ATELIER BRÜCKNER
Krefelder Straße 32
D-70376 Stuttgart
T +49 0711 5000 77 0
F +49 0711 5000 77 22
kontakt@atelier-brueckner.com
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Shanghai Auto Museum – History of MobilityDauerausstellung, 2006, Shanghai International Automobile City, China
Das Shanghai Auto Museum ist das erste Museum Chinas, das ausschließlich dem Automobil und seiner historischen Entwicklung gewidmet ist. Diese Entwicklung ist markenübergreifend unter verschiedenen Themenschwerpunkten in einem Museumsneubau dargestellt. Das Museum ist Teil eines Ausstellungskomplexes der Shanghai International Automobile City im Ortsteil Anting, am nordwestlichen Stadtrand von Shanghai.
Nach knapp viermonatiger Bauzeit wurde die Dauerausstellung im Oktober 2006 eröffnet. Mit ihr präsentiert sich das Stuttgarter Atelier Brückner erstmals auf dem asiatischen Kontinent. Im Auftrag der Shanghai International Auto City Developement Co., Ltd. (SIAD) wurde eine Ausstellung entwickelt, die auf einer 2700 Quadratmeter großen Fläche die Entwicklung von der Erfindung des Rades bis zur Zukunft des Automobils veranschaulicht.
Ausgehend vom Gedanken der Urbanität wurde die Raumgliederung gleich einer abstrahierten Stadt angelegt. Das gesamte Ausstellungsvolumen ist durch die Überlagerung unterschiedlicher Raster geordnet. Ähnlich einer städtischen Struktur entsteht ein Wechsel von offenen und geschlossenen Räumen, von Straßenzügen und Platzsituationen. Urbane Straßenzüge mit Fahrbahnmarkierungen definieren die Hauptbewebungsstränge innerhalb der Ausstellung.
Die Ausstellungsvolumen sind seitlich durch ein dynamisch gewundenes Corian-Band gefasst, das den Parcours vorgibt und unterschiedliche Raumqualitäten entstehen lässt. Dieses zentrale Gestaltungselement, abgeleitet von einer Unschärfenlinie, bietet Orientierung für den Besucher und entführt ihn zugleich bildhaft in die Welt der Bewegung und Geschwindigkeit. Inhaltlich ist es als Timeline aufgefasst, die den zeitgeschichtlichen Kontext bietet. Sie zieht sich als Erschließungsachse durch den gesamten Ausstellungsbereich und verbindet einzelne Themenräume.
Im Erdgeschoss bieten Schleusen innerhalb der Timeline Einlass in individuell gestaltete Räume. Themen der Räume sind: "Exploration und Birth", "Mass Production", "Multiplicity and Diversion", "Design for Speed", "Sports and Driving" und "Energy Saving and Compact Cars". Auf der Galerie des Museums werden einzelne dieser Themen nochmals aufgegriffen und hinsichtlich ihres Stellenwertes in der Zukunft befragt. Über eine geschickte Blickachsenführung sind diese "Future Prospects" mit den darunter liegenden, passenden Themenräumen verbunden.
Das Raumbild ist jeweils aus dem vorgegebenen Inhalt entwickelt und transportiert bereits auf den ersten Blick die Hauptbotschaft. So erinnert der Raum "Exploration and Birth" an eine Tüftlerwerkstatt, in der der Museumsbesucher selbst die Anfänge der Automobile ergründen kann. Der Raum "Mass Production", in dem die beginnende industrielle Herstellung der Fahrzeuge thematisiert wird, hat den Charakter einer Industriehalle, während der Raum "Energy Saving" einem Tankstellenambiente nachempfunden ist. An Zapfsäulen kann sich der Besucher über die verschiedenen Antriebsstoffe informieren.
Auftraggeber:
Shanghai International Auto City
Eröffnung:
Oktober 2006
Realisierungszeitraum:
4 Monate
Ausstellungsfläche:
2700 qm
Planungsaufgaben:
Generalplanung
Ausstellungsarchitektur und –gestaltung, Lichtplanung,
Medienplanung
Nach knapp viermonatiger Bauzeit wurde die Dauerausstellung im Oktober 2006 eröffnet. Mit ihr präsentiert sich das Stuttgarter Atelier Brückner erstmals auf dem asiatischen Kontinent. Im Auftrag der Shanghai International Auto City Developement Co., Ltd. (SIAD) wurde eine Ausstellung entwickelt, die auf einer 2700 Quadratmeter großen Fläche die Entwicklung von der Erfindung des Rades bis zur Zukunft des Automobils veranschaulicht.
Ausgehend vom Gedanken der Urbanität wurde die Raumgliederung gleich einer abstrahierten Stadt angelegt. Das gesamte Ausstellungsvolumen ist durch die Überlagerung unterschiedlicher Raster geordnet. Ähnlich einer städtischen Struktur entsteht ein Wechsel von offenen und geschlossenen Räumen, von Straßenzügen und Platzsituationen. Urbane Straßenzüge mit Fahrbahnmarkierungen definieren die Hauptbewebungsstränge innerhalb der Ausstellung.
Die Ausstellungsvolumen sind seitlich durch ein dynamisch gewundenes Corian-Band gefasst, das den Parcours vorgibt und unterschiedliche Raumqualitäten entstehen lässt. Dieses zentrale Gestaltungselement, abgeleitet von einer Unschärfenlinie, bietet Orientierung für den Besucher und entführt ihn zugleich bildhaft in die Welt der Bewegung und Geschwindigkeit. Inhaltlich ist es als Timeline aufgefasst, die den zeitgeschichtlichen Kontext bietet. Sie zieht sich als Erschließungsachse durch den gesamten Ausstellungsbereich und verbindet einzelne Themenräume.
Im Erdgeschoss bieten Schleusen innerhalb der Timeline Einlass in individuell gestaltete Räume. Themen der Räume sind: "Exploration und Birth", "Mass Production", "Multiplicity and Diversion", "Design for Speed", "Sports and Driving" und "Energy Saving and Compact Cars". Auf der Galerie des Museums werden einzelne dieser Themen nochmals aufgegriffen und hinsichtlich ihres Stellenwertes in der Zukunft befragt. Über eine geschickte Blickachsenführung sind diese "Future Prospects" mit den darunter liegenden, passenden Themenräumen verbunden.
Das Raumbild ist jeweils aus dem vorgegebenen Inhalt entwickelt und transportiert bereits auf den ersten Blick die Hauptbotschaft. So erinnert der Raum "Exploration and Birth" an eine Tüftlerwerkstatt, in der der Museumsbesucher selbst die Anfänge der Automobile ergründen kann. Der Raum "Mass Production", in dem die beginnende industrielle Herstellung der Fahrzeuge thematisiert wird, hat den Charakter einer Industriehalle, während der Raum "Energy Saving" einem Tankstellenambiente nachempfunden ist. An Zapfsäulen kann sich der Besucher über die verschiedenen Antriebsstoffe informieren.
Auftraggeber:
Shanghai International Auto City
Eröffnung:
Oktober 2006
Realisierungszeitraum:
4 Monate
Ausstellungsfläche:
2700 qm
Planungsaufgaben:
Generalplanung
Ausstellungsarchitektur und –gestaltung, Lichtplanung,
Medienplanung
CyclebowlEin Pavillon der KreisläufeFirmenpavillon für die Duales System Deutschland AGExpo 2000, Hannover
Ein multidisziplinäres Gesamtkunstwerk aus Architektur, Szenografie, Graphik, Ton, Licht, Film und einem künstlichen Tornado. Alle Gestaltungsdisziplinen entwickelten sich aus dem inhaltlich vorgegebenen Thema Kreisläufe.
Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Kreislaufwirtschaft wurden in den Bereichen Mensch, Natur und Technik erlebbar. Drei Rampen, 240 Meter Parcours bis hinauf in eine Höhe von 25 Metern.
Das innovative pneumatische System zur Fassaden- und Dachverdunklung ermöglichte es, den Pavillon in wenigen Minuten von einem Tageslichtausstellungsgebäude in eine Blackbox zu verwandeln.
Das Klimasystem war ausgebildet als Wasserkreislauf, der in transparenten Tanks die Rampenstruktur des Pavillons durchzog, tags die Empfindungstemperatur senkte und nachts die aufgenommene Wärme durch Versprühung des Wassers an der Fassade abgab.
Planungsaufgaben:
Generalplanung, Projektsteuerung
Architektur, Ausstellungsdesign/Szenografie, Lichtplanung, Grafik, Medienplanung, Ton/Komposition, Show: Konzeption, Entwicklung Film/Ton/Technik
Eröffnung:
1. Juni 2000
Planungszeitraum:
2 Jahre
Besucherzahl:
1.300.000
Gesamtbudget:
25.000.000 DM
Ausstellungsfläche:
1600 qm
Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Kreislaufwirtschaft wurden in den Bereichen Mensch, Natur und Technik erlebbar. Drei Rampen, 240 Meter Parcours bis hinauf in eine Höhe von 25 Metern.
Das innovative pneumatische System zur Fassaden- und Dachverdunklung ermöglichte es, den Pavillon in wenigen Minuten von einem Tageslichtausstellungsgebäude in eine Blackbox zu verwandeln.
Das Klimasystem war ausgebildet als Wasserkreislauf, der in transparenten Tanks die Rampenstruktur des Pavillons durchzog, tags die Empfindungstemperatur senkte und nachts die aufgenommene Wärme durch Versprühung des Wassers an der Fassade abgab.
Planungsaufgaben:
Generalplanung, Projektsteuerung
Architektur, Ausstellungsdesign/Szenografie, Lichtplanung, Grafik, Medienplanung, Ton/Komposition, Show: Konzeption, Entwicklung Film/Ton/Technik
Eröffnung:
1. Juni 2000
Planungszeitraum:
2 Jahre
Besucherzahl:
1.300.000
Gesamtbudget:
25.000.000 DM
Ausstellungsfläche:
1600 qm
Handelssaal der Deutschen Börse in Frankfurt am Main
Der große Handelssaal der Börse Frankfurt erstrahlt in neuem Licht. Verantwortlich für das Redesign ist das Stuttgarter Atelier Brückner. Es war mit Konzeption, Innenarchitektur und Lichtdesign betraut; die Ergonomie der Arbeitsplätze galt es zu verbessern ebenso wie die technische Ausstattung des Saales insgesamt.
Das Frankfurter Handelsparkett erhielt ein zeitgemäßes, klares Erscheinungsbild. Die CI-Farben der Deutschen Börse, blau und weiß, sowie moderne Materialien kamen zum Einsatz. Die offensichtlichste Veränderung auf dem neu verlegten, dunklen Eichenparkett sind die neuen Maklerschranken. Fünf runde und zwei halbrunde Schranken erscheinen als gleichmäßig leuchtende, auratische Körper, die mit verschiedenen Lichtstimmungen in blau oder weiß bespielt werden können.
Eine neue Lichtdecke trägt maßgeblich zur stimmigen Raumatmosphäre bei. Die quadratischen Lichtsegel sind in drei Reihen à fünf Leuchten angebracht. 44 Profilscheinwerfer werfen ein blendfreies Licht auf die Arbeitsplätze. Jene sind nun ergonomischer gestaltet, bieten mehr Arbeitsfläche und stellen eine kombinierte Lösung von Sitz- und Steharbeitsplatz dar. Die gesamte IT-, Telekommunikations- und Klimainfrastruktur wurde erneuert und den veränderten Bedürfnissen der Skontroführer angepasst. Zu jedem der rund 70 Arbeitsplätze gehören nun bis zu sechs Bildschirme.
Die halbrunde Schranke an der Kopfseite des Saals, unterhalb der DAX-Tafel, wird für Börsengänge genutzt werden. Die DAX-Tafel selbst und auch das Kursanzeigesystem blieben erhalten. Sie dienen dem Wiedererkennungswert des Saales. Ihre Bedeutung wird durch eine umlaufende Lichtkontur herausgehoben, die auch die raumprägende Wirkung der Anzeigetafeln unterstreicht. Eine einheitliche, gläserne Wandverkleidung unterhalb des Anzeigesystems nimmt Markenbilder wie DAX und MDAX auf.
Auf dem Parkett zeigt eine Informationssäule die aktuellen DAX- und MDAX-Werte an. Eingespielt werden auf dem 360°-Display zudem die Weltzeituhren und SDAX- wie TecDAX-Daten. Weitere Informationen und Werbeschriftzüge trägt ein im Raum schwebendes Ringbanner. Mit einem Durchmesser von über 8 Metern und einer Rotationsgeschwindigkeit von bis zu 1,5 Umdrehungen pro Minute, stellt es einen Blickfang dar.
Einen Blick auf das Parkett erhält der Besucher nun bereits vom Foyer des Börsengebäudes aus. Die gläserne Lobby, die zwischen Foyer und Handelssaal eingezogen wurde, ermöglicht die Blickverbindung. Bei Bedarf können die Glaswände von durchsichtig auf opak umgeschaltet werden. Die Lobby, die als Veranstaltungsraum für Börsengänge konzipiert ist, wird damit zum Kommunikations- und Repräsentationsraum.
Auftraggeber:
Deutsche Börse AG, Frankfurt am Main
Eröffnung:
11. Januar 2008
Planungsaufgaben:
Generalplanung, Konzeption, Bauleitung,
Lichtplanung mit Delux AG, Zürich
Grundfläche:
1055 qm
Das Frankfurter Handelsparkett erhielt ein zeitgemäßes, klares Erscheinungsbild. Die CI-Farben der Deutschen Börse, blau und weiß, sowie moderne Materialien kamen zum Einsatz. Die offensichtlichste Veränderung auf dem neu verlegten, dunklen Eichenparkett sind die neuen Maklerschranken. Fünf runde und zwei halbrunde Schranken erscheinen als gleichmäßig leuchtende, auratische Körper, die mit verschiedenen Lichtstimmungen in blau oder weiß bespielt werden können.
Eine neue Lichtdecke trägt maßgeblich zur stimmigen Raumatmosphäre bei. Die quadratischen Lichtsegel sind in drei Reihen à fünf Leuchten angebracht. 44 Profilscheinwerfer werfen ein blendfreies Licht auf die Arbeitsplätze. Jene sind nun ergonomischer gestaltet, bieten mehr Arbeitsfläche und stellen eine kombinierte Lösung von Sitz- und Steharbeitsplatz dar. Die gesamte IT-, Telekommunikations- und Klimainfrastruktur wurde erneuert und den veränderten Bedürfnissen der Skontroführer angepasst. Zu jedem der rund 70 Arbeitsplätze gehören nun bis zu sechs Bildschirme.
Die halbrunde Schranke an der Kopfseite des Saals, unterhalb der DAX-Tafel, wird für Börsengänge genutzt werden. Die DAX-Tafel selbst und auch das Kursanzeigesystem blieben erhalten. Sie dienen dem Wiedererkennungswert des Saales. Ihre Bedeutung wird durch eine umlaufende Lichtkontur herausgehoben, die auch die raumprägende Wirkung der Anzeigetafeln unterstreicht. Eine einheitliche, gläserne Wandverkleidung unterhalb des Anzeigesystems nimmt Markenbilder wie DAX und MDAX auf.
Auf dem Parkett zeigt eine Informationssäule die aktuellen DAX- und MDAX-Werte an. Eingespielt werden auf dem 360°-Display zudem die Weltzeituhren und SDAX- wie TecDAX-Daten. Weitere Informationen und Werbeschriftzüge trägt ein im Raum schwebendes Ringbanner. Mit einem Durchmesser von über 8 Metern und einer Rotationsgeschwindigkeit von bis zu 1,5 Umdrehungen pro Minute, stellt es einen Blickfang dar.
Einen Blick auf das Parkett erhält der Besucher nun bereits vom Foyer des Börsengebäudes aus. Die gläserne Lobby, die zwischen Foyer und Handelssaal eingezogen wurde, ermöglicht die Blickverbindung. Bei Bedarf können die Glaswände von durchsichtig auf opak umgeschaltet werden. Die Lobby, die als Veranstaltungsraum für Börsengänge konzipiert ist, wird damit zum Kommunikations- und Repräsentationsraum.
Auftraggeber:
Deutsche Börse AG, Frankfurt am Main
Eröffnung:
11. Januar 2008
Planungsaufgaben:
Generalplanung, Konzeption, Bauleitung,
Lichtplanung mit Delux AG, Zürich
Grundfläche:
1055 qm
"Grenzen (er)leben" - "Viv(r)e les frontières"
Pavillon für die interkantonale Trägerschaft, EXPO 02, Arteplage Biel, Schweiz
Individuelle und kollektive Grenzerfahrungen
Verbote, Limits, Tabus, Grenzen! Es braucht Mut, Schranken zu überspringen, Hindernisse zu überwinden und Tabus zu brechen. Das im Rahmen der Expo.02 realisierte Ausstellungsprojekt Grenzen (er)leben zeigte anhand von sieben Themen die Bedeutung von Grenzen und deren Überschreitung auf. Das Projekt wurde als Beitrag von acht Schweizer Grenzkantonen über drei kulturelle Grenzen hinweg realisiert.
Die Ausstellung thematisierte gesellschaftliche, kulturelle sowie politische Grenzen und Schranken, die unseren Alltag und damit auch unsere Lebensweise prägen. Die Besucher verfingen sich in einem provozierenden Netz individueller und kollektiver Grenzerlebnisse.
Im Inneren des Ausstellungspavillons konnte der Besucher in 28 an der Peripherie angeordneten Kabinen via Hörspiel an individuellen Grenzerfahrungen von sieben Charakteren teilhaben. Im zentralen Innenraum verdichteten sich in einer 360°-Projektion die Geschichten der schattenhaft angedeuteten Figuren in einem 12-minütigen Film zyklisch zu einem Chor der kollektiven Grenzüberschreitung.
Durch ihren schemenhaften Auftritt bewahrten die Protagonisten genügend Distanz zum Publikum, trotz der beklemmenden Nähe ihrer realen Geschichten. Die Protagonisten aus den Hörspielen traten in Kontakt miteinander, mal aggressiv, bis die Welt auf dem Kopf steht, dann wieder besinnlich und im Gleichgewicht; sie visualisierten, dass Grenzen überschreiten ein momentanes Ungleichgewicht bewirken kann, jedoch auch zum Fortschritt führt.
Der Pavillon Grenzen (er)leben sollte sowohl einheimische als auch ausländische Besucher jeden Alters und Bildungsstandes ansprechen, da eben solche gesellschaftliche Grenzen, mit denen in Teilen schon Schulkinder ihre Erfahrung sammeln, in der künstlerischen Übersetzung realer Geschichten thematisiert wurden.
Auftraggeber:
Interkantonale Trägerschaft der acht Grenzkantone
Ausstellungsfläche:
900 qm
Planungsaufgaben:
Generalplanung, Architektur, Gebäudetechnik, Ausstellungsgestaltung und Szenografie, Graphikdesign,Tragwerksplanung, Lichtplanung, Medienplanung
Individuelle und kollektive Grenzerfahrungen
Verbote, Limits, Tabus, Grenzen! Es braucht Mut, Schranken zu überspringen, Hindernisse zu überwinden und Tabus zu brechen. Das im Rahmen der Expo.02 realisierte Ausstellungsprojekt Grenzen (er)leben zeigte anhand von sieben Themen die Bedeutung von Grenzen und deren Überschreitung auf. Das Projekt wurde als Beitrag von acht Schweizer Grenzkantonen über drei kulturelle Grenzen hinweg realisiert.
Die Ausstellung thematisierte gesellschaftliche, kulturelle sowie politische Grenzen und Schranken, die unseren Alltag und damit auch unsere Lebensweise prägen. Die Besucher verfingen sich in einem provozierenden Netz individueller und kollektiver Grenzerlebnisse.
Im Inneren des Ausstellungspavillons konnte der Besucher in 28 an der Peripherie angeordneten Kabinen via Hörspiel an individuellen Grenzerfahrungen von sieben Charakteren teilhaben. Im zentralen Innenraum verdichteten sich in einer 360°-Projektion die Geschichten der schattenhaft angedeuteten Figuren in einem 12-minütigen Film zyklisch zu einem Chor der kollektiven Grenzüberschreitung.
Durch ihren schemenhaften Auftritt bewahrten die Protagonisten genügend Distanz zum Publikum, trotz der beklemmenden Nähe ihrer realen Geschichten. Die Protagonisten aus den Hörspielen traten in Kontakt miteinander, mal aggressiv, bis die Welt auf dem Kopf steht, dann wieder besinnlich und im Gleichgewicht; sie visualisierten, dass Grenzen überschreiten ein momentanes Ungleichgewicht bewirken kann, jedoch auch zum Fortschritt führt.
Der Pavillon Grenzen (er)leben sollte sowohl einheimische als auch ausländische Besucher jeden Alters und Bildungsstandes ansprechen, da eben solche gesellschaftliche Grenzen, mit denen in Teilen schon Schulkinder ihre Erfahrung sammeln, in der künstlerischen Übersetzung realer Geschichten thematisiert wurden.
Auftraggeber:
Interkantonale Trägerschaft der acht Grenzkantone
Ausstellungsfläche:
900 qm
Planungsaufgaben:
Generalplanung, Architektur, Gebäudetechnik, Ausstellungsgestaltung und Szenografie, Graphikdesign,Tragwerksplanung, Lichtplanung, Medienplanung
TextilWerk Bocholt
Historisches Spinnereigebäude – neu erlebt, neu belebt
Die ehemalige Spinnerei Herding bietet einen feinsinnigen Dialog zwischen historischer Bausubstanz und aktuellen architektonischen Akzenten. Das Industriedenkmal wurde für eine neue Nutzung als Kulturfabrik saniert. Schaulager, Sonderausstellungsflächen, Veranstaltungsräume und Gastronomie fanden Platz im so genannten TextilWerk. „Beleben und neu erlebbar machen“ waren die Maxime des ATELIER BRÜCKNER. Gezielte architektonische Eingriffe unterstreichen die ursprünglichen Funktionszusammenhänge der Fabrik. Form- und Farbsprache wurden aus dem Altbestand heraus entwickelt.
Als zentrales Erschließungselement dient eine rot akzentuierte Treppe, die in den 20 Meter hohen Seilgang der ehemaligen Fabrik eingebracht wurde. Über diese eröffnet sich das Gebäude nun entlang der ursprünglichen Energieachse: vom Kesselhaus (Erzeugung der Energie) über das Maschinenhaus (Umwandlung der Energie in Bewegung) und den Seilgang (Kraftübertragung) bis zu den großzügigen Spinnereisälen und der ehemaligen Technikzentrale auf dem Dach des Flachbaues (Absaugung der Luft). An ihre Stelle tritt nun ein luftiges Restaurant, dessen vorgehängte Fassade aus stählernen Fäden die Metaphorik der ehemaligen Spinnerei aufgreift. Im Inneren des neuen, gläsernen Kubus erinnert eine Installation aus 88 Deckenleuchten der 1950er Jahre an diese wichtige Zeitphase der Fabrik.
Ein Zwiegespräch zwischen aktueller Nutzung und historischem Bestand entwickelt sich auch auf den darunter liegenden vier Etagen des insgesamt rund 6000 Quadratmeter umfassenden Gebäudekomplexes. Zum Bestand, der als Zeitdokument mit all seinen Nutzungsspuren erlebbar bleibt, tritt eine gleichwertige, neue Zeitschicht. Die Funktionsräume, zu denen Shop, Counter, Garderobe, Catering und WC-Bereiche zählen, sind als eigenständige Elemente in den Industriebau eingebracht. Ihre hellgraue Oberfläche hebt sich von der heterogenen Umgebung ab, während ihr Inneres jeweils eine Farbe der historischen Raumfassung aufgreift: Blau, Rot, Grün, Weiß und Schwarz. Auch die mobile Möblierung setzt auf diese Farbtöne.
Auftraggeber
LWL Industriemuseum
TextilWerk Bocholt – Spinnerei
Industriestraße 5
46395 Bocholt
Vertrag / Projektbeginn:
2009
Eröffnung:
2. September 2011
Bruttogeschossfläche:
6.000 qm
Hauptnutzfläche:
3.600 qm
Etagen:
4 Etagen Bestand, plus ein neues Dachgeschoss mit Restaurant
Die ehemalige Spinnerei Herding bietet einen feinsinnigen Dialog zwischen historischer Bausubstanz und aktuellen architektonischen Akzenten. Das Industriedenkmal wurde für eine neue Nutzung als Kulturfabrik saniert. Schaulager, Sonderausstellungsflächen, Veranstaltungsräume und Gastronomie fanden Platz im so genannten TextilWerk. „Beleben und neu erlebbar machen“ waren die Maxime des ATELIER BRÜCKNER. Gezielte architektonische Eingriffe unterstreichen die ursprünglichen Funktionszusammenhänge der Fabrik. Form- und Farbsprache wurden aus dem Altbestand heraus entwickelt.
Als zentrales Erschließungselement dient eine rot akzentuierte Treppe, die in den 20 Meter hohen Seilgang der ehemaligen Fabrik eingebracht wurde. Über diese eröffnet sich das Gebäude nun entlang der ursprünglichen Energieachse: vom Kesselhaus (Erzeugung der Energie) über das Maschinenhaus (Umwandlung der Energie in Bewegung) und den Seilgang (Kraftübertragung) bis zu den großzügigen Spinnereisälen und der ehemaligen Technikzentrale auf dem Dach des Flachbaues (Absaugung der Luft). An ihre Stelle tritt nun ein luftiges Restaurant, dessen vorgehängte Fassade aus stählernen Fäden die Metaphorik der ehemaligen Spinnerei aufgreift. Im Inneren des neuen, gläsernen Kubus erinnert eine Installation aus 88 Deckenleuchten der 1950er Jahre an diese wichtige Zeitphase der Fabrik.
Ein Zwiegespräch zwischen aktueller Nutzung und historischem Bestand entwickelt sich auch auf den darunter liegenden vier Etagen des insgesamt rund 6000 Quadratmeter umfassenden Gebäudekomplexes. Zum Bestand, der als Zeitdokument mit all seinen Nutzungsspuren erlebbar bleibt, tritt eine gleichwertige, neue Zeitschicht. Die Funktionsräume, zu denen Shop, Counter, Garderobe, Catering und WC-Bereiche zählen, sind als eigenständige Elemente in den Industriebau eingebracht. Ihre hellgraue Oberfläche hebt sich von der heterogenen Umgebung ab, während ihr Inneres jeweils eine Farbe der historischen Raumfassung aufgreift: Blau, Rot, Grün, Weiß und Schwarz. Auch die mobile Möblierung setzt auf diese Farbtöne.
Auftraggeber
LWL Industriemuseum
TextilWerk Bocholt – Spinnerei
Industriestraße 5
46395 Bocholt
Vertrag / Projektbeginn:
2009
Eröffnung:
2. September 2011
Bruttogeschossfläche:
6.000 qm
Hauptnutzfläche:
3.600 qm
Etagen:
4 Etagen Bestand, plus ein neues Dachgeschoss mit Restaurant






