhalt: 97.500 m3
Bauzeit: 2004-2005
Thema
Das Gerätewerk Matrei, eine 1948 gegründete Produktivgenossenschaft mit Hauptsitz in Matrei, ca. 15 km nördlich des Brennerpasses, ist ein weltweit operierender Hersteller von Heiz- und Kochgeräten aller Energiearten und ausschließlich als Zulieferer für Unternehmen der Elektrogeräteindustrie tätig. Die positive Unternehmensentwicklung führte zu der Entscheidung, die bestehenden Produktionsbereiche an einem neuen Standort zusammen zu führen.
Konzept
Aufgabe der Architekten war die Entwicklung eines Gebäudes, das nicht nur den funktionalen Anforderungen gerecht wird und ein hohes Maß an Flexibilität gestattet, sondern durch eine differenzierte gestalterische Aussage die Unternehmenskultur des Hauses unterstreicht. Als Metapher fungiert ein gleichsam schwebendes metallenes Band, das als ca. 5 Meter hohe, vorgehängte Fassadenstruktur formal die unterschiedlichen, in ihren Funktionen klar voneinander unterscheidbaren Baukörper zusammenfasst. Das Konzept für die Gebäudehülle trägt dem Genossenschaftsgedanken Rechnung, nimmt aber ebenso Bezug auf die handwerkliche Seele der drei Produktbereiche Geräteherstellung, Metallverarbeitung und Werkzeugbau:
eine Metallbearbeitung auf hohem Niveau. Wo immer möglich, wurde die Bearbeitung von Stahl- und Aluminium-Elementen von Mitarbeitern des Gerätewerk Matrei selbst durchgeführt. So ist das Gebäude selbst im weitesten Sinne ein der Öffentlichkeit präsentiertes Werkstück aus dem eigenen Hause.
Features
Die städtebauliche Gretchenfrage war die Bewältigung der für den Ort untypisch großen Kubatur. Das neue Werk wird – mehr noch als für viele Bauten in Tirol üblich – vorwiegend von oben wahrgenommen. Eine entsprechende Berücksichtigung erfährt daher in besonderem Maße die „Fünfte Fassade“, die Dachlandschaft. Die optische Reduzierung des Gesamtvolumens auf eine ortsverträgliche Maßstäblichkeit wird durch die Gliederung der annähernd quadratischen Grundfigur des Produktionsbereichs in fünf schlanke Hallenschiffe erreicht. Nach außen (und oben) treten die Segmente durch jeweils ein flach gewölbtes, aluminiumgedecktes Sheddach in Erscheinung. Herzstück des Werkes ist die zum Fluss hin orientierte Produktionshalle, getrennt durch einen schmalen Baukörper vom Hochregallager. Betreten wird das Gebäude durch eine flache, schwebende, südorientierte Bürospange.
Fotos: Thomas Jantscher
Bauherr: Gerätewerk Matrei reg.Gen.m.b.H.
Bruttogeschossfläche: 11.300 m2
Bruttorauminhalt: 97.500 m3
Bauzeit: 2004-2005
Thema
Das Gerätewerk Matrei, eine 1948 gegründete Produktivgenossenschaft mit Hauptsitz in Matrei, ca. 15 km nördlich des Brennerpasses, ist ein weltweit operierender Hersteller von Heiz- und Kochgeräten aller Energiearten und ausschließlich als Zulieferer für Unternehmen der Elektrogeräteindustrie tätig. Die positive Unternehmensentwicklung führte zu der Entscheidung, die bestehenden Produktionsbereiche an einem neuen Standort zusammen zu führen.
Konzept
Aufgabe der Architekten war die Entwicklung eines Gebäudes, das nicht nur den funktionalen Anforderungen gerecht wird und ein hohes Maß an Flexibilität gestattet, sondern durch eine differenzierte gestalterische Aussage die Unternehmenskultur des Hauses unterstreicht. Als Metapher fungiert ein gleichsam schwebendes metallenes Band, das als ca. 5 Meter hohe, vorgehängte Fassadenstruktur formal die unterschiedlichen, in ihren Funktionen klar voneinander unterscheidbaren Baukörper zusammenfasst. Das Konzept für die Gebäudehülle trägt dem Genossenschaftsgedanken Rechnung, nimmt aber ebenso Bezug auf die handwerkliche Seele der drei Produktbereiche Geräteherstellung, Metallverarbeitung und Werkzeugbau:
eine Metallbearbeitung auf hohem Niveau. Wo immer möglich, wurde die Bearbeitung von Stahl- und Aluminium-Elementen von Mitarbeitern des Gerätewerk Matrei selbst durchgeführt. So ist das Gebäude selbst im weitesten Sinne ein der Öffentlichkeit präsentiertes Werkstück aus dem eigenen Hause.
Features
Die städtebauliche Gretchenfrage war die Bewältigung der für den Ort untypisch großen Kubatur. Das neue Werk wird – mehr noch als für viele Bauten in Tirol üblich – vorwiegend von oben wahrgenommen. Eine entsprechende Berücksichtigung erfährt daher in besonderem Maße die „Fünfte Fassade“, die Dachlandschaft. Die optische Reduzierung des Gesamtvolumens auf eine ortsverträgliche Maßstäblichkeit wird durch die Gliederung der annähernd quadratischen Grundfigur des Produktionsbereichs in fünf schlanke Hallenschiffe erreicht. Nach außen (und oben) treten die Segmente durch jeweils ein flach gewölbtes, aluminiumgedecktes Sheddach in Erscheinung. Herzstück des Werkes ist die zum Fluss hin orientierte Produktionshalle, getrennt durch einen schmalen Baukörper vom Hochregallager. Betreten wird das Gebäude durch eine flache, schwebende, südorientierte Bürospange.
Fotos: Thomas Jantscher





