ASTOC Architects and Planners
Maria-Hilf-Straße 15
D-50677 Köln
T +49 (0)221 271806-0
F +49 (0)221 3100833
info@astoc.de
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ASTOC Monographie im JOVIS-Verlag erschienen
Im September 2011 erschien in der Reihe “PORTFOLIO” des Berliner JOVIS Verlags eine erste ASTOC Monographie. Der 144 Seiten umfassende Band stellt unsere jüngsten aber auch einige bekannte Arbeiten umfassend dar.
In einem einführenden Essay mit dem Titel “Gemessene Schritte - Strategien für Haus, Stadt und Region” beschreibt der Architekturtheoretiker Andreas Denk die Arbeit von ASTOC.
ASTOC Architects and Planners (PORTFOLIO)
Herausgeber: Falk Jaeger
Autor: Ulf Meyer
Deutsch/Englisch
144 Seiten, mit einem Vorwort von Falk Jaeger mit ca. 150 Abbildungen Flexocover
Format: 21 x 27,5 cm
Euro 29.80
ISBN 978-3-86859-117-0
www.jovis.de
Entwicklungskonzept Innenstadt (EKI), Mannheim
Entwicklungskonzept Innenstadt und Jungbusch, VOF-Verfahren 2006, 1. Preis, in Bearbeitung
2007 feierte die Stadt Mann-heim ihr 400-jähriges Stadtjubiläum. Das Jubiläumsjahr warf die Frage nach städtischer Identität, nach einem Gesamtbild der Stadt und nach tragfähigen Zukunftsperspektiven auf. Daher wurde das Entwicklungskonzept Innenstadt als mehrstufiger Prozess initiiert, in dem ASTOC gemeinsam mit Mannheimer Bürgern, Initiativen und Verbänden Ideen und Projekte für die Innenstadt entwickelte. Anregungen der Bürger und vorhandene Planungen wurden aufgegriffen und auf einer planerischen Ebene zusammengeführt. Die Überlagerung der erarbeiteten Konzeptansätze aus verschiedenen Themenbereichen ergab Felder mit hohem Handlungsbedarf, in denen sich Maßnahmenvorschläge verdichten. Diese so genannten „Spannungsfelder“ markieren die Stadtgebiete, in denen sich die Innenstadtentwicklung der kommenden Jahre herauskristallisieren wird.
2007 feierte die Stadt Mann-heim ihr 400-jähriges Stadtjubiläum. Das Jubiläumsjahr warf die Frage nach städtischer Identität, nach einem Gesamtbild der Stadt und nach tragfähigen Zukunftsperspektiven auf. Daher wurde das Entwicklungskonzept Innenstadt als mehrstufiger Prozess initiiert, in dem ASTOC gemeinsam mit Mannheimer Bürgern, Initiativen und Verbänden Ideen und Projekte für die Innenstadt entwickelte. Anregungen der Bürger und vorhandene Planungen wurden aufgegriffen und auf einer planerischen Ebene zusammengeführt. Die Überlagerung der erarbeiteten Konzeptansätze aus verschiedenen Themenbereichen ergab Felder mit hohem Handlungsbedarf, in denen sich Maßnahmenvorschläge verdichten. Diese so genannten „Spannungsfelder“ markieren die Stadtgebiete, in denen sich die Innenstadtentwicklung der kommenden Jahre herauskristallisieren wird.
Siedlung Buchheimer Weg, Köln
Mehrfachbeauftragung 2005, 1. Preis, 1. Bauabschnitt 2007-2009, 2.-3. Bauabschnitt bis 2012
Die Wohnsiedlung am Buchheimer Weg ist Teil einer Siedlung der 50er Jahre, die heute ca. ein Fünftel des Stadtteils Ostheim einnimmt und typisch ist für den Nachkriegsstädtebau. 50 Jahre nach ihrer Errichtung befanden sich die Gebäude in einem sehr schlechten Zustand.
Das Konzept von ASTOC erhält den Gesamtzusammenhang und die Qualitäten der Siedlung. Die Winkelform der Neubauten ermöglicht durch ihre räumliche Struktur hofähnliche Bereiche zwischen den Häusern, an denen die Erschließungen und weitere Treffpunkte liegen. In insgesamt drei Bauabschnitten entstehen 434 Wohneinheiten.
Die Wohnsiedlung am Buchheimer Weg ist Teil einer Siedlung der 50er Jahre, die heute ca. ein Fünftel des Stadtteils Ostheim einnimmt und typisch ist für den Nachkriegsstädtebau. 50 Jahre nach ihrer Errichtung befanden sich die Gebäude in einem sehr schlechten Zustand.
Das Konzept von ASTOC erhält den Gesamtzusammenhang und die Qualitäten der Siedlung. Die Winkelform der Neubauten ermöglicht durch ihre räumliche Struktur hofähnliche Bereiche zwischen den Häusern, an denen die Erschließungen und weitere Treffpunkte liegen. In insgesamt drei Bauabschnitten entstehen 434 Wohneinheiten.
Holzhafen Hamburg
Wettbewerb 1994, 1. Preis
Der Holzhafen ist das älteste Hafenbecken in Hamburg und liegt zwischen dem Fährterminal und dem berühmten Hamburger Fischmarkt.
Der in einem internationalen Wettbewerb ausgezeichnete Entwurf für die Bebauung des Holzhafens von ASTOC, Kees Christiaanse und Christian Herbert wird seit 2000 in mehreren Abschnitten realisiert. Zwei flankierende Bürogebäude mit Backsteinfassaden rahmen dabei einen zwanziggeschossigen gläsernen Wohnturm. Die drei Gebäude bilden somit eine kontinuierliche Wasserfront.
Der städtebauliche Entwurf ist abgeleitet aus dem Wechsel von massiven Lagerhäusern und Freiräumen entlang der Kai-Kante der Elbe. Die Gebäude gehören zu dem unter der Leitung von Senatsbaudirektor Kossak entwickelten Planungsprinzip, das eine „Perlenkette“ zwischen Elbhang und Fluss entlang der Hamburger Waterkant vorsah. Die Stadt sollte wieder an das Wasser herangeführt werden. Die Fertigstellung des Ensembles ist für Ende 2011 geplant.
In Zusammenarbeit mit Kees Christiaanse, Rotterdam und Christian Herbert, Hamburg
Der Holzhafen ist das älteste Hafenbecken in Hamburg und liegt zwischen dem Fährterminal und dem berühmten Hamburger Fischmarkt.
Der in einem internationalen Wettbewerb ausgezeichnete Entwurf für die Bebauung des Holzhafens von ASTOC, Kees Christiaanse und Christian Herbert wird seit 2000 in mehreren Abschnitten realisiert. Zwei flankierende Bürogebäude mit Backsteinfassaden rahmen dabei einen zwanziggeschossigen gläsernen Wohnturm. Die drei Gebäude bilden somit eine kontinuierliche Wasserfront.
Der städtebauliche Entwurf ist abgeleitet aus dem Wechsel von massiven Lagerhäusern und Freiräumen entlang der Kai-Kante der Elbe. Die Gebäude gehören zu dem unter der Leitung von Senatsbaudirektor Kossak entwickelten Planungsprinzip, das eine „Perlenkette“ zwischen Elbhang und Fluss entlang der Hamburger Waterkant vorsah. Die Stadt sollte wieder an das Wasser herangeführt werden. Die Fertigstellung des Ensembles ist für Ende 2011 geplant.
In Zusammenarbeit mit Kees Christiaanse, Rotterdam und Christian Herbert, Hamburg
Orsoyer Straße Düsseldorf
Wettbewerb 2001, 1. Preis, 2002-2004
Die prominent gelegenen Wohnhäuser an der Orsoyer Straße in Düsseldorf Golzheim vermitteln zwischen viergeschossigen Zeilenbauten und zweigeschossigen Reihenhäusern. Durch eine Staffelung der Gebäude wird einerseits auf die städtebauliche Situation eingegangen, anderseits wurden individuelle Wohnsituationen geschaffen, die größtmögliche Vielfalt generieren. Es entsteht das Bild einer villenartigen Bebauung mit großzügigen Gärten. Das Projekt (66 Wohn- und 14 Büro- und Gewerbeeinheiten) wurde 2007 u.a. vom Bund Deutscher Architekten mit dem Architekturpreis NRW ausgezeichnet.
Die Bebauung schafft mit sechs großen und kompakten, winkelförmigen Stadtvillen und einem das Grundstück schließenden, ebenfalls winkelförmigen Kopfbau eine urbane Dichte mit differenzierten und großzügigen Freiräumen. Der formal sehr zurückhaltende Wohnkomplex vermittelt souverän zwischen viergeschossigen Zeilenbauten und zweigeschossigen Reihenhäusern. Der Verlust an Grünfläche und die Versiegelung wird durch intensiv begrünte Dachgärten und extensiv begrünte Flachdächer kompensiert, die zugleich das Stadtklima in dem dicht bebauten Stadtteil verbessern. Das Ensemble profitiert von dem gewachsenen Grünraum, der das nahtlose Einfügen des Städtebaus in die Umgebung unterstützt. Die Gebäude wurden in der Planung 2001 schon nach den Kriterien der EnEV 2004 geplant und erfüllen deren Vorgaben.
Auszeichnungen:
2007 "Architekturpreis NRW", Bund Deutscher Architekten, Auszeichnung
2006 "Auszeichnung guter Bauten", Bund Deutscher Architekten, Düsseldorf, Auszeichnung
Die prominent gelegenen Wohnhäuser an der Orsoyer Straße in Düsseldorf Golzheim vermitteln zwischen viergeschossigen Zeilenbauten und zweigeschossigen Reihenhäusern. Durch eine Staffelung der Gebäude wird einerseits auf die städtebauliche Situation eingegangen, anderseits wurden individuelle Wohnsituationen geschaffen, die größtmögliche Vielfalt generieren. Es entsteht das Bild einer villenartigen Bebauung mit großzügigen Gärten. Das Projekt (66 Wohn- und 14 Büro- und Gewerbeeinheiten) wurde 2007 u.a. vom Bund Deutscher Architekten mit dem Architekturpreis NRW ausgezeichnet.
Die Bebauung schafft mit sechs großen und kompakten, winkelförmigen Stadtvillen und einem das Grundstück schließenden, ebenfalls winkelförmigen Kopfbau eine urbane Dichte mit differenzierten und großzügigen Freiräumen. Der formal sehr zurückhaltende Wohnkomplex vermittelt souverän zwischen viergeschossigen Zeilenbauten und zweigeschossigen Reihenhäusern. Der Verlust an Grünfläche und die Versiegelung wird durch intensiv begrünte Dachgärten und extensiv begrünte Flachdächer kompensiert, die zugleich das Stadtklima in dem dicht bebauten Stadtteil verbessern. Das Ensemble profitiert von dem gewachsenen Grünraum, der das nahtlose Einfügen des Städtebaus in die Umgebung unterstützt. Die Gebäude wurden in der Planung 2001 schon nach den Kriterien der EnEV 2004 geplant und erfüllen deren Vorgaben.
Auszeichnungen:
2007 "Architekturpreis NRW", Bund Deutscher Architekten, Auszeichnung
2006 "Auszeichnung guter Bauten", Bund Deutscher Architekten, Düsseldorf, Auszeichnung
Neubau der Hochschule Ruhr West in Mülheim
Wettbewerb 2010, 1. Preis
Der Entwurf der Arbeitsgemeinschaft ASTOC Architects and Planners, Köln / HPP Architekten, Düsseldorf für den neuen Hochschulcampus an der Duisburger Straße ging als Sieger aus einem europaweit ausgeschriebenen Bewerbungsverfahren mit 2-stufigem Wettbewerb und insgesamt 15 Teilnehmern hervor.
Die Wettbewerbsaufgabe bestand in der Schaffung eines urbanen Hochschulcampus mit hoher Identität, Aufenthaltsqualität und Nutzungsflexibilität. Die Campusanlage zeigt sich als städtebaulich integriertes Ensemble mit acht differenzierten Baukörpern, vier Institutsgebäuden, drei Sonderbauten (Hörsaalzentrum, Mensa und Bibliothek) und einem Parkhaus. Im Mittelpunkt des Entwurfs steht das Thema Einheit und Vielfalt bei der Fassadengestaltung der einzelnen Baukörper, die das Erscheinungsbild des Campus maßgeblich prägen wird, sowie die Gestaltung der öffentlichen Räume zur Aufwertung und Belebung des angrenzenden Stadtgebiets.
Zeitgemäße Anforderungen an nachhaltiges Bauen und die Minimierung des Verbrauchs von Energie und Ressourcen erfüllen sowohl die Gebäudekonzeption als auch das technische Versorgungskonzept durch die integrative Umsetzung ökonomischer und ökologischer Anforderungen. Dabei wird ein minimierter Gesamtbedarf an Energie und Ressourcen mit hohem Nutzerkomfort in Einklang gebracht. Mit den Bauarbeiten soll im Frühjahr 2012 begonnen werden, die Fertigstellung ist für 2014 vorgesehen.
In Zusammenarbeit mit HPP Architekten, Düsseldorf
Der Entwurf der Arbeitsgemeinschaft ASTOC Architects and Planners, Köln / HPP Architekten, Düsseldorf für den neuen Hochschulcampus an der Duisburger Straße ging als Sieger aus einem europaweit ausgeschriebenen Bewerbungsverfahren mit 2-stufigem Wettbewerb und insgesamt 15 Teilnehmern hervor.
Die Wettbewerbsaufgabe bestand in der Schaffung eines urbanen Hochschulcampus mit hoher Identität, Aufenthaltsqualität und Nutzungsflexibilität. Die Campusanlage zeigt sich als städtebaulich integriertes Ensemble mit acht differenzierten Baukörpern, vier Institutsgebäuden, drei Sonderbauten (Hörsaalzentrum, Mensa und Bibliothek) und einem Parkhaus. Im Mittelpunkt des Entwurfs steht das Thema Einheit und Vielfalt bei der Fassadengestaltung der einzelnen Baukörper, die das Erscheinungsbild des Campus maßgeblich prägen wird, sowie die Gestaltung der öffentlichen Räume zur Aufwertung und Belebung des angrenzenden Stadtgebiets.
Zeitgemäße Anforderungen an nachhaltiges Bauen und die Minimierung des Verbrauchs von Energie und Ressourcen erfüllen sowohl die Gebäudekonzeption als auch das technische Versorgungskonzept durch die integrative Umsetzung ökonomischer und ökologischer Anforderungen. Dabei wird ein minimierter Gesamtbedarf an Energie und Ressourcen mit hohem Nutzerkomfort in Einklang gebracht. Mit den Bauarbeiten soll im Frühjahr 2012 begonnen werden, die Fertigstellung ist für 2014 vorgesehen.
In Zusammenarbeit mit HPP Architekten, Düsseldorf
Bahnstationen Solingen
Wettbewerb 2002, 1. Preis, Realisierung, 2006-2007
Bedingt durch einen Strukturwandel wurden Entwicklungsmaßnahmen im öffentlichen Nahverkehr der Stadt Solingen erforderlich, so beispielsweise die Verlegung des Hauptbahnhofes und der Neubau der Haltestelle Grünewald. Die Haltepunkte liegen an der Bahnstrecke im Süden des Solinger Zentrums. Der Bahnhof Mitte versorgt die Innenstadt, während der Haltepunkt Grünewald das Zwillingswerk und das im ehemaligen Bahnhofsgebäude neu entstandene Designzentrum anbindet. Das Konzept bietet einerseits eine Optimierung der Verkehrswege, andererseits sind die markanten Dächer Orientierungspunkte im Stadtgefüge.
Auszeichnung:
Renault Traffic Future Award 2007
Verzinkerpreis 2009, Anerkennung
Bedingt durch einen Strukturwandel wurden Entwicklungsmaßnahmen im öffentlichen Nahverkehr der Stadt Solingen erforderlich, so beispielsweise die Verlegung des Hauptbahnhofes und der Neubau der Haltestelle Grünewald. Die Haltepunkte liegen an der Bahnstrecke im Süden des Solinger Zentrums. Der Bahnhof Mitte versorgt die Innenstadt, während der Haltepunkt Grünewald das Zwillingswerk und das im ehemaligen Bahnhofsgebäude neu entstandene Designzentrum anbindet. Das Konzept bietet einerseits eine Optimierung der Verkehrswege, andererseits sind die markanten Dächer Orientierungspunkte im Stadtgefüge.
Auszeichnung:
Renault Traffic Future Award 2007
Verzinkerpreis 2009, Anerkennung
Grube Carl, Frechen
Wohnen im Industriedenkmal, Studienauftrag 2004, Realisierung 2005-2008
Die Umnutzung der ehemaligen Brikettfabrik entstand auf der Grundlage eines neu erstellten Bebauungsplanes. Die Planung fand in enger Zusammenarbeit mit dem Rheinischen Amt für Denkmalpflege statt. In dem nun freistehenden Trocken- und Pressenhaus entstanden großzügige Wohnungen, Gewerbe- und Lofteinheiten. Jede Wohnung erhielt einen Balkon und ist flexibel in der Aufteilung. Im Dachgeschoss entstanden Maisonettewohnungen mit großzügigen Dachterrassen. Durch den behutsamen und sensiblen Umgang mit der vorhandenen Gebäudestruktur blieb die historische Identität der ehemaligen Brikettfabrik erhalten. Die Wohnqualitäten orientieren sich an den Vorgaben des Bestandes, ohne an Funktionalität einzubüßen.
Auszeichnung:
„NRW wohnt - Wohnen an ungewöhnlichen Orten“, 2008, Ministerium für Bauen und Verkehr des Landes NRW gemeinsam mit der Architektenkammer NRW
Die Umnutzung der ehemaligen Brikettfabrik entstand auf der Grundlage eines neu erstellten Bebauungsplanes. Die Planung fand in enger Zusammenarbeit mit dem Rheinischen Amt für Denkmalpflege statt. In dem nun freistehenden Trocken- und Pressenhaus entstanden großzügige Wohnungen, Gewerbe- und Lofteinheiten. Jede Wohnung erhielt einen Balkon und ist flexibel in der Aufteilung. Im Dachgeschoss entstanden Maisonettewohnungen mit großzügigen Dachterrassen. Durch den behutsamen und sensiblen Umgang mit der vorhandenen Gebäudestruktur blieb die historische Identität der ehemaligen Brikettfabrik erhalten. Die Wohnqualitäten orientieren sich an den Vorgaben des Bestandes, ohne an Funktionalität einzubüßen.
Auszeichnung:
„NRW wohnt - Wohnen an ungewöhnlichen Orten“, 2008, Ministerium für Bauen und Verkehr des Landes NRW gemeinsam mit der Architektenkammer NRW
Europacity Berlin
Wettbewerb 2008, 1. Preis, Masterplan und städtebauliche Vertiefungen, in Bearbeitung
Mit dem Masterplan Europacity wurde für das unmittelbar nördlich an den Berliner Hauptbahnhof angrenzende Areal eine städtebauliche Grundlage geschaffen, die die vorhandenen Rahmenbedingungen auslotet und stadträumliche Qualitäten herausarbeitet. Das 40 Hektar umfassende Gelände - rund 600.000 qm für Wohnen, Arbeiten, Kultur und Freizeit sollen hier entstehen - zählt aufgrund seiner herausragenden zentralen Lage zu einem der interessantesten, innerstädtischen Entwicklungsräume der Stadt. Der Masterplan wurde im Mai 2009 vom Senat beschlossen, bereits 2010 ist mit dem Bau der ersten Blöcke im neuen Stadtquartier begonnen worden.
Mit dem Masterplan Europacity wurde für das unmittelbar nördlich an den Berliner Hauptbahnhof angrenzende Areal eine städtebauliche Grundlage geschaffen, die die vorhandenen Rahmenbedingungen auslotet und stadträumliche Qualitäten herausarbeitet. Das 40 Hektar umfassende Gelände - rund 600.000 qm für Wohnen, Arbeiten, Kultur und Freizeit sollen hier entstehen - zählt aufgrund seiner herausragenden zentralen Lage zu einem der interessantesten, innerstädtischen Entwicklungsräume der Stadt. Der Masterplan wurde im Mai 2009 vom Senat beschlossen, bereits 2010 ist mit dem Bau der ersten Blöcke im neuen Stadtquartier begonnen worden.
HafenCity Hamburg
Internationaler Wettbewerb 1999, 1. Preis, Masterplan und städtebauliche Qualifizierungen 2000 – heute
Am Ufer der Elbe entsteht das derzeit größte städtebauliche Projekt Europas. In den kommenden Jahren sollen hier auf einer Fläche von rund 150 Hektar Wohnraum für 12.000 Menschen und 40.000 Arbeitsplätze entstehen. Auf dem ehemaligen Hafengelände entsteht ein städtisches Stück Hamburg. Mit den unterschiedlichen Dimensionen und Restriktionen der Hafenbecken ergeben sich vielfältige Lagequalitäten und Charaktere. Im westlichen Teil der HafenCity sind bereits einige Quartiere weitgehend fertig gestellt, im zentralen Bereich befinden sich zahlreiche Gebäude und Infrastrukturmaßnahmen aktuell im Bau. Die HafenCity wird an den Elbbrücken mit dem Chicago-Square ihren Abschluss finden.
In Zusammenarbeit mit KCAP Architects & Planners, Rotterdam / Hamburgplan AG
Am Ufer der Elbe entsteht das derzeit größte städtebauliche Projekt Europas. In den kommenden Jahren sollen hier auf einer Fläche von rund 150 Hektar Wohnraum für 12.000 Menschen und 40.000 Arbeitsplätze entstehen. Auf dem ehemaligen Hafengelände entsteht ein städtisches Stück Hamburg. Mit den unterschiedlichen Dimensionen und Restriktionen der Hafenbecken ergeben sich vielfältige Lagequalitäten und Charaktere. Im westlichen Teil der HafenCity sind bereits einige Quartiere weitgehend fertig gestellt, im zentralen Bereich befinden sich zahlreiche Gebäude und Infrastrukturmaßnahmen aktuell im Bau. Die HafenCity wird an den Elbbrücken mit dem Chicago-Square ihren Abschluss finden.
In Zusammenarbeit mit KCAP Architects & Planners, Rotterdam / Hamburgplan AG
Masterplan Emscher-Zukunft
Wettbewerb 2003, 1. Preis, in Bearbeitung
Vor nun schon rund 20 Jahren hatte sich die IBA Emscher Park formiert, um Großes zu bewegen: Eine ganze Metropolregion sollte ein neues Gesicht bekommen. Die Projekte dieses Transformationsprozesses sind heute vielen Menschen bekannt und vertraut. Namensgeber und Kernstück der IBA war jedoch die Emscher, dieser ehemals rund 85 km langer Fluss im Norden des Ruhrgebiet, der von einem offen liegenden Abwassersystem nun wieder in einen Fluss gewandelt werden soll. Mit der ´Neuen Emscher´ erhalten die vielen IBA-Projekte jedoch nicht nur das verbindende Element. Eine der dichtesten Stadt- und Industrielandschaften Europas vollführt eine Hinkehr zum Wasser und wird damit vom Hinterhof des Ruhrgebiet zum Vorzeigeprojekt und Imageträger einer ganzen Region.
Die Emscher bildet seit mehr als einem Jahrhundert das industrielle Rückgrat des Ruhrgebiets. Diese verbindende Funktion sollte auch die Neue Emscher in Form des Emscher Landschaftspark so fortsetzen - schließlich stand die Emscher als Namensgeber bereits Pate. Ein landschaftliches Bild oder aber eine strategische Vorgehensweise zum Umbau der Emscher wurde jedoch erst mit dem Masterplan Emscher-Zukunft geschaffen. Die Grundlage für den Masterplan Emscher-Zukunft wurde 2003 in einem interdisziplinären Wettbewerb geschaffen. Der Entwurf einer langfristigen Strategie und Planungsmethodik von ASTOC Architects and Planners und RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten erhielt den 1. Preis und wählte als Symbol für die Neue Emscher einen farbigen Kabelstrang. Die einzelnen Litzen des Kabelstrangs standen dabei repräsentativ für die Verflechtung von Wasser, Landschaft und Stadt und zeigten bereits hier weite Verzweigungen bis tief in die Region.
Der Masterplan Emscher-Zukunft hat dieses „Kabel“ systematisch zu einem Entwicklungs- und Handlungskonzept weiter entwickelt. Der Masterplan definiert Vision und Leitbild für die städtebauliche und landschaftliche Entwicklung des Neuen Emschertals, leitet daraus ein konkretes planerisches und räumliches Bild ab. In hunderten von Gesprächen mit den Beteiligten Kommunen und den Grundeigentümern wurde gleichzeitig die Idee einer offenen Transformationsstrategie in das Masterplanwerk integriert. Als anpassungsfähige, flexibel agierende und reagierende Planungsplattform sorgt der Masterplan damit nicht nur für einen Austausch zwischen den verschiedenen Fachdisziplinen, sondern auch zwischen Politik, Verwaltung und den Menschen vor Ort an der Emscher.
Insgesamt besteht der Masterplan aus drei verschiedene Planwerken: Freiraumplanung und Städtebau, Ökologie und Wasserwirtschaft. Mit der nahezu unabhängigen Entwicklung dieser drei verschiedenen Planwerke galt es, die jeweils optimale Sichtweise auf die Potentiale, die das Wasser innerhalb der einzelnen Fachdisziplin bedeuten kann, auszuschöpfen und sichtbar zu machen. Dabei beschränkten sich die einzelnen Planwerke in ihrer räumlichen Ausdehnung nicht nur auf die unmittelbar an die Emscher angrenzenden Flächen, sondern gehen über die rund 50 Nebenläufe und vielfältigen Wegeverbindungen auch weit darüber hinaus. Erst nach Abschluss der einzelnen Planwerke wurden dann im Entwicklungskonzept die drei Planwerke miteinander verhandelt und synchronisiert.
Der Umbau der Emscher wird die industrielle Kulturlandschaft des Emschertals nachhaltig verändern. Das Abwasser der Emscher wird zukünftig in geschlossenen Kanälen abgeleitet, der Fluss und seine Nebenläufe werden Schritt für Schritt in naturnahe Gewässer umgebaut. In einigen Nebenläufen der Emscher fließt bereits wieder klares und sauberes Wasser. Bereits in ein paar Jahren werden die offenen Schmutzwasserläufe der Vergangenheit angehören. Aus dem „Entsorger“ von Abwässern wird ein „Versorger“ mit wertvollen Biotopen, attraktiven Orten zum Wohnen und Arbeiten, ein Landschaftsraum für Kunst, Kultur und Freizeit. Der Masterplan Emscher-Zukunft hat sich zur Aufgabe gemacht, alle Planungen und Einzelprojekte, die in einem mittelbaren und unmittelbaren Zusammenhang mit der Gewässerumgestaltung und der dafür notwendigen technischen Infrastruktur stehen, zu bündeln.
Nach der Veröffentlichung des Masterplan im Jahr 2006 sind - neben den öffentlichen Investitionen in Höhe von rund 4,5 Milliarden Euro - auch viele privatwirtschaftliche Initiativen und Projekte entstanden, bzw. werden aktuell bereits umgesetzt. Denn neben den ökologischen, städtebaulichen oder wasserwirtschaftlichen Vorhaben finden auch die den Umbau begleitenden Kunst- und Kulturprojekte großes Interesse. Sie sind ein fast selbstverständlicher Teil des alltäglichen Lebens an der Emscher geworden.
Das Zusammenspiel aus ingenieurtechnischer Umgestaltung und der Begleitung, Vermittlung und Reflexion des Wandels mit Kunst und Kultur findet mittlerweile auf der lokalen Ebene großen Anklang. Aber nicht nur die Menschen vor Ort wollen mehr und mehr über den Umbauprozess erfahren, inzwischen sind auch auf internationaler Ebene viele andere Metropolen und Metropolregionen auf den Masterplan Emscher-Zukunft aufmerksam geworden. So wurde er 2008 auf der 11. Internationalen Architekturbiennale in Venedig und 2009 auf der 8. Internationalen Architekturbiennale in São Paulo vorgestellt. Die Vorstellung des Masterplan Emscher-Zukunft war Teil des deutschen Ausstellungsbeitrags in São Paulo, der unter dem Motto „City for all – Ways to vision“ stand. Hier wurden Planungen vorgestellt, die weitreichende Projekte als Motor und Entwicklungsschub für die Gestaltung von Metropolen auf der einen Seite und die Findung zeitgemäßer, städtebaulicher Konzepte andererseits nutzen. Aktuell wird die Ausstellung noch bis zum 23.09.2010 im Hamburger Kunstverein gezeigt.
Der Masterplan Emscher-Zukunft zeigt, welche großen Chancen sich über den Wandel zu einem attraktiven Fluss hinaus mit der Vision einer verbindenden und ökologisch orientierten Planung für die Zukunft eröffnen: Das Wasser wird durch den Umbau der Emscher zum räumlichen Bindeglied, zum Identitätsträger und Identitätsvermittler für eine ganze Region. Darüber hinaus zeigt der Umbau dieses komplexen Flusssystems Signalwirkung für vergleichbare, wasserwirtschaftliche und städtebauliche Großprojekte auf der ganzen Welt.
In Zusammenarbeit mit RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten, Bonn/Landschaft planen + bauen, Berlin/Norbert Post und Hartmut Welters, Dortmund
Vor nun schon rund 20 Jahren hatte sich die IBA Emscher Park formiert, um Großes zu bewegen: Eine ganze Metropolregion sollte ein neues Gesicht bekommen. Die Projekte dieses Transformationsprozesses sind heute vielen Menschen bekannt und vertraut. Namensgeber und Kernstück der IBA war jedoch die Emscher, dieser ehemals rund 85 km langer Fluss im Norden des Ruhrgebiet, der von einem offen liegenden Abwassersystem nun wieder in einen Fluss gewandelt werden soll. Mit der ´Neuen Emscher´ erhalten die vielen IBA-Projekte jedoch nicht nur das verbindende Element. Eine der dichtesten Stadt- und Industrielandschaften Europas vollführt eine Hinkehr zum Wasser und wird damit vom Hinterhof des Ruhrgebiet zum Vorzeigeprojekt und Imageträger einer ganzen Region.
Die Emscher bildet seit mehr als einem Jahrhundert das industrielle Rückgrat des Ruhrgebiets. Diese verbindende Funktion sollte auch die Neue Emscher in Form des Emscher Landschaftspark so fortsetzen - schließlich stand die Emscher als Namensgeber bereits Pate. Ein landschaftliches Bild oder aber eine strategische Vorgehensweise zum Umbau der Emscher wurde jedoch erst mit dem Masterplan Emscher-Zukunft geschaffen. Die Grundlage für den Masterplan Emscher-Zukunft wurde 2003 in einem interdisziplinären Wettbewerb geschaffen. Der Entwurf einer langfristigen Strategie und Planungsmethodik von ASTOC Architects and Planners und RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten erhielt den 1. Preis und wählte als Symbol für die Neue Emscher einen farbigen Kabelstrang. Die einzelnen Litzen des Kabelstrangs standen dabei repräsentativ für die Verflechtung von Wasser, Landschaft und Stadt und zeigten bereits hier weite Verzweigungen bis tief in die Region.
Der Masterplan Emscher-Zukunft hat dieses „Kabel“ systematisch zu einem Entwicklungs- und Handlungskonzept weiter entwickelt. Der Masterplan definiert Vision und Leitbild für die städtebauliche und landschaftliche Entwicklung des Neuen Emschertals, leitet daraus ein konkretes planerisches und räumliches Bild ab. In hunderten von Gesprächen mit den Beteiligten Kommunen und den Grundeigentümern wurde gleichzeitig die Idee einer offenen Transformationsstrategie in das Masterplanwerk integriert. Als anpassungsfähige, flexibel agierende und reagierende Planungsplattform sorgt der Masterplan damit nicht nur für einen Austausch zwischen den verschiedenen Fachdisziplinen, sondern auch zwischen Politik, Verwaltung und den Menschen vor Ort an der Emscher.
Insgesamt besteht der Masterplan aus drei verschiedene Planwerken: Freiraumplanung und Städtebau, Ökologie und Wasserwirtschaft. Mit der nahezu unabhängigen Entwicklung dieser drei verschiedenen Planwerke galt es, die jeweils optimale Sichtweise auf die Potentiale, die das Wasser innerhalb der einzelnen Fachdisziplin bedeuten kann, auszuschöpfen und sichtbar zu machen. Dabei beschränkten sich die einzelnen Planwerke in ihrer räumlichen Ausdehnung nicht nur auf die unmittelbar an die Emscher angrenzenden Flächen, sondern gehen über die rund 50 Nebenläufe und vielfältigen Wegeverbindungen auch weit darüber hinaus. Erst nach Abschluss der einzelnen Planwerke wurden dann im Entwicklungskonzept die drei Planwerke miteinander verhandelt und synchronisiert.
Der Umbau der Emscher wird die industrielle Kulturlandschaft des Emschertals nachhaltig verändern. Das Abwasser der Emscher wird zukünftig in geschlossenen Kanälen abgeleitet, der Fluss und seine Nebenläufe werden Schritt für Schritt in naturnahe Gewässer umgebaut. In einigen Nebenläufen der Emscher fließt bereits wieder klares und sauberes Wasser. Bereits in ein paar Jahren werden die offenen Schmutzwasserläufe der Vergangenheit angehören. Aus dem „Entsorger“ von Abwässern wird ein „Versorger“ mit wertvollen Biotopen, attraktiven Orten zum Wohnen und Arbeiten, ein Landschaftsraum für Kunst, Kultur und Freizeit. Der Masterplan Emscher-Zukunft hat sich zur Aufgabe gemacht, alle Planungen und Einzelprojekte, die in einem mittelbaren und unmittelbaren Zusammenhang mit der Gewässerumgestaltung und der dafür notwendigen technischen Infrastruktur stehen, zu bündeln.
Nach der Veröffentlichung des Masterplan im Jahr 2006 sind - neben den öffentlichen Investitionen in Höhe von rund 4,5 Milliarden Euro - auch viele privatwirtschaftliche Initiativen und Projekte entstanden, bzw. werden aktuell bereits umgesetzt. Denn neben den ökologischen, städtebaulichen oder wasserwirtschaftlichen Vorhaben finden auch die den Umbau begleitenden Kunst- und Kulturprojekte großes Interesse. Sie sind ein fast selbstverständlicher Teil des alltäglichen Lebens an der Emscher geworden.
Das Zusammenspiel aus ingenieurtechnischer Umgestaltung und der Begleitung, Vermittlung und Reflexion des Wandels mit Kunst und Kultur findet mittlerweile auf der lokalen Ebene großen Anklang. Aber nicht nur die Menschen vor Ort wollen mehr und mehr über den Umbauprozess erfahren, inzwischen sind auch auf internationaler Ebene viele andere Metropolen und Metropolregionen auf den Masterplan Emscher-Zukunft aufmerksam geworden. So wurde er 2008 auf der 11. Internationalen Architekturbiennale in Venedig und 2009 auf der 8. Internationalen Architekturbiennale in São Paulo vorgestellt. Die Vorstellung des Masterplan Emscher-Zukunft war Teil des deutschen Ausstellungsbeitrags in São Paulo, der unter dem Motto „City for all – Ways to vision“ stand. Hier wurden Planungen vorgestellt, die weitreichende Projekte als Motor und Entwicklungsschub für die Gestaltung von Metropolen auf der einen Seite und die Findung zeitgemäßer, städtebaulicher Konzepte andererseits nutzen. Aktuell wird die Ausstellung noch bis zum 23.09.2010 im Hamburger Kunstverein gezeigt.
Der Masterplan Emscher-Zukunft zeigt, welche großen Chancen sich über den Wandel zu einem attraktiven Fluss hinaus mit der Vision einer verbindenden und ökologisch orientierten Planung für die Zukunft eröffnen: Das Wasser wird durch den Umbau der Emscher zum räumlichen Bindeglied, zum Identitätsträger und Identitätsvermittler für eine ganze Region. Darüber hinaus zeigt der Umbau dieses komplexen Flusssystems Signalwirkung für vergleichbare, wasserwirtschaftliche und städtebauliche Großprojekte auf der ganzen Welt.
In Zusammenarbeit mit RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten, Bonn/Landschaft planen + bauen, Berlin/Norbert Post und Hartmut Welters, Dortmund
Pumpwerk, Köln
Wettbewerb 2005, 1. Preis, Realisierung, 2006-2008
Die Funktionsabläufe des Regenwasserklärwerks verknüpfen die drei Bauteile Pumpe, Klärbecken und Technikgebäude zu einer komplexen Anlage. Die beiden der Straße zugewandten Teile werden mit einer Hülle zu einem gemeinsamen Baukörper zusammengefasst.
Die Längsseite des Gebäudes ist mit einer geschwungenen Basaltfassade verkleidet. Hier wird die Regenwasserreinigung als Teil des ökologischen Prozesses verbildlicht. Eine dauerhafte Berieselung mit gereinigtem Regenwasser macht diese Wand feucht und fruchtbar, die Natur breitet sich auf der Fassade aus und verwandelt sie schließlich in eine moosige, weiche Wand. Das Projekt wird im Rahmen des Deutscher Beitrags "Baukultur made in Germany" auf der 9. Internationalen Architekturbiennale 2011 in São Paulo gezeigt.
Auszeichnungen:
Kölner Architekturpreis 2010, Anerkennung
Die Funktionsabläufe des Regenwasserklärwerks verknüpfen die drei Bauteile Pumpe, Klärbecken und Technikgebäude zu einer komplexen Anlage. Die beiden der Straße zugewandten Teile werden mit einer Hülle zu einem gemeinsamen Baukörper zusammengefasst.
Die Längsseite des Gebäudes ist mit einer geschwungenen Basaltfassade verkleidet. Hier wird die Regenwasserreinigung als Teil des ökologischen Prozesses verbildlicht. Eine dauerhafte Berieselung mit gereinigtem Regenwasser macht diese Wand feucht und fruchtbar, die Natur breitet sich auf der Fassade aus und verwandelt sie schließlich in eine moosige, weiche Wand. Das Projekt wird im Rahmen des Deutscher Beitrags "Baukultur made in Germany" auf der 9. Internationalen Architekturbiennale 2011 in São Paulo gezeigt.
Auszeichnungen:
Kölner Architekturpreis 2010, Anerkennung
Herti 6, Zug, Schweiz
Städtebauliche Konzeption für sechs Wohnhöfe, 1. Bauabschnitt 2001-2005, 2. Bauabschnitt 2009-2011
Das Quartier Herti 6 liegt am Übergang des Stadtgebietes von Zug (Schweiz) in die Lorzenebene und ist Vermittler zwischen Stadt und Landschaftsraum. In einem ersten Bauabschnitt sind von 2003 bis 2005 vier Wohnhöfe realisiert worden. Bis 2011 entstehen zwei weitere Wohnhöfe. Das Spektrum der Wohnformen reicht von preisgünstigen und familiengerechten Mietwohnungen bis hin zu Eigentumswohnungen.
Das Quartier Herti 6 liegt am Übergang des Stadtgebietes von Zug (Schweiz) in die Lorzenebene und ist Vermittler zwischen Stadt und Landschaftsraum. In einem ersten Bauabschnitt sind von 2003 bis 2005 vier Wohnhöfe realisiert worden. Bis 2011 entstehen zwei weitere Wohnhöfe. Das Spektrum der Wohnformen reicht von preisgünstigen und familiengerechten Mietwohnungen bis hin zu Eigentumswohnungen.
Abtei Hamborn, Duisburg
Mehrfachbeauftragung 2007, 1. Preis, Realisierung 2009-2011
Ein florierendes Klosterleben vermutet man nicht gerade in einer Stadt wie Duisburg. Aber der Ortsteil Hamborn ist anders als die von der welkenden Schwerindustrie dominierten Stadtbezirke.
Die Abtei St. Johann hat eine lange Geschichte: Eine kleine Pfarrkirche wurde vor rund tausend Jahren zur Klosterkirche umgebaut und mit den übrigen Klostergebäuden durch einen romanischen Kreuzgang verbunden, von dem heute nur noch der Nordflügel besteht. Im Zweiten Weltkrieg zum großen Teil zerstört, wurde das Kloster ab 1959 wieder aufgebaut und 1972 durch einen dreigeschossigen, vom Kölner Architekten Hans Schilling geplanten Anbau erweitert. Heute gehören der Abtei 25 Chorherren an, deren Zahl Jahr für Jahr wächst, was einen zusätzlichen Erweiterungsbau erforderlich machte.
Der Bauherr wünschte sich für den Neubau ein Konzept der „communio ad intra et ad extra“, einer „Gemeinschaft nach innen und außen“, der die Architekten mit einem neu geschaffenen Ort der bewussten und gewollten Begegnung und Kommunikation auch nach außen nachkamen.
Der neue Gebäuderiegel schließt als dritte Seite einen zuvor nur auf zwei Seiten gefassten Gartenhof. Er übernimmt Elemente seiner heterogenen Nachbarbauten, indem er beispielsweise das Prinzip der durch Stützen gesäumten Flurbereiche aus dem mittelalterlichen Südflügel und dem Anbau von Hans Schilling zitiert.
Durch Faltungen in der Gebäudekubatur versucht der Neubau auf die städtebaulichen und geometrischen Vorgaben zu reagieren, die sich aus dem Grundstückszuschnitt und den Anschlusshöhen der umgebenden Bestandsbebauung ergaben. Während er auf der Gartenseite die Stützenreihe des Nachbargebäudes weiterführt, setzt er sich zur Straßenseite mit seinen weißen Putzfassaden klar vom rotbraunen Klinker des Bestandsbaus ab.
In seinem Inneren beherbergt der Anbau im Erdgeschoss einen Sakralraum, Büros, einen Rekreationsraum mit großen Türen zum Garten sowie Gesprächs- und Gruppenräume. In den beiden Obergeschossen wurden entlang eines inneren Laubengangs die Wohnräume der Chorherren angeordnet. Eine goldene Stirnwand dient hier als optischer Kulminationspunkt.
Ein florierendes Klosterleben vermutet man nicht gerade in einer Stadt wie Duisburg. Aber der Ortsteil Hamborn ist anders als die von der welkenden Schwerindustrie dominierten Stadtbezirke.
Die Abtei St. Johann hat eine lange Geschichte: Eine kleine Pfarrkirche wurde vor rund tausend Jahren zur Klosterkirche umgebaut und mit den übrigen Klostergebäuden durch einen romanischen Kreuzgang verbunden, von dem heute nur noch der Nordflügel besteht. Im Zweiten Weltkrieg zum großen Teil zerstört, wurde das Kloster ab 1959 wieder aufgebaut und 1972 durch einen dreigeschossigen, vom Kölner Architekten Hans Schilling geplanten Anbau erweitert. Heute gehören der Abtei 25 Chorherren an, deren Zahl Jahr für Jahr wächst, was einen zusätzlichen Erweiterungsbau erforderlich machte.
Der Bauherr wünschte sich für den Neubau ein Konzept der „communio ad intra et ad extra“, einer „Gemeinschaft nach innen und außen“, der die Architekten mit einem neu geschaffenen Ort der bewussten und gewollten Begegnung und Kommunikation auch nach außen nachkamen.
Der neue Gebäuderiegel schließt als dritte Seite einen zuvor nur auf zwei Seiten gefassten Gartenhof. Er übernimmt Elemente seiner heterogenen Nachbarbauten, indem er beispielsweise das Prinzip der durch Stützen gesäumten Flurbereiche aus dem mittelalterlichen Südflügel und dem Anbau von Hans Schilling zitiert.
Durch Faltungen in der Gebäudekubatur versucht der Neubau auf die städtebaulichen und geometrischen Vorgaben zu reagieren, die sich aus dem Grundstückszuschnitt und den Anschlusshöhen der umgebenden Bestandsbebauung ergaben. Während er auf der Gartenseite die Stützenreihe des Nachbargebäudes weiterführt, setzt er sich zur Straßenseite mit seinen weißen Putzfassaden klar vom rotbraunen Klinker des Bestandsbaus ab.
In seinem Inneren beherbergt der Anbau im Erdgeschoss einen Sakralraum, Büros, einen Rekreationsraum mit großen Türen zum Garten sowie Gesprächs- und Gruppenräume. In den beiden Obergeschossen wurden entlang eines inneren Laubengangs die Wohnräume der Chorherren angeordnet. Eine goldene Stirnwand dient hier als optischer Kulminationspunkt.





